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o. u.

An -er Eismeerfront

um die Wintersonnenwende

Von Kriegsberichter Erich Ernst Stratzl.

(d^mbigen Großhändler oder Fleischeraehilfen. Ge­rade biete unerbittliche und unparteiische Gerech­tigkeit war es aber, die mit einem Schlage bas Gefühl der Sicherheit auf allen Gebieten des öf­fentlichen unb wirtschaftlichen Lebens völlig wie» berherftellte.

Nicht immer verläuft ein solcher Zwischenfall so kompliziert. Im allgemeinen stoßen der geängstigte Kehlkopf oder die bedrohte Speiseröhre den Fremd­körper selbst wieder heraus. Immerhin.zeigt ein Bericht von Professor G r e i s e n st e i n in Der Münchner medizinischen Wochenschrift, der in seiner Münchner Klinik bis 400 solcher Fälle pro Jahr er­lebte, wie ernst die Irrfahrten von Knöpfen, Nadeln,

Es ist zu verstehen, daß ein kleines Volk, das sich zwanzig Jahre lang in den Traumsphären einer

Volksgenossen und forderte sie auf, alles an war­men Wintersachen jeder Art für unsere Wehr­macht an der Ostfront zu opfern. Mit eindringlichen Worten legte er den Tschechen klar, daß die Söhne und Väter des deutschen Volkes auch die Heimat der Tschechen draußen in Schnee und Eis vertei-

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unaufhaltsame^ Einlebens der Tschechen in das Großdeutsche 'Reich, bas für alle Zukunft auch ihre Heimat sein wird.

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lichen Umwälzungen im Herzen Europas hinein- gerissen wurde, unter der Wucht solcher Ereignisse vorübergehend den Kopf verlieren konnte. Floh doch dieFührung" der Nation ins Ausland, wäh­rend im Jnlande politische Spekulanten und Juden versuchten, die Zügel an sich zu reißen. Wenn sogar die Freunde und Bundesgenossen, auf die man baute wie auf Felsen, die Tschechen im Stiche ließen, dann mußte aller Glaube an treue, Freund-

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Die beruhigende Hoffnung:Es wird schon ein- heilen!" mit der freundliche Ratgeber den Pa­tienten manchmal zu trösten versuchen, wenn der Hustenanfall vorüber ist und nicht alles wieder herauskam, was eingeatmet wurde, ist allerdings durchaus trügerisch. Prof. Greifenstein weist nach­drücklich darauf hin, daß ein Fremdkörper in den Luftwegen fast immer Entzündungen mit allen ihren Folgen hervorruft. Dafür ist es beruhigend zu wissen, daß die moderne ärztliche Technik im allge­meinen ohne Operation mit solchen kleinen Unfällen fertig wird. Ein elfjähriger Junge hat bei einer Fahrradreparatur ein Schlauchventil in den Mund genommen. Ein Kamerad macht einen Scherz und bringt ihn zum Lachen. Ehe er sich versieht, ist das Ventil verschwunden. Ein heftiger Hustenabfall deutet an, wohin. Das Röntgenbild zeigt den Aus­reißer in der rechten Bronchie. In der Klinik wird das Ventil kunstgerecht wieder herausgeholt, und

So nützlich übrigens die Röntgenstrahlen bei der Suchaktion sind, sie können nicht immer helfen. Manche Gegenstände geben kein Schattenbild, weil sie von den Röntgenstrahlen glatt durchstrahlt wer­den, andere verstecken sich hinter Knorpeln. So ist vor einigen Jahren der Fall eines verschluckten Groschens bekannt geworden, der sich drei Monate lang in der oberen Speiseröhre verborgen gehalten hatte. Trotz deutlichen Druckgefühls, Schluckbeschwer­den und anderer Anzeichen ließ er sich nicht Nach­weisen. Das Röntgenbild wollte keinen Schatten hergeben. Und doch war der Groschen verschluckt gewesen, denn er machte nach einem Vierteljahr den gleichen Weg wieder zurück. Unter Erbrechen kam er zum Vorschein und siehe da, er bestand aus Aluminium. Kein Wunder, daß er auf der Röntgenplatte nicht zu finden war. Für solche schwierigen Fälle hat die medizinische Technik heute einige hervorragende Instrumente zur Verfügung, die es erlauben, in Kehlkopf, Speiseröhre und Bron­chien direkt hineinzusehen. Mit Spiegeln und bieg­samen Röhren, winzigen Leuchtlampen, sowie mit anderen Geräten kann der Arzt auch tief sitzende Gegenstände auffinden und mit besonderen Greif- zangen herausziehen. So lassen sich, wie Professor Greifenstein berichtet, 98 v. H. solcher auf Abwege geratenen Fremdkörper sicher und ohne ernstliche Komplikationen wieder entfernen. Sofern nicht

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nach wenigen Wochen sind Schreck und Operation wieder vergessen. Ein anderes Kind hatte eine Schraube verschluckt, die sich erst nach Tagen durch Fieber und Atemnot bemerkbar machte. Auch hier ging es ohne chirurgischen Eingriff ab. Häufig kommt das Verschlucken oder Einatmen bei Erwach­senen bestimmter Berufe, besonders bei Schneidern, Sattlern oder Zimmerleuten vor, die Nadeln, Schrauben oder Nägel in den Mund zu nehmen pflegen unb sie gelegentlich in falscher Richtung ver­lieren. Wenn der Zwischenfall sofort bemerkt wird und der Facharzt rechtzeitig nach dem Uebeltäter suchen kann, wird die Sache meist glimpflich ab­laufen.

Zeitschriften.

Dem Januar-Heft der Monatsschrift ,L)ie Kun st" (Verlag F. Bruckmann, München) ist eine große farbige Reproduktion derVermählung der heiligen Katharina" von Lorenzo Lotto, ein Früh- wert dieses eigenwilligen Künstlers, vorangesteltt. Zu Paul Paeschkes Pastell-Landschaften sagt Fritz Hellwag viel Anerkennendes über diese meisterlich entwickelte Pastelltechnik. Adalbert Klein würdigt den baltischen Maler Eugen Dücker. Kleinplastik, die auf der Großen Deutschen Kunstausstellung München 1941 gezeigt wurde, gibt Ulrich Christoffel wieder. Heinrich Amersdorffer formt in seinen Ge­mäldenFranzösische Kathedralen" die tiefsinnige Zwiespältigkeit zwischen Zertrümmerung und Un­versehrtheit. Das Heft zeigt die Kathedralen von Amiens und Rouen. Von Architekt Heinrich Palm werden im 2. Teil Einfamilienhäuser am Bodensee gezeigt. Architekt A. C. Rüdenauer ist mit der Innen- einrichtung eines Einfamilienhauses in Freuden­stadt vertreten. Die Abbildungen bringen noch ein Wohnhaus der Architekten Dr. Hentrich-Hans Heu­ser, das wiedererstandene Landgrafenhaus in Bad Nenndorf und ansprechende Jnnenraumgestattungen der A. G. Vereinigter Wiener Tischlermeister. Von handwerklichem Können und wirklichem Künstler- tum sprechen die Kunstschmiedearbeiten von Fritz Kühn. Mit Freude betrachtet man die künstlerisch gestalteten Lampen von Elle Weisbach und die schönen Kachelöfen der Keramischen Werkstätte An- germayer in Eberschwang.

- Im neuesten Heft derMob enro eit* (Deutscher Verlag, Berlin) findet man sportliche Kleidung in Hülle und Fülle, Wollkleider für jede Tageszeit und elegante Modelle für den Nachmittag. Schlichte Kleidchen werden gezeigt, dazu Blusen unb Röcke, warme Westen, Allerlei aus Pelz. Außerdem reizende Kindermodelle unb Handarbeiten.

bigen.

So bildet der Abschluß des Jahres 1941 nach aller Voraussicht einen Wendepunkt in der geistigen und politischen Einstellung der Tschechen. Die gewal­tigen Geschehen auf allen Kriegsschaüplätzen, und vor allem der gigantische Kamps gegen den Bolsche­wismus, haben das tschechische Volk in die geistige Einheitsfront des neuen Europa geschmiedet. Wenn auch in den vergangenen Monaten manche Schlacke abgeschlagen werden mußte, der geläuterte Block des schaffenden tschechischen Volkes hat längst er­kannt, daß feine Zukunft nur in engster Zusammen­arbeit mit dem großen deutschen Volke beruht. Unb diese Erkenntnis ist die sicherste Bürgschaft für ein weiteres und immer rascheres Fortschreiten jenes

schäft unb Gerechtigkeit ins Wanken geraten. Diese Weltuntergangsstimmung" herrschte' bei den Tschechen bis in den Herbst 1941. Erst die Reim- gungsmaßnahmen, die von General H e y d r i ch, dem Stellvertretenden Reichsprotektor, ergriffen wurden, haben die Stimmung unter den Tschechen gründlich geändert.

Die Tschechen sind durchaus nicht unzugänglich für den Ordnungsgedanken, wenn er von einer starken Hand vertreten wird. Im Gegenteil je entschiedener die Führung, desto größer die Achtung, die ihr entgegengebracht wird. Heute kann sich kein Tscheche mehr der durchgreifenden Neuordnung im böhmisch-mährischen Raume entziehen, und dabei zeigt sich, daß die große Masse des tschechischen Vol-

Panzereinheiten verfolgt werden. Die Sorge Singa­purs über den unaufhörlichen japanischen Vormarsch wird klar bewiesen durch die Einschränkung des Wasserverbrauchs, um jeden Liter des kostbaren Wassers zu . sparen, das Singapur vom Festlands zugeführt wird.

Mittlerweile werden die USA.-Verteidigungs- unb Zivilbehörden immer nervöser in Anbetracht der Möglichkeit japanischer Angriffe auf die Städte an der P a z i fi k- Küste, die Be­hörden in San Franziska sollen bereits Pläne erörtern, nach denen ein Teil der Bevölkerung aus den an der Bucht gelegenen Stadtteilen evakuiert werden soll. Die USA.-Regierung hat die Zen­tral- und südamerikanischen Länder aufgefordert, sich an der Verteidigung des P a n a m a k a n a l s 3ii beteiligen, da den nervösen Amerikanern die Gefahr vorschwebt, daß dieser Kanal von den gleichen japanischen Einheiten vernichtet werden könnte, die die pazifische Flotte bei Hawai zusammenschlugen, Manila einnahmen, die beiden mächtigsten Schlacht­schiffe Großbritanniens versenkten und in einigen Wochen Hongkong einnahmen.

Düstere Betrachtungen in London.

Stockholm, 5. Jan. (Europapreß.) Die Ver­teidigung Singapurs ist bas wichtigste Thema, über das man gegenwärtig in London spricht. Die Nach­richt über den erneuten Rückzug der britischen Truppen an der Perak-Front hat den ganzen Ernst der Lage noch verstärkt. So schreibtSunday Times,chie Javaner haben über zwei Drit - tel von Malakka erobert unb bedrohen auch bas letzte Drittel. Sie besitzen bereits die meisten Gummiplantagen unb Zinnaruben. Sie haben mindestens einen Flugplatz so nahe bei Singapur, baß sie mit ihren Bombenflugzeugen diesen wichtigen Hafen jederzeit bedrohen können". Dieses düstere Bild wird von den anderen Blättern noch durch Betrachtnugen darüber dunkler ge­stimmt, daß die Amerikaner mit Manila ihre letzte Flottenbasis im westlichen Pazifik verloren haben.

Baum noch Strauch kennt, verwehrt auch die ge­ringste Hllfe. Da müssen natürlich die Baustoffe sparsam bewirtschaftet werden, und nur nach tage- langem Bemühen und ratenweisem Bezug desZu­behörs" wächst das Werk aus kleinsten Anfängen.

Man muß immer wieder den nie erlahmenden Arbeitswillen und die geistige Regsamkeit unserer Männer bewundern, die sich hier mit viel Liebe zu den kleinen Dingen ihre eigene Welt bauen. Nie­mand hat ihnen gesagt, daß sie die Bunker aus- schmücken und die kurzen Stunden ihrer Freiheit an ihr Quartier verwenden sollen. Aber nicht ein Bunker und sei es auch nur der eines Gefechts-Vor- Postens, der nicht eine eigene Note trüge. Hier sind es ein Führerbild unb die Hakenkreuzflagge, dort ein selbstgezimmerter Tisch und klobige, aber brauch- bare Hocker, an einer dritten Stelle hölzerne Ge­wehrständer und Bücherregale, wieder bei anderen geschnitzte Aschenbecher und selbstgefertigte Leuchter, die die Atmosphäre einer ansprechenden Wohnlich­keit herzaubern, an die man nur schwerlich glauben kann, wenn man bei 40 Grab Kälte im Schnee- sturm den geschützten unb getarnten Eingang zu der Bleibe sucht.

Ich habe Stunden unvergeßlicher Kameradschaft in diesen Winterquartieren an der Eismeerfront erlebt, Stunden voller Gemütlichkeit, besinnlicher Einkehr und herznahen Humors. Nie fehlte das Bandonium oder die Harmonika, die den frischen unb manchmal sehnsüchtigen Gesang begleiten, und auch die Geige hatte die zwei Jahre Feldzug bis zum Eismeer überftanben, mochte sie auch schon dreimal mit Leukoplastvollständig neu renoviert" worden tein. 6 >

In solcher Stimmung muß man die Lieder ihrer schönen Beraheimat hören, um die heilige Andacht, die diesem Wort Heimat innewohnt, ganz er­messen zu können. In diesen Stunden lernt man unsere deutschen Frauen und Mädchen aufs neue lieben, wenn aus den Gesprächen der Kameraden ihr Bild wie ein beglückendes Geschenk zur Wirklichkeit emporsteigt. Das sind kostbare Stunden, in denen einen bisweilen ein Ahnen überkommt, welch Glück es ist, ein Deuttcher zu sein und mit diesem Volk und für dieses Volk leben und kämpfen zu können.

In diesen Stunden erkennt man aber auch die soldatischen und die Herzenstugenden dieser ein­fachen, liebenswerten Menschen, die stets mit ihrer Aufgabe gewachsen sind und immer noch etwas mehr zu geben vermögen, als man von ihnen verlangt. Es sind schon prachtvolle Soldaten, diese Söhne unserer Ostmarkgaue, auf die die Heimat stolz sein kann. In ihrem Kreise fühlte ich mich an ein Wort erinnert, das ähnlich einst Grillparzer ge­schrieben:

Oie Haarspange auf Abwegen

Von Dr. P. Lücke.

Eine junge Frau ißt mit Behagen ihre Hühner­suppe. Auf einmal ein furchtbarer Hustenanfall. Die anwesende Tante ruft, an das bewährte Haus­mittel denkendArme hoch!" Gehorsam nimmt die Hustende ihre Arme in die Höhe um den ge­quälten Bronchien Lust zu schaffen. Endlich geht der Anfall vorüber. Aber heftige Schmerzen bleiben.Ich glaube, ich habe einen Knochensplitter verschluckt" bringt die junge Frau mühsam heraus, während ihr von der krampfartigen Anstrengung noch die Tränen die Wangen herunterlaufen.Dann geh doch lieber gleich zum Arzt!", rät die Tante. Aber man ist auf dem Lande, und der nächste Fach­arzt wohnt ziemlich weit entfernt. So roirb es auch erst am andern Morgen etwas mit dem Besuch. Nach langer Fahrt mit Omnibus und Eisenbahn kommt die junge Frau schließlich zum Hals-, Nasen- und Ohrenarzt in die Kreisstadt. Dieser hört sich die Ge­schichte desverschluckten" Knochensplitters an und rät zu sofortiger Röntgenaufnahme. Das Rönt- genbild zeigt einen ziemlich großen Schatten, so daß der Röntgenarzt schon annimmt, es handele sich um eine Krebsgeschwulst. Der Hals-Facharzt kennt ja nun die Vorgeschichte, er untersucht noch einmal, macht bann einen Eingriff in die oberen Bronchien und findet eine große Haarspange! Das war der vermeintliche Knochensplitter aus der Hühner­brühe. Die Schwellung war nur eine Folge der heftigen Reizung.

sofort die Abwehr des Körpers den Eindringling wieder.herausbefördert hat, was gottlob meist der Fall sein wird.

Drum ist der Jäger froh und frank, Trägt feinen Fehl, trägt offen seine Freuden, Beneidet nicht, läßt lieber sich beneiden!

Und was er tut, ist frohen Muts getan."

Der Dienst unserer Männer an der Eismeerfront ist hart und aufreibend. Es lieft sich so leichthin, wenn es heißt, daß von ihnen das Letzte an Einsatz und körperlicher Leistung verlangt werden muß. Aber weißt du auch, Bruder in Der Heimat, daß diese Worte einen 24-Stunben-Tag umschreiben, der nur Dien st und wieder Dien st und kaum Schlaf und Freizeit kennt? Kannst du dir vorstellen, was es bedeutet, daß diese Männer nun schon seit Wochen am Feind sind, seit Wochen in angespann­tester Aufmerksamkeit und Abwehrbereitschaft, seit Wochen in denselben Kleidern, ohne eine Möglichkeit, sich einmal ordentlich zu waschen, ihr Zeug zu säubern, die Glieder richtig zu strecken?

Du kannst dir das nicht vorstellen, lieber Freund, well du den Eismeertag nicht kennst, der nur drei Stunden Pährt, und weil du d i e unendlichen Nächte nicht kennst, die grausam sind und voller Geheimnisse. Du weißt nicht, welche Verantwortung diese jungen Gebirgsjäger tragen, die wie Spürhunde der Front auf vorgeschobenem Posten den Sowjets gegenüberliegen oder die Ski- spähttupps, die im Niemandsland Feindberührung suchen und die geringsten Bewegungen oder Stel­lungsveränderungen der Sowjets beobachten. Sie find das Auge der Führung. Nach ihren vielen ein­zelnen Beobachtungen und Feststellungen treffen die Stäbe ihre Entschlüsse, kann die Führung den Ab­sichten des Feindes zuvorkommen, wenn die Sowjets zum xtenmal gegen die deutschen Linien.anrennen. Und jedes dieser Einzelunternehmen bedeutet Einsatz des Lebens, denn heimtückisch ist die Tundra, in der ein Berg dem anderen gleicht und die Orientie­rung erschwert, und verschlagen und gemein ist der bolschewistische Gegner.

Aber Ihr in der Heimat dürst nicht glauben, daß

Tokio, 6. Jan. (DNB. Funkspruch.) Domei gibt folgende Uebersicht: Wahrend Welle um Welle ja­panischer Flugzeuge die mächtige Festung Eorre- g i d o r sowie Den Marinestützpunkt Olongapo und Den Luftstützpunkt Ma 1 olos (etwa 35 km von Manila in Der Provinz Bulakan gelegen) in einer gewaltigen Luftoffensive mit Bomben be­wirft, stoßvn japanische Einheiten in südlicher Rich­tung auf Der Bataan-Halb insel vor, nach- Dem sie Den nörDlichen Teil Der Halbinsel unter ihre Kontrolle gebracht haben.

Die etwa 50 km lange unD 30 km breite Halb­insel Satan mit Dem Hauptort Balanga schiebt sich in nordsüdlicher Richtung in Die Bucht von Manila hinein und grenzt Diese westlich vom offenen Meer ab. Bei Den Angriffen auf CorregiDor, Die feit Dem Neujahrstag ohne Unterlaß anDauerten, haben japa­nische Marineflugzeuge Die Flakstellungen am Nord­rande der Insel schwer beschädigt und eine Anzahl feindlicher Handelsschiffe versenkt, die in Den Ge­wässern nordöstlich Der Insel versammelt waren. Die Truppen, Die Die amerifanifdjen Streitkräfte auf Der Bataan-Halbinsel zurücktreioen, roerDen -von Der Luftwaffe wirksam unterstützt, welche motori­sierte Transportkolonnen Des Feindes bei Balanga mit Bomben belegt hat. Em Eingang zur Manila­bucht lief der USA.-DampferCorregidor" auf eine von USA.-Streitkräften gelegte Mine kurz vor Der Einnahme Manilas nahe bei Der Festung (Torre- giDor. Von über 800 Personen, Die' an BorD waren, ertranken sofort über 500. Der Dampfer war früher von Der USA.-Marine unter Dem NamenEnga- blne" als Flugzeugmutterschiff benutzt worden und sollte nach Der Verschärfung Der japanischen Luft­angriffe auf Die Umgebung Manilas Flüchtlinge von Manila abtransportieren.

Wie Die Armeeabteilung Des kaiserlichen Haupt- guartiers am Montag bekanntgibt, besetzten die aus Britisch-Nordborneo gelandeten japa­nischen Truppen am 31. Dezember Die Stadt Brunei, und am 1. Januar Die Insel Labuan am Eingang Der Brunei Bucht. Brunei, die Hauptstadt des gleichnamigen Sul­tanats, hat rund 12 000 Einwohner. In Der StaDt gibt es eine bedeutsame Webwarenindustrie und auch Der HanDel mit Edelmetallen - ist beachtlich.

Marineflugzeuge haben in der Nacht zum ^.Ja­nuar unb wiederum in den Morgenstunden des 3. Januar einen Massenangriff auf Singa- pur unternommen, wobei militärische Ziele schwer beschädigt wurden. Japanische Einheiten marschierten mit unverminderter Stärke auf Singapur zu, wäh­rend sich britische Streitkräfte in südlicher Richtung aus Perak zurückziehen, wobei sie von japanischen >

DNB....... 1. Jan. (PK.)Nicht wissen die

Frauen zu Hause wie es den Helden ergeht oft sind die Helden im Schnee, Die Männer im schlechten Wetter!" So lehrt Die finnische Jugend ein altes finnisches Sprichwort und gewöhnt sie schon in früher Kindheit Daran, daß sie ein hartes Le- den erwartet, ein steter Kampf mit Der trotzigen unD unerbittlichen Natur des hohen Nordens. Finn­lands Söhne find in diesem Kampf gewachsen; sie haben sich ihr Gesicht bewahrt, ohne Der Natur zu unterliegen. Ja, Die Natur ist ihnen Freund und Helfer geworden, nicht zuletzt hat sich Das im finnisch-russischen Winterkrieg 1939/40 erwiesen, wo Die Söhne Suomis Den bolschewistischen Horden Die vernichtendste Niederlage bereiteten, die Die Kriegs­geschichte jüngeren Datums verzeichnet.

Auch die deutschen Soldaten lernen jetzt den Win­ter im höchsten Norden kennen. Sie sind nicht Durch Der Jahre Gewöhnung unD Abhärtung auf Diese Kältegrade unD Entbehrungen vorbereitet, aber sie ertragen wie ihre Väter im Weltkrieg Den Winter, die Kälte Des Eismeers mit der gleichen Anpas­sungsfähigkeit und der einem eisernen Pflichtbewußt­sein entspringenden Zähigkeit, mit der sie auch Den Sonnenbrand Kretas und Den Sandsturm der afri­kanischen Wüste ertragen und überwunden haben. Die Heimat mag sich Das Beispiel Dieser Männer aus vorgeschobenem Posten stets von Augen halten, Die DenJdjönften Sieg, Den Sieg über alle persön­lichen Wünsche unD Stimmungen, Enttäuschungen unD Hoffnungen, Davongetragen haben unD nur Die Fahne kennen, Die zum Siege führt.

Durch Den hohen Schnee haben viele Füße einen PsaD getreten, Der zum Berghang zu Den Wohn- bunkern einer Iägerkompanie führt. Schon lange hat Das Auge Die luftigen Rauchwolken erspäht, Die wie aus unerfindlichem Grunde irgendwo aus Dem Boden in Den starren blauen Himmel steigen. Erst auf 15 bis 20 Meter Abstand erkennt man Die Wohnbunker, die sich Dem Gelände ganz vorzüglich anpassen. Hier also hausen die Männer Der Eis­meerfront. Im Anfang war es nur ein rohes Viereck aus ungefügen Baumstämmen, Das ihnen Schutz und Obdach bot. In Der Nacht wickelten sich Die Jäger in Decken unD Zeltbahnen ein, um am Morgen mit fröstelnden Gliedern und flammen Singern unter einer Laäe Schnee zu erwachen. Nach und nach hatten findige Hände und einfalls­reiche Köpfe Die zeitgemäßeRaumgestaltung" weitergetrieben, bis ganz wohnliche Unterkünfte Daraus wurden.

Das klingt einfacher als es getan Jein wollte, Denn hier kann man nicht aus Dem Dollen wirt­schaften. Jtzdes Brett, jeder Nagel, jedes Stückchen Dachpappe muß an Die hundert Kilometer heran- geschafft werden. Die verschneite Tundra, die nicht

Knochenstückchen, Gräten oder Geldstücken auch ein­mal auslaufen können. Kinder liefern dabei Den Hauptanteil. Sie verschlucken leicht beim Spiel Die verschiedenartigsten Gegenstände. Oft wird der Vor­fall gar nicht beobachtet. So berichtet Prof. Greifen­stein von einem dreijährigen Jungen, der plötz­lich nicht mehr essen mochte. Erst nachdem sein schlechter Appetit den Eltern ausgefallen war, wurde er iii einem Kinderkrankenhaus untersucht. Nun zeigte Die Röntgenaufnahme ein Geldstück in der oberen Sveiseröhre, Das in Narkose Durch den Mund glast entfernt werden konnte. Für Jrrläufe in Den Atemwegen gibt es ein sicheres Anzeichen: Husten! Ein heftiger Hustenanfall ist immer ein Zeichen, daß etwas in die Luftröhre gekommen ist, was nicht hineingehört, während das echteVerschlucken", bei Dem der Gegenstand in die Speiseröhre rutscht, sich durch Schmerzen und Druck im Hals oder in Der oberen Brusthälfte bemerkbar macht. Wenn man also nicht mit Sicherheit seststellen kann, Daß Der Fremdkörper wieder ausgehustet oder gewürgt wurde, dann soll man in jedem Fall zum Facharzt gehen unb sich untersuchen lassen.

Das jmzö am Montag!

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rung genau so wie Den der Wirtschaftssabotage fes bewußt und gern alle Ordnungsmaßnahmen des fchnihmon CRmiäh^nhior nh»r ctfaHrkornehiifon m»-! Reiches unterstützt und aus eigener Initiative so­wohl Dem Schleichhandel als auch Dem Preiswucher

mit diesen Skiläuferunternehmen, den stehenden Spähtrupps zwischen den vorgeschobenen Stellun­gen, den ständigen Wachen in den MG-Nestern unb auf Den Gefechtsvorposten der Dienst getan ist. Das ist ja alles noch Spielerei. Der Ernst beginnt erft, wenn Die roten Leuchtkugeln steigen, wenn Die Kennworte verlangt und nicht gegeben werden und Der Alarmruf Die Männer'an die Gewehre jagt Das sind die Stunden, Denen sie entgegengefiebert Ijaben, auf Die sie so lange warten mußten, wenn die toomjetfoIDaten in dichten Schwärmen gegen die deutsche Front cnrennen, in immer neuen Rudeln anstürmen, von den Kommissaren gehetzt, armselige, unsinnig geopferte Menschenbündel aus den Sträf­lingslagern von Kola und Murmansk, schlecht aus« gcbildet, Die ihr gepeinigtes Leben in einem sinn­losen Einsatz auslöschen müssen.

Der Blutrausch Der bolschewistischen Führung kennt keine Rücksicht auf Menschenleben. Tage- und nächtelang wiederholen sich mit unvorstellbarer Sturheit diese Angriffe, die immer wieder in dem Feuer Der Deutschen Front zerbrechen. Vier Tage und fünf Nächte haben die Bolschewisten Mitte Novernber an einem strategisch bedeutsamen Punkt der Cismeerfront, der von einer deutschen Iäger­kompanie verteidigt wurde, angegriffen. Vier Tage und fünf Nächte floß der Strom ihrer Leiber gegen Den eifernen. Deutschen Damm, unb in Diesen ein­hundertundacht Stunden verbluteten ein bolsche­wistisches Regiment, zwei weitere Bataillone In­fanterie und drei Abteilungen Artillerie im deut­schen Abwehrhagel. Es müßten nicht Deutsche Sol­daten sein, wenn sie nicht Mitleid selbst mit ihren Feinden gehabt hätten. Die so als Opfer eines teuflischen Systems mit Vorbedacht ausgelöscht werden.

Und wenn wirklich einmal die Eismeerfront ohne besondere Vorkommnisse ist, wenn nur hin und wie­der ein Artillerieeinschlag oder ein Granatwerfer- schuß an Den nahen Feind erinnert. Dann bleiben

Neuer Angriff au' drei Hawai-Zns^ln.

Tokio, 5. Jan. (Europapreß.) Japanische P Kriegsschiffe lichteten am 31. Dezember Heber- ra|d)ungsangriffe auf, militärische Ziele m Den Hawai-tzäfen Kahului auf Maui, Nawili. w ili auf Kauai und H il o auf Hawak Dabei wurden wichtige militärische Einrichtungen zerstört r '. ' -1 und außerdem im Hafen von Hilo ein USA.-

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Das auffälligste Kennzeichen Der Besinnung und gei­stigen Neuausrichtuna ist jedoch im Verhalten der Tschechen gegenüber Der Sammelaktion von Woll­sachen für Die Ostfront zu erblicken. Unabhängig von Den BehörDen Des Reiches und den Dienst- vermeintlichen Selbständigkeit bewegte und Dann stellen Der Partei erließ Der tschechische Staatspräsi- unermartet in Den Wirbel Der gewaltigen geschieht- Dent Dr. Hächa einen Aufruf an seine tschechischen