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hErgesucht Ist. Die schaffenden Menschen tragen in- : folgedesen außer ihrer Arbeitsbeanspruchung noch i jene Belastung, die sich aus Luftalarmen und Dom.
benabmurfen ergibt, sowohl in seinen Gesprächen als in den Kundgebungen konnte sich Dr. Ley von der vorbildlichen Haltung und der unerschütterlichen Widerstandskraft der arbeitenden Bevölkerung über- zeugen. Dr. Ley dankte den Schaffenden für ihren Einsatz. „Ich bringe Ihnen die Grüße des Führers, der beglückt ist, immer wieder festzu- stellen, daß der deutsche Arbeiter in Leistung und Haltung der beste der Welt ist", sagte Dr Ley „Wir werden in Treue und im Glauben an den Führer weitermarschieren und Weiterarbeiten, bis Deutschland frei ist, frei von Not und Sorgen um Nahrung und Rohstoffe, frei von der Enge des Raumes. Der Kampf wird noch hart fein, aber wir haben die Fesseln der Umklammerung bereits ! gesprengt. Wir werden die Bolschewisten und Eng.
land so zu Boden schlagen, daß diese Länder und bas hinter ihnen stehende Judentum sich nicht noch einmal Deutschland auf seinem Marsch in eine ge- I sicherte Zukunft des Wohlstandes und des Sostalis- I mus entgegenstellen können. Dafür bürgt der Füh. I rer, dem die schaffende Nation bedingungslos folgt,
Vvhln er uns führt und dessen Befehle wir unter jedem Opfer ausführen, das der Führer im Inter- esse der deutschen Zukunft von uns verlangt."
Oie Menschenführung der Rechtswahrer.
Reichsminister Dr. Th i e rack hatte Gauobmänner und Amtswalter des NSRB. versammelt, um grundlegende Fragen der Neuausrichtung des Bun- *des zu besprechen. Klare Zielsetzung und eine schlagkräftige Organisation seien die Voraussetzung dafür, daß der NSRB. zu einem einheitlich ausgerichteten I—"tischen Instrument werde, das es nach dem Wil- des Führers sein müsse. Dem NSRB. ah an- Mienen Verband der Partei habe er die Men* aführung der Rechtswahrer anvertraut. Die Auf- r umfasse die fachliche Schulung und die Betreuter Mitglieder, vor allem der Soldaten. Staats- etär Rothenberger erklärte, die Einheit - Rechtsführung, die durch die Personal- in zwischen dem Reichsjustizminister und dem er des NSRB. heraestellt sei, müsse auch in den len restlos durchgeführt werden. Staassekretär S t u ck a r t entwar fein Bild der im Krieg ge. kig gesteigerten Aufgaben der Rechtswahrer der waltung und der Wirtschaft. Nachdem Ministe- catDr. Schneidenbach über die Geschäfts- ■una des Bundes in den letzten drei Jahren rochen hatte, gab eine vertrauensvolle Aus- che Gelegenheit zur Klärung weiterer Fragen.
Kunst und Wissenschaft.
। Der Komponist Conrad Kölle 60 Jahre all.
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Ein neuer Roman Schaffners.
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(Nachdruck verboten.)
r Fortsetzung.
gestellt, weil beide Berufe sich jederzeit glücklich ergänzen. So führte auch Conrad K ö l l e s Lebens
an der . Juan Außen« rfiärtel ilbomit immen« i werde.
leisterten Lehrer mit Max Reger in persönliche Berührung. Heute steht Conrad Kölle mit 60 Jahren lls Oberstudiendirektor ah der Spitze einer der irößten Berliner Schulen, während die Zahl der Kompositionen bereits rund 40 Kammermusikwerke, in die 100 Lieder und Balladen, zahlreiche Chöre md Kantaten, sechs Sinfonien, drei Instrumental-
mzerte und zwei Opern umfaßt. Kölles Musik htteht sich an die Epoche Brahms an, läßt bis- »eilen aber auch Regersche Einflüsse erkennen. Modisch stark betont, ist sie klar in ihrer Linien-
Haus und der Beruf des Lehrers waren in leutschland feit je der Musik eng verbunden, und
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K »Melodisch stark betont, ist sie klar in ihrer iSimen- . • d.jlührung und beherrscht in der harmonischen Ent- lNevk.I.pj^ung. Die eigenen praktischen Erfahrungen als
Dee große Irrtum
Roman von Meta Brie.
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„Begreife doch ... ich wollte diese Bindung als ^ehr gegen Rautenberg. Das war nicht der ein- lie Grund. Natürlich nicht. Mich interessierten »-ch deine Versuche. Aber es war doch vor allem Me Zuflucht vor Rautenberg. Und jetzt drängt er Ih ... das ist so unheimlich, Richard ...! jetzt hängt er sich zwischen uns. Ich empfand schön ein» Wal eine Ahnung." ,r .
| Sie erzählt von jener Zeitschrift, die sie fand, U'd in der Bergenroth den Artikel von Rautenberg ^gekreuzt hatte. , ±
-Und du sagtest mir nichts davon?' fragte Der- Wnroth befreWdet. „
„Nein. Weil ich nichts darauf geben wollte.
! ,,Wer ist dieser Rautenberg? Kanntest du ihn Mentlich sehr lange?" ■
.Helene antwortet nicht gleich. In ihr ist noch Dwehr. Aber Bergenroth lächelt ihr ermunternd k mit gütigen Augen. Und da beginnt sie, zu er- Äten ... von Ludwig Rautenberg, wie sie ihn pwenlernte ... und erzählt auch von Käte und dem ^aben Martin. m _,.f.
Als sie geendet hat, und es eine kleine Weile still
Wschen ihnen blieb, fragte Bergenroth: „Und hat putenberg das Mädchen geheiratet?"
i .Nein", erwidert Helene hart.
.Nun ... was haft du bann mit deiner verzich- Ptben Liebe erreicht, Helene?"
V Bergenroth hat jetzt die gleiche Meinung rote pamaTs die alte Bernhardine. Vielleicht, so sagt er, das Verhältnis zu jenem Mädchen nur ein ZU'zes Aufflammen, und Rautenberg vermag dann mae Garantie für eine dauernde Verbindung zu rjßn. „So ist es ihm nicht zu verdenken, wenn er tQl einer solchen Bindung absieht."
- ts. Heiteres und Ernstes klingen )aup> ftohen spannenden Geschehen zusammen.
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-iter Dcl^uartettspieler kommen dem Komponisten zu statten, ie groft»essen Stil sowohl im Streichquartett e-moll (1942) s und!die in dem Klavierquintett a-moll (1935) sich durch Len bz| ine differenzierte Klangwirkung auszeichnet. Als Arbeit! »ynker wie als Balladensänger wahrt Kölle eine untlvornehme Haltung, deren innere Kräfte einem star-
5 meiüllpn naturverbundenen Gefühl entspringen.
Lothar Band.
i Itoeg ins Schulfach. Als Volksschullehrer wird die '-^,1 staatliche Prüfung für den Musikunterricht an >mnbü.WÖheren Schule» abgelegt. Dae nachgeholte huma- i^^UMtische Reifeprüfung ermöglicht Promotion und t unÖF aa*5eEamcn in 3ena_ unb_ briiigt den musikbe-
ibuSie Doppelbegabungen auf diesen Gebieten sind daher -■ • eigentlich nie vor eine schwerwiegende Entscheidung
3m September erschien in der Deutschen Verlagsiete« en|talt Stuttgart ein Roman von Jakob Schaffner M iDas Liebespfand", eine fröhliche Geschichte igrin18 Ilm einen Heimkehrer, der in der weiten Welt sich W jehörig umgetan hat und nun den Weg zum Herzen Ines rechtschaffenen Mädchens und so zu feiner echten Heimat findet. Komisches und Hintergrünbi- , 0h, Heiteres und Ernstes klingen in einem färben-
I Pfefferkuchen und Kleingebäck zu Weihnachien
Wenn auch nicht so reichlich wie früher gebacken werden kann, wird doch jede Hausfrau irgendein Rezept aus der folgenden kleinen Auswahl Herstellen können, zumal durch die Sonderzuteilungen zu Weihnachten die „Bewegungsfreiheit" erfreulich erweitert wird.
Haferflockenplätzchen.
1 Taffe Mehl, 2 Tassen Haferflocken, 1 Tasse Zucker, 1 Ei, 3 Eßlöffel Milch, abgeriebene Zitronenschale, ¥i Backpulver. Das Mehl wird mit dem Backpulver vermischt und gesiebt. Dann vermengt man alle Zutaten gut miteinander und setzt mit dem Teelöffel kleine Häufchen auf ein gefettetes Blech, die man bei guter Hitze bäckt.
Zimtsterne.
80 g Mehl, Vi Teelöffel Zimt, 200 g Zucker, 50 g Fett, 200 g gewiegte Haferflocken, 6 Eßlöffel Milch. Die Zutaten werden der Reihe nach auf dem Brett vermischt und gut durchgearbeitet. Dann läßt man den Teig eine Weile ruhen. Man rollt ihn aus, sticht Sterne aus, die man auf ein gefettetes Blech fetzt und bei Mittelhitze bäckt.
Mürbe Wiener Honigkuchen.
100 g Kunsthonig, 50 g Zucker, 50 g Fett, Pfefferkuchengewürz, 300 g Mehl, 1 Ei, 1 Backpulver. Man zerläßt den Kunsthonig und gibt Zucker, Fett und das Gewürz hinzu. Das mit dem Backpulver vermischte Mehl wird gesiebt und mit der etwas ab» gekühlten Honigmasse verrührt. Dann fügt man das Ei hinzu unb verknetet alles zu einem glatten Teig, den man ausrollt. Man sticht Formen aus, setzt sie auf ein bemehltes Blech und bäckt sie bei Mittelhitze.
Mürbeteigplätzchen. 250 g Mehl, 100 g Zucker, 30 bis 40 g Fett, 20 g Hefe, 2 Eßlöffel Essig, 2 bis 3 Eßlöffel Wasser. Das Mehl wird auf
ein Brett gesiebt unb in ber Mitte eine Vertiefung gemacht. In diese aibt man Zucker, die zerbröckelte Hefe, Essig unb Wasser unb verarbeitet alles zu einem geschmeidigen Teig, den man ausrollt. Der Teig braucht nicht zu gehen. Man sticht Formen aus, setzt sie auf ein gefettetes Blech unb bäckt sie bei Mittelhitze.
Roggenmehlplätzchen. 150 g Roggen- mehl, 50 g Weizenmehl, 80 g Zucker, 1 Ei, 30 g Fett, 15 g Hefe, Pefferkuchengewürz, etwa 3 Eßlöffel Milch. Roggen- unb Weizenmehl werden miteinander vermischt unb auf ein Brett gesiebt. In eine öerliefuna gibt man die übrigen Zutaten (die Hefe wird zerbröckelt), verknetet alles zu einem glatten Teig unb rollt ihn aus. Der Teig braucht nicht zu gehen. Dann rödelt man Formen aus, bfe man auf ein gefettes Blech fetzt und bei Mittelhitze bäckt.
Schuhsohlen. 250 g MehL 30 g Fett, 15 g Hefe, Salz, Pfefferkuchengeroürz, ’/• Liter Wasser, Zucker zum Ausrollen. Das Mehl wird auf ein Brett gesiebt, in der Mitte eine Vertiefung gemacht und da hinein Fett, Hefe, Salz, Pfefferkuchengewürz und Wasser gegeben. Man knetet den Teig gut durch unb formt ihn zu Kugeln, die man in Zucker länglich ausrollt und bei guter Hitze vorsichtig bäckt Der Teig braucht nicht zu gehen.
Sand Plätzchen. 125 g Kartoffelmehl, 125 g Mehl, 30 g Fett, 1 Ei ober Eiaustauschmittel, 125 g Zucker, 2 Eßlöffel Milch, Vz Backpulver, Vanillezucker ober abgeriebene Zitronenschale, Prise Salz. Man rührt Fett, Ei unb Zucker schaumig, dann gibt man die übrigen Zutaten hinzu und setzt mit einem Teelöffel kleine Häufchen auf ein gefettetes Blech, die man goldgelb bäckt.
Die Jagd im Dezember.
Der Abschuß des Hochwildes, ber bereits seit drei Monaten im Gange ist, wirb auch im Dezember verstärkt fortgesetzt. Beide Geschlechter des Rot- und Damwildes haben weiterhin Schußzeit. Zum Einzelabschuß gesellt sich im laublos gewordenen Wald die Drückjagd hinzu. Auch das Muffelwild kann weiter besagt werden.
Die Sauen haben ihre hohe Zeit, die Rauschzeit. Wenn ber Winter mit Schnee das Kreisen erlaubt, wird jede Möglichkeit benutzt, um bem Schwarzwild Abbruch zu tun, bas bei ber grünen Jagb so oft aller Bemühungen spottete.
Der R ss h b o ck, ber nun meist abgeworfen hat, genießt schon längst den Schutz der Schonzeit; dagegen wird ber Abschuß weiblichen Rehwilbes unb von Kitzen weiterhin durchgeführt.
In guten Niederjagdjahren waren die Feldjagden auf Hasen besondere Kennzeichen des Dezembers. Inwieweit sich in diesem Jahre ein Feldtreiben lohnt bzw. ob es mit einer vernünftigen Jagdbewirtschaftung überhaupt vereinbar ist, bedarf sorgsamer Ueberlegung jedes Jagdherrn.
Don unserem Federwild hat der Fasan noch Jagdzeit, und zwar für beide Geschsechter. Hoffentlich wird von ber Möglichkeit des Hennenabschusses, der in manchen deutschen Jagdgauen gänzlich verboten wurde, möglichst wenig Gebrauch gemacht. Denn sonst ist dem an sich bereits stark gelichteten Besatz das Todesurteil gesprochen. Wenig schießen, viel füttern und das Raubzeug kurz halten, kann allein den Bestand retten und wieder aufwärts führen.
Wo die Ringeltaube über den Bucheckern den Wegzug vergaß, kann sie weiter Hejagt werden. Die Jagd auf Drosseln („Krammetsvögel") ist
bis zum 31. Januar verlängert. Auch die Waldschnepfe ist gleich ber Sumpfschnepfe bem 3ärger noch freigegeben. Gelegentlich kommt als seltenes Wilb für unsere Reviere auch bie W i l b • gans vors Rohr, während die Entenjagd am nluß, Bach und Teich schon mehr Erfolgsaussicht bietet.
Der Jagdschutz und die Wildhege verlangen gerade jetzt zu Wintersanfang besondere Aufmerksamkeit. Noch kann ber D a d) 5 durch Graben des Baues kurzgehalten werden. Der Balg des Fuchses ist einwandfrei gut. Es ist an dieser Stelle schon wiederholt ausgeführt worden, daß ein starker Fuchsbesatz mit einer guten Niederjagd sich nicht vereinbaren läßt. Wollen wir diese wiederhaben, müssen wir bem Fuchs mit allen erlaubten Mitteln zu Leibe rücken. Unb Wege dazu gibt es sehr viele, die auch jagdliche Freude versprechen. Aber sie müssen wirklich begangen werden.
Auch unsere beiden Edelpelzträger, Baum- unb Steinmarder, können im Julmond besagt werden. Desgleichen ist bas weiße Hermelinwie- s e l stets eine willkommene Beute.
Wo es noch nicht geschah ist es jetzt die höchste Zeit, die Fütterungen für Huhn unb Fasan in Ordnung zu bringen. Kaff und Heublumensamen gibt es überall und reichlich, wenn man sich darum bemüht. Sie müssen natürlich überdacht (Fichten- reifer, Dachvappe u. ä.) geschützt werden, weil sie sonst der erste richtige Schnee zuschüttet. Bringt auch dieser Winter wieder viel Schnee, so vergesse man nicht, für Schalenwild' unb Hasen frühzeitig Weichholz (Weiden, Aspen u. ä.) zu schlagen und Prehholz 'von Obstbaumen auszulegen. Die Weich- Hölzer sind im Wald meist „Unkraut", für bas Wild aber bekömmlichste Aesung. Hubertus.
Aus der (Stabt Gießen.
Oer beste Äogelschutz.
Wenn mit dem Winter bie kalten Tage kommen, gilt es, aird) ber notleibenben Vogelwelt zu geben» ken. Neben der Schaffung ber Nistgelegenheiten unb ber Ueberwachung der Vogelfeinbe ist bie Winterfütterung die wichtigste Aufgabe des Vogel- schutzes, auch wenn sie heute ihre besonderen Schwierigkeiten hat. Für Sogeiarten, die man nicht an bestimmte Oertlichkeiten gewöhnen will, ist die Fütterung nur bann nötig, wenn ber Boben plötzlich durch starken Schneefall ober burch Rauhreif unb Glatteis verbeckt ist und alle Ritzen unb Fugen ber Baumrinde, bie Hauptoorratskammern unserer Schützlinge, versperrt sinb. Wie furchtbar bann der Tod unter den gefieberten Freunben haust, hat ber Vorkämpfer des Vogelschutzes, Dr. Hans Freiherr von Berlepsch, einmal an einem Neujahrstage beobachtet. Das Wetter war milde gewesen, schlug aber in der Silvesternacht plötzlich um, so daß am Neujahrsmorgen alles mit einer starken Glatteisschicht überzogen war. Berlepsch, der die Gefahr für die Vogelwelt sofort erkannte, beobachtete am Morgen, daß in der Gegend der Futterstelle alles gesund war: im übrigen aber bemerkte er schon gegen 10 Uhr allenthalben aufgeplusterte Vögel, vor allem die verschiedenen Meisenarten, Kleiber, Goldhähnchen unb Baumläufer, unb bis Mittag hatte er acht von ihnen bereits tot aufgefunben. Die Mägen aller dieser Vogel erwiesen sich als völlig leer. Die reiche Vogelwelt Kassels war nach diesem Ereignis stark verringert, und erst nach ber nächsten Brutperiode schien der Verlust einigermaßen wieder ausgeglichen. Gleiche Beobachtungen wurden in den verschiedensten Teilen Deutschlands, besonders in Schlesien, gemacht.
Die Meisen- und Spechtarten, überhaupt die regelmäßigen Gäste ber Futterstellen, würden zwei- i fellos sehr viel zahlreicher sein, wenn nicht im Winter so viele verhungerten: deshalb ist die Winterfütterung für diese nützlichen Vögel unbedingt notwendig. Erfolgt die Fütterung aber nicht in sachgemäßer Weise, so ist es schlimmer als wenn gar nichts geschieht, denn die falsche Fütterung 'bringt geradezu bie Vernichtung zahlreicher Vögel mit sich: schlechte Futterapparate sind Mordwertzeuge, vor denen nicht genug gewarnt werden kann. Das wichtigste Erfordernis ist Wettersicherheit, b. h. bie Futterstelle muß auch bei schroffem Witterungswechsel unbedingt und in bester , Beschaffenheit zugänglich bleiben, unb dies wird einzig und allein oadurch erreicht, daß der oberste Rand der Futterstelle auf gleicher Höhe liegt mit bem untersten Rand ber diese Futterstelle schützenden Bedachung. Es gibt zahlreiche Futterapparate, die allen Anforderungen genügen. Die Vögel verweilen bei gutem Wetter bei dem künstlichen Futter nicht länger als bei bem natürlichen in Bäumen und Zweigen: durch diesen kurzen Besuch, der täglich nur zweimal, früh unb nachmittags, stattfindet, darf man sich aber nicht abhalten lassen, denn in kritischen Zeiten ist die künstliche Fütterung die einzige Rettung. C. K.
Was die neue Wochenschau bringt.
Die neue Wochenschau umspannt wieder die ganze Weite ber europäischen Front. Sie beginnt mit einem interessanten Bericht über die Ausbildung unserer U-Boot-Männer durch fronterfahrene Offiziere. Anschließend sehen wir 2ldmir«rl D o n i tz in einem Stützpunkt an der Atlantikküste bei ber Besichtigung einer erfolgreichen U-Bovt-Flottille.
Nach ber Besetzung von Toulon steht jetzt die deuffche Wehrmacht an der ganzen französischen Mittelmeerküfte auf Wacht gegen die Feinde Europas. Wir begegnen einem Grenadier- Bataillon auf dem Marsch durch Südftankreich. Deutsche Jäger starten von einem Flughafen zum Uebenoachungsflug längs ber Küste. In Marseille haben Flakbatterien die Luftsicherung übernommen. Deutsche unb italienische Verbände rücken von Westen und Osten auf breiten Küstenstrahen nach Toulon vor.
Ein deutsch-italienischer Geleitzug ist auf bem Wege nach Tunesien. In einem tunesischen Hafen werden die Verbände und der Nachschub für die Achsentruppen entladen.
Anschließend erleben wir einen Luftangriff auf die feindliche Transportflotte vor der Mste von Algerien. Auf der Reede von Algier liegt hinter einer dichten Flakfperre die anglo-amerikanische Landungsflotte. Trotzdem stürzen sich unsere Flieger auf den Feind. In rollenden Angriffen schlagen die deutschen unb italienischen Kampfgeschwader zu.
Unb bann die große Abwehrschlacht an der O st - front. Im Raum von Leningrad brechen Uebersetzversuche der Sowjets über die Newa im Feuer zusammen. Trotz der schlechten Wetterlage sind unsere Flieger unermüdlich am Feind und unterstützen den Abwehrkamps ber Erdtruppen. Das
Unb wie damals wendet sich Helene auch jetzt gegen eine solche Meinung.
Ihre Mattigkeit ist ganz vergangen. Kampfbereit funkeln ihre Äugen den Mann an. Natürlich! Bergenroth sieht nicht den tiefsten Grund ihres Bruches mit Rautenberg. „Wenn du Käte Allert kennen würdest .. sie ist ein so lieber Mensch. Unb der Junge ist ein Prachtkerl. Du kannst doch nicht glauben, Richard, daß man über die Rechte einer Mutter, bie wie die Allert ben Vater ihres Kindes vertrauend geliebt unb aus dieser Liebe ben Sohn empfangen hat ... daß man sich über solche Rechte hinwegsetzen kann!"
Ja, Helene greift Bergenroth jetzt mit harten Worten an, so, als wäre auch er nun ihr Gegner geworden. Sie spricht auch von jener Zeit, da bas Kinb geboren wurde und sie jeden Tag in die Klinik fuhr, Mutter und Kind zu besuchen, unb jeden Tag darum rang, zu dem richtigen Entschluß zu kommen. Nur davon spricht sie nicht, daß sie selbst die Fürsorge unb bie sämtlichen Kosten übernommen hat. Sie sagt weiter: „Aber es ist eben ganz unmöglich, daß Männer das mitempfinden können Als mir dieses Kind zwischen uns hatten, waren wir Schwestern. Und Rautenberg ... er hat sich in einer Weise ablehnend gezeigt ..."
Helene springt auf. Nun ist sie in heller Em- Dörnna. Sie forscht jetzt sehr laut und ist sich dessen vielleicht nicht einmal bewußt. Sie fragt: „Begreifst du denn v'cht. daß es mir unmöollch fein mußte, einen Menschen zu heiraten, den ich in seiner ganzen Handlungsweise nicht verstehen konnte ... fast verachten mußte?"
Sie wendet sich von Beraenrotb ab unb geht durch das Zimmer. Ab-r der Mann hat sich nun auch erhoben unb geht mit ihr. Er nimmt sie bei ben Schultern, wie er das bei ernsten Gelnrächen oft tut, unb dreht sie zu sich herum. Sein Gesicht sieht hart unb streng aus.
„Du unbeherrschtes Mädel, du! Wenn du hier so herumQhri’ift, bann -rlaube auch mir. energisch mit dir zu reden! Das ist nämlich sehr nötig!"
Trichterfeld der Hauptkampflinie des nördlichen Frontabschnittes liegt unter uns.
Am Oberlauf des Don wehren italienische unb ungarische Verbände in harten Kämpfen Massen- angriffe ber Sowjets ab. Am mittleren Abschnitt bricht der unter rücksichtslosem Einsatz starker Kräfte geführte Angriff der Bolschewisten überall im Feuer der deutschen Waffen zusammen. U.
Gratifikationen und Sozialversicherung
Für die sozialversicherungsrechtliche Behandlung der Zuwendungen, die die Betriebsführer ihren Gefolgfchaftsmitgliebern aus Anlaß des Weihnachtsfestes machen, gelten in diesem Jahr die gleichen Grundsätze wie im vergangenen Jahr. Weihnachts- zuwenbungen sind danach Entgelt im Sinne der Sozialversicherung unb sowohl bei der Berechnung der Beiträge, als auch bet ber Feststellung ber Der-
,Laß mich doch los!" schreit Helene ihn unwillig an.
„Kein Ausweichen jetzt. Du sagst, du verachtest Rautenberg. Damit lehnst du den Menschen also ab. Dann sei auch so stolz unb mache einen Schlußstrich unter biese Liebe, unter diesen ganzen Abschnitt deines Lebens. Man wird nur frei durch ben eigenen Willen!"
„Du schreibst doch Rautenberg vom Uhleühof! Er wird natürlich sofort an Zusammenhänge denken, denn er weiß, daß der Uhlenhof mir gehört."
„Unb ...? Was fürchtest du denn? Daß Rauten- berg von deiner Verheiratung erfährt? Vielleicht weiß er das schon längst. Daß eine Begegnung erfolgen könnte? Man kann sie vermeiden. Etwas aber laß uns jetzt gleich klarstellen, Helene ... in allen Fragen, bie meine Forschung betreffen, kann ich keine Rücksicht nehmen auf irgendwelche persönlichen Einschaltungen. Darin bin ich ganz halsstarrig. Und du mußt darum meine Anfrage an Rautenberg als etwas auffassen, das dich nichts angeht. Also: ber Bries wirb übgeschickt. Und reden wir nicht mehr davon. Gute Nacht, liebe Helene. Verzeih, daß ich dich so lange noch festhielt. Aber bas mußte« zwischen uns klar werben."
„Ach", sagte Helene, „jetzt bin ich gar nicht mehr so müde, ich will noch etwas lesen."
Sie nimmt ein Buch unb geht zu ihrem Sessel zurück.
Doch halb läßt sie das Buch wieder sinken, weil vom N"benraum eine leise M"sik aufkl'ngt.
E'n Staunen geht über ihr Gesicht. Das ist nicht ber Rundfunk ... Bergenroth spielt auf dem Flügel, den Helene aus Dahlem kommen ließ, aber selbst fast nie benutzt.
Bergenroth svielt keine bestimmte Weise ... es ill ein leises Phantasieren ... es tut gut, zuzu- hören.
Unter wißenden Händen klingt dort eine tröstende Musik .,. Schweigt bann.
Hekene hört, wie Bergenroth das Instrument schließt und in das Wohnzimmer zurückkommt. Er
sicherungspflicht und der Festsetzung der Versiche- rungsleiftung zu berücksichtigen. Weihnachtszuwendungen sind nur bei ber Beitragsberechnung insoweit unberücksichtigt zu lasten, als sie eifern gespart werden.
Für Angestellte, die wegen eines Jahresarbeitsverdienstes von mehr als 3600 RM. nicht kranken- versicherungspflichtig sind, ist der Angestelltenversicherungsbeitrag von höchstens 600 RM. monatlich festzustellen. Für Angestellte, die krankenkassenversicherungspflichtig sind, ist er nur von höchstens 300 RM. monatlich zu berechnen, wenn das Monatsentgelt mit der Weihnachtszuwendung zusammen 300 RM. übersteigt.
Bei der Berechnung des Jahresarbeitsverdienstes zur Feststellung ber Dersicherungspfl'cht in ber Krankenversicherung unb der Angestelltenverstche- rung sind die Weihnachtszuwendungen dem Arbeits-
kommt zu ihrem Winkel unb reicht ihr die Hand. „Gute Nacht, Helene."
„Sie hält diese kräftige, verläßliche Hand fest und sieht zu Berkenroth auf. „Du hast doch niemals erwähnt, daß du selbst spielst?"
,^)ast du bem Landwirt auch, nicht zugetraut, wie?"
„Aber Richard ... Was bist du für ein merkwürdiger Mensch!"
wo ... völlig unkompliziert, Helene. Also ... eine gute Nacht! Schlafe recht wohl?"
Sie hört seinen festen Schritt über ben Flur gehen, die Treppe hinauf ...
Da erhebt sie sich ebenfalls, stellt das Buch auf das Bücherbrett zurück und geht hinauf in ihre Räume. Die ganze Aufregung um Rautenberg scheint vergessen. Ihr Gesicht ist still und nachdenklich, und ihre Gedanken bewegen sich um den Kameraden ihres jetzigen Lebens.
♦
Als Ludwig Rautenberg damals von feiner östlichen Reise zurückkehrte, sand er in einem Fach- blatt Notizen über den Anbau von Oelpflanzen im Femen Osten, Notizen, die ihm nicht ganz zutreffend schienen. So schickte er ber Schriftleitung einen Bericht über bie von ihm in Manbschukuo gemachten Beobachtungen, knüpfte Betrachtungen baran über bie Bebeutung ber Oelsrüchte im Welthandel unb war bann selbst erstaunt, daß seine Ausführungen so starke Beachtung fanden.
So wurde er mit Doktor Marswin bekannt. Und Marswin ist es auch, der Rautenberg zur Mitarbeit an ber Eroberung neuer Oelpflanzen aufforbert, zu industriellen Eignungsprüfungen.
So ist der Brief, den Bergenroth nach Tempel- Hof schreibt, nur einer von vielen, die Rautenberg im Zusammenhang mit seinen Veröffentlichungen erhält. Und bekommt doch in bem Augenblick besondere Bedeutung, da Ludwig Rautenberg den Herkunftsort dieses Briefes lieft. Da steht: Uhlenhof — und bann die genaue Anschrift:
(Fortsetzung folgt.)


