5 n0‘ lichen Dienststellen, Anstalten und Betriebe ihren nbonr Acht, und Warmeaufwand und ihren gesamten
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(Nachdruck verboten.)
Fortsetzung.
erwidert es mit einem unbeweg-
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Menschen, der seinem Bolt mit allen seinen «rasten dl-nen mitt. Wenn auch ein Neal stets einen Rest von Unerreichbarkeit birgt, so bedeutet trotzdem die e Berschmelzung von persönlicher und biologischer Mchterfuttung geistig wie politisch eine reovlutio. nare Tat.
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--------- tzmpathisierem vmI ... wehren Sie letzt nicht ab. Es ist so. Dali meinem Mann übrigens gleichgültig, Lernhar- >'ne. Er braucht Sie nicht. Aber gefallt es Ihnen ><tm auch sonst nicht auf dem Uhlenhof
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ufrischen Blumen.
Hinter ihr sagt Bernhardine: „Ich bin kein Wetterprophet, Frau Bergenroth."
„Nein ... aber eine unbeschreiblich brummige
Person sind Sie jetzt immer, Bernhardme!'
Helene kommt wieder zur Terrasse zurück. Sie
Der große Irrtum
Roman von Meta vrie.
Der Juni bringt warme Sommertage.
Lus der Terrasse des Uhlenhofer Gutshauses ist . Frühstückstisch bereit. Bernhardine stellt eben e Kaffeekanne dazu, als Helene aus dem Wohn- r kommt. Fröhlich, ein heiteres Summen aus
Dippen.
„Nun, Bernhardine, was meinen Sie ... bleibt btt Tag heute so zauberhaft schön rote jetzt am borgen?"
Dor der Terrasse blühen die Rosen m einem underschönen Farbenspiel. Helene geht über die eiß.grauen Steinplatten und bleibt an einer der »chstammigen Rosen stehen. Noch liegt der Tau der acht mit tausend kleinen glitzern-en Perlen auf lüten und Blättern. Helene schneidet ein paar der
Keine Energie-Vergeudung.
Reichsleiter Oberbürgermeister F i e h l e r Lei- $%U&anL*C9 Jür Kommunalpolitik der :9tSDAP. und Dorsitzender des Deutschen Gemeinde» tages, richtet an alle G e m e i n d e n und Gemeinde, .verbände einen Aufruf, mit Kohle, Gas und ktrizität sparsam umzugehen, damit die erwarten (Energiemengen aller Art für die Der- besseruna der Rüstung unserer Soldaten zur Verfügung stehen. Er erwartet, daß sich die Leiter der Gemeinden persönlich dafür einsetzen, daß jeder vermeidbare Verbrauch an Elektrizität, Gas und Kohle unterbleibt und der unvermeidbare Verbrauch auf ein Mindestmaß eingeschränkt wird, besonders m Zeit der stärksten Tagesbelastung der Werke. Wenn die Leiter und Gefolgschaften der gemeind-
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Mit einer schlichten Gedenkstunde feierte der bochumer Verein das 100jährige Bestehen des Wertes. Der Vorsitzer des Vorstandes, Dr.-Jng. Al- rt, und der Vorsitzer des Aussichtsrates, Dr. Al- rt Doegler, brachten den Dank der Betriedsfüh- ng an die Gefolgschaft des Werkes zum Ausdruck, ie Tag und Nacht nur das eine Ziel im^Auge me Waffen mitzuschmieden für den Sieg.
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Der Führer hat dem ordentlichen Professor an der ethnischen Hochschule Stuttgart Paul Bon atz aus nlaß der Vollendung feines 66. Lebensjahres in ürdigung seiner Verdienste um die deutsche Bau- nst die Goethe»Medaille für Kunst und Wissen- oft verliehen.
Aus aller Wett.
Linnes Lebensiverk auf Fllmdokumenlen.
Die umfassende Sammlung des berühmten Natur- vissenschaftlers Linnö, die vor ungefähr 150 Jahren ins Ausland gegangen war, ist nun in Filmform Wieder nach Upsala zurückgekehrt. Es handelt sich Habei um 36 OOO Abbildungen, die das Herbarium mit 14000 Pflanzen, die Schnecken- und die Schmet- terlings-Sammlung und dass merkwürdige „Fisch' Herbarium" enthalten, das ßinnd herstellte, indem tr Fische in ähnlicher Weise wie Pflanzen prapa- fierte und aufs Papier klebte. Der Film, der ein brauchbares wissenschaftliches Material barbietet, immt nur einen ganz geringen Bruchteil des aumes der Sammlung selbst in Anspruch.
Singe, wem Gesang gegeben!
Das Kulturamt in der Reichspropagandaleitung er NSDAP, erläßt zur Liedwerbung anläßlich der tten Reicksstraßensammlung einen Aufruf, in em es heißt: Die zweite Reichsstraßensammlung
tte mit der sozialen Tat eine wesentliche kul- urelle Aufgabe vereinigt. An den Sammlungen tellten sich Tausende von Chören und Musikkapellen r Verfügung, um zugleich für das deutsche Lied u werben. Mit diesem Einsatz bekannte sich die eimat zu ihren Soldaten an der Front, für die afl Volkslied das stärkste Bindeglied mit der Heimat urde. Die Liedwerbung soll -deshalb dazu betragen, das ganze Volk zu dauernder Pflege von jolksliÄ) und Volksmusik anzuregen. Es muß daher “r jeden, der Freude am Singen und Musizieren at, eine Ehrenpflicht fein, in den Chören und Mu- ikgemeinschaften aktiv mit zu wirken oder, alls das Bedürfnis vorhanden ist, neue Sing- und sikgemeinfchaften ins Leben zu rufen.
Kleine politische Nachrichten.
Auf seinem märkischen Erbhof Brüssow (Utter- ) beging Generalfeldmarschall von Macken- e n seinen 93. Geburtstag. In den Morgenstunden oa eine Ehrenwache am Gutshaus auf. Der Führer itte in einem herzlich gehaltenen Telegramm des eÜnnarfchalls gedacht, und der Befehlshaber im hrkreis II erschien in Brüssow, um die Glückwünsche des Heeres auszusprechen.
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Der Führer hat dem Marschall von Jtaljen und Gouverneur von Libyen, Etore Bastico, in An- trlennung seiner vorbildlichen Zusammenarbeit mit der deutsch-italienischen Panzerarmee und der ihr tete gewährten tatkräftigen Unterstützung das deutsche Kreuz in Gold verliehen.
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- bleibt neben der alten Dienerin stehen ,,2a, ich luß Ihnen das wirklich einmal ernsthaft sagen, . kernhardine. Ich will gar nicht davon reden daß 2 A mit Herrn Bergenroth nicht sympathisieren.
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Strom- und Gasverbrauch gewissenhaft selbst über« wachen sowie aufmerksam jede Verschwendung von Elektrizität, Gas und Kohle vermeiden und ihr überall entgegentreten, so verwirklichen sie die ver- rrünfige Forderung: Vergeude keine Energie — mtze sie!
Aus 6er Siadi Gießen.
Advrntszeit - anders als sonst.
Besinnliche Stunden der 23orfreubc auf das deutscheste aller Feste waren es einst, die Weihnachten vorangingen. Bei Kerzenschein und duftendem Gebäck faß die Familie abends beisammen. Anders bagegen heute. Wohl lassen wir uns in keiner Weise die Stimmung der Adventszeit nehmen, aber zum untätigen Dahinträumen haben wir nicht Zeit. Der Krieg stellt solche Anforderungen an uns, daß wir die trauten Adoentsabende nutzbringend anwenden müssen, um all denjenigen eine Ueberrafchuna für das Fest zu bereiten, Die uns am Herzen liegen.
Vorerst aber wollen wir durch eigene Basteleien uns tn unserem Heim die notwendige Stimmung verschaffen. Dazu gehört in erster Linie ein Adventskranz. Ihn selbst herzustellen, ist kein Kunststück. Man braucht nur einen starken Draht, den man zu einem Kreise biegt und mehrfach mit grünem Krepp-Papier umwindet. Sodann umwickelt man ihn mit kleinen Tgnnenzweigen. Geschmückt wird der Tannenkranz je nach Geschmack und nach dem vorhandenen Material: entweder mit Lametta ober mit bunten Bändern ober goldenem und silbernem Baumschmuck. Besonders hübsch wirkt der Kranz, wenn man Gelegenheit hat, ihn aufzuhän- aen, doch kann man auch ein kleineres schmales Kränzchen Herstellen, das zu jeder Mahlzeit in der Mitte des Tisches prangen soll.
Richt minder hübsch wirken Leuchter aus Tarn nengrün, wozu man entweder vorhandene mit Tannen bekleidet oder aber auf einfache Art selbst einen neuen Leuchter Herstellen kann: Man braucht dazu drei Kerzen, einen Kleiderbügel, ein Zigarrenkisten- brettchen, Nägel, Tannengrün oder bunte Farben zum Anmalen. Zunächst wird mit der Laubsäge aus dem Brettchen ein Viereck ober ein Stern geschnitten, der den Fuß des Leuchters bildet. Darauf setzt man den Kleiderbügel mit der Deffnung nach oben und nagelt ihn in der Mitte auf dem Futz fest. Drei schmale Nagel, an den Enden und in der Mitte des Düaels aufgenagelt, dienen zum Daraufstecken der Kerzen. Zum Schluß wird der fertige Kerzenhalter entweder durch Bemalen oder^durch Bestecken mit Tannengrün verziert.
Kleine einfache Kerzenhalter entstehen aus Streichholzschachteln, die mit Sand gefüllt und bunt beklebt wurden, ober aber aus ausgehöhlten Kartoffeln, ebenfalls bünt eingewickelt.
Unsere Kinder freuen sich besonders über die bunten Mventsketken, wobei die Mutter jedem Kinde die eigene Kette aüs der Lieblingsfarbe Herstellen wird. Hieran hängt als Ueberraschuna an jedem der vier Sonntage ein kleines Geschenk, hübsch und zierlich eingöpackt, mit einem Bändchen verschnürt. Natürlich find es keine Kostbarkeiten, die unsere Kleinen Überraschen sollen, sondern eine ganz bescheidene kleine Gabe. Wichtig bei diesen Geschenken ist natürlich die gute Verpackung, die die Spannung erhöht und besonders freudige lieber- raschung bei der Kinderwelt auslöst.
Wenn wir so gut vorbereitet in die schöne Ad- oentszeit gehen, so kommt auch die richtige weihevolle Stimmung über uns, selbst wenn wir nicht untätig unter dem Adventskranz sitzen, sondern eifrig schaffen, um am Weihnachtsabend das große Glück genießen zu können, das da heißt: Andere glücklich machen! H. v. L.
25apf6irtffor pirrung.
Am morgigen 8. Dezember blickt der Direktor der Deutschen Bank in Gießen, Eduard Pirrung, auf eine 40jährige Tätigkeit bei der Deutschen Bank bzw. der Direction der Disconto-Gesellschaft zurück.
Direktor Pirrung, am 1. Juli 1882 in Edenkoben an der Weinstraße geboren, trat, nachdem er in Landau in der Pfalz seine erste berufliche Ausbildung erhalten hatte, am 8. Dezember 1902 bei der Disconto-Gesellschaft ein; dieses Institut vereinigte sich bekanntlich später mit der Deutschen Bank. Zunächst war Direktor Pirrung in Frankfurt a. M. tätig, wo er, nach einigen Jahren in verantwortungsvolle Stelle berufen, in reichem Maße Gelegenheit hatte, das vielgestaltige Wirtschaftsleben unserer engeren Heimat kennenzulernen. Im Jahre 1930 wurde ihm die Leitung der hiesigen Niederlassung der Deutschen Bank übertragen, und in dieser Eigenschaft ist er weiten Kreisen unserer heimischen Wirtschaft bekannt geworden. An der Entwicklung der Deutsch-n Bank in Gießen hat er ent- scheidend-n Anteil. Durch seine reichen beruflichen Kenntnisse, stärkstes soziales Verantwortungsbewußt- sein und seine stets vornehme Gesinnung Hat er sich das Vertrauen und die hohe Wertschätzung aller erworben, die mit ihm in Berührung kamen.
Verdunkelungszeit:
7. Dezember von 17.09 bis 7.49 Uhr.
Ein Schatten streicht über Helenes Fröhlichkeit „Schade ...*, sagt sie gedehnt, geht zum Früh- stückstisch zurück und ordnet ihre Rosen. Sie mag letzt nicht weiter mit Bernhardine reden. Sie denkt: Weshalb soll ich weiter fragen? Bernhardine wird darüber hinhören und wenig antworten. Oder sie wird es verstehen, ihre Antworten zu Fragen zu machen, und dann wird es nicht immer einfach fein, zu antworten.
Mit einem bösen Gesicht und zusammengepreßten Lippen .»., aber vielle cht ist es auch ein. trauriges Gesicht ..., geht Bernhardine in das Haus zurück. Sie hat jetzt ihre eigenen Gedanken über diese Ehe ihres Fräuleins, jetzt aber hat sie doch das Gefühl, zu schroff gewesen zu sein. Es tut ihr leid. So, nimmt sie aus dem alten schönen Glasschrank, der früher im Bramstetter Wohn.zimmer stand, eine 2Zäse heraus, geht noch einmal auf die Terrasse hinaus und stellt die Vase vor Helene hin.
„Bitte/
„Danke, Bernhardine,"
Die alte Frau zögert noch ein wenig, aber da Helene nichts weiter sagt, geht sie.
Wenig später kommt Bergenroth zum Frühstück. Er trägt Sporthosen und Langschäfter, dazu ein weißes Hemd, das halb die kräftigen, muskulösen Arme frei laßt. Die Jacke hat er unter den Arm geklemmt. Sein Gang ist fest und voll Kraft, und als er Helene die Hand zum Morgengruß reicht, tut er das mit ruhiger Geste.
Bergenroch kommt bereits von dem ersten Ar- deitsabschnitt dieses Tages, von der Arbeitsbesprechung mit den Leuten. Er unterrichtet jetzt auch Helene darüber. Dabei streicht er sich schon die Frühstücksbrote — eine Schwarzbrotschnitte, eine zweite und dritte und schichtet sie auf seinem Teller.
Er fragt: „Und du —? Du wolltest doch heute draußen im Zucktgarten arbeiten, wie?"
Helene gießt den Kaffee ein. Sie nickt: „3a — wie wir das eingeteilt haben. Du hast doch die Pflanzen, die fort sollen, genau bezeichnet?-
Botanische Streifzüge im Allgäu.
Dortrag im Deutschen Alpenverein.
zusammen ihr Dasein fristen. Die ganze Pracht der Bergflora offenbarte sich indessen in den künstte« rischen Photos der zweiblättrigen und langgespornten Veilchen, der verschiedenen Baldrianarten, der frühblühenden Anemonen. Zwischendurch berichtete der Redner von feinen Wanderungen durch die Schönheiten der Bergmafsive und von den Wegen, die ihn weit nach Tirol hineinführten.
Seine vortrefflichen Schilderungen haben bei manchem Wanderfreund Sehnsucht und Wünsche wachberufen, recht bald wieder Ranzen und Stad zu rüsten, um in der majestätischen deutschen Bergwelt Ausspannung und Erholung nach schwerer Arbeit zu suchen und zu finden. Unter starkem Beifall dankte Vereinssührer Direktor Wrede dem Redner mit herjlidjen Worten der Anerkennung für die ausgezeichneten Darbietungen.
3n der Monatsversammlung des Zweiges Gie- ßen-Oberhessen, die dieser Tage ebenfalls im „Hin- denbury" stattgefunden hatte, konnte, nachdem über die Januarwanderungen und die Unfallver- sicheruna in den Bergen beraten worden war, der Vereinssührer folgende Mitglieder für vierzigjährige Mitgliedschaft besonders ehren: Bankdirektor Arnold (Gießen), Rechtsanwalt und Notar Dr. Brücher (Bad-Nauheim), Landgerichtsdjrektor i. R. Cramer (München), Dr. Engelhard (Frankfurt a. M.). Rechtsanwalt Friedr. Engisch (Gießen), Univ.-Prof. Dr. Günther (Gießen), Kaufmann Heimer (Gießen), Amtsgerichtsrat Jäckel (Gießen), Syndikus Dr. Meesmann (Gießen), Baurat Meyer (Gießen), Rechtsanwalt und Notar Dr. Ramge (Nidda), Ober- studienrat i. R. Prof. Schaumann (Gießen), Assessor schobert (Nürnberg), Frau Pros. Stein (Göttingen), Oberstudienrat i. R. Prof. Dr. Trapp (Gießen), Bücherrevisor Th. Daubel (Gießen) und Studienrat Dr. Dölzing (Groß-Umstadt).
Um die Mitylieder und ihre Familienangehörige mit den botanischen Schönheiten des SlUgäus und den Lechtaler Alpen bekanntzumachen, hatte der Zweig Gießen-Oberhessen des Deutschen Alpenvereins für den gestrigen Sonntagnachmittag zu einem Lichtbildervortrag in den Saal des Gasthauses „Hindenburg" eingeladen.
Vereinssührer Direktor Wrede eröffnete die Versammlung mit herzlichen Begrüßungsworten und dankte dem Redner des Tages, UniversUäts- aarteninfpettor Erich Schröder aus Würzburg, für feine Bereitwilligkeit, sich mit dem Vortrag „Botanische Streifzüge im Allgäu und in den Lkchtaler Alpen" zur Verfügung zu stellen. Der Redner, der das Gebiet der Allgäuer llnd Lechtaler Alpen auf Reifen eingehend kennengelernt und sich mit dem Studium der reichen Flora dieses Gebiets genau befaßt hat, stellte einleitend die Frage: „Was ist es, was uns immer wieder zu den Bergen zieht?" Er beantwortete die Frage mit der Schilderung der landschaftlichen und botanischen Schönheiten und Seltenheiten dieses Gebiets und ergänzte feine Schilderungen durch die Vorführung prachtvoller, selbst aufgenommener Lichtbilder. Ausgehend von Der Flora im Talgrund, ansteigend zur Flora der Fichten- und Lärchenwaldungen dis hinauf über Almen und Steingeröll zum ewigen Schnee zeigte er Bilder von den giftigen Fingerhüten, dem geschützten Alpenveilchen, der Arnika, den verschiedenen Arten der Glockenblumen und den kleinen ^Alpenglöckchen am und sogar im Schnee. Die Primel, Aurikel, Steinrüsel, die allgemein beliebten Enziane und wie sie alle heißen, die Perlen der Flora unserer deutschen Alpenwelt, sie sind es, so führte der Redner u. a. aus, die uns immer wieder hinaussehnen lassen zu der Bergwelt. Er zeigte aber auch Bilder von Pflanzengemeinschaften, aus denen zu ersehen war, daß oft zwanzig und noch mehr verschiedene Pflanzen auf einer Fläche von nur einem Quadratmeter
Dolksröntgen-Beihrnuntersuchungen.
Der Plan für die Vlksröntgen-Reihenunter- suchung, Ein-satz im Gau Hessen-Nassau, Kreis Wetterau, lautet ab 10. Dezember wie folgt: 10. 12.: Eberstadt mit Ober-Hörgern, NSV.-Kindergarten, 8 bis 11 Uhr, Gamdach, Neue Schule, 13 bis 17 Uhr; 11. 12.: Holzheim, Alte Schule, 8 bis 12 Uhr, Lang- Göns, Schule, 15 bis 18 Uhr; 12.12.: Lang-Göns, Schule, 8 bis 11 Uhr; Leihgestern, Schule, 13 bis 18 Uhr; 13. 12.: Großen-Linden, Neue Schule, 8 bis 12 und 13 bis 14.30 Uhr: Allendorf, Gastwirtschaft Henkelmann, 16 bis 18 Uhr; 14. 12.: Klein-Linden, HJ.-Heim, 8 bis 13 und 14 bis 15 Uhr; 15. 12.: Heuchelheim, Schule, 8 bis 12 und 13 bis 16 Uhr; 16. 12.: Wieseck, Schule, 8 bis 12 und 13 bis 16 Uhr; 17. 12.: Firma Heyligenstaedt, Speiseraum, 8 bis 10.30 Uhr, Firma Poppe & Co., Luftschutzraum, 11.30 bis 13.30 Uhr; 18. 12.: Firma Bänninger, Betr.-O. Mandl, Speiseraum, mit Gailsche Zigarrenfabrik und Heeresoerpfleaunasamt, 7 bis 10.30 Uhr; Heil- und Pflegeanstalt, Wasch- raum, 13 bis 17 Uhr.
Für untere Verwundeten.
Die NSG. „Straft durch Freude" führte im Lause der vergangenen Woche im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat „Truppenbetreuung" im Reichsministerium für Dolksaufklärung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Veranstaltungen durch: In einem Lazarett erfreute das von früher schon gut bekannte Unterhaltu.ngsorchester KdF. mit der Programmfolge „Beschwingte Melo- bien" die Verwundeten aufs beste. Unter Leitung von Kapellmeister Otto Schilliger erklangen in flottem Melodienwechsel Musikstücke von I. Strauß, Fr. LehLr und Millöcker. Anni Brunner (Sopran) und H. Stief (Tenor) sangen Arien und Duette derselben Komponisten. Ueberaus reicher Beifall dankte für bie frohe Unterhaltung. — Zur Erstaufführung bes Films „Entlassung" im Gloria-Palast hatte die Kreisleitung Wetterau eine größere Zahl Derwun- beter aus hiesigen Lazaretten eingetaben. —- Die Intendanz des Theaters der Universitätsstadt Gießen hatte zu den Vorstellungen im Laufe der Woche wieder einige Verwundete zu Gast. — Zu dem Licht- dildervortrag „Urwaldwildnis in Borneo" waren außer den vom Vortragsring schon verteilten Eintrittskarten auch von der Kreisamtsleitung der NSV. eine größere Zahl, Karten an die Lazarette für die Verwundeten gegeben worden. — Die Ortsgruppe mit ihren Gliederungen in Ober-Bessingen hatte am Sonntag eine größere Zahl Verwundeter aus hie- fiaen Lazaretten zu G"st. Die Kreisamtsleitung der NSV. hatte für verbesserte Fahrgelegenheit gesorgt.
„3a —"
Bergenroth sitzt jetzt hinter der Zeitung. Und er spricht über die Nachrichten.
„Was glaubst du", fragte Helene, „was geschehen könnte? Krieg mit Polen —?"
„Ja, die Polen werden wahrscheinlich nicht zu einem Vergleich bereit fein. Und das wäre der Krieg!"
„Und du, Richard? Siehst du, ich weiß nicht einmal, ob du Soldat warst —"
„Nein, ich war es nicht. Obwohl ich mir im Weltkrieg schon als angehender Soldat vorkam. Siebzehn Jahre war ich alt, und wir durften als Jungmänner in das damals besetzte Gebiet, um hort bei der Obsternte zu helfen. 'Kommt es jetzt zum Kriege, wird man mich einziehen und ausbilden."
Helene fühlt^eine sonderbare innere Anyst. Natürlich will sie dieses beklemmende Gefühl nicht zeigen und muß doch fragen: „Und unsere Arbeit hier — wie soll das bann werden?"
Beraenroth hat sein Frühstück beendet, auch Helene ist fertig. Indem er schon aufsteht, antwortet er: „Du sagst — unsere Arbeit! Darin, Helene, liegt schon die Antwort auf deine Frage. Du wirst hier schon weitermachen!"
„Nein — ich glaube nicht, Richard, daß ich das kann", mehrt sie ab und fühlt, doch bie Freubk darüber. daß Bergenroth ihr soviel zutraut
„Nun — noch ist es ja nicht so wett, Mädchen."
Er sieht sie an, wie sie da neben ihm am Tisch steht, gleich ihm bereit, jetzt an die Arbeit zu gehen. Da steht das Mädchen — groß, mit kräftigen Hüften — braun, gesund und sehr lebendig. Gut sieht Helene aus, findet Bergenroth.
Er sagt noch, da'ß er später auch in den Zucht- garten kommen wird. Und sagt weiter: „Marswin sagte mir übrigens neulich, als mir telephonierten, daß er vielleicht heute ober morgen durch unsere Gegend kommt und uns bei der Gelegenheit einen Besuch machen will.*
Die angenehmen Stunden vergingen schnell und werden allen Beteiligten in steter Erinnerung bleiben. — Zu ihrer Versammlung im „Stuttgarter Hof" hatte die Ortsgruppe der Körperbehinderten einige Kameraden eingeladen.
Kontrolliert Die Kinder.
NSG. Was sich zuweilen in den Taschen von Kindern, besonders in den Hosentaschen der Jungen befindet, ist höchst eigenartig: Bauklötze, Bindfaden, Winterhilfsabzeichen, tote Frösche, Flaksplitter, Bleistiftstummel, Murmeln, Sand, Steine, Knet- Summt, Blechbüchsen und ähnliche Scherze. Dann fin- en sich aber oftmals auch Dinge darin, bei denen der Scherz aufhört. Zum Beispiel Kerzenstummel und Zündhölzer.
Die Kinder werden diese Dinge nicht gerade unter den Augen der Erwachsenen auspackey, sondern an einer stillen Stelle damit spielen, Stadtkinder im Zimmer oder auf dem Boden, Landkinder womöglich in Ställen, hinter dem Scheunentor ober im Schutze des Heuschobers. So kommen denn täglich viele Kinberbrandstiftungen in Deutschlanb zustande.
Darum ist es unbedingt notwendig, von Zeit zu Zeit die Taschen der kleinen Gesellschaft zu durchsuchen und „Bannware" sofort zu beschlagnahmen. Streichhölzer, Feuerzeuge, Kerzenstummel und ähnliche Dinge haben in der Tasche eines Kindes nichts zu suchen!
Mütter, vergeßt nicht, bann und wann die Taschen eurer Kinder zu untersuchen!
Bezugscheinpflicht für Anzüge.
Vom 1. Januar 1943 ab können Männer- und Burschenanzüge, deren Einzelteile und Oberstoff zur Herstellung von Anzügen nur noch gegen Bezugschein und Abtrennung von einem Viertel des im Warenverzeichnis der Dritten Reichskleiderkarte angegebenen Punkttvertes (für einen Anzug 20 Punkte) bezogen werden. Bezugscheine dürfen von den Wirtschaftsämtern ober Kartenstellen nur ausgegeben werden, wenn von dem Verbraucher nachgewiesen wird, daß er weniger als zwei tragfähige Anzüge besitzt. Eine Ausnahme von dieser Bestiin- mung besteht nur für jugendliche Verbraucher, die am 1. Januar 1943 das 18. Lebensjahr noch Nicht vollendet haben. Bei der Beantragung des ersten Bezugscheines find solche jugendlichen Verbraucher, von der Nachweispflicht, daß weniger als zwei tragfähige Anzüge vorhanden sind, befreit. Die Wirtfchaftsä'mter find angeroiefen worden, in solchen Fällen den ersten Bezugschein ohne Bedarfsprüfunä auszustellen. Durch diese Ausnahmebestimmung soll dem durch Wachstum und Berufseintritt bedingten
Das wäre sehr nett, findet Helene. Sie lächelt ihren Mann an. Die Zähne blitzen. „Ich mag den Doktor gern."
Sie hat noch im Hause ein paar Anordnungen -u treffen und geht dann zum Kontor, sich die Beobachtungslisten zu holen^ deren Führung ihre Ausgabe ist. Dann geht sie hinaus auf die Felder.
Sie geht durch den großen Obstgarten, durch die Gemüseanlagen. Dahinter liegen die weiten Aecker und scheinen in sanften Bodenwellen bis zum fernen Horizont zu reichMi.
Der Himmel ist ganz klar. Er spannt sich wie blaue Seide, findet Helene. Lerchen steigen auf mit jubelndem Sang — immer höher — big ihr Lied im Aether verklingt.
Schon von weitem leuchten die Farbenschattie- rungen der Oeldistel. Die Pflanzen stehen ausgezeichnet. Der Regen hat ihr Wachstum gefördert, und die Sonne segnete die feuchte Erde. Nun ist der ganze weitgestreckte Zuchtgarten ein einziges großes Blumenbeet — wundervoll anzusehen mit den zart- und tiefgelben und grellroten Farben.
Helene bemerkt jetzt an jedem dieser Tage neue Schattierungen, zuerst die helleren, später sattere Tönungen.
Sie verfolgt die schmalen Wege, betrachtet aufmerksam die Pflanzen und Anmerkungen, die Bergenroth mittels farbiger Bänder gemacht hat, und richtet ihre (Eintragungen danach. Sie hat nun auch schon gelernt, scheinbar gleiche Pflanzen ausein« anderzuhalten und die besseren $u bestimmen. So schreitet sie hin und her und arbeitet voll Eifer.
Von der anderen Seite, von den Wiesen her, kommt Bergenroth zu seiner Frau. Ihr Helles Kleid hebt sich weithin leuchtend aus dem Feld der Blumen.
Helene hat noch Fragen. „Gut, daß du kommst!" sagt sie, und zusammen arbeiten fie weiter.
Bortfetzung folgt.)


