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Europa und das

ettbild

Bon Professor Dr.F.A.Six, Präsidentendes DeutschenAuslandswissenschaftlichenInstituts.

Aus alter Welt

Aus dem Reich

Orunblagen unb nach gleichen Gesetzen der Konti« nent wieder zur Einheit und Ordnung, um in dem Kampf um die großen Lebensräume das Recht feiner Erstgeburt zu sichern und in das Weltbild der Zukunft als einheitliche Größe Europa bestimmend einzutreten.

Rasse, Klima und Leistung.

Von Dr. H. Schütte.

Zum 15. Geburtstag von Generalleutnant Thomsen.

Am 10. März begeht Generalleutnant Thomsen seinen 75. Geburtstag. Ihm ist es zu verdanken, daß sich die Luftwaffe bereits während des Weltkrieges zu einem Kriegsinstrument ersten Ranges entwik- kelte. Er setzte die Einführung desE-Flugzeuges" durch, organisierte als Chef des ^eldflugwesens den Nachschub, mobilisierte die Luftfahrtindustrie, trat für die schnelle Einführung von Kampfeinsitzern und einen planmäßigen Luftbombenknieg ein. Auf seine Initiative war es auch zurückzuführen, daß die zi­vile Flugzeugproduktion unter militärische Kontrolle kam. 6m Oktober 1916 wurde die Stelle eines Kom- mandiernden Generals der Luftstreitkräfte geschas- fen. Der bisherige Feldflugchef Oberst Thomsen wurde Chef des Generalstabes. Mit ungewöhnlichem Weitblick ging der damalige Oberst Thomsen, der am 8. 4.1917'mit dem Orden Pour le mSnte aus­gezeichnet wurde, an die großen Aufgaben heran, die es zu lösen galt. Der General Thomsen, der auch heute trotz seiner Erblindung, die er sich vor Jahren

Staatlichkeiten heraus, der Uebergang von der be­herrschenden Europapolitik zur W e l t p o l i t i k voll­zieht sich langsam und fliehend. In dem imperialen Ausgriff der US.A. und Japans als konstituieren­dem Vorgang der Entwicklung des modernen Welt- taatensystems zeigt sich die erste Ermattung Euro- )as, einmal die Folge ständiger kontinentaler Bür­gerkriege, zum andern das Ergebnis der jahr­hundertelangen Abgabe menschlicher, geistiger und wirtschaftlicher Energien an Uebersee.

In dieser für Eurova bedeutsamen Umlägerung ist das Reich zu entscheidender Stunde handelnd einge­treten und hat durch seine Wiedererstarkung zugleich die Kräfte zur Neuordnung des Konti­nents in Bewegun-g gebracht. Im Kampf um, den Osten Europas und in der Abwehr des atlantischen Uebergriffes Amerikas vollzieht sich in der Gegen­wart d i e zweite Grundlegung Euro­pas durch das Reich. Nach dem historischen Wechsel von fünf Jahrhunderten formt sich auf gleichen

25 Jahre Deutsches Ledermuseum.

Das Deutsche Ledermuseum in Offenbach am Main sieht am 13. März d. I. auf sein 25jähri- ges Bestehen zurück. Es wurde mitten im Weltkrieg von Professor Dr.-Jng. e. h. Hugo Eberhardt gegründet und aus bescheidenen Anfängen in rascher Aufbauarbeit zu der Bedeutung geführt, die es heute als einziges Institut seiner Art in der ganzen Welt hat. Wer sich über die kulturelle Bedeutung des Leders, die Geschichte seiner handwerklichen und künstlerischen Verarbeitung, seine Verwendung bei allen Völkern und zu allen Zeiten unterrichten.mitt, muh das Institut kennen.

Preisausschreiben des Kölner Manner-Gesangvereins.

Für das Preisausschreiben des Kölner Männer« Geiang-Vereins für junge deutsche Kompo­nist en anläßlich feiner Hundertjahrfeier wurden von 65 Komponisten 130 Werke eingereicht. Der ihnen handelt es sich zumeist um Eigenkompo­sitionen, während die Zahl der Dolksliederbearbei- tungen gering ist. Es ist in jeder Gruppe nur ein 2. und 3. Preis zur Verteilung gelangt. In der Gruppe Eigenkompositivnen erhielt den 2. Preis Dr. Hans Ahl grimm, Berlin-Wilmersdorf, für den ChorSoldat" aus -dem vierchörigen Zyklus Stände", den 3. Preis Adolf Clemens, Köln- Merheim, für den ChorSäerspruch" aus dem ChorzyklusWerden und Reifen". In der Gruppe Volksliederbearbeitungen wurde der 2. 'Preis Her­mann Schröder, Trier, für den ChorDer Tod in Flandern" und der 3. Preis Paul Z o l V, Darmstadt, für den ChorNächtliche Zwiesprache zuerkannt. Der Kölner Männer-Gesang-Verem hat weitere Kompositionen zur Aufführung übernom­men und noch zehn Anerkennungspreise verteilt.

einige Grade höher liegt, als in der Umgebung. Ist das -aber nun ein Grund, den Städter empfind­licher werden zu lassen als den Bauern? Zum Teil ja. Der Städter, der täglich nur die kurzen Wege von seiner Wohnung bis zur Straßenbahn, von dieser wieder zum Geschäft, zur Fabrik oder zum Büro macht, hat kaum Zeit, sich an die Auhenlust anzupassen. Hinzu kommt, daß der Städter aus Ge-

Hauptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lauge. Etellvertreier des Hauptichristleiters: Ernst Blumschcin. Berantwvrtlich für Politik und Bilder- Dr. Fr. W. Lange: für das Feutüelon: Dr. Hans Tbnriot; jür Stadl ©leiten, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Biumjchein.

Truck und Verlag: Brühlsche Un'.versttätSdruclerei fli. Lange K. G. Veriagdleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Llnzeigenleiier'. Hans Beck.

1 Anzetgenpreisiiste Nr. 6.

werden konnten.

. Es lohnt sich, diesen kleinen Umweg durch die Ge­schichte der Völker und der Forschung zu machen, um dann die Frage zu stellen, was wohl die Emp­findlichkeiten des modernen Menschen, sein Heu­schnupfen, seine vielen Allergien, seine Wetterfühlig­keit bedeuten. Wenn man nämlich die ungeheuer­liche Zunahme der Empfindlichkeitskrankheiten in den letzten Jahrzehnten betrachtet^ so hat man wie­der nicht den Eindruck, als ob die Menschen mit bet Verlängerung ihrer Lebensdauer auch widerstands­fähiger geworden wären. Es scheint vielmehr, deutet man die Häufung der Allergien in den Großstädten richtig, als ob das bewußte Leben die natürlichen Abwehrkräfte zunächst schwäche. Nicht, daß etwa der Bauer dem Wetter seelisch gleichgültig oder körper­lich unempfindlich gegenüberstände. Da es ihn ele­mentarer angeht als den Städter, wäre das ein Mangel. Gerade der Mensch des Landesriecht" den Schnee schon Tage vor dem Niederiallen der ersten Flocken, erfühlt" das Nahen des Gewitters, noch ehe nur das leiseste Donnerrollen hörbar wird.

durch ein Augenleiden zugezogen hat, tu Kontakt mit der Luftwaffe steht, konnte die Vollendung sei­nes Werkes erleben.

Erholungsurlaub von Rückkehrern.

Den Rückkehrern, die seit dem 1. September 1939 mindestens drei Monate Wehr- oder Neichsarbeits- bienft außerhalb ihres zuständigen Wohnsitzes ge­leistet haben, steht eine Erholungszeit von 14 Ka­lendertagen zu; sie haben sich jedoch zunächst bei ihrem alten Betrieb zurückzumelden. Auf diesen Heimkehrurlaub besteht bei Entlassung auf Grund einer Uk.-Stellung kein Anspruch. Ferner erhalten Angehörige des Reichsarbeltsdienstes den Heim­kehrurlaub nur, soweit sie Wehrsold für die ersten 14 Tage nach der Entlassung beziehen. Doch sollen die Betriebe nach Möglichkeit auch den Rückkehrern, die keinen Heimkehrurlaub zu beanspruchen haben, einige Tage freie Zeit zur Erledigung ihrer persön­lichen Angelegenheiten belassen. Während der Er- holungszeit erhält datz Gefolgschastsmitalied die bisherigen Bezüge weiter (Wehrsold, Derpflegungs- gelb, Unterkunftsvergeltung, Familienunterhalt).

Oer britische Luftangriff auf Paris.

Paris, 6. März. (Europapreh.) Die Pariser Zeitungen haben eine Sammlung zu Gunsten der Opfer des englischen Luftangriffs auf die Pariser Vororte eröffnet, die bereits in den ersten Stunden über eine Million Franken erreichte. Die Blätter veröffentlichen weitere Schilderungen von den Stätten der Verwüstung. In einem Pariser Vorort war es erst nach 22ftünbigen ununterbrochenen Be­mühungen gelungen, mit den Ueberlebenben eines großen Gebäudeblocks, die in den Kellerräumen Zu­flucht gesucht hatten und durch den vollkommenen Einsturz der Gebäude verschüttet worden waren, in Verbindung zu treten. Insgesamt dürsten sich in dem Keller 100 Menschen befunden haben. Nach Ueberwindung unzähliger Schwierigkeiten konnten jedoch nur noch zwölf Personen lebend geborgen werden. Erschwert wird die .Lage dadurch, daß es an manchen Stellen nicht gelungen war, die Gas­leitungen abzustellen, was vereinzelt zu Explosionen führte. Auch jetzt noch spielen sich erschütternde Szenen ab, da es erst allmählich gelang, mit den an den verschiedensten Stellen noch unter den Trüm­mern eingeschlossenen Opfern in Verbindung zu treten. Unter den Toten befinden sich auch Perso­nen, die in den Kellern ertrunken sind, als durch den Bruch der Wasserleitungen sich große Wasser­massen in die Kellerräume ergossen, aus denen sich kein Ausweg mehr bot.

Zugunsten der Unglücklichen, die ihre Wohnstätten verloren haben, ist vom Nationalen Hilfsdienst eine umfassende Aktion eingeleitet worden. Täglich wer­den Tausende von warmen Mahlzeiten verteilt. Neben der allgemeinen Empörung, die über den unmenschlichen englischen Angriff in ganz Paris herrscht, verdient auch der tiefe Eindruck Beachtung, den die Berichte aus Vichy über das englische Luft- oerbrechen gemacht haben. DasOeuvre" unter­streicht die Aufmerksamkeit, die man in Vichy der Unterredung P e t a i n s mit dem aus Paris zu­rückgekehrten Admiral D a r l a n schenkt. In dem Bericht desOeuvre" heißt es, dieser Luftangriff werfe neben den sich ergebenden materiellen Fragen auch politische Probleme auf. DieAction Fran- caise" zählt die Angriffe auf, die England seit bemt Waffenstillstand auf französisches Gebiet unternom­men habe und sagt bann:Nachdem es uns in diesem Kriege und in die Niederlage gestürzt hat, nachdem es uns durch eine unerbittliche Blockade alle Leiden des Hungers und des Elends auferlegt, verursacht uns England neue Trauer. Warum? Es wird mit diesem Angriff gegen ein unglückliches Volk nicht feiner Ehre und feinem Ansehen dienen."

Aber seine Leistung sinkt nicht in dem Maße, in dem etwa der geistige Arbeiter durch einen Föhn oder durch einenFrontendurchzug" gehemmt wer­den kann. Während der Bauer gerade mit dem drohenden Wetterumschlag auch seine Kräfte bis zum letzten anjpannen muß, vermag der Großstadt- mensch seine Empfindungen nicht nur meist nicht richtig zu deuten, er wird ihrer auch viel schwerer Herr.

Sicher sind die Lebensbedingungen des modernen Menschen nicht mehr die gleichen, wie zur Völker­wanderungszeit, dafür hat schon die Zivilisation ge­sorgt. Instrumente, mit denen sich auch die feinsten Kerne" und Schmutzteilchen in der Luft zählen lassen, beweisen, daß in der Großstadt mehrere Hundert mal so vielSchwebeteilchen" im Kubik­meter Luft gefunden werden, als auf dem freien Lande ober gar im Hochgebirge. Die Klimpverände- rung geht sogar so weit, daß in der Großstadt im Sommer wie im Winter die Temperatur stets um

Das antike voreuropäische Weltbild war konti­nental bestimmt. Es umschloß den Zusammen­hang der Kontinente Europa, Asien und Afrika, in welche das Mittelmeer wie eine Insel gebettet war. Von der großen als Einheit empfundenen Kontinen- talmaffe nahm die Geschichte der vorchristlichen Zeit ihren Ausgang und formte den Raum des ersten Weltbildes. An der Scheide Europas, Asiens und - Afrikas lag die Wiege des medisch-persischen Reiches, das die Grenzen vom Schwarten Meer bis nach In- i dien in den asiatischen Kontinent hineintrieb, im westlich verlagerten Schwerpunkt bis Italien und die Nordküste des Mittelmeeres erschlossen die Grie­chen die Umwelt, bas mazedonisch-alexandrinische Reich vereinigt beide Herrschaftsräume in einem neuen Mittelpunkt. Auf den Bahnen Hellas' ersteht 1 das Imperium Romanum, das seine Grenzen nach Westen ausweitet, Spanien, Frankreich, England zu Teilen seines Ordnungsraumes macht und tm Nor­den bis zur Nähe des Rhein-Main-Donau-Gebietes vordringt. In ihm wird das Weltbild erstmals nicht als geographische Erweiterung des kontinentalen Blickfeldes erfaßt, . sondern mit politischen Vorstel­lungen verbunden: Welt ist dem römischen Herr- schaftsraum gleichzusetzen. Da dieser Herrschaftsraum im Umweltbewußtsein der gesamten Antike vom Ursprung her im Raum des Mittelmeeres verhaftet blieb, wurden alle Vorstöße nach Norden nur als periphere Vorstöße des eigenen Machtfeldes er­achtet. Don Hannibals italienischem Feldzug über Cäsars gallischen Krieg bis zu den letzten Schlach­ten und Grenzsetzungen des römischen Weltreiches auf kontinentalem Boden bleibt das Umweltbewußt­sein stets an dasmare internum gebunden. So ist es auch nur der Name, den Europa aus dem Mit­telmeerbereich empfangen hat, die historische Grund­legung erfuhr es aus seiner eigenen Mitte.

Der Einbruch des Germanentums in die überkommene Kontinentaleinheit Europas, Asiens und Afrikas vollzieht nicht nur eine Erwei­terung des alten Weltbildes, sondern führt erstmals Europa als eigenständige Größe in die Geschichte ein. Der Eintritt neuer Kräfte in das Blickfeld der bisher erforschten und bekannten Welt läßt das po­litische Schwergewicht vom Mittelmeer nach dem Norden verlagern. Nach dem Verfall der früh- germanischen Reiche als letzter Versuch nachfolgen­der Machtformen in dem Gesamtbereich des ge­schichtlichen Bodens von Kleinasien, Nordafrika und mittelmeerischer Nordküste tritt Europa bas Erbe des antiken Weltbildes an. Mit der fränkjschen Eini­gung des Germanentums fetzt sich Europa zuneh­mend von dem mediterranen Weltbild ab und be­wegt sich um die eigene kontinentale Achse. Die Germanen als das erste geeinte Volk Europas er- . schaffen im Reich zugleich auch die erste euro­päische Ordnung. In dem Zeitraum von 800 bis 1500 ersteht die kontinentale Ausweitung Euro­pas, die erste Wiederbegegnung mit dem Orient, die stetig sich vollziehende Erweiterung des Weltbildes. Wie aber in diesem Zeitraum kein politisches Han­deln in Europa denkbar ist ohne das Reich, ist die Spannweite des Weltbildes gelagert um Europa. Das Abendland ist räumliches, geistiges und politi- sches Zentrum.

Es ist das Zeitalter der'Entdeckungen, das den i Umsturz des kontinentalen Weltbildes und den Auf­bruch des planetarischen einleitet. In ihm sind aus der Fülle der bewegenden Kräfte tzwei Im­pulse besonders zu nennen: Die Ueberrotnoung des unbekannten Raumes der Meere sowie der Durch­bruch der naturwissenschaftlichen Erkenntnis der Ge­stalt der Erde. Das überlieferte Weltbild der kon­tinentalen Einheit Europas, Asiens und Afrikas wird durch die Entdeckung der Kontinente um neue Größen bereichert und erhält ozeanische, termino­logisch besser ausgedrückt planetarische Ausweitung.' - Es ist nun die Geburtsanlage des planetarischen Weltbildes, daß es errungen, erkämpft und getra­gen wird von Europa, das, reif geworden in feiner Einheit als Abendland, nun selbst Schöpfer eines neuen Weltbildes wird.

Dieses neue Weltbild wird aber durch Jahrhun­derte noch getragen von dem europäischen Konti­nent selbst. Alle Expansionen von den frühen Ent- bedungen des begründenden 16. Jahrhunderts bis zu dem Zeitalter des Spätimperialismus des 19. Jahrhunderts sind im Rahmen der weltpolitischen Entwicklungstendenz nUr Verbreiterungen des euro­päischen Raumes, seiner Kultur und vor allem seines politischen Kräftespiels. Wohl entstehen in den weißen Siedlungsräumen, den gemischten Kolonial­gebieten, wie in den abgeschlossenen Kulturbereichen des Fernen Ostens emanzipatorische Regungen und bilden sich wie in Nord- und Südamerika eigene

* Jahrbuch der Weltpolitik (Jahrbuch für Politik und Auslandskunde), 1941.

für Luftforschung teilte der Rektor der Universität, Staatsminister 6r. Schmit thenner, mit, daß die Luftwaffe und die Universität Heidelberg über» eingekommen seien, auf mehreren Gebieten zusam« menzuarbeiten. Für diese Zusammenarbeit werden die Kräfte der Universität der Luftwaffe zur 23er» ügung gestellt. Die Luftwaffe errichtet 1. ein natur­wissenschaftliches Institut, in dem Mathematik, Che­mie, Physiologie und Geologie betrieben werden; 2. ein betriebswirtschaftliches Institut; 3. ein juristi­sches Seminar, in dem Luftrecht und Völkerrecht behandelt werden; 4. ein Sprachforschungsinstitut, in dem die Sprache der Technik in den Kultur­sprachen erforscht wird. Weiter soll eine Zusammen­arbeit auf den verschiedensten Gebieten der Medizin stattfinden. Um einen Mittelpunkt zu schaffen, wird Die Luftwaffe zunächst eine Anlage erwerben für den Sitz dieser wissenschaftlichen Institute.

Als im Jahre 1930 auf dem Eishochland in Grön­land deutsche Forscher sieben Monate in einer Eis­höhle Überwinterten, da konnten sie Temperaturen messen, die bis 64 Grad unter dem Nullpunkt und damit ebenso tief lagen, wie die tiefsten, in Nord- ibirien bei Werchojenks je gemessenen Kältegrade. Sie deutschen Wissenschaftler berichteten später über Schneesturme von solcher Gewalt, daß sie schon beim 2ldiesen der nur wenige Schritte von ihrer Eis- behausung.ausgestellten Instrumente sich verirrten und dann stundenlang im Kreise herumliefen, nur durch glücklichen Zufall den Höhleneingang wieder­indend. Ser zähe Wille zum Surchhalten, der es den jungen Männern möglich machte, mit einem Primuskocher und einer selbstgefertigten kleinen Petroleumlampe als einzigem Heizkörper den langen Polarwinter zu überstehen, war schon Erik dem Roten eigen, als der Grönland besiedelte, und er bewährt sich heute in Rommels großartigem Kampf in Nordafrika ebenso wie in unzähligen Beweisen heldenhaften Durchhaltens im harten Winter der Ostfront. Es ist Die wohl einmalige Anpassungs­fähigkeit des nordischen Menschen, dessen Wille und dessen körperliche Leistungsfähigkeit mehr als die irgendeiner anderen Raffe auch den Klima-Extremen gewachsen sind.

Die germanischen Völker sind mehrfach in ihrer frühen Geschichte nach den verschiedensten Richtun­gen auf den Kontinent gewandert. Die 'Vandalen haben auf ihrem berühmten Zuge nicht nur Frank- reich und Spanien durchquert, sie sind nach Nord­afrika übergesetzt und haben den Gegensatz zwischen dem rauheren Klima ihrer schlesischen Heimat und der heißen Wüstensonne offenbar nicht als allzu störend empfunden, denn sie gründeten in Afrika ein Reich. Nicht viel früher waren die Ostgoten nach Rußland gezogen, wo sie sich auf der Krim und in den südrussischen Gebieten ansiedelten. Sie suchten diese kälteren Gefilde ehenso freiwillig auf, wie die Vandalen die heißen. Sie Landziele der Völkerwan­derungszeit waren durch Hoffnungen und Wünsche bestimmt, die durch Klimafragen nicht beeinflußt

Kleine politische Nachrichten.

Der Stabschef der SA. traf in Wien ein, wo er dem Führer der SA.-Gcuppe Donau, Gruppensüh- rer Generalmajor a. D. R i e g e 1, zu seinem 70. Ge­burtstag im Auftrag des Führers neben der Be­förderung zum SA.-Obergruppensührer ein Bild Adolf Hillers mit Widmung überreichte.

Reichsminister Dr. Goebbels sprach vor Offi­zieren der Panzertruppe auf einem Truppen­übungsplatz. Er gab einen Ueberblitf über die Lage des Reiches und entwickelte Grundsätze und Arbeits­weise der nationalsozialistischen Nachricytenpolitik und Propaganda in der weltpolitischen Auseinander­setzung der letzten Jahre. Anschließend verbrachte der Minister den Abend mit den Offizieren als Gast der Panzertruppe.

Das politische Geschehen der Gegenwart hat seit dem Ausbruch des europäischen Krieges im Osten und dem Kriegseintritt der USA. seinen kontinental- gebundenen Charakter verloren und ist in eine weltpolitische Phase eingetreten. Wir haben an an­derer Stelle* den Zusammenhang des Weltkrieges und der Weltpolitik auf der Grundlage eines gleich­artigen epochalen Vorganges erwiesen und auf die Herauskunft eines planetarischen Weltbil- des, die Vollendung eines Weltstaaten- systems und die Ordnung der Welt in L e b e n s - räume ab gestellt. Solche Entwicklungen stehen im historischen Sinnzusammenhang, dessen Bezug auf die Gegenwart zur Erkenntnis der inneren Lage­rungen stets neu gewonnen werden muß. Senn in einer Wandluna der Strukturen, die das Verhältnis Europas zur Welt neu bestimmt, ist es unerläßlich, das geschichtliche Bewußtsein in die Zukunftsentwick­lung einzuführen. Die Vorstellung eines Weltbildes ist stets abhängig von dem geschichtlichen Umwelt­bewußtsein.

anzupapen. yinzu rommr, oay oer üia'uier aus ,

baritenlofigfeit und schlechter Gewohnheit auch die Heidelberg erhall «iN Lustfahrt-Znstltut ssra ää seesÄ??! ».*«** einer Autobus-Haltestelle steht, ehe er die gleiche Zeit zu Fuß geht. Daß er sich nicht nach dem Wet­ter, sondern nach der Mode anzieht und so seinen Körper gefährdet, statt ihn durch Abhärtung und zweckmäßigen Schutz unempfindlich zu machen. So gerqt die wunderbare Einrichtung des Zusammen- fpiels von Seelenkräften und Wirkstoffen, die beim natürlich lebenden Menschen reibungslos arbeitet, beim Zivilisationsmenschen in Unordnung.

Kalte Winter haben neben vielen Unannehmlich­keiten auch einiges Gute, sie zeigen dem Menschen, wie weit feine Anpassungsfähigkeit noch reicht. Das ungeheizte Schlafzimmer war vor wenigen Jahr­zehnten noch allgemeiner Brauch. Damals gab es auf dem Lande wie in der Stadt auch noch keine Warmwasserleitungen. Man ist inzwischen empfind­licher und damit abhängiger vom Wetter geworden. Der Wille, der früher aus dem Unbewutztsein die Wärmeregulierung auf dem Umweg über tiefere Atmung, bestere Blutzirkulation und ausgeglichenere Hormonwirkung in Ordnung hielt, wird heute auf andere Gebiete ab gelenkt. Wir scheinen keine Zeit mehr zu haben, uns gegen die Angriffe des Wet­ters zu wehren. Ser Körper kann sich aber weh­ren, man muß ihm nur die Gelegenheit dazu geben. Zäher Wille und einige natürliche Hilfsmittel im täglichen Kleinkrieg mit bem Wetter, wie vernünf­tiger Anzug, Morgengymnastik bei offenem Fenster, bewußte Atmung und häufigere Spaziergänge bei jedem Wetter find die Grundlagen dafür.. Der. Stadtmensch muß wieder härter werden, wie es den Eigenschaften feiner Rasse entspricht.

Wieviel Muskelkraft braucht

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die Hausfrau?

Dor 30 Jahren verlangte yian von jeder Haus­frau auch eine gute Muskelkraft. Das war klar: denn für das kräftige Reiben auf dem Waschbrett, das Bürsten mit der Wurzelbürste und das Auswringen konnte man ein schwäch­liches Wesen nicht gebrauchen.

Aber sind diese Muskelkraftanhängninnen bei unserer heutigen feinen Wäsche ausgestorben? Noch Lauge nicht -en» immer wieüee rari)

heute noch feine Wasche, die es gar nicht ver­trägt, mit unnötiger Muskelkraft behandelt. Es ist gar nicht zu sagen, wieviel Wäsche heute noch durch unnötig starkes Reiben, Bürsten und Auswringen entzwei geht. Würde man langer und gründlicher einweichen und sorg­fältiger waschen, dann wäre alles dies nicht nötig und die Wäsche könnte in vielen Fällen doppelt so lange halten. Heute, wo wir weni­ger Wäsche anschasfen können als früher, müs­sen wir mit der bisherigen Wasche beim Waschen besonders sorgfältig umgehen, damit he Möglichst Lange halt.

And die Halsbündchen und Manschetten? Mutz man da nicht doch die Bürste nehmen? Nein, tun Sie das Ihrer guten Wasche nicht an. Machen Sie sich mit etwas Waschpulver und wenig warmem Wasser eine Waschlösung und reiben Sie die schmutzigen Stellen zwischen den Händen durch.

Za, sogar stark verschmutzte Derufswasche tön« nen Sie schonend waschen, wenn Sie ein gutes, fettlösendes Reinigungsmittel nehmen. Es löst ohne Reiben und Bürsten den zähesten Schmutz. Waschpulver brauchen Sie daz^ Dicht»,