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(Nachdruck verboten.)

37. Fortsetzung.

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im Grunde selbst bist.

Das Leben ist schön, und einander seid, wird es keine daran: Du lächelst glücklich Du bist es auch!

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Die Lebensmittelrationen der 40. Zuteilungs­periode gelten, mit einer Ausnahme, auch in der kommenden 41. Zuteilungsperiode, die vom 21. Sep­tember bis 18. Oktober 1942 läuft. Ausgenommen ist die Ration an Kaffee-Ersatz, die um 62,5 g auf 250 g gekürzt wird. Dabei ist von Wert, daß der Anteil der Zusatzstoffe in Kaffee-Ersatz bei gleich­zeitiger Verringerung des Getreideanteils erhöht ist und die Kaffee-Ersatzmittel dadurch ergiebiger als früher sind. An der Qualität hat sich dabei nichts geändert.

hiernach erhalten alle Verbraucher in der kom­menden Zuteilungsperiode die folgenden Erzeug­nisse in der gleichen Menge wie in der jetzt laufen­den 40. Zuteilungsperiode: Brot, Mehl, Fleisch, Butter, Margarine, Käse (abgesehen von den Son­derzuteilungen der 40. Periode), Quark, Getreide­nährmittel, Teigwaren,- Kartoffelstärkeerzeugnisse,

7om Men. tastete nach dem Tarsch,ässet und stürzte, die Haustür einfach hinter sich zuwerfend, in den Garten, wo Resis Rad stehen mußte, oie bekam es zu fassen, griff nach den Retten und

Rytvieh-Absahveranstalturig in Gießen ./zArt 11. September findet in der Zuchtvieh-Ver- teigärungshalle Rhein-Main in Gießen eine Rot­vieh-Absatzveranstaltung statt, zu der der Auftrieb aus den benachbarten Rotvieh-Zuchtgebieten der Landesbauernschaften Hessen-Nassau, Kurhessen und Westfalen erfolgt. U. a. werden aus dem bis jetzt bereits gemeldeten umfangreichen Auftrieb 25 be- onders "ausgewählte Zuchtbullen des Höhenfleckviehs mit sehr guten Leistungen und Formen und 55 hoch­tragende Zuchtkalhinyen zum Verkauf gestellt wer­den. Bei dem Auftrieb handelt es sich um bestes hochgezüchtetes Material aus den bekanntesten Zuch­ten und Blutlinien.

Oie Soldatenfrau im Mietvertrag.

Vom Reichsheimstättenamt der DAF. wird dar­auf hingewiesen, daß die Soldatenfrau zu verschiede­nen Rechtsgeschäften mietrechtlicher Art, auch soweit diese über die sog. Schlüsselgewalt hinausgehen, oft als stillschweigend bevollmächtigt angesehen werden kann. Namentlich während der Kriegszeit dürfe mit einer solchen Vollmacht gerechnet werden, wenn der Mann im Felde steht und nicht jederzeit erreichbar ist, so daß die Frau eben auf Grund dieser (still­schweigenden) Vollmacht, nicht unmittelbar aus der Schlüsselgewalt", zur Vornahme solcher Rechts­geschäfte berechtigt ist. Auf Grund der Rechtspre­chung und Rechtsliteratur ist die Soldatenfrau zur Untervermietung einzelner Zimmer, zur Einziehung des Untermietzinses und zu allen Maßnahmen, die zur Durchsetzung notwendiger Reparaturen in den Mieträumen gegenüber dem Vermieter erforderlich sind, regelmäßig befugt. Im Rahmen einer still­schweigenden Vollmacht liegen grundsätzlich auch son­stige kleinere rechtsgeschäftliche Handlungen des All­tags, wie sie zwischen Mieter und Vermieter vorzu­kommen pflegen, z. B. auch Abmachungen über die Verdunklung des Treppenhauses.

Gießener Schlachtviehmarkt.

Auf dem gestrigen Gießener Schlachtoiehmvrkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehverstelge- rungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 39 vis 46 Rpf., Bullen 40 bis 48, Kühe 20 bis 49, Färsen 36 bis 50, Kälber 27 bis 57, Hämmel 30 bis 40- je X« kg1 Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,26 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,26, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,26, c (90 bis 119,5 kg) 1,24, d (80 bis 89,5 kg) 1,16, e bis t (unter 80 kg) 112, gl (fette Specksauen) 1,26, i (Altschneider) 1,26, g2 (andere Sauen) 1,16, h (Eber) 1,16. Marktver­lauf: alles zugeteilt.

Verdunkelungszeit

9. September von 20.53 bis 6.17 Uhr.

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wenn ihr wieder bei- Grenzen haben, denke und voller Hoffnung.

Versuche es mit nur einem Lächeln, die Zeit wird dix gehören und graue Stunden haben keinen Be- tanb*/ Si Wa.

Aus der Stadt Gießen.

Nur ein Lächeln ...

Vielleicht bist du noch so herrlich jung, daß du nur um seine Schwester, das herzerquickende, ju­belnde Lachen weißt vielleicht aber kennst du auch alle seine Arten. Du hast das milde, weise Lächeln deines alten Vaters oder gar Großvaters verstehend gesehen um? das innerliche deiner Mut-- ter, das glückliche, aus liebendem Herzen geborene Lächeln des Menschen, dem dein Leben gehört, das unbekümmerte deiner Kinder, wenn sie von ihrem erspielten Tagewerk ausruhen.

Vielleicht bist du auf Reisen gewesen oder auch nur in einem Zirkus oder Variete, oder du hast in einem Buch das Lächeln Asiens erahnt.

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Oie Lebensmittelzuteilung

vom 21. September bis 18. Oktober.

nenben Schuppen und dem holzgeschindelten Sana­torium stand eine provisorische Wellblechgarage, deren Anblick Annas Herz stocken ließ. Das Benzin, Herrgott, das Benzin! In der Garage lagerten nämlich zwei große Fässer Treibstoff. Sie hatte sie erst kürzlich gesehen, als sie mit Martin einen Spaziergang gemacht hatte. Wenn das Ben­zin explodierte, war das Sanatorium verloren. Unentwegt trieben die Flammen nach Süden auf die nahe Garage zu, das Blech mußte schon ganz heiß sein. Löschs, aber womit? Anna riß sich von der brennenden Hütte los und stürmte auf das Hauptportal zu. Die Kinder in dem großen, ge­fährdeten Gebäude lagen bestimmt in tiefem Schlaf und ahnten nichts von der drohenden Katastrophe. Ihre Fenster gingen ja auf die entgegengesetzte Seite hinaus. Der halbe Neubau war aus Holz. Schindeln, Balkone, Veranda, alles Holz, geölt, gefirnißt, ausgedörrt von der Sonnenglut der letz­ten Tage. v ,,

Anna war blaß geworden, und chr Herz pochte in einem verzweifelten Rhythmus gegen die Rip­pen Eine Schwäche wollte sie ankommen, aber sie nahm sich energisch an die Kandare und erlaubte ihrem versagenden Körper keine Extratouren. Sie stieß den Schlüssel ins Schloß, drehte um, lief die Treppe empor, ein paar Korridore entlang, häm­merte an den Türen und schrie. Zerzauste Buben­köpfe kamen aus den Kissen hoch und starrten er­staunt. , . _,

Auf! Hinaus! Im Hof brennt em Schuppen, es hat eingeschlagen. Nebendran ist Benzin. Ihr mußt mir helfen, die Fässer wegzurollen. Wo steckt denn der Glasl?" * ...

Hier! Ich komme gleich. Kruzitürken, wo ist beim meine Höfe?" . .

Los, los, schaLt, baß ihr ms Freie kommt! trieb Anna.Es ist höchste Zeit!" toie lehnte matt unb erledigt an einem Türpfosten und preßte die Faust aufs Herz.

Die Buden, zitterig vor Erregung und mächtig angerührt von dem Ungewöhnlichen' der Situation,

Dr. Brüggers Patientin

Roman von Walter Klöpffer

von dem Neuen und Schaurig-Interessanten, fuhren wir behende kleine Teufel in ihre Hosen, erwischten falsche Stiefel, zankten unb feuerten sich gegenseitig an. Glasl war als erster fertig, kommanbierte unb überbrüllte ben Trubel. Schließlich liefen sie, ein begeisterter, aufgelöster, aber willfähriger Haufen, hinter Anna her bie Treppe hinunter ins Freie. Der Schuppen stand wie eine ausbrennende Fackel unb erhellte die Dunkelheit. Die Nordwanb der Wellblechgarage erglühte in stumpfem Rot. Anna überlegte blitzschnell, was zu tun wäre. Dann diri­gierte sie die Buben mit überkippender Stimme. Die einen mußten Eimer holen, die anderen alles Brennbare zur Seite schaffen, Holzabfälle, Stroh- bündel. Einen schickte sie in den Ort nach dem nächsten Feuermelder. Sie selbst mühte sich, die verquollene Wasserleitung aufzudrehen. Dann schoß ihr durch ben Kopf: Die Garage ist ja verschlossen! Also eine Brechstange her, es lag ja genug Eisen- zeug herum. Das primitive Vorhängeschloß hielt den vereinten Anstrengungen nicht lange stand, die Wellblechtüren konnten jetzt aufgeschlagen werben. Run kam das Schwerste, das Gefährlichste. Anna hatte einen Herzschlag lang Bebenken, dann dachte sie: Ach was, es wird schon gehen, Buben haben ja. einen Schutzengel!

Wer will mir helfen, das Benzin herauszu­schaffen?"

Ich, ich, ich!" schrie es begeistert von allen Seiten.

Ihr zwei und du unb du. Die anderen machen, ^>ah sie wegkommen. Erst muß das Auto heraus!"

Ein Lieferwagen, der der Laufirma gehörte, ver­sperrte den Weg nach hinten. Sie schoben ihn mit vereinten Kräften hinaus. Nun endlich konnten sie an die Benzinfässer heran. Eine mörderische Hitze erfüllte ben Raum. Anna zog die Kapuze der Wind­jacke übers Haar. Die vier beteiligten Pimpfe hatten nasse Säcke über die Köpfe gestülpt.Los, packen wir's!" ermunterte der Glasl. Anna unb die Buben kämpften sich durch Qualm und Hitze bis hin zu ben Fässern, die tückisch und mit warmen Wänden

Vollmilch, Zucker, Marmelade, ' Kunsthonig und Kakaopulver.

Die Abgabe von Speiseöl an Stelle von Mar­garine bleibt auf die Gebiete mit gewohnheits- mäßig stärkerem Speiseölverbrauch beschränkt. Auch Lang-, Nacht-, Schwer- und Schwerstarbeiter tön« nen auf ihre Zulage- und Zusatzkarten .statt Mar­garine Speiseöl nur im Rahmen der örtlichen Rege« lungen beziehen. Die Reichsfettkarten, die Zusatz« unb Zulagekarten sowie bie Wochenkarten für aus« limbische Zivilarbeiter der kommenden 41. Zutei- lungsperiooe enthalten Abschnitte zum wahlweissn Bezüge von Margarine oder Speiseöl nicht mehr. Die Hauptoereinigung der deutschen Mllch- und Fettwirtschaft wird aber Speiseöl-Zuteilungen in Gebieten mit gewohnheitsmäßig stärkerem Speise­ölverbrauch in beschränktem Umfang im Einver­nehmen mit den zuständigen Landes- oder Provin« zialernährungsämtern durchführen.

Einkellerung durch Bezug

NSG. Die neuen Bestimmungen des Reichsmini­sters für Ernährung unb Landwirtschaft über bie Speisekartoffelversorgung sehen zwei Möglichkeiten bes Bezuges von Speisekartoffeln vor; entroeber wie bisher den lausenden Bezug vom Kleinverteiler gegebenenfalls auch vom Erzeuger auf Wochen­märkten usw. oder ben Bezug einer größeren Menge ober bes gesamten Wintervorrates zur Ein­kellerung.

Der laufende Bezug durch Kleineinkauf erfolgt wie seither aus Grund eines Bezugsausweises für Speisekartoffeln, der eine Anzahl Wochenabschnitte enthält. Beim Einkauf der Kartoffeln ist der ent­sprechende Wochenabschnitt durch den Kleinverteiler, bei dem sich der Kunde zum Kartoffelbezug ange- melbet hat, zu entwerten. Die im Kleineinkauf abzu­gebende Höchstmenge beträgt von Oktober 1942 ab in der Woche 4,5 kg (9 Pfund) je Kops. Berg­arbeiter, die unter Tage arbeiten, erhalten mit Rück­sicht auf ihre besonders schwere körperliche Arbeit noch einenZusatzbezugsausweis für Untertagarbei­ter d.es Kohlenbergbaues", auf den in der Zutei­lungsperiode zusätzlich noch einmal 15 kg Speise­kartoffeln bezogen werden können.

Erfolgt an Stelle des lausenden Bezuges Einkel­lerung der Kartoffeln durch unmittelbaren Bezug vom Erzeuger, so erhält der Verbraucher statt des Bezugsausweises eine entsprechende Anzahl Einkelle­rungsscheine. Wer einkellern will, kann bis zu 200 kg (4 Zentner) je Kopf der zum Haushalt gehörenden Personen beziehen. Mit dieser Menge muß der Versorgungsberechtigte für 10 Zuteilungspenoben also 40 Wochen reichen. Verbraucher, bie nicht bie ganze Menge einkellern können, weil sie nicht genügend Unterbringungsmöglichkeit haben oder diese Menge nicht auf einmal geliefert bekommen, können auch einen Teil der Einkellerungsmenge be­ziehen. Im Falle der Teileinkellerung betragt die Höchstmenge je Zuteilungsperiode 20 kg. Der Ver­braucher kann alsö für drei, vier oder mehr Zutei­lungsperioden, je nach Umständen, einkellern. Bei der Einkellerung ist der Rationssatz mithin hoher als beim Bezug durch Kleineinkauf. Während beim laufenden Bezug von Kartoffeln im Wege des Kleineinkaufes die Höchstmenge auf wöchentlich 4,5 kg festgesetzt ist, beträgt die Einkellerungshochst- menge aus die Woche umgerechnet 5 kg. Die Ver­braucher, die einkellern, erhalten folglich 10 v. H. mehr als die Verbraucher, die im Kleinverkauf lau­fend beziehen. Allerdings müssen die Verbraucher, die emkellern, dafür auch ben natürlichen Schwund in Kauf nehmen, so daß im Ergebnis bei beiden Arten des Bezuges den Verbrauchern die gleiche Menge zum Verzehr zur Verfügung stehen wird.

Der Verbraucher kann also wählen, ob er jeweils kleinere Mepgen laufend beziehen ober feinen Win­tervorrat einkellern will. Entschließt sich der Ver­braucher zur Einkellerung, und zwar durch Bezug unmittelbar vom Erzeuger, so muß er bei seiner Kartenstelle bie Abgabe von Einkellerungsscheinen beantragen. Die Einkellerungsscheine lauten teils auf 50 Kilogramm, teils auf 150 Kilogramm. Der Einkellerungsschein über 50 Kilogramm gestattet bie Dpckung des Bedarfes für 2'/- Zuteilungsperloden (10 Wochen). Durch eine entsprechende Zusammen­stellung der Einkellerungsscheine ist es praktisch

in der einen Ecke lagen. Sie stemmten sich dagegen und schoben. Endlich begann das eine zu rollen, erst zögernd, dann schneller. Schließlich war es im Freien, wo es hilfreiche Hände in Empfang nah- meji und weiteroerfrachteten bis zu dem nahen Ab­hang, über den cs plumpsend in bie Tiefe kollerte. Dann kam bas zweite an die Reihe. Schließlich war auch das besorgt unb aufgehoben. Ueber die Gesichter der fünf rann wild der Schweiß. Sie keuchten, hatten Kreuzweh, und ihre Muskeln brannten. Aber aus ihren Augen leuchtete der Triumph.

Anna wischte sich mit dem Handrücken über die schmutzige Stirn. Dann reichte sie den vieren die Hand.Brqp habt ihr bas gemacht, sehr brav. Jetzt können wir außer Sorge sein. Ein paar stellen sich zur Sicherheit, an das Haus und halten Wasser bereit. Mehr ist nicht nötig. Halt, noch eins:. Macht die Fenster an der Nordseite auf! Für ben Fall des Falles." Ihre Stimme war heiser und schwer zu verstehen. Nach jedem Satz leckte sie über die spröden Lippen. Ein paar Sekunden lang wollte sie ein drehender Schwindel in die Knie zwingen, aber sie wurde auch diesmal Herr über solche Schwäche.

Und nun setzte der Regen ein. Das Gewitter zog allmählich nach Westen ab, der Sturm hatte nach­gelassen, unb ber Himmel öffnete feine Schleusen. Es platschte, als wären droben die Zapfen aus Hunderten von Spundlöchern geschlagen. Die Buben zogen sich aufkreischend vor Lust in das Haus zu­rück, nur der Glasl blieb wie ein getreuer Page an Annas Seite. Die junge Frau starrte müde auf den ausbrennenden Schuppen.

Jetzt kann nichts mehr palsieten", sagte er be«

Ausreichende Speisekartoffelversorgung im Winter 1942/43.

erscheint in diesen Konzerten Gerhard Frommels Sinfonie. Die weitere Tätigkeit des Orchesters glie­dert sich in acht Konzertgruppen zu je drei Abenden, die der Leitung von Abendroth, Böhm, Jochum, Knappertsbusch, Schuricht, Kittel mit seinem Chor unterstehen, ober auslänbischen Gästen, wie dem Kroaten Matacic, dem Rumänen Georgescu und dem jungen Italiener Previtali Vorbehalten sind.

Ausruf zur Reichskunstschau 1943.

Vor wenigen Wochen hat Reichsminister Dr. Goebbels im Auftrage des Führers dieGroße Deutsche Kunstausstellung 1942" mit ber Feststellung eröffnet, daß diese dritte im Kriege gestaltete Reichskunstschau als die repräsentativste bisher im Haus ber Deutschen Kunst gezeigte Ausstellung i,eiten könne. Inzwischen haben mehr als eine Vier- elmillion Männer und Frauen ber Heimat, Front- irlauber, Verwunbete unb Angehörige des Heimat- >eeres die Ausstellung besucht. Die deutsche Kunst iat mit dieser Ausstellung aufs neue bewiesen, daß io gerade im Kriege ihren Platz im Leben des Kolkes hat. Deshalb hat ber Führer bereits An­weisung zur Vorbereitung unb Durchführung der ..Großen Deutschen Kunstausstellung ] 9 4 3" gegeben. Die bilbenben Künstler Grotz- deutschlanos werden jetzt schon aufgerufen, an die Zlanung unb Schaffung neuer Werke zu gehen, auf daß auch im kommenden Jahre eine Schau entstehe, die wiederum zu einem Fest der deutschen Kunst und strahlenden Sieg deutschen Geistes wer­den und aufs neue ungezählte wehrhafte unb fchaf- enbe deutsche Menschen beglücken und erfreuen nöge. Die Reichskammer der bildenden Künste wird die Berufenen unter den Künstlern bei der Beschaffung des benötigten Arbeitsmaterials unten tützen.

Zwickau wahrt Robert Schumanns Erbe.

Der Zwickauer Oberbürgermeister kündigte die Schaffung eines Robert-Schumann-Mu-- > i k p r e i f e s von 5000 RM. an, der alljährlich ür hervorragende Leistungen auf dem Gebiete der Musik oder für literarische Werke, die sich mit Ro­ll ert Schumann und Clara Schumann beschäftigen, »ergeben wirb. Die Verleihung des Preises erfolgt am 8. Juni, dem Geburtstag Robert Schumanns. Das Robert-Schiimann-Fest der Stadt Zwickau wird chon im kommenden Jahre eine Veranstaltung des ' Gaues sein.

Joseph Haas:Das Lied von der Mutter".

Der Königsberger Konzertwinter wurde mit einer berDorragenoen Ausführung des Joseph Haasschen OratoriumsDas Lied von der Mutter" eingeleitet. Das Werk erfuhr eine Wiedergabe, die den mannig- 'achen Schönheiten der Partitur bis in die kleinsten Feinheiten hinein gerecht wurde und auch den ge­danklich-ethischen Kern weiblich-heroischen Opfer­millens sinnfällig herausarbeitete. Heinz ü. od)u= mann, ber bewährte Dirigent des Schubert-Chores, erzielte eine vorbildliche Chordisziplin. Für das Ba­ritonsolo war in Professor Anton Gruber-Bauer em itimmlid) wie cmsdrucksmäßig idealer Vertreter ge- ' wonnen. Hans Wyneken.

Rühmonn inszeniertSophienlund".

In diesen Tagen begann die Terra mit den Außenausnahmen zu dem FilmSophienlund m Schloß Schönhausen. Heinz Rühmann hat die Spiel­leitung übernommen. Das Drehbuch schrieben tfriß Beter Buch und Helmut Weitz. Die Hauptrollen sind mit Harry Liedtke, Käthe Haack und Hannelore Schrott) besetzt.___________ ___________

möglich, für jede gewünschte Einkellerungsmenge Einkellerungsscheine zur Versüguna zu stellen. Bei Entgegennahme der Einkellerungsscheine muß der Verbraucher der Kartenstelle den Bezugsausweis ' ür Speisekartofseln vorlegen. Die Kartenstelle ent­wertet dann in Höhe der gewünschten Einkellerungs- menge eine entsprechende Anzahl von Bestellscheinen und Einzelabschnitten, so daß auf den Bezugsaus­weis ein Doppelbezug durch Einkauf von Kleinver­teiler neben der Einkellerung ausgeschlossen ist. Auch die entwerteten Bezugsausweise sind vom Ver­braucher aufzubewahren.

Bei Volleinkellerung gilt der'Verbraucher für die Zeit vom 19. Oktober 1942 bis 25. Juli 1943 als versorgt. Die Einkellerungsmenge kann zwar schon vor dem 19. Oktober 1942 bezogen werden, was im Interesse der Entlastung der Transportmittel und der möglichst schnellen Hereinnahme der Kartoffeln erwünscht ist. Die Zeit, von der ab der Verbraucher durch Einkellerung als versorgt gilt, beginnt jedoch erst mit dem 19. Oktober. Erst von diesem Zeitpunkt ab werden die Bestellscheine und Einzelabschnitte des Speisekartoffelbezugsausweises entwertet. Bis zum 19. Oktober kann daher der Verbraucher, auch wenn er eingekellert hat, nach wie vor Kartoffeln im Kleinverkauf beziehen. Es empfiehlt sich aber nicht, vor dem 19. Oktober den eingekellerten Vorrat anzubrechen, da dieser unter allen Umständen bis zum 25. Juli 1943 reichen muß, unb bei vorzeitigem Verbrauch mit Rücksicht auf die diesmal wirklich ausreichende Menge eine zusätzliche Zuteilung keinesfalls erfolgen wirb. Selbstverständlich kann auch noch nach dem 19. Oktober eingekellert werden. Die Möglichkeit, größere Mengen zur Einkellerung zu beziehen, besteht bis 30. Mai 1943. An diesem Tag verliert der Einkellerungsschein seine Gültigkeit, so daß nach dem 30. Mai 1943 eine Einkellerung nicht mehr möglich ist.

Es ist zweckmäßig, die Kartoffeln zur Einkellerung rechtzeitig zu bestellen. Treffen die Kartoffeln erst nach dem 19. Oktober 1942 ein, so kann ber Ver­braucher zwar nicht mehr Kartoffeln auf ben Be­zugsausweis beim Kleinverteiler erhalten, da die Kartenstelle bei Ausgabe des Einkellerungsscheine- die ab 19. Oktober geltenden Abschnitte des Bezugs­ausweises in der entsprechenden Anzahl bereits entwertet hat. Der Verbraucher kann aber in die­sem Fall auf einen der Einkellerungsscheine über 50 kg zur Ueberbrürfung bis zum Eintreffen ber' Einkellungsmenge vom Verteiler Kartoffeln be­ziehen.

Der Verbraucher stellt die Einkellerungsscheine bei Aufgabe ber Bestellung bem Erzeuger zu ober übergibt sie ihm bei ber Lieferung. Können ausge- gedens Einkellerungsscheine nicht beliefert werden, was im Hinblick auf die zu erwartende gute Star» toffelernte nur ausnahmsweise ber Fall sein wird, so gibt er^bie Einkellerungsscheine und asten ent­werteten Bezugsausweise zurück unb erhält auf Antrag neue Bezugsausweise zum Bezug im Klein­einkauf.

Der Verbraucher kann anstatt vom Erzeuger auch von einem Verteiler (Einzelhändler ober Groß­händler) Kartoffeln zur Einkellerung beziehen. In diesem Fall wird aber, um keine Transportschwie- rigteiten hervorzurufen, nicht die ganze Menge, sondern zunächst nur eine Teilmenge geliefert. Erst

berg, habilitierte sich 1899 dort unb lehrte von 1900 ob in Leipzig. 1906 wurde er a. o. Professor an der Universität Berlin und 1908 o. Professor an der T H. Hannover. 1923 kehrte er als Direktor des Physikalischen Instituts nach Berlin zurück. 1936 trat er in den Ruhestand. Die T. H. Hannover ver­lieh ihm 1929 die Würde eines Dr.-Ing. e. h. Seit 1922 war er Herausgeber derZeitschrift für physi­kalische Chemie", seit 1939 auch derZeitschrift für angewandte Photographie". 1936 erhielt er die punsen-Denkmünze. In Köln starb im Alter von

12 Jahren der Generaloberarzt a. D. Professor Dr. Ernst S t u e r tz. Lange Jahre wirkte er als dirigie­render Arzt der Kölner Tuberkuloseklinik und hatte in der Tubertuloseforschung einen bedeutenden Ruf durch einen von ihm 1912 erdachten operativen Ein­griff mit ber Durchtrennung eines Zwerchsellneroen zur Ruhihstellung der zugehörigen Zwerchfellhälfte unb des dieser benachbarten Lungenlappens.

Die Winlerkonzerte der Berliner Philharmoniker.

Das Berliner Programm der kommenden Spiel­zeit wird durch die 10 Philharmonischen Konzerte be­stimmt, von denen Wilhelm Furtwängler sechs diri­giert, während neben ihm noch Vittorio Gui, Er- nefte Ansermet, Oswald Kabasta und als besondere : Ueberraschung Edwin Fischer am Pult erscheinen, t her nicht nur vom Flügel aus Bachs O-ckur-Suite unb Beethovens Ockur-Klavierkonzert, sondern auch Bruckners 2 Sinfonie leiten Wird. Als Uraufführung

Vielleicht ...

Ich traf es, als unser Lazarettzug uns zum ersten­mal deutsche Schwestern zeigte. Sie reichten uns Trinken, Essen und ihr Lächeln. Es läßt sich nicht sagen, wie dieses Lächeln zu uns übersprang. Es erstand, huschte von Wagen zu Wagen, innere, beglückende Freude verschenkend, und war noch lange da, als feine Trägerinnen schon weit hinter uns geblieben waren.

Du hast Aerger gehabt, es ist manches fehlge­schlagen, du meinst, das Leben ginge nicht weiter. Sieh einmal in den Spiegel und versuche es mit einem Lächeln. Du bist doch schön, und du bist doch stark! Da hat schon das stolze Lächeln den Kummer verwischt.

Versuch es mit einem Lächeln, bevor du lieben Menschen am Ende gar ihm, der für dich irgend­wo weit draußen steht einen Brief schreibst. Dann wird der Brief froh werden unb so, wie du

^D^Stratzen waren ausgestorben. Die Luft rvch komisch nach angefeuchtetem Staub. Nur ganz ver­einzelt war Licht hinter den Scheiben. Anna radelte wie nie zuvor in ihrem Leben. In wenigen Mi- nuten war sie am Fuß des Sonnenbüfjete. S)ieü warf sie das unnütze tRat> in den otratzengraben und begann laufend den Aufstieg. Als sie keuchend oben anlangte und nm eine Kehre bog. Jab fie einen kleineren Schuppen auf der Tlorbfeite bren­nen. Das Feuer erleuchtete den freien Platz vor bem Neubau. Ihre Ahnung hatte atfo nicht ze- trogen. Vermutlich war ber Blitz in ben eisernen Kran neben dem Schuppen gefahren und^danri auf das Dach Übergebungen. So eine Nachlässigkeit. Schon langst hätte der nicht mehr benötigte Kian abtransportiert werben müssen! Das Feuer hatte sich bereits bis in bas Innere des Schuppens, in bem der Bauführer seine Papiere verwahrte, hm- cingefressen. Jetzt schlugen die Mammen durch die gesprungenen Scheiben und wurden Dom 2Birü) n^ü) Süden gepeitscht. Darin lag eine große Gefahr, wir Anna sofort erkannte. Denn zwischen dem bren-

Daß die Feuerwehr nicht kommt?" meinte er.

Anna hob die Schultern.In Trettau lassen sie sich Zeit."

(Fortsetzung folgt.)

Sie spähte betäubt noch ein paar Atemzuge lang in die Richtung, wo der Hügel liegen mutzte ah keinen Feuerschein und wurde dennoch das. Gefühl M'" nicht los: es ist etwas passiert. Sollte sie die Mab- chen rufen ober Hingerl? Ach, Hingerl war ja mit beitet, feinem Herrn fort, unb die Köchin schlief mit der » 3en« um die Welto. Anna rannte kurz -ntjchlohen U. ?ns '-rdgefchoß.. rlßdi- alte Wmd,ack-ir-d Mannes