Hans Thyriot.
Die Ausstellung wurde am
haft und anschaulich verdeutlicht.
Morgenfeier im Theater: Neue Tänze
am mit
Das nung Kazue kannt. wurde
Sonntagoormittag einführenden An»
Oberhessischer Kunstverein
Kollektiv-Ausstellung Hellmuth Mueller-Leutert.
Fingerspitze seine Augenbrauen nachzog, eitel wie ein Pfau und ebenso überzeugt von seiner Unwiderstehlichkeit. Er lächelte sich selbst zu.
Alles spielte sich in wenigen Sekunden ab. Was in diesem Sekundenbruchteil in mir selbst vorging, kann ich nur sehr schwer und vielleicht nur undeutlich erklären. Am wenigsten war es der Gedanke, daß es ein heimlicher Mord sei, der mich etwa hinderte, die Pistole hochzureißen und Gonzales eine Kugel in den Schädel zu jagen. Vielmehr war es eine grenzenlose Ernüchterung, die sein Anblick in mir bewirkte. Es war, als hätte mich ein blitzartig wirkendes Medikament plötzlich aus einem Fieber — oder Rauschzustand gerissen —"
Brackmanns Hände fuhren tastend durch die Luft. Er sah Karen und Forester ein wenig verwirrt an, als zweifle er daran, daß es ihm gelingen werde, die richtigen Bilder und Worte auszufinden.
„Er saß da in seinem Wagen vor mir, elegant und, fast möchte ich sagen, aufgedonnert wie eine Dirne. Und dabei hatte ich'das Gefühl, er würde immer kleiner, genau so, als betrachtete ich ihn durch ein umgekehrtes Opernglas. Mein Gott, es ist so schwer zu sagen, aber versteht ihr? Jahrelang hatte ich mich in den Gedanken verstrickt, daß Gonzales kein Mensch, sondern ein Dämon und die Verkörperung des Satanischen in der Welt sei, den man vernichten müsse, so wie früher die Ritter auszogen, um Drachen zu töten.
Ohne Maßstab für die Wirklichkeit hatte ich mich in den Jahren der Gefangenschaft in Vorstellungen von dieser Endabrechnung hineingesteigert, tue auch die Gestalten von Gonzales und der Perano ms Uebermenschliche und Gigantische hatten wachsen lassen. Diese verzerrten und überhitzten Bilder platzten in dem Augenblick, in dem ich Gonzales vor mir sah, wie Seifenblasen auseinander. Ich kam mir plötzlich so furchtbar töricht vor, und Gonzales erschien mir in seiner Eitelkeit so unsagbar lächerlich, daß ich das Gefühl hatte, jahrelang in einem Wahnsinnszustand gelebt zu haben.
Und in die Wirklichkeit zuvuckgerchen, erkannte ich.
Programm gab einen erfreulichen fleißigen Arbeit der Tanzgruppe einige neue Kräfte heraus. Aus Trio von Grieg erwiesen sich die
Hellmuth Mueller-Leutert zeigt in deck Räumen des Oberhefsischen Kun st verein s eine Ausstellung neuerer Oelgemälde, Aquarelle, Graphik und Plastik. Das Bild dieser Ausstellung im Ganzen ist Aufriß und Querschnitt zugleich-, es erweist die Breite wie die Tiefe einer künstlerischen Produktion, die zu betrachten der vor wenigen Wochen begangene 50. Geburtstag des Künstlers den willkommenen äußeren Anlaß bot: man erhält hier eine Vorstellung von der Entwicklung, die Mueller-Leutert in den letzten Jahren und Jahrzehnten durchlaufen hat — wovon man sich durch die reizvolle und aufschlußreiche Vergleichung älterer und jüngster Bilder überzeugen kann — wie von der Vielfalt künstlerischer Ausdrucksmitteln und Aussageformen, die ihm zu Gebote stehen.
Die Plastik ist in diesem Zusammenhänge zwar nur durch die strenge und großlinig geformte, repräsentative Führerbüste aus der Universität vertreten, aber das Gesamtbild erfährt schon von hier aus einen entschiedenen Akzent und eine kennzeichnende Bereicherung. Die Malerei dominiert und innerhalb der Malerei das Oelbild; was ihre Gegenstände betrifft, so gibt die Ausstellung, mit Geschick und Geschmack ausgewählt und angeordnet, einen Eindruck von den wichtigsten Motivkreisen: Landschaft, Porträt, Stilleben; nur die figürliche Komposition großen Stiles ist hier nicht vertreten. Ueberblickt man das Ganze, so wird man zunächst die ruhige Gegenständlichkeit wahrnehmen, das vorwiegend sachlich empfundene Abbild der Welt, das sich hier in Formen und Farben spiegelt; man wird, darüber hinaus, aber an diesen Bildern — wir nennen als Beispiele etwa „Die Wolke", „Vorfrühling an der Lahn", „Apfelernte", „Stilleben mit blauer Vase" — verfolgen können, was über die schlichte Wiedergabe der Natur hinausweist; was, grundsätzlich gesprochen, das Gemälde von der Photographie unterscheidet: die Phantasie oder, nach einem berühmten Wort, das künstlerische Temperament, dprch das jeweils ein Stück Natur gesehen und dargestellt wurde.
ruhiger, neutraler Hintergrund stellungen gewinnen ließe.
und stellte auch dem einleitenden „Erdgeister" aus tänzerisch inter
japanische Informationsbüro gab die Ernen- des früheren japanischen Finanzministers Aoki zum ersten Großostasienminister be- Der bisherige Vizeaußenminister Pamamoto _____Vizeminister des neuen Ministeriums. Aoki wies darauf hin, daß einer der Gründe zur Bildung des Ministeriums die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen der Regierung und dem Oberkommando der japanischen Wehrmacht gewesen sei.
Die dritte Morgenveranstaltung am Sonntagvormittag brachte eine Folge neuer Tänze, einstudiert und choreographisch geleitet von der Ballettmeisterin Inge Berg, am Flügel begleitet von Elfriede Fischer und Carl Willy Hahn. Das Eindruck von der
Die dem Gesamtwerke eines einheimischen Künstlers gewidmete Ausstellung mag ein verheißungsvoller Auftakt zu neuer Arbeit sein, mit der der Kunstverein seine schönen Räume ihrer ursprünglichen Bestimmung wieder zuführt. Besonders begrüßenswert wäre es, wenn sich, mit geringen Mitteln, durch Ueberstreichung der Rupfenwände ein ' für künftige Aus
sehr beachtenswerten Stand des Volkskunstschaffens in allen Kreisen der bekufstätiaen Schichten.
Ein kleines Orchester der Luftwaffe leitete die abwechslungsreiche Vortragsfolge stimmungsvoll ein und erfreute im weiteren Verlaufe der beiden Unterhaltungsstunden doch mit einigen musikalischen Darbietungen. Unteroffizier T h u r n i e r wirkte als guter und einfallsreicher Ansager, dessen Späße starke Lachsalven auslösten. Als Sänger erfreute Obergefreiter König mit einigen Liedern, die mit schönen stimmlichen Mitteln geboten wurden. Frl. Nicolaus von der Betriebsgemeinschaft der Bezirkssparkasse und Frl. Vomend aus Friedberg leisteten mit ihren schön gesungenen Liedern ebenfalls erfreuliche Beiträge zu der guten Unterhaltung. Die Tanzgruppe der Didier-Werke, Mainzlar, und die Volkstanzgruppe von Mainzlar brachten Volkstänze und Ballgymnastik, die von fleißiger Lernarbeit Zeugnis ablegten. Aax Büttner von der Betriebsgemeinschaft Druckerei Christ wartete mit einer Reihe unterhaltsamer Zauberkünste auf, die viel Spaß machten. Der kleine Schüler Gerhard L i l l e r aus Gambach erwies sich als ausgezeichneter Lylophonsolist und als Pfeiskünstler, der auf den Fingern virtuos zu pfeifen versteht. Als Akkordeonsolisten erfreuten Unteroffizier Witt und Flieger Baßler mit schönen Darbietungen. Die oberhessische Mundart brachte August Hammel von der Betriebsgemeinschaft Stempel-Kreuter mit einigen hübschen Schnurren zur Geltung. Frl. Schmidt von der Betriebsgemeinschaft Opel, Friedberg, erwies sich als ausgezeichnete Tänzerin. Die Tanzgruppe der Bezirkssparkasse Gießen zeigte in reizenden Gemeinschaftstänzen ebenfalls ihr gutes Können.
Sämtliche Darbietungen wurden verdientermaßen mit reichem Betfall aufgenommen und damit den Mitwirkenden sowie der NSG. „Kraft durch Freude" der Dank der vielen Besucher für die beiden schönen Stunden zum Ausdruck gebracht.
*
** Ein Siebzigjähriger. Der Sozialversicherungsbeamte i. R. Karl August Spitz, Hamm- straße 19 wohnhaft, vollendet am morgigen Dienstag, 3. November, sein .70. Lebensjahr. Der Jubilar ist durch seine mehr als 40jährige Tätigkeit bei der Ortskrankenkasse Gießen in weiteren Kreisen bekannt aeworden. Auch wir bringen ihm unsere herzlichen Wünsche zum Geburtstäg und für einen schön- nen Lebensabend dar.
Verdunkelungszelk:
2. November von 17.52 bis 6.51 Uhr.
undzwanzig Jahre älter als Malte war. Er lächelte Karen zu. y2Iber er konnte sie nicht mehr täuschen. e Der winzige Augenblick, in dem er seine Haltung 1 außer acht gelassen hatte, genügte, um Karen er» kennen zu lassen, daß seine Tapferkeit und sein Lächeln Masken waren, hinter denen er tiefste Mutlosigkeit und Enttäuschung verbarg. Er war fertig, und seine Widerstandskraft war gebrochen.
„Malte!"
Forester wandte sich ab und starrte in den glühenden Tag hinaus. Er wollte es nicht sehen, wie sie sich dem anderen in die Arme warf. Santacilla zögerte sekundenlana, die Tür zu öffnen und die Aufseher hereinzurufen, die Brackmann zurückführen sollten. Brackmann streichelte behutsam Karens Schultern —
„Die Geschichte sieht ziemlich böse aus", sagte er leise und führte sie sanft in ihren Stuhl zurück, „aber noch liegt kein Grund vor, den Kopf hängen zu lassen —"
„Du sollst den Mut nicht verlieren, Malte, du!"
Santacilla räusperte sich scharf und öffnete die Tür. „Senor Brackmann —"
Forester trat ins Zimmer zurück. Er streckte Brackmann die Hand hin. „Was in meinen Kräften steht —", murmelte er.
Brackmann drückte ihm die Hand: „Ich danke Ihnen, Doktor!" sagte er herzlich und leise fügte er hinzu: „Bringen Sie Karen nach Buena Esperanza zurück, das sind keine Geschichten für eine Frau."
Forester nickte, aber er hob gleichzeitig die Schultern, als ob er sich alles andere zutraue als gerade die Erfüllung dieses Wunsches. Brackmann drehte sich kurz um und verließ das Zimmer. Die Aufseher nahmen ihn draußen in Empfang. Santacilla schloß geräuschlos die Tür und kehrte zu seinem Schreibtisch zurück. Er ließ ein paar Minuten verstreichen, die er damit ausfüllte, sich geschäftig Notizen zu machen. Forester und Karen beobachteten ihn schweigend.
(Fortsetzung folgt)
bei starkem Besuch mit einer , , spräche von Professor Dr. Meyer-Barkhau- s e n eröffnet, der zunächst an den 50. Geburtstag des Künstlers als den eigentlichen Anlaß der Ausstellung erinnerte und darauf hinwies, daß hier im wesentlichen das Werk des Landschafters mit Bildern aus den Jahren 1939 bis 1942 gezeigt werde. Als charakteristische Merkmale von Mueller-Leuterts Landschaftsdarstellung bezeichnete Professor Meyer- Barkhausen eine dem Monumentalen' zustrebende kraftvolle Komposition, ausgeprägtes Raumgefühl und ein höchst differenziertes Farbempfinden; dies wurde in der Erläuterung einzelner Werke beifpiel-
daß ich jetzt nie dazu fähig fein würde, die tödliche Abrechnung, die ich mir vorgenommen hatte, tatsächlich zu vollziehen."
Brackmann schwieg.
„Das ist doch alles so klar wie die Sonne!" ries Forester laut.
Karen sah Santacilla an, als wolle sie die geheimsten Gedanken hinter seiner Stirn ergründen, aber sein Gesicht war undurchdringlich.
„Was geschah dann weiter?" fragte er kurz.
Brackmann befeuchtete fid) die Lippen: „Eigentlich nichts mehr. Der Diener erschien wieder und brachte Gonzales die Taschenlampe. Er gab Gas, stieß rückwärts auf die Straße, wendete kurz und fuhr, ohne daß die Scheinwerfer seines Wagens mich trafen, in der Richtung des Korsos davon. Ich konnte mein Versteck verlassen. Leider benutzte ich bei meiner Rückkehr ins Hotel den Hofeingang, sonst könnte der Padrone bezeugen, daß ich noch vor elf Uhr mein Zimmer aufgesucht habe."
Santacilla bog das Nickellineal zusammen und ließ es zurückschnellen.
„Ja, das ist wirklich bedauerlich", sagte er mit dünnen Stimme.
„Mein Gott, genügt Ihnen Brackmanns Aussage denn nicht?" rief Karen aufspringend. Ihre Augen blitzten zornig. Santacilla hob die Schultern em wenig. __ , ,f
„Ich fürchte leider", sagte er mit einem Tonfall, als bäte er Karen, feine Haltung und Meinung als neutral anzusehen, „daß Brackmanns Darstellung nicht überall auf soviel Einsicht stoßen wird wie bei Ihnen, Senorita Orgassa." »
Er wandte sich an Brackmann: ,Haben eie Ihren Freunden oder mir sonst noch etwas mitzuteilen.
Brackmann schüttelte den Kopf.
Dann —", sagte Santacilla und ging langsam zur Tür. Brackmann erhob sich. Er stemmte sich mfc ben Armen hoch, als wäre er nicht mehr elastisch genug, um sich ohne diese Unterstützung auszurichten. Es war die Bewegung eines alten Mannes. So mochte sich vielleicht Jens Orgassa erheben, der fünf«
dramatischer Fülle und Leuchtkraft steigert. Don den Bildnissen haben wir das Damenporträt in Blau und Gelb seinerzeit eingehend betrachtet; ihm stehen hier zur Seite das in sparsamen Tonwerten prachtvoll ausgewogene Bildnis der Malerin Lotte Bingmann-Droese und das neue Selbstbildnis mit dem ganzen Zauber der subjektiven Wesensspiege- lang. Die benachbarten „Fischerboote in blauer See", in deren intensiver Farbigkeit ein Aroma von Salzwasser und Meerwind sich mitteilt, mögen stilistisch zu den Aquarellen überleiten; in ihnen empfindet man den hohen improvisatorischen Reiz der Wasserfarbenmalerei, das Lockere, Fließende, Andeutende dieser Technik, am zartesten in der farblichen Delikatesse der Landschaften „Am Knüll und „Im Hafen". Eine von Mueller-Leutert kultivierte graphische Spezialität ist die Rohrfederzeichnung; auch hiervon bringt die Ausstellung Proben. In diesen stilistisch übrigens sehr variablen Blättern korrespondieren lineare Klarheit und kühle Präzision mit überraschend malerischen Wirkungen und einer durch großflächige Aussparung erzielten Plastik und Raumtiefe. Thematisch paraphrasiert die Gruppe ein Hauptmotiv des malerischen Werkes. —
Aus -er Stadl Gießen.
Stiller November.
Wenn der November ins Land zieht, dann ist es endgültig aus mit dem farbigen Spiel, das uns der Sommer zum Abschied bescherte. Nichts bleibt mehr von der Leuchtkraft, die noch der Oktober in den Bäumen zu entfachen wußte, nichts mehr von den letzten zarten Kindern der Flora in den Gärten. Der November tilgt alles, was etwa noch sichtbar war vom Wirken des vergangenen Sommers. In den Straßen und Anlagen tritt der Fuß auf nasse Blätter, düstere Monotonie scheint in dem kahlen Strauchwerk zu wohnen, und auf den Wegen, die noch vor wenigen Wochen von vielen Spaziergängern belebt waren, ist es still und einsam.
Man kann nicht sagen, daß sich der November besonderer Sympathie erfreut. Die Begleitumstände seines Regiments sind vielmehr unerfreulich für alle, die die Wärme und den lebenspendenden Sonnenschein lieben. Aber es läU sich nicht von der Hand weisen, daß auch er eine wichtige Mission zu erfüllen hat. Wenn er mit Nebel und Kälte die letzten Erinnerungen an den Sommer auslöscht und mit Sturm und Regengüssen alles Morsche hinwegfegt, bann wirkt er als Vollstrecker eines ehernen Naturgesetzes. Stirb und Werde ist der Sinn dieses Naturgesetzes. Alles, was vergänglich ist, muß in den Staub sinken, wenn es schöner wiedererstehen soll. Darum ist ein Frühling auch nur möglich, wenn ein November und ein Winter vorangegangen sind. Wer daran denkt, verübelt es dem stillen und nebligen Monat nicht, daß er seine Aufgabe ernst nimmt. Ohne schwindendes Tageslicht keine steigende Sonne, ohne melancholisches Hinwelken kein beglückendes Blütenwunder. H. W. Sch.
Zwei Stunden Volkskunst.
genommen werden Kinder von Gefallenen oder deren Väter als Hoheitsträger der Partei, Beamte oder Wehrmachtangehörige in den neu gewonnenen Gebieten eingesetzt sind oder ihren Wohnsitz öfters wechseln müssen, Kinder, deren Eltern sich im Aus- lanbe aufhalten und Kinder aus Orten, in denen Erziehungseinrichtungen fehlen. Die staatlichen Deutschen Heimschulen wollen durch einheitliche Führung und Ausrichtung ihrer Erziehungsarbeit als neue Stätten der Gemeinschaftserziehung ihren Bei- trag zur Erziehung einer neuen deutschen Jugend leisten. Nähere Auskünfte erteilt die Inspektion der Deutschen Heimschulen, Berlin-Grunewald, Königs- allee 11a.
Schulhelfer.
Der Reichserziehungsminister gibt bekannt, daß Schulhelfer-Vorbereitungslehrgänge im Herbst und Anfang des nächsten Jahres in Dortmund, Frankfurt a. d. O-, München-Pasing, Würzburg, Bayreuth, Güstrow, Elbing, Darmstadt, Schloß Tandalier und Innsbruck vorgesehen sind. Abschlußlehrgänge finden in Hirschberg, Lauenburg, Bayreuth, München-Pasing und Metz statt.
Kleine politische Nachrichten.
SA.-Gruppenführer Robert Scharm ann wurde mit der kommissarischen Führung des Amtes für körperliche Erziehung im Reichsministerium für Wissenfchaft, Erziehung und Volksbildung beauftragt. Ähormann trat bereits im Jahre 1922 in die NSDAP, und die SA. ein. Am Aufbau des Wehrsportes und der Leibeserziehung in der SA. bat er entscheidenden Anteil. Schormann steht als Oberleutnant an der Ostfront.
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Reichsjugendführer 21 r mann traf in Düsseldorf ein, wo er den bei den Luftangriffen auf die Zivilbevölkerung bewährten Einheiten der Hitler-Jugend einen Befuch abftattete. Einsatzübungen der Feuer- wehr-Hitler-Jugend zeigten den hohen Stand der technischen und körperlichen Leistungsfähigkeit dieser Sondereinheit. Mädel des Gesundheitsdienstes der HI. berichteten über ihre Hilfeleistungen in den Angriffsnächten, während die HJ.-Feldschere aus Düsseldorf Proben ihrer Ausbildung gaben.
Der Führer hat innerhalb der Presseabteilung der Reichsregierung im Reichsministerium für Dolksaufklärung und Propaganda^den Ministerialdirigenten Hans Fritzsche zum Ministerialdirektor ernannt.
«
Der Führer hat dem kartographisch-wissenschaftlichen Leiter der Geographischen Anstalt Justus Perthes in Gotha, Prof. Dr. Hermann Haack, aus Anlaß der Vollendung seines 70. Lebensjahres in Anerkennung seiner Verdienste um die wissenschaftliche deutsche Kartographie die Goethe- Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.
Die NSG. „Kraft durch Freude" vermittelte gestrigen Sonntagvormittag im Gloria-Palast der zur Kulturwoche der NSDAP. Kreis Wetterau nachgeholten Volkskunstveranstaltung „Schaffende erfreuen Schaffende" den Besuchern zwei schöne unterhaltsame Stunden. Dabei wurde ausschließlich das Laienkünstlertum herausgestellt und hierdurch ein Einblick gegeben in die verschiedenartige schöne Freizeitgestaltung werktätig schaffender Menschen. Das Ergebnis der vielseitigen Darbietungen ist als erfreulich zu bezeichnen, denn es offenbarte einen
Man wird überhaupt allen Wesensmerkmalen begegnen, die Mueller-Leuterts künstlerischer Persönlichkeit das Gesicht geben, und die wir kürzlich (Septembernummer unserer „Heimat im Bild") an einer Reihe typischer Beispiele zu verdeutlichen versucht haben; in den Landschaften aus der Bretagne, der Schwarzlach — das Motiv klingt in den „Burgen an der Lahn" wieder an — im Blumenstück und in dem Damenbildnis mit Hut —: der schon erwähnten Sachlichkeit verbindet sich die unpathetisch-männliche, jeder Spekulation auf eine Überrumpelung des Gefühls abholde Haltung und Handschrift; dem sehr eindringlich sich äußernden Raumgefühl (das auf anderer Ebene in der Plastik seine Formung gewinnt) entspricht ein Farbempfinden, das sich im Laufe der Jahre ungemein geläutert und verfeinert hat. Es kommt dabei weniger auf den Reichtum, die breite koloristische Skala der Palette an als auf die Nuancierung, Lockerung und Lichtung der einzelnen Tonwerte an sich und im Zusammenklang des Bildganzen. Wir haben in der „Heimat im Bild" schon zu zeigen versucht, welche beglückende Wirkung vom Erlebnis der französischen Landschaft mit ihrem eigentümlichen Licht, ihren spezifischen Farben und Formen auf die hier vorliegende Entwicklung ausgegangen ist. Davon mögen, neben schon erwähnten und ftüher besprochenen, eine Reihe neuer Bilder zeugen: „Straße in Laval", „Brücke über die Mayenne", „Partie im Park" und „Abend in der Bretagne". Dieser „Abend" scheint uns eines der feinsten und aufschlußreichsten Bilder der ganzen Ausstellung zu sein; man vergleiche damit etwa den viel früheren „Blick vom Balkon" und man mag erkennen, wieviel lockerer und duftiger, wieviel weicher und atmosphärisch reicher Mueller-Leuterts Malerei in den letzten Jahren geworden ist.
Das Seestück, ein Lieblingsmotiv, zeigt in mancherlei Beispielen die breite Spanne der Ausdrucksmöglichkeiten — etwa von der großartig vereinfachten, fast stilisierten „Wolke" bis zu den neuen Atlantik- und Kanalküstenbildern, in denen sich eine früher oft verhaltene oder spröde Farbgebung zu
Groteske gewendet, tanzten Jolande von Rohden, Hannelore Need und Barbara Stilkerich. Vor einer Spielzeugstadt (Dekorationen: Karl Löffler) entwickelte sich Dvoraks böhmische Volksweise im pantomimisch geführten Sextett zu einer heiteren, lebhaft rhythichsierten Tanzszene. „So tanzt man in Wien", eine Walzerfolqe von Strauß, versammelte zum Schluß noch einmal die Gruppe mit den Damen K r ö ck und Hamburg zu einer anmutigen Biedermeier-Suite. — Elfriede Fischer und C. W. Hahn bewährten sich als verläßlich begleitende Stützen des Ensembles und belebten die Vortragsfolge pianistisch mit Chopins ^-äur-Polo- naife und den „Libellen" von Schubert. — Die große Tanzgemeinde spendete vielen Beifall und 1 Blumensträuße. Hans Thyriot.
der „Peer-Gynt"-Suite als das „ . , essanteste Stück; hier versuchte die diszipliniert zu- sammengefaßte Gruppe mit Katja K r ö ck und Leonore H u m b u r g etwas vom flackrig Elementarischen in der Bewegung wiederzugeben, während nach dem gefühlvollen Frühlingsidyll der „Baum" in der dämmrigen Beleuchtung nicht besonders ergiebig wirkte. Inge Berg und Katja Kröck zeigten im „Pas de deux“ (Chopin) ein sauber zusammengehendes, technisch korrekt behandeltes Duett im alten Stil auf Spitze. Jolande von Rohden tanzte locker und grazil den „Kleinen Walzer" von Schumann. Katja Kröck, die zu den talentiertesten und ehrgeizigsten Mitgliedern der Gruppe gehört, bewies tänzerisches Temperament und eine an das Motiv hingeaebene rhythmische Phantasie in der „Illusion". Leonore H u m b ur g brachte einen farbig und volkstümlich akzentuierten italienischen Tanz „Vor der Schenke". Ein luftiges, ein wenig skurriles Scherzo in Rot: der Schubertsche „Puck", mit dem Inge Berg einen augenfälligen Publikumserfolg erzielte. Die beliebte Humoreske von Dvorak, mit einer Kabarettnuance parodistisch ins
Ein Mann rechnet ab
Roman von Horst Biemath
39. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
„Ich mache Sie darauf aufmerksam, daß Ihre Aussagen gegen Sie verwandt werden können", murmelte Santacilla. Es war die übliche Formel, und es hörte sich an, als verwünsche Santacilla sie aus tiefstem Herzensgrund.
„Ich habe Don Santacilla erzählt, daß ich kurz vor zehn Uhr abends in die Calle Stella embog, um mir das Haus von Gonzales anzusehen. Das Tor war verschlossen; während ich es aufzudrucken versuchte, ging plötzlich im Haus eine lur, unö ich verbarg mich hinter der rechten Sau e. Ich horte die Stimme von Gonzales. Er sprach mit einem Diener. Was er sagte, konnte ich nicht verstehen. Dann blitzten die Scheinwerfer eines Wagens aus, und während der Motor ansprang, lief der Diener auf das Tor zu und öffnete beide Flügel.
Ich drückte mich so eng wie möglich in den Schatten. Der Diener, ein Neger übrigens, bemerkte mich nicht. Gonzales fuhr den Wagen rückwärts auf die Straße. Zwischen den Torsäulen hielt er an. ,Jch habe meine Taschenlampe vergessen!, rief er dem Neger zu, der daraufhin ins Haus zuruckeitte. Es dauerte höchstens eine Minute, bis er zuruck- kehrte. In dieser Minute zündete Gonzales sich eine Zigarette an. Ich sah sein Profil ganz deutlich vor mir. Er war keine drei Meter von mir entfernt —
Brackmann zögerte sekundenlang: „Ich wußte, daß ich nie eine bessere Gelegenheit finden wurde, meinen Vorsatz auszuführen. Meine Hand tastete nach der Pistole, um sie geräuschlos zu entsichern. In diesem Augenblick beugte sich Gonzales vor und schattete das Deckenlicht ein. Ich wußte im ersten Augenblick nicht, warum er es tat, und dann sah ich, daß er den Rückspiegel zurechtrückte, den Mtttel- fmger mit der Zunge anfeuchtete und mit der nassen
Die Proteste der Schweiz und der französischen Regierung gegen die Ueberfliegung schweizerischen bzw. französischen Gebietes durch britische Flugzeuge find bisher unbeantwortet geblieben.
Der USA.-Außenminister Hüll empfing nach einer Meldung aus Washington, eine Rabbiner- Delegation, die ihn am 25. Jahrestag der Balfour- Deklaration an die Erfüllung der den Juden damals hinsichtlich Palästinas gemachten Versprechungen erinnerte. Hüll erklärte, er unterstütze das jüdische Verlangen nach einem „Nationalstaat der Juden" in Palästina.
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Der nordamerikanische Ratgeber in Tschungking, Owen ßattimore, ist zum Leiter des pazifischen Büros des USA.-Kriegsinformationsdienstes in San Franzisko ernannt worden.
Einer der drei Kandidaten für ben Posten des Rektors der Edinburgher Universität, D. C. C. Noung befindet sich im Gefängnis, weil er als Barsche oder der Schottischen Nationalen Partei sich weigerte, für England Heeresdienst zu leisten.
In K i schinew fand die Eröffnung der Ausstellung „Befreites Bessarabien" statt, an der König Michael !., Königin-Mutter Helene, Staatsführer Marschall Antonescu, die Regierung, das Diplomatische Korps sowie zahlreiche Journalisten teil- nahmen. '


