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GROSSE SPIEL

nisse gibt es künftig 125 g und statt bisher 550 g Getreideerzeugnisse gibt es künftig 475 g.

3m übrigen bleiben die Rationen an Butter, Mar­garine, Käse (abgesehen von der Sonderzuteilung in der 41. Periode), Quark, Kaffee-Ersatz, Vollmilch, Zucker, Marmelade, Kunsthonig und Kakaopulver die gleichen wie in der 41. Periode.

Bei den Reichsbrotmarken tritt insofern eine Neuerung ein, als jetzt auch hier die einzelnen Abschnitte innerhalb der gleichen Periode nicht mehr verfallen, wie das bereits früher bei den Reichsfleischkarten eingeführt worden war. Die Gültigkeit der Abschnitte beginnt zwar jeweils erst mit einer neuen Woche, endet aber immer erst mit dem Ablauf der ganzen Zuteilungsperiode. Diese Regelung, die seinerzeit auch hier als wünschenswert angeregt ^vorden war, bringt eine erfreuliche Er­leichterung im Umgang mit den Brotmarken.

Die Erhöhung der Brot- und Fleischrationen macht es erforderlich, auch die Ausgabe von Ur­lauberkarten neu zu regeln. Mit Rücksicht dar­auf, daß noch verhältnismäßig große Bestände an Urlauberkarten vorhanden sind, wurde von einer Neuausgabe der Urlauberkarten abgesehen. Die Ur­lauber erhalten vielmehr die Unterschiedsmengen zwischen den alten und neuen Rationen in Form von Reise- und Gaststättenmarken ausgehändigt. Da die Reise- und Gastftättenmarken für Brot nur zum Bezüge von Roggenerzeugnissen berechtigen, erhalten die Urlauber etwas weniger Weizenerzeug­nisse als , die Normalverbraucher.

Erntedankfeiern.

3m Kreise Wetterau fanden am Sonntag, wie überall im Reich, schlichte Erntedankfeiern statt, die von den Ortsgruppen veranstaltet wurden und dem Dank unserer Volksgemeinschaft an unsere Bauern und Landwirte, insonderheit an die in vielen Be­trieben allein oder nur mit wenigen Hilfskräften schaffende Bäuerin gebührend Ausdruck gaben. 3n Gießen wurde der Dank an unser Landvolk in wür­diger Weise in einer Feier bekundet, die am gestri­gen Nachmittag im Hause der Kreisleitung statt- fand. Dabei überreichte Kreisleiter Backhaus 31 Landfrauen und Landarbeitern Ehrenurkunden und Ehrengaben für ihren besonders verdienst­vollen Einsatz in der Erzeugungsschlacht dieses 3ah- res, gleichzeitig würdigte er mit herzlichen Worten des Dankes und der höchsten Anerkennung die gro­ßen Leistungen unseres Landvolkes für die Sicher­stellung unserer Ernährung und damit für die wei­tere Wegbereitung zum Siege unserer Waffen. Er wies dabei vor allem auf den großen Anteil un­serer Landfrauen an dem hervorragenden Ergebnis der Erzeugungsschlacht hin und sprach den verdienst­vollen Bäuerinnen besonderen Dank aus.

Für unsere Verwundeten.

Eine Betriebsgemeinschaft der Luftwaffe hatte im Laufe der vorigen Woche eine große Zahl Ver­wundeter in das Theater eingeladen. 3n einer ge­schlossenen Vorstellung wurdenDie drei Eisbären" gespielt.

Die Ortsgruppen mit ihren Gliederungen in Bel­lersheim und Hungen hatten am gestrigen Sonntag Verwundete zu Gast, die bei den Familien einge­laden waren ynb an den Erntedankftiern teilnah­men. Alle waren befriedigt von dem fröhlich ver­laufenen Tage.

Auto-Kennzeichen auch auf dem Kotflügel.

Nach der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung ist das Kennzeichen der Kraftfahrzeuge an der Vorder­seite und an der Rückseite auf der Fahrzeugwand oder auf Tafeln anzubringen, die mit dem Fahr­zeug fest zu verbinden sind. Dazu hab der Reichs­verkehrsminister bis auf weiteres bestimmt: Das Kennzeichen kann auch an Teilen, die mit dem Fahr­zeug fest verbunden sind (Kotflügel usw.) angebracht werden, z. B. durch Aufmalen. Es ist nicht erforder­lich, daß die hierfür benutzten Flächen eben sind. Die Lesbarkeit des Kennzeichens darf aber nicht beeinträchtigt werden. Geringe Abweichungen von den Vorschriften über die zulässige Neigung des Hinteren Kennzeichens und über die Lesbarkeit sind statthaft. Auch bedarf es keiner Umrandung des Kennzeichens, wenn sich das Kennzeichen deutlich vom Fahrzeug abhebt.

Führerschein früher an kv.-gemusterte Jugendliche.

Nach der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung darf niemand vor Vollendung des 18. Lebensjahres Kraftfahrzeuge der Klaffen 1, 2 oder 3 führen. Aus­nahmen kann die Verwaltungsbehörde zulassen. Der Reichsverkehrsminister hat nun die Verwaltungs­behörden ermächtigt, für die Dauer des Krieges Anträgen von 3ugendlichen auf Erteilung der Fahr -

fc-Jr-ji Tiefbewegt erhielten wir die schmerz- üche Nachricht, daß unser fieber, hoff- Ä nungsvoller Sohn, Bruder, Enkel, Schwager, Pate und Bräutigam

Rudolf Weife

Gefreiter in einem Infanterie-Regiment

im Alter von 21 Jahren, in den schweren Kämpfen bei Rschew am 9. September sein junges Leben für das Vaterland gegeben hat.

In tiefer Trauer:

Georg Jakob Weiß, Weißbindermeister und Frau Lina Weiß, geb. Müller

Obergefreiter Karl Weiß, z. Z. im Felde, nebst Frau und Kind

Frau Katharine Müller; Martha Sarnes, Braut, und alle Angehörigen.

Watzenborn-Steinberg, Sellnrod, Stumperten­rod, Leihgestern, Aliendorf und Dorf-Gill, im Oktober 1942.

04935

.JKL Danksagung.

Allen, die uns in unserem schweren Leid durch den Heldentod unsres lieben un­vergeßlichen Sohnes u. Bruders Walter Dechert, Schütze meiner Pz.-Jg.-Abt., ihreTeil- nahme entgegenbrachten, sagen wir auf diesem Wege unsern tiefempfundenen Dank. Ganz be­sonders danken wir Herrn Pfarrer Becker für die tröstenden Worte am Grabe, sowie seinen Kameraden, dem Gesangverein Heiterkeit und allen, die ihm die letzte Ehre erwiesen haben.

In tiefer Trauer: Gastwirt Heinrich Dechert und Frau Gießen,5.10.,42. Margot Dechert; Heinz Dechert,

Mehr Freude an der Natur

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nicht in den Müll!

Arbeiter(innen) für leichte mech. Arbeiten ges. A. Dölling, Wetzlar,

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Deutsche Wochenschau

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Der Schweizer Schivervand hat auf dis Durchführung der ihm für 1943 übertragenen Schi- Weltmeisterschaften verzichtet. Wahrscheinlich werden also in diesem Winter keine Weltmeisterschaften stattfinden.

1 Chaisel.

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Der Film schildert ein dramatisches Frauenschicksal

mit Reni Deltgen Maria Andergast

Karl Schönböck, Josef Sieber Gustav Knuth, Hilde Jansen

Spielleitung: R. A. Stemmle

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Arbeit als Sprechstunden­hilfe ob. schriftl. Arbeiten an. Schr. Ang. uni. 04937 a.d.G.A.

Täglich 2.30, 4.45, 7.80 Uhr

Sonntags 2.00, 4.30, 7.30 Uhr

Jugend hat Zutritt I

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ges) auch auf die Namengebung seiner Figuren übertrug Adam, Eve, Licht, Walter, Tümpel, schuf mit dem klumpfüßigen Dorfrichter einen hin­kenden Teufel der Komödie, einen ländlichen Tar- tüffe, dessen Verkörperung stets zu den großen, verlockenden Aufgaben des deutschen Charakter­spielers gehören wird, denn seit dem Falstaff ist, wiederum mit Hebbels Worten, im Komischen keine Figur geschaffen worden, die dem Dorfrichter Adam auch nur die Schuhriemen auflösen dürfte.

Das gestrige Rückspiel VfB.-R. Gießen gegen Viktoria Nidda auf dem DfB.-Platz in m stand vollkommen im Zeichen des VfB.-R. Die DfB.-R.-Mannschaft, die durch zwei Urlauber ver­stärkt wurde, konnte mit ihren Leistungen über­zeugen. Die Gäste setzten sich in der ernsten Halb­zeit energisch zur Wehr, fielen dann aber immer mehr ab und mußten die Bestimmung des Spielgeschehens völlig den Platzbesitzern überlassen. Die Tore fielen in regelmäßigen Ab ständen.

Verhandlung diente Kleist zur Entfaltung eines nie­derländischen Volks- und Sittengemäldes von über­wältigender Fülle des Details und zu einem Cha­rakterbilde, das in der Weltliteratur seinesgleichen sucht. Kleist, der die schon auf dem französischen Kupfer deutliche Symbolik (des zerbrochenen Kru-

Der Reichs-Schießwettkampf der H 3. endete in 3nnsbruck mit dem Siege des Gebietes Hochland mit 2141 Ringen vor Tirol-Vorarlberg, Thüringen, Mark Brandenburg, Westfalen, Pom­mern, Hessen-Nassau, Württemberg, Westmart und Berlin. 3n der Einzelwertung kam der Tiroler Hohenauer mit 230 Ringen vor Schäfer (Hessen- Nassau) und Pastor (Berlin) zum Sieg.

Verdunkelungszeil:

5. Oktober von 19.52 bis 7.00 Uhr.

in diesem inb wie im komm Iber näh

Meine Sprechstunden sind Montag, Donnerstag und Samstag, von 9 bis 12 Uhr in Steinberg Dienstag und Freitag von 3 5 Uhr in Garbenteich

Dr. med. A. Heil

Watzenborn-Steinberg

2978 D

D i e deutschen Sportschützen trugen in München weitere Titelkämpfe aus. Deutscher Mei­ster mit dem Zimmerstutzen wurde Brod (3ngol° stadt) mit 124 Ringen vor Sigl (München) und Roth (Speyer), während der Titel im Wehrmann-Zim- merstutzen mit 328 Ringen an Paulus (Augsburg) vor Greiner (Zella-Mehlis) und Sigl (München) fiel. Die Mannschaftsmeisterschaften gewannen Hei­mat München und Schützenges. Zella-Mehlis.

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Schr. Ang. unt. 04934 a. d.G.A.

Eine keifende Mutter mit einem zerbrochenen Majolikakruge, ein trauriges Liebespärchen und ein großnasiger Richter" waren auf einem von Le Veau 1782 nach einem Gemälde von Debucourt verfertigten KupferstichLe juge ou la cruche cassde" zu erkennen, der im Zimmer des Schrift­stellers Zschokke in Bern hing und (1802) den An­laß zu einem poetischen Wettstreit zwischen Zschokke, Ludwig Wieland und Kleist bildete: Wieland sollte eine Satire, Zschokke eine Erzählung, Kleist ein Lustspiel aus dem Stoff machen. Der Plan gedieh zunächst in Bern nicht über die ersten An­fänge hinaus. Zschokkes und Wielands Arbeiten sind mit Recht längst vergessen für Kleist gab das französische Bildchen die Anregung zumZer­brochenen Krug", einem der unvergänglichen Lust­spiele in deutscher Sprache, nach Hebbels Worten den Werken zugehörig, denen gegenüber nur das Publikum durchfallen kann. Nachdem Kleist 1803 seinem Freunde Pfuel in Dresden drei Szenen glatt in die Feder diktiert hatte, wurde das Stück 1806 in Königsberg vollendet. 1808 in Weimar alsLust­spiel in drei Aufzügen" von Goethe inszeniert und in einer vierstündigen Aufführung uraufgeführt, er­lebte das Werk einen krassen Mißerfolg. Goethe, dessen Verhältnis zu Kleist ja iflimer unter einem unglücklichen Stern stand, hatte übersehen, daß, von andern Mängeln des Weimarer Theaterstiles ab­gesehen, ein Lustspiel wie derKrug" vor allem des ungebrochen fließenden Ablaufes seiner Szenen- solge notwendig bedurfte, wie er von Kleist vor­gesehen war: sein Stück,,nach dem Teniers ge­arbeitet" und den französischen Schauplatz mit Be­dacht ins Niederländische verlegend, wie es später in Menzels kongenialen 3llustrationen wunderbar realistisch und in seiner ganzen farbig heiteren Fülle zum Ausdruck kam, wendet ein ursprünglich und im tiefsten Grunde tragisches Motiv der Richter selbst ist der Schuldige und muß über sich zu Ge­richt sitzen ins unwiderstehlich komische Gegenteil.

*

Kleists Technik ist ein Musterbeispiel analytischer Dramaturgie: der zu Beginn des Lustspiels bereits abgeschlossene Tatbestand wird Szene für Szene, Stück für Stück zutage gefördert, entwirrt und mit

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Sandalen im Heizraum gefunden sh ab en wollte, konnte mit dieser Erklärung das Gericht nicht über­zeugen. Er wurde wegen Diebstahls im Rückfall zu einem 3ahr Gefängnis, feine Frau wegen Hehlerei an Stelle einer an sich verwirk­ten Gefängnisstrafe von einem Monat zu 10 0 R M. Geldstrafe verurteilt. Bei dem Angeklag­ten wirkten die bisherigen Vorstrafen strafverschär­fend, der geringe Wert der Sandalen strafmildernd. Dem Angeklagten wurde klargemacht, daß er bei erneuter Straffälligkeit mit Zuchthaus und Siche­rungsverwahrung zu rechnen hat.

Ein Plünderer hingerichtet.

Lpd. Darmstadt, 4. Okt. Die 3ustizpressestelle Darmstadt teilt mit: Am 3. Oktober 1942 ist der am 22. 3uli 1893 in Mainz geborene Gustav Bayer le hingerichtet worden, den das dortige Sonder­gericht als Volksschädling zum Tode verurteilt hat. Bayerle, ein schwer vorbestrafter Verbrecher, hatte nach dem britischen Terrorangriff auf Mainz ge­plündert.

14 Einbrüche im Vogelsberg.

Der bereits vorbestrafte Gustav.Szech aus Gel­senkirchen war zur nützlichen Beschäftigung in einem Arbeitslager in Breungeshain bei Schotten unter­gebracht. Dort gefiel es dem an eine ordentliche Le­bensführung nicht gewöhnten Menschen nicht, so daß er nachts aus dem Arbeitslager flüchtig ging und sich dann im Vogelsberg Herumtrieb. Dabei verübte er in einer Reihe von Ortschaften 14 Einbrüche, bei denen er es in der Hauptsache auf Lebensmittel und andere Gebrauchsgegenstände abgesehen hatte. Bei einem dieser Einbrüche wurde er in Engel- rod auf frischer Tat erwischt und festgenommen, worauf er zwecks weiterer Ermittlung in das Po­lizeigefängnis zu Gießen eingeliefert wurde.

wohnhaft in geistiger und körperlicher Frische 80 Fahre alt. Dem 3ubilar, der an den Ereignissen unserer Zeit noch regen Anteil nimmt, gelten unsere herzlichen Glückwünsche.

Amtsgericht Gießen.

Der W. P. aus Gießen hatte sich wegen Dieb­stahls im Rückfall und seine Ehefrau P. P. wegen Hehlerei zu verantworten. Es handelte sich um die Entwendung von einem Paar Ledersandalen aus einem unverschlossenen Spind im Gemeinschafts­raum eines hiesigen Betriebes. Der Angeklagte, der die Entwendung aus dem Spind bestritt>und die

ob. Fräulein zur Rührung eines frauenlos. Haus­halts zu älterem, noch rüst. Herrn gesucht. Schriftl. Ang. unt. 04933 an d. Gieß. Anz.

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Jugend hat keinen Zutritt!

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G. A-Eport.

Oie »fehfett Vier- im Tschammerpokal.

Die beiden restlichen Spiele der 4. Tschammer- Pokal-Schlußrunde endeten mit klaren Siegen der Heimmannschaften. Werder Bremen gewann mit 41 (2:0) gegen den LSV. Stettin und TuS. Lipine schlug mit 4:1 (1:0) Blau-Weiß Berlin.

Die Pokal-Dorschlußrunde bestreiten nun am 18. Oktober der deutsche Meister Schalke 04, 1860 München, TuS. Lipine und Werder Bremen.

Fußball.

VfB. - R. Gießen 23 itt Nidda 9:1 (4:0).

Heute Montag Erstaufführung

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Wir köi

Theater der Llniversifäfsstadf Gießen

Heinrich von Kleist:Oer zerbrochene Krug".

Lösung beschlossen, in der dichterische und menschliche Gerechtigkeit in vollkommenem Einklang stehen. Das uralte dramatische Motiv der Gerichts-

Wachmänner

für besetzte Westgebiete gesucht. Uniform, Wehrmachtsverpflegung und Unterkunft wird gestellt.

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Die Neuinszenierung, von Herrn F u n k e ge­leitet, hatte die behäbig ausmalende Gegenständ­lichkeit und volkstümliche Farbigkeit des niederlän­dischen Genrebildes, ohne indessen verschleppt zu sein; die Handlung blieb in stetem Fluß und ge­wann gegen Ende der auflösenden, entschleiernden Szenenfolge zusehends an dramatischem Nerv und innerer Spannung; besondere Anerkennung verdient die pflegliche Behandlung des ungemein schwierigen, wie ein kompliziertes Räderwerk ineinandergreifen­den kleistischen Verses. Herrn Löfflers Bühnen­bild traf, zweckmäßig gegliedert und realistisch aus­gestattet, instinktsicher den Stil für eine ländliche Szenerienach dem Teniers". Herr Funke spielte auch selber den Adam, nach dessen Wieder­gabe jede Aufführung des .Kruges" sich bemißt, und es war die reifste und rundeste Leistung, die wir von diesem vielseitig begabten Charakterdar­steller seither gesehen haben: fein Dorfrichter war in der Tat ein pferdefüßiger Tartüffe, der hinter treuherziger Biedermannsmiene und grobianischem Gepolter die schuftigste Gerissenheit versteckt, der mit geschmeidig-beredter Beflissenheit und einer Phan­tasie von wahrhaft komischer Ursprünglichkeit bis ganz zuletzt den Kopf aus der Schlinge zu ziehen und sich zu falvieren trachtet.

Herr Zeppenfeld gab dem Gerichtsrat die wür­dige Repräsentanz und überlegene Menschenkenntnis der rechtserfahrenen Stanüesperfon. Den Schreiber Licht zeichnete Herr S a u e r l a n d pfiffig, gewandt und devot. Hella H e n z k y war die bäuerlich derbe, von überquellender Beredsamkeit und hitzigen Tem­peramentsausbrüchen bewegte Frau Marthe, Käte 3 a e n i ck e das eingeschüchterte, angstverstörte Evchen, Herr Köchling bieder, offen und ohne Arg der junge Ruprecht. Annemarie Schwind verlieh der Aussage der Frau Brigitte plastische Anschaulichkeit und Ueberzeugungskraft. Auch die Randfiguren waren gerecht besetzt und fügten sich dem Gesamtbilde gefällig ein. Die stattliche Morgenfeiergemeinde folgte angeregt erheitert und spendete ausdauernd Beifall. - Hans Thyriot

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** E i n Achtzigjähriger.

Dienstag, 6. Oktober, wird der frühere Angestellte des Gaswerks Karl Dechert, Neuen Bäue 2

Kettenschießen des llnterkreiseö Wetzlar-Nord.

Am vorigen Sonntag fand in Bieber das Ketten­schießen des Unterkreifes Wetzlar-Nord statt. Ge­schossen wurden drei Schuß liegend und drei Schuß stehend freihändig ohne Probeschuß. Mannschaften zu drei Mann. Sieger wurde die 1. Mannschaft von Bieber mit 165 Ringen. Es folgten Fellingshau­sen mit 162 Ringen, Bieber 2. Mannschaft mit 160

Handball.

Hessen-Nassau.

TG. Rüsselsheim TG. Dietzenbach 9:9; TG« Offenbach LSV. Gießen 6:10; LSV. Wiesbcü)en GfL. Pfungstadt 11:7.

Ringen, Launsbach mit 154 Ringen, Krumbach mit 130 Ringen, Salzböden mit 113 Ringen und Bieber 3. Mannschaft 112 Ringen. Beste Einzelschüßen waren Wilhelm Kramer (Fellingshausen) mit 63 Ringen, Adolf Leicht (Launsbach) mit 60 Rin­gen, Willi Wagner und Helmut Wagner (Bieber) mit 60 Ringen, Heinrich Wagner (Bieber) mit 59 R.

Kurze Sporlnottzen.

Um die Europa-Boxmei st erschaff im Schwergewicht, die durch den Verzicht Max Schme- lings frei geworden ist, haben sich der deutsche Mei­ster Neusel, die 3taliener Musina und Lazzari so­wie der Schwede Tandberg gemeldet. Wahrscheinlich wird der internationale Verband Neusel und Musina! zu einem Titelkampf zulassen.

*

Ein Hochsprung von fast 2 m gelang dem italienischen Rekordmann Campagner bei einem Lehrgang in Schio. Die Latte lag genau auf 1,995 m Höhe. Da die Leistung nicht in einem Wettkampf. erzielt wurde, kann sie als Landesrekord nicht an­erkannt werden.

Zarah Leander

mit Hans Stüwe Siegfried Breuer Hilde von Stolz

Spielleitung: Rolf Hansen

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftteiters: Ernst Blumschein. Berantworttich für Polittk und Silber: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Ttzyrtot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschcin.

Druck und Verlag: Brühlsche Universitütsdruckerei R. Lange K. G. Verlagsletter: Dr.°Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck.

Anzeigenpreisliste Nr. 6.

erlaubnis - vorbehaltlich der Zustimmung des ge­setzlichen Vertreters bei Nachweis der Musterung als kriegsverwendungsfähig vor Erreichung der sonst festgesetzten Altersgrenze zu entsprechen. Die Aus­nahmegenehmigung gilt mit der Ausfertigung des Führerfcheins als erteilt.

Päckchen besser verpacke«!

Diele Päckchen und Feldpoftpäckchen find jetzt so mangelhaft verpackt, daß bei größeren Postämtern täglich bei Hunderten von Päckchen die Verpackung vor der Weitersendung erneuert oder ausgebessert werden müßte. Der Deutschen Reichspost stehen aber dafür weder die erforderlichen Arbeitskräfte noch Verpackungsstoffe zur Verfügung. Wenn Päckchen, besonders solche nach dem Felde mit weiten Be­förderungsstrecken, nicht sorgfältig und widerstands­fähig verpackt sind, werden sie künftig von den Post­ämtern nicht mehr angenommen oder, wenn sie durch den Briefkasten eingeliefert sind, dem Ao-

Berkauf ab heute 15 Uhr bei [04939

Jaulstich, Bahnhofstr., Saalban.

Kleine An-eigen im Gießener Anzeiger werben von Taujenben beachtet und geleie».

| Kautgesuctie"!

Heimatkundliche

Schriften

über Oberhessen u.d. Vogelsberg, Heimat-Beilag., -Kalend.u.histor. Karten zu kaufen gesucht. Schriftl. Ang. mit Preis­angabe u. 2983 D an d. Gieß. Anr.

fenber zurückgegeben.

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