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Der feurige Ofen
Roman von Hans von Hülfen
(Nachdruck verboten.)
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Verdunkelungszeit:
5. Februar von 19.13 bis 8.26 Uhr.
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hinüber, in dem er in östlicher Richtung rüstig vorwärts schreitet. Mitte Januar hatte Mars bereits von Saturn den gleichen scheinbaren Abstand wie Jupiter. Die drei in einer leicht geschwungenen Linie stehenden Planeten bilden in den Abendstunden eine sehr auffällige Erscheinung am Südhimmel.
Im Laufe des Februar werden wir beobachten können, wie Mars immer näher an den Saturn rückt und ihn am 24. überholt. Mars wandert dann 3V2 Grad oder 7 Mondbreiten nördlich an Saturn vorüber. Besonders deutlich tritt zur Zeit der größten Annäherung beider Planeten der Farbenunter- chied zwischen dem rötlichen Mars und dem hellgelben Saturn in Erscheinung; daß Mars den Saturn scheinbar überholt, beruht nicht nur auf seiner größeren Geschwindigkeit, sondern auch auf seiner geringeren Entfernung von der Erde. Am 24. Februar ist der Mars 215 Millionen, der Saturn dagegen 1385 Millionen Kilometer von uns entfernt. Und während Mars bei einer Geschwindigkeit von 24 Kilometer in der Sekunde noch nicht zwei Jahre für einen Umlauf benötigt, braucht Saturn, der nur 9,6 Kilometer in der Sekunde zurücklegt, nahezu 30 Jahre. Ende Februar befinden sich alle drei Pla- neten im Sternbild des Stiers, wodurch diese Himmelsgegend einen ganz ungewöhnlichen Glanz erhält, an dem jedoch der mächtig strahlende Jupiter den Hauptanteil hat. Außerdem steht unterhalb des Siebengestirns noch der allerdings nur durch den Feldstecher erkennbare Uranus.
D e n u s wechselte am 2. Februar vom Abend- zum Morgenhimmel. Sie wandert vor der Sonne vorüber (untere Konjunktion), erreicht dabei mit 40 Millionen Kilometer ihren geringsten Abstand von der Erde und geht nunmehr als Morgenstern vor der Sonne auf, zunächst nur wenige Minuten, Ende Februar aber bereits zwei Stunden. Die Dauer ihrer Sichtbarkeit erreicht nahezu IVt Stunden. An den ersten Tagen des Monats kann auch der Merkur ttef im Südwesten nach dem Ende der Hellen Dämmerung beobachtet werden.
Der abendliche Fixsternhimmel zeigt sich im Februar auf dem Höhepunkt seiner Pracht. Gegen 21 Uhr Sommerzeit finden wir den Orion und die ihn umgebenden Fixsterngruppen hoch im Süden. In dem hochgestellten Viereck des Orion, den die Griechen des Altertums als einen gegen den Stier an- stürmenden Jäger ansahen, fallen einiae besonders Helle Sterne auf: die beiden Schultersterne Beteigeuze und Bellatrix, die drei in einer schrägen Linie ang-eordneten Gürtelsterne und namentlich der rechte Fußstern Rigel. Sie alle, außer Beteigeuze, einem roten Riesenstern, haben eine weiße bis blauwsiße Farbe und sind Sonnen auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung mit einer hohen Strahlungsie in peratur und LeuchtWrke. Ein dankbares Objekt für den Feldstecher bildet der unter den Gürtelsternen befindliche Orionnebel, den man an mondlosen Abenden auch leicht mit bloßem Auge findet. In die Gas- massen dieses Nebels sind mehrere sehr heiße Sterne eingebettet, deren starke Strahlung wie ein Scheinwerfer den Nebel erhellt und ihn im Dunkel des Weltenraumes sichtbar macht.
In der Verlängerung der Linie der drei Gürtelsterne nach links funkelt <virius, der hellste aller Fixsterne, mit blauweißem Licht. Seine Oberflächen« temperatur ist mit 11 000 Grad nahezu doppelt so hoch wie die der Sonne. Da er ferner doppelten Sonnendurchmesser besitzt, strahlt er 27mal so viel Licht aus wie die Sonne. Von den in Mitteleuropa sichtbaren Hellen Fixsternen ist Sirius der nächste, nämlich nur 9 Lichtjahre von uns entfernt. Trotzdem ist diese Entfernung unvorstellbar groß, denn sie betragt das 550 000fache der Entfernung der Sonne. Allein von der Erde bis zur Sonne würde ’ ein Flugzeug mit der gleichbleibenden Geschwindig- » kett von 250 Kilometer in der Stunde nicht weni- i ger als 68 Jahre benötiaen. Es ist daher verständ- ■ sich, daß selbst die nächsten Firsterne wegen ihrer > enormen Entfernung auch im größten Fernrohr nur punktförmig erscheinen.
Briefe schreiben - so oder so.
Knapp die Hälfte der großen ZÄHl langer Winterabende liegt hinter uns. Manch einer wird durch die abendliche Verdunkelung davon abgehalten, im Anschluß an den Dienst noch auszubleiben oder später das Haus noch einmal zu verlassen. Andererseits ist durch die Einschränkung von Versammlungen und ähnlichen Veranstaltungen auch die Notwendigkeit des Ausbleibenmüssens begrenzt worden, so daß viele, die es sonst nicht taten, den Abend im häuslichen Kreise verleben. Es ergibt ich von selbst, daß auf diese Weise zu Dingen Zeit rei wird, die sonst vielleicht etwas zu kurz kamen. So wurde etwa die allzu knappe Zeit zu Hause dazu benutzt, in aller Eile einen Brief zu beantworten. Ermüdet und nur bestrebt, diese längst chon fällige Briefschuld loszuwerden, war der Schreiber innerlich gar nicht mehr fähig, auf die Fragen des anderen ausführlich einzugehen oder ihm den erbetenen Rat wohldurchdacht mitzuteilen. Es war zweifellos gar kein böser Wille von ihm,
Seit dem Sommer vorigen Jahres können wir die drei großen Planeten Mars, Jupiter und Saturn in den späten Abendstunden hoch am südlichen Himmel beobachten. Mars war noch im Herbst von den ziemlich nahe nebeneinander stehen- den Planeten Jupiter und Saturn durch einen größeren Abstand getrennt. Während des Winters holte er jedoch sichtlich auf und wechselte zu Beginn dieses Jahres aus dem Sternbild der Fische in den Widder
Mars überholt Saturn
Oer gestirnte Himmel im Februar 1942.
Von Dr. Erwin Kossinna.
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töie den Hinterbliebenen der Gefallenen, deren Betreuung eine ebenso besondere Ehren- pflicht der Jugend sein wird. Die Richtlinien sollen aber auch Elternschaft und Jugend nach Enger zusammenführen. Daher hat der Reichsjugend- uhrer auch die Verstärkung der Nachbar- ch a f t s h i l f e und eine erweiterte Durchführung von Elternabenden angeordnet. In den B a - t e I • und Werknachmittagen werden sich rie Jungen und Mädel in stärkerem Maße der Her- stellung von Spielzeugen und Geschenkartikeln widmen. In diesem Jahr wird der Weihnachsmarkt noch mehr unter dem Zeichen dieses Einsatzes der Hitlerjugend stehen. Für alle notwendigen Sammelaktionen steht die Hitlerjugend mit der- selben Begeisterung bereit, mit der sie zum Gelingen der großen vom Führer angeordneten Woll- inth Wintersachensammlung beitrug.
> Einen eindringlichen Appell stellen die Richtlinien für den Kriegseinsatz der schaffen- den Jugend dar. Diese Jugend in den Betrieben weiß, daß eine außerordentliche Jett auch außerordentliche Mittel erfordert. Der Aufruf des Füh- rers zur ständigen Leisterungssteigerung in der Kriegsproduktion wird daher auch einen starken Widerhall in der werktätigen Jugend finden
Eine besonders kriegsnotwendige Aufgabe ist dir Wehrertüchtigung der 17jährigen. Ihrer Vorbereitung für den. soldatischen Einsatz werden in diesem Jahr die Zeltlager der Hitler-Jugeckd ausschließlich zur Verfügung stehen. Der Sicherstellung des Nachwuchses für die Sanitätssoldaten der Wehrmacht wird bei der Wehrertüchtigung der 17jährigen betont Rechnung getragen. Die Feid- scherausbildung in der Hitler-Jugend nimmt daher innerhalb des vielseittgen Kriegseinsatzes einen be-
Ausbildungsmöglichkeit zum Volksschullehrerberuf.
NSG. Der Reichsstatthalter in Hessen gibt bekannt: „Es ist beabsichtigt, von April 1942 ab auch in Hessen sogenannte Shulhelferlehrgänge bei der Lehrerbildungsanstalt Darmstadt einzurichten. Politisch, charakterlich und gesundheitlich einwandfreie Bewerber beiderlei Geschlechts im Alter von 19 bis 30 Jahren, die mindestens das Abschlußzeugnis einer anerkannten Mittelschule besitzen oder eine aleichwertige Ausbildung nachweisen und Lust unb Liebe zum Volksschullehrerberuf haben, können sich au diesen Lehrgängen melden. Bewerber mit Volks. Schulbildung können nur in Ausnahmefällen zuge- lassen werden, wenn auf Grund außergewöhnlicher Begabung und zusätzlicher gründlicher Fortbildung die für den Lehrerberuf unerläßlichen geistigen Voraussetzungen geschaffen wurden. Der Lehrgang dauert drei Monate. Er dient der ersten Auslese. Die danach folgende praktische Ausbildung im Schuldienst, die sich unter der Aussicht eines Lehrers über ein bis zwei Jahre (je nach Bewährung) erstreckt, wird durch einen pädagogischen Abschlußlehrgang von neun Monaten bei der Lehrer- bibdungsanstalt Darmstadt abgeschlossen. Bei gegebener Eignung wird der Bewerber alsdann in das Beamtenverhältnis übernommen. Während der gesamten Ausbildungszeit werden Unterhaltsbeihil- fen gewährt.
Meldungen zu den Lehrgängen sind unter dem Kennwort „Schulhelferlehrgänge" an den Herrn Reichsstatthalter in Hessen, Landesregierung, Abteilung VII, Darmstadt, Peter-Gemeinder-Str. 3, zu richten. Von hier aus wird auch jede weitere Auskunft schriftlich ober mündlich erteilt."
Die Ausgaben des Kriegseinsatzes der Hitlerjugend ehen vor, daß die Jugend in noch stärkerem Maße fee Betreuung der Soldaten an der Front übernimmt. Das frische und glaubensstarke Wesen der Jugend in der Heimat wird den Sol-
Links über dem Sirius bemerken wir Prokyon hn Sternbild des kleinen Hundes und darüber die beiden Zwillingssterne Kastor und Pollux. Während Pollux ausgesprochen gelbe Farbe hat, strahlen Ka. stör und Sirius blauweiß. Kastor ist ein fünffaches System. Zwei enge Sternpaare bewegen sich um den gemeinsamen Schwerpunkt. In einigem Abstand von den beiden Doppelsternen bewegt sich noch ein chwächerer Stern gemeinsam mit ihnen durch den Raum. Nahe dem Zenit steht die helle Kapella im Fuhrmann. An mondlosen Abenden bildet die Milch, straße ein zartes Lichtband, das wir vom Prokyon über Zwillinge, Fuhrmann, Kasiiopeia und Kepheus bis zum Schwan im Nordwesten verfolgen können. Im Osten ist das schöne Sternbild des Großen Samen mit dem Königsstern Regulus heraufgekom- men. Zwischen Regulus und Prokyon bemerken wir das unscheinbare Sternbild des Krebses, nach dem der nördliche Wendekreis benannt worden ift~ Der Himmelswagen im Großen Bären steht jetzt östlich vom Polarstern mit abwärts gerichteter Deichsel. An besonders klaren mondlosen Abenden wird eine Stunde nach Sonnenuntergang am Westhimmel eine steile, nach links geneigte Lichtpyramide sichtbar, das Zodiakal- oder Tierkreislicht.
Der Mond zeigt im Februar folgende Hauptlichtgestalten: Vollmond am 1., letztes Viertel am 8., Neumond am 15. und erstes Mertel am 23. Februar.
warmen Licht erfüllten, mit Grün aeschrnückten Raum, wo sonst die Schleifsteine ihre schrille Musik machten, erklangen die dünnen Stimmen der Kinder, die Bässe der Alten fielen ein, Baron Fehr sprach ein paar Worte, während Ulla die Tücher von der langen Tafel nahm. Schleifmeister Löffler drückte, wortreich und blumig, wie immer, den Dank der Bescherten aus und schloß mit einem Gelöbnis unverbrüchlicher Treue zum Herrn Baron und seinem Hause, dem schon die Väter und Großväter gedient hätten in der edlen Glasbläserkunst ... Es war wie alle Jahre. Und doch waren um den Tannenbaum drei Menschen, die tief im Herzen fühlten, daß nichts mehr war wie alle Jahre. Nachher wünschte man sich allseitig „Frohes Fest"; Dr. Wulflam stieg zum Forstmeister in den Schlitten; Vater und Tochter fuhren zum Schloß.
In der Diele stand ein großer Rosenstrauß mit einer Besuchskarte Fontanas.
„Sehr aufmerksam —", sagte Fehr. „Wollen ihn zwischen Fest und Neujahr einladen, wie? Das ist längst fällig ..."
Dann ging er in sein Schlafzimmer hinauf, sich umzukleiden. Sechs Uhr war die Bescherung für den Hauskreis im Musikzimmer. Also war nicht viel Zeit zu verlieren — und doch unterbrach er sich immer wieder und ging auf den knarrenden Dielen hin und her und dachte an Marion, die dies- mal noch ein einsames Weihnachtsfest hatte ...
Nach diesen Tagen, die wie ein einziger Rausch gewesen waren, hatte er sich schwer von ihr getrennt. Und hätte es überhaupt nicht getan, wenn er nicht dringend gefühlt hätte, daß Ulla und die vo- phienau und das ganze Lappersdorf einstweilen noch das größere Recht auf ihn befaßen. Marion war übrigens sehr vernünftig gewesen, sie verstand das vollkommen und tröstete sich mit der Reise nach Weimar, die er ihr vorschlug, und mit der Aussicht auf Neujahr und die Peterbaude. So hatte er sich zu früher Stunde aus ihrem Arm gerissen und war durch den winterhellen Taa gefahren, über Halle, Leipzig und Dresden; im Geiste immer damit beschäftigt, die Sähe zu formen, mit denen er Ulla alles erklären wollte. Ihm war auch letzt, da er sich vor dem hohen Spiegel anzog, nicht ganz roobl bet der Aussicht auf dieses Gespräch.
(Fortsetzung folgt.)
daß er es nicht tat, daß er manches zwischen den Zeilen Stehende unbeantwortet ließ und durch seinen knappen Stil den anderen sogar vor den Kopf stieß. Und wie manches Mißverständnis ist durch ein einziges ungeschickt ausgedrücktes geschriebenes Wort doch schon hervorgerufen worden. Wie kurz und nur auf Mitteilungen beschränkt waren unsere Briefe auch geworden, wenn man sie mit den langen, feinsinnigen, für unsere Begriffe viel- leicht zu weitschweifenden Ausführungen von früher vergleicht. Und wie schön ist es doch, von einem anderen Menschen, mit dem man innerlich in Verbindung steht — ganz gleich, ob er nun in einer anderen Stadt, jetzt im Osten oder auf unseren Schiffen lebt — einen langen, ausführlichen Brief erhält, aus dem seine ganze augenblickliche innere Stimmung herausklingt. Es ist nämlich nicht nur eine Aufgabe und eine Pflicht, sich in die Gedanken, die man hinaussendet, zu vertiefen; nein es macht sehr viel Freude, die Beantwortung eines einzelnen Briefes zum Inhalt eines ganzen Abends zu erheben und zu dem anderen so zu sprechen, als ob er am Tisch gegenüber säße. Dazu gehört natürlich nicht, daß man ihn mit all den kleinen Nöten des Alltags behelligt, die sich meist schon in den nächsten Tagen wieder klären und bei Eintreffen des Antwortbriefes gegenstandslos geworden sind. Denn es gilt ja nicht, traurig und mißmutig zu stimmen, sondern nach Möglichkeit freudig und fröhlich. Na- türlich darf das nicht ein krampfhaftes Bemühen sein und dazu führen, die großen, wirklichen Nöte totzuschweigen.
Von den großen Sorgen des Daseins soll man sogar ruhig sprechen. Zwar wird darauf selten ein wirklich praktischer Rat möglich fein, dafür kann aber der andere Worte finden, die alles in einem helleren Licht erscheinen lassen, die Trost spenden und wieder Kraft geben. Denn es ist ja kein menschlicher Schmerz und keine Not so groß, als daß sich nicht noch größere Schmerzen und Nöte dem gegenüberstellen ließen. Bei all dem, was man schreibt, soll man daran denken, daß Worte Samen sind, die man aus st reut und die immer aufgehen, ob nun in gutem ober in schlechtem Sinne. Schon dem gesprochenen Wort wohnt eine Kraft inne, bie nicht immer ganz erkannt wird. Wieviel mehr aber bem geschriebenen! Beispielsweise ist ein kleiner Zweifel daran, ob der andere zu diesem ober jenem, was er nun vorhat, fähig ist, dazu imstande, ihn an sich selbst zweifeln zu lassen und die in ihm tatsächlich vorhandene Kraft so zu schwächen, daß er sein Ziel nicht erreicht. Umgekehrt aber kann ein „Ich glaube fest daran, daß es dir gelingen wird!" bewirken, daß der Glaube an sich selbst im andern so stark wird, daß seine nicht so großen Kräfte dadurch gesteigert werden und sein Vorhaben gelingt. Wenn man sich über diese Zusammenhänge klar ist, weiß man, wieviel Gutes man bewirken und wieviel man oft auch ohne Geld- und andere Opfer helfen kann. Aus diesem Gedanken heraus ist es sehr schön unb begrüßenswert, daß dem inneren Leben wieder mehr Möglichkeiten zur Entfaltung gegeben sind, und jeder einzelne sollte bemüht sein, von sich auch hierin in positivem Sinne zu wirken und bei der Beantwortung seiner Briefe mehr Liebe unb Zeitaufwand aufzubringen. _______H. K.
ropavreß,) Da ut für den Weihen Hauser Sih in W-' rb oieses Gw hurchills in entreten. Dich ben Einspruch
9aber oW Sie hatte sehr lebhaft gesprochen. Nun lehnte sie । sich hefttg atmend, im Sessel zurück. Fehr sah, wie auf ihren Wangen bie Hitze stand und ein Funkeln in ihren Augen. Er fand sie in ihrem Zorn unbe- jchreiblich schön. Er fühlte beglückt, wie in seinem Herzen der letzte Rest der Eiseskälte wegschmolz, bie vorhin so ängstigend- hochgestiegen war.
Berlin, 4. Februar. (DNB.) Am 6. Jahrestag der Ermordung des Landesgruppenleiters Wilhelm (Bufttoff nahm heute im Dienstgebäude der AO. der NSDAP. Gauleiter Bohle mit einer Gefallenen- ehrung die feierliche Eröffnung der zweiten K ri e g s a vb e i t s t a g u n g der Auslands. Organisation der NSDAP, vor. Gauleiter Bohle gedachte in seiner Ansprache der ouslands- deutschen Kämpfer, die ihr Leben für die Bewegung gaben, des Landesgruppenleiterd Wilhelm Gust- loff, der Blutzeugen der Bewegung in Spanien unb des Parteigenossen vom Rath. Unvergeßlich für die AO. wird der Einsatz des Landesgruppenleiters Zeißig fein, dessen kämpferisches Leben jetzt mtt bem Soldatentod an ber Ostfront seine Vollendung fanb. Für ben vor sechs Jahren in der Schweiz ermordeten Landesgruvvenleiter Wilhelm E u st l o f k legte der Landesnruppenleiter in der kchweiz, Pg. von Bibra, einen Kranz am Eh^ rnmal nieder, während zur gleichen Stunde der
Zittern durch den Körper laufen, wie einen elektrischen Schlag. Abbeg — ihr helfen? Abbeg?! Ihm war, als hätte in diesem Augenblick ein gewaltiger Aufruf sein Herz erreicht.
„Aeußere Seite — ja", sagte er mit erzwungener Ruhe. „Männer wie Abbeg sind immer nur für die äußere Seite gut. Aber die innere? Ich glaube, ich kenne Sie, liebes Fräulein von Brakel. Ich wäre sehr glücklich, wenn ich mich da nicht irrte. Sie haben mir in München gesagt, Sie hängen gar nicht so am Theater, wie man müßte, um auf bie Dauer Erfolg zu haben. Damals hab' ich gezweifelt. Jetzt sehe ich, es ist so. Denn, wär' es anders, so hätten Sie anders gehandelt. — Habe ich recht?"
„... Sie haben recht, Baron." Marion nickte langsam. Sie vermied es, ihn anzrksehen. „Heute fühle ich so entsetzlich deutlich, wie recht Sie haben. Und daß alles Irrtum war unb Fehlgang."
Sie schwieg eine Weile. Sein hefttg gegen bie Rippen trommelndes Herz machte es ihm unmöglich, zu sprechen, er mußte es erst ein wenig zur Ruhe kommen lassen. Nach einer Weile faßte er ihre Hand:
„Liebes Fräulein von Brakel", begann er langsam: „Darf ich Ihnen etwas sagen? Etwas, das vielleicht alle Wirrnisse glücklich auflöst? Ihre unb auch meine... Ja, glauben Sie mir, auch ich habe meine Wirrnisse, seit einem gewissen Münchener Abend, der nicht verblassen will. Und es wäre herzlich gut, wenn sie ein Ende nehmen. Ich habe nicht viele Worte: Lappersdorf wartet feit langem auf eine Herrin. Und mein Herz auch. — Marion, wollen Sie es wagen?" setzte er rasch hinzu, als müßte er ihrer Antwort zuvorkommen.
Sie hielt die Augen gesenkt. Rote Flecke standen rhr auf der Wange. Erregt fühlte er, wie ihre Hand in der seinen zuckte. Sie sagte nichts. Plötzlich stand sie auf, ging durchs Zimmer, blieb am Fenster stehen, durch das die bunten Lichter hereinfielen.
Er blickte ihr nach. Dann folgte er ihr. trat hinter sie, legte sanft die Hand um ihre Schulter.
„Marion!" sagte er leise, ben Mund bicht an ihrem Ohr: „Sie wissen nicht, mit welcher Ungeduld ich warte..."
Da wandte sie sich um. Die roten Flecke waren von der Wange verschwunden blaß stand sie in
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Frachter .kontraktbrüchig
^.p „Ja — das sind ja kuriose Dinge, liebes Fräulein -.ypo in fe”] Don Brakel", begann er. „Natürlich haben Sie recht gehandelt. Das sage ich Ihnen, ber die Dinge nur Ahnus • menschlich und sozusagen vom Standpunkte des - führt Portepees aus sieht. Die Fachleute werden wahr- fcheinlich finden, daß Sie nicht klug gehandelt ha.
7. ben. Doch ich meine, in solchen Dingen, die irgend- üE Müße» wie die Ehre berühren, steht Klugheit immer in i Äjner ®°r/ j zweiter Linie... Es ist ja bodenlos, den Namen M1 Passage - eines anderen für eine so dreiste Lüge zu miß- wVw 1111 1 brauchen! Wenigstens mein Standpunkt."
rfctJl „Sehen Sie, lieber Baron!" Marions Hand lag ; Plötzlich auf der feinen, genau wie an jenem Münch-
WjL es U ner Abend. „Ich wußte es ja, es war das Richtige, reit t*6 Ihnen zu schreiben, weil ich bei Ihnen Rat und '» ae «tt Trost finden würde. Sie betrachten bie Dinge als cin Edelmann. Abbeg sah natürlich nur bie äußeren Folgen..., baß es furchtbar lange dauern würbe, fiem ' prozessieren, bis bie Leute ben .Kontraktbruch'
hohtA W . zurücknehmen. Und es war ja sehr nett von ihm, M öLn iE I mir gleich seine Hilfe anzubieten — aber bas ist zu w: natürlich nur für die äußere Seite..."
Fchr fühlte mit einem Male em starkes
bem halben Dunkel. Ihre Augen waren überfüllt mit einer Grübelei, bie ihn erschreckte.
„Ob ich's wagen will, Baron Fehr? — Mein Gott, ich fürchte, ber einzige, der habet wagt, sind Sie..."
Er breitete die Arme aus, riß sie stürmisch an sich:
„Ich wag's! Ich wag's! Die Zigeunerin soll recht behalten!"
Zweites Kapitel.
„Für zwei ober brei Tage", hatte Christian Fehr bei der Abreise gesagt; aber erst* am Weihnachtsabend selber, um viereinhalb Uhr nachmittags, traf er wieder zu Hause ein. Der alte Fabian holte ihn mit dem Auto in der Kreisstadt ab und fuhr ihn über dunkle, tiefverschneite Straßen nach Lappersdorf. Gegen alle Gewohnheit saß der Herr Baron nicht neben ihm, sondern hinten im Wagen, schweigend und rauchend.
Er hatte tags zuvor telephoniert und Ulla gebeten, an seiner Stelle alle Vorbereitungen für die Weihnachtsbescherung in der Sophienau zu treffen. Ulla war ziemlich erstaunt, als das Fräulein vom Amt ihr sagte, sie werde aus Wernigerode verlangt; doch bei dem hastigen Gespräch fand sie keine Gelegenheit, den Vater zu fragen, wie er nach Wernigerode komme.
So bereitete sie denn, unterstützt vom getreuen Riemchen, alles vor, machte zweiunddreißig bunte Teller zurecht, packte für bie Frauen Pakete mit Lebensmitteln: ließ alles nach ber Hütte schaffen, lud telephonisch Dr. Wulflam ein, ber kleinen Feier, wie alljährlich, beizuwohnen — und schickte am Christabend um drei Uhr Fabian mit dem Wagen zur Bahn.
Wegen des tiefen Schnees kam Fehr verspätet an; er hielt nur am Schlosse, um Ulla mitzunehmen, unb fuhr gleich nach ber Sophienau hinaus, wo alles ihn erwartete.
Die „Schleife" neben dem Hüttengebäube war ausgeräumt. In ihrer Mitte brannten hundert Kerzen an einer großen Tanne, bie Forstmeister Koch broben in ber Nähe des Jagdhauses hatte schlagen lassen. Der Forstmeister war selbst anwesend, Dr. Wulflam, die alten Glasbläser und Schleifer und alles, was irgend zur Sophienau gehörte, mit Frauen und Kmdern. In dem vom
Berlin, 4. Februar. (DNB.) In den Berliner siharus-SÄen gab Reichsjugendführer Artur A x • mann vor jungen Führern unb Führerinnen wich- tige Mchtlinien für den Kriegseinsatz der Äitler-3uge#nb, bie bie Einsatzbereitschaft ber deutschen Jugenborganisqtton im Kriege von neuem ,, beweisen.
r0 «bene« 'm! Die Jugendarbeit des Jahres 1942 ist bestimmt Land, d' durch die Parole „Osteinsatz unb Sanb- 8 en ft". Durch sie ist der Jugend die Aufgabe gestellt, in der Zukunft ein neues Bauerntum für fren deutschen Osten zu bilden. Die Führerschaft her Hitlerjugend wird ihre besondere Aufmerksam- feit der Durchführung der Jahresparole widmen. Irotz harter Auslese wurden schon in den veraan- genen Wochen viele Jungen unb Mädchen für diese geschichtliche Aufgabe gewonnen.
Neben biefer Jahresparole führt die Hitler-Jugend uisschließlich Aufgaben burch, bie auf die Notwen, digkeiten des Krieges gerichtet sind. Da alle kriegs- tauglichen Jugen-dführer unter den Waffen stehen, baut sich die praktische Arbeit in der Jugend auf ber jüngeren unteren Führerschaft auf. Mit dem Einsatz ber jungen Führerschaft bewies bie Organisation der Hitlerjugend ihre Kriegstauglichkeit und wird auch in Zukunft für jeden von der Heimat georderten Einsatz bereit Jein.
!8 ’ ■ Oie Hitler-Jugend im Kriege. AUS btt &abt Gießen !<Ä S"»?
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„Natürlich hab' ich sofort an bie Intendanz geschrieben, baß ich bei solcher Behandlung nicht länger Mitglied des Ensembles sein kann. Und bin Knall und Fall ab gereift. — Was sagen Sie zu ioq alledem, Baron? Ich brauche so sehr einen Rat... fid» Die Lage ist nun ganz verfahren, die Münchener haben mir den großen Bannfluch nachgeschleudert:
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