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zogene Handgranate durch die Luke im Turm J ujcjg» werfen wollte, erschienen erst hochgerisfene Tommy, Ml arme, dann der braune Kopfschützer, dann das Ge« A.Ae -rs sicht des Panzermannes. Er sagte ,Fimshed, und Mg JJLJg der Kamerad warf die Handgranate weg. Noch ein . Tommy kletterte heraus Noch einer. Aber, was

der

rungsmittelbeschlagnahmen

spitzten.

1 die engliji

len.

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(Nachdruck verboten.)

8. Fortsetzung.

ich zu verlassen?* eyr den Eindruck,

Frage.

Fehr schüttelte den Kopf.Durchaus nicht. Nein, mz und gar ungeschäftlich Wenn alles so läuft,

schrat Ulla doch.

stpazifischen I ien Masser aft Sur ab mgausIciv i leinblid

Keine Hilfe für Australien.

Rom, 5. Februar. (Europapreß.)Messaggero* berichtet aus Macao, daß das britische Ostasien» Kommando den Beschluß gefaßt habe, Austra- lien'seinem Schicksal zu überlassen. General W a v e l l, als Oberkommandierender der

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ütfenbammes .s Artiller

3tt 14 Tagen fast 600 Kilometer zurückgedrSngt.

Oer Stützpunkt in -er Llnendlichkeit

Deutsche Kameraden aus südlichstem Wüsten-Borposten.

Bon Kriegsberichter Armin Schönberg.

Englands Schuld gegenüber Aegypten

Das fruchtbare Land vor einer Hungersnot.

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Der feurige Ofen

Roman von Hans von Hülsen

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Man könnte zunächst wie vor einem Rätsel ste­hen, das sich jedoch bald löst, wenn man die An­wesenheit der Engländer mit in Betracht ziehs, d'.e in Aegypten wieder geradezu ein Meisterstück ihrer Ausbeutungspolitik vollbracht haben. Ihr erstes Werk war die Zerstörung der lebenswich­tigen ägyptischen Baumwollkulturen, indem sie zunächst glänzende Abnahmeversprechun­gen gaben, deren Erfüllung sie später kaltlächelnd als unmöglich zurückwiesen, es jedoch gleichzeitig auch strikt verboten, diese für das Wohlergehen des Landes entscheidenden Ausfuhren nach neutralen europäischen Ländern zu tätigen.

England begnügte sich aber nicht nur mit dem Zusammenbruch einst blühender ägyptischer Wirt­schaftszweige und dem Kaufkraftverfall weiter Be­völkerungskreise. Darüber hinaus stürzte es das Land nunmehr auch in eine v erzw ei f elte Er­nährungsnotlage, die allein auf die von den britischen Militärbehörden bedenkenlos durch-

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Solange es einer solchen Regierung jedoch nickst gelingt, die rücksichtslosen Eingriffe der Brsten !n das ägyptische Wirtschaftsleben auszuschließen, dürste H... . auch ihr fachmännisches Können nicht imstande sem z japanische Ü die ägyptische Bevölkerung vor den drohenden Hungerssorgen zu bewahren.

Berlin, 5. Februar. (DNB.) Infolge des Dor-Men stoßes deutsch-italienischer Truppen über Derna ^,^-rier hinaus mußten die Briten mit ihren Empiretruppen seit dem 21. Januar, also in knapp 14 Tagen, f ast 600 Kilometer von der Bia ,Baldig

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kokio.6.M gische Artilteri verminderter )tet sich. Kl M den Nord ir sind, wie e

und das Bedürfnis, sich einmal waschen zu können, lächerlich war, haben sie hier reichlich Wasser aus der Oase und 'haben zehn Stunden lang bei Tage oder Nacht ein Einmann-Zelt voll Ruhe.

Und wir verstehen erst recht, daß diese Männer, die mit allen Feuern dieses Wüstenkrieges getauft ind, die Möglichkeit nicht schreckt, plötzlich, abge- chnitten zu sein oder vielfacher Feindübermacht gegenüberzustehen.

Inzwischen ist die Sonne, der wintermilde Tag­gefährte, hinter den Tafelbergen des Horizontes verschwunden und überläßt der Dunkelheit ihre noch lautlosere Arbeit. Die jäh aufziehende Nacht löscht das späte Licht, das noch an den Spitzen der Felsgrate hängt, dämpft den Wind, der den ganzen Nachmittag geblasen hat, und behängt das blau- amtene Zelt des Himmels mit prunkenden Ster­nen. Nach der Mahlzeit sitzen wir, Zigaretten rau­chend, um das Feuer, das die Landser in einer Felshöhle entzündeten, denken an das, was hinter uns liegt, und starren schweigend in die Glut.Ja, damals bei T.", beginnt der Feldwebel leise,das waren Tage, in Schützenlöchern lagen wir, während der Tommy Panzerangriff um Panzerangriff auf unsere Stellungen fuhr."

Ohne panzerbrechende Waffen", sagt der neben ihm sitzende Mann, als überwältigten ihn noch einmal diese Tage,verschossen und ohne Aussicht, Munition nachzubekommen, lagen wir den Panzer­kolossen gegenüber wie auf einem Präsentierteller."

Und doch traten wir immer wieder zum An­griff an", fährt der Feldwebel hart fort,rannten mit Handgranaten und Sprengflaschen gegen die Panzer an, und manchem von uns gelang es, die Besatzungen zum Aussteigen zu zwingen und die Tanks zu vernichten."

Unser Felsstück", läßt sich ein Unteroffizier ver­nehmen,bot einen guten Stand für unser Ma­schinengewehr. Wir feuerten auf die zwischen den Panzern vorgehende Infanterie. Doch kaum hatten wir den letzten Gurt verschossen, tauchte vor uns

ganz ~,.v v _,_,_t, Ulla, wie ich hoffe und wünsche", fugte er nach kleinem Sinnen hinzu,dann werden wir heut' über's Jahr hier am Kamin zu dritt sitzen.

Zu dritt?" Nun es ausgesprochen war, er»

noch fortgesetzt, als sich die Ernährungsschwierig.' feiten der Bevölkerung immer offensichtlicher zu.

nicht zu spät" _ m

Zu studieren? Das heißt, mn

Lieber Papa ich habe oiehnel, daß du mich verlässest! Sieh, seit sechs Jährest habe ich mein Leben auf dich eingestellt. Das ist doch ganz automatisch zu Ende, wenn hier eine an« dere Frau einzieht in dies Haus, in dem Mama" Sie vollendete nicht, sie wollte den Vater nicht sehen lassen, wie nah es ihr ging, daß eine

Als drunten'alles vorüber war und man auch den traditionellen Karpfen gegessen hatte, den Demblin alljährlich aus den Fischteichen von Nieder- Lappersdorf spendete, saßen Ulla und der Vater vor dem Kamin. Fabian hatte ein Feuer geschürt, wie es diesem winterlichen Abend angemessen war, denn draußen wirbelte gewaltig vom Gebirge herab bla­sender Sturm den Schnee zu haushohen Mächten empor.

Während ber Bescherung hatte Ulla den Vater verstohlen beobachtet. Schon beim Abendessen hatte sie bestimmt erwartet, daß er das Schweigen über seine plötzliche Reise brechen würde; aber Fisch macht stumm und vielleicht hatte ihn auch die Gegenwart des servierenden alten Dieners gehin­dert. Nun, als sie endlich allein waren, ging sie von sich aus auf das Ziel los:

Willst du mir nicht ein wenig erzählen, Papa? Von deiner Reise- nach Berlin und Wernigerode? Mir scheint, du kommst nicht übermäßig froh zurück? Irgend etwas beschäftigt dich! Was ist's?"

Fehr schickte unter den weißblonden Brauen einen raschen Blick zu ihr hinüber. Er fühlte die leise Ueberrumpelung aber er war ihr ander­seits auch dankbar, daß sie ihn zum Reden zwang, denn der Absprung wurde ihm schwer.

Doch, Ullakind", widersprach er,sehr froh so- gar. So froh, wie ich seit Jahren nicht war. Frei- lich in meiner Freude etwas beeinträchtigt durch den Gedanken, ob du sie teilen wirst."

Geschäftliches?" Ulla tat eine diplomatische

er gefürchtet; aber es schien ihm das beste, darüber hinwegzugleiten:

Ich habe natürlich nichts entschieden, ohne lange überlegt zu haben. Es ist ja eine ernste Sache, wenn ein Mann in meinen Jahren ... Wir alle werden Vorteil davon haben. Das Haus. Du selbst ..." Er ließ die Worte unter einem fast spöttischen Blick aus Ullas Augen versickern.

Da du alles bedacht hast, Papa: wie denkst du dir meine Rolle?"

Dies verödete Haus", nahm er, ohne un­mittelbar zu antworten, seine Worte wieder auf, wird sich mit neuem, heiterem Leben füllen. Wird wieder werden, wie zu Mamas Lebzeiten. Das ist gewiß nicht der geringste Vorwurf gegen dich, Ulla­kind aber es war manchmal schon höllisch einsam und öde hier. Das wird dann alles anders. Wir werden wieder viel Geselligkeit haben, der Flügel da drinnen wird erklingen, wir werden tanzen denk dir, dein eingerosteter Papa hat im Herbst in München sogar ein Tänzchen gewagt! Auch du wirst nicht mehr allein sein hast mir oft leid getan, weil du immer so allein für dich warst, das bringt nur auf solche dummen Gedanken wie die Nacht­wachen im Dorf. Und dies ganze Attachement an Wulflam, das kam ja nur daher, daß im Haus das Leben fehlte. Jetzt kommt es wieder! Du wirst an Marion ja, sie heißt Marion du wirst an ihr eine gute Freundin haben, paß auf, wie herrlich das sein wird ..."

Er unterbrach sich. Im Herrenzimmer, drei Räume weiter, klingelte das Telephon.Nanu?", sagte er, undMoment mall" und ging hinüber, froh, für einen Augenblick aus dem Kreis dieser Augen zu entkommen, die ihm heute zum ersten Male nicht gefielen.

Minutenlang blieb Ulla allein. Sie rührte sich nicht in ihrem Sessel. Sie starrte in die züngelnde Kaminflamme. Nur die immer wieder steigenden oder zusammengezogenen Brauen redeten.

Es mar Fontana", sagte der Vater leise rote» der über den Teppich kommend.Er wollte ein frohes Fest wünschen. Hatte er doch eigentlich schon getan? Er hat Besuch oben, aus Wien, über die Festtage. Ich hab' ihn zum Achtundzwan- zigsten eingeladen. Er brach ab, denn ihm war, als hörte Ulla gar nicht zu. Hinter sie tretend.

mehr, dafür aber Handgranaten, die i . griff zurechtlegen ließ. Einen Herzschlag lang . wir zu dem Panzer hinauf, denn er stand letzt fast über uns. Der Felsblock hinderte ihn an der Weiter« fahrt. Um uns spritzten die Maschinengewehrkugeln. Noch eine Sekunde lang sammelten mir uns, sahen an ihm empor, wie man an einer Schifsswand ent­langblickt, dann sprangen wir ihn von der Seite an. In dem Augenblick, als einer von uns die abge- zogene Handgranate durch die Luke im Turm

war denn das? Plötzlich begann das Maschinen­gewehr wieder zu schießen, und zwar auf die vor- stürmenden Kameraden neben uns. Aber schon war ^geln g ich am Sehschlitz und schoß mit der Pistole hinein. in Als wir trotz des zunehmenden feindlichen Jnfan-,!'^^ teriefeuers den Toten herauszogen, um den Panzer frei zu bekommen, hielt er noch immer die Hand am Abzug feines MG s."

Nun ist das Feuer am Verlöschen, und wir treten in die Nacht hinaus. Wie eine dunkle Säule steht der Posten an seinem Geschütz, während die Sterne festlich über ihn hinziehen. Kälte fällt aus dem All M mlT auf die Wüste, die auch in diesem Jahre unser Wu " Bett ist. 10

DNB. 5. Februar. (PK.) Blickt der Beobachtungs­posten des StützpunktesKilometer 14 vor R." nach Norden, so sieht er in eine rosa Welt aus glattge- schrundeten Tafelbergen, gigantischen Felsstürzen und grotesken Gesteinsbuckeln, wendet er sich nach Süden, verlieren sich die Felsberge in einer Ebene aus Sebchen (dünnoerkrustete Salzsümpfe), in denen die Oase R. mit ihren vielen Palmen zu schwimmen rfteint _ f. ,. .

Die deutschen Kameraden, die hier auf s u blich­st e m W ü st e n p o st e n stehen, haben sich mit ihren Geschützen in einem turmhohen Felsen ein genistet. Es kommt mir vor", erklärt uns der Pak-Geschütz­führer,als lebten wir hier in der Arche auf dem Berge Ararat, obwohl sich die Flut wohl schon vor Jahrtausenden verlaufen hat." Um seiner ethno­graphischen Schlußfolgerung handgreiflicheres Ge­wicht zu verleihen, holt er uns Holz stücke und Mu­scheln aus feinem Zelt, die er wie er sagt hier aufgelesen hat. Sie sind alle versteinert.

Viele Kilometer von El Agheila aus in den Wüstensüden vorgetrieben, sichert dieser Stützpunkt die Oase K die Brunnen hat und an einer uralten Karawanenstraße liegt. Mitten in der Unendlichkeit halten die Soldaten einsame, und wenn die Piste vom Tommy abgeschnitten wird, sogar isolierte Wacht.

Unsere Lage", meint Zugführer Feldwebel M. trocken,ist geographisch die südlichste des deutschen Heeres und militärisch die einfachste von der Welt. Wir haben nichts weiter zu tun, als nach allen Wüstenseiten hin auf der Hut und mit ein paar Sprüngen an unseren Waffen zu sein. Entweder be­kommen wir den Tommy vor unsere Rohre, oder wir müssen weiter wüstengeduldig warten."

Wir steigen mit Feldwebel M. in feiner Felsern bürg herum, gucken in die Zelte, die sich, die Land­ser unter die' überhängenden Felswände geklemmt haben, wind-, sand- und sonnengeschützt, und trinken an der Feld- (sprich Wüsten-) Küche (es ist nur eine Feuerstelle, über i r eine halbe Benzintonne als Kochkessel hängt) einen Milchkakao, der seinem Koch alle Ehre macht. , ,

Ja, unser Paule", lacht Feldwebel M. und klopft dem Gefreiten, der uns noch einen Feldbecher voll einschenkt, kameradschaftlich und anerkennend auf die Schulter,unser Paule ist ein Mordskerl, über­rascht uns manchmal mit Sächelchen, bei denen uns vor Staunen und Appetit sämtliche Gesichtszüge ent- gleisen. Neulich hat er in dem selbstgemauerten Wüstenbackofen einen Obstkuchen hingezaubert, saftig wie ein Landserwitz, und das alles. aus Backobst, das er aufweichen ließ, aus Sauerteig, den er mit einem Bierrestchsn ansetzte und vielen tausend Gramm Phantasie."

Wir klettern in den Felsenkorb hinauf, wo die schweren MG.s in die Wüste hinausstarren, steigen zu der Panzerbüchse hinab, deren Besatzung es sich nicht nehmen läßt, die Ohrenklappen aufzusetzen, an- zurichten und einen der Benzinkanister, die die Piste markieren, in die Luft zu schießen, und schließlich kommen wir gerade zurecht, als sich der Richt- und der Ladeschütze des Pak-Geschützes zu einer Schach­partie vor ihrem Zelt niederhocken. Sie bauen bte Figuren auf dem Munitionskasten auf, auf den fie das Schachbrett aufgemalt haben. Es verspricht also, ein ziemlich explosiver Kampf zu werden, zumal die Schachfiguren auch aus Munition bestehen.Die Bauern sind Pistolenmunition", erklärt uns der Ladeschütze,zum Glück gibt es auch welche mit schwarzer Spitze, die schwarzen Läufer sind SS.- und die weißen SMKL.-Pattonen. Die Türme wer­den von der Leuchtmunition für die Leuchtpistole ersetzt. Patronen haben mir Pferdeköpfe aufge- schnitzt, um die Springer zu haben, und die Dame präsentiert sich als Pak-Granate 41 und der König als Pak-Sprengaranate."Einen solchen mächtigen König matt zu setzen", meint Feldwebel M.,kann schon kaum noch mit gerechten Dingen zugehen."

Am Fuße des Felsennestes, dort, wo die Wasser­kanister gut ausgerichtet und in langer Reihe stehen, rasiert sich ein Landser, waschen zwei an­dere Wäsche, läßt sich ein Vierter von einem Fünf­ten viele Liter klaren Wassers über den sorgfältig abgeseiften Körper gießen. Wir verstehen, daß sich die Männer des Glücks, das ihnen ihr Stützpunkt

6 Euinmiplan

..... v. ' L - ' i zurückzu. h, Artillerie o

führen ist. Die Beschlagnahmungen wurden auch unausgc . . -----MZohur'

fremde Frau hier walten sollte ...

Aber, Kind! Wir können unmöglich sentimental sein. Es ist doch wahrhaftig nicht das erstemal, daß ein frühzeitig Witwer gewordener Mann wieder heiratet! Was du unter dem Gesichtspunkt sagen kannst, hab' ich mir natürlich längst gesagt. Ich habe deine Mutter viel langer gekannt, als du, glaube, mir, es wäre nicht in ihrem Sinne gedacht. Ich war vierzig als fie starb. Zehn Jahre habe ich ge* wartet ... obwohl mans eigentlich nicht ,Warten' nennen kann "

(Fortsetzung felgt)

wir oen leinen isun verminen, luuu^k vui ---------1 j

ein Panzer auf. Eine andere Schußwaffe als das Osteb bewegten. Viele Fahrzeuge verfielen bei die« leergeschossene MG. hatten meine Männer nicht' sen Bornbenangrifftn der Vernichtung.

Ja, Kind. Schau", sagte er rasch, denn er sah wohl, wie ein blasser Schatten über ihr Gesicht ging: Ich will mich wieder verheiraten. Deswegen war ich in Berlin. Was sagst du?"

Ulla sagte nichts. Die Lider gesenkt, blickte sie schweigend auf ihre Hände nieder, die verschränkt im Schoße ruhten.

Es überrascht dich natürlich, Ullakind. Das ver­stehe ich. Es hat mich selbst überrascht, denn ich habe zehn Jahre lang nicht an so etwas gedacht, das weißt du. Aber auf die Dauer roars doch un­tunlich für mich, so zu leben, wie diese zehn Jahre. Ich bin doch offenbar noch zu jung dazu. lieber» rascht dich die Mitteilung sehr?"

Sehr, Papa." Ulla hob die Augen zu ihm auf sie sah in sein Gesicht, das Erregung bis unter die Hellen Haare rötete, und in dem die grauen Augen mit einer Unruhe blickten, die ihr am Vater neu mar.Das ist doch klar. Nachdem du mir, ich weiß nicht wie oft, gesagt hast, du würdest mir eine Stiefmutter ersparen ..."

Das habe ich gesagt, Kind. Und das halte ich auch jetzt. Wortwörtlich. Von Stiefmutter kann keine Rede sein. Fräulein von Brakel ist kaum älter als du, ihr könntet Schwestern sein."

Brakel? Die Schauspielerin aus München?" Ulla runzelte die Stirn fie hatte dabei das Ge­fühl, daß es ihr nur mäßig gelang, die Erstaunte zu spielen.Ist es die?"

Schauspielerin! Mir scheint, du sagst das in einem geringschätzigen Ton? Wenn es so ist ich vermag diese Auffassung nicht zu teilen. Schmeckt mir nach Sonntagsschule , in die ich dich doch nie geschickt habe. Fräulein von Brakel ist kurze Zeit bei der Bühne gewesen, auf der fie es durch ihre herrliche Stimme rasch zu großen Er­folgen gebracht hat. Erinnere dich, was Herr Fon­tana sagte. Diese Erfolge opfert sie, um meine Frau zu werden. Sie stammt übrigens aus einer ange­sehenen rheinischen Familie, und ihr Ruf ist tadel­los. Ich meine, du brauchst nicht bedenklicher zu fein, al« ich es in meinen klaren Abwägungen ge- wefen bin."

Rein, Papa. Gewiß nicht. Wie stünde es mir auch zu, Bedenken zu äußern, wo du offenbar schon klar entschieden hast?"

Fehr fühlte ärgerlich die kaum verhüllte Ironie und Kälte in ihren Worten das vor allem hatte

Berlin, 6. Febr. (DNB. Funkspruch.) Meldun- gen aus Kairo besagen, daß der geschlossene Rücktritt des Kabinetts Sirry Pascha in politischen Kreisen Aegyptens nicht die geringste Ueberraschung hervorgerufen habe. Man habe schon seit langem eine derartige Ministerkrise vorher- gesehen,'die in erster Linie durch die Versor­gung s f r a g e bedingt sei. Aegypten, der Getreide- speicher des Orients, ein Land, das zur Hauptsache von der Landwirtschaft lebe und von einer wunder­baren Fruchtbarkeit fei, sehe sich durch ein seltsames Paradoxon von einer Hungersnot be­droht. Aegypten, das die Ernährung feiner Be­völkerung stets aus eigenen Ernten sicherzustellen vermochte, sehe in diesem Jahr bereits im Februar alle Vorräte erschöpft, und die nächsten Ernten fielen erst im April.

Nach zweieinhalb Jahren ist nicht nur nach dem Zeugnis der Briten, sondern auch dem der Nord­amerikaner und der neuesten Freunde, der Sowjets, mit der englischen Rüstungsproduktion nicht viel Staat zu machen, und daran ist Lord Beaverbrook als ehemaliger Ankurbler der Flugzeugindustrie reichlich mitschuldig. Wir können uns nur dazu be­glückwünschen, daß dieser Märchenerzähler jetzt hie Produktionen nach seiner Art behandeln soll.

Wie weit Lord Beaverbrook Churchill entgegen­kommt, besagt die Meldung, daß er sein neues Amt übernommen habe, weil er nicht die diktatori­schen Bedingungen stellte, die der ursprünglich sur dieses Amt ausersehene Sir Stasford Cripps dem Ministerpräsidenten gestellt hat. Auf jeden Fall ist Sir Stafford Cripps von Churchill aufs Trockene gesetzt worden, trotzdem er echtes Blaublut.ist und auch die Eton-Schule besucht hat, während Lord Beaverbrook trotz aller Rührigkeit und seiner Mil­lionen auch heute noch gesellschaftlich auf die Stel­lung verzichten muh, die jeder Eton-Dummkopf als Erbrecht beanspruchen kann. Sir Stafford Cripps ist nach Herkommen und Vermögen ein echter Tory. Sein Vater, Lord Parmour, wechselte von den Konservativen zu den" Liberalen über, um dann auf den Bänken der Labour-Party zu landen. Sein Sohn wurde in Eton erzogen, ist Besitzer eines feu­dalen Landgutes in der Grafschaft Oxford,Good- fellow" genannt, und gab dort feudale Fuchsjag­den, machte aber gleichzeitig derartig in Salon- bolschewismus, daß er gewissermaßen das Schrek- kenskiud des Unterhauses wurde. Er hatte sich den Namender englische Trotzki" erworben und kam 1934 sogar in den Vorstand der Labour-Party, flog aber 1939 hinaus, weil er allzu moskowitisch an­gehaucht war. Auch heute noch ist dieser Ausschluß auftechterhalten worden. Das schadete ihm aber gar nichts in seiner Karriere. Im Frühsommer 1940 wurde er nach Moskau geschickt, um dort Moskau zum Angriff auf Deutschland zu oeran- [affen. Sein Bericht über den bevorstehenden An­griff Stalins auf Europa ist bekanntlich von Chur­chill in einer Geheimsitzung des Unterhauses be­kanntgegeben worden, um die Mitglieder etwas aufzupulvern.

Nebenbei ist Stafiord Cripps bereits im Jahve 1941 vom King zum Privy-Councillor, zum Mit­glied des geheimen Staatsrates, der die Ehre hat, den König ganz persönlich zu beraten, ernannt worden. Also: Cripps salonbolschewistische «Betäti­gung mündet durchaus in den Kreisen der engli­schen Plutokraten, und feine letzte Leistung, Deutsch­land müsse vom Bolschewismus bestraft werden, spricht Bände. Ob er für etwas Besseres aufgehoben ist, entzieht sich unserer Kenntnis. Auf jeden Fall hat Churchill die Sache so gedeichselt, daß Roosevelt nicht verstimmt wird und Cripps außerhalb feines Ministeriums bleibt.

Den Londoner Plutokraten wurde es unheimlich.

Genf, 5. Febr. (DNB.) Die Tatsache, daß der frühere britische Botschafter in Moskau, Sir Staf - f o r b Cripps, keinen Ministerposten erhalten hat, findet in den Kommentaren der englischen Zei­tungen über die Kabinettsveränderunaen ebenso großes Interesse wie die Ernennung Lord Beaver brooks" zum Produktionsminister.

Es war schon lange kein Geheimnis mehr, daß Sir Stafford Cripps aus Moskau mit be­stimmten Aufträgen Stalins nach Eng­land zurückkehrte. Um diese Aufgaben tioll in Angriff nehmen zu können, ist Cripps in London gleich nach feiner Rückkehr aufs Ganze gegangen und hat Forderungen gestellt, bei denen es den Londoner Plutokraten, die zwar bedenkenlos Eu­ropa dem Bolschewismus preisgeben wollen, selbst jedoch das kapitalistische System nicht gern mit einem bolschewistischen vertauschen möchten, unheim­lich wurde. Nach einer Reutermeldung bestand Cripps auf Bedingungen und einem Ausmaß von Autorität für den Fall, daß er das , für ihn vorge­sehene Verforgungsministerium übernahm, die der Premierminister ihm unmöglich gewähren konnte. Die bolschewistische Laus, die England sich durch sein Bündnis mit Sowjetrußland in den Pelz ge­setzt hat, wird es jedoch durch die Verweigerung eines Ministersessels für den Agenten des inter­nationalen Bolschewismus, Cripps, nicht los wer. den. Cripps hat in seiner Eigenschaft als Partei­politiker und Mitglied des Unterhauses mindestens die gleichen, wenn nicht sogar größere Möglichkeiten, in England eine bolschewistische Aktivität zu ent­falten, als er sie als Minister gehabt hätte.

lchen die Best üion hatte bi Endliche! Htet würbe W_____ __________ . ' M zuriijk.

englischen Stteitkräfte in Ostasien, habe in einer Un bem Äon der letzten Versammlungen des Generalstabes er« ramsche Uug klärt, daß kein Mann und kein Flugzeug von In« ber 3 a o < bien, Burma und Singapur fortgenommen werden E drei fei könne, um die australischen Küsten zu verteidigen.^ 2000 !|$3

de men Häusern und Anlagen, fuhrt die lüften- straße in kühnen Serpentinen auf das felsige Hoch» plateau. Deutsche Kampfflugzeuge, deren Einsätze ich bis an die west ägyptische Grenze er. sttecken, bekämpften am Mittwoch im Raum 3rot- i-MUsilM« schen Derna und Tobruk brittfche Kolonnen;^ die sich unter dem deutsch-italienischen Druck nach

in der Unendlichkeit schenkt, vollauf bewußt sind.

Nach kampfheißen Wochen, wo Schlaf ein kostbares -------- . - .

Geschenk, halb stundenweise Ruhe eine Seltenheit geführten zahllosen Getreide- und Nah-

Die Verbitterung der ägypttschen Bevölkerung über dieses rücksichtslose Vorgehen der Bvtten kam in einer der letzten ägyptischen Kammersitzun^en deutlich zum Ausdruck, während der, wie aus.Kairo berichtet wird, mehrere Abgeordnete die Regierung aufforderten, von demgroßen Verbündeten" die ^o!ge ber ftä sofortige Einfuhr von Getreide und ... o'

Lebensrnitteln zu verlangen oder aber ihre v ber 3nfcl <: Demission einzureichen. Ganz allgemein war man W/ ^nbem 0, der Ansicht, daß die bisher von der Regierung er« Hschen griffen en Maßnahmen keinerlei prakttfches Ergeb« . . . ms hatten. Man forderte deshalb eine neue fRO iftltWUC glerung, die mit der Lage fertig werden könne. , i

strich er ihr übers Haar und fühlte, wie sie sich ihm . Auseelo leise entzog. I 1 * ,

3a, gnädiges Fräulein, was sagen wir zu deck I Ganzen?" fragte er in absichtlich burschikosem TonliStbann^« und ließ sich nieder. lei..r...911

Ulla hob den Kopf:

Ich wünsche dir Glück, Papa. Das ist ja selbst­verständlich. Und ich beglückwünsche auch mich. .*

Auch dich? Wie meinst du das? Klingt so feit« hem $ sam ? 1 Qpfn£

Seltsam? Aber gar nicht. Wir müssen uns doch klar sein. Schau, du malst ein Zukunftsbild und hast mir bereits meine Rolle drin angewiesen. Wie damals, als ich vom Gymnasium kam. Da hattest du mir auch meine Rolle zugeteilt: hier bleiben, bei dir bleiben, dein Haus führen. Ich habe mich gefügt, obwohl es mich viel gekostet hat, auf meinen krebsten Wunsch zu verzichten du weißt, welchen. Und eben darum beglückwünsche ich mich jetzt. Denn wie du mir einst die Rolle zuteiltest, nimmst du sie mir nun selber. Ich bin nun also frei"

Frei! Ich bitte dich, Ulla, wie sprichst du? Als ob du bisher eine Gefangene gewesen wärest!*

Gefangene? Das ist nicht der Gegensatz zu ,frei', Papa. Natürlich war ich keine befangene in meinem Elternhause. Aber nun bin ich frei, das zu tun, wonach mir immer der Sinn stand. Es ist noch

) Nyemu'l»! brauch- «j.

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Jhm der Lus- geift der verbündeten Afrikakämpfer weiter nach .: Ist Osten zurückziehen. . menn die

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