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Aus aller Welt
können.
und Boxen ausgestaltet worden; sie begann mit der Vorführung der Kleinsten. Iungmädel und BDM. zeigten mit Bodenturnen, Geräteturnen und Tanz, was sie gelernt haben. -Großen Beifall fanden roei« terhin die vortrefflichen Leistungen der Gießener Tuner und Turnerinnen, deren Darbietungen durch einige Spitzenturner des Gaues besondere Anziehungskraft erhielten. Allgemeinen Anklang fanden auch die Vorführungen der Rollsportler, der Radsportler und der Gauriege der Turner. Der Gausportführer dankte Kreisführer Stein für die sorgsame Vorbereitung und Durchführung der gesamten Veranstaltung, während der Kreisführer seinerseits den auswärtigen Teilnehmern Dank ab- stattete. ^Die Anhänger des Rasensports waren am Sonntagnachmittag auf dem Universitäts-Sportplatz Zeuge von zwei interessanten Fußball- und Handballspielen, über die wir bereits in der gestrigen Ausgabe ausführlich berichtet haben.
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In diesem Winter verzichten wir auf die Areude und auf die Erholung beim Skilauf! Unsere Skier geben wir an die kämpfende Truppe!
Turnen und Sport im dritten Kriegswinter
Arbeitstagung und Werbeveranstaltung im Sporttreis Gießen.
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Explosion in Raum 5
Roman von H.C. Hansen
Copyrlfht by Prometheus-Verlag Dr.Eldiadcer, Cröbenxell b-Mflndien
29. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
„Na, was denn?" Kammin wurde ungeduldig. „Henaus mit der Sprache! Sie haben doch noch etwas auf dem Herzen. Das sehe ich Ihnen an.
„Jawohl, Herr Kommissar. Ich habe sogar ein schlechtes Gewissen!"
„Möchte ich Ihnen nicht raten. Was ist denn los?
„Ich habe meiner Braut bei unserer Unterhaltung am Samstag noch gesagt, welche Idee ich hatte, um der Barkow beizukommen. Das griff sie sofort auf. Am Sonntag kam mein Schwager, der Bruder meiner Braut, in die Ferien. Er studiert seit vier Jahren Iura. Der hat nun am Sonnlagmittag Fraulein Barkow angesprochen und sich mit ihr auch zum
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3%*3roar baff, als Aenne Barkow heute nachmittag, wie immer, zum Dienst tarn. Sie sah nur ein bißchen blaß aus." ... .
„Hm, du hast wohl ein dummes Gesicht über den Anschnauzer gemacht?" fragte Kurt. ,,Wir können natürlich nicht urteilen, wenn mir nicht wissen, was bie®aasb«fai»0n®tfaga^, erklärt. Michel. .
„Aber ich ziehe den Schluß, daß die Polizei von der Unschuld Fräulein Barkows überzeugt ist. Sonst hätte man sie nicht sofort wieder gehen lassen.
Dagegen wehrte sich Bärbel. „Solange wir nicht genau wissen, was sie ausgesagt hat, können wir gar keine Stellung dazu nehmen. Die Polizei laßt auch wieder Leute frei, denen man nichts nachweisen kann, obwohl man Verdacht gegen
„Du bleibst also bei deiner Verdächtigung? fragte Kurt unwillig. , „ .
„Eine Frau begreift die Schachzuge einer anderen Frau immer leichter als ein Mann, Aort einmal genau zu!" In ihrem Köpfchen hatte sie sich alles schnell zurechtgelegt und begann, nut Energischen Strichen eine Zeichnung zu entwerfen, die gerade
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Wolldecken aller Art besonders gesucht!
Es wird erwartet, daß die Gebefreudigkeit nicht nachläßt.
Da» französisch- 3tm<nminifterium in Dlchy gab am Montagabend folgendes Kommunique^ aus: „Eves Paringaux, Kabinettschef des Innen- Ministers Pierre Pucheu, wurde auf der Eisenvayn- strecke tot auf gesunden, lieber die Umstande seines Todes besitzt man noch keine näheren An- gÄien.
SSammin seht« sich wieder hin und überlegte. Ehe man diesen Crusius erneut einsetzte, mußte man mit dem Kriminaldirektor sprechen. Der 3unge machte zwar dumme Sachen, aber er glaubte dabei, nur recht zu handeln. Alles hatte seine zwei Seiten. Und in diesem Alter legte man an seine Handlungen nicht einen so peinlichen Maßstab wie spater, wenn man abgeklärter war. Im ganzen gesehen konnte einem diese draufgängerische Art sogar gefallen.
„Morgen vormittag um 8 Uhr melden Sie sich bei mir. Vielleicht habe ich noch einen Auftrag für Sie.
„Jawohl, fierr Kommissar', versicher.e Nick l zum wiederholten Male, sah sich jetzt entlassen und machte, daß er aus dem Zimmer kam. Der Anpfiff war nicht von schlechten Eltern gewesen, aber er
Wir werden in diesem Jahre also nicht durch die weiße Pracht -gleiten; wir trennen uns nach langen und schönen Jahren, und wir werden uns nie Wiedersehen! Aber es muh' so sein, denn ihr müßt helfen, daß der Tag wiederkommen kann, an dem die Schrecken und Beschwernisse des Winters wieder gegen ferne reine Schönheit und sein friedvolles Glück eingetauscht werden können. Es ist der Tag, an dem wir beide — wenn auch getrennt — dann wieder in die Wonnen des Winters tauchen können.
Ich würde lügen,'wenn ich sagte, daß mir dieser Abschied von euch leicht fiele. Er ist mir so schwer, wie ein Abschied von etwas so Liebem nur sein kann. Denn alles, was am Winter einst schön war, das haben wir miteinander erlebt, und mir waren gute Freunde geworden, nicht nur gute Freunde zu guten Zeiten, sondern auch zu ernsten, seit ihr — das ist nun Jahre her — an einem glücklichen Weihnachtsabend unter dem Weihnachtsbaum ge-
kismeerfront.
Das Httterkreuz.
Berlin, 5. San. (DNB) Der Führer und »berste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh das Ritterkreuz an: Major Hiebe, Bataillonskommandeur in einem Schützenregiment, Hauptmann I u tt. ner Bataillonskommandeur in einem Infanterie- reaiment, Rittmeister Sachenbacher, Ches einer Kadfahrschwadron, Oberleutnant Dienenthal, Ehe einer Rodfahrfchwodron, Oberleutnant 53 o h - bürg er, Kompaniechef in einem Infanterieregiment Oberleutnant Seidel, Batatllonsfuhrer m einem Infanterieregiment, Oberfeldwebel 3t em er Zugführer in einem Infanterieregiment, Feldwebel Sieger, Zugführer in einem Infanterieregiment; lemer an Generalmajor Rauch, Kommandeur einer Infanteriedivision, Oberst H olm, Kommandeur eines Infanterieregiments, Oberst Kreß, Kommandeur eines Gebirgslägerregiments. Oberleutnant Gunzert, Führer einer Pwnierkom- aanie, Oberleutnant F l i e ß b a ch, Führer einer Batterie in einem Artillerieregiment.
Kleins politische Nachricht««.
Der Reichsminister des Auswärtigen v. Ri bb en- trov hat sich am Montagabend auf Einladung des Reichöverwesers des Königreiches Ungarn Nikolaus von Horthy und der königlich-ungarischen Regierung zu einem mehrtägigen Besuch nach Ungarn de- ^Englisch- Flugzeuge warfen ohne Wirkung meh- rcre Bomben auf die Insel Salamis. In der Mcht zum Montag unternahm der Gegner ernen Einflug auf. Castelfedoano (Siziliens wobei undedeu- tende Schäde-n verursacht wurden. Acht Personen wurden getötet und 15 verletztx. Em feindlicher Bomber wurde von der Flak getroffen und zerschellte am Boden.
NSG. Wie bereits bekanntgegeben, ist die S a m - Melattion von Pelz-, Wotl- und Winter s a ch e n für die Front bi® zum 11. Januar verlängert. Es wird erwartet, daß auch in diesen Tagen die Gebesreudigkeit nicht nachläßt. Die örtlichen Sammelstellen sind nach wie vor geöffnet, um die bereitgehaltenen Ausrüstungsgegen-- stände entgegenzunehmen.
Es wird darauf hingewiesen, daß besonders Wolldecken aller Art, Bettkoltern, Reisedecken, Uebergardinen und Fenstermäntel in Plüsch oder Wolle, Chaiselonguedecken sowie alle ähnlichen Decken, Gegenstände und Stoffe gebraucht werden. Dieses Material wird in den Nähstuben der NS.- Frauenschaft von Tausenden freiwilliger Helferinnen zu ärmellosen Unterziehmänteln, die zwischen Waffenrock und Uniformmantel getragen wer- den, verarbeitet. Der so entstandene Kälteschutz wird von der Front besonders willkommen geheißen.
Es wird daher an alle nochmals der Appell gerichtet, neben der Abgabe der bereits bekannten Gegenstände, die selbstverständlich nicht weniger dringend benötigt werden, diese Arbeit der NS.-
stehenden ötelliw l.-Nestern getan ist. t beginnt wenn die rben und hre jagt gefiebert en, wenn gegen die i Nudeln rmjelige, n Straf- rcht aus« em smn-
Führuna dge« und stellbarer in dem ler läge n Mitte m Punkt n Jager- ier Tage >er gegen esen ein« bolsche- [one In« im deut« iche Sol- nit ihren er eines ^gelöscht nnt ohne und wie« itwerser« i bleiben
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Aus Oer Stadi Gießen.
Abschied von den Brettern.
Meine lieben, guten Bretter! Da ich euch aus dem Keller hole, um euch bei der Ski-Sammlung für die Front abzugeben, liegt draußen frischer/ neuer Schnee. Die Sonne lacht aus blauem Himmel, und es sieht aus, als ginge es nun in den Wintersport hinaus. Ja, gewiß, es geht auch in den Schnee hinaus, aber diesmal nicht mit mir! Ihr seit einberufen worden, und ihr kommt zur Wehr- macht. Ein Soldat, den ich nicht kenne, wird euch über den Schnee führen, indessen ich in diesem Jahre ohne Skier fein werde.
Frauenschaft durch Ablieferung von Decken besonders zu unterstützen.
Helfende Hände für unsere Soldaten.
Obwohl schon eine große Anzahl Waggons mit Wintersachen an die Front abgehen konnte, liegt in den Nähstuben bet NS.-Frauen- schäft noch viel Material, das auf Verarbeitung wartet. Je schneller hier aufgeräumt wird, desto wirksamer ist die Hilfe. Deshalb werden nochmals alle deutschen Frauen und Mädels aufgeforben, sich umgehenb bei ben Ortsgruppen ber NSDAP, für die Mitarbeit in den Nähftuben zu melden. Auch Berufstätige können nach ihrer Dienstzeit dazu beitragen, daß die Soldaten. schnellstens in den Besitz ber für sie bestimmten wärmenden Gegenstände gelangen. Wer auch nur eine Stunde am Tage erübrigen kann, sollte nicht zögern, seine Bereitwilligkeit zu zeigen. Schnelle Hilfe ist doppelte Hilfe. Einige Stunden mit Fingerhut und Nadel, mit dem Strickzeug oder hinter der Nähmaschine können viele tapfere Soldaten vor schweren Schäden bewahren. Keine Frau, die auch nur über etwas freie Zeit verfügt, wird sich diesem Appell versagen.
tauben habt.
Nun werden mir uns voneinartber trennen, d i e Kameraden der Front brauchen euch und h-gben nach euch gerufen, und nun sollt ihr dabei helfen, daß wieder glücklichere und friedlichere Winter kommen können, mit denen es für alle Zeiten vorüber wäre, wenn die Front uyd ihre Soldaten nicht alles haben, was sie brauchen, um in diesem Kamps zu bestehen. Dieser Gedanke macht mir den Abschied leichter, und durch diesen Ruf der Front werdet ihr mm nach Jahren friedlichen Er- lebens noch gerufen und berufen, eine große und heilige Pflicht zu erfüllen .
Aber dieser Abschied muß fa sein! Die Front ruft nach euch, die Soldaten bedürfen eurer, und wenn ich euch behalten würde, wenn ich euch gar verstecken würde vor mir und meinem Gewissen, so mürbe das alle guten und schonen Erinnerungen mit euch verstecken und auslöschen müssen, und ich würde nicht schlafen können, in dem Gedanken, daß ich um eures Besitzes willen klein und egoistisch war, vielleicht gar den Tod eines Soldaten zu ver- antworten haben würde.
So trennen wir uns also voneinander, und wir werden uns nicht Wiedersehen! Aber einmal wird mir doch eines neuen Tages Gunst wieder em Paar von euren jüngeren Geschwistern bescheren. Lebt wohl, ihr guten lieben Bretter! Lebt wohl, ihr treuen Stöcke und Schuhe! Bringt dem, der euch tragen wirb, wenigstens eineu Teil des Glückes, das ihr mir geschenkt habt, und kehrt heil zuruck mit dem, dem ihr mm bestimmt seid.
' Ski Heil! P D-
Dornotizen.
Waldemar Vonsels liest im Vorkragsring.
ihren Dank abstattet.
Abendrolh dirigiert in Bukarest.
Hermann Abendroth, ber Leipziger Gewandhaus- kcwellmeister, dirigiert in einem Konzert am 2. Februar in Bukarest u. a. bas Konzert für Streichorchester von Max Trapp --- Symphonie von Beethoven.__
Am vergangenen Samstag und Sonntag trat ber neugebildete Sportkreis Gießen zum erstenmal feit j der Neuorganisation mit einem großzügigen, über 1 zwei Tage sich erstreckenden Arbeits- und Werbe- i Programm an die Oeffentlichkeit. Die von der Gau- i führung für bas nörbliche Gaugebiet des NSRL.- Sportgaues Hessen-Nassau angesetzte Arbeits- I tagung war von ber Gießener Sportkrelsfuh- rung zugleich zu einer volkstümlichen Werbung für Turnen unb Sport im Kriege ausgebaut worden. Die Kreissührerstab? ber Kreise Gießen, Friebberg, Wetzlar, Biedenkopf unb Dillenburg traten bereits am Samstaa zu einer Arbeitstagung zusammen, in der die verschiedenen Sachbearbeiter der Gauführung die Richtlinien für die künftige Arbeit mit den Amtsträgern ber Kreise festlegten. So behandelte Gausportwart Z i m m e r bie bevor- siehenbe Arbeit im Winter, Gaufrauenwartin R o • der sprach über sportliche Frauenfragen, währenb Gauamtmann Gebharb t sich über verwaltungs- technische Angelegenheiten verbreitete unb Gau- kasenwart Dierks auf bie finanziellen Fragen einging. Eine sich anschließende Aussprache brachte eine restlose Klärung aller schwebenben Fragen.
Die Hauptarbeitstagung vereinigte am Sonntagvormittag im Großen Hörsaal ber Universität Amtsträger unb Dereinsführer zu einer einbrucksvollen Kundgebung. Der Gausportführer SA.-Obersturmbannführer Rieke ging In ferner Röbe auf die vielfältigen grundsätzlichen Fragen unb Aufgaben ein, welche die Fortführung und ber Ausbau des Tum- und Sportbetriebes im Kriege mit sich bringen. Der Redner sprach zunächst von ben vielfältigen Aufgaben der Dereinsftihrung und betonte hierbei als besonders wichtige Anliegen die Führung ber Kriegstagebücher unb ber Ge- faltenenchronik, ganz besonders aber bie Betreuung der im Felde stehenden und verwundeten Kameraden. Im Mittelpunkt ber Ausführungen bes Gau- sportführers standen eine Reihe beherzigenswerter Gedankengänge über bie grundsätzlichen völkischen Ausgaben und Ziele ber Leibesübungen. Der Sport sei, so führte ber Rebner aus, keineswegs Selbst- zweck, sondern er biene der körperlichen Erziehung und Durchbildung des gesamten deutschen Volkes; in ihm werde nicht nur der einzelne Mensch, sondern zugleich, die gesamte Nation gestählt und gestärkt. Heute komme es vor allem darauf an, Die Jungen unb Mädchen zu erfassen unb körperlich heranzubilden unb auf die ihnen bevorstehenden Aufgaben vorzubereiten. Dazu gehöre, baß ber Stand btt körperlichen Leistungen nicht nur gehalten, sondern noch gesteigert werbe. In emer solchen kamerabschastlich geübten Erziehung und Körper- ertüchtigung dürfe aber auch die Charakterbildung nicht vernachlässigt werden; erst dann fei das wahre Ziel erreicht, die Erziehung des deutschen Menschen durch die Leibesübungen zu einem wehrhaften Kämpfer des Führers.___________
Theorie mehr einem krampfhaften Suchen nach Schuldbeweisen als logischer Darstellung entsprach.
„Man muß sich, um einen Menschen und feine Handlungen zu verstehen, in dessen Lage versetzen. Setzen wir voraus, bie Barkow sei ein Mitglied ber Bande, bie eine Explosion herbeiführte. Das ist nur möglich, wenn ein Angestellter ber Finna mit ber Bande unter einer Decke steckt. Die Kontrolle bet uns ist so scharf, baß es einem Fremben unmöglich wäre, einzudringen und sich herumzutreiben. Er kann es nur bann, wenn sich jemanb innerhalb bes Werkes mit ben Verhältnissen vertraut macht und den außenstehenden Bandenmitgliebern genaue Weisungen zukommen läßt."
„So gescheit sind wir auch. Kurt konnte es sich nicht verkneifen, diesen Zwischenruf -u machen.
„Unterbrich mich nicht!" verwies ihn bie Schwe.. fter. „Natürlich kann bie Person, bie innerhalb unserer Gefolgschaft beteiligt ist, nur jemand fein, der einen tieferen Einblick in bie Verhältnisse hat, genau mit ben Gepflogenheiten, ber Kleidung unb dem Aussehen von Herrn Kaspar vertraut ist, und schließlich auch erfährt, wann Herr Wanb eine neue Konstruktion vollendet hat. Der Kreis dieser Personen ist sehr eng. Außer den drei Inhabern, von denen ber eine verunglückt ist ober, wahrscheinlicher, ermorbet wurde, kommen nur bu> beiben Chefingenieure, ber Prokurist unbbte Sekretärin in Frage. Alle anberen können höchstens burch Zufall von einer neuen Ersinbung Horen, bevor sie zum Patent angemeldet und damit ber
feit bekanntgemacht ist. Ein solcher 3ufc5n96t m.t($ einmal einige Sätze aufschnappen lassen Wenn eine Bande systematisch arbeiten will, und bas ist hier ia wohl der Fall, kann sie sich auf solche Zufälligkeiten nicht verlassen, fonbern sieht von vornherein ^Herr Kaspar* scheibet aus, Herr Kobekt ebenso. Unsere beiden Chefingenieure sind seit vielen Jahren im Betrieb und Referveoffiziere, bte im Kriege bas Eiserne Kreuz Erster Klasse bekommen haben Man braucht sich alfo über ihre Zuverlässigkeit nicht weiter zu unterhatten. Unser Prokurist hat »origes ^ahr fein vierzigjähriges Jubiläum als
i fÄmitglieb gefikrtö ©eine Lehrzeit verbrachte . er schon im Hause und ist seitdem mit der Firma • verbunden. Ein Verdacht gegen ihn wäre lacherlick.
. (Fortsetzung folgt.)
Otto Ubbelohbe.
Am 5. Januar 1942 sind 75 Jahre verflossen, seitdem der Maler unb Graphiker Otto Ubbelohbe, der Meister der hessischen Landschaft, in Marbur geboren wurde. Schüler von Hertench und Löss schuf er außer Gemälden vor allem Radierungen unb Federzeichnungen eigenen Gepräges. Zahlreiche Bücher (so die Märchen ber Sagensammungen usw.) hat Ubbelohbe illustriert. Seine Werke findet man in den Graphischen Sammlungen von Darmstadt, Frankfurt, Dresden, München und Berlin. Der volkstümliche Künstler starb am 8. Mai 1922 m Goßfelden bei Marburg im Alter von 55 Jahren.
Das Gaueraebnis ber Grammophon- unb SchallplaNensammluvg.
NSG. Irn Rahmen ber von ber "Partei für Die Front veranstalteten Grammophon-Apparate- unb Schallplattensammlung würben von ber Devolke- rung bes Gaues Hessen-Nassau über 1500 Grammophon-Apparate u n b über 50000 Schallplatten gespenbet Auch dieses Ergebnis ist ein glänzender Beweis für die Hilfs- bereitschaft der Heimat, mit der sie ihren Soldaten
Kreisleiter Backhaus unterstrich die mit großem Beifall aufgenommenen Darlegungen des Gausportführers unb betonte, daß die Pflege ber Leibesübungen bei uns stets eine liebevolle Unterstützung und Forderung erfahren werde.
Unter dem Leitwort „Turnen unb Sport im b ritten Kriegswinter" fanb im Gloria- Palast eine sorgfältig vorbereitete, reich beschickte Werbeveranstaltung statt, bie einen höchst reizvollen Querschnitt burch den praktischen Leibes- Übungsbetrieb entwickelte. Die Programmfolge mar von ben Fachämtern Turnen, Rollsport, Radsport
hatte einen seren Kusgang ^'unden ais er m Wn d« ÄK »«In auch vor
‘ mar A allem Kurt -tt? recht Bedenken kamen, daß d'e
Vorgehen bereitfindet, so bin ich nicht iu der Lage, ihm das zu verbieten. Aber gegen den Geist hauen Sie sich vergangen, Crusius, Sie wußten genau, wie ich darüber denke, und haben Ihren Plan trotzdem in die Tat umgesetzt oder wenigstens dabei geholfen Ich mißbillige das ausdrücklich. Haben Sie Mich verstanden?" „ ..
Jawohl, Herr Kommissar. Michel stand stramm und nahm sich zusammen, um seine Fassung nicht zu verlieren. • __ „
„Ato einzige Entschuldigung lasse ich gelten, baß Sie im liebereifer eines jungen Beamten gehandelt haben und einem Ziel zustreben, bas wir auch verfolgen. Aber Sie bringen unsere Arbeit in Gefahr. Die beiden Beamten, die ich für bie Ueberwachung von Fräulein Barkow eingesetzt hatte, bemerkten natürlich die Vorgänge mit ihrem Schwager und haben sie hier berichtet. Das brachte Herrn Krimi- naldirektor Ball und mich dazu, falschen Dermutun- qen nachzugehen. Von jetzt an unterbleiben solche Dummheiten, sonst müßte ich noch andere Saiten aufziehen! Verstanden?"
„Jawohl, Herr Kommissar." ,
„Ihren Schwager lassen Sie meinetwegen vorerst gewähren! Aber legen Sie ihm ans Herz, daß er nichts tut, was als eine gemeine Handlung gegenüber einem ahnungslosen Mädchen angesehen wer- den muß! Also keine ernsthoste Licb- erwe^en, sondern nur eine Bekanntschaft ontnupfen. Verstehen
schluß, und er sehnte sich nach frischer Luft, nach dem Beisammensein mit Bärbel und nicht zuletzt auch nach einem kräftigen Mittagessen.
•
Die Zeiger der Uhr wiesen auf halb sechs. Cs schien also fraglich, ob Bärbel noch im Dienst war. Man erwartete sie besser zu Hause. Dort war außerdem Kurt zu treffen, ber als Dritter 'M Bunde der notwendigen Beratung beiwohnen mußte. Michel fieberte vor Ungeduld. Die wichtigen Neuigkeiten mußte er so schnell wie möglich an ben Mann, in diesem Falle auch an eine Frau bringen. 6r atmete zufrieden auf, als beim Betreten der Diele Bärbels Stimme aus ber Küche klang. ,^omm mit zu Kürt", rief er laut und nahm sich kaum Zeit, feine Schwiegermutter zu begrüßen, bie ohnehin schon lebhaften Unwillen über das ihr merkwürdig vor- kommende Gebaren der ftinber m den letzten Tagen zeigte. Dann setzten sich bie bret eng zusam- men. Michel erzählte, beinahe m ber präzisen Fassung, bie man von ihm beim Dienst erwartete. Die beiben anderen lauschten atemlos. „Was sagt
igt N leifteM würdigt inplastik- SS inen ®<- ieflirtj unt> U" ilffl «?• ch P° l" gotenl« . gnnen« MiW* U •« -iS
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Abenb verabredet."
„Was hat er?" Kammin sah sich zum erstenmal einem jungen Untergebenen gegenüber in ber Lage, verblüfft zu sein. Gleichzeitig wuchs sein Grimm ' über die Tatsache, baß sich bieser Crusius einfach über bie Mahnungen seines Kommissars hinwegsetzte unb eine Geschichte inszenierte, bie er aus- brücklich mißbilligt hatte. „Jetzt erzählen Sie einmal ganz genau mit allen Einzelheiten!" Seme Stimme war laut und scharf geworben, so daß Michel blaß wurde unb Angst vor ben Folgen bekam.
Er beichtete jedoch lückenlos. rni«>i)?rho[te fast wörtlich seine Unterhaltung mit Bärbel, seine Bedenken gegen ein solches Vorgehen, Bärbels Em- Wendungen unb ihren Hinweis darauf, daß er ihr ja keine Dienstgeheimnisse verraten habe, weil sie selbst genug wisse. Dann kam die Unterredung mit Kurt an die Reihe und eine genaue Darstellung von dessen Zusammentreffen mit Aenne Barkow.
Kammin hatte Michel zu Ende reden lassen, ohne ihn zu unterbrechen. Nun stand er auf; um feinen Worten mehr Nachdruck zu geben. . Herr Crufius, formell gesehen, sind Sie im Recht. Ihre Braut mag allein auf den Verdacht gegen Fräulein Barkow gekommen sein. Ich unterstelle Ihnen als richtig, daß Sie kein Wort mehr haben fallen lassen, als . erlaubt war. Wenn Ihr Schwager sich für em | .
Zur ersten Dichterlesung im neuen Jahr hat der Gießener Dortragsring (Goethe-Bund, Kulturelle Vereinigung unb Dolksbilbungsstätte Gießen ber NS.-Gemeinschaft „Kraft burch Freude") für Frei» tag, 9. Januar, ben bekannten Dichter Waldemar Bonsels zu einer Lefuna aus eigenen Werken eingeladen. Die zahlreiche Leserschaft bes Dichters in unserer Stadt wirb sich sicher freuen, Bonseto am Vortragstisch in Gießen wieder begrüßen d*
** Auszeichnung. Unteroffizier Otto Kipper (Gießen, Schiffenberger Weg), würbe mit bem eifeinen Kreuz II. Klasse unb bem Infanterie- Sturmabzeichen ausgezeichnet. — Gefreiter Hans Lehnhausen, In Löbers Hof 3, wurde mit bem Eisernen Kreuz II. Klasse unb bem Infanterie- Sturmabzeichen ausgezeichnet.
** Zusatzkarten für Schwerarbeiter. Das Ernährungsamt gibt im heutigen Anzeigenteil die Termine für bie Ausgabe ber Zusaykarten für res ist ber Bekanntmachung zu entnehmen.
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^kannte Begriffe. Das ist bas Tempo der namen- i,fen Front am Eismeer, an ber sich beutsches Sol- atentum unter härtesten äußeren Bedingungen be- louptet unb bewährt. Sie find kerne läuten Helden, iie Männer von ber Eismeerfront. Große Worte l itgen ihnen nicht. Es ist eine Scheu in ihnen sie Unten auf bas Vollbrachte zu stolz werden. Man |rt sie baher auch selten von ihren Unternehmen rzählen. Sie tun ihre Pflicht unb wissen um die ßaV bie sie zu tragen haben. Aber bte Anerken- nung bes Führers ist ihnen eine Freube gewesen. &ie werden auch in Zukunft estern auf dem Posten ein. Deutsche Soldaten, unbekannte Helden der


