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räumt worden. Nach einer Entscheidung des preußu schen Kammergerichts hat der Standesbeamte bei Eintragungen in die Personenstandsbücher die Vor« 11 amen in der 1902 amtlich festgelegten Rechtschrei­bung zu schreiben. Nur wenn unter Berufung auf die Schreibweise der Geburtsurkunde verlangt wird, die alte Schreibweise des Vornamens auch jetzt an- zuwenden, hat der Standesbeamte dem zu ent­sprechen. Befolgt der Standesbeamte dies Verlan­gen nicht, so ist die Eintragung unrichtig und kann berichtigt werden. Solange jedoch der Wunsch nach der alten Rechtschreibung' nicht geäußert wird, ist die neue maßgebend und der ihr folgende Eintrag nicht be'richtigungsfähig. Es ist ein Irrtum anzu­nehmen, daß aus dem Üebergang zur neuen Schreib­weise bei der Unterzeichnung von Urkunden irgend­welche rechtlichen Nachteile entstehen könnten. Je­der vor 1903 Geborene darf ohne weiteres seinen Vornamen nach der neuen Rechtschreibung schreiben.

Uhrenreparaturen.

Um den sich in den Uhrengeschäften häufenden Reparaturaufträgen zu begegnen, hat der Leiter der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel bestimmt, welche Uhren und in welcher Reihenfolge zur Reparatur angenommen werden. Damenuhren unter einer be­stimmten Werkgröße sowie mit Edelsteinen und Perlen besetzte Uhren und antike, Haushalts- und Betriebsuhren werden zur Reparatur nicht mehr angenommen. Die Uhrenreparaturen sind ihrer Dringlichkeit nach in drei Stufen eingeteilt. Zu der ersten Stufe rechnen Wecker von Angestellten und Beamten der Reichspost und der Reichsbahn, von Rüstungsarbeitern, Taschen- und Armbanduhren von Frontsoldaten und in Frontnähe tätigen Roten- Kreuz-Schwestern. Ihre Reparatur ist vordringlich. Zur zweiten Stufe gehören Taschen- und Armband­uhren von Angestellten der Reichspost und der Reichsbahn, von Wehrmachtangehörigen mit Hei­matstandort und von Arbeitern in kriegswichtigen Betrieben. Zur dritten Stufe schließlich gehören Reparaturen von Weckern, Taschen- und Armband­uhren von allen übrigen Personen. Ist der Betrieb mit Reparaturen der beiden ersten Stufen über­lastet, so ist er verpflichtet, die Annahme von Re­paraturen zurückzuweisen.

Oie verbesserte Hausratversicherung.

Die neuen Versicherungsbedingungen für die Hausratversicherung gelten ab 1. Oktober auch für alle bestehenden Versicherungsoerhältnisse, auch, wenn der Hausrat lediglich gegen Feuer- oder Einbruch- diebstahl- oder Leitungswasserschäden versichert ist. Für Glas- oder Haftpflichtschäden bleiben die bis­herigen 'Bedingungen in Kraft. Zum versicherten Hausrat gehört alles, was in einem Haushalt zur Einrichtung, zum Gebrauch oder zum Verbrauch dient, ferner Bargeld, Wertpapiere und Sammlun­gen, jedoch nicht Gebäudebestandteile, Kraftfahr­zeuge, ungefaßte Edelsteine und ungefaßte Perlen. Mitversichert sind die zur Ausübung eines Gewer­bes oder Berufes dienenden Einrichtungsgegenstände, Arbeitsgeräte, Vorräte und Waren, soweit sie sich in der Wohnung des Versicherungsnehmers oder in Räumen befinden, die mit ihr unmittelbar in Ver­bindung stehen und insgesamt keinen höheren Wert als 2000 RM. haben. Auch Kleinvieh, Futter- und Streuoorräte auf dem Versicherungsgrundstück sind bis zu 500 RM. mitversichert. Bargeld, Wertpa­

piere, Urkunden, Briefmarken, und Münzensamm­lungen sind nur in verschlossenen Behältnissen ver­sichert, die eine erhöhte Sicherheit gewähren. Schmuck-, Gold- und Silbersachen,' die sich außer Gebrauch befinden, sind gegen Einbruchsdiebstahl nur unter einem solchen Verschluß versichert. Bar­geld, soweit es 1000 RM. übersteigt, ist nur im Geldschrank versichert. Gegenstände im Keller und auf dem Boden sind unbeschränkt mitversichert. Bis zu 10 d. H. der 'Versicherungssumme und höchstens 3000 RM. sind die Sachen auch bann versichert, wenn sie sich vorübergehend außerhalb der Woh­nung befinden. Auf deutschen Schiffen und Luft­fahrzeugen sowie bei KdF.-Fahrten gilt diese Au- ßenoersicherung auch außerhalb Europas.

*

* Grüße aus dem Felde. Aus dem Osten übermittelt uns Unteroffizier Linker zugleich im

Namen vieler Kameraden aus dem Landkreis Gie­ßen herzliche Grüße an die Heimat, der auch der Dank der kämpfenden Kameraden für den tatfreu­digen Einsatz in der Arbeit der Heimat ausgespro­chen wird. Besonders gilt der Gruß dem Orte Staufenberg, der bei den Mannern der Kampfgemeinschaft Linker in guter Erinnerung steht.

♦♦ Gießener K o n z e r t v er e i n. Mit dem Violinabend von Roman Schimmer am kommen­den Donnerstag beschließt der Gießener Konzert­verein sein 150. Jubiläums-Konzertjahr. Der noch jugendliche Künstler, dessen Können bereits zu den besten Hoffnungen berechtigt, wird Werke von C. Franck, Beethoven, Schubert, Paganmi, ^arasate und eigene Kompositionen zu Gehör bringen. ,

Verdunkelungszeit:

8. Juli von 22.45 bis 4.40 Uhr.

mit 2006,5 Punkten. Hervorragende Leistungen gab es im Stabhochsprung HI. durch Emig (115 Darm­stadt) mit 3,20 Meter, im Kugelstoßen HI. durch Arthur Seipel (Mühlheim) vom Bann 287, der 13,07 Meter erzielte und außerdem Gebietsmeister im Fünfkampf mit 3479,6 Punkten wurde. Auf den zweiten Platz kam hier Menges (116Gießen) mit 3417,8 Punkten vor Fink (304 Alsfeld-Lauter­bach) mit 3333,2 Punkten. Neben dem Mühlheimer Seipel wurde der Darmstädter Aschatz (115) durch seine Siege im 100-Meter-Lauf Doppelmeister. Beim BDM. ist der Erfolg der neuen Gebietsmeiste­rin Gundlach (842 Bingen) mit 13,1 Sek. im 100- Meter-Lauf und der Siegerin im BDM.-Fünfkampf Becker (117 Mainz) mit 3168,38 Punkten vor Lebus (81 Frankfurt) mit 2610,81 Punkten zu nennen. Die abschließende 4X100-Meter-Staffel gewann der Bann 81 Frankfurt nach hartem Kampf mit 53,1 Sek. vor 287 Offenbach mit 53,3, 80 Wiesbaden mit 54,166, Bad Homburg mit 54,6, 842 Bingen mit 54,9 und 117 Mainz mit 55 Sek.

Bei dem Schwimmen überragte Hans Müller (Frankfurt), der das Kraul über 1000, 200 und 100 Meter gewann, sowie in der Kraul-Staffel für den Sieg ausschlaggebend war. Im 100-Meter-Brust- schwimmen wurde Funk (Bann 116 Gießen) mit 1:26,2 Min. erster. Mit 7 Titeln im Schwim­men war der Bann 81 Frankfurt am erfolgreichsten. Irma Fischlein (Frankfurt) wurde wieder Gebiets­meisterin im Rollschuhlauf. Bei den Hitlerjungen siegte erwartungsgemäß Lothar Müller (81 Frank­furt).

ker zusätzlicher Mehrbedarf ist auch durch die An­forderungen der Wehrmacht, der Werkküchen und der sonstigen Einrichtungen für die Gemeinschafts­verpflegung entstanden.

Bei der Lenkung des Anbaues von Gemüse ist auf diese Entwicklung frühzeitig geachtet worden. Im Jahre 1939 wurden in Deutschland rund 140 000 Hektar Gemüse angebaut. Die amtliche Parole, den Gemüseanbau dem Mehrbedarf entsprechend auszu­weiten, wurde befolgt. Die Gemüseanbaufläche ist

heute mehr als doppelt so groß wie im Jahre 1930, eine Leistung, die in Anbetracht der kriegsbedmgten Produktionsschwierigkeiten und im Hinblick auf die natürlichen Grenzen des Gemüseanbaues (z. B- Mangel an Samen) hohe Anerkennung verdient. Da­neben wurde die Selbstversorgung aus Haus- und Kleingärten energisch gefördert. Neben der Steige» rung der deutschen Erzeugung wurden alle Möglich­keiten der zusätzlichen Versorgung durch Einfuhr aus dem Auslande ausgenutzt.

Trotzdem ist die Versorgung der Märkte mit Ge­müse zum Teil sehr unbefriedigend. Das wird im Volke um so schmerzlicher empfunden, als man bei der unzureichenden Kartoffelversorgung eine Ent» lastung von der Gemüseseite her wenigstens vom Juni ab erwartete. Der schon seit langem anormale Witterungsverlauf hat diese Erwartungen zunichte gemacht. Die Herbstaussaaten für das Frühgemüss sind zum großen Teil im Winter erfroren. Die Früh* jahrsoegetation setzte sehr spät ein. Infolgedessen ist die Anbauausweitung für Gemüse in erster Linie dem Sommer- und Spätgemüse, aber weniger dem Frühgemüse zugute gekommen. Das im Frühjahr angebaute Gemüse konnte sich infolge der dauernd kühlen Witterung nicht gut entwickeln. Aus diesen Gründen war der Mangel an Gemüse gerade in der letzten Zeit besonders stark fühlbar. Alljährlich er­gibt sich in der Zeit zwischen der Beschickung des' Marktes mit Frühgemüse und Sommergemüse eine Versorgungslücke; normalerweise tritt sie bereits Ende Mai, Anfang Juni auf. In diesem Jahr kam sie infolge der anormalen Witterung später und hält länger vor.

Doch kommt jetzt endlich das Sommergemüfe. Die Märkte erhalten schon, allerdings nur in geringen Mengen, u. a. Erbsen. Das wird sich noch weiter bessern. Insbesondere wird Herbstgemüse verstärkt auf den Markt kommen, weil der vermehrte Anbau sich hauptsächlich auf die späten Wurzelgemüse er­streckt. Eine jede Nachfrage deckende Gemüsever­sorgung wird sich jedoch angesichts des außerordent­lich erhöhten Bedarfs des gesamten Volkes wohl zu keiner Zeit des Jahres erreichen lassen. Um so mehr empfinden es die mit der Lebensmittelversorgung betrauten amtlichen Stellen als ihre Pflicht, für eins gerechte Verteilung des auf die Märkte gelangenden Gemüses zu sorgen. Das seht aber voraus, daß sich keiner rücksichtslos über die Notwendigkeit hinweg­setzt, die allgemeine Versorgung der Bevölkerung mit Gemüse dem normalen Derteilungsapparat, ö. h. dem Handel und den Märkten zu überlassen.

Bollstrecktes Todesurteil.

LPD. D a r m st a d t, 8. Juli. Die Justizpresse­stelle Darmstadt teilt mit: Am 8. Juli 1942 ist di? am 11. Dezember 1892 in Eschenrod (Oberhessen) geborene Elisabeth Pfeffer hingerichtet worden, die das Sondergericht in Darmstadt als Volksschädling zum Tode verurteilt hat. Die Ver­urteilte, die bereits während des ersten Weltkrieges Feldpostsendungen unterschlagen hatte, hat in ihrer Postagentur seit Beginn des jetzigen Krieges aber­mals viele Postsendungen, zum größten Teile Feldpo st Päckchen beraubt.

Houptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschrislleiters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik und Silber: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriotz für Stadt GieHcn, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein.

Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzetgenleiter: Hans Beck.

Anzeigenpreisliste Nr. 6.

Meisterschastskämpfe der Hitler-Jugend.

NSG. In Anwesenheit von Gauleiter und Reichs- statthalter Sprenger fanden in Darmstadt die zwei Tage umfassenden Meisterschaften des Gebietes Hessen-Nassau (13) der Hitler-Jugend statt. Diese erstreckten sich auf Leichtathletik, Schwimmen und Wasserspringen, Rollschuhlauf und Tennis.

An allen vier Sportsparten, insbesondere in der Leichtathletik und im Schwimmen, waren die Lei» stungen durchweg ausgezeichnet, in einzelnen Diszi­plinen sogar weit über dem Durchschnitt stehend. Man hatte aus kriegsbedingten Gründen nur die wirklich Besten aus den Bannen zusammengezogen, die alle tatenfroh, begeisterungsfreudig und lei­stungsstark zum Kampf antraten. Bezeichnend ist, daß neben dem ortsansässigen Bann 115 sowie den Bannen 117 Mainz und 80 Wiesbaden die länd­lichen Bezirke ausgezeichnete Könner stellten. An der Spitze steht hier der Bann 3 04 Alsfeld- Lauterbach vor den Bannen 769 Alzey, 841 Groß-Gerau, 253 Limburg, 288 St.-Goarshausen und 842 Bingen. Alsfeld-Lauterbach stellte unter anderem den Gebietsmeister 1942 im Reichssport- Wettkampf der HI. durch die Gef. 21/304 mit 3118 Punkten vor Fähnlein 3/769 Alzey (Ausbauschule) mit 2919 Punkten, Gef. 15/770 Bad Schmalbach mit 2835,5 Punkten und Gef. 11/115 Darmstadt mit 2805,5 Punkten. Der Bann 304 Alsfeld blieb auch im Reichssport-Wettkampf des Deutschen Jungvolks mit 2743,5 Punkten durch das Fähnlein 21 Sieger (Gebietsmeister) vor Fähnlein 12/98 Hanau mit 2692 Punkten, Fähnlein 7/166 Bad Homburg mit 2635 Punkten, Fähnlein 13b/115 Darmstadt 2504 Punkte und Fähnlein 25/303 Biedenkopf-Dillenburg

Oie Lage auf dem Gemüsemarkt.

Schon vor dem Kriege stieg der Gemüseverbrauch stark an, weil der Wert des Gemüses für die Ge­sundheit und Leistungsfähigkeit des Menschen mehr und mehr erkannt wurde. Im Kriege hat die Ratio­nierung der wichtigsten Lebensmittel erneut zu einer anhaltenden, geradezu sprunghaften Steigerung des Gemüseoerbrauchs geführt. Zahlreiche Haushaltun- gen, die früher fein oder nur wenig Gemüse ver­zehrten, haben jetzt den begreiflichen Wunsch, sich laufend mit Gemüse versorgen zu können. Ein star­

Bei dem schmerzlichen Verlust durch den Tod meiner lieben Tochter, Schwester und Schwie­gertochter Emilie Bernhardt ist uns eine Anzahl von Beweisen herzlichen Mitgefühls zuteil geworden. Wir sagen allen für ihre Kranz- und Blumenspenden,sowie allen denen, die unserer lieben Verstorbenen das letzte Ge­leit gaben, unseren innigsten Dank.

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