Einzelbild herunterladen

Mittwoch, 9. September M2

Annahme von Anzemen für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr desVormittagS Auzeigen-Preise

für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite:

7 Stof, für Farniltenan- zeigen und vrivate Gelegenbeitsanzeigen

14Stof. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsametgen

Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/» meor

92. Jahrgang Nr. 212

Eriche,m täglich, auher Sonntags und feiertags

Beilagen:

Gießener ^amilienblätter Heimat imBild-DieScholle

Bezugsvreis: .

Monatlich.... .RM.1.80 Zustellgebühr,.. -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluh 2251 Drahtanschrift:,Anzeiger" Postscheck 11686 Frcmli./M.

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger sür Oberhessen "trssss

(DNB.) Berlin, 8. September 1942'

'Auch am Montag drangen deutsche Panzer- Hchnelle Verbände im Raum westlich

und

derart

bau des

ZapanischerVormarschaufportMoresby

Unvergleichlicher Opfergeist der Front.

Vie Wehrmacht spendete über 123 Millionen für das Kriegswinterhilfswerk.

______ ______ .. . stlich von

Ztalingrad gegen stärksten feindlichen Wider-

Dies ist nur ein kleiner Auszug aus den vielen Zeugnissen des Opfersinnes unserer deutschen Front­soldaten. Sie alle sind leuchtende und zugleich mah­nende Beispiele für das ganze deutsche Volk der

Gruppen statt. Zerstörerflugzeuge bekämpften in Tiefangriffen Kolonnenverkehr der Sowjets auf der Küstenstrahe südostwärts der Stadt.

Am Terek wurden bei einem erfolglosen Gegen­angriff des Feindes 65 von hundert Sowjetpanzern vernichtet. Jagdflieger schossen aus angreifentan feindlichen Fliegerverbänden 27 Flugzeuge ab.

Im Festungsgebiet von Stalingrad nahmen deutsche Truppen trotz hartnäckiger Gegenwehr wei­tere Höhenstellungen. Starke Kampf- und Rah- kampffliegerkräfte unterstützten die Kämpfe des Heeres. Die Wolgabrucken der Stadl wurden bei Tag und Tlacht bombardiert.

Im mittleren Abschnitt der Ostfront fanden nur örtliche Kampfe statt.

An der Linschlietzungsfront von Leningrad wurden mehrere .feindliche Angriffe zum Teil im Gegenstotz unter Mitwirkung der Luftwaffe abge­schlagen.

Die Sowjetluftwaffe verlor am 6. und 7. September in Luftkämpfen, an denen auch italie­nische, kroatische und ungarische Flieger beteiligt waren, 125, durch Flakartillerie 40 Flugzeuge, drei weitere wurden am Boden zerstört. Fünf eigene Flugzeuge werden vermitzt.

In Nordafrika erzielten deutsche Kampfflug­zeuge Volltreffer in feindlichen Panzer- und Kraft­fahrzeugansammlungen sowie auf britischen Flug­plätzen südlich Alexandrien und im Raum von Suez.

Bei Einflügen in die besetzten Westgebiete und bei einzelnen Tagesstörangriffen gegen Westdeutschland wurden drei britische Flugzeuge abgeschossen.

Im Kampf gegen Großbritannien belegte die Luftwaffe in der vergangenen Nacht kriegswich­tige Anlagen in Ostengland mit Bomben schwe­ren Kalibers.

Sieben Kilometer tiefer Einbruch in den Festungsgürtel von Stalingrad

Panzergrenadiere, die Sturmmänner der Angriffsspitze

Oie deutsche Industrie in Ostasien.

Von Dr. Hermann Dreyhaus.

lomon-Jnseln gegenüber in einer Entfernung von etwa 600 bis 1000 Kilometern. Durch die Festsetzung der Japaner in der Milne-Bucht wird die englisch- amerikanische Kriegsflotte empfindlich gefährdet: Die Gefahr von Luft- und U-Bootangriffen hat sich erheblich verstärkt. Neu-Guinea ist die größte Insel der Welt. Sie ist mit ihren 847 000 qkm fast dop­pelt so groß wie das Versailles-Deutschland. Ihre Bevölkerung wird aber nur auf 800 000 Menschen, darunter knapp 4000 Weiße, geschätzt. Die Ja­paner beherrschen den ganzen Nordteil der Insel, die sehr gebirgig ist. Eben darum ist es nicht ganz leicht, vom Norden an die Südküste vorzustoßen, wo die Engländer, Amerikaner und Australier in Port Moresby ihren stärksten Luft- und See­stützpunkt besitzen. Neu-Guinea ist ebenso wie die Salomon-Inseln im Verhältnis zu Japan eine Vor­postenstellung, im Verhältnis zu Australien eine unmittelbare Schutzstellung, die äußerst gefährdet.lst.

USA -Truppen in Indien.

Genf, 8. Sept. (DNB.) Aus Indien meldet Evening Standard", tagtäglich strömten Taufende neuer amerikanischer Truppen sowohl Neger als auch Weiße nach Indien herein. Ihre Anwesen­heit werfe für die Verwaltungsbehörden des Landes neue Probleme.auf. Die Amerikaner erhielten drei­mal so viel Geld als die Briten und neunmal so viel als die indischen Truppen. Das bedeute prak­tisch, daß die Preise im Lande stark anstiegen und die ärmere indische Bevölkerung darunter sehr zu

leiden habe, hierüber würde auch im indischen Volk sehr viel geklagt, und in örtlichen Zeitungen er­schienen jeden Tag Zuschriften, in denen sich Inder Wer das Gebaren der Amerikaner entrüsteten.

10 Briten

im Westraum abgeschoffen.

Berlin, 8. Sept. (DNB.) In den frühen Nach- miltagsslunden des Dienstag unternahm ein ge­mischter britischer Fliegerverband einen V o r st o h gegen das küstengebiet dei Le Havre. Jagd- und Flakabwehr verhinderte den einsliegen­den Feind, zur vollen Wirkung zu kommen, so daß die einzelnen Bombenabwürfe nur unbedeutende Schäden verursachten. Es entwickelten sich hart­näckige Luftkämpfe, in deren Verlauf die deutschen Jäger den englischen Verband zersprengten und die zum Begleitschuh eingesetzten Jäger stellten. Innerhalb sieben Winuten wurden acht der An­greifer abgeschossen. Sie stürzten sämtlich, zum Teil sogar in der Luft abmontierend, in die See ab. Lin weiteres britisches Flugzeug wurde im Seegebiet westlich Brest zum Absturz gebracht. Außerdem wurde von zwei in den späten Nach- mittagsstunden in sehr großer höhe in das Reichsgebiet einfliegenden britischen Flug­zeugen eines vom Wüster Woskito im Luftkampf abgeschossen. x

Oie Lehre von Oieppe.

Stockholm, 8.Sept. (Europapreß.) In einer Versammlung der englischen Kommunisten ließ das Jnformationsministerium die britische Regierung gegen den Vorwurf verteidigen, sie käme ihren Verpflichtungen der Sowjetunion gegenüber nicht in vollem Umfange nach. Der parlamentarische Se­kretär des Jnformationsministeriums, Ernest Thurtle, erklärte, eine Landung in West - europa sei ein ungeheuerliches mili­tärisches Unternehmen. Es würde nicht nur waghalsig, sondern auch geradezu ver­brecherisch sein, eine derartige Landung ohne ausreichende Reserven und umfassende Vorbereitun­gen zu unternehmen. Ein zweites und größeres Dünkirchen" würde die Folge fein. Eine fürchter­liche Tragödie nicht nur für England, sondern eben­so für die Sowjetunion.

! B e r l i n, 8. Sept. (DNB.) Unsere Soldaten {ben wie gestern bereits von unserer Berliner chriftleitung mitgeteilt auch im vergangenen inter wiederum dem Appell des Führers, für h.rs Kriegs-Winterhilfswerk zu opfern, ir einem Umfang Folge geleistet, der zeigt, daß so, tzie die Heimat Woche für Woche und Monat für jonat ihr Scherflein zusammentrug/ um das Kriegs- L interhilfswerk zu einem einzigartigen Erfolg wer- dln zu lassen, jeder Soldat es für seine Ehrenpflicht g,halten hat, selbst aus dem kleinsten Wehrsold noch st nen Anteil für das Kriegs-Winterhilfswerk abzu- zrieigen. Das Ergebnis der innerhalb der Wehr- Iincht dargebrachten Spenden, die a u s s ch l i e ß l i ch als dem Wehrsold selb st gegeben worden st b, ohne die Abzüge aus den Gehältern oder der K iegsbesoldung der Wehrmachtangehörigen hat 1(.3 326 929,48 RM. erreicht. Damit ist das Ergebnis

Vorjahres mit feinen 59 364 463,12 RM u m mehr als das Doppelte übertroffen jnrben. Einen besonders hohen Anteil an diesem A?kord-Sammelergebnis lieferte der F r o n t s o I ° ht der im Osten kämpft. Diese Manner, die bei ijefjr als 50 Grad Kälte in den Gräben und Bun- ftrn gelegen haben, die in Eis und Schnee den bol- schewiftischen Angrisfsversuchen trotzten, haben fern brr Heimat sie mit ihrer Gebefreudigkeit sogar noch zu übertrumpfen gewußt.

Wenn das deutsche Volk heute erfahrt, daß z. B. jj n f Divisionen, die in ununterbrochenem Snsatz in härtesten Winterkämpfen an der Mitte ..... ~--.r-.-y ~_ .... ..

ttr Ostfront gestanden haben, innerhalb weniger Heimat, es diesen Mannern m der Bereitschaft zum Lochen 415 837,27 RM. aufbrachten, oder weyn Opfern und in dem Willen, freudig zu geben, gleich­et n Armeekorps, das nördlich des Afowschen I zutun.

Wucht altes überrennen, was sich ihnen in den Weg stellt. Die Panzer wären aber zu ihren überragen­den Leistungen nicht befähigt, wenn sie nicht eine Reihe unterstützender Waffen hätten. Unter ihnen steht an erster Stelle als stärkste Einheit innerhalb der Panzerdivision die Panzergrenadier-Brigade neben den Panzerjägern, dem Kradschützen-Batail- lon, der Flak, der Artillerie, den Pionieren und der Nachrichtenabteilung.

Das besondere Kennzeichen des Panzergrenadiers ist fein geländegängiger gepanzerter Wagen mit Raupenantrieb, der ihn gegen jeden Jnfanteriebe- schuß sichert und instandsetzt, den Panzern schnell zu folgen. Die Wagen sind mit Panzerabwehr­kanonen, Granatwerfern oder schweren Maschinen­gewehren ausgerüstet. Ganz wie die augenblick­liche taktische Lage es erfordert, wird der Kampf vom Wagen aus oder abgesessen nach infanteristi­scher Art im Gelände geführt. Der Panzergrenadier muß dabei über ein hohes Maß von persönlichem Mut verfügen, da es bei der Säuberung des Ge­ländes von feindlichen Widerstandsnestern häufig zu erbitterten Einzelkämpfen kommt, die seinen ganzen kämpferischen Schneid verlangen. Die Waf­fenwirkung ist höchst eindrucksvoll, denn die Feuer­kraft der leichten und schweren MG.s und Granat­werfer wird durch schwere Panzerbüchsen, leichte und schwer Infanteriegeschütze jo erheblich ver­stärkt, daß die Panzergrenadiere auch größere Kampfhandlungen selbständig durchführen können.

Der Einsatz erfolgt nach keinem festen Schema, sondern paßt sich ganz den Gegebenheiten des Ge­ländes an. häufig sperren schwer befestigte höhen- züge den Panzern den Weg. Dann muß der Pan­zergrenadier nach vorn und ihnen den Weg frei machen. Der Pionierzug beseitigt Minensperren, überbrückt Panzergräben und sichert die Durchfahrt für die Kampfwagen, nachdem die Panzergrenadiere den Höhenzug mit stürmender Hand genommen haben. Auch Flußübergänge roerben so bewerk­stelligt. Mit ihren Raupenfahrzeugen überwinden die Panzergrenadiere die steilsten Böschungen, durch­fahren tiefe Senken und sind, durch die Panzerung selbst gegen Jnfanteriebeschuß gesichert, stets an- griffs- und abwehrbereit. Sie knüpfen dabei an die Tradition der alten Grenadiere an, die bereits den Feind durch Werfen von Granaten zu bekämpfen hatten. Im Dunst der Granatemschläge oder im Schütze künstlichen Nebels nähern sie sich mit gro­ßer Geschwindigkeit den feirwlichen Widerstands­nestern und setzen sie mit Hilfe von Handgranaten außer Gefecht.

Mit berechtigtem Stolz tragen die Panzergrena­diere ihre Uniform mit der grünen Waffenfarbe in dem Bewußtsein, einer Waffengattung anzugehören, die schwerste und verantwortungsvollste Aufgaben bei der Sicherung der Durchbrüche und Vorstöße der Panzereinheiten zu erfüllen hat. Mit der schnellen Beweglichkeit unserer früheren Kavallerie verbinden sie die zähe Beharrlichkeit des Infanteristen, der die Eroberung des Geländes durch die Panzer endgül­tig besiegelt und es hält, bis die motorisierte In­fanterie zur Ablösung heran ist. Dann wird wieder auf die Wagen aufgesessen, und weiter geht es, wie es imPanzergrenadier-Lied" heißt:Wir stürmen und schlagen uns kämpfend vor, mit den Panzer- kameraden treu vereint, immer die Ersten am Feinds

stmd durch die tiefgestaffelten Festungswerke weiter öor. Nach erbittertem Kampf wurde eine beherr­schende höhe und eine zu einem befestigten Stütz­punkt ausgebaute Ortschaft erobert. Nordwest­lich d e r S t.a d t wurden ausgebaute Panzerwerke in Festungsgürtel der Stadt durchstoßen und ein 7 Kilometer tiefer Einbruch erzwungen. Vergeblich versuchten die Bolschewisten, neue Ver­stärkungen in den Kampf zu werfen und die Ein- d uchsstelle zurückzugewinnen. Ueberall wurde der Lhe Widerstand der Bolschewisten durch Jnfante- üsten und Panzergrenadiere gebrochen. Im weiteren Ingriff brachten sie mehrere Festungswerke und mm Feind beherrschte wichtige höhen in deutsche jjanb. Die im Norden zwischen Wolga und Don mm Feind mit starken Panzerkräften geführten Entla st ungsan griffe wurden überall zurück- H wiesen. Gleichzeitig richteten sich starke Bomben- aigriffe gegen die verzweifelten Durchbruchs- und ffntlastungsversuche der Bolschewisten, die vergeb- 1-h versuchten, die eiserne Umklammerung zu rengen.

Oer Wehrmachiberichi.

DNB. Ausdem Führerhauptquartier, t Sept Das Oberkommando der Wehrmacht gibt frfannf:

In den schweren Kämpfen um die Land- und See- hstung Jl o ro o r o f f i j f f wurden bei außerordent- li>) hohen blutigen Verlusten des Feindes bisher 67 58 Gefangene eingebracht. Reben zahl- eichem Kriegsmaterial wurden nach den zur Zeit virliegenden Meldungen 14 Panzerkampf-, tragen, 90 Geschütze aller Art, ein Panzerzug Md mehrere Schiffe erbeutet

Im Raum von Roworoffijsk finden noch iämpfe mit den sich erbittert wehrenden feindlichen

Meeres den schwersten Angriffen Widerstand leistete, zu gleicher Zeit noch 764 000 RM. für bas KWHW. sammelte, so sind dies Zeichen für einen unver­gleichlichen Opfergeift. Eine ff - D io if io n, die nur aus Fronteinheiten bestand und in schwersten Kämpfen lag, hat mit 862 785,93 RM. die höchste Sammel lei st ung vollbracht. Ein einziges Re­giment lieferte 86 650 RM. ab. Eine Kompanie Berliner Panzerjäger sammelte allein am Geburtstag des Führers 10 000 RM. Sie stand seit dem ersten Tage des Ostfeldzuges im Einsatz und hatte bis zu jenem Tage 130 Panzer vernichtet. Eine p o m m e r's ch e Panzerdivision sam­melte 117 301,79 RM., davon allein am Tage der Wehrmacht 10 926,75 RM. Eine Aufklärungs­abteilung von nur 300 Mann Stärke konnte die stolze Summe von 18 649,30 RM. für das KWHW. zufammenbringen.Der Aufruf zur Winter­hilfssammlung", so schreibt der Kommandeur an Reichsminister Dr. Goebbels,erfolgte bei einem der schwersten Einsätze, die meine Männer während dieses Winters zu bestehen hatten. Sie hatten ge­rade über eine Woche im Freien in Eis und Schnee einer vielfachen Ueberlegenheit der Bolschewisten standgehalten. Mein Aufruf fand, obwohl ich weiß, westen meine Jungen fähig sind, einen Widerhall, den ich selbst kaum erwartet hätte."

Mit raschen, kraftvollen Schlägen hat Japan die anglo-amerikanischen Eindringlinge in Ostasien aus ihren Stellungen vertrieben und ihre Machtmittel

geschwächt, daß es ungehindert an den Aus- ____ _es Wirtschaftsraumes Groß-Ostasien Heran­gehen kann. Dabei darf es sich an vielen Stellen auf Werkanlagen stützen, die in den letzten Jahr­zehnten von der deutschen Industrie errichtet wor­den sind. Machtpolitische Ziele hat Deutschland nie­mals im Fernen Osten verfolgt. Ihm genügte es, wenn seine wirtschaftlichen Kräfte sich in einem Raume betätigen konnten, der durch feine gewal­tige Bevölkerungsmenge wie seine noch unüberseh­baren Bodenreichtümer ein ungewöhnlich vielseitiges Arbeitsfeld bot. heute kann es mit Genugtuung feststellen, daß seine früheren Leistungen einem Bundesgenossen zugute kommen, dessen militärische Kräfte auf anderem Schauplatz den gemeinsamen Gegner ebenso nachhaltig niederringen wie die eige­nen an den Grenzen des Reiches.

Grundlage für die Betätigung der deutschen Jn- öuftrie in Ostasien wurde das ehemalige deutsche Pachtgebiet Ki autsch o u in der chinesischen Pro­vinz Schantung, das 1898 besetzt wurde. Der da­mals völlig belanglose, aber von der Natur außer­ordentlich begünstigte Hafen Tsingtau entwickelte sich nicht nur . als deutscher Flottenstützpunkt, er er­fuhr auch einen Ausbau als Handelshafen, der ihn heute mit mehr als einer halben Million Ein­wohner in die vorderste Linie der chinesischen Häfen stellt. Die Grundlagen dafür hat die deutsche In­dustrie bis 1914 geschaffen. In der Hauptsache ge­wiß auf dem Gebiete des Bauwesens! Der vorzüg­liche Naturhafen wurde mit allen technischen Neue­rungen und Anlagen versehen, eine Werft sowie Docks entstanden, vor allen Dingen aber wurden Verkehrswege in bas Innere des Landes geschaffen, um die Reichtümer an Kohle und Erzen aus den Provinzen sowie die Bodenerzeugnisse der Um­gebung dem Welthandel zuzuführen. Schon in den ersten Jahren wurde die 437 Kilometer lange Sttecke von Tsingtau nach Tsinanfu, der Hauptstadt der Provinz Schantung an der großen Nordsüdstrecke PekingNanking, erbaut und mit Abzweigunaen in den Norden der Halbinsel versehen. Beides, der Ausbau des Hafens von Tsingtau wie die Anlage

heiß war der Tag und dunkel die Nacht

Und die Heimat so weit.

Zehn Tage schon in tobender Schlacht Und zum Rasten blieb keine Zeit.

Tage und Nächte stand nie der Motor, Wir stürmten und schlugen uns kämpfend vor. Mit den Panzerkameraden treu vereint;

Immer die Ersten am Feind.

Panzergrenadiere, vorwärts! Zum Siege voran! Panzergrenadiere, vorwärts! Greifet an!

Wie einst in Polen und in Flandern

Und im heißen Wüstensand,

Wird jeder Feind gestellt,

Bis die letzte Festung fällt.

Und im Sturm drauf und durch! überrannt.

Von Panzergrenadieren, Panzergrenadieren überrannt. (Text Robert Seeger, Musik Norbert Schultze.)

Handgranaten sind, wie vielleicht mancher meinen möchte, nicht erst eine Erfindung des Weltkrieges, sondern Handgranaten, als mit der Hand geworfene Sprengkörper haben schon im 16. Jahrhundert Ver­wendung gefunden. Sie bestanden zuerst aus Ton und Glas, später aus Gußeisen und hatten die Form einer Hohlkugel, die mit Pulver gefüllt war. Die Truppen, denen bie Aufgabe zufiel, mit diesen Ge­schossen zu werfen, nannte man die (9 r e n a t i e r e, später Gerandiere. Diese Soldaten, die der Infan­terie angehörten, mußten besonder^ beherzte Män­ner sein, denn sie durften ihre Granate erst dann werfen, wenn die brennende Lunte bis zum Ende abgebrannt war und die Handgranate unmittelbar vor der Explosion stand. Es war deshalb auch kein Wunder, daß der Name Grenadiere als der einer bevorzugten Truppe in alle großen Armeen überging und sich bei einigen bis auf den heutigen Tag ge­halten hat. In Preußen waren die Grenadiere an­fangs auf die Kompanien verteilt, aber später wur­den besondere Grenadierkompanien ausgestellt, die im Siebenjährigen Krieg zu Bataillonen zusammen- geschlossen wurden. Friedrich der Große hat diesen Grenadieren als Elitetruppen stets besonders schwie­rige Aufgaben zugewiesen.

In besonderer Anerkennung ihrer hervorragenden Leistungen während der Winterschlacht im Osten hat der Führer den Panzerschützen die Bezeich­nungPanzergrenadiere" verliehen. Das «Panzergrenadier-Lehrbataillon gab Vertretern der Presse Einblick in die Kampfweise und die gewal­tige Stoß- und Feuerkraft dieser jungen Waffe, die als gepanzerter Vorreiter der motorisierten Infan­terie in Besitz zu nehmen und zu halten hat, was die Panzerkampfwagen eroberten, wenn der Pan- Aergrenabier nicht selbst als Wegbereiter für die Panzer eingesetzt wirb. Der Komponist Norbert Schultze, der auch die ,^ili-Marleen" vertont hat, schuf nach dem Text von Robert Seeger Däs Lieb der Panzergrenabiere". Es fand nach Abschluß der llebuna vor dem Lehrbataillon seine Uraufführung. Mit seinem einprägsamen Text und seiner mitreißenden Melodie wird es dazu bei­tragen, den Panzergrenadier zu einem ruhmvollen Begriff für die deutsche Heimat werden zu lassen.

hier denkt man bei dem Wort Panzerwaffe zu­nächst und in erster Linie an die kühnen Besatzungen der Panzerkampfwagen, die unaufhaltsam die feind­lichen Linien durchstoßen und mit unwiderstehlicher

I Lissabon, 8. Sept. (Europapreß.) Starke ja- ^cnische Truppenkontingente sind auf mehreren In­seln der Salomon-Gruppe, unter anderem auch San 3<rge und Gualdacanar, gelandet. Alle Versuche der amerikanischen Luftwaffe, die Ausschiffungen der japanischen Truppen zu verhindern, sind mißglückt. sEinen erfolgreichen Vorstoß gegen die alliierten truppen bei, Kokoda auf Neu-Guinea reibet das australische Kommunique aus dem haupi- quartier des Generals Mac Archur. Es heißt darin, -! lag es den Japanern durch Frontalangriffe und ünzingelungsoperationen gelungen sei, die alliierten ; Sireitkräfte zurückzuwerfen. Den japanischen Trup- S ien sei es bei ihrem Vorstoß gelungen, den Kamm $065 über 2000 Meter hohen Owen-Stanley-

6 2 b i r g e s zu überschreiten. Auf Gebirgs- und L 6(Lumpfaben feien die japanischen Truppen in Aus- toätung dieses Erfolges auf bie Südseite der ^rgkette vorgestoßen. In militärischen Kreisen von Ättboürne verlautet, daß die japanischen Vorhuten bereits Moyola erreicht hätten, das nur i odt Meilen von Port Moresby entfernt liegt. . Ctzwere japanische Bomber hätten unter dem schütz

Don Jagdflugzeugen auch P o r t M o r e s b y an­gegriffen und Schaden angerichtet. Japanische Flot- lei einheiten seien auch in die Milne - B u ch t Hngebrungen und hätten bie alliierten Stel­lungen beschossen.

' Die Milne-Bucht ist eine sehr tiefe Bucht an der äußersten Südwestspitze Neu-Guineas den Sa-