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Aus der engeren Heimat
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Oekonomierat Or. Hamann f.
Lpd. Darmstadt, 2. November. Im Alter von 66 Jahren ist in Darmstadt der langjährige verdienstvolle Leiter der einstigen Hessischen Landwirtschaftskammer, Direktor Oekonomierat Dr. Georg Hamann, gestorben. Er war, als 1906 die Hessische Landwirtschaftskammer errichtet wurde, aus dem hessischen Staatsdienst ausgejchieden und als Abteilungsvorstand in die Landwirtschaftskam»
** Keine Veranlagung zur Wandergewerbe st euer für 194 3. Die Veranlagung zur Wandergewerbesteuer für das Kalenderjahr 1943 unterbleibt bis auf weiteres, wie eine Verordnung des Reichsfinanzministers vom 27. 10. 1942 besagt. Im Kalenderjahr 1943 werden Vorauszahlungen auf die voraussichtliche Steuerschuld für das Kalenderjahr 1943 erhoben werden.
** Kennzeichnung von Behelfslieferwagen. Der Reichsverkehrsminister hat angeordnet, daß Behelfslieferwagen auf der dem Lenkrad entgegengesetzten Seite der Windschutzscheibe durch die Buchstaben „BLW" kenntlich gemacht werden. Die Buchstaben sind in schwarzer Blockschrift auf weißem Grunde anzubringen und sollen 10 Zentimeter hoch sein. Zur Anbringung ist der Halter des Fahrzeugs bis spätestens 1. Dezember 1942 verpflichtet. Die Kennzeichnung bedarf keiner Abstempelung durch eine Behörde.
mer eingetreten. Im Dezember 1918 wurde er Direktor der Landwirtschaftskammer ernannt.
70. Geburtstag eines bekannten Forstmannes.
Der Reichsluftfahrtminister und Oberbefehlshaber der Luftwaffe hat eine neue Aenderungsverord- nung zum Luftschutzrecht erlassen, die mit Wirkung ab 1. November eine Reihe wichtiger Aenderungen bringt. Insbesondere gilt dies auch für die Ausstattung der Luftschutzgemeinschaft mit Selbstschutzgerät.
Die Polizeibehörden können jetzt anordnen, daß auch mehr als eine Handfeuerspritze je Treppenhaus vorhanden sein muß. Wasserbehälter werden jetzt auch im Keller des Hauses verlangt. Schließlich wird die Ausstattung mit Löschsandtüten gesetzlich geregelt. Im einzelnen wird für eine Luftschutzgemeinschaft folgendes Selbstschutzgerät vorgeschrieben: je Treppenhaus eine Handfeuerspritze oder auf Anordnung mehrere, ein Einreißhaken, eine Leine, eine Leiter, eine bis zwei F^uerpätschen, ein oder mehrere Wasserbehälter je Treppenflur sowie ein oder mehrere Wasserbehälter im Keller jeden Hauses, eine bis zwei Sandkisten mit Handschaufel, eine Schaufel oder einen Spaten, eine Axt oder ein Beil. Ferner werden je Haushaltung ein bis zwei Wassereimer verlangt und im allgemeinen zwei Löschsand^ tüten für jeden Raum mittlerer Größe, verteilt auf Wohnungsflure und Treppenhaus. Hinzu kommen eine Luftschutzhausapotheke für die Luftschutzgemeinschaft und Armbinden für Luftschutzwart, Laienhelferinnen und Melder.
Der Kampf gegen Verdunkelungssünder wird dadurch verschärft, daß an Stelle oder neben einer
Aenderungen im Lustschutzrecht.
Mehr Selbstschutzgerät. - DerdunkelungSsünder werden härter angefaßt
* Eichelsdorf, 2. Nov. Am heutigen 2. November konnte der in weiten Bevölkerungskreisen bekannte und geachtete Revierförster i. R. Nikolaus Schmitt seinen 70. Geburtstag in körperlicher und geistiger Frische begehen. Von 1898 bis 1934 war er hier im Dienst. Sein Hauptarbeitsgebiet war bedingt durch die originelle Eichenwirtschaft seines ersten Chefs, des nachmaligen Geheimen Forstrats Trautwein. Diese besondere Methode bestand in der Begründung der Saateichen durch starke Lichtung („Hieb ins Volle") und Pflege der Jungwüchse („Aufmunterung") und hat den Namen Eichelsdorf in die forstliche Welt getragen. Diese Gedanken des Waldbaumeisters Trautwein wurden von seinem Hegemeister Schmitt mit Tatkraft und Geschick ausgeführt. Nach Trautwein trägt der Di-
Bestrafung die Polizei auch die vorübergehende Sperrung der Stromlieferung anordnen kann. Ferner ist wichtig, daß Inhaber von verschlossenen Räumen, die mit einfachen Geräten nicht gewaltsam zu öffnen sind, künftig den sofortigen Zutritt im Gefahrenfalle in geeigneter Weise durch Schlussel- Hinterlegung usw. sicherzustellen haben. Weiter wird jetzt festgelegt, daß bei Fliegeralarm die Hauptzu- gangstüren zu dem Hausböden sowie die Türen zum Vorgarten, in Mehrfamilienhäusern mtt abgeschlossenen Einzelwohnungen auch die Haustüren unverschlossen zu halten sind. Kraftfahrzeuge sowie Schienenfahrzeuge mußten bisher auch außerhalb geschlossener Ortschaften bei Fliegeralarm halten. Soweit die Fahrzeuge mit einem Tarnscheinwerfer oder mit Tarnblenden ausgerüstet sind, dürfen sie künftig weiterfahren. Erst bei unmittelbar drohendem Luftangriff sind sie stillzulegen. Durch Luftangriffe entstandene Schadenstellen dürfen nur mit Genehmigung der Polizei oder der vom Reichsluftfahrtminister bestimmten Stellen photographiert werden. , v .
Don Wichtigkeit ist schließlich noch die Bestimmung, daß Personen, die sich in Dienststellen ober Betrieben des Werkluftschutzes oder des erweiterten Selbstschutzes aufhalten, künftig bei Fliegeralarm gesetzlich verpflichtet sind, den Schntzraum aufzusuchen.
Gegen Zuwiderhandlungen kann durch Bestrafung oder polizeiliche Zwangsmittel vorgegangen werden.
sttikt Tiefstruth den Ehrennamen „Trautweinseichen". Auch dem hervorragend tüchtigen Forstbetriebsbeamten wurde die gebührende Ehrung zuteil durch die Benennung des von ihm gebauten „Schmittwegs". Die Namen dieser beiden Forstmänner werden mit dem Eichelsdorfer Wald für alle Zeiten verbunden bleiben. Dem Jubilar Schmitt zu feinem Geburtstag herzliche Glückwünsche.
Gefälschte Fleisch-, Brot- und Fettmarken.
Lpd. Offenbach a. M., 2. Nov. Erstmals und, wie der Vorsitzende in der Hauptverhandlung warnend hervorhob, hoffentlich auch zum letzten Male, kam vor dem Sondergericht für den Oberlandesgerichtsbezirk Darmstadt eine Strafsache wegen FälfchungenvonLebensmittelbezugs- berechtigungen zur Aburteilung.
Unter Ausnutzung feiner Fachkenntnisse und langjährigen Berufserfahrung in einem industriellen Betrieb fälschte der 56jährige Lithograph Kaspar G ö b aus Offenbach seit dem Sommer 1941 bis zu feiner Festnahme im August 1942 fortgesetzt Einzelabschnitte von Fleischmarken. Nachdem mit ungewöhnlicher Hartnäckigkeit die möglichst originalgetreue Herstellung der Falschstücke gelungen war, wurden wöchentlich lausend, auf zahlreiche Ladengeschäfte verteilt, erhebliche Mengen von Fleisch- und Wurstwaren eingekauft. Diese Besorgungen erledigte in erster Linie die in die Fälschungen ein« geweihte Ehefrau, während Göb selbst schließlich
Kartoffeln kühl und ttocken lagern.
Der Raum, in dem die Kartoffel untergebracht wird, muß die Temperatur von 4 bis 6 Grad über Null haben. Kühl und trocken muß die Kartoffel lagern, in einem trockenen, frostfreien Keller, auf einer Unterlage aus Brettern. Wenn es nicht anders geht, dann sogar in Kisten schütten und in die Wohnung mit den Kartoffeln. Licht kann die Kartoffel beim Lagern nicht vertragen, ebensowenig übermäßige Wärme. Dann keimt die Kartoffel und verliert dadurch große Mengen des wertvollen Vitamins C, das in der Kartoffel enthalten ist.
Kreisfachgruppe Gießen
der Ausstellungsgeflügelzüchter.
Am So-nntagnachmittag hielt die Kreisfachgruppe Gießen der Ausstellungsaeflügelzüchter im Hotel Hopfeld eine Tagung ab, Die sich in der Hauptsache mit der Durchführung von Ausstellungen befaßte.
Um weiteren Kreisen der organisierten Ausstellungsgeflügelzüchter entgegenzukommen, wird den Züchtern die Möglichkeit gegeben, ihre Ausstellungstiere auf der Kleintierschau am 28. und 29. November in der Turnhalle zu Heuchelheim zur Schau zu stellen. Der Verein Heuchelheim wird auch Kaninchen zur Bewertung ausstellen. Für die Geflügelschau werden nur Iiere der Kreisfachgruppe Gießen ,zugelassen. Als Preisrichter wurden gewonnen Hördemahn (Kassel), Philipp (Watzenborn- Steinberg) und Jäger (Ober-Hörgem), letzterer für Tauben. Der Anmeldeschluß für die Tiere wurde auf den 14.11. festgesetzt. Als beratender Fachmann für Geflügel wurde der stellv. Kreisfachgruppenvorsitzende May (Lang-Göns) bestimmt. An Ehren- preisen werden 10 RM. und als Zuschlagspreise 3 bis 5 RM. gewährt. Man rechnet mit einer Beschickung von etwa 250 Stück Geflügel.
Anschließend berichtete der stellv. Kreisfachgruppenvorsitzende M g y (Lang-Göns) über die Arbeitstagung der Landesfachgruppe Hessen-Nassau in Frankfurt a. M. Er sprach namentlich eingehend über die Bestrebungen der Gruppe „Leistung und Schönheit".
Kreisfachgruppenvorsitzender Heß (Watzenborn- Steinberg) teilte noch mit, daß vorerst nur an Stadtvereine Torf abgegeben wird. Er ward noch für die Unterstützung der Ausstellung für Heuchel- beim und Umgegend und schloß dann mtt dem Gruß an den Führer die Tagung.
auch dazu überging, in zunehmender Dreistigkeit nicht nur gefälschte Fleischmarkenabschmtte gefälligkeitshalber an Frauen seines Bekanntenkreises ab« zuqeben, sondern sein Fälscherhandwerk auch auf die Herstellung und mißbräuchliche Verwertung von Fett- und Brotmarken auszudehnen.
Die einwandfreie Vergangenheit des Täters und feine jahrzehntelange zuverlässige Tätigkeit an ein und derselben Arbeitsstelle konnten bei der jetzigen Verhandlung des Sondergerichts in Darmstadt nicht im Sinne einer Strafmilderung berücksichtigt werden, weil Göb mit dem schändlichen und heimtückischen Tun und Treiben eines gewissenlosen Fälschers große Gefahren für die Zuverlässigkeit der heimatlichen Ernährungswirtschaft im Kriege heraufbeschworen hat und damit als Handlanger feindlicher Zersetzungsbestrebungen in Erscheinung getreten ist. Da sich die Fälschungen und ihre Verwertung auf mindestens 40 Kilogramm Fleisch-, Wurst- und Fettwaren, in geringem Umfange auch auf Broterzeugnisse bezogen, liegt in dem Verbrechen zugleich auch eine böswillige Bedarfsdeckungsgefährdung im Sinne der Kriegswirtfchaftsver- ordnung.
Der Hauptangeklagte Kaspar Göb wurde daher wegen fortgesetzter schwerer und gewinnsüchtiger Urkundenfälschung in Tateinheit mit Kriegswirtschaftsverbrechen, Bettugs und Zuwiderhandlung gegen die Verbrauchsregelungsfttafverordnung zu vier Jahren Zuchthaus und dem vierjährigen Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Die geistig beschränkte und unter dem Maßgeblichen Einfluß des Haupttäters straffällig gewordene Ehefrau Johanna Göb, geb. Hoffelder, wurde als Mittäterin zu einem Jahr und sechs Monaten Zuchthaus verurteilt. Sie hat gleichfalls ehrlos gehandelt und verliert deshalb die bürgerlichen Ehrenrechte für zwei Jahre.
Canbfreis Gießen.
- Lich, 2. Nov. Der Landwirt Heinrich Roth und feine Ehefrau Elise, geb. Alles, können am morgigen Dienstag, 3.November, das Fest der Silberhochzeit feiern. Dem Jubelpaar unsere herzlichen Glückwünsche.
Schweine- und Schafmarkl in Hungen.
* Hungen, 2. Nov. Der diesjährige Allerhelli- genmarkt brachte auf dem Ferkel- und Schafmarkt regen Marktverkehr. Der Schweinemarkt war mit 283 Ferkeln beschickt. Es kosteten 6 Wochen alte Ferkel 18 bis 20 RM., 7 bis 8 Wochen alte 20 bis 26, 9 Wochen alte 26 bis 32, 9 bis 13 Wochen alte 32 bis 40 RM. das Stück. Bei lebhaftem Handel wurde ausoerkauft. Auf dem Schaf- markt standen 908 Schafe zum Verkauf. Es kosteten Hammellämmer 35 bis 40 RM., ältere Hämmel 65 bis 70, Jährlingshämmel 45 bis 48, Lammschafe 50 bis 60, Jährlinge 40 bis 45 RM. das Stück. Bei flottem Geschäft wurde der ganze Auftrieb verkauft.
Schweinemarkt in Buhbach.
* Butzbach, 3. Nov. Der heutige Schweine-- markt war mit 156 Ferkeln beschickt. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 26 bis 33 RM., 6 bis 8 Wochen alte 34 bis 42, 8 bis 12 Wochen alte 43 bis 55, über 12 Wochen alte 55 bis 65 RM. das Stück. Bei flottem Handel wurde der Markt geräumt.
Hauptjchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lauge. Stellvertreter des Hauptschrtflleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuttleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumichetn.
Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsbruckerei R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Zng. Erich Hamann: Anzeig-nleiter: Hans Beck.
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bei den schweren Kämpfen vor Stalingrad, im blühenden Alter von 19% Jahren, den Heldentod fand. Mit voller Begeisterung war er Soldat und gab das Höchste, sein Leben, für seinen geliebten Führer und sein Vaterland. Er war unser aller Sonnenschein und Stolz und wird in unseren Herzen weiterleben.
In tiefer Trauer: Chr. Ranft, Weißbindermeister I. R.
Familie Ludwig Dörr; Familie Heinrich Ranft Familie Konrad Rock; Familie Wilhelm Wallon.
Allendorf a. d. Lumda, Treis, Salzböden, im November 1942.
Die Gedächtnisfeier findet am 15. November, 15.30 Uhr,,in Allendorf a. d. Lumda statt.
Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren lieben Arbeitskameraden. Betriebsführer u. Gefolgschaft der Fa. Chr. Ringel Söhne, Allendorf/Lda.
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'»Jrj Mein treuer, Lebenskamerad, unser lieber Vati, mein einziger Sohn und mein Bruder, unser lieber Schwiegersohn, Schwager ui^d Onkel
Unterarzt
Pg. Dr. med. Gerhard Kaufmann Leiter der Abteilung Gesundheit und Volksschutz des Gaues Moselland
Träger des Westwall-Ehrenzeichens und des Volkspflege-Ehrenzeichens 8. Stufe gab bei Rschew sein Leben für Führer und Großdeutschland. Erlebt in seinen Söhnen fort Geboren 18. 11. 1909 — gefallen 2. 10. 1942.
In stolzer Trauer: Ruth Rautmann, geb. Held, mit Hans Werner, Horst und Wolfgang; Margarete Rautmann, geb. Froböse; Erika Meves, geb. Rautmann; Landgerichtsrat Held; Frida Heid, geb.Bornaglus; Rosmarie BHießen, geb. Heid; Fliegeringenieur Leon Mewes, x. 1. teei der Wehrmacht; Rolf, Dieter, Ingrid Mewes; Oberarzt Dr. Hans Brunßen,z.Z.bel der Wehrmacht
Koblenz (Mainzer Str. 135), Braunschweig, Schandelah, Gießen, Oktober 1942.
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