Heinz Mvyolz geflorven.
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Verdunkelungszeit:
ebruar von 19.16 bis 8.23 Uhr.
rebruar von 19.18 bis 8.21 Uhr.
Wir scbnel/sten! gebrauchte.
Op« bereift ode bitten un Angebote.
Wirt gebrauchte Pritschenw Anhänger, li’t %-t) t OPEL Verkauf: F:
Ruf: 28^
Persö Samten S. ‘»4»!
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Die Preise für gebrauchte
Sie Ausführungsanweisungen.
Der „VljtzMeiier"und der Bann im Kasten
Theaterleute, die das Publikum nicht sieht.
zählia am gehörigen Platz stehen — es ist zu be- Senken, daß an einem nicht an der rechten Stelle stehenden Stuhl die Wirkung einer Szene, womöglich des ganzen Stückes scheitern kann er muß sich darum kümmern, daß die „Handrequisiten greifbar und in Ordnung sind, daß also etwa der Schauspieler bei seinem Auftritt den Brief, das Feuerzeug oder die Münzen in der Tasche hat, die er gleich benötigen wird, und deren Fehlen ihn in die peinlichste Verlegenheit bringen würde; daß ~ •• ' *• — sgesckrte-
Vorlesen
daß ein immerhin zartes Mädchen wie du das schwere Medizinstutzium ergreift und den schweren Beruf der Aerztin. Sieh, wie Wulflam sich schindet! Und viese Bedenken bestehen bei mir fort /
„Men Bedenken zum Trotz: ich Mtte dich mn
Ein Wille zum Opfer!
NSG. Um ihre Völker für ihre Kriegsziele zu interessieren, sind die herrschenden Schichten in den Ländern unserer plutokratischen und bolschewistischen Gegner mit allen möglichen sozialen Verheißungen freigebiger geworden. „Nur um jetzt ihre eigenen Völker zu ködern, müssen sie in unser Par- telprogramm emsteigen und Einzelsätze heraus«
Rebolz das Amt eines Ortsgruppenleiters und gleichzeitig Bürgermeisters in Großen-Buseck im Äreis Wetterau aus. Im Jahre 1938 erfolgte seine Berufung zum Kreisamtsleiter in Darmstadt, wo er bis zu feiner Einberufung zur Waffen-fs als Kreisgeschäftsführer der NSDAP, unermüdlich tätig war. Außerdem sollte Rebholz in absehbarer Zeit das Amt eines Kreisleiters innerhalb des Gaues Hessen-Nassau übernehmen.
besonders auf Abstechern mfl prcknMven mck tmzü-7 länglichen Bühnenoerhältnisfen — scheußlich kalt und zugig ist.
Im Soufflierbuch |inö alle Regleanweifungen weggestrichen: den Einhelfer kümmert nur der reine, gesprochene Text — natürlich unter Berücksichtigung der von der Regie oorgenommenen Kürzungen und etwa der Briefstellen oder Zeitungstexte, die der Schauspieler abliest. In schwierigen oder zweifelhaften Fällen hat sich der Einhelfer auch die richtige Aussprache notiert, beispielsweise für die Ortsbezeichnung Bloemfontein im „Christian de Wet". Auch läßt der Souffleur von seinem Platz aus, wo er den Bühnenoorgang stets vor Augen hat, gegebenenfalls das Telephon klingeln; während der Inspizient das Zeichen „Vorhang auf!" gibt, regelt der Mann im Kasten den Dorhangfall, worüber er sich durch Lichtzeichen mit dem Beleuchter und dem Vorhangzieher verständigt. Es ist wichtig, daß dies genau klappt; vom rechtzeitigen, schnellen oder langsamen Vorhangfall kann unter Umständen die Wirkung einer Szene oder eines Aktschlusses abhängen. Im Soufflierbuch wird dieser theaterpsychologisch wesentliche Augenblick durch ein Vorsignal angekündigt.
Entscheidend ist der lebendige, keinen Augenblick aussetzende Kontakt des Einhelfers mit dem Schauspieler vor und über ihm. Fingerspitzengefühl und in langen Theaterjahren erworbene Uebung machen hier den Meister: der Mann im Souffleurkasten muß auf die Individualität jedes Schauspielers ein« gehen und den Text so anschlagen, wie jener ihn braucht; mancher will den ganzen Satz gebracht haben, mancher nur das erste Wort. Oft genügt eine Lippenbewegung oder die Blickverbindung von Auge zu Auge. Dabei ist es im Schauspiel gemein- hin schwieriger, bis der Text sitzt, als in der Oper und der Operette, wo die Darsteller schon in der Probe „vorstudiert" herauskommen. Auf lieber- raschungen und Zwischenfälle muß man beim Theater immer gefaßt fein; das betrifft den Mann im Kasten vor allem, wenn 'auf der Bühne einmal einer ins Schwimmen kommt, im Tert springt oder gar zu extemporieren anfängt; auch bei Gasifpielen kann er allerlei erleben, was der Zuschauer zum Glück weder sieht noch hört.
Im übrigen, um es zum Schluß zu wiederholen, was für den Inspizienten gilt, gilt gleichermaßen für den Souffleur: gegen_ das Lampenfieber, so arrftecfenb es sein kann, müssen beide immun fein, und die Bühnenpraxis und Erfahrung vieler Jahre wirkt bei ihnen gottlob wie eine Schutzimpfung.
nm.
NSG. Infolge eines tropischen Unfalles starb an der Ostfront im Dienst für Volk und Vaterlos Kreisamtsleiter H e i n z R e b h o l z. Die Bewegung verliert in ihm einen unermüdlichen Idealisten und Vorkämpfer der nationalsozialistischen Idee. Hein, Rebholz gehörte der NSDAP, seit dem Jahre 1931 an. Im gleichen Jahre wurde er auch aktives Mit- §lied her SA., her er bis zu seinem 1932 erfolgten ebertritt in die ff angehörte. Als aktiver Sturm- führer in Gießen wird er manchem ^-Kameraden unvergessen sein. Don 1934 bis 1937 übte ~ ~ ' ;gruppenleiters und
Großen-Buseck
derte ihr Schatten, von der Flamme an die Wand geworfen, durch das Zimmer.
Christian Fehr saß vor dem Kamin, bis die Glut zusammenfiel. Er trank die beiden Flaschen Dor- oeaux, die Fabian auf den Tisch gestellt, bis zur Neige leer.
Das war der ungemütlichste Weihnachtsabend, den er in den zehn langen Jahren seit Anettens Tod erlebt hatte! Und was mochte Marion um diese Stunde tun? Hätte er dies vorausgesehen, wäre er bei ihr geblieben, Ulla und der Sophienau und dem ganzen Lappersdorf zum Trotz!
Es blieb auch ungemütlich, das ganze Fest über. Selbst die von „Riemchen" herrlich mit Aepfeln gefüllte Weihnachtsgans verbesserte die Stimmung nicht. Vater und Tochter gingen sich lautlos aus dem Wege, beide bestrebt, das ftackelige Thema nicht zu berühren, das zwischen ihnen stand.
Ulla hielt sich droben in ihrem Zimmer auf, Briefe schreibend, wie sie an gab; und Fehr saß den ganzen ersten Festtag über an seinem Schreibtisch, von Geschäftsbüchern, Kladden und Akten umgeben, und rechnete.
Rechnen war für ihn immer die allerunangenehmste Beschäftigung; und in diesem Falle besonders. weil das Ergebnis durchaus nicht so ausfiel, wie 'er es sich wünschte. Er überprüfte immer wieder die Lage seines ganzen Besitzes und erschrak fast, als er merkte, daß er sich in manchen Punkten Illusionen gemacht hatte.
War es nicht leichtsinnig, das Leben noch einmal anfangen zu wollen, wenn man nur gerade so liquide war? Das hätte man freilich früher bedenken müssen! und nun noch die Sache mit Ullas Kapital!
Er rechnete bis tief in die Nacht hinein. Am Morgen des zweiten Festtages schickte er Fabian mit einem Eilbrief, den er nachts geschrieben, in die Stadt. Den ganzen Tag lang war er schlechter Laune, teils weil dieser Brief ibn schon reute, mehr aber noch, weil die erwartete Nachricht von Marion nicht gekommen war. — Marion!
Am Nachmittag hielt er sich stundenlang, um Ulla nicht zu begegnen, in der Sophienau auf, mit den alten GlasblasermeMem Glumm, Seidel und Iu- raschik redend. Er sah ihnen 5U bei allerlei Versuchen, aber er sagte nichts von dem, was er vorhatte, er fühlte fein Gewissen diesen Leuten gegenüber nicht ganz retn und war fast froh, als Glumm-
Zeitungstexte und Briefstellen leserlich ausgeschrieben sind, denn der auf der Bühne zum Dorlesen aufgeforderte Darsteller würde es übel vermerken, wenn er im entscheidenden Moment ein unbeschriebenes Blatt in der Hand hielte.
Durch einen Blick ins Jnsptzientenbuch kann man sich davon überzeugen, daß alle diese Dinge, auf die während der Aufführuna zu achten ist, neben dem Text durch Buchstaben, Ziffern oder klein« Symbole vermerkt sind, öle dem ahnungslosen Laien wie Hieroglyphen vorkommen. Der Inspizient, der Oper und Operette betreut, muß überdies auch Roten lesen können und überhaupt musikalisches Gefühl haben. Wir werfen einen Blick in den Auszug zum „Spitztzntuch her Königin", in den eine Menge kleiner Merkzettel sauber eingeklebt sind; an alles ist gedacht, es gibt feine Kleinigkeit, die nicht wichtig werden könnte
.Kannst du haben!" Rur mit Müh« Welt 9ef)r an Roch nie hatte Uito so zu ihm gesprochen. Fannst du selbstverständlich haben! Ich mache es (oferrt flüssig - du weißt, das Kapital steckt m mehren Unternehmungen, aber hf) mach es flüssig, damit du deinen Willen hast! Nur eins Mth ich dich: auf keinen Fall unüberlegt ober übereilt zu handeln. Weder in Hinsicht aufs Studium, mS auf afles, was deine Stellung zum Haus betrifft. Ich begreife Ja M nwtn Kind", fuhr et viel ruhiger
Die wegen der Kriegsverhältnisse zunehmende Ein- schränkung in der Herstellung zahlreicher Peuwaren hat allenthalben zu verstärkter Nachfrage nach ye- brauchten Waren geführt. Dabei entstanden Preis» erhöhungen, die nicht geduldet werden können und die zu der Verordnung des Reichskommissars für die Preisbildung mit ihrer reichseinheitlichen Regelung der Preisbildung für gebrauchte Waren führten. Nach dieser Verordnung darf auf keinen Fall der Verkaufspreis für gebrauchte Waren 75 v. H. des zulässigen Preises für gleichartige oder vergleichbare neue Waren übersteigen.
Die Ausführungsanweisungen, die der Preisbll- dungskommissar jetzt zu der neuen Verordnung erlassen hat, klären, daß gebrauchte Waren im Sinne der Verordnung solche Waren sind, die in die Hand des Verbrauchers gelangt find und ungeachtet des Grades ihrer Benutzung ober Abnutzung noch geeignet sind, dem gleichen Verwendungszweck zu dienen wie im ungebrauchten Zustand. Deshalb unterliegen z. B. gebrauchte Flaschen den Vorschriften der Verordnung, dagegen nicht Altmaterial wie Lumpen, Schrott, Makulatur, Abfall usw. Ange- staubte, beschädigte ober sonst im Wert zurückgesetzte ungebrauchte Waren, die sich im Handel befinden, fallen nicht unter die Vorschriften der Verordnung.
Die nunmehr hochstzulässigen Preise dürfen nickt nur beim Verkauf, sondern auch beim Ankauf nicht überschritten werden. Mithin gelten auch Kaufge- suche, die erkennen lassen, daß der Käufer sich zur Zahlung von überhöhten Preisen bereit erklärt, als Zuwiderhandlung gegen die Vorschriften der Derorimung. Das gilt jedoch nicht für überhöhte Gebote bei Versteigerungen, weil hier die Einhaltung der.höchstzulassigen Preisgrenze ausschließlich
fischen, diese armseligen Stümper!" sagte der Füh»I rer in seiner Rede am 30. Januar 1942. In Wirt. I lickkeit ist es ihnen keineswegs um die Verwirk» I licyung eines ehrlichen Sozialismus zu tun.
Deutschland dagegen hat diesen Sozialismus I längst erfahren. Es ist der Sozialismus, der auj I dem Grundsatz „Gemeinnutz geht vor Eigennutz I auf gerichtet wurde. Stärker noch als bisher sind! unsere Herzen erfüllt von her Opferbereitschaft, ba I wir durch sie mithelfen können, ben Sieg zu er»! ringen, sei es auch nur zu einem bescheidenen Teil I Als wieviel zwingender erkennen wir die Notwen.! digkeit dieses kleinen Opfers, da unsere Soldaten an den Fronten für Deutschland bluten!
Die Größe unserer Bereitschaft zur Spende am kommenden Ovsersonntaa wirb die beste Antwort an die Kriegshetzer in London, Moskau und Wa-l shington fein, die dem Aberglauben huldigen, diese unverbrüchliche Gemeinschaft des deutschen Volkes stören zu können.
Haftung des Mieters für Winterschäden
NSG. Die Gauckaltuna Hessen-Nassau der Deutschen Arbeitsfront teilt folgendes mit: Dem Mieter obliegen zwar Instandsetzungsarbei. ten nur bann, wenn er sie vertraglich übernommen ober wenn er die Schäden schuldhaft verursacht hat. Sonst ist der Vermieter gemäß § 536 BGB zur Ausführung verpflichtet. Unabhängig davon besteht aber stets eine in der höchstrichterlichen Rechtspre« chung verankerte sogenannte „Obhutspflicht" bes| Mieters, die diesen zur pfleglichen Behandlung der Mietsache, unter anderem auch zur Verhütung von Frostschäden verpflichtet. Diese Obhutspflicht ist durch § 548 BGB. begrenzt, worin bestimmt ist, daß der Mieter Veränderungen oder Verschlechterungen der gemieteten Sacke, die durch den vertragsmäßigen Gebrauch herbeigeführt werden, nicht zu oertrehd hat. Im Rahmen der Obhutspflicht ist aber, wie her Vorsitzende einer Mietkammer des Landgerich es Berlin, Landgerichtsdirektor Dr. Bandmann, iw
feine Hand netzte:
,Hch bin mehr als erstaunt, Ulla. Hast du denn die ganzen Jahre in heimlicher Gegnerschaft aeaen mich hier gelebt? — Es waren doch wahrhaftig nicht nur egoistische Gründe, hie mich nein sagen ließen. Ich habe wirklich ernsteste Bedenken gehabt, daß ein immerhin zartes Mädchen wie du das
Der feurige (dfeu
Remaii vo« Hans von Hülsen
9 Fortsetzung. (Nachhruck verboten.)
„Wie hem auch sei, Papa", unterbrach Ulla: „Mein Platz ist jedenfalls nicht mehr hier. Ick fa$e das ohne Vorwurf, der mir nicht zusteht. Es ist die logische Folge. Zahle mir mein mütterliches Erbe aus und laß mich meiner Wege gehen."
„Ulla! Ulla!", ries Fehr: „Wie sprichst du? Meiner Wege gehn —, Gott im Himmel, was für ein Ausbruck! Wir trennen uns doch nicht, wenn ich wieder heirate!"
„Verzeih, Papa. Wirklich ein bummer, Ungeschick- ter Ausdruck. Ich wollte Jagen: meinen Weg gehen. Den Weg, den ich mir wünsche, und den du mir qprroeiaert hast Du brauchst ihn mir auch jetzt nicht zu erschließen: Mama wird es tun, wie sie's getan hätte, wenn sie lebte. — Ich bitte nur um das, was mir gehört."
Fehr setzte das bauchige Rotweinglas so heftig auf ben Tisch, daß her Wein, Über ben Rand spritzend,
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ort, ,§aß ich dich sehr überrascht habe. Es fordert Zeit, sich an ben Gedanken zu gewöhnen, ich ver- tehe. Aber versteh, bitte, auch mich. Diese Bitte ollte eigentlich überflüssig sein, wie? Ich glaubte immer, wir wären im Laufe der Zeit so aneinander herangewachsen, daß einer den andern vollkommen begreift. Es wäre wirklich unverzeihlich, Ulla, wenn hu bir nickt Zeit ließest, alles zu hebenden. Dor allein die Frau kennenzulernen, um die es hoch geht, für uns beide! Ich habe Fräulein von Brakei über Neujahr eingelaben ..."
„Warum hast hu übrigens von Wernigerode telephoniert?", fragte Ulla, als hätte sie nichts von allem gehört, was er gesprochen.
„3a... Wir waren In Wernigerode, Marion und ich..." Fehr bückte sich nieber, um die glühenden Holzkloben im Kamin zu ordnen. Er wollte Zeit gewinnen. Er scheute sich, seinem Kind zu sagen, daß er und die Geliebte in den kleinen Ort im winterlich verschneiten Harz gefahren waren, dort ihren Liebesbund 5U besiegeln — richtiger: daß er Marion Hals über Kopf aus Berlin entführt hatte, um sie vor jeder neuen Begegnung mit Abbea zu sichern! Es war gut, daß her Widerschein des Feuers bte Röte verbarg, die ihm über die Stirn kroch, ba er fick zu einer Unwahrheit gezwungen sah. ,Marion hat dort nämlich Verwandte , fuhr er, :n her Glut herumstochernd, fort, „mit denen wollten wir alles besprechen. Die Beziehungen zu ihren Eltern müssen nämlich wieder erst völlig ins Lot ge- bracht werden, st< Haden durch ihre Bühnenlaufbahn etwas gelitten, wie bas ja häufig oorkommt, wenn junge Mädchen aus guten Häusern gegen den Willen her Eltern ihrem Drang zur Bühne folgen.. Ja", und er richtete sich auf, „also Fräulein von Brakei kommt Silvester zu uns. Du wirst sie ken- nenlerntm. Ich bin sicher, ihr gewinnt euch lieb. Und du siehst bann alles ruhiger und klarer, als du's leider — aber vielleicht begreiflicherweise — heute tust..
„Vielleicht, Papa." Ulla leerte bas Glas, stand auf, reichte ihm die Hand: „Sei nicht bös, ich gehe jetzt hinauf. Es ist nicht einfach für mich und mit fn etwas ist man am besten allein. Gute Nacht." — „Aber denke jedenfalls daran, bas Kapital flüssig zu machen!"
Sie ging, ohne ben Vater, wie sonst immer, zum 1 Abschied auf die Stirn geküßt zu haben. Groß man-
dem Versteigerer obliegt Das vom Ersteher einer Ware bei der Versteigerung zu erhebende Aufgeld ist kein Teil des höchstzulässigen Preises, sondern eine darüber hinaus zu zahlende besondere Gebühr.
Auch der Verkauf gebrauchter Waren durch Privatpersonen unterliegt der Verordnung. Die Preisbehörden haben zur Ueberwachung dieser Verkäufe vor allem die Verkaufsanzeigen in der lokalen Presse zu verfolgen und laufend durch Stichproben bei Verkäufern hie Beachtung her Preisvorschristen nachzuprüfen. Die vorgeschriebene Preisangabe in ben Verkaufsanzeigen erleichtert die Ueberwachung. Fehlen in Anzeigen nähere Angaben über den_ Verkäufer — sogenannte Ziffernanzeigen —, so können hie Personalien hes Verkäufers bei der Anzeigen- verwaltung der Zeitung festgestellt werden.
Gebrauchte Gegenstände, die einen Sammler- oder Kunstwert besitzen, unterließen nicht der Verordnung; ihr Wert muß aber oflensichtlich den etwaigen Gebrauchswert übersteigen. Der Kreis dieser Gegenstände umfaßt Kunstgegenstände, kunsthanhwerkliche und kunstgewerbliche Gegenstände, sowie Brief- marken. Bei Ware, die als „neuroerttg" oder ,/wie neu" angeboten wird, kann die Preisforderuna bis zur zuläfflgen Höchstgrenze gehen, wenn die behaupteten Voraussetzungen tatsächlich zuttesfen. Das mit auch für gebrauchte Ware, die vom Gebrauchtwarenhandel vor dem Weiterverkauf aufgearbeitet ober ausgebeffert wird. Jede größere Wertminderung, auch dadurch, daß der Gegenständ aus der Mode gekommen ist, mutz in einem größeren Abschlag zum Ausdruck kommen. Bei Gegenständen, die zusammen gehören und zusammen verkauft werden sollen, z. B. Zimmereinrichtungen, genügt die Angabe eines Gesamtpreises.
Die folgende Reportage ist her Nieder- schlag einer Unterhaltung mit den Inspizienten und hem Souffleur am Theater her Universitätsstadt Gießen.
Was ein Schauspieler, ein Opernsänger, eine Tänzerin ist, braucht niemandem erklärt zu werden. Auch barüoer, was her Intendant und der Kapellmeister her Bühnenbildner und her Regisseur machen' - von besten vielseitiger Arbeit hier vor einiger Zeit ausführlich gesprochen wurde — dürfte gemeinhin kein Zweifel herrschen Es gibt indessen außer diesen in her Oefsentlichkett bekann- testen Repräsentanten des Theaters noch eine ganze Menge Leute vom Bau, deren Tätigkeit für den Theaterbetrieb im Allgemeinen wie für hie einzelne Vorstellung im Besonderen von erheblicher Wichtigkeit ist, obwohl der Besucher sie nicht zu sehen bekommt, selten an sie denkt und meist von dem, was sie tun und treiben, nur eine ungewisse oder gar keine Ahnung hat. Sie kommen nicht mit an die Rampe, wenn der Beifall eines zufriedenen, erhobenen ober erheiterten Publikums ben Darstellern entgegenbrandet; oft haben auch her Spielleiter und der Autor, her Dirigent und her Bühnenbildner an solchem Applaus teil, an Blumenspenben und näheren greifbaren Zeichen des Dankes, her Anerken- nung und her Verehrung. Hingegen kann sich der Kunstbettachter aus jahrelanger Praxis keines Abends entsinnen, an hem etwa einmal auch dem Inspizienten ober dem Souffleur ein Lorbeerkranz ober wenigstens ein Blumenftöckchen überreicht wor- den wäre. Sie hätten es immerhin von Zeit zu Zeit verdient — sie und noch eine Anzahl anderer, x meist vergessener oder übersehener Mitarveiter, dem Blick her Oeffentlichkeit entzogener Helfer am Werk. Wer sich aber klarmacht, wie wesentlich, ja unent- behrlich ihre theatralische Funktion zum Gelingen einer Vorstellung ist, und haß eine Ausführung durch ihr Versagen genau so „geschmissen" werden kann wie durch einen heiseren Sänger ober einen „schwimmenden" Schauspieler, wird es nicht unbillig finden, wenn hie tägliche Dühnenarbeit auch einmal von diesen Arbeitsbezirkeu her ein wenig beleuchtet und gewürdigt wird.
Wir haben die Herren Seitz und Appel, hie am Gießener Theater als Inspizienten für Schauspiel, Oper und Operette tätig sind, gebeten, ein wenig von ihren Aufgaben und Sorgen zu erzählen. Der Inspizient, auf deutsch auch Spielwart genannt, hat jede Vorstellung vom ersten Klingelzeichen bis bis zum letzten Dorhangfall zu überwachen. Seine Tätigkeit wird am besten dadurch charakterisiert, .daß der unserer Unterhaltung beiwohnende Oberspielleiter ihn als den „Blitzableiter" des Regisseurs bezeichnet. Er muß sozusagen die Ruhe weg haben. Inspizient und Souffleur sind die beiden eiiytyen Leute am Theater, die nicht nervös werden dürfen. (Alle anderen dürfen.) Der Inspizient ist an her Bühne ungefähr bas, was in her Kompanie der Spieß ist. Haben mir uns verständlich gemacht? Aber das wären erst die Voraussetzungen und Grunherfordernisse dieses verantwortungsschweren Berufes.
Der Kommandostand des Inspizienten befindet sich vor her großen Schalttafel, von der aus er sich durch Lichtzeichen und Summergeräusche, die Ausführung in jeder Phase peinlich überwachend, ver- ständlily machen kann? Er gibt zu Beginn^ bas Klingelzeichen — für die Zuschauer in den Gängen wie für die Schauspieler in ben Garderoben. Er gibt mit dem Gong das Zeichen zum Beginn, er laßt auch das rote Licht als Pausenzeichen auf- leuchten. Er haftet dafür, daß jeder Schauspieler an seinem Platz steht, daß jeder Auftritt zur rechten Zeit und durch die richtige Tür kommt. Das Buck des Inspizienten verzeichnet nicht nur ben Tsxi (samt den etwa arraebrackten Strichen), sondern auch, was sonst in jeder Szene erforderlich ist, vor allem an Geräuschen „hinter der Bühne": er macht den Schlachtenlärm im „Prinzen von Hornburg die Negermusik im „Dschungel , bas Kindergeschrei im „Aufruhr im Damenstift", er regiert über Donner und Blitz, über Regen und Wind, er verfügt über Pferdegetravpel, über Schuß- und Klinael- geräusche, über Autohupen und Hahnenschrei. (Wir werden uns hüten, in die Geheimnisse und Feinheiten seiner Kunst einzudringen.)
Der Inspizient yat ferner sein Augenmerk darauf zu richten, daß alle stumm mitspielenden Dinae vor- Händen sind, daß die Möbel im Bühnenbild voll-
Etn aufgeregter Inspizient ist nicht zu brauchen, aber auch der Mann im Kasten, der Souffleur oder Einhelfer, muß die Ruhe weg haben. Denn siehe, dieser Mann wirkt beruhigend allein durch seine Anwesenheit. Wer das Theater kennt, weiß, was bas wert ist. „Die Schauspieler gehen alle mit großer Ruhe und Sicherheit raus, wenn ich da unten itze", fagt Herr Bandis, der seit vielen Jahren ein Amt verwaltet und über eine reiche Erfahrung verfugt. Er sieht die Aufführung aus einer Perspektive aus der sie sonst niemand zu sehen bekommt. Seine Arbeit erfordert eine außerordentliche Konzentration und ein empfindliches Fingerspitzengefühl — abgesehen von den rein physischen Anforderun- gep seines Berufes: das dauert an manchen Tagen mit den Proben acht oder neun Stunden, und es ist bestimmt nicht jedermanns Sache, während dieser Zeit ohne Unterbrechung in einem engen Gehäuse zu sitzen, in dem es außerdem vielfach —
Z«r Desinfektion nnd Wnndversorgnng gebraucht man ble feit über 10 Jahren bewährte Sepso- Tinktur, die in allen Apotheken und Drogerien ui Fläschchen zu fünfundfünfzig Pfennigen und in Tupf« röhrchen zu neunundvierzig Pfennigen erhältlich ist. Sie desinfiziert wie Iod-Tinttur und wird genau so angewandt. Sepso-Tinktur findet nicht nur bet Hieb-, Stich-, Biß-, Schnitt, und Schürfwunden Anwendung, sondern auch bei Entzündungen in der Mundhöhle und des Zahnfleisches sowie zur Desinfektion von Pickeln und Insektenstichen. Infolge ihrer großen T^fen« Wirkung erweist sie sich ferner bei Prellungen, Queb । schungen und in allen Fällen, in denen eine gesteigert« f Durchblutung des Gewebes erwünscht ist, als sehr brauchbares Behandlungsmittel.___
Theo wieder einmal mit seinen religiösen Spintisie. rereien anfing, die er bereits von jung auf^kannie. : Theo Glumm war ein echter unb rechter «chlesier. mit einem Wurzelmännchengesicht, zu allzuviel Grübelei geneigt,' im Grunde, wie jedermann wußte, nicht so ganz richtig im Kopf; aber der geschickteste Meister auf der Hütte.
Am Siebenundzwanzigsten kam endlich Marioni Brief. Sie schrieb aus Weimar, sehr erfüllt von bet Atmosphäre her Stadt unb den Dingen, die sie zum ersten Male im Leben gesehen hatte. Ihr Stil hat» etwas leicht Komödiantenhaftes, was Fehr belustigte; seine Stlmung wurde durch diesen Brief so rosig, daß er daran dachte, mit her zürnenben Ulla noch einmal in aller Ruhe über die Heiratsfrage zu sprechen. Doch Ulla war in die Stadt Ze- fahren, unb es hieß, sie käme erst abenbs zurück.
Am nächsten Tag machte Fehr nach dem Tee einen lange aufgeschobenen, halb geschäftlichen Besuch beim Rittmeister a.D. Demblin, hem Pachter von Nieder-Lappershorf; es gab wegen der Anlagt neuer Fischzuchtteiche etwas zu besprechen, Wasser- gerechtsame mußten zu diesem Zweck grundbuchlich geändert werden. Die beiden Herren saßen rauchen» und Sliwowitz trinkend in des Rittmeisters vollgequalmtem Arbeitszimmer, bis es Fehr einfiel, bafi ja um halb acht Uhr Fontana zum Essen erwartet wurde. Es war reichlich spät, als er aufbrach, ck mußte, was ihm Gott sei Dank nicht schwer fiel, lange Beine machen, um noch zur rechten Zelt in» Schloß zu kommen. . .
Während er sich umkleidend vor dem in den Schrank eingelassenen Spiegel stand, klopfte Fabia» und meldete schon den Besuch.'
„Sag der Baronesse, daß sie ihn empfangen möchte!"
,L>ie Baronesse ist nicht da, Herr Baron.
„Wieso —?" fragte Fehr hinter der Tur — w ihn umfing sogleich ein unangenehmes Gefühl.
„Baronesse Ulla ist doch um vier Uhr meg^ fahren —", hörte er den alten Diener sagen.
„Weggefahren? - Schick mal Fräulein NA tjerauf. Und bitte den Herrn zu warten, ich katm
Er vollendete in großer Hast, immer topf* tefnb, seinen Anzug unb hatte dann ein kurzes ö* spräch mit ,Memchen".
(Fortsetzung folgt)


