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9 Jl.Sport

den

ter Deichsel abwärts. Der Kleine Bär hat genau die umgekehrte Stellung wie der Große Bär.

Der Junihimmel ist planetenarm. Merkur, Ju­piter, Saturn und Uranus sind unsichtbar. Mars kann etwa bis zum 20. Juni am Westhimmel beob­achtet werden, ist aber nurmehr ein Stern zweiter Größe. Im letzten Monatsdrittel ist der Abend- Himmel planetenfrei. Am Morgenhimmel gelangt

Mondsichel.

Der Mond zeigt folgende Haupttichtgeftaltenr letztes Viertel am 5., Neumond am 13., erstes Vier­tel am 21., Vollmond am 28. Juni.

Am 22. Juni, dem Tage der Sommersonnwende, erreicht die Sonne um 3 Uhr Sommerzeit den nördlichsten Punkt ihrer Bahn, sie wendet sich dann wieder nach Süden. Am längsten Tage bleibt die Sonne in den südlichsten Gauen des Reiches etwa 153/» Stunden, an den deutschen Küsten dagegen reichlich 17 Stunden über dem Hori^nt.

Die kurzen Nächte und der durch den Dämme­rungsschein erhellte Himmelsgrund erschweren na­türlich die Beobachtung der Sterne. Trotzdem bietet auch der Junihimmel dem Sternfreund viele in­teressante Objekte. Als erste Sterne erscheinen der auffallend gelb gefärbte Arkturus im Bootes, den wir gegen 23 Uhr Sommerzeit hoch im Süden erblicken, und die blauweiß funkelnde Wega in der Leier im'Osten. Links unter der Wega leuchtet Deneb als Hauptstern im Schwan. Näher dem östlichen Horizont bemerken wir ebenfalls einen sehr Hellen Stern, es ist Atair im Adler. Wega, Deneb und Atair bilden ein großes, gleichschenkliges Drei­eck, das bis in den Herbst den Südhimmel schmückt. Dieses sog. Sommerdreieck ist so auffällig, daß es auch dem Anfänger ein leichtes Zurechtfinden am sommerlichen Fixsternhimmel ermöglicht. Die Stern­bilder Leier, Schwan und Adler sind eine beson­dere Zierde unserer Sommernächte.

Das Sternbild der Leier ist zwar klein, aber durch die Anordnung seiner Lichtpunkte bemer­kenswert. Unter der strahlenden Wega bilden vier schwächere Sterne ein längliches Parallelogramm. Der hellste von ihnen, Beta, im Viereck unten rechts ist ein berühmter spektroskopischer, Doppel­stern, dessen beide Sonnen große Leuchtkraft be­sitzen iwb sich, von der Erde aus gesehen, bei jedem Umlauf abwechselnd gegenseitig bedecken. Der Stern Beta in der Leier gehört wie Algol zu den sog. Bedeckungsveränderlichen. Die Gesamthelligkeit des elnem Beobachter als Einzelstern erscheinenden Doppelsterns ändert sich periodisch entsprechend der Umlaufszeit, die bei Beta in der Leier 12,9 Tage beträgt.

Im Schwan bilden sechs Helle Sterne die Gestalt eines großen Kreuzes. Die Griechen des Altertums sahen in diesem Bilde einen gegen den südlichen Horizont herabfliegenden Schwan mit breiten Mü­geln und langgestrecktem Hals. Der kurze Schwanz wird durch Deneb, den Hauptstern, angedeutet, der Kopf durch den Doppelstern A l b i r e ö. Schon ein kleines Fernrohr zeigt Albireo als Doppelstern. Be­

Kreismeisterschasten der Leichtathleten.

Gießen Leichtathleten sind in diesem Jahr beson­ders tätig. Nachdem die ersten Kämpfe auf der Aschenbahn rege Beteiligung und gute Ergebnisse gebracht haben, werden am nächsten Sonntag auf dem Universitätssportplatz die Kreismeisterschaften ausgetragen, die gleichzeitig als Qualifikationskämpfe für die am 28. Juni in Mainz stattfindenüen Gau­meisterschaften gelten. Es werden vorwiegend die ersten Kräfte des LSV. fein, die in diesem Jahr die Meistertitel beanspruchen, zumal die besten Kräfte des Nachwuchses für das Endspiel um die Gebietsmeisterschaft im Handball, das am gleichen Tag stattfindet, eingesetzt werden müssen.

Trotzdem sind spannende Kämpfe und nur äußerst knappe Entscheidungen zu erwarten, da in fast allen Disziplinen gleichwertige Bewerber am Start sind, bei denen erst die Tagesform über Sieg und Platz entscheiden wird. Die' vorjährigen Meister Becker (1500 Meter), Rother (5000) und in den Wurfwett­bewerben Dr. L u h sind allerdings ungefährdet. Sie stellen in ihren Disziplinen Sonderklasse dar, die sie wohl auch bei den Gaumeisterschaften unter Beweis stellen werden. Völlig offen dagegen sind die Kurzstrecken und die Sprungwettbewerbe.

Bei den Frauen haben die Leichtathletinnen des VfB.-Reichsbahn den großen Teil der Meistertitel zu verteidigen, lieber ihre diesjährige Form ist jedoch noch nichts bekannt geworden. Dagegen zeig­ten die Frauen des Mtv., daß sie in diesem Jahr mit besonderer Sorgfalt arbeiten. Sie werden ihre Ansprüche auf Meistertitel am Somttag geltend machen. Hinzu kommen noch verschiedene Einzel- fönnerinnen anderer Vereine, die bei der Vergebung der Titel mitsprechen wollen.

Ausgeschrieben wurde das volle Meisterschafts­programm, also für Männer 100, 200, 400, 800, 1500, 5000, 10 000 Meter, 110 Meter Hürden, 400 Meter Hürden, 4X100-Meter-Staffel, 4 X400-Meter- Staffel, 3X1000-Meter-Staffel, Weitsprung, Hoch­sprung, Stabhochsprung, Diskuswerfen, Speerwer­fen, Hammerwerfen und Kugelstoßen; für Frauen: 100, 200 Meter, 80 Meter Hürden, 4X100-Meter-

Schuck dabei. Für die Luftwaffe gilt dieses Spiel als Probespiel für die kommenden Aufstiegspiele. Folgende Mannschaft werden die Blau-Weißen stellen: Ammon, Kistler, Schuck, Weniger, Wimm­ler, Carstens, Brahms, Kraft II., Kraft I., Deeg, Ebert.

sonders schön ist der Anblick im Fernrohr wegen des Farbunterschiedes zwischen dem orangegelben Hauptstern und dem blauen Begleiter. Die Bilder Schwan, Adler und Leier Kegen auf dem hellen Grunde der Milchstraße, die freilich im Juni infolge der hellen Nächte nur wenig hervortritt. Jedoch zeigt ein lichtstarker Feldstecher oder ein gutes Opernglas bereits den großen Sternreichtum der Milchstraße besonders in der Gegend des Schwa­nes, wo nicht nur die schwächsten Sternchen, son­dern auch hellere Sterne eine auffallende Verdich­tung aufweisen. Die Wega steht gerade am West­rand der Milchstraße.

Den Raum zwischen Wega und Arktur nehmen das grpße Sternbild des Herkules und die diadem- förmig gebogene Nördliche Krone mit Gemma als Hauptstern ein. Wie der südlich anschließende Schlangenträger oder Ophiuchus und die Schlapge besitzen diese Bilder nur schwächere Sterne. Beim Aufsuchen des sonst mit freiem Auge sichtbaren Kugelsternhaufens auf der rechten Seite des ober­sten Sternvierecks im Herkules bedient man sich in den hellen Juninächten zweckmäßig des Feld­stechers.

In geringer Höhe über dem südlichen Horizont sehen wir den rötlichen Antares im Skorpion. Dieses schöne Sternbild ist wegen seiner südlichen Lage bei uns immer nur wenige Stunden sichtbar. Antares gehört zu den wenigen Sternen, deren Winkeldurchmesser man mit dem Interferometer hat messen können. Der scheinbare Durchmesser des Sternscheibchens beträgt danach 0,04 Bogenfekün­den, woraus bei einer Entfernung von 330 Licht­jahren der wirkliche Durchmesser sich zum vierhun­dertfachen des Sonnendurchmessers ergibt, in guter Uebereinstimmung mit dem aus der Strahlüngs- temperatur berechneten Wert. Antares ist demnach einer der größten Himmelskörper, die wir kennen, ein sog.Ueberriefe". Rechts über dem Skorpion sehen wir die beiden hellen Sterne der Waage. Weiter westlich folgen die weiße Spika in der Jungfrau und schon ziemlich tief im Südwesten das Sternviereck des Raben. Auch der Große Löwe ist bereits stark nach Westen gerückt. Wenden wir den Blick nach Norden, so sehen wir tief im Nord­westen die Kapella im Fuhrmann sich dem Horizont nähern, während im Nordosten die Kassiopeia, ein lateinischesW" "nachahmend, auffteigt. Der Him­melswagen im Großen Bären steht links vom

wenden, wodurch Brot gespart und das Roggenmehl für die Morgensuppe frei wird.

Zur Herstellung von Honigkuchen oder Sirup- gebäck läßt sich Roggenmehl ausgezeichnet verwen­den, z. B. kleine Honigplätzchen, die sich zum Ver­schicken ins Feld gut eignen, stellt man so her: 100 Gramm Kunsthonig oder Rübenkraut, 100 Gramm Zucker. 200 Gramm Roggenmehl, Vs Ei oder Aus­tauschmittel, Honigkuchengewürz, Danillegeschmack, Zitronenschale, Kakao (je nach dem Vorhandensein), 4 Gramm Hirschhornsalz. Honig und Zucker schmel­zen, abgekühlt mit den anderen Zutaten vermischen, Hirschhornsalz mit wenig Wasser verrührt dazu ge­ben. Mit nasser Hand Kuchen formen und bei nicht zu starker Hitze abbacfen.

Staffel, Hochsprung, Weitsprung, Kugelstoßen, Speerwerfen und Diskuswerfen. Die Kämpfe be­ginnen bereits vormittags unb werden mit

©ferne in der Iuninachi

Von Dr. Erwin Kossinna.

Entscheidungen am Nachmittag fortgesetzt.

1900 Luftwaffe.

Nach langer Pause treten auch die Blau-Weißen wieder auf den Plan, um am Samstagabend auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe ein Freund­schaftsspiel gegen die Luftwaffe auszutragen. Die Mannschaft der Blau-Weißen erscheint diesmal wesentlich stärker als im letzten Derb and ssp i el; vor allem sind die Urlauber Kraft I., Kraft II. und

Handball der HI.

Bann 117 Ma i n z Bann 116 Gießen.

Auf Anordnung der Gebietsführung der HI. wurde das ausgetragene Entscheidungsspiel um die Gebietsmeisterschaft für ungültig erklärt. Die Banne Offenbach und Frankfurt wurden aus dem weiteren Wettbewerb ausgeschlossen. Mainz und Gießen als die Unterlegenen der Zwischenrunde wurden als Endspielgegner bestimmt. Diese tragen nun am kommenden Sonntag in Wiesbaden das Entschei­dungsspiel aus. Mainz wurde in dem Ausschei­dungsspiel von Offenbach erst in der Spielverlänge, rung mit 11:10 Toren bezwungen, während Gießen gegen Frankfurt 10:7 unterlag. In dem kommenden Spiel werden die Vertreter des Gießener Bannes wahrscheinlich in der früheren bewährten Aufstel­lung antreten. Die letzte Niederlage hat der Mann­schaft gezeigt, welche Mängel behoben werden müssen.

. Watzenborn Krofdorf.

In einem Freundschaftsspiel stehen sich beide Mannschaften in Watzenborn gegenüber. Bei der letz­ten Begegnung mußten die Gastgeber eine Nieder, läge hinnehmen. Trotz der längeren Ruhepause er­wartet man diesmal ein besseres Abschneiden.

DI.-Llasse.

Mtv. Gießen Lang-Göns.

Zwei gleichstarke Mannschaften stehen sich hier gegenüber. Schon im Vorspiel trennte man sich un­entschieden. Diesmal haben die Gießener den Vor­teil des eigenen Platzes.

Fußball-Zwischenrunde.

Von den 25 Meistermannschaften, die vor we­nigen Wochen zum Endkampf um die Deutsche Fuß­ballmeisterschaft antraten, sind nach zwei k. o.-Run- den nur noch acht übriggeblieben, die am kommen­den Sonntag in vier Spielen um einen Platz in der Vorschlußrunde kämpfen werden. Es spielen: in Frankfurt a. M.: Kickers Offenbach Werder Bre­men; in Gelsenkirchen: Schalke 04 ff Straß­burg; in Berlin: Blau-Weiß Berlin VfB. Kö­nigsberg; in Wien: Viebna Wien Planitzer SC.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter btf HauptschriftleiterS: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadl Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein.

Druck und Verlag: Brühlsche Univerjilätsvruckerei R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck.

Anzeigenpreisliste Nr. 6.

K zubereitet; auch Spinat, Melde, Römisch- rrden geschmacklich angenehm bereichert. Zu hellen Tunken, feinen Gemüsen und Eierkuchen ist Roggenmehl natürlich weniger geeignet. In man­chen Gegenden ißt man kleine Roggenmehlpfann­kuchen aus dickflüssigem Hefeteig (ähnlich wie Buch­weizenküchlein).

Wer auf feine morgendliche Frühstücksfuppe au­genblicklich verzichten muß, die von Haferflocken oder ähnlichen Nährmitteln hergestellt wurde, kann auch eine Roggenmehlsuppe essen, die ebenfalls kräftig schmeckt (80 Gramm Roggenmehl auf 1 Liter Flüs­sigkeit). Wird an Stelle von Nährmitteln auf die Nährmittelkarte Weizenmehl ausgegeben, kann man dieses zum Backen von einfachen Hefekuchen ver-

Polarstern und bewegt sich mit nach oben gerichte- Venus in eine günstigere Stellung unb ist Ende ......... " Juni reichlich 1% Stunden vor Sonnenaufgang sichtbar. Am 9. und 10. Juni blldet sie gegen 3% Uhr.morgens eine hübsche Konstellation mit der

............... I I I......III.........

Wir erhielten die schmerzliche Nach- richt, daß unser herzensguter, braver, Sk ältester Sohn, unser lieber Bruder

Norbert Triller, Obersoldat

in Ausübung seiner soldatischen Pflichten durch einen Unglücksfall den Tod gefunden hat. Er starb im blühenden 22. Lebensjahr an der Ostfront im tiefen Glauben an den Führer und Deutschland. Seine und unsere Hoffnung auf ein Wiedersehen gingen nicht in Erfüllung.

In tiefem Schmerz:

Karl Triller u. Frau Rosel, geb. Pieroth Winfried Triller,z. Z. im Felde

Hans Klaus Triller.

Gießen (Graudenzer Straße 20), 4. Juni 1942.

Mit der Familie trauern auch wir um unseren verstorbenen Arbeitskameraden. isioD

Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma Schunk & Ebe.

__1809 D

Tieferschüttert erhielten wir die Nach- richt, daß unser lieber, sonniger Junge, zSl Bruder und Schwager, der

Off.-Anwärter Helmut Hahn Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment kurz vor seiner Beförderung zum Feldwebel, im blühenden Alter von 22 Jahren, nach glück­lich überstandenem Westfeldzug, im Osten den Heldentod für sein geliebtes Vaterland fand. Er ruht auf einem Heldenfriedhof im mittleren Frontabschnitt. Dem Auge fern, dem Herzen ewig nah. w

In tiefer Trauer: Karl Hahn u. Frau Maria, geb. Jung; Erwin Hahn.z.Z. im Felde, u. Frau Maria, geb.MUIIer; Rich. Hahn, z.Z. im Felde, Mathilde Hahn, D.R.K.und Elli Hahn.

Hörnsheim u. Gr.-Rechtenbach. 5. Juni 1942. Die Trauerfeier findetam Sonntag, dem7. Juni, 14.30 Uhr statt. ----------

Mit den Angehörigen trauert auch die Betriebsftthrnng und Gefolgschaft der Fa. Emil Schmall, Biergroßhandlung n. Eisfabrik, Gießen. -__02654

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