Hartnäckige Gebirgskämpfe im Kaukasus
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Schuh der deutschen Soldatenehre
des
Krtegs-WHW. am 19. und 20. Sep-
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Die neuen
Weiteres Ansteigen des WHW.-lLrgebniffeS.
1. Reichs st rafeenfammlung
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Indessen hat die Bakteriologie unser Wissen um die verschiedenen Infektionskrankheiten verbreitert, welche wie die Tuberkulose so maßgeblich die Lungen in Mitleidenschaft ziehen und, wie Z. B. die Diphtherie und andere Seuchen, den Herzmuskel bzw. die nervösen Elemente des Herzens angreifen oder gor wie der Gelenkrheumatismus zu entzündlichen Ventilklappenauflagerungen und damit zu Klappendefekten führen. Auf dieser breiten Plattform hat fich dann die Heilpflege lebhaft entfaltet. Wir können den Herzmuskel kräftigen und auf medikamentösem Wege die ihn versorgenden Gefäße öffnen, wir können den Kreis- louf über die ihn regulierenden Zentren und in anderer Weife anpeitschen, wir versuchen ein nervöses Herz zu beruhigen, abnorme störende Reizbildung im Herzen selbst zu unterdrücken und das Gesamtstrombett durch Hautreize, Wasseranwendung usw. zu tonisieren, Krämpfe zu lockern usw. Schließlich ist es möglich, die Aufgaben, welche cm Herz, Lungen und Kreislauf gestellt sind, zu reduzieren, indem wir den Gesamtorganismus körperlich und seelisch entspannen und auch diätetisch ruhigstellen, letzteres u. U. bis zum Fasten. Kann ein stark mitgenommenes Herz nur noch mit Hilfe eines überhöhten Füll- und Staudrucks arbeiten und stört dieser Staudruck vor der linken Herzkammer, d. h. in den Lungen so sehr die Funktion der letzteren, daß in einem Circulus vitiosus wiederum durch das allzu schlecht gelüstete Blut der Herzmuskel selbst mangelhaft versorgt und weiter geschwächt wird, dann macht ein energischer Aderlaß die Lungen frei und erzwingt oft die Wendung zur Besserung. Aehnlich ist es mit der Herausnahme von Herzbeutel- bzw. Brustfettraumergüssen und von Wasser in den Geweben durch die Punktion oder durch Steigerung der Harnflut u. a. m.
Das sind alles zum Teil im Prinzip uralte und einfache therapeutische Maßnahmen, die aber heute auf der Basis der jetzt möglichen klaren Beurteilung der Zusammenhänge zu einem machtvollen therapeutischen Instrument geworden sind. Die gleichen Eingriffe, Drogen, diätetischen Verordnungen 1 lajsey in den Händen eines Un-erstchxemn hzw>
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Das Ritterkreuz für Fregattenkapitän Grofsi
Oer Wehrmachtbericht.
DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 7. Off. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Rordwestteit des Kaukasus hartnäckige Gebirgskämpfe.
Südlich des Terek nahmen Verbände des Heeres und der Waffen-^ bei schwierigsten Wetter- und Geländeverhältnissen in hartem Nahkampf die in einem wichtigen Erdölgebiet liegende Stadt w a l g o b e k.
Nordwestlich Stalingrad wurde der Ring um die eingeschlossenen feindlichen Kräfte weiter verengt. Deutsche und rumänische Luststreitkräfte griffen sowjetische Flugplätze und Nachschubslrecken bei- derseils der Wolga mit guter Wirkung an.
Südostwärts des Ilmensees macht der eigene Angriff gegen zähen Widerstand in unwegsamem Wald- und Sumpfgelände gute Fortschritte. Deutsche Sturzkampfverbände und kroatische Kampfflieger hatten an diesen Kämpfen besonderen Anteil.
In heftigen Luftkämpfen über der Insel Malta schossen deutsche Jäger zwei britische Flugzeuge ohne eigene Verluste ab.
Leichte deutsche Seestreitkräfte stiefeen in der Rächt zum 6. Oktober vor der flandrischen Küste auf eine Gruppe britischer Schnellboote. Ein feindliches Boot wurde von einem Minenräumboot versenkt, ein weiteres von einem Minensuchboot in Brand geschossen und durch Rammstofe zum Sinken ge- bracht. Weitere britische Boote erhielten im Rah- kampf Artlllerietresfer.
Von einzelnen Flugzeugen bei Tagesstärflügen über dem Westen Deutschlands abgeworfene Sprengbomben verursachten nur geringen Schaden. Rachtangriffe der britischen Luftwaffe richteten sich gegen nordwestdeutsches Gebiet, vor allem gegen die Stadt Osnabrück. Die Bevölkerung halte Verluste. Ls entstanden Zerstörungen und Brandschäden vorwiegend in Wohnvierteln und an öffentlichen Ge- I bäuden. Sechs der angreifenden Bomber wurden abgeschossen.
tember brachte ein vorläufiges Ergebnis von 25 292 243,59 RM. Gegenüber der gleichen Sammlung des Vorjahres mit einem Ergebnis von 17 836 851,73 RM. ist eine Zunahme von 7455391,86 Reichsmark = 41,80 v. h. zu verzeichnen.
der Kanalinsel Sercol ereignet. Dort überfielen in den frühen Morgenstunden 16 Engländer ein deutsches Arbeitskommando von einem Unteroffizier und vier Mann. Diese wurden im Hemd mit einer dünnen, aber sehr festen, rund geflochtenen Schnur gefesselt, verhindert, weitere Bekleidungsstücke anzulegen und zum Strand abgeführt. Als sich die deutschen Soldaten gegen diese unerhörte Behandlung zur Wehr setzten, wurden der Unteroffizier und ein Mann durch Schüsse und Stiche mit dem Seltengewehr getötet, ein weiterer Soldat verwundet. Diese Taffachen werden durch die Aussagen eines Pioniers, dem es gelang, im Handgemenge zu entkommen, bestätigt. Die Untersuchung hat ergeben, daß die Fesselung planmäßig vorbereitet war.
Damit besitzt das deutsche Oberkommando der Wehrmacht die einwandfreien Beweise, dafe beide Erklärungen des britischen Kriegsministeriums vom 2. September 1942 wahrheitswidrig abgegeben wurden.
Das Oberkommando der Wehrmacht sieht sich daher gezwungen, folgendes anzuordnen:
1. Vom 8.0ktober. 12 Uhr mittags an, werden sämtliche bei Dieppe gefangenen britischen Offiziere und Soldaten in Fesseln gelegt. Diese Mafenahme bleibt solange wirksam, bis das britisch« Kriegsministerium nachweist, dafe es in Zukunft wahre Erklärungen über die Fesselung deutscher Kriegsgefangener abgibt, oder dafe es sich die Autorität verschaffi hat, seine Befehle bei der Truppe auch durchzusetzen.
2. In Zukunft werden sämtliche Terror-
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt ferner bekannt:
Rach dem mifeglückten Landungsversuch bei Dieppe hatte ein erbeuteter englischer Befehl, in dem die Fesselung deutscher Gefangener be- fohlen war, das Oberkommando der Wehrmacht gezwungen, zum Schutze der deutschen Soldatenehre entsprechende Gegenmafenahmen anzukündigeu. Daraufhin erklärte das britische Kriegsministerium am 2. September: Es wird mit Rachdruck in Abrede gestellt, dafe irgendeinem deutschen Gefangenen die Hände gebunden worden sind. Jeder derartige Befehl wird, falls er herausgegeben fein sollte, wider- rufen werden.
Inzwischen haben sich beide Erklärungen des britischen Kriegsministeriums entweder als leichtfertige unüberprüfte Behauptung oder als bewufete Lüge heraus- gestellt.
Denn aus gerichtlichen Vernehmungen von einem deutschen Unteroffizier, einem Obergefreiten und fünf Schützen sowie fünf Männern der Organisation Todt, die bei Dieppe vorübergehend in britische Gefangenschaft geraten waren und später befreit wurden, geht hervor, dafe sie sämtlich zwischen zehn Minuten bis zu eineinhalb Stunden gefesselt waren. Entweder wurden ihnen die Hände auf dem Rücken gefesselt oder die Gelenke, zum Teil sogar die einzelnen Finger vor der Brust zufammengebunden.
Damit aber nicht genug, hat sich ein ähnlicher schändlicher Vorfall am 4. Oktober auf
sagte er weiter, heute verfügen sie über 91 o. H. der Gesamterzeugung der Welt." Halifax mußte auch daneben, dafe die Dreierpaktmächte an Bauxit, Eisenerz Zinn, Mangan, Blei, Flachs und anderen kriegswichtigen Rohstoffen keinen Mangel haben, sie beherrschten die Hälfte bis zu 74 v. H. der Welterzeugung.
Ein England gefügiges Kabinett im Irak.
Ankara, 7. Oft. (Europapreß.) Nach Meldungen aus Bagdad hat Nuri Said aus dem Kabinett alle Minister ausgebootet, die den auf den aktiven Kriegseintritt des Irak zielenden Kurs Saids nicht villigen. Es gilt nicht für ausgeschlossen, dafe nach vollzogenem Kabinettswechsel Nuri Said entscheidende Schritte unternehmen wird, obschon man sich bewußt ist, daß ein aktiver Kriegseintritt des Irak schwerwiegende innenpolitische Folgen haben könnte. In diesem Zusammenhangs ist es interessant, dafe unmittelbar vor der Demission des Ka-
Herz-, Kreislauf- und Aimungsflörungen und ihre Lleberwindung.
Von Professor Dr. H. W. KniPPing, Direktor der Medizinischen Universitätsklinik Köln.
und Sabotage-Trupps der Briten und ihrer Helfershelfer, die sich nicht wie Soldaten. sondern wie Banditen benehmen, von den deutschen Truppen auch als solche behandelt und. wo sie auch auftreten, rücksichtslos im Kampf niedergemacht werden.
DRV. Aus dem Führerhauptquartier. 7. Ott. Der Führer hat dem Kommandanten des italienischen Unterseebootes „Barbarigo“, Fregatten- kapitän Enzo G r o s s i. das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.
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binett5 wiederum eine Gruppe oppositioneller Politiker und Militärs in Haft genommen wurde.
Schleppender britischer Vormarsch auf Madagaskar.
Vichy, 7. Oft. (Europapreß.) Wie das französische Kolonialministerium bekanntgibt, vollzieht sich der britische Vormarsch auf Madagaskar trotz der großen Ueberlegenheit der Angreifer nur sehr schleppend. Erst nach langem Widerstand habe die Stadt Antsirabe, das Hauptziel der britischen Streitkräfte, jetzt aufgegeben werden müssen. Der französische Generalgouoerneur A n e t sei von den Briten gelegentlich einer Inspektionsfahrt ^an der Front mit Maschinengewehren angegriffen worden. Sein Wagen wurde völlig zertrümmert, doch konnte er sich retten. Damit fei 'eindeutig die Behauptung der britischen Agitation widerlegt, wonach Anet sich in eine ungefährdete Ortschaft der Insel zurückgezogen haben sollte.
Das kleine Organ Herz, kaum großer als die menschliche Faust, fördert täglich ein Pumpvolumen von etwa 5000 Liter gegen den ansehnlichen Druck von etwa 120 mm Quecksilber. Dabei befindet sich dieses Organ und mit ihm das so weit verzweigte und empfindliche Gefähnetzwerk in einem dauernden Funktionswandel entsprechend dem fortlaufenden Wechsel der körperlichen und geistigen Ausgaben, die an den Organismus gestellt werden. So ist es denn nicht überraschend, daß wir «jährlich Tausende von Menschen in einer im übrigen, insbesondere zerebral, noch guten Verfassung verlieren, eben weil das Altern von Herz und Gesäßen weit dem physiologischen Aufbrauch dK übrigen Organismus vor angeeilt ist. .
Die Funktion von Herz und Kreislauf ist früh erkannt worden, ebenso wie der Zusammenhang zwischen Herzaktion und Pulsbeschaffenheit, welcher für die Aerzte unserer Vorfahren eine gute Basis zu einer summarischen Beurteilung des Herzkreislaufapparates abgab, bis die Medizin dann am Ende des 18. Jahrhunderts lernte, die Herz- und Lungensllhouette abzuklopfen und später auch das Herz mit seinen Dentügeräuschen abzuhören.
Es folgte die großartige Röntgen-Aera und schließlich mit Einthoven die Kentnis der Herzstromkurve, die wir heute im klinischen Alltag fast bei jedem Herzkranken mit relativ einfachen Apparaten schreiben. Aus mehreren von verschiedenen Seiten aufgenommenen Herzstromkurven können wir heute bestimmte Schäden des Herzmuskels, der Herzgesäfee bzw. des Reizbildungs- und Reizleitungsapparates lokalisieren, in besonderen Fällen auf mehrere Millimeter genau. In jüngster Zeit ist die medizinische Forschung, ohne auf diese hochspezialisierten, mehr aus morphologische Erkenntnisse zielenden Methoden zu verzichten, wieder stärker auf die Funktion gerichtet, und die Analyse der Gesamtleistungsbreite von Kreislauf und Atmung bzw. deren Regie wurde in wenigen Jahren so entwickelt, daß sie der klinischen Praxis, speziell aber der Behandlung in fruchtbarer Weise zugute kommt und die Erfassung der Gesamtpersönlichkeit ergänzt und objektiviert»
Kunst und Wissenschaft.
hochschulnachrichten.
Professor Dr.med. et phil. Otto S chultze vollendet am 9. Oktober sein 70. Lebensjahr. In Merse»
Durch Königliches Dekret ist Fregattenkapitän Enzo Grossi wegen Tapferkeit vor dem Feinde zum Kapitän zur See ernannt worden.
Das Eichenlaub für Feldwebel Heinert.
Berlin, 7.Oki. (DNS.) Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes dem Feldwebel Reinert, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader, und hat ihm folgendes Schreiben übermittelt: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampfe für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 131. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.-
für das Herz fein, insbesondere wenn die Harmonie der verschiedenen Leistungssysteme im Körper bzw. ihrer Entfaltungsspielräume gestört ist. Wenn ein Bauer fein Pferd im Winter ganz in den Stall stellt, so ist im Frühjahr nicht mehr viel damit an» zufangen. Mancher Großstädter ist körperlich zu wenig beansprucht. Dieses Minus ist um so schmerzlicher, wenn eine harte nervöse Beanspruchung damit einhergeht. Die stärkste und stabilste Persönlichkeit kann durch zu lange und zu intensive nervöse, aber auch rein körperliche Belastung labilifiert werden. Die Zahl der vegetativ nervösen Erkrankungen, Dystonien und Krampfzustände z.B. im Bereich der Herzkranzgesäße hat wohl in allen Kulturstaaten zugenommen. Es ist unmöglich, diese Störungen vollkommen zu vermeiden, denn große Leistungen sind nicht mit halbem Einsatz und nicht ohne gesundheitliche. Opfer zu erzwingen. Die The« rapie ist ebenso einfach wie wirksam und erfordert doch große ärztliche und menschliche Erfahrung. Aenderuna der krankmachenden Bedingungen, frische Luft, Sport, den wir, ebenso wie die berufliche Belastung mit Hilfe der neuen Methoden zur Funktionsanalyse auf den noch erhaltenen Umfang der Funktionsreseroen bzw. auf eine erb» bedingte Funktionsschwäche genau abftimhien können, Wandern, — alles Heilfaktoren, welche ausreichende Zeit und Rücksichtnahme beanspruchen. Aber gerade daran fehlt' es oft, und manche Sinfonie, manches Werk ist wahrlich mit dem „Herzblut" des Schöpfers geschrieben. Vernünftiger Sport wirkt nicht nur im toinne einer Tonisierung. Durch das Training wird die Entladung des zirkulierenden Blutes ökonomischer. Das Herz braucht für die gleiche Arbeit weniger Blut umzuwälzen, kann also im „Schongang" laufen, erst recht, wenn das Kreszendo der Belastung vernünftig ist. Eine bedeutende Quote der Kurzlustigkeit älterer 'Personen nach Treppensteigen und Anstrengungen ist oft nicht ein irreparabler Verlust an Leistungs- brefte von Herz, Kreislauf und Lungen, sondern nur ein Train ingsmangel, der sich beheben läßt.
Wenn wir uns angesichts des klinischen Fortschritts in seiner Gesamtheit fragen, wo die Reise nunmehr hingeht, könnte es fast scheinen, als ob keine weitere starke Entfaltung mehr zu erwarten märe. Und doch werden wir in den nächsten Jahrzehnten von einer viel breiteren Plattform aus sicher die Möglichkeit haben, das bisherige wirklich überraschende Tempo des Fortschritts zu halten, vielleicht auch noch zu steigern.
Stockholm, 8. Okt. (Europapreß.) In der Londoner „Times" bezeichnet der Neuyorker Korrespondent des Blattes, das kürzlich verabschiedete Anti-Jnflationsgesetz als erste Phase des Kampfes zwischen Roosevelt und dem Kongreß, der solange weitergehen werde, bis sich der Kongreß damit ab- sinde, eine vollkommen passive Rolle zu spielen oder bis er die Regierung dazu zwinge, ihn einen wirklich richtungweisenden Einfluß auf die Politik nehmen zu lassen. So, wie die Dinge ständen, sehe es nicht aus, als ob es die Regierung nötig habe, nachzugeben. Das soeben angenommene Gesetz stelle einen Kompromiß zwischen den Wünschen des Präsidenten und denen des einflußreichen Flügels des Kongresses dar, der seinerseits von der politischen Machtstellung des Farmer^Blocks beeinflußt wird.
Doch bilde das Gesetz das Optimum dessen, was unter den gegebenen Umständen, wo viele Kongreß- abgeorbnete eine unklare Vorstellung davon haben, was eine Inflation bedeutet, erreichbar ist. Aber das neue Gesetz sei mit zu vielen Ausnah- men behaftet, als daß es feinen Zweck einer effektiven Preis- und Lohnstabilisierung erfüllen könnte. Die I n f l a t i o n s g e f a h r bleibe solange I bestehen, solange die Vereinigten Staaten nicht I eine praktische Versteuerung und Zwangseinsparung einführten. Die Nation, die 76 Milliarden Dollar ausgibt, könne das Problem nicht lösen, solange das Steueraufkommen nur 25 Milliarden beträgt.
ZnSGegenteilverwandelte^ohstofflage
Stockholm, 8. Oft. (DNB. Funkspruch.) Lord Halifax sagte in Pittsburgh: „Die alliierten Nationen haben sich derartig an die Idee gewöhnt, die Hilfsquellen der Welt ständen ihnen zur Verfügung, daß nur wenige Leute sich darüber klar sind, wie sehr sich die Lage seit 1939 i n s G e g e n t e i l v e r- wandelt hat, besonders seit dem Eintritt Japans in den Krieg." Halifax erinnerte an den Verlust des Erdöls in Niederländisch-Indien und Burma an die Japaner und der galizischen und sowjetischen Qelfelder an Deutschland. „Im Jahre 1939 stand den Achsenmächten kein Gummi zur Verfügung',
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Der 23jährige Feldwebel Ernst-Wilhelm Reinert ist als Sohn eines Reichsbahn-Obersekretärs in Köln-Lindenthal geboren. Er hat das Schlosserhandwerk erlernt und war begeisterter Seaelflieger. Nach seiner Arbeitsdienstpflicht trat er als Freiwilliger in die Luftwaffe ein und wurde Jagdflieger. Seit Juni 1941 steht er im Felde. Schon am 28.9. erhielt er die Goldene Frontflugspange, am Tage darauf das E. K. 1 und Ende Mai 1942 das Deut- fche Kreuz in Gold. Nach 54 Luftsiegen schielt er am 1.7.42 das Ritterkreuz. Vor wenigen Tagen errang er den 103. Luftsieg.
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Willkie unterstrich die Notwendigkeit, China und der Sowjetunion einen spürbaren Anteil an der nord- amerikanischen Rüstungsproduktion zu überlassen, „da bisher etwa fünf Millionen ihrer besten Männer Opfer des Kampfes geworden find."
Obwohl man in Tfchungking weife, daß Willkie bei den verantwortlichen Stellen der USA. nur beschränkten Einfluß hat, hofft man doch, daß es ihm gelingen wird, Washington- zur Aufgabe der Ex- territorialitäts- und anderen einseitigen Verträge zu veranlassen. Weiter fordert Tfchungking eine Pazifik-Charta, die das Nachknegsasien unter Chinas moralische Führerschaft und die wirtschaftliche Hilfe der -Alliierten stellt. Schließlich erwartet man in Tfchungking Verstärkung der militärischen Operationen der Alliierten in Asien, besonders zur Wiedereroberung Burmas und Mehr materielle Hilfe für Tfchungking.
Ein aufschlußreicher Blutbefehl.
Berlin,?. Okt. (DNB.) In der Sowjetpreffe ist ein „Aufruf an das sowjetische Volk" erschienen, der höchst aufschlußreiche Rückschlüsse auf die innere Lage der Sowjetunion zuläßt. Dieser Aufruf tragt bezeichnenderweise die Ueberschrift „Eiserne Disziplin, die Hauptbedingung des Sieges". Stalin weiß, daß der nahende Winter unlösbare Probleme militärischer und versorgungswirtschaftlicher Natur mit sich bringt. Der betrogene Partner der westlichen „Demokratien" sagt nun der unwissenden, mißhandelten Sowjetbevölkerung, dafe der Feind zur Wolga und zum Kaukasus dränge und nach der Einnahme Stalingrads Moskau zu besetzen plane. In dieser schweren Situation dürfe keine Schlamperei und keine Disziplinlosigkeit aufkommen. Daher werde jeder, der, ganz gleich, ob an der Front oder im Hinterlande, keine Disziplin halte, erschossen werden. Wenn Stalin bei der stumpfen Duldsamkeit, mit der die Sowjetbevölkgrung ihr schweres Los trägt, gezwungen ist, zu solchen brutalen Mafenah- men zu schreiten, weiß man, was die Glocke geschlagen hat.
Roosevelt und der Kongreß.
ohne die sichere Beurteilung der Gesamtlage und der physiologischen und pathologischen Zusammenhänge die ganze tatsächlich erreichbare Wirkung vermissen, genau so wie die besten Waffen und Truppen in den Händen eines taktisch und strategisch Unfähigen ohne Erfolg sind, erst recht, wenn der Aufklärungsapparat nicht funktioniert. Pharmakologie und Chemie haben der Klinik Derarbe^- tungen natürlichen Drogen geliefert, welche nunmehr durch einen zuverlässigen konstanten Wirkungswert erlauben, ohne Gefahr die Heilkraft dieser oft hochgiftigen Kräuter ganz auszunützen. Durch Abtrennung von störenden Begleitstoffen und Reindarstellung konnte man die Verfeinerung der natürlichen Rohdroge weit oorantreiben, doch schon eine so kleine Menge wie ein Viertel Milligramm Strophantin täglich einen Herzkranken entscheidend bessern kann. Es gelang, in Bereiche dieser großen Therapiegruppe verschiedene wirksame Körper synthetisch zu gewinnen und durch Variation der chemischen Konstitution die natürlichen Drogen an therapeutischen Werten zu übertreffen.
Auf dem Lungen gebiet sind wiederum verschiedene chirurgische Maßnahmen mit dem Ziele der Ruhigstellung einer kranken Lunge, z. B. bei der Tuberkulose, in den Vordergrund des Interesses getreten. Operative Eingriffe und Verfahren, wie der Pneumothorax (Luftbrust) und die Thora- koplastik, bringen heute Tausenden Besserung und Heilung. Es ist schließlich möglich geworden, unsere Bestrebungen in Richtung einer umfassenden Vorsorge wirksamer zu gestalten. Eine Fülle von Schadensfaktoren trägt der Alltag an die so emvfind- lichen drei Organe heran. Grobe Ernährungsfehler, vielmehr aber die Summe der verschiedensten Infektionskrankheiten, durch die wir hindurchmarschieren, hinterlassen irreparable Schäden. Die Fortsck>ritte bei der Bekämpfung der Infektionskrankheiten in den letzten Jahrzehnten l>aben hier am meisten Wandel geschaffen und haben sehr wesentlich dazu beigetragen, daß heute die mittlere Lebensdauer viel länger ist als noch vor Jahrzehnten.
Diese Entwicklung ist nicht etwa heute als abgeschlossen anzusehen. Gerade jetzt ist die Virus- forsch u n g in erfolgreichem Vordringen. Mit der „Diphtherieschutzimpfung" wurde soeben ein schwerwiegender Erfolg erzielt. Wichtig ist ferner die Art unserer nervösen und körperlichen Beanspruchung. Sowohl ein Zuviel wie ein Zu- rvLnig kann auj lange Sicht irreparabler Schades
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