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vsMttstag, 6. August l942

Gietzener Anzeiger

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(92. Jahrgang Nr. (83 EriÄeim täglich, außer Sonntags und feiertags

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Oie unbekannten Tataren

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Die Tataren sind schon im 13. Jahrhundert in

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Nachdem unser Stockholmer Vertreter das Verhältnis Australiens zu England be­handelt hat, geben wir hier eine Darstellung der ungewissen australischen Zukunft vom Stand punkt der USA. aus. Der Ver­fasser, der frühere Veuyorker Korrespondent

von Europapreh, Dr. Joseph verwertet darin Material, das er USA. mitgebracht hat.

Seit dem Fall von Singapur geben sich

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. und rung« reten, i vor.

Der große Fächer.

Don unserer Berliner Schriftleitung.

Ostwärts oes zi j o ro j u> e n zueerev nugeiu sich deutsche und rumänische Divisionen in breiter Front der Eisenbahnlinie Jeisk Tichorezk. Der Feind leistet hier nur noch vereinzelt wider­stand. Am Kuban wurde der wichtige Eisenbahn­knotenpunkt Kropotkin von einem Verbände der Waffen-^ nach hartem Kampf genommen. Damit ist der Fluh nunmehr in über 100 km Breite erreicht. Nördlich Armawir gelang es, Brücken­köpfe auf dem Westufer des Kuban zu bilden, wehrere feindliche Kolonnen wurden durch den schnellen Vorsloh der motorisierten Verbände ab­geschnitten und vernichtet. Die Luftwaffe griff den auf den Kaukasus zurückweichenden Feind ununter­brochen an und setzte die Bombardierungen von Transportstauungen auf den Bahnlinien mit ver-

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Transportzüge wurden durch Sturzkampfflugzeuge zerschlagen.

Italienische Schnellboote versenkten im Schwär- z e n Meer einen sowjetischen Kreuzer von 6500 Tonnen.

Zwischen Sal und D o n bahnen Kamps- und Schlachtfliegerverbände den nach Osten vorslohen- den Panzerspitzen den weg. Im grohen Don- bogen griffen die Bolschewisten gestern nur mit schwächeren Kräften erfolglos an.

Im Raum von Rschew dehnten die Sowjets ihre von starken Infanterie- und Panzerkräften vorgetragenen Angriffe auf weitere Frontabschnitte aus. Rördlich der Stadt scheiterten alle Entlastungs­angriffe an dem ungebrochenen Widerstandswillen unserer Truppen und dem vorbildlichen Zusammen­wirken aller Waffen. Am Wolchow und vor Leningrad brachen mehrere von starkem Ar­tilleriefeuer unterstützte feindliche Angriffe zu­sammen.

Die britische Luftwaffe unternahm in der ver­gangenen Rächt mit schwachen Kräften planlose Angriffe auf das rheinisch-westfälische Industrie­gebiet. In einigen Orten entstanden geringfügige Schäden. Ein feindliches Flugzeug wurde abge­schossen.

Leichte deutsche Kampfflugzeuge griffen am ge­strigen Tage Ziele an der englischen Süd- küste an und erzielten Volltreffer in kriegswich­tigen Anlagen der Stadt Brighton. Auherdem wurde ein Vorpostenboot getroffen. In der Rächt

nische Militärschriftsteller alle Mühe, die von Wei­zen besiedelten Gebiete südöstlich - der Philippinen nicht mehr als zumFernen Osten" gehörig, son­dern als Teile desFernen Westens" zu bezeichnen. Sie erklären, Australien und Neuseeland gehörten nicht zum Osten und seien von diesem ebenso weit entfernt wie Kanada unh Südafrika.

Die Meinung des amerikanischen Oberkommandos in Washington, die nicht unbedingt mit den An­sichten und Handlungen übereinstimmt, die Roose- velt als oberster Kriegsherr" undvielseitiger Po­litiker" entwickelt, ist' treffend in dem vor nicht langer Zeit erschienenen Buch von George E. Tay­lor,America in the New Pacific, ausgedrückt. Mit voller Zustimmung der amerikanischen Heeres- fachleute schreibt Taylor darin, England und die USA. brauchten, wenn sie in diesem Kriege mehr als eine blohe Waffenruhe erreichen wollten, kon­tinentale Verbündete, wie die Sowjet­union, China und etwa Indien. Die Produktions­kraft der USA. und die englische Flotte seien zur Erringung eines Sieges nicht ausreichend. Der asia­tische Kontinent müsse von den kontinentalen Ver­bündeten offengehalten werden, bis die Produktion der USA. fließe, bis also auch genügend Tonnage verfügbar sei. Die Militärs in den USA. haben in der Entsendung amerikanischer Truppen nach Australien von Anfang an mehr eine politische als eine militärisch notwendige Aktion gesehen. Wir die USA. sind Kanada, Neuseeland und Australien Juniorpartner" im pazifischen Feldzug. Die USA. haben den Schutz dieser Territorien übernommen und mit der Entsendung McArthurs eine G e st e gemacht.

Die militärische Beurteilung dieses Vorganges und damit auch wiederum eine nicht uninteressante, indirekte Meinungsäußerung des USA.-Oberkvm-

fpitzen bombardierten Kampf- und Zerstörerflug­zeuge in rollenden Einsätzen den fliehenden Feind. Im Raum von Armawir versuchten die Bolschewi­sten durch Einsatz stark bewaffneter Panzerzüge ihre zurückweichenden Nachhuten zu decken. Sturzkampfflugzeuge zerschlugen diese Entlastungsoorstöße und vernichteten dabei drei Pan­zerzüge. Auf der Bahnstrecke ArmawirGeorgijewsk wurden zahlreiche Transportzüge schwer beschädigt.

Der Wehrmachtbericht.

DRV. Aus dem F ü h r e r h a u p l q u a r l i e r, 5. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt

Die wichtigste Unterscheidung zu der ostslawnkpeu Umgebung ist ihr Bekenntnis zum Islam, wie über­haupt unter primitiv-einfachen Verhältnissen das Religionsbekenntnis sehr viel mehr Unterscheidungs­merkmal ist als die Sprache oder gar ein National­bewußtsein. Alle Reisenden rühmen den Tataren nach, daß sie sich durch Nüchternheit, Gastfreiheit und Arbeitsamkeit auszeichnen. Sie besitzen eine gute natürliche Begabung und können was in dem Dölkergemifch der osteuropäischen und asiati­schen Steppen und Gebirge sehr bemerkenswert ist- fast durchgängig lesen und schreiben. Man unter­scheidet seßhafte und nomadisierende Tataren, viele widmen sich dem Handel oder der Hausindustrie.

Auch das Wort von derT a t a r e n n a ch - richt" verstehen wir heute viel besser als noch vor einem Jahr. Man versteht unter ihr eine Nachricht, die erstaunlich oder sensationell ist und sich hinter­her als falsch herausstellt. Auch dieses Wort hat einen geschichtlichen Hintergrund. Als Engländer, Franzosen, Piemontesen und Türken 1854 S e - w a st o po l belagerten, brachte ein Tatar in den Bereich irgendeiner der damaligen Telegraphen- stationen die voreilige Meldung von dem Fall Se­wastopols. Daher dieTatarennachricht"! Die Krimtataren haben unsere Truppen schon im Vor­jahr gut ausgenommen, sind auch über die schwie­rige Winterzeitbei der Stange geblieben" und stellen militärische Hilfsorganisationen. Der Tatar, der 1854 dieTatarennachricht" schuf, hatte ähnliche Gefühle, was nicht verwunderlich ist, da schon der Zarismus die Mehrzahl der Tataren zur Auswanderung in die Türkei gezwungen hatte.

zum 5. August belegte die Luftwaffe Hafenanlagen an der Südwestküste Englands mit Bomben.

In der Rächt zum 2. August kam es im Kanal zwischen deutschen Minensuchbooten und britischen Kanonen-Schnellbooten zu einem kurzen Gefecht, in dessen Verlauf ein feindliches Boot durch Ar­tillerievolltreffer vernichtet, zwei weitere in Brand geschossen und ein viertes schwer beschädigt wurde. In der Rächt zum 4. August torpedierten deutsche Schnellboote bei einem Vorstoß in den Kanal drei Dampfer von zusammen 5000 BRT^ von denen zwei gesunken sind. Das Sinken des dritten konnte wegen starker Abwehr nicht beobachtet werden.

Sowjetkreuzer im Schwarzen Meer von italienischen Schnellbooten versenkt

Rom, 5. Aug. (DNB.) Bei einem kühnen nächt­lichen Dorstoß italienischer Schnellboote im Schwar­zen Meer gegen sowjetische Seestreitkräfte wurde ein sowjetischer Kreuzer der KlasseKri- mea Rossa" torpediert und versenkt. Die italieni­schen Schnellboote kehrten trotz der heftigen Gegen­wehr der sowjetischen Seestreitkräfte sämtlich un­versehrt zu ihren Stützpunkten zurück. Der Kreuzer wurde alsKrasnyK ri m" (Rote Krim) identi­fiziert. Er hatte eine Größe von 6600 Tonnen, war bewaffnet mit 15 130-mm-Geschützen, sechs 102=mim Geschützen, zwölf Torpedowerfern und hatte eine Katapultvorrichtunq. Seine Geschwindigkeit betrug 30 Knotern

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planmäßig rollende Verfolgung

Marschleistungen bi- zu 60 Kilometer am Tage.

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Brückenköpfe am Kuban

Von Kriegsberichter Dr. Fritz Meske.

benennen, womit er die Tataren als der Unterwelt entstiegen bezeichnen wollte. Seither geistert die falsche RechtschreibungTartaren" durch die Welt­geschichte. Wir werden gut daran tun, die Tataren ebensowenig nach diesen geschichtlichen Erinnerungen zu beurteilen wie etwa die heutigen Magyaren nach den Ungarn, die Kaiser Otto I. auf dem Lech­feld schlug.

erheblichen Transportstauungen beim Feind geführt. Die unter diesen Umständen durchgeführten deut­schen Luftangriffe waren schlechthin vernichtend. Die Zerschlagung von zwei Panzerzügen und 24 Trans- portzügen ist ein charakteristisches Ergebnis.

Zu diesem fächerartigen Vorgehen gehört auch die am 4. August gemeldete Einnahme von W o r o - schilowsk. Der Raum von Woroschilowsk ist ein großes Agrargebiet, in dem Sommer- und Winter­weizen, Mais, Gerste, Sonnenblumen, Sojabohnen, Rizinus, Kartoffeln, Wassermelonen, Gemüse und Garten früchte angebaut und Feinwollschafe ge­züchtet werden. Die Stadt Woroschilowsk, die früher Stawropol hieß, zählt rund 100 000 Einwohner und ist ein bedeutender Rüstungs- und Jndustrixstandort. Entsprechend der 'intensiven Landwirtschaft ihres Hinterlandes hat sich in der Stadt eine vielfältige Lebens- und Genußmittelindustrie entwickelt. Das Werk Krasny Metallist hatte eine Belegschaft von rund 16 000 Mann. Die Friedensproduktion um­faßte Bohrmaschinen- Traktoren, Dieselmotoren, Gußeisen usw. In letzter Zeit ist die Produktion auf Rüstungsmaterial, insbesondere Panzerkampfwagen und Munition, umgestellt worden. In anderen Fa­briken wurden Maschinengewehre, Stacheldraht und Fahrzeuge hergestellt. In Woroschilowsk gibt es ferner Werke der Maschinenindustrie und der che­mischen Industrie.

Die politische Unruhe, die von den großen mili- tärischen Erfolgen der deutschen Truppen in diesem Gebiet ausgeht, hat zu einer Hochflut von Kom­binattonen, auch Reisegerüchten geführt. Tatsache ist, das das Prestige der Sowjetunion und Englands nicht nur im vorderen Orient, sondern auch im zentralen und südlichen Asien gelitten hat.

haben, und besonders die Nächte erfordern in den neu eroberten Gebieten äußerste Aufmerksamkeit. Wie immer im Zeichen großer Dormarschkämpfe treiben sich zwischen den Marschstraßen der Divi­sionen noch verdrängte Feindteile herum, die plötz­lich eine Kolonne ober eine Unterkunft überfallen. So sind auch die Stäbe, die täglich mehrmals ihre Gefechtsstände verlegen müssen, um dem Vormarsch ihrer Truppen zu folgen, ständig in Alarm­bereitschaft und stehen oft genug selbst im An­griff.

Unausgesetzt aber rollt der Nachschub an schweren Waffen und Dersorgungsgütern aller Art. Es dauert immer nur kurze Zeit, bis der feindliche Widerstand gebrochen ist, und was zwischen den Straßen herumirrt, wird von den nachfolgenden Truppen gesammelt und ins Gefangenenlager ab- geführt.

Die moralische und waffenmäßige Ueberlegenheit des deutschen Heeres hat durch den Winter nicht etwa gelitten, sondern ist gegen alle Erwar­tungen der feindlichen Welt ganz erheblich ge­stiegen. So hat uns auf dem Marsch vom Donez zum Kuban die absolute Gewißheit unseres End­sieges strahlender als je bei allen Kämpfen und Strapazen begleitet.

Im einzelnen erlebten wir auf diesem Wege durch die Steppe häufia genug Kampf bilder von stärkstem Eindruck. Weithin leuchteten in die Nacht die Brände der Dörfer, die die sowjetische Luftwaffe wahllos bombardiert. So hat die harm­lose Bevölkerung, die auch hier fast nur noch aus Frauen und Kindern besteht, und die bisher weit ab vom Kriege lebte,, ihre ersten kriegerischen Ein­drücke. Verängstigt fliehen die Familien nachts vor ihren Bombern auf die Steppe.hinaus und find bei Tage schnell gut Freund mit den durchziehenden deutschen Soldaten.

Nun stehen die ersten deutschen Truppen am Kuban. Geländeschwierigkeiten irgendwelcher Art können das deutsche Heer nach seinen verschieden- arttgen Kriegszügen durch ganz Europa nicht mehr erschrecken.

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Berlin, 5.August. (DNB.) Mit der Einnahme ütn Jekaterinowska war der feindliche Wi- btrftanb am Jeja-Abschnitt gebrochen. Deutsche, ru­mänische und slowakische Verbände verfolgten den Uwück weichend en Feind in südwestlicher Richtung. Awückgehende feindliche Kolonnen wurden m über« Elender Derfolguüg abgeschnitten und m konzentn- idem Angriff vernichtet ober gefangen. Die W» »affe warf in pausenlosen Angriffen ihre Vomben it die aufqeftauten Kolonnen und auf vergeblich Liderstand leistende Nachhuten Die Dorstoße des tees und die Angriffe der Luftwaffe los en einan­der ab, so daß die Verfolgung des geflogenen Fändes planmäßig weiterrollte.

Um die Wechselwirkung von Angriff und Verfol- p.ng keinen Augenblick stocken zu lassen, mußten

,.«/ von den schnellen Verbänden und Infanterie-Di - fernen trog der hochsommerlichen Hitze mvt burdr Lnittlichen Tagestemperaturen von über 30 Grad Sröfote Marschleistungen verlangt werdem $ie Infanterie- und Jäger-Divisionen bewa ttgten m dem wold- und schattenlosen Kampfgebiet bi U60 Kilometer $ o r m a r f d) a m 1ag. . ITC oifjtruppen hielten die von den motorisierten ^nden vorgelegten Geschwindigkeiten und waren Hits rechtzeitig zur Stelle, wenn es galt, den tm- ter planloser werdenden Widerstand des Feindes lu brechen. Im Rahmen dieses Zusammenwirken ^rbe von einem Verband der Waffen--- am äu- die Stadt Kropotkin im Sturm genommem

Östlich Woroschilowsk stteßen weitere Verbände zum Kubansluß vor. der nunmehr auf em er E-eite von über 100 Kilometer erreicht und nördlich Armawir bereits überfchritten ist. Dor den Angriff -

< ft c n nach Westen vorstoßen und daß entspre- tend dieser Gesamtlage Brückenköpfe auf dem West- ifer erlebtet werden: das typische Beispiel derver­ehrten Front^. A r m a o i r ist ein wichtiger Kno- inpunft von Straßen und Bahnen, von wo sich der .ugang nach Maikop und weiterhin über Pässe nach luapfe, einer Hafenstadt am Schwarzen Meer, äff­tet, o auch ein Zweig der Oelleitung Großny Lvstow endet. Die Luftwaffe griff den auf den Kau- isus zurückweichenden Feind ununterbrochen an. Ne Schnelligkeit des deutschen Vormarsches hat zu

mandos ist ebenfalls in Taylors Buch zu finden. Wenn Amerika sich am Ausgang des Krieges be­teiligen will, so ist ungefähr der Gedankengang, dann müssen USA.-Truppen n i ch t n a ch A u st r a- lien, sondern nach Indien geschickt werden, bgim hätten sie überhaupt die Philippinen und Sin­gapur verteidigen müssen, statt zuzulassen, daß sie aufgegeben wurden. Es komme darauf an, so heißt es bei Taylor, daß die USA. ihre Streitkräfte a u f einem entscheid en den Schlachtfeld recht, zeittg statt fern vom Schuß in Australien konzen­trieren. Denn Japan könne an Australien nur noch ein sekundäres Interesse haben, wenn es den Sieg auf dem asiatischen Kontinent errungen und mit den Festlandmächten eine Verständigung erreicht habe. Taylor ist überzeugt davon, daß ein siegreiches Japan mit Australien nicht viel Federlesens machen werde, falls es eine Expansion nach dort für not­wendig halte.

Den Australiern sind diese Gedankengänge nicht unbekannt. Sie fürchten für ihre Sicherheit und be­tragen die Probleme des asiattschen Kontinents als nebensächlich. In den letzten 20 Jahren haben sie versucht, chre Verteidigung systematisch auf einen Stand zu bringen, der den Erfordernissen eines modernen Krieges entspricht. In den letzten zwei Jahren haben sie an dem Ausbau der großen Durchgangs st raßen gearbeitet. Unmittelbar nach Japans Beitritt zur Achse wurde in zwei Ab­schnitten von je 900 und 500 Kilometer die Derbin- bung zwischen Alice Springs und Port Darwin im Norbterritorium hergestellt. Die Norbsüdachse ist damit im Rohbau vollendet, denn in Alice Springs erhält die Straße Anschluß an die Strecke ngch Port Augusta und Adelaide. Die zweite stra­tegische Ueberlandsttaße geht neben der trans konti­nentalen Bahn her, die Kalgoorlie in West- auftfalien mit Port Augusta in Südausttalien verbindet. Sie ist 850 Meilen lang und ebenfalls nur im Rohbau vollendet.

Das australische B a h n n e tz umfaßt 27 973 Mei- len, doch ergeben sich ungeheure Schwierigkeiten aus der Tatsache, daß die Spurweiten in den einzelnen Staaten Australiens verschieden sind. Nicht nur die Staaten untereinander haben verschie- bene Spurweiten, sondern irt mehreren Fällen gibt es in einem Staat zwei bis drei Spurweiten. Da das australische Oberkommando auf einen Angriff von Norden her durch die Wüsten ebenso wie von Westen oder direkt von offener See her gefaßt sein

Der Name Tataren bezeichnet keine Rasse. Er war ursprünglich der Name eines mongolischen Dolksstammes, wurde aber damals, wo den meisten Geschichtsschreibern die unmittelbare Anschauung und noch mehr jedes wissenschaftliche Rüsizeug der Völkerkunde fehlte, einfach auf alle Bewohner der osteuropäischen und asiatischen Steppen nördlich und östlich des Schwarzen Meeres übertragen. Die .i,cuii»pvlii***-' --------- Völker, die wir heute Tataren nennen, sind über»

nichtendec Wirkung fort. Zwei Panzerzüge und 24 wiegend Turkvvölker mit mongolischem Einschlag.

den Gesichtskreis des damaligen Europa getreten. Die großesi Völkerzüge aus Inn er asten waren da­mals noch nicht zu Ende. Umgekehrt fetzte West- und Mitteleuropa zu der großen Gegenbewegung der Kreuzzüge an. Damit hängt die irrige Recht­schreibungTartaren" zusammen. Die Tataren tauchten im Gefolge des Mongolensturmes auf, der 1241 Schlacht von Wahlstatt bei Liegnitz noch Niederschlfien erreichte, dann aber mehr zu­fällig als durch den Widerstand des arg zersplit­terten Abendlandes ab gedreht wurde. Der fran­zösische König Ludwig der Heilige leistete sich das brtannP \ Wortspiel, die Tataren inTartaren" in Änleh-

vslw-irks des Mforoftben Meeres nähern nung an das griechische Worttartaros^ umzir-

DNB.... 5. August. (PK.) In wenigen gewaltt- en Vorstößen haben unsere Panzerdivisionen den reiten Steppengürtel zwischen dem Manytsch und km Kuban durchquert. Dor ein paar Tagen standen »ir in Nowotscherka ssk, der alten Metro­oie ber Don-Kosaken, die der Feind ebenso kie die Großstadt Rostow Zu einer raffiniert aus- 'bauten Stadtfestung nach Madrider Vorbild ge- acht hatte und nun brausen wir bereits durch is andere Kosaken-Gebiet des alten Zarenreiches, kas Land am Kuban

' Wiederum verändert sich schlagartig das Land­hastsbild. Die unendliche Steppe ist zu Ende. Jen- its des Kubans, über den wir heute die ersten irückenköpfe gebildet haben, wird das Gelände h ü - gelt g und ist von zahlreichen Nebenflüssen.durch- ogen, die schnell von den Hängen des Gebirges erunter dem Kuban zuströmen. Man spürt bereits die Nähe des Hochgebirges, und gespannt erwarten die deutschen Soldaten, die in heißer Son- nenglut durch die unbarmherzige Steppe marschie- tm, nun an ber Südostecke Europas den Anblick schneebedeckterBerge.

So unwahrscheinlich auch das Tempo geworden (, das dieser Vormarsch feit der Erkämpfung der on=Uebergänge angenommen hat, so wenig war doch etwa eine harmlose Spazierfahrt. Tag für jag wurde hart gekämpft. Jedoch das Auf- gebot des deutschen Heeres zu diesem Schlag ist zu cwattig, als daß dem Feind ein nachhaltiger Wi- frftanb möglich gewesen wäre. Wie immer, liegt die Hauptlast des Kampfes bei den Vorausab­teilungen, die hier eine Wiedergeburt ihrer «roßen Zeit aus dem Vorjahr erleben. Kühnes Iraufgängertum, rasches Zupacken, schneller Fuh- nrentschluß und rücksichtsloser Einsatz aller Strafte diese ewigen Solbatentugenden bewährten sich hier wieder Tag um Tag bei den kleinen, kampf­starken Abteilungen, die ber Masse der nachdrängen- btn Divisionen den Weg bahnen.

Der Feind läßt keine Ehance ungenutzt um uns «iszuhalten. Unzählig sind die harten Einzel- ,e fechte, die die DorhutSn der Infanterie und bfc Aufklärungskräfte der Panzertruppen zu bestehen

hl des Kuban zwischen feinem Knie und der Stadt |i r m a oi r gelang es, Brückenköpfe auf dem West- ifer des Kuban zu bilden. Die Eigenart dieses Dor- Karsches hat es mit sich gebracht, daß die deutschen erbänbe in das. Innere des Kuban-Knies von

Der fächerförmige deutsche Vormarsch im nörd- !chen Vorraum bes Kaukasus wird durch den Wehr­nachtbericht vom 5. August in einigen wichtigen nauptlinien klargestellt. Beginnen wir im Westen. ;m Raum am Ostufer des Asowschen Meeres nörd- Ich des Kuban nähern sich deutsche und rumänische Visionen in breiter Front der Eisenbahnlinie ,erskTichorjezk. Die Stadt Tichorjezk selbst ist chon seit Tagen in deutscher Hand, als die Panzer­armee gegen den oberen Kuban vorstieß. Damit sind wir schon bei ber Metten Grundrichtung. Der roidy= [ge Eisenbahnknotenpunkt Kropotkin reich- »che 50 Kilometer südöstlich von Tichorjezk wurde ton einem Verband der Waffen-^ genommen. Et- vas östlich von Kropotkin liegt bas Knie des Ku- ianflusses, ber hier aus seiner Nordrichtung in eine Mgesprochene Westrichtung umbiegt. In dem Fluß-