Ausgabe 
9.5.1942
 
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Aus der Stadt Gießen.

Die Handels- und Gewerbebank im Wre 1941

ADOX

beiJhtJuna Bronchitis

--Norausfetzunaen liegen in der sehr alten mutlich auch des Dreifarbendruckes. (Er konnte wir es im Kriminalfilm zu tun bekommen. Doch gilt r *11. .. , Ua. (hXIav hl« Qnkr ö nnf on in mtf mirh hior hip nffp Eriahruna. daß die Svannuna

Japanische Farbenholzschnitte

leisen Lächerlichkeit mehr anhaftet, die früher durch

Hermann Hackest

wie der

Spannung im Kriminalfilm.

Die Spannungselemente des Kriminalfilms,

Was die Schwalbe sang, was die Schwalbe sang, die den Herbst und Frühling bringt, ob das Dorf entlang, ob das Dorf entlang das jetzt noch klingt?"

Ja, gottlob, klingt und zirpt und schwirrt es Sommers noch immer durch unsere Bauerndörfer und Kleinstädte; jetzt aber beginnen dieSegler der Lüste" ihre Nestlein an Stallgiebel und Scheu­nendach instandzusetzen für die Brutzeit. Der Volks- mund sagt, Schwalben nisten nur dort, wo Ein­tracht im Hause herrscht, und das scheint zu stim­men; denn sie meiden.Lärm und Streit der Mem schon. So ist die Schwalbe geradezu ein Sinnbild freundlichen Familienlebens geworden.

Auch wo das Rotschwänzchen nistet, kehre das Glück ein, sagt ein alter Volksglaube. Gewitter ver­heißen soll es, wenn der Buchfink früh am Morgen auf dem Hausfirst sitzt und lustig schlägt. Der Fink geht gern dem Lichte nach und schmettert fein Lieb­lein desto höher, je heller und sonniger es ist. Der Fink ist, wie die Meise, ein tüchtiger Schädlings­vertilger, und deshalb, wie auch wegen seines mun­teren Wesens, ist der kleine Finkenhahn sehr be­liebt im Volke. Sogar Schiller hat ihn besungen, den bunten Vogel:Flüchtig und flink, frei wie

Reise zurücklegen.

Zu den frühesten Heimkehrern gehört die Lerche; sie wandert paarig in großen Schwärmen aus dem Süden zu uns zurück. Es gibt wohl wenige Vögel, die so oft besungen find, wie die Heidelerche.An ihren bunten Liedern klettert die Lerche selig in die Luft" heißt es bei Lenau. Ein besonders niedlicher, stimmbegabter Vogel ist das Rotkehlchen mit seinem

D r u ck t e ch n i k des Ostens. Dort schnitt man be­reits im 7. und 8. Jahrhundert n. Ehr. ganze Seiten in Holz, jedoch sollen schon im Jahre 593 buddhi­stische Bücher gedruckt worden sein. Der wahrschein­lich älteste erhaltene Bllddruck stammt oom Jahre 864. Die ersten Spuren einer besonderen japa­nischen Prägung sind im 17. Jahrhundert zu be-

Am Dienstag, 19. Mai, wird die Handels- und Gewerbebank e. G. m. b. H. Gießen ihre 83. ordent­liche Generalversammlung halten. Dem Geschäfts­bericht für 1941 entnehmen wir folgende Einzel­heiten: Die Bilanzsumme der Bank ist um 14,6 v. H. von 6 297 918 RM. auf 7 219 984 RM. angewachsen. Der Jahresumsatz betrug auf einer Seite des Haupt­buches 103 313 735 RM.

Zur Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung wird u. a. mitgeteilt: Die Barreserve betrug Ende 1941 343 947 RM. gegen 172110 RM. am Ende 1940. Der Bestand an Warenwechseln hat weiter abgenommen. Es wurden im Geschäftsjahr 994 Stück im Gesamtbetrags von 514 591 RM. angekauft gegen 2160 Stück im Betrage von 1 060 877 RM. im Vorjahre. Der Wertpapierstand wuchs von 1 509 847 RM. auf 2 976 485 RM. Die Wertpapiere sind zum Gestehungswert und damit unter dem Zeit­wert bilanziert. Das Kreditgeschäft ist zurückqegan- gangen. Die Ausleihungen einschließlich Wechsel und Bürgschaften beliefen sich auf 2 298 215 RM. gegen 2 766 403 Ende 1940. Reue Kredite wurden meist nur für kurze Zeit benötigt. Zurückgegangen sind überwiegend die Kredite über 10000 RAt. Die Kredithöchstqrenze war nicht überschritten. Grund­stücke und Gebäude sind mit 282 300 RM. bewertet. Die anhaltende Geldflüssigkeit brachte der Bank einen Einlagezuwachs von 880 336 RM., hiervon sind 523 371 RM. Spareinlagen und Kündigungs- gelder und 357 165 RM. tägliches Geld. Insgesamt beliefen sich die fremden Gelder Ende 1941 auf 6 386 177 RM. gegen 5 520 741 RM. Die flüssigen Mittel zeigten Ende 1941 einen Stand von 4 745 148 RM. gegen 3 242 051 RM. Ende 1940. Die flüssigen Mittel deckten Ende 1941 die täglich fälligen Ver­

spätet die Zahl seiner Druckstöcke auf sieben, ja auf zehn erhöhen.) Harunobus Themen haben die knappe, einfache Form bester östlicher Ueberliefe- rung. Sie lauten etwa: Ein Jüngling im Schnee, Bambusschößlinge entdeckend; die Wäscherin mit äußerster Grazie durch einen Bach tänzelnd; eine junge Frau vor der Türe mit zwei jugendlichen Begleiterinnen und einem Hunde; zwei Mädchen am Meeresufer Schilf brechend.

rischen Entwicklung der Filmkunst durchgemacht hat, seine Spannungselemente nicht verringerte. Im Gegenteil: die wahrheits- und wirklichkeitsgetreue Darstellung eines Ermittlungs- oder Gerichtsverfah­rens, die sachlich einwandfreie Schilderung, wie eine Spur mit modernsten Mitteln ausgenommen und verfolgt wird, haben sich gerade als spannungför-

gemäß §16, Abs. 1 (Barliquidität) auf 8,10 v. H. (Ende 1940 --- 4,41 v. H.), gemäß §16, Abs. 2 auf 74,98 v. H. (45,42 v. H.). An Geschäftsguthaben hat­ten die Mitglieder am Jahresschluß 501560 RM. gegen 460 451 RM. im Vorjahr. Die gesetzliche Rück­lage betrug am Jahresschluß 1941 220 030 RM. und erhöht sich durch die vorgesehene Zuweisung aus dem Reingewinn auf 230 000 RM. Der aus­gewiesene Kursgewinn wurde dem Kontosonstige Rücklagen" zugeführt. Die Avalkredite für Aus­führung behördlicher Aufträge und Holzkäufe ver­minderten sich um 175 260 RM., sie betrugen Ende 1941 312198 RM. Die Einnahmen und Ausgaben an Zinsen und Provisionen hielten sich annähernd auf der vorjährigen Höhe. Für Geschäftssteuern waren infolge von Nachforschungen größere Auf-

der Fink auf Sträuchern und Bäumen!" Bemer- >wert ist es ornithologisch, daß die heimkehren- Finken in besonderen Geschwadern, die streng nach Weibchen und Männchen getrennt fliegen, ihre

merken. , ,

Wenn auch der Entwicklung des fernöstlichen Holz­schnittes wie bei uns die Malerei voraufging, so liegen die Dinge dort doch insofern anders, als der Malerei die Schriftmalerei (Kalligraphie), also die Graphik, voraufging. Und da diese Kalli­graphie eine Bilderschrift war, war der Weg zum bildbaften Holzschnitt früh vorbereitet. Diese uralte Schule darf man bei dem Schwung japa­nischer Künstlerhände nicht vergessen.

Die eigentliche Geschichte des japanischen Holz­schnittes begann erst spät, im 17. Jahrhundert. Er ist der letzte Sproß einer reichen Kunstgeschichte. Als Begründer gilt Hishikawa Moronobu (1638 bis 1714). Seine Blätter waren noch einfach schwarzweiß, nur vereinzelt mit ein wenig von der Hand aufgetragener Farbe belebt. Erst ein halbes Jahrhundert nach seinem Tode, nachdem man zu­erst mit der Hand koloriert, dann mit zwei und danach mit drei Farbplatten gedruckt hatte, gelang der vollentwickelte, unbeschränkte Buntdruck, wie er später Weltruf erlangt hat. Moronobu wußte glücklich volkstümlichen Inhalt und dramatische Handlung mit eindrucksvoller Schmuckwirkung zu vereinigen. Von ihm wurde eigentlich die ganze Zeit der sogenannten Primitiven bestimmt. Wenn man heute gerade sie außerordenllich schätzt, so des- balb weil in ihnen die Einmaligkeit einer ursprüng­lichen. gant n-reflektierten Darstellung wirkt. Zwar sind sie entwicklungsgeschichtlich der Anfang, bilden indesten eine Höhe, die später, wo es mehr um Ver­feinerung und technische Ausgestaltung ging, eigent­lich nicht wieder erreicht worden ist.

Als das klassische Jahrhundert gilt das achtzehnte. Seine Vollendung geschah durch Suzuki Harn- nobu (1725 bis 1770). Er hat jenen Holzschnitt geschaffen, wie wir ihn zumeist kennen. Er war Schüler Schiganagas, des Erfinders des Zwei-, per-

antraten, ihre Schlüsse; sieht das Mädchen zuerst i einen fliegenden Storch, so heiratet es noch im gleichen Jahr, steht der erstgesehene Storch still so bedeutet es, daß man im ganzen Jahr nichts Ge­scheites zuwege bringen werde, klappert er gar bet seinem ersten Besuch, so bedeutet es, daß die Haus­tochter heuer viel Geschirr in der Küche zerschlagen werde. Ein prophetischer Vogel ist bekanntlich auch der Kuckuck; der Brauch, beim ersten Kuckucksrus die Geldbörse zu schütteln, geht auf eine ältere Sitte zurück.

Wendungen erforderlich.

Die Gewinn- und Verlustrechnung weist ein­schließlich Gewinnvortrag aus dem Vorjahre einen Gewinn von 38 764,32 RM. aus. Der Generalver- sammlung wird folgende Gewinnverteilung vorge­schlagen: 5 v. H. Dividende auf die Geschäftsgut. haben = 21 929.50 RM., Zuweisung zur gesetzlichen Reserve 9970 RM., Vortrag auf neue Rechnung 6864,82 RM. Die Senkung der Dividende um y2 v. H. entspricht einer Empfehlung des Deut­schen Genossenschaftsverbandes, die Dividende den allgemeinen Zinssätzen anzupassen und keinesfalls mehr als 5 v. H. zu verteilen.

lassende Entwicklung gewahrt, bleiben muß.

Der Freund des guten Kriminalfilms geht mit ganz bestimmten Erwartungen ins Theater. Wah­rend er sich sonst gern vom Film überraschen läßt und sich wo nicht gerade Lebensbilder großer Forscher, Erfinder, Künstler oder geschichtlicher Ge­stalten seine Erwartungen in eine ganz bestimmte Richtung lenken willig in das Reich des Films entführen läßt, bringt der anspruchsvolle Kino­besucher beim Kriminalfilm' die Forderung nach einer besonderen Anspannung seiner Phantasie und seines Scharfblickes mit, zu der sich die Erwartung gesellt, daß auch die aus geheimem Erschauern vor den dramatischen Effekten und aus dem tiefen Be­hagen des unbeteiligt Beteiligtseins gemischte Be­friedigung nicht ausbleiben möge. Zudem setzt er seine sittlichen Forderungen an den Lauf der Welt, vielleicht auch eine gewisse Kenntnis kriminalistischer Ermittlungstechnik wenn auch nur unbewußt in Beziehung zu dem, was vor seinen Augen auf der Leinwand abrollt. Alles in allem hat es der Kriminalfilm keineswegs leichter als eine andere Filmgattung.

Bemerkenswert ist, daß die Wandlung, die auch der Kriminalfilm innerhalb der gesamten künstle-

dringend eines, weiteren Ausbaues bedurfte. Daher ließ die Stadt Gießen im Jahre 1939 mit dem Bau eines zweiten langen Stallgebäudes beginnen, das im Herbst 1939 in Benutzung genommen wurde. Seitdem werden in diesen beiden Ställen im nor­malen jährlichen Betrieb in zwei Mastperioden je 430 bis 500 Schweine auf volles Schlachtgewicht ausgemästet und dadurch für die Versorgung der Gießener Bevölkerung mit Fleisch und Fett alljahr- lich rund 1000 Schlachtschweine zur Verfügung ge­stellt. Die Ablieferung der Schlachtschweine erfolgt monatlich ein- bis zweimal über den Viehwirt- schaftsverband an die Gießener Metzgereien.

Das Futter für die Schweine stammt in per Hauptsache aus der Sammlung der Küchenabfälle der Gießener Haushaltungen; dabei ist besonders hervorzuheben, daß bis jetzt die Küchenabfälle nur in der Stadt Gießen selbst, nicht aber auch in Wieseck und Klein-Linden gesammelt werden. Das Ausmaß dieser Abfallsammlung deckt den täglichen Bedarf an Grundfutter und ermöglicht darüber hin­aus noch die Ansammlung einer gewissen Futter- reserve in Betonsilos von je 70 Zentner Fassungs- raum, deren 12 vorhanden sind, und die noch er­gänzt werden durch ein Reservesilo in Gestalt eines großen Fasses, so daß eine Futtervorratseinlagerung bis zu rund 1000 Zentner möglich ist. Neben dem Grundfutter erhalten die Schweine noch Zucker­rübenschnitzel und ein Eiweiß-Konzentrat, das aus

erholungsheimen und ähnlichen Betreuungseinrich­tungen der NSV. herangezogen. Dank dieses Neben­betriebs ist es bisher möglich gewesen, den Verwun­deten in den Lazaretten und erholungsbedürftigen Gästen in den Heimen der NSV. eine willkommene Abwechslung und Bereicherung des Küchenzettels zu bieten. Die ganze Anlage ist mustergültig für die übrigen EHW.-Mästeteien in unserem Gau ge-, worden und nimmt in der Fleisch- und Fettver­sorgung ihres engeren Bezirks eine bedeutsame Stellung ein.

Im Juni 1937 brachte die Kreisamtsleitung Wet­terau der NSV. den Mästereibetrieb des Ernäh­rungshilfswerks in Gießen in Gang. Zunächst wurde die Mästerei vorübergehend auf dem Heibertshäuser Hof bei Saubringen untergebracht. Im September 1937 erbaute die Stadt Gießen auf städtischem Ge­lände am Gleiberger Weg, in der Nähe des Unteren Hardthofes, die für den Anfang erforderlichen Ge- bäube für das Ernährungshilfswerk und stellte sie der Kreisamtsleitung Wetterau der NSV. zur Ver­fügung. Es handelte sich damals um ein langes Stallgebäude für 200 Schweine, einen Vorbau zur Aufnahme der Futterdämpfanlage und ein ein­stöckiges Wohn- und Verwaltungsgebäude. Diese Einrichtung wurde im Dezember 1937 von der EHW.-Mästerei in Betrieb genommen. Im Laufe der Zeit zeigte sich immer mehr, daß dieser Anfang

Das EHW. in der Fleisch- und Feiiversorgung

Erfreuliche Entwicklung des Ernährungshilfswerkes im Gau Hessen-Nassau.

perlenden Liede. Da es zutraulich, fast ein wenig neugierig ist, soll man es vor Enttäuschungen, Stö­rungen und Schaden bewahren. Der Volksmund sagt, wer ein Rotkehlchen tötet, wird vom Schicksal bestraft, er habe Schaden in seiner Wirtschaft, Krank­heit in der Familie zu erwarten, oder der Blitz treffe sein Haus. Hingegen bedeutet es Glück, wenn dies Tierchen einem jungen Paar auf dem Wege zum Traualtar begegnet.

Ein gern gesehener Frühlingsgast ist der Storch. Die Madel auf dem Lande passen auf den ersten, den sie sehen, auf und ziehen daraus, wie sie ihn

den mit oen ^utteravsauen, oie oon uen öajiutrincii nicht verwertet werden, Federviehbestände zur Ver- forgung von Lazaretten, Krankenhäusern, Mütter-1 Gesetz über das Kreditwesen belief sich Ende 1941

Von Hans Reetz.

Jene Lesart, nach der die ersten bekanntgewor­denen Farbenholzschnitte Japans um 1865 als Ein­wickelpapier mit einer Porzellansendung nach Eu­ropa gekommen sein sollen, klingt nicht unwahr­scheinlich, waren doch diese Kunsterzeugm sie im Ge­samten der Kultur des Landes nicht mehr als em Nebenbei eines außerordentlich entwickelten kultu­rellen Hochstandes. Sie waren nicht mehr als Bil­derbogen, Drucke für das Volk, die Bauernstube, Schaubilder für Kinder, Andenken von Pilgerfahr­ten, Reiseandenken, Theaterprogramme mit «zenen und Schauspielerbildnissen, dazu Buchillustrattonen, Vorlagenblätter für Handwerker und manches an­dere mehr zum Gebrauch für das tägliche Leo en oder zur Unterhaltung. Auch geldlich hatten sie, deren Preise heute mehr als verhundertfacht stnd, keinerlei höheren Kunstwert. Sie kosteten zwischen zwanzig und fünfzig Pfennig. Sie waren eben Gebrauchsgraphik.

Daneben gibt es eine gewisse höhere Art für bie oberen Schichten. Es sind Darstellungen vom Leben der Gesellschaft, des Theaters, der Teehauser, von schönen Frauen, galanten Rittern und von Ver­gnügungen aller Art. Aber auch ste stehen doch der Zweckkunst nahe und erfüllten etwa die Aufgabe wie be? uns Bildermagazine, illustrierte Zeitungen und Modeblätter. . .

Gerade wegen ihres reichen und mannigfaltigen Inhaltes, ihrer künstlerischen Schönheit und der großen Menge der vorhandenen Bestände stnd ste von allem Kunstgut des Osten- in Emopa am besten bekannt und studiert worden, mell- cht sogar bester nr<- ;n Innern selber, jedenfalls früher. Erst ourcy unsere Anteilnahme wurde das gebildete Japan auf die Holzschnittschätze im eigenen Lande aufmerh ^Jh?e^Technik ist wegen der Großflächlichkeit und strengen Betonung der Linie nicht eigentlich schwie­rig. Daher wurde das Schneiden nickst: vow' Kuns- ler sondern vorn Handwerker ausgefuhrt. (So übrigens auch vielfach bei unserer Holzschmttechmk^

auch hier die alte Erfahrung, daß die Spannuna nicht durch die Charakterzeichnung, mag diese noch so interessant sein, erreicht wird, sondern durch die farbige, von Schauplatz zu Schauplatz eilende Hand­lung. Wobei auf der einen Seite die Wahrscheinlich­keit nicht über Gebühr belastet werden darf, auf der anderen aber doch der Dämmerschein des Ungewissen und eine tausend überraschende Wendungen offen

So singt frühlingsfroh Heinrich Hoffmann von Fallersleben, der Dichter unserer Nationalhymne, aus seinem naturnahen deutschen Herzen; und wenn wir die gesamte deutsche Lenzeslyrik bis ins Zeit­alter der Minnesänger durchblättern, dann finden wir neben anderen Frühlingssymbolen auch immer wieder die gefieberten Sänger des Waldes, Feldes und der Gärten willkommen geheißen als Künder neuen Lebens. Und nicht nur die Dichtung hat sich der alljährlich von neuem freudig begrüßten Heim­kehrer angenommen, sondern auch das Volkslied, die Märchenpoesie und der Mythenglaube. Denn alles, was dem Volke lieb und vertraut ist, bezieht es in fein Sinnen und Sagen hinein. Ja, selbst das Gesetz unserer Vorfahren nahm sich der Bewohner unserer Wälder und Auen schützend an. So finden wir in fränkischen Rechtsbüchern des Mittelalters schwere Strafen angedroht für den Fang der Mei­sen, und in Oberösterreich gibt es noch heute, ein Sprichwort, das vielleicht ein Rest eines alten Rechtsweistumes, zumindest aber Ausdruck einer tiersreundlichen Volksmeinung ist:Alle Meisenfän­ger soll man aufhängen!"

Die Meise hat sich als lieber Wintergast von jeher der besonderen Fürsorge des nordischen Men­schen empfohlen: je kälter und schneereicher es war, desto näher hielt der zierliche Vogel sich am Hause, wohl wissend, daß ihn der Mensch nicht werde ver­hungern lassen.

Jetzt im Frühling, wo die Tage immer länger und milder werden, zwitschert er sein Abschiedslied und wandert wieder waldeinwärts; den Text seines kurzen, aber anmutigen Liedes deutet der ala- mannische Volksmund alsZit ifch do? Zit ifch do!" Die Zeit ist da", wo die Meise überall ihr Futter- tijchlein finden und bald auch ein Nestlein baut. Aehnlich beutet Eichenborff in feinemTaugenichts" das Verhalten eines anderen beutschen Vogels: Die Golbammer, welche im Herbst unb Winter immer betrübt am Fenster sang:Bauer miet mich, Bauer miet mich!", ruft in ber schönen Frühlingszeit wie­der ganz stolz unb lustig vom Baume:Bauer, be­halt deinen Dienst!"

Schon zieht dann und wann in ihrem blitzartigen Fluge auch eine Schwalbe an uns vorbei. Was wäre ein deutsches- Dorf ohne sie? Sie ist geradezu Sinnbild der deutschen Heimat geworden, und so mancher Deutsche hat schon in weiter Ferne dem alten, volkstümlichen Liede Rückerts nachgesonnen:

Vögel im Volksmund.

Von Werner Lenz.

Alle Vögel sind schon da, alle Vögel alle! Amsel, Drossel, Fink und Star, ja, die ganze Vogelschar! Alle Vögel alle!"

Gelegentlich einer Besichtigung von Einrich­tungen der NSV. in unserem Gau konnten wir auch dem Ernährungshilfswerk in Darm­stadt einen Besuch abstatten. Die dabei ge­wonnenen Eindrücke fanden ihre Ergänzung bei einer Besichtigung des Mästereibetnebs des EHW. ber Kreisamtsleitung Wetterau der NSV. in Gießen.

Im Oktober 1936 verkündete Reichsmarschall Her­mann Göring den Vierjahresplan, in dessen Rah­men er die NS.-Dolkswohlfahrt am 6. November 1936 mit der Organisation zur Sammlung und Ver­wertung der Küchen- und Nahrungsmittelabfälle beauftragte. Im Januar 1937 wurde im Gau Hesstn- Nassau die Einrichtung des Ernährungshilfswerkes beschlossen. Am 18. Januar 1937 begann als erste eine Ortsgruppe in Darmstadt mit der Sammlung von Küchenabfällen. Die ersten 400 Schweine wur­den in gemieteten Stallungen untergebracht, aber chon im Oktober 1937 nahm Darmstadt eine neu­errichtete und vorbildliche Großmästerei in Betrieb. In rascher Entwicklung folgten bann die übrigen Städte des Gaues mit der Betriebsaufnahme des Ernährungshilfswerks.

Während am 1. Januar 1937 nur eine Mästerei (Darmstadt) mit einem Bestand von 400 Schweinen vorhanden war, zählte man am 1. Januar 1938 bereits 25 Mästereien des EHW. mit einem Be­stand von 2000 Schweinen. Am 1. Januar 1939 waren 56 Mästereien mit 4200 zur Mast ausge­stellten Schweinen vorhanden. Bis zum 1. Januar 1940 war die Zahl der EHW.-Mästereien bereits auf 96 mit einem Schweinebestand von 11 000 Stück gestiegen, und am 1. Januar 1941 wurden in un- erem Gaugebiet 110 Mästereien des EHW. mit einem Bestand von 12 01M Schweinen gezählt. Die Tiere durchweg die Rasse des veredelten Land­schweines werden aus den großen Schweine­zuchtgebieten mit einem Gewicht von je etwa einem Zentner bezogen unb in einigen Monaten bis zu einem schlachtreifen Gewicht von 3 Zentner aus­gemästet. Die Mästung nimmt im allgemeinen sechs Monate in Anspruch, so baß die Stallungen alljähr­lich zweimal bie volle Zahl Mastschweine erhalten. Dadurch ist es möglich, in den 110 Mästereien des EHW. in unserem Gau jährlich rd. 25 000 Schweine auf Schlachtreife zu bringen und der Fleisch- und Fettversorgung Der Bevölkerung zuzuführen.

Die Großmästerei in Darmstadt arbeitet am Stadtrand auf einem weiträumigen Grundstück, auf

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dem mehrere Reihen langer Stallbauten und außer­dem die erforderlichen Betriebsräume in zweckent­sprechender Ausgestaltung und mit moderner Be- triebsausstatttung errichtet wurden. Diese erste Mästereieinrichtung im Gau ist mit großen Dämpf­anlagen zur Bereitung des Futters bzw. zu dessen Einlagerung in Silos in den Zeiten eines Futter- überschusses versehen. Dadurch ist es möglich, den gesamten Küchen- und Nahrungsmittelabfall der ganzen Stadt jederzeit aufzunehmen und der Ver­wertung durch die Schweinemast zuzuführen. Na­türlich erhalten die Tiere nicht nur dies? Abfälle, jonbern baneben auch kräftigenbes Beifutter, bamit die Mast schnell und wirksam durchgeführt werden kann. Auslaufräume für die Borstentiere sind eben­falls vorhanden, so daß sie sich auch im Freien auf­hatten können, damit ihnen die wachstumsfördemds Einwirkung der Sonne und der Luft zugute kommt. Auf dem Betriebsgelände find ferner Anlagen zur Geflügelhaltung vorhanden. In diesem Zweig wer­den mit den Futterabfällen, die von den Schweinen

K i j o n a g a (1742 bis 1815) brachte im euro­päischen Sinne natürlichere Anschauungsmittel. Sein Raum ist unserem Auge faßbarer. Sein Erbe ging an Uta mar c (1753 bis 1806), Jeischi (1764 bis 1829) unb To jo kuni (1768 his 1825) über. Vor allem finb Utamaro unb ber letzte Große H o k u f a i (1760 bis 1849) die bei uns Bekanntesten. Freilich stand Hokusai bereits deutlich unter europäischem Einfluß, wie ja anderseits gerade durch ihn Japan auf Europa gewirkt hat. In der flüssigen, geistvollen Schrift des Impressionismus berührten sich das Abendland und der Ferne Osten.

Japan, das zeigt feine Kunst, ist jung und alt zugleich. Es macht feine Größe aus, daß es Tradi­tion und die Bewältigung neuer Aufgaben glücklich zu vereinigen verstanden hat. Während Chinas Kunst unter der letzten Mandschu-Dynastie (1644 bis 1912) mehr unb mehr zur toten Schablone er­starrte, blühte Japans Kunst weiter unb offenbarte bie Zeugungskraft eines Volkes von wahrhaft ewigem Bestaube.

er sich heute barstellt, finb vor allem wohl in leibenschaftlichen Aktion der handelnden Menschen zu erblicken, die vom Autor in den Brennpunkt der Betrachtung gerückt werden. Was uns immer bei einer dramatischen Schilderung interessiert, sind die inneren Vorgänge in der Seele eines Menschen, die ucijuiyi wuu, v«vcn ihn zu einer Tat bestimmen und die Folgen dieser dernd erwiesen, da ihnen heute kerne Spur jener Tat auf seine Umgebung unb beren Reaktion. leisen Lächerlichkeit mehr anhaftet, bie früher durch

Es finb meist sehr problematische Typen von die phantasievolle Verzeichnung so oft unb peinlich

Menschen und komplizierte Charaktere« mit denen drohte " Hermann Hacken

binblichfeiten mit 115,7 v. H. (Enbe 1940 -- 91,9 vorn Hunbert), die gesamten Verbindlichkeiten mit 60,9 v. H. (46,1 v. H.). Die Liquidität nach dem