Ausgabe 
7.10.1942
 
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Jedem Verbraucher schmackhaftes Brot

fall der

Der Hamburger Hygieniker Süpfle gefallen.

is.

^i|ßn Mann rechnet ab

Roman von Horst Biemath

4. Kapitel.

*

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Ohne Licht also und mit der Rohrleitung, die sich auf der rechten Seite schwach gegen den Nacht­himmel obhob, als einzigem Wegweiser raste der Wagen in wahnwitziger Fahrt zur Küste hinunter. Brackmann hatte das widerwärtige Gefühl, in einem losgerissenen Förderkorb, rechts und links aufstoßend und sich überschlagend, einen dunkeln Schacht hinab­zustürzen.

Fest eingekeilt, daß er kaum die Finger zu rühren vermochte, atmete er dje infernalische Ausdünstung seiner Nebenmänner ein. Er war der einzige Weiße im Camion, die übrige Besatzung bestand aus In­dios und Negern. Eine handbreit von seinem Ge­sicht entfernt schimmerten die weißen Augäpfel eines Schwarzen, der sein blinkendes Raubtiergebiß, ohne die Hände zu Hilfe zu nehmen, allein durch schie­bende und ziehende Bewegungen der Wulstlippen mit einem Hölzchen säuberte und die Reste seiner Morgenmahlzeit achtlos in die Gegend spie.

Die Aufseher, die wohl etwas hellhäutiger waren und bessere Manieren hatten, fuhren mit einem schnelleren Wagen vorauf. Manchmal glaubte Brack- mann weit vorn die Blitze eines Scheinwerfers zu sehen. Aus den Zurufen und Flüchen, die zwischen dem Fahrer des Camions und den schwarzen Fahr­gästen gewechselt wurden, war zu entnehmen, daß der Lenker des Autobusses und seine Insassen den tollen Ehrgeiz hatten, den vorausfahrenden Wagen in Grund und Boden zu fahren.»-

Anscheinend trieben sie dieses reizende Spiel reden Morgen, aber nach dem ehrwürdigen Alter des Wagens zu schließen, schien das Wettrennen harm­loser zu sein, als es aussah. Daß Fahrzeug, Chcruf- feur und Mannschaft jedes Jahr durchschnittlich zwei­mal ersetzt werden mußten, erfuhr Brackmann nie.

Plötzlich, nach einer ganz kurzen grünlichrosigen Dämmerung, war es Tag. So überraschend schnell, als fahre der Camion aus einem endlosen Tunnel unvermittelt ins offene Land hinaus. Die Sonne stieg sehr schnell aus dem Ozean. Und als ob das Tageslicht Chauffeur und Mannschaft ernüchtere, das gesp""stische Wettrennen ein rasches

'.egsschieber als Volksschädling zum Tode. Die an i Verfehlungen in nur geringerem umfange be- ' te Ehefrau erhielt anderthalb Jahre Ge-

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Ende. Der Camion rollte in ruhigerer Fahrt der nahen Küste entgegen. Auf offener See, ein paar hundert Meter vor der Mole, lagen drei Tank­dampfer der Baxter-Oel-Companie vor Anker. Wie zur Begrüßung des Tages ließen sie die Dampf- firenen beulen. Der Camion hielt für Brackmann an der Kreuzung mit der Küstenstraße, die in süd­licher Richtung nach Verakruz führte. Brackmann kletterte zerstoßen und verdrückt, über wegen der ungeheuerlichen Enge, die es niemand gestattete, die Finger krumm zu machen, unbestohlen aus dem Wagen.

Eine halbe Stunde später gelang es ihm, einen Händler aufzuhalten, der mit einer Ladung Seife nach Verakruz fuhr. Es war ein Mestize mit einem durchtriebenen Fuchsgesicht. Wahrscheinlich war er der Meinung, daß Brackmann in den Oelcamps Arbeit gesucht hatte und abgewiesen oder auf die Straße gesetzt worden sei. Er erzählte, daß er in Papantla mit einem Gachupino zusammen eine gut beschäftigte Fabrik betreibe, und machte Brackmann schließlich den Vorschlag, bei ihm als Reisender gegen Fixum und Provision einzutreten.

Brackmann lehnte das Angebot höflich ab, da er in Verakruz schon etwas Bestimmtes in Aussicht h--.be. Er versprach Senor Estobar Manaya jedoch feierlich, sich in Papantla zu melden, falls sich seine Hoffnungen in Verakruz zerschlügen. Danach schloß er die Äugen, gähnte laut und stellte sich für den Rest der vierstündigen Fahrt schlafend.

Sie hätten früher am Ziel sein können, aber Senor Manaya hielt in ein paar Dörfern, wo er in den meist von Spaniern geführten Läden seine Seifenkisten ablud und bei einem Glas Habanera Bestellungen auf neue Waren aufnahm. Sein Ge­schäft schien wirklich einträglich zu sein. Er zwinkerte Brackmann bedeutungsvoll an: ein Gachupino lasse den anderen eben nicht im Stich, und das sei sein größter Schlager gewesen, einen Spanier als Teil­haber ins Geschäft zu nehmen.

(Fortsetzung f<-M.) ,

aber mehr, ne Klang« > Unterhol'

ruien wo er vier Jahre später Ordinarius wurde 1960 folgte er einem Ruf nach Gießen, 1934 nach Fviburg und kam 1938 als Ordinarius für mittel­alterliche Geschichte nach Marburg. Prof. Mayer is^Dorsitzender der Historischen Kommission für ^esen-Waldeck Mitglied der Akademien in Mün- den, Prag und Wien und Leiter der Abteilung Mittelalterliche Geschichte" des Einsatzes der Gei­steswissenschaften. Sein wissenschaftliches fiaupt. c> beitsgebiet ist Verfassungs- und Wirtschaftsge­schichte.

Coa Kessel-

»den Wup- ifl Ser Bäckermeister Heinrich Wissel aus Hanau choenmater, ^schaffte sich 640 Doppelzentner Mehl ohne Be- EUyNey ugschein, verarbeitete das Mehl überwiegend in ohen Erfolg üner Bäckerei und gab die hergestellten Backwaren len Landes« * ' ~ " ' ' L'

So wichtig die Kartoffel für die Volksernährung ist, so behält neben ihr doch das Brot feine große Bedeutung für die menschliche Ernährung. Der Aus- Brotgetreideernte, die in diesem Jahr gut eingebracht werden konnte, ist daher stets entschei­dend für die Brotoersorgung eines ganzen Jahres. Der Verbraucher legt aber, wie die Erfahrung immer wieder beweist, nicht nur Wert darauf, auf feine Karten die ihm zustehende Menge Brot zu erhal­ten, sondern er wünscht auch ein Brot, das ihm zusagt.

Der Geschmack wandelt sich allerdings, und auch der Qualitätsbegriff ist durchaus nicht feststehend. Im Frieden verstanden viele Verbraucher unter

hinter die Kulissen zu schauen, sei es in einem handwerklichen oder in einem industriellen Brotback­betrieb, der kann sich jederzeit davon überzeugen, daß mit großer Sorgfalt gearbeitet wird, um schmack­haftes und bekömmliches Brot zu backen. Der Bäcker wird dem Verbraucher durchaus zugeben, daß er erst umlernen mußte, um mit den veränderten Zu­taten ein gutes Brot zu backen. Die höhere Aus­mahlung und die Mehlzusammensetzung aus ver­schiedenen (Betreibearten verlangen eine andere Art der Sauerteigbereitung, veränderte Backzeit und dergleichen mehr. Gerade die Hausfrau, die selbst kocht und bäckt, wird wissen, daß jede Umstellung auch einmal ein Mißlingen mit sich bringen kann. Verständlich also, wenn in einzelnen Fällen das Brot anfangs einmal nicht so ausfällt. Aber das sind Uebergangserscheinungen. Entsprechende Beratung und regelrechte Ausbildung der Bäcker sowie strenge Nachprüfung sorgen dafür, daß etwa bestehende Mängel beseitigt werden. Das Bäckergewerbe ist selbst daran interessiert, allen Ansprüchen an sein fachliches Können zu genügen und den Verbraucher zu befriedigen.

Allerdings muß fick auch der Verbraucher etwas umstellen. Er kann heute nun einmal kein Helles Brot mehr verlangen. Auch der Vorwurf, daß das dunkle Brot zu kräftig schmecke, besagt eigentlich nichts gegen die Beschaffenheit des Brotes, sondern ist eher ein Zeichen für die noch nicht erfolgte Ge­schmacksumstellung des Verbrauchers. Es ist nur natürlich, daß ein Brot, bas mehr Mineralsalze ent­hält als früher, auch kräftiger schmeckt. Ebenso darf sich der Verbraucher nicht wundern, wenn ihm das ganz frische Brot nicht so gut bekommt. Das ge­haltvollere Brot ist frisch schwerer bekömmlich. Es muß er ft etwa drei bis vier Tage liegen, bann ist es schnittfest, wohlschmeckend und bekömmlich. Es besagt auch nichts gegen die Brotqualität, sondern ist nur durch die veränderte Zusammensetzung be« dinat, daß dieses Brot lustig aufbewahrt werden darf, da es sonst schimmelt. Bei richtiger Aufbewah­rung wird vielmehr jeder Verbraucher feststellen, daß es weniger als früher austrocknet und auch noch nach längerer Zeit wirklich gut schmeckt.

einem guten Brot ein möglichst Helles, vielleicht sogar reines Weizenbrot, teilweise aber auch damals schon gut ausgebadenes, dunkles Kommiß- oder Vollkornbrot. Heute kann unter Dualitätsbrot nur ein schmackhaftes bekömmliches Brot aus vollausge­mahlenem ©etreibetorn verstauben werden. Die höhere Ausmahlung des Getreidekorns bedingt zwar eine Aenderung der Verbrauchsgewohnheiten, aber keine Dualitätsverschlechterung. Im Gegenteil, bei der früher üblichen geringeren Ausmahlung des Korns wurde ein großer Teil von Mineralsalzen und anderen Nährstoffen nicht mitverwandt, die heute im Brot vorhanden sind. Das Brot ist also gehaltreicher geworden. Wer Wert auf Weizen legt, dem sei verraten, daß auch heute bei der Brother­stellung Weizenmehl mitverwandt wird.

Im neuen Getreidewirtschaftsjahr wird das Brot aus hochausgemahlenem Roagen, Weizen und Gerste unter Zusatz vop 3 v. H. Kartoffelmehl hergestellt, also aus hochwertigem Getreidekorn. Das Verhält­nis der einzelnen Mehlsorten zueinander ist sorg­fältig ausprobiert worden, um ein gutes Brot zu gewährleisten. Es ist also vollends aus der Lust ge­griffen, wenn gelegentlich aus Unverstand- oder gar böswillig behauptet wird, dem Brot feien irgend­welche minderwertige oder gar schädliche Zusätze beiaemischt. Daß sich das Brot heute in Aussehen, Geschmack und Aufbewahrungsart verändert hat, ist nur eine natürliche Folge der anderen Zusammen­setzung. Wer einmal Gelegenheit hat, dem Bäcker

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Hyaiene-Ausstellungen Dresden 1930 und 1931. Lehrend des Weltkrieges war er Leiter hyaienifch- iakleriokogischer Laboratorien sowie Beirat für Hy- üene beim Sanitätsamt des III. B. A.-K. Voir. Mai As August 1919 gehörte er als Schütze dem Frei- iorps Epp an.

hochfchulnachrichlen.

miffar für Preisbildung umschreibt in einer Anord­nung den Kreis derjenigen, die für kriegsbedingte Schätzungen ein Entgelt beziehen dürfen. Es han­delt sich dabei um einschlägige Sachverständige aller Art. Der Schätzer darf neben der Zeitvergütung eine Wertvergütung berechnen, und zwar bei einem Wert bis 1000 RM. 2 RM., über 1000 bis lOOOO RM. 4 RM., über 10 000 bis 100 000 RM. 8 RM. und, über 100 000 RM. 16 RM. Auch bestimmte Auslagen darf er berechnen.

Kartoffeleinkellerung nicht aufschieben.

Kürzlich wurden die Haushaltungen, Großver­braucher und andere Verpflegung^tellen aufge­rufen, sich für die Einkellerung von Kartoffeln vor­zubereiten. Inzwischen ist die Ausgabe der Ein­kellerungsscheine erfolgt. Die Kartoffeleinkellerung beginnt in diesem Jahre früher als im vergangenen. Zur Zeit rollen bereits in verstärktem Umfange die Kartoffeln aus den Serfanbgefneten an, fo daß in einzelnen Empfangsgebieten bei der Entladung. gÄviffe Schwierigkeiten auf treten. Die Ernährungs­ämter find angehalten, im Benehmefi mit den zu­ständigen Stellen alles zu tun, um die Einkellerung raschestens abzuwickeln. Es zeigt sich aber, daß ver­schiedene Verbraucher noch nicht zur Einkellerung bereit sind und vielfach die Meinung vertreten, daß die Einkellerung noch nicht eile, und daß es in Anbetracht der Haltbarkeit der Kartoffeln besser sei, noch eine Zeitlang abzuwarten. Dadurch entstehen bei der Entladung zusätzliche Absatzschwierigkeiten. Es ist dringend notwendig, um die Versorgung der Bevölkerung mit Einkellerungskartoffeln sicherzu­stellen, den derzeitigen Versandwillen der Versand­gebiete auszunutzen, um möglichst viele Kartoffeln heranzuholen. Die zur Zeit ankommenden Kartoffeln sind durchaus einkellerungsfähig, da es sich auf Grund des vergangenen Wetters um haltbare und lagerungs-fähige Ware handelt. Der Zeitpunkt der Einkellerung ist also tatsächlich da. Es ergeht daher an alle Verbraucher die Aufforderung, ohne Zögern einzukellern. Die Erfahrungen des vergangenen Jahres lassen es doppelt wünschenswert erscheinen, frühzeitig mit dem Winteroorrat versorgt zu fein. Unnötiges Warten bringt nur die Gefahr mit sich, daß das Heranschaffen schwieriger wird, die Trans- Porte sich alle auf einen Zeitpunkt zusammendrängen und undurchführbar werden. Bei dem großen Kar­toffelbedarf läßt es sich nicht vermeiden, daß neben gelben und roten auch weiße Kartoffeln angeliefert werden. Auch diese müssen abgenommen werden, wer sie ablehnt, verliert denEinkellerungsanspruch.

bei der Betreuungsabteilung der Gaudienststelle der NS.-Kriegsopferoersorgung (NSKOV.) einzu­reichen. Für Eltern, die bereits eine laufende Elternversorgung erhalten, genügt die Vorlage des Bescheides des Wehrmachtsfürsorge- ,unt) -versor- gungsamtes. Alle übrigen Eltern benötigen das Familienstammbuch mit Eintragung der Heirats­urkunde der leiblichen Eltern und der Sterbeurkunde des Sohnes oder der einzelnen Urkunden. An Stelle der Sterbeurkunde kann auch die Todesnach­richt des Truppenteiles vorgelegt werden. Stief- und Pflegeeltern müssen durch eine Besckeinigung der Ortspolizeibehörde nachweisen, in welcher Zeit sie den Verstorbenen unentgeltlich unterhalten haben. Die Antragstellung erfolgt nur nach Aufrufen durch die Gaudienststellen der NSKOV. in den Ta­geszeitungen.

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NSG. Die nationalsozialistische Kriegsopferver­sorgung bittet alle Eltern von Gefallenen des jetzigen Krieges, sich mit der Antragstellung auf Ge­währung der Elterngabe noch einige Tage zu ge­dulden, bfs die genügende Anzahl der erforderlichen Vordrucke vorliegt. Die Bearbeitung der Anträge wird in alphabetischer Reihenfolge vorgenommen. Die entsprechenden Ausrufe mit näheren Angaben werden an gleicher Stelle erscheinen.

Zusätzliche Beisemarken für Urlauber.

Die Reichskarten für Urlauber entsprechen wegen der Rationserhöhungen bei Brot und Fleisch ab 19. Oktober nicht mehr den geltenden Rationen. Beim Brot werden hiervon alle Urlauberkarten betroffen, während sich die Rationserhöhung bei Fleisch nur auf die Karten von 5 bis 7 Tagen aus­wirkt. Auch bei den Urlauberfarftn muß deshalb ab 19. Oktober eine Neuregelung erfolgen. Da die jetzt gültigen Urlauberkarten er ft vor kurzer Zeit in Kraft getreten sind und sich außerordentlich große Bestände bei den Ausgabestellen befinden, ist es nicht möglich, die jetzigen Urlauberkarten aufzurufen und durch neue zu ersetzen. Nach-einem Erlaß des Reichsernährungsministers find daher bis auf wei­teres die erhöhten Brot- und Fleischrationen an die Empfänger der Urlauberkarten in Form von Reise- und Gaststättenmarken zusätzlich auszugeben.

Kriegsbedingte Schätzungen.

Kriegsbedingte Schatzungen sind Schätzungen aus Anlaß befürchteter oder eingetretener Kriegsschäden, ferner solche anläßlich einer Umsiedlung sowie an­läßlich einer Betriebsstillegung. Der Reichskom-

Der ordentliche Professor für Hygiene an der Universität Hamburg Oberkriegsarzt, beratender Hygieniker einer Armee, Inhaber des E. K. II des ßnogsverdienstkreuzes L Klasse mit Schwertern und anderer Auszeichnungen Dr. Karl S ü p f l e hat irn Osten sein Leben für Führer und Vaterland gegeben. Süpfle wurde 1880 in Metz geboren, war von 1904 bis 1922 Assistent an den Hygienischen Instituten Heidelberg, Freiburg i. Br. und München, habili- liirte sich 1908 in Freiburg und war dann Privat- hozent in München. 1915 wurde er außerordentlicher Professor an der Tierärztlichen Fakultät der Uni- "en, Aih. oeksität München, 1927 ordentlicher Professor der ' - ! Hygiene an der Technischen Hochschule Dresden und

niirbe 1937 Direktor des Hygienischen Staatsinstituts n Hamburg. Süpfles Forschungsgebiete waren BAU' und Städtehygiene, Gewerbehygiene, Schul­hygiene, Morphologie und Biologie der Mikroorga- üMen, Seuchenbekämpfung und Desinfektion. Süpfle uar Wissenschaftlicher Leiter der Internationalen

werten und llisi eigent­lichen M. gtheit, hu, von lyri« Opernstils Zitaten", undCar-

»i- Rohrleitung der Baxter-Oil-Compam- folgte '»n Pumpwerk auf Buena Esperanza aus etw W8 Sifometer dem natürlichen Gefalle des Ge- 1 sie durchschnitt fast schnurgerade Bananen "Ü Zuckerrohrplantagen und endete aus dem Ra 1> Tepluan Dieser Ort bestand aus °>n paa, ' Öligen Jndiohtitten und der Ruine einer Da !<! Der Küstenstreisen war h-er 'm Norden von pairuj auch im Sommer so fleberverseucht,

die Neger, die am Bagger arbe,tet-n f ch r.'Tten, in Tepluan 1U wobnen S - wurden füc; mit einem Tmnion nu| icyn alcn, sch

. Der Tag - schen Haus- I er Chirurgischen g ist daher Friedrich G ersehen. - ned. habil. Will)

hm Marken ab.^Aus diese Weise steigerte er, mäh­end sich die Umsätze anderer Bäcker infolge der Rationierung verringerten, feine Geschastseinnah- nm wesentlich. Zu einem großen Teil gab er Ehl und Backwaren markenfrei nur im Tausch m bewirtschaftete Lebensrnittel oder sonstige Mangelware ab. Als Hehler nahm er Kartons mit ernstste, Waschpulver, Bettücher, Bettkoltern, Auf- li|i)tüd)er und sonstigerare Artikel" an, die bei er Reichsbahn gestohlen waren, und- gab dafür Hebt und Backwaren. Außerdem schlachtete er Mich zwei Ferkel, verfütterte Brotgetreide und erkaufte solches zu diesem Zweck weiter. Auch hatte r die Stirn, Sonderzuteilungen für den Backerei- ttrieb an Eiern und Butterschmalz für sich zu ewenden. Hiervon färbte seine Ehefrau Ostern M allein 50 Eier für sich. Mehrere Gastwirt- Rten belieferte Wissel laufend markenfrei mit

l, Brot und Brötchen. Dafür er sonntags int seiner Familie dort chne Marken zu Mittag.

ler Dozent Dr. phil. habil. Walter 2och yaltgrev en (Kiel) wurde ersucht, den 6: , >Q1 Ausscheiden des Professors Dr. Hans Kovfer- nonn an der Universität Kiel freigeroorbenen Lehr- !vhl für Experimentalphysik vertretungsweise wahr- Mchmen. Der Dozent Dr. phil. nat. habil Karl jeinrid) Weise von der Universität Jena wurde nit der vertretungsweisen Wahrnehmung des durch IM Ableben des Professors Dr. Adolf Hammerstein «gewordenen Lehrstuhls für Mathemattk an der !nioersität Kiel beauftragt. Weist wurde 1909 in lera geboren, promovierte 1933 in Jena, war seit 9311 Assistent am Mathematischen Institut Jena. 938 wurde er Dozent. Im Alter von 30 Jahren en haus- fiel bei den Kämpfen in Nordafrika als Oberarzt in ' ' intm Fallschirmjägerregiment der Assistenzarzt an Chirurgischen Universitätsklinik in München, J r ib el. Dozent Dr. phil. et _____Wilhelm Neumann an der Univer- ität Würzburg ist zum außerplanmäßigen Professor ür Pharmakologie ernannt worden. Neumann Duibe 1898 gehören und habilitierte sich 1937 in Bürs bürg.

«Stin, Deutschen Historischen Instituts in Rom nach H®llm öu Sehen. Mayer ist 1883 im Gau Ober­en! 3V Ibeiau geboren. Er studierte in Florenz und Wien >ehyr st "promovierte und sich 1914 für das Fach Oester-' -Mische Geschichte habilitierte, nachdem er seit 1906 zMächst im staatlichen Archivdienst tätig gewesen war !*bes. ( 1£2 wurde er als a. o. Professor nach Prag be- cerlih.. wo er vier Jahre fnn+or

ff.Sortierung. (Nachdruck verboten.)

fr ahnte, daß ihre Stoffe und Zärtlichkeiten nicht iSefchenke einer Lijbenden waren, fonbern Safi ie e.nem aufwühlenden Gefühl namenlosen R' - entsprangen. Und er ahnte auch, daß sie sich . der Unzuverlässigkeit und Untreue ehres s schämte und in der Ratlosigkeit ihres He - .m instinktiv auf den letzten Ausweg Versalien mar, 1 ihr als Frau am nächsten lag, ihn durch eine ! Ir aon Selbstopfer auf seinem Weg aufzuhalten.

Lu bleibst, Ddalte? Wir werden deine Sache !^einsam durchfechten

Kderwillig spürte er das Aufsteigen einer» !»$ Er gab es auf, sich zu wehren. Mochte 1^ Guben daß er bezwungen war. Er legte den Arm « um ihre Schultern und

« Tranen versiegten und chr -rfchutteri°r K°rpek beruhigte. Er beugte fid) über ifjr ®efi«t und Mrte mit den Lippen sanft ihren Mund.

M bleibe, Karen ...", lag " und mckte .hr hier Dunkelheit zu.Bist du letzt beruhigt-

Aus der Giadi Gießen.

Oer oberheffifche Honig.

Nun gibt es wieder einmal vielHonig". Es ist das gute Birnenmus. Wir in Oberhessen nennen dieses Mus Honig, Birnenhonig oder Zchetschen- honig, je nachdem. Die beiden letzten Winter haben unter den Zwetschenbäumen allerlei aufgeräumt, und so kommt es, daß jetzt fast nur Birnenhonig gekocht werden kann.

Die Birnen werden zerkleinert und gekeltert. Der Most kommt in den Kessel. Er wird nun eingekocht. Am Gegensatz zum Zwetschenhonig braucht man nicht ZU rühren, da der Most ja nicht anbrennt. Während er kocht, kommen am Abend Frauen und Mädchen, gute Freundinnen und Nachbarinnen und schälen gute reife Herbstbirnen. Sie werden in Stücke ge­schnitten und dann dem kochenden Most zugesetzt.

Solche Abende auf dem Lande, an denen Birnen geschält werden, sind sehr schön. Die Frauen fitzen da und arbeiten mit flinken Händen, der Duft des werdenden Honigs strömt aus der Küche her. Der Mund steht auch nicht still. Alle Dorfneuigkeiten werden aufgetischt. Die schwere Arbeit im Sommer und in diesen Herbsttagen ließ ja die Frauen kaum zu einer Aussprache kommen. Jetzt ckann man aber wieder einmal reden.

Das Birnenschälen dauert oft bis nach Mitter­nacht. Dann giot es noch Kaffee und Zwetschen­kuchen. So findet dieser arbeitsreiche Tag seinen Abschlußi Indessen muß immer wieder nach dem kochenden Most geschaut werden. Das Feuer darf nicht ausgehen, es darf aber auch nicht zu stark ge­schürt werden, damit der Honig nicht zu -schnell kocht und dannstreng" sch'meckt.

Ganz leicht ist die Zubereitung des Honigs nicht. Junge Ehefrauen und Mädchen müssen immer bei ihren Eltern oder bei einer Tante fragen, auf welche Art sie ihren vorzüglichen Honig bereiten. Es gibt da mancherlei Rezepte. Der eine ißt Birnenhonig nur mit Zwetschen vermischt, der andere mag nur ganz dünnen Honig, wieder ein anderer wünscht daß in dem Most ganze Birnenstücke mitgekocht, aber nicht verrührt werden. So hat fast jede Familie ihr Hausrezept.,

Die geschälten und zerschnittenen Birnen werden nun dem kochenden Most zugefügt. Hat man noch ein paar Zwetschen, dann kommen sie auch dazu. Eine Nacht muß schon durchwacht werden, wenn Honig gekocht wird. Meistens macht das die Haus­frau selber. Sobald sich nämlich die Birnenstücke oder die Zwetschen setzen, muß gerührt werden, damit nichts anbrennen kann. Wenn man Glück hat, ist der Honig am frühen Morgen fertig. Dann kommt der feierliche Augenblick: Freunde und Nach­barn kommen und versuchen den neuen Honig. Wenn er gut geraten ist, freuen sich alle.

Nun ist wieder für längere Zeit gesorgt. Die Mutter hat wieder Mus, um den Kindern die Brote zu schmieren. Das ist gut; denn Butter kann's nicht leben Tag geben.h.

Kür Tapferkeit vor dem Kemöe.

Dem Oberleutnant Wilhelm Wi»necke aus Gie­ren, Braugasse 11, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen Der Leutnant Otto S e i p aus Hattenrod (Kreis Gießen), der an der Front in Finnland kämpft, mutbe ebenfalls mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Weitere Beschränkung des Arbeitsplatzwechsels.

Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz hat die Verordnung über die Beschränkung des Ar­beitsplatzwechsels ausgedehnt auf die privaten Be­triebe des Bergbaues, der Eisen- und Stahlgewin­nung, der Metallhütten- und -Halbzeugwerke, der Herstellung von Eisen-, Stahl- und Metallwaren, des Maschinen-, Stahl- und Fahrzeugbaues, der Elekttotechnik, der Optik und Feinmechanik, der chemischen Industrie und des Nachrichten- und Ver­kehrswesens. Die Lösung von Arbeitsoerhältnissen bedarf auch bei Kündigung mit Zustimmung des anderen Dertragsteiles und bei Einigung der Ser« tragsterle der Zustimmung des Arbeits­amtes. Das gleiche gilt- für Lehrverhältnisse.

Fürsorge für Kriegereltern.

Nach dem Wehrmachtsfürsorge- und -versorgungs- gesetz (WFDG.) kann eine laufende Elternversor­gung nur an bedürftige Eltern gewährt werden. Dieser Grundsatz muß aufrechterhalten bleiben. Je« doch bietet der neue Erlaß die Möglichkeit zur Ge­währung einer einmaligen Elternaab e im Betrage von 300 RM. auf Antrag an alle Eltern ohne Rücksicht auf ihr Einkommen, deren Sohn im jetzigen Krieg als Angehöriaer der Wehrmacht und her Waffen-verstorben ist. Der Antrag ist nur

ten Straße, die neben der Rohrleitung zur Küste hinunterführte, zur Arbeit befördert.

Wie überall bot die atlantische Küste auch bei Tepluan keinen natürlichen Anlegeplatz. Eine breite Mole mit den Rohren der Delleitung und einem doppelten Lorengleis lief ein paar hundert Meter ins Meer hinaus; ein Bagger hielt am Molentops eine kurze Fahrrinne frei, so daß die Tanker der Gesellschaft, schwarze, stinkende Kästen mit zwei grünen Ringen um die Schornsteine, dort nach vor­sichtigem Lavieren vertäut und vollgepumpt werden t°2)ie Anlage war umständlich und kostspielig. Erd­beben und Orkane hatten die Mole mehr als ein­mal zerstört, dennoch war der eigene Hafen für die Gesellschaft rentabler, als wenn sie die Del» leitung bis nach Verakruz gelegt hätte, wo die Hafengebühren außerordentlich hoch waren. Eigene Fernsprechleitungen verbanden die Wachstationen der Leitung und den Hafen von Tepluan mit Sera« kruz, wo die Gesellschaft ihre kaufmännischen Büros und' ihren Verwaltungssitz hatte. Hier, in einem ehemaligen Hotel an der Plaza Colon, hatte auch Fernando Gonzales als Chef der DeUeitung und des Hafens fein Standquartier.

Malte Brackmann stand als fünfundzwanzigster Mann in einen Camion gepfercht, dessen Fassungs­vermögen für ein knappes Dutzend Leute berechnet war Es war der Autobus, der die Bagger- und Ladearbeiter nach Tepluan beförderte. Ein Trink­geld und eine Handvoll Zigaretten hatten den Chauffeur bewogen,- Brackmann großzügig die Teilnahme an der Fahrt zu gestatten, falls er noch einen Platz fände.

Es war noch Nacht, als der Camion Buena Espe- ranza verließ. Mit einem hestiaen Ruck, der die lebendige Fracht zusammenstauchte, setzte sich der Autobus in Bewegung und sauste davon. Es war ein uralter Wagen, dessen Aufbau federlos auf das Fahrgestell genietet war. Scheinwerfer hatte er länaft nicht mehr, und ein Armaturenbrett schien dcr'Waa-n nie l-efeffen zu heben.