Heftige Verfolgungskämpfe im Kaukafusgebiel
Das Erdölgebiet von Maikop
zu 30 v.H. Benzin enthält und daher für die baren
rve hin vorstreckt. Landbrücke zwi
Aus dem Reich
8 Uhr
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ft ü cf, soweit sie den gegenwärtigen Verhältnissen
Im Finnischen Meerbusen wurden im Seegebid von Lavansaari ein sowjdlsches Vachboot durch Bombentreffer versenkt, vier weitere Boote und ein Minensucher beschädigt. Im hohen Norden belegte die Luftwaffe sowjetische Truppenlager auf der Fischer-Halbinsel sowie Batteriestellungen südwestlich Murmansk mit Bomben schweren Kalibers.
An der Ostfront wurden gestern in Luftkämpfen und durch Flakartillerie 138 feindliche Flugzeuge zum Absturz gebracht. Acht eigene Flugzeuge werden vermißt.
Einige britische Flugzeuge führten im Verlauf des gestrigen Tages in großer höhe Störflüge nach Südwest- und Vesldeutschland durch.
In der vergangenen Nacht richtete die britische Luftwaffe ihre Angriffe erneut auf Wohnviertel mehrerer Städte des rheinisch-westfälischen Industriegebietes. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste. Durch Spreng- und Brandbomben entstanden Sach- und Gebäudeschäden. Nachtjäger und Flakartillerie schossen sieben der angreifenden Bomber ab.
Im Kampf gegen Großbritannien belegte die Luftwaffe am gestrigen Tage kriegswichtige Anlagen in Südweskengland mit Bomben schweren Kalibers. In der Nacht zum 7. August wurden Hafen- und Rüstungsanlagen in Ostengland und an der Ostküste Schottlands angegriffen. Mehrere große Brände wurden beobachtet. Alle Flugzeuge kehrten zu ihren Linsahhäfen zurück.
Oer Wehrmachtbericht.
DNV. Aus dem Führerhauptquarlier, 7.Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Kaukasusgebiet verfolgen deutsche und rumänische Truppen den Feind bei großer hiße und unter außergewöhnlichen Marschleistungen dec Infanterie in Richtung aus Krasnodar. Die an einer Lisenbahnkreuzung liegende Stadl Timo- s ch e w s k a j a wurde genommen. Schnelle Truppen erreichten im Vorstoß aus den Kubanbrückenköpfen den Raum 50 km nordwärts Maikop. Weiter ostwärts wurde die Maste einer sowjetischen Division bei einem Durchbruchsversuch vernichtet. Tag- und Rachtangriffe der Luftwaffe richtden sich gegen Transportbewegungen und Eisenbahnanlagen der Sowjets an der Schwarzmeerküste, den Rord- ausläufern des Kaukasus und am unteren Wolgaknie. Nördlich des S a l stehen deutsche und rumänische Verbände im Kampf mit neu herangeführten feindlichen Kräften. Bei der Abwehr von Gegenangriffen wurden hier allein am gestrigen Tage durch dne Panzerdivision 51 schwere Panzer vernichtet. 3m großen Donbogen wiederholte der Feind feine vergeblichen Angriffe.
Im Raum von Rschew setzten die Sowjds ihre verzweifelten Entlastungsangriffe fort. Starke Kampf- und Sturzkampffliegerkräfte sowie Einheiten der Flakartillerie brachten den Verbänden des Heeres bei den schweren Abwehrkämpfen wirksame Entlastung. Der Fdnd erlitt hohe Verluste an Menschen und Material.
nach Indien beendet und ist wieder nach England züruckgetehrt. Aus der Reise nach Indien besuchte er zwölf Länder.
Die argentinische Geheimpolizei verhaftete vier Kommunisten, die aus der Sowjetunion eirrgewaw dert waren. Bei den Verhafteten wurden Broschü» -ren, Handzettel und mehrere Photos von Stalin beschlagnahmt.
aus belieferten Rüstungszentren bereits in deutscher Hand sind, fällt dieser für die Kriegführung so un. entbehrliche Rohstoff nun auch für den unmittelbaren Bedarf der bolschewistischen Armee aus.
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Der Führer hat dem Ordentlichen Professor em. Dr. Gustav Riehl in Wien anläßlich der Wiederkehr des Tages, an dem er vor 40 Jahren als Ordinarius für Dermatologie an die Universität Wien berufen wurde, in Würdigung seiner Verdienste um die medizinische Wissenschaft die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.
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Brennstoffoersorgung der bolschewistischen Armee überaus wichtig ist. Die gesamte Erdölförderung wurde 1938 auf 2,2 Millionen Tonnen Erdöl geschätzt, das ist also rund ein Drifte! der Durchschnittsförderung Rumäniens in den letzten Friedensjahren. Die ergiebigsten Bohrtürme stehen in den Rayons von Neftegorsk, wo sich auch neben den Raffinerien von Krasnodar und Tuapse die wichtigsten Verarbeitungsstätten befinden. Aus dem Gebiet heraus führen Erdölleitungen nach Armawir, wo der Anschluß an die Rohrleitung nach Rostow und eine Umschlagmöglichkeit auf die nordkaukasische Eisenbahn besteht, die mit vierachsigen Kesselwagen von 20 bis 40 Tonnen Fassungsvermögen auf den Weitertransvort eingerichtet ist. Eine zweite Erdölleitung führt nach Krasnodar, eine dritte nach dem Schwarzmeer-Hafen Tuapse. Nachdem die vorwiegend von diesem Erdölgebiet
vorwiegend von Tscherkessen bewohnte autonome Gebiet der Adige, das verwaltungsmäßig der Region Krasnodar unterstellt ist und reichen Weizenboden aufweist, nach der Küste des Schwarzen Meeres zu jedoch schon Erüölgebiete umfaßt, hier steigen unsere Soldaten schon aus der Ebene in die Vorberge des Kaukasus, der seine Ausläufer an der Küste entlang über die oft genannten Häfen Tuapse und Noworossijsk bis nach Änave hin vorstreckt.
Der westliche Teil der Landbrücke zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer, etwa jenseits der Manytsch-Niederung, ist der bei weitem stärker be
siedelte. So hat Z.B. das eben genannte autonome Gebiet der Adige eine Dolksdichte von 62 Menschen auf den Quadratkilometer, während die Kalmücken- Republik zwischen dem Manytsch und der unteren Wolga nur 3 Einwohner auf den Quadratkilometer zählt. So liegen auch fast alle größeren Städte im Westteil der Landbrücke, und dieser zeigt auch noch ein verhältnismäßig dichtes Eisenbahnnetz, während nördlich der Manytsch-Niederung die Strecke Proletarskaja—Stalingrad der einzige Schienenstrang zwischen Don und Kaspischem Meer ist. Je weiter der deutsche Vormarsch nach Osten und Süden geht, je bedeutungsvoller werden die immer seltener werdenden Eisenbahnen für uns, und noch mehr für den weichenden Feind, dessen motorisierte Kolonnen, durch die überholende Verfolgung der deutschen Luftwaffe in Verwirrung gebracht, ihrer Aufgabe nicht mehr gerecht zu werden vermögen und der deshalb bestrebt sein muß, die wenigen Bahnstrecken für den Rücktransport seines immer kostbarer werdenden Materials in der Hand zu behalten. Deshalb sind neben den Flußläufen als den von der Natur des Kampfgeländes vorgezeichneten Abschnitten des Kriegsschauplatzes die Eisenbahnen gerade in dieser verkehrspolitisch weitmaschigen Landschaft von besonderer strategischer Bedeutung. So legte die deutsche Führung den größten Wert darauf, schnell in den Besitz der wenigen großen Bahnlinien zu gelangen. Schon am 31. Juli wurde der wichtige Eisenbahnknotenpunkt S a l s k, bei dem die Linie von Rostow in die Strecke Krasnodar— Stalingrad einmundet, genommen und damit die Verbindung zwischen linkem und rechtem Flügel der südlich des Don kämpfenden Armeen Tirno- schenkos zerrissen. Die zwischen Don und Sa! nach Osten zurückgedrängten Sowjettruppen haben seitdem immer wieder in heftigen Vorstößen versucht, die Verbindung nach Südwesten wieder zu gewinnen. Der Marschall hat in den letzten Tagen hier sogar neue Verbände herangeführt und starke Panzerkrüftc eingesetzt, um sein Ziel zu erreichen
Ltnter dem Judenstern.
Von unserer Berliner Schristleitung.
Die Lage ist ernst, für die Briten und für die «■* Juden: der britische Kriegsminister, Sir Jamee Grigg, gab den Beschluß der Regierung bekannt, durch Aufstellung eines palästinensi. schen Regiments auch die Juden in Palästinas zum allgemeinen Dienst im Mittelssten heranzuKie. yen. So judenhörig die Londoner Regierung auch ist, der Aufstellung einer ausschließlich jüdischen Truppe hatte sie sich bisher stets widersetzt. Wahrscheinlich traute sie -ihr nicht allzu viel zu. Andererseits fürchtete sie für Palästina die Rückwirkung auf die Araber. Wenn sie jetzt von diesem Standpunkt abgewichen ist und nun auch die Juden auffordett, mit der Waffe in der Hand in den Entscheidungs- kampf einzugreifen, dann beweist das, wie sehr man in London darauf angewiesen ist, die entstandenen großen Lücken an der Aegypten-Front wieder einigermaßen zu schließen. Dazu ist auch das palästi-i nenfische Regiment bestimmt, das aus getrennten jüdischen und arabischen Jnfanteriebataillonen bestehen soll. „Normalerweise wird das Regiment in Palästtna oder den angrenzenden Ländern eingesetzt." Der britische Kriegsminister erwartet, „daß mindestens 10000 Rekruten dafür gewonnen werden". Bei einer anderen Gelegenheit gab er der Hoffnung Ausdruck, daß „wenn die zur Zeit bestehenden Möglichkeiten voll ausgenutzt werden, nur ein ganz kleiner Teil der in Palästtna zur Verfügung stehenden Menschen nicht am Kampf gegen den gemeinsamen Feind teilnehmen wird". Wir werden ja sehen.
Der Londoner Regierung ist bei ihrem Entschluß offenbar nicht ganz wohl und noch katzenjämmerlicher ist den palästtnensischen Juden selbst zumute.^ Das ergab sich deutlich aus den parlamentarischen Verhanolungen in dieser Frage. Die Unmöglichkeit, ein rein jüdisches Regiment aufzustellen, hat man mit den zu befürchtenden Rückwirkungen auf die Araber begründet. Der Unabhängige L i b s o n, ein Jude, aber gab wohl die richtige Erklärung, wenn er sagte, „eine jüdische Armee sei nicht im Interesse der Juden, weil sie den Beweis liefere, daß der Jude in jedem Land dis ein Fremder angesehen wird". Richtiger wäre es allerdings gewesen, wenn er offen zugegeben hätte, daß das Bekanntwerden des Regierungsbeschlusses auf Aufstellung einer palästtnensischen Armee in allen Judenkreisen heulen und Zähneklappern ausgelöst hat. Interessant war schließlich auch das Eingeständnis eines Labour-Dertreters, „daß ein immer stärker werdendes antisemitisches G e f ü hl in Großbritannien vorhanden sei". Das ist verständlich, da die Juden sich wiederholt damit gebrüstet haben, daß dieser Krieg ihr Krieg fei, das englische Volk aber in erster Linie die Lasten zu tragen hat. Den bezeichnendsten Vorschlag in dieser ganzen Judenfrage aber machte der Konservative Major Caza- l e t : „Man sollte dieser besonderen Palästtna-Trup- he ein besonderes Abzeichen verleihen — den Löwen von Jud a." Das ist ein sehr guter Vorschlag, der bereits in Deutschland und in anderen mitteleuropäischen Ländern mit bestem Erfolg angewandt worden ist.
Sowjetunion den härtesten Berteidigungswillen des Feindes. Der hohe Ausbildungsstand des deutschen Soldaten, die Zweckmäßigkeit und Schlagkraft seiner Waffen, der dem Gelände jeweils geschickt angepaßte richtige Einsatz im Dienst des großen operativen Gedankens, alles das zusammen eine Frucht der hervorragenden Schulung der deutschen Wehrmacht, hat bei der Ueberwindung der Stromverteidigungen der Sowjets seinen schönsten Lohn gefunden und höchste Triumphe gefeiert.
Es Hal sich erneut aufs höchste bewährt, als in den ersten Julitagen dieses Jahres nach dem Freikämpfen der rechten Flanke auf der Krim und dem Auffangen und Zerbrechen des sowjetischen Angriffsstoßes südostwärts von Charkow die deutsche Sommeroffensive losbrach und ins Rollen kam. Wiederum 'hatten die Sowjets ihr Verteidigungssystem in Anlehnung an die Flußabschnitte ausgebaut. Aber wiederum wurden sie enttäuscht. Die starke Stellung am Oskal wurde schon in den ersten Tagen durchstoßen und überrannt. Jenseits des Don gelang bei Woronesch trotz der Breite des mächttgen Stromes die Bildung von Brückenköpfen. Die ganze Abwehrfront des Marschalls Timoschenko westlich des Don geriet dadurch ins Wanken. Die Drehung der deut- ' schen Angriffsspitze aus der östlichen Richtung nach Süden führte bis in den Raum von Kalattch in die äußerste Spitze des großen Donbogens. Deutsche schnelle Verbände erschienen in breiter Front am Unterlauf des Don. Kalatsch wurde wie vorher Woronesch zum Drehpunkt der deutschen Operationen. Hier mußte in schwerem Ringen die linke Flanke der deutschen Stoßarmeen gegen die wütenden An- griffe der aus dem Wolga-Knie immer wieder erneut herangeführten bolschewistischen Streitkräfte gesichert werden. Während hier Timoschenko noch einmal wenn auch vergeblich durch Forcierung des Flankenstoßes um einen strategischen Erfolg rang, konnte er am Unterlauf des Don eine einheitliche Widerstandslinie nicht mehr aufbauen. Ueberall gelang den deutschen Truppen auch hier die Bildung von Brückenköpfen. Ueberall erwies sich die deutsche Taktik der sowjetischen Verteidigung weit überlegen.
Mit dem Ueberschreiten des Don-Abschnittes und der Eroberung Rostows am 24. Juli trugen die deutschen Waffen den Kampf auf die etwa 750 Kilometer breite Landbrücke zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer vor. Auch hier hn ausgesprochenen Tiefland der Steppe zwischen Don und den Vorbergen des Kaukasus bestimmten die Flüsse den weiteren Gang der Operationen. Aus dem nach der Eroberung Rostows am Südufer des Don gebildeten Brückenkopf wurde in den letzten Julitagen ein deutscher Vorstoß in südöstlicher Richtung geführt. Weiter links entwickelte sich aus dem in 250 Kilometer Breite erzwungenen Uebergang über den Don sehr schnell das Bild einer Verfolgungsschlacht, bei der es den Spitzen der deutschen Angriffsarmeen an verschiedenen Stellen gelang, den in wilder Flucht zurückflutenden Feind mit schnellen Verbänden zu überholen und ihm den Rückzug zu verlegen. Die linken Nebenflüsse des Don, der windungsreiche S a l und der Manytsch, der nach Nordosten zum Schwärzen, nach Südwesten durch eine Reihe von Seen und Sümpfen zum Kaspischen Meer abfließt, wurden überschritten. Zwischen Sal und Don ging die Angriffsrichtung nach Osten. Aber der Hauptakzent lag auf dem Vorstoß noch Südwesten. Am 2. August wurden feindliche Nachhuten über die 235 Kilometer lange Ieja, die bei Jefsk in das Asow- sche Meer fließt, zurückgeworfen und noch am gleichen Tage die Verteidigung der Fluhübergänge über den dem Manytsch zuströmenden I e j o r l y k zerschlagen. Schon am 3. August war in kühnem Vorstoß an mehreren Stellen der Kuban erreicht, der 900 Kilometer lange und bis ein Kilometer breite Hauptstrom der nordkaukasischen Westzone, der aus den Bergen des Kaukasus kommend in weit nach Nordwesten ausholeydem Bogen das reiche Schwarz. erde^Gebiet um Krasnodar entwässert und durch ein sumpfiges Delta beiderseits der Straße von Kertsch in das Asvwsche und Schwarze Meer abfließt. Auch diese Flüsse boten dem Vorwärtsdrang der deutschen Truppen kein ernstes Hindernis. Ja deutsche Infam teriften durchschwammen die Jeja und nahmen die Stadt Jekaterinowska im Sturm. Der Kuban wurde zuerst nördlich von Armaoir, also kurz vor dem großen Stromknie, am 4. August überschritten und am 6. August, aus den hier gebildeten Brückenköpfen mit schnellen Truppen in den Raum 50 Kilometer nordwärts von Maikop vorgestoßen. Hier ist das
die nach dem Marschall umbenannte Stadt Timosch e w s k a j a, schon wieder 100 Kilometer weiter südwestlich von Tichorezk an einer Seitenbahn Jejsk—Krasnodar, genommen wurde. So rücken die Spitzen der schnellen deutschen Verbände konzentrisch auf Krasnodar zu, die Hauptstadt der gleichnamigen Derwaltungsregion, und mit mehr als 200 000 Einwohnern die bedeutendste Stadt des Kuban-Gebietes überhaupt.
Seit unserer letzten zusammenfassenden Betrachtung vor zwei Wochen höben die deutschen und ver-- bünveten Truppen wieder Unvorstellbares geleistet. Trotz einer fast tropischen Hitze haben auch unsere Infanterie-Divisionen, immer hinter den Schnellen Verbänden der Panzerspitzen und motorisierten Truppen dicht aufschließend, Marschleistungen vollbracht, wie sie eben nur der deutsche Infanterist fertigbringt. Und wenn der Feind auch immer wieder versucht, sich noch einmal festzusetzen», so läßt ihm der Angriffsschwung der ihm auf den Fersen bleibenden deutschen Vorausabteilungen niemals und nirgends genug Atem, um einen Widerstand zu organisieren. Unaufhaltsam wird er in die Vorberge des Kaukasus zurückaedrängt. Auf der Landbrücke nach Asien gibt es für ihn, dessen Verteidigungslinien durch die Stoßkeile der deutschen Angriffsarmeen längst aufgespalten sind, kein Halten mehr.
Dr. Fr. W. Lange.
Der Wehrmachtbericht vpm 7. August lenkt die Aufmerksamkeit aus das Gebiet von Kr asnodar- Maikop. Das ist nur natürlich. Zunächst wird die Stadt Timoschewskaja an einer wichtigen Eisenbahnkreuzung gemeldet. -Timoschewskaja liegt halbwegs zwifchen der Ostküste des Asowschen Meeres und dem Eisenbahnknotenpunkt Tichorezk, dessen Einnahme am 6. August gemeldet wurde. Timoschewskaja liegt auf dem Weg nach Krasnodar am nördlichen Ufer des Kuban. Das ist die eine Stoßrichtung. Die andere Stoßrichtung kommt aus dem Gebiet des oberen Kuban: etwa zwischen Kropotkin und Armawir. Hier sind die deutschen Truppen über ein leichtes Gelände, das von zahlreichen Flüssen und Hügelketten durchzogen iist, bis auf 50 Kilometer nordwärts Maikop vorgedrungen. Die Erdölvorkommen in diesem Gebiet sind die drittgrößten der Sowjetunion und erstrecken sich etwa von Apscheronskaja in nordwestlicher Richtung bis auf die Halbinsel Taman. Das hier geförderte Rohöl ist sehr wertvoll, da es bis
Oer allindifche Kongreß.
London, 7. Aug. (Europapreß.) Die mit Spannung erwartete Tagung des allindischen Ausschusses der Kongreßpartei begann am Freitagmittag in Bombay. Eine Stunde nach der Eröffnung der Sitzung nahm Gandhi das Wort zu einer großen Rede. '
Am Freitagmorgen war der Arbeitsausschuß der Partei zusammengetreten, durch welchen Gandhi ermächtigt wurde, Briefe an Roosevelt, T s chi a n g k a i s ch e k und den Londoner Sowjet- botschafter Maisky zu schreiben, um diese zur Unterstützung der indischen Unabhän- gigkeitsford'erungen zu bitten.
Die Spannung unter der Bevölkerung Bombays war in den letzten Stunden vor Beginn der Sitzung aufs höchste gestiegen. Nach Berichten brittscher Zeitungskorrespondenten war der Andrang zum Sitzungssaal ungeheuer, für Eintrittskarten wurden zum Schluß riesige Summen von über 35 Pfund bezahlt.
Einem amerikanischeR Korrespondenten, der Gandhi aufgefordert hatte, die klare Versicherung abzugeben, Verhandlungen mit Japan nicht mehr in Erwägung zu ziehen, antwortete Gandhi, daß er eine derartige Versicherung nicht abgeben könne. Er erwarte, daß nach Erlangung der Unabhängigkeit in Indien sofort eine provisorische Regierung geschaffen werde, die eine freiwillige Vereinigung aller indischen Parteien darstellen werde. Wenn zur Erlangung der indischen Unabhängigkeit ein Generalstreik notwendig werde, so werde er nicht davor zurückschrecken. Eine englische Ablehnung der Entschließung des indischen Kongresses würde Kampf bedeuten.
Fortschreitende Entjudung Rumäniens.
B u k a r e st, 7. August. (Europapreß.) Der mit der Lösung der Judenfrage in Rumänien beauftragte Ministerialdirektor Radu Lecca berichtete vor Presseverttetern über die Entjudungsaktion. Nach einer am 30. Juni abgeschlossenen Zählung gibt es in Rumänien (ohne Bukowina) noch 272 409 Juden, also im Verhältnis zur Gesamtbeoölkerung knapp 2 v. H. der Bewohner. Diese verhätt- nismäßig niedrige Zahl gegenüber den noch vor zwei Jahren in Rumänien lebenden 800 000 Juden erklärt sich daraus, daß bei den Gebietsabtretungen im Jahre 1940 über 300 000 Juden m i t abgetreten wurden, und seit Oktober 1941 etwa 185 000 Juden aus Bessarabien, der Bukowina und der nördlichen Moldau nach Transnistrien ausgewiesen wurden. Praktisch völlig judenfrei, sind heute Bessarabien und die ländlichen Gebiete der Moldau, wo die Juden in Bezirksstädten konzentriert wurden. In dem unter rumänischer
Niederlage am Don auszugleichen und die Katastrophe seiner in die Vorberge des Kaukasus abgedrängten Heeresteile aufzuhalten. Aber deutsche und rumänische Truppen halten ebenso wie im großen Don-Vogen und bei Woronesch auch hier nördlich des Sal im vollen Bewußtsein der großen Verantwortung, die auf ihnen liegt, den wütenden Angriffen des Feindes mit zäher Energie stand und tragen damit zur Durchführung des operativen Gesamtplans wesentlich, bei.
Die nächste wichtige Bahnsttecke verbindet Rostow mit dem Kuban-Gebiet. An ihr wurde Kutschern- skaja, 100 Kilometer südlich von Rostow, bereits am 30. Juli genommen. Weit ausholend erreichten die Spitzen der mittleren deutschen Angriffsarmee am 3. August die bedeutende Industriestadt W o r o - s ch i l o w s k an einer nördlichen Abzweigung der Kuban -Bahn. Weitere Etappen waren Kropotkin, ein wichtiger Bahnknotenpunkt am Kuban, der am 4. August genommen wurde, und Tichorezk, wo sich die Sttecken Krasnodar — Stalingrad und Rostow — Grosny — Baku kreuzen/ am 5. August. Am gleichen Tage wurde südlich von Woroschilowsk die Eisenbahnverbindung zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer unterbrochen. So ist hier den in heftigen Rückzugsgefechten sich verzweifelt wehrenden Truppen Timoschen- kos eine Lebensader nach der andern durchschnitten. Es ist fast wie ein Symbol, daß am 6. August auch
Arbeitstagung der Gauleiter
unter Vorsitz des Reichsmarschalls.
Berlin, 7.Aug. (DRB.) Auf Einladung des Vorsitzenden des Attnisterrats für die Reichsverlel- digung, Reichsmarschall Göring, versammelten sich die R e i ch s v e rf eidigungskommissare und Gauleiter des Reiches mit ihren Gau - Wirtschaftsberatern un5 den Landes- bauernführern zu einer Arbeitstagung in Berlin. An den Sitzungen, die insonderheit der Erörterung aktueller kriegswirtschaftlicher und volkspolitischer Fragen dienten, nahmen u. a. teil: Generalseldmarschall Milch, die Reichsminister Frick, Goebbels, Funk, Speer, Rosenberg, die Relchsleiler Bormann und Ley, Generaloberst Daluege und die Staatssekretäre der beteiligten Reichsministerien. Im Anschluß führte der Reichsmarschall im Beisein der Minister des Reichsverleidigungsrates Besprechungen mit den Militärbefehlshabern, Reichskommissaren und Generalgouverneuren der besetzten Gebiete.
Preissenkungen im Gaststätten- und Belrerbergunasaewerbe.
Nach einem gemeinsamen Erlaß an die Preisbildungsstellen haben der Reichskommissar für die Preisbildung und der Staatssekretär für Fremdenverkehr mit Rücksicht auf die kriegsbedingten Leistungsminderungen der Gaststätten uni> die veränderten Verhältnisse im Beherbergungsgewerbe die Nachprüfung der Preise dieser Betriebe angeordnet. In dem Erlaß sind Richtlinien gegeben, nach denen die Preise der ©aftftätten für Speisen, Kaffee und Wein sowie die Preise der Hotels und der Pensionen für Zimmer, Tages- und Halbpensionen und Früh-
und durch einen Stoß in den Rücken der nach Süd» j . , , v w
westen vorstürmenden deutschen Angriffsarmeen die nicht mchr entsprechen, zu senken sind. Das Aus
maß der Senkung bestimmen die Preisbildungsstellen, die sich dazu mit den örtlichen Vertretungen der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe in der Reichs gruppe Fremdenverkehr ins Benehmen setzen, an Hand der erwähnten Richtlinien je nach den örtlichen Verhältnissen.
Rechtsanwälte —
Helfer de- Soldatenfamilien.
Der Präsident der Reichsrechtsanwaltskammer, Justizrat Dr. N e u b e r t, zur Zeit Rittmeister im Wehrdienst, hat an die Anwälte einen Aufruf gerichtet. Er dankt der Anwaltschaft für ihren, im großen gesehen, vorbildlichen Einsatz. Soweit etwa vereinzelt Fehler auf bösen Willen oder Mangel an Charakter zurückzuführen sind, wird unnachsichtlich eingegriffen werden. Der Präsident erwartet, daß die Anwälte die Kampffreudigkeit der Soldaten stärken helfen, von den Wehrmachtangehörigen und ihren Familien Sorgen fernhalten und die Partei-, Staats- und Wehrmacht.dienstttellen bei Betreuung der Soldaten und Soldatenfamilien unterstützen. Die Anwälte sollen weiter dafür sorgen, daß die Belanglosigkeiten des täglichen Lebens begraben und verglichen werden. Bei Durchsetzung von Rechtsansprüchen aber sollen auch die Anwälte den Lebensnot- wenLigkeiten der Volksgemeinschaft Rechnung tragen. Der Besuch fortbildender Arbeitsgemeinschaften, die in den Landgerichtsbezirken eingerichtet werben, wttd jedem Anwalt und Assessor zur Standespflicht gemacht.
Kleine politische Nachrichten:
Nachdem er tags zuvor seinen 51. Luftsieg errungen hatte, fiel am 31. Juli im Westen der Ritter- kreuzttäger Oberleutnant Rudolf Pflanz, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader.
Der Herzog von o u c e ft e r, der Bruder des englischen Königs, hat seine mermonatige Reise
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