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naeraumt: in Der Ankur eschließung derTaten dyffeus" sowie zur begl

V a ck h a u s , ftreisleitet.

Dr. Hill, Bürgermeister.

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BracfirtüiUi gci.ifte belufi 5t:Echens mal - ladcns.

verließ er ge« in den Salon sich inzwischen

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Der Padrone nickte eifrig:Ah, es gibt Fälle, won Mann froh ist, wenn er fürn guten Paß hundert hinlegen ... solche Fälle gibt's!"

Verdunkelungszett:

9. Oktober von 19.42 bis 7.07 Uhr.

richten.

urden ^ichc°' t uni Rillt' ryer-Dtts ib Reichst' tjtübt empfOT1 chaften Untii1 ls FroiüsM Interesse our- r beiden Oss'' m Gäste.

lang an die kleine Deffnung. Dann räuschlos seinen Posten und kehrte zurück, wo Senor Miguel Lacerta selbst bedient hatte.

fie ...?" fragte der Chilene (Fortsetzung s.'lgt.)

Das erste, was Brackmann erblickte, war eine handgroße, dick behaarte Dogelsvinne, die an der Decke auf Beute lauerte. Der Padrone zog einen Schuh vom Fuß und schlug sie nach kurzer Jagd tot. Die zuckenden Ueberrefte warf er durchs Fen- fter. Dann begann er das Zimmer mit Flit zu ver- nebeln. Die Möblierung des jämmerlichen Loches bestand aus einem Bett und einem Stuhl. Die Füße des Bettes standen in ausgeschnittenen Konserven, dosen, welche mit einer aus Petroleum und er­soffenem Ungeziefer zusammengesetzten Flüssigkeit gefüllt waren.

Auf dem Stuhl stand ein angeschlagener Ton- leuchter mit einem Kerzenstummel. Brackmann un- tersuchte Das Moskitonetz gründlich; es schien dicht zu fein.

Zufrieden, Senor?" fragte der Wirt hustend. | Der Flttnebel ätzte ine Lungen.

Aeußerst komfortabel", sagte Brackmann und hängte seine Jacke über Den Stuhl.Was soll die Bude tosten ..."

Für Sie zwei Pesos je Tag ..."

Es war ein unverschämter Preis, aber Brack- mann war zu müde, um zu handeln.Lassen Sie wenigstens Die Spritze hier", sagte er und zertrat eine rote Ameise, Die halbbetäubt aus dem Bett fiel,für zwei Pesos kann ich verlangen, nicht völlig gefressen zu werden." Er riegelte Die Tür hinter Dem Padrone ab.

Bis zur Treppe ging der Wirt mit lauten, deutlich vernehmbaren Schritten davon. Dann trat er ein vaarmal energisch auf der Stelle und streifte schließ, lich die Schuhe ab, um barfüßig und lautlos zur Tür zurückzuschleichen. In Augenhöhe befand sich ein Loch von Der Größe eines halben Fingernagels. Der Padrone drückte sein Auge etwa eine Minute

Dollar", kicherte er,und zweitens, falls Sie mich umdrehen, haben Sie Glück, wenn zwanzig Pesos raus fallen."

3ft auch nicht nötig, wir verrechnen den Preis ganz einfach auf die Heuer, abgemacht?"

Suchen Sie sich einen anderen Idioten, der Ihnen bis Valparaiso die Kessel auf Druck hält!" sagte Brackmann grob und schob sein Glas zurück. Wieviel bekommen Sie zum Schluß der Reise da von mir eigentlich noch heraus, wie?"

Werden Sie nur nicht gleich ungemütlich, Mann!" brummte der Chilene.Gut, ich leg Die Karten offen auf den Tisch: ich brauch Sie nötig, und deshalb sollen Sie die Papiere für dreißig kriegen. Ihnen bleibt bann von Der Heuer nach der Abmusterung immer nochn schönes Stück Geld übrig ... falls Sie nicht alles unterwegs versaufen."

Das läßt sich eher hören. Trotzdem kauf' ich Die Katze nicht im Sack. Was nutzt mir Der Paß, wenn er aufnen Kerl ausgestellt ist. Der vielleicht Drei« einhalb Zoll groß ist unD linksn Glasauge trägt? Hören Sie zu, Senor: Ich komme heute gegen Avend zu Ihnen, und Dann reden wir weiter über Die Sache. Es handelt sich nur noch um die Papiere. Sonst bin ich bereit, bei Ihnen zu fahren."

Gut, ich erwarte Sie. Sagen wir gegen sechs Uhr. Merken Sie sich: Manuela, Drittes Hafen- becken, Kapitän Miguel Lacerta!" Er hielt Brack­mann die Hand hin. Brackmann schlug ein.

lieber meinen Namen einigen wir uns also heute nachmittag, Tenor Lacerta ... Sie brauchen Dann nicht erst umzulernen. UnD jetzt gestatten Sie, daß ich mich von Ihnen verabschiede, ich bin hunde- müDe. Sie werden mir mein Zimmer zeigen, Padrone ..."

Der Wirt nahm eine Flitspritze unter Den Arm unD ging voran. Er führte Brackmann durch ein dunkles, stinkendes Treppenhaus zum ersten Stock­werk hinauf, wo er Die Tür zu einer heißen Kammer aufstteß, die mit festschließenden Läden völlig ver- himfelt war. Er öffnete einen Spalt Des Fenster-

kkbrauch.

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BM.-Mr' ist anfertiger

Ein Mann rechnet ab

Roman von Horst Biemath

Aufruf!

Zur Kulturwoche der NSDAP, in Gießen vom 10. bis 25. Oktober 1942

Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei führt in der Zeit vom 10. bis 25. Oktober in Gießen eine Kulturwoche durch, die in einer Aülle von hochstehenden Darbietungen und Veranstaltungen aller Art auch den letzten Volksgenossen an die Kulturgüter der Nation heransühren will. Der seelischen Betreuung des Volkes kommt in Kriegszeiten, da es um Sein oder Richtsein der Völker und ihrer großen kulturellen Güter geht, doppelte Bedeutung zu, und so hat cs sich die diesjährige Kulturwoche der NSDAP. zur Ausgabe gesetzt, diesem großen Ziele durch Zu­sammenfassung aller Kräfte auf die Kulturarbeit unseres Volkes und insbesondere unseres Kreises zu dienen. Die Kunst gehört dem Volke und ist nicht der Privatbefih einiger weniger Auserwählter. Die Veranstaltungsfolge der Kulturwoche trägt denn auch diesem verpflichtenden Grundsatz bewußt Rechnung, und sie ist so zusammen- geftellt, daß sie jedem etwas bringt. Konzerte, eine Kunstausstellung, Volkstums­abende, eine Veranstaltung mit Laienkünstlern, heiteres und Ernstes im bunten Wechsel: das ist nur ein kurzer Ueberblick über das außerordentlich reichhaltige Programm, das in diesen Tagen zur Durchführung gelangt.

Ls ist die selbstverständliche Pflicht eines jeden Volksgenossen, diese kulturellen Bestrebungen der Partei mit allen Kräften zu unterstützen und durch rege und ver­ständnisvolle Teilnahme seiner Verbundenheit mit dem Kulturwillen des Groß­deutschen Reiches sinnfälligen Ausdruck zu verleihen.

Brackmann griff zögernd nach Dem Glas. Val­paraiso ... Irgendwie mußte Das Leben ja weiter­gehen nach Der Abrechnung. IrgenDwo mußte man verschwinDen. Und Dieses Angebot kam chm wie ein Wink Des Schicksals.

Mein Schiff ist Die Manuela, Heimathafen Val­divia, sie liegt hier im Dritten Hafenbecken. Nun, trinken wir?" Er klimperte in Der Westentasche mit Dem Handgeld.

Brackmann zeichnete mit Dem Daumen in einer Schnapslache.

Da ist noch ein Punkt, Senor", murmelte er, meine Papiere, find nämlich nicht ganz in Ord­nung ... oder genauer gesagt, ich hab' überhaupt fToben was ausgefressen?" fragte Der Chilene mißtrauisch. ä ~

Brackmann schüttelte Den Kops:Ausgekmffen, nichts weiter."

SinD Sie Deutscher?"

Nein ... Schwede", antwortete Brackmann.

,'Lst mir auch gleich, von mir aus konnten Sie Hottentott sein, nur der Teufel soll Sie haken, wenn Sie kein Maschinist sind, Mann!"

Ich bin Maschinist ... aber vorläufig noch nicht aus Der Manuela, Mann!" knurrte Brackmann gereizt.

Ich glaube, mir werden uns fchan einigen, Senor", sagte Der Chilene betont höflich und hob fein Glas; Brackmann tat ihm Bescheid.UnD wegen der Papiere roerDen wir schon einen Dreh finden. Ich hab auf Dem Kahn eine ganze Schub - labe mit Pässen liegen. Ein schwedischer ist, glaub' ich, nicht Darunter, Dafür aber ein norwegischer, s sind tadellose Papierchen. Natürlich gebe ich sie nicht umsonst her. Den Norweger überlaß ich Ihnen für fünfzig Dollar ... Ausnahmepreis! Pedro würde mir für Den Paß glatt siebzig hinlegen, he?"

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Aus -er Stadt Gießen.

Oie Macht der Gewohnheit.

Die Gewohnheit kommt im allgemeinen schlecht weg, indem ihr nachgesagt wird, daß sie Den Men­schen abftumpft. So begehrenswert auch immer etwas ist, in Der Wiederholung verliert es an Reiz. Dagegen kann kein Sterblicher auf Die Dauer an­gehen, unD geraDe Diejenigen sind Der Gewohnheit am ehesten ausgeliefert. Die ihre Macht nicht aner­kennen wollen und nichts Dagegen unternehmen. Der Lebenskünstler Dagegen versucht, Die durch Ge­wohnheit gedämpfte Freude wieder zu beleben in Der Weise, daß er zeitweilig Darauf verzichtet.

Nun hat die Gewohnheit aber auch noch ein anderes Gesicht. Nicht nur im Hinblick auf das gewohnte Mittagsschläfchen oder was einem sonst in der Regelmäßigkeit Des Geschehens angenehm ist. Die Gewohnheit kann auch eine Kraftquelle sein, man könnte sagen ein Zeiteinteiler und eine Ord­nungshilfe.

Denn wenn die Gewohnheit nicht wäre, täten wir uns recht schwer im täglichen Leben, und die so schon knapp bemessene Zeit zerrönne uns noch geschwinder unter den Fingern. Wie jeder Hand­griff, zur Gewohnheit geworden, leichter vor sich geht und den Aufwand an Zeit und Kraft ver­ringert, so wird auch Die geistige Tätigkeit durch stillschweigende Voraussetzungen, wie sie sich aus Der Gewohnheit ergeben, vereinfacht.

Man denke nur, um es an einem hanDgreiflichen Beispiel zu erkennen, an eine neue Wohnung, in Der man sich wohl glücklich fühlen mag, sich ins­geheim aber doch wie ein Gast vorkommt so lange, vis man sich im Dunkeln auf Den Zentimeter genau Darin zurechtfindet, bis aus Der Gewohnheit eine Sicherheit, ein richtiges Zuhausegefühl geworden ist.

Die Gewohnheit, von Dieser praktischen Seite her betrachtet, ist uns ein Freund im Alltag, geradezu ein Mädchen für alles zur Entlastung von Klein- kram in unferm wirtschaftlichen wie geistigen Haus­halt. G. K-H.

Oie Eröffnung der Gießener Nulturwoche.

Zu Der Eröffnung der Gießener Kulturwoche Der NSDAP, wird uns noch geschrieben:

Die Bedeutung der Gießener Kulturwoche wird bei ihrer Eröffnung am Samstag, 10. Oktober, 19.30 Uhr, in Der Neuen Aula durch die Anwesen­heit des Gauleiters unterstrichen. Kreisletter Backhaus wird Die Erscheinenden begrüßen, und die Feierrede von Pg. Ziegler (Frankfurt a. M) wird im Zusammenhang mit grundsätzlichen Aus­führungen über nationalsozialistische Kulturpolitik im Kriege den Sinn der Gießener Kulturwoche Herausstellen. Die Schlußansprache hält Bürger­meister Dr. H i l L Dem Wiesbadener Streichquar­tett, das den Abend musikalisch umrahmt, geht ein ausgezeichneter Ruf voraus.

Es sei noch Darauf aufmerksam gemacht, daß Ver­anstaltungsübersichten der Kulturwoche in Der Kar- tenoerkaufsstelle Der NSG.Kraft durch Freude", Gießen, Seltersweg 60, an der Theaterkasse, im Musikhaus Chattier und beim Bann Der Hiller- Jugend kostenlos zu habem sind.

Agnes Miegel spricht in Gießen.

Im Rahmcn Der Herbstveranstaltungen für Das deutsche Schrifttum, die Das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda auch in diesem Jahr wieder veranlaßt hat, werden Deullche Autoren in allen Gauen des Reiches aus ihren Werken lesen. In unserer Stadt wird, wie man uns schreibt, im Rahmen Des Veranstaltungsplans Des Gießener Vortragsringes (Goethe-Bund, Kulturelle Vereini- qung und Volksbildungsstätte Gießen) Die ostpreu­ßische Dichterin Agnes Miegel ihre bereits im Vorjahr vorgesehene Lesung nachholen. Agnes Mie­gel wurde vom Führer durch die Verleihung Der Goethe-Medaille geehrt und 1940 mit dem Goethe- Preis der Stadt Frankfurt ausgezeichnet. Kreisleiter Backhaus wird die Dichterstunde mit einer An­sprache eröffnen. ,

Musiksendung vom Gießener Theater

im Reichsfender Frankfurt.

Das Theater der Universitätsstadt Gießen teilt uns mit:

H)wanz auftreiben."

.Wann verlassen Sie 23erafru3.

.Frühestens übermorgen - w°hrschemttch erst rod) Drei Sagen. Augenblicklich labe td) no$ borgen kommen Campecheho^er Dran, e 09' 'h fahre aus, wenn ich Die Mannschaft zuf -ade. Die Leute hoffe ich zu bekommen - - -

Er sah Den Wirt an, Der gelbe Kerl gnnfte mte iti Haifisch. Wahrscheinlich wurden em paar Pill Gleichen aus DerMona Lisa auf hohe wem Rausch erwachen. « Sor-

,Nur der zweite Maschinist macht

c». ^ch müßte ihn hrettnem anderen Schisser iDn Kqhn flauen."

Der Reichssender Frankfurt war auf Anregung von Intendant Hans Walter Klein in Der Gie­ßener Universitätsaula zu Ausnahmen vom musi­kalischen Schaffen des Theaters Der Univerfitäts- ftaDt Gießen. Die Aufnahmen brachten Querschnitte von Den jetzt im Theater laufenden Auftührungen, und zwar unter der musikalischen Leitung von Otto OöHner und Der Mitwirkung von Den Solisten unserer Bühne durchDie Hochzeit Des Figaro" von Mozart, durchDie Geschwister" von Ernst Meyerolbersleben und durchDer Troubadour" von

Fritz Bouquet, per Bonner Philosoph Max Deutscher gestorben. Wenige Monate nach Vollendung feines 80. Le- bmsjahres ist in Bonn Universitatsprofefsor Dr. Dax Deutscher gestorben. Wentscher schloß sich in seinen Anschauungen dem naturwissenschaftlich orientierten Idealismus Fechners und Lotzes an, dem er eine große Darstellung gewidmet hat. Weiter sind.seine zweibändigeEthik" (19011905) und seinePädagogik, kritische Grundlegung und Sy­stem" (1926) zu nennen. Deutscher wurde in Grau- denz geboren, promovierte 1893 in Halle, habilitierte sich 1897 in Bonn, wurde 1904 als a. o. Professor noch Königsberg berufen, kam jedoch drei Jahre später als Nachfolger Schünemanns nach Bonn «ruck, wo er 1918 Ordinarius wurde. Auch seine Gattin, Dr/phil. h. c. Else Wentscher, ist durch phi­losophische Arbeiten auf verschiedenen Gebieten her- vorgetreten.

Professor Wilhelm Wandschneider f.

In $lau in Mecklenburg, feiner Geburtsstadt, starb im Alter von 76 Jahren Professor Wilhelm Äandschneider, Der befonDets durch seine Monu- Mutenplastiktzp bekannt geworden ist. In seiner engeren Heimat Mecklenburg sind viele seiner Schöpfungen zu finden, so Das Fritz-Reuter-Denk- mal in Stavenhagen, Der Hechtbrunnen von Tete­row, Das Skagerrak-Denkmal im Rostocker Park­viertel und Der Brinckmann-Brunnen in Güstrow. (Sein letztes Werk, DerHammerschwingende Thor", ist jetzt in München in Der Großen Deutschen Kunst­ausstellung ausgestellt.

Altmänner- Sommer."

Heraus mit dem Altpapier!

NSG. Gegenwärttg läuft im Gau Heffen-Nasiau Die Altpapier-Stoßaktion. Jeden Tag können Die Sammler auch an unsere Türe klopfen! Haben Sie Ihr Altpapier schon bereitgelegt? Wenn nicht, Dann wird es höchste Zeit dazu. Sie wissen Doch, durch das Sammeln von Altpapier schonen wir Den deut­schen Wald! Denn wir stellen damit Der Kriegs­industrie einen kostbaren Rohstoff zur Verfügung, so Daß wir zur Papierbereitung unD Papierver- arbeitung Die Holzbestände schonen können.

Wissen Sie, was Die Sammler alles in Empfang nehmen wollen? Alte Zeitungen und Zeitschriften, alte Bücher, alte Akten, Knäuelpapier, kurz alles, was sich mit der Zeit in Haushalt und Betrieb auf- stapell. Gewiß haben auch Sie etwas in einem Winkel liegen. Das niemand mehr benötigt und infolgedessen niemand mehr nutzt. Auf zum Ent­rümpeln! Heraus mit Dem Altpapier!

** Ein Siebzigjähriger. Der Sattler* meister Ludwig B ö l z i n g, Horst-Wessel-Wall 46 wohnhaft, Der in Fachkreisen und beim Landvolk weithin bekannt ist, kann am morgigen Samstag, 10. Oktober, in bester körperlicher und geistiger Frische seinen 70. Geburtstag begehen. Durch seine hervorragenden Arbeiten als Sattlermeister ist Der Jubilar u. a. in einem Wettbewerb Gausieger ge­worden und hat auch höchste Auszeichnungen auf der Internationalen Handwerkerausstellung 1938 in Berlin erhallen. Seine Arbeiten sind für fein Fach­gebiet vielfach vorbildlich und für andere Meister beispielgebend geworden. Dem Jubilar gelten unsere herzlichen Glückwünsche.

** Arbeitsjubiläum. Am 8 Oktober konnte bei Der Firma Bänninger G m. b. H., Gießen, Das GefolgschastsmitglieD Ernst Strack, Gießen, Schis- fenberger Weg 36, als Vorarbeiter auf eine 25jäh- rige Tätigkeit zurückblicken. Zu einer FeierstunDe hatten sich gegen 9 Uhr Derz stellvertretende Be­triebssichrer Dr. Buddensiek sowie Die Arbvts- kameraden an Dem festlich geschmückten Arbeitsplatz des Jubilars in feiner Abteilung versammelt. Hier­bei wurden Herrn Strack von dem stellvertretenden Betriebsführer, dem Betriebsobmann sowie von verschiedenen Abteilungsleitern Dank und Aner­kennung für die in den verflossenen 25 Jahren ge­leisteten treuen Dienste zum Ausdruck gebracht. Außerdem wurde Herrn Strack Das Gaudiplom Der Deutschen Arbeitsfront durch den Betriebsobmann überreicht. Dem Jubilar wurde ferner von Der Firma zum Andenken an Den Iubeltag Das übliche Sparkassenbuch übergeben. Auch seine engeren Mit­arbeiter hatten ihn mit besonderen Geschenken er­freut. Mit einer Dankesansprache Des Jubilars endete Die schöne Feier.

NSG. Zuweisung von Kartoffel­stärkemehl. Im Laufe Des Monats Oktober werden beim Bezug von Nährmitteln 50 v. H. Da­von in Form von Kartoffel-Stärkemehl zur Aus­gabe gelangen. Diese Maßnahme wirD allgemein begrüßt werden, da dieses Stärkemehl vielseitig verwendbar ist und infolgedessen für jeden einzelnen .haushalt ein wertvolles Nahrungsmittel Darstellt. Wenn auch einzelne Haushaltungen Das Stärkemehl nicht kennen oder es vielleicht bisher noch nicht zur Anwendung brachten, so werden sie sich Doch von

Unter Dem gemeinsamen TitelAttmänner-Som- mer. Drei Geschichten um ein Thema" vereinigt Wil­helm Schäfer (Albert Langen / Georg Müller- Verlag München) seine Drei meisterhaften Erzäh- lungen:Das Haus mit Dt».Drei Türen",Der Fabrikant AntSn Beilharz unD Das »Theresle" und Ein Mann namens Schmitz", Drei Erzählungen, Die das Thema von Der Liebe älterer Männer zu jun­gen Mädchen, jede in ihrer besonderen Art, ab- Wndeln.

Eine hernmnn-Löns-Ehrung in Münster.

In Der Löns-Gedenkstunde im Festsaal des Allen Rathauses umriß Gauletter und Oberpräsident Dr. Alfred Meyer Die Aufgabe des neubegrünDeten Westfälischen Hermann-Löns-Bundes. Der Bund soll bds Schrifttum Des Dichters weitesten Kreisen ver­mitteln, die Löns-Forschung fördern, eine vorbild- lidje Löns-Sammlung schaffen und Die Lons-Stätten pflegen. Der (Sauleiter berief Professor Dr. Max Aps feist aedt. Der als langjähriger Freund Des Achters eine umfassende Löns-Sammlung aufgebaut hat (namentlich Die Briefschaften sind außerordent- Ich ergiebig) zum Kustos Der Söns-Ermnerungs- ititte Münster im Elternhaus Des Dichters auf Der Hhanniterkommende. Zum Ehrenvorsitzenden des Kindes wurde Der um das Löi^s-Schrifttum hoch­verdiente Dr. Friedrich Castelle, zum Bundes- läter Der Biograph Des Dichters, Regierungsrat Dr.. Hllhelm Deimann, zum Leiter Der wissenschaft- litzen Forschung Der münsterische Germanist Prof dr. Heinz Kind ermann berufen. Im Wmter ivjrD in Der Universität eine öffentliche Vortrags- iißhe Durchgeführt werden, in Der Westfalens Bet« trag zur Deutschen Dichtung von Justus Moser bis 1 Beter Hille Dargestellt werden soll.

Verdi. In Der Operette folgten Querschnitte unter Der musikalischen Leitung von Georg Pp p i n g durchWo die Lerche singt" von LehLr undFrau Luna" von Paul Lincke. Die Sendung Dieser Auf­nahmen über Den Reichssender Frankfurt wird in Den nächsten Tagen erfolgen und wird beim Gie­ßener Publikum sicherlich besondere Anteilnahme finden.

Diamantene Hochzeit.

Am nächsten Sonntag, 11. Oktober, können der Buchhalter i.R. Gerhard Bötz und Frau Emilie, geb. Unverzagt, Liebigstraße 65 wohnhaft. Das seltene Fest Der Diamantenen Hochzeit begehen. Der Jubilar ist 83 Jahre, feine Gattin 82 Jahre alt. Um Das Jubelpaar, das nun seit 60 Jahren gemein­sam den Weg durchs Leben gegangen ist, vereinigen sich vier Kinder, acht Enkelkinder und zwei Urenkel. Der Jubilar ist geborener Gießener, die Jubilarin erblickte in Ludwigshütte bei Biedenkopf Das Licht Der Welt und kam im jugendlichen Atter nach Gie­ßen. Herr Bötz war zuletzt 22 Jahre lang als Buch­halter bei der Firma Benner, Krumm & Sauer in Gießen tätig und trat im Atter von 76 Jahren in Den wohlverdienten Ruhestand. An den Ereignissen unserer großen Zeit nimmt das Jubelpaar noch mit regstem 'Interesse Anteil. Den Diamantenen Hoch­zeitern bringen wir unsere herzlichen Glückwünsche zu ihrem seltenen Hochzeitsjubiläum Dar, nerbunDen mit den besten Wünschen für Den weiteren Lebens­abend.

Preissenkung im Saststcitten- und Beherbergungsgewerbe in Hessen.

Lpd. Durch eine Anordnung vom 28. September, die am 1. Oktober in Kraft trat, hab der Reichsstatt­halter in Hessen Landesregierung (Stelle für Die Preisbildung) eine Senkung von Preisen im Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe festgesetzt. U. a. werden Die am 17. Juni d. I. festgesetzten Höchstpreise für Stammgerichte in Betrieben Der Preisgruppe I von 60 auf 50 Rpf., in Preisgruppe II von 90 auf 80 Rpf. unD in Preisgruppe III von 1,20 auf 1,10 RM. gesenkt. Preise, Die bisher schon in den einzelnen Preisgruppen unter den Höchst­preisen lagen, sind entsprechend zu senken, jedoch braucht, eine Grenze in Preisgruppe II von 65 Rpf. und in Preisgruppe III von 90 Rpf. nicht unter­schritten zu werden. Auch Die Eintopf- und Teller­gerichte einfchl. Feldküchengericht sind um 10 Rpf. zu senken, lediglich in Preisgruppe III die fleisch- markenvflichtigen Gerichte von bisher 1,50 auf 1,35 RM.

Die Ausschankvreise für Kaffee sind um weitere 8 v. H. zu ermäßigen, und Der neue Ausschankpreis muß sich nach Der vorgenommenen Senkung gegen­über Dem Stand vom 1. September 1939 um min­destens 20 v. H. tiefer bewegen.

Auch die Preise im Beherbergungsqewerbe wer­den ermäßigt und bestimmt, daß in Betrieben, die ganzjährig geöffnet sind, und in Zweisaisonbetrie­ben Saisonzuschläge nicht mehr berechnet werden dürfen.

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!8. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Ich liege nämlich mit einer Ladung Holz und

Sifal tm Hasen. Die verfluchten Oefelder! Es ist jeiesmal Dieselbe Schweinerei! Die Halste Der Mann- I-haft ist mir ausgekniffen, in ?ie Camps: Die Hunde heuern ja nur an, um Die biötae «lszunutzen. Jetzt sitze ich fest.^Mirjschien fünf -^un «HD ein zweiter Maschinist, Der Maschinist um 110 ötnfcigften", er schob Brackmann Das Glas zu. 4aben Sie Lust, anzuheuern?" M bin noch nie zur See gefahren. Macht nichts, wenn Sie nur was von lijinen verstehen."

Und wohin soll Die Reise gehen?

Valparaiso ... unD wenn Sie vom Oel die Nase W haben, wie Sie sagen, dann finden Sie Drüben feiere Chancen fürnen anftanDigen %ob unD iflemal ein gefünDcres Klima als ln diesem ver Ernten Pestloch hier. Sie brauchen ubngens nur tir Die eine Route anzuheuern, wenn ^ motten. Drüben kann ich Die Mannschaft ichon nneDer er- iSnzen. Nur hier, so nahe am Oel, kann man fernen

fciuü, laßt Den antiken Sagenstoff in strenger, rhyth- isch gegheDerter Sprache und in sinnvoll gestufter reiaftiger Szenenfolge mit jeweils Drei Bttdern Spielen. Einemerzählenden Chor" haben Dichter iD Komponist auch hier eine wesentliche Funktion naeräumt: in der Ankündigung unD epiloqgleichen und Leiden des Helden begleitenden und überbrücken- Betrachtung der Geschehnisse. Reutter, von je ter Kunst Des guten chorischen wie solistischen Vokal- fttzes mächtig, ist sich auch in Der persönlichen rhyth­mischen und thematischen Note unD als Musiker von plastischem, meist aber echt stimmungshaftem ober magisch-impressionistischem Beschwörungsver- i ögen Der Klangsprache treugeblieben. Der ttug- wllen, kapriziösen Tönung DesCirce-BilDes" unD | her unheimlichen imposanten Düsternis DerToten Begegnung im HaDes" stehen in reizvoller Klang­md Stimmungstransparenz Die Szene Odysseus- alypso und der Abschied Der ergreifende mädchen- Ijnft gezeichneten Nausikaa gegenüber. Eine Krönung aber bedeutet derIthaka-Akt", in dem sich Der Sogen Des Dem Werk innewohnenDen Ethos zum jinzen runDet: Das aus antikem Vorwurf in Zeit- iahe und Zeitlosigkeit gerückte Ethos der männ- l hen Bewährung in aller vom Schicksal auferlegten Drangsal, Das Ethos tapferer Diesseitsverhaftung unb unverbrüchlicher Liebe zur HeimaterDe. Der Ansatz der Frankfurter Oper mit Franz Kon - -ivitfchny am Pult, Generalintendant Meißner als Spielgestalter und Helmut Jürgens als Büh- jßnbUDner erärirkte einen starken Widerhall.

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