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bwiater« ist 1-5. fuhr fast er. Die liefern n. Daria Roten ASD.' isgefamf eben der er »

Ergebiwi 1 Prozent )er Wehl- Polizei 5i 302 M erfolgreich' und zm Nationalen ielttrieges, Wo WÜT* zu finden, dem auch r nicht zu lchgemachi :raßen- on 22 auf erdoppelk iziale Tat- älkes öut tstellungen lÄhastm auch bei

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eiomes wurde in einer Tiefe von rund zehn Kuo- «tier auf das ftrengste verdunkelt, um

liht von der Stelle. Meine Gedanken liefen IM Ms. Die Nebel, in denen ich tappte, wurden nur 1». fo zäher und undurchdringlicher, ze langer icy darin bewegte." _ . r.

örgaffa liefe die Arme sinken. Karen ftarr^ stumm fu Loden. Etwas von der schweren Bitternis stvand aus chrem Herzen. Ähr Vater war nrcht |iii von der Schuld, Maltes Sache schlecht geführt

e stamme oiesen noch lsionen orl >en wo^ »eiter, W Mkeit» prach. Tuch ardert vf' den W Muellen

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Ein Mann rechnet ab

Roman von Horst Biemath

13.Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

I Und als dann ungefähr ein Jahr nach -JM^es Lourtellung die Gelbfieberepidemie .ausbrach der euch Margareta zum Opfer fiel mein Gott, wun- bert es dich, daß ich über diesem Schmerz Malte

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Jch°Lill mich nicht entschuldigen und ich will Wich nicht bester machen, als ich bm. Spater tauchte sil Tedanke an Malt- und fein furchtbares Schr-lsal ofl genug in mir auf; ich faßte auch immer von («an den Vorsatz, seine Sache weiter zu cer= Men und mich für ihn -inzusetzen, aber 'ch bunte beim besten Willen nichts Entscheidendes

itn aller Krieaswinter voll erfüllt zu haben.

das soll zugleich aber auch ein Ansporn für los n.eue K r i e g s - W i n t e r h i l f s w e r k fein. Vir wollen uns wieder einmal alle überbieten in viferer Gebefreudigkeit und vor allem der Front leiden, daß die Heimat in diesem Kampf um die Mtenz unseres Volkes auch stets ihren Teil zu feisten bereit ist. Besonders bemerkenswert aber ist ^Beteiligung unserer Front an den Dpfern für das Kriegs-Winterhilfswerk. Unsere Sol­lten draußen haben daran und an seinen Ovfern nit einer Begeisterung teilgenommen, die auf das ieffte erareift. Können wir nicht alle glücklich fein in dem Gedanken, einem so tapferen und opfer- | Breiten Volke anzugebören? An der Front steht es f in Waffen bereit, den Ansturm unserer Feinde abzu-- Loebren. In der Heimat steht es vereint im SoiiaUs- i ms, um der Front den Rücken zu stärken. (Anhal- > lenber lebhafter Beifall hat auch die letzten Aus­führungen des Ministers begleitet)

Busua Esperanza geriet Maltes Geschichte in krzessenheit. Gonzales verschwand für immer aus meinem Gesichtskreis. Unsere Tätigkeitsfelder be» «ühiten sich nirgend. Ich habe ihn nie wieder ge- »tfchen. Von der Perano hörte ich zuweilen, wenn *« jungen Leute sich von ihren Abenteuern ,m El erzählten. Ich war einmal dort. 2lmerifa- Mlihe Vergnügungsreisende erfüllten das Lokal mit Hein betrunkenen Lärm. Die Perano trat nicht auf. I ®o waren noch Spuren, denen ich hattenach- teen können? Wie sollte mir nach Jahresfrist d°; gelingen, was mir nicht gelungen war, als ich icf) mit frischen Kräften und Gedanken an Ine &itng des Rätsels heranging? Ich kam einfach

l 236 M.I Gewicht fallenden Zahl erkennbar, welche gewaltige hralsm 'Leiwillige Leistung die unzähligen Helfer rmen ntiil,jn& Helferinnen dieser größten Sozialorganisation onen Dkl M Welt vollbrachten. Sie rekrutieren sich aus der n Wf bk riefigen Zahl der NSV.-Mitglieder, die heute schon ~ - 16,5 Millionen beträgt. Das bedeutet, daß fast

ebt zweite Erwerbsperfon im Reich aktives Mit- qlitb dieses aroßartigen Hilfswerkes ist. Der Führer not dieses Werk einmal als eine stolze Herzens- ^elegenheit für uns bezeichnet. Die heute mitge- :eiÜen Zahlen zeigen, daß die Heimat sich dieser Anerkennung des Führers würdig erwiesen und nick) im vergangenen Jahr seinen Ruf in einem noch lüft dagewesenen Ausmaß Folge geleistet hat. Sie !onn das Bewußtsein haben, ihre Pflicht im schwer-

iatben hätten beispielsweise zwei Jahreszah- . langen des Voungplanes entsprochen, den uns unsere Feinde anfoktroyieren wollten. Statt Re­parationszahlungen zu leisten, haben wir ein loyales Hitfswerk von monumentalen Aus­maßen aufgebaut. Von unseren Spenden leben letzt nicht mehr amerikanische jüdische Vankiers, fonbern unser eigenes Volk. Das gesamte Auf- fommen unserer Winterhilfswerke seit 1933 hat in diesem Jahre die fünfte Milliarde «eit überschritten und beträgt 5296 Mil­lionen. (Lebhafter anhaltender Beifall.)

Fast zwei Drittel des Gesamtaufkommens im Lb-Aen Kriegswinter, und zwar 751 Mill. RM., i sind dem Hilfswerk der NSV. zugeflossen, davon allein der OrganisationMutter und Kind" 7'31 Millionen. Von diesen kamen 210 Millionen fur die Beschaffung von Heimen zur Verwendung, 148 Millionen für Kindergärten, 100 Millionen für ;(hie Errichtung neuer sozialer Einrichtungen, neun Mionen für die Unterhaltung von Hilfsstellen, WW 27 Millionen für die Heilfürsorge der Kinder, acht­zehn Millionen für die Mütter- und Kindererholungs- pliege, 25 Millionen für Gemeindepflegestationen und 21 Millionen für den NS.-Reichsbund deutscher * Schwestern.

Für den allgemeinen Volksgesund- . Fuhr«, heitsdienst, insbesondere für das Tuberkulose- Uns,: hilfswerk, die Jugendzahnpflege, Rachitisbekämp- finig, die Röntgen-Reihenuntersuchungen wurden nu05 btr$|ati6 dem Aufkommen des dritten Kriegswinterhilfs- . auf V wertes 22 Millionen bereitgestellt. Für den G e - M.) sundheitsdienst der Hitler-Jugend wurden fünf Millionen, das sind 82 v. H. mehr als ... im Vorjahre, überwiesen.

. Skt« Und was ist alles mit diesem Geld geschaffen M fiit worden? Die Kindertagesstätten der NSV. haben ert be- heute nicht weniger als 1108 375 Plätze zur Be- einilfl. v rreuung von Kindern zur Verfügung. In den Hilfs- kgeb- MenMutter und Kind" wurden feit der Macht- tp,, übernähme 37 Millionen Besucher gezählt. Die t- 7 MeichszentraleStadtkinder aufs Land" konnte, um ein weiteres Beispiel zu nennen, 5 800 000 Kinder jtonlcu t jüufs Land verschicken. 2 347 000 werdende Mütter hat, fo ! und Wöhnerinnen hat die NSV. darüber hinaus lat eins Aetreut. Neben der % Milliarde für die Hilfswerke drillen ?' der NSV. sind 268 Millionen Reichsmark Wert- !e 1208 Achrine und Sachspenden an bebürftige Volksgenossen imii iff ' »erteilt worden.

... Wenn man sich bann vor Augen hält, daß die leiten Desamtunkosten dieses Kriegs-Winterhilfs- rocÜ itwsrkes nur rund 4 v. H. der Gesamtleistungen n 32V«. I getragen haben, so wird einem an dieser kaum ins

Är-unkelung am St.-Loren,-Strom. ^Stockholm, 2. Okt. (DNB. Funkspruch.) Plötz- Nch getroffene neue Sicherungsmahnahmen a m St-Lorenz-Strom haben der amerikanischen Öffentlichkeit gezeigt, daß die U-Boo^Gefahr aus )m Atlantik und an der amerikanischen Ostkuste

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N längst nicht gebannt ist, wie einige amerika- J nfche Sprecher in den letzten vierzehn Tagen be- *5 Äeten. Da- gesamt- SWufer de- St.-Lar

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einfahrenden feindlichen U-Booten keine Orientte- rungsmöglichkeit zu geben. Der kanadische Marine- i Minister erklärte, man dürfe die Lage auf dem I Ozean nicht optimistisch betrachten. Die U-Boot- Gefahr, besonders in den nöiÄlichen Gebieten des I Atlantik, fei nicht kleiner, sondern in allerletzter Zeit 1 größer geworden.

Die norbamerifanifdje Durch­dringung des Nahen Ostens.

Rom, 1.DEL (Europapreß.) Die ständig sich wie- 1 verholenden nordamerikanischen Verluste, auf Kosten : der Engländer und der Gaullisten im Nahen Osten ; Fuß zu fassen, werden von Rom aus mit größter Aufmerksamkeit verfolgt. Einen neuen Höhepunkt , dieser Versuche sieht man in der Bestellung eines eigenen nordamerikanischen Gesandten'im Irak, der am 30. September dem Regenten Abdul Jllah sein Beglaubigungsschreiben überreicht hat. Fast zur gleichen Zeit, in der Thomas Wilson vom Regenten des Irak empfangen wurde, hat auch Emir Abdullah von Transjordanien in Aman den nord- amerikanischen Generalkonsul Pinckerton empfangen. In Syrien versuchen vorläufig die Angelsachsen die Gaullisten auszuschalten. In Rom rechnet man damit, daß über kurz ober lang auch in Syrien die Engländer notgedrungen von dem auf Kosten der Franzosen gewonnenen Boden den Hauptteil an die Nordamerikaner abtreten müssen.

Die indische Widerstandsbewegung.

Tokio, 1. Okt. (Europapreß.) Die indische Wider­standsbewegung nimmt von Tag zu Tag mehr den Charakter einer wirklichen Rev olution an. Das ist der Tenor der zahlreichen Berichte, die die japa­nische Zeitung$omiuri Hotschi" aus Indien über Bangkok erreichten. Besonders beunruhigend für die britischen Behörden ist in erster Linie die zu­nehmende Verwendung geheim hergestellter Bom­ben durch die indischen Freiheitskämpfer, was auf eine planmäßige Mobilisierung der technisch ge­schulten Kräfte und chre Zusammenarbeit mit den Studenten hinweist. Durch die Bewaffnung der Inder mit Gewehren, Pistolen und Bomben nehmen die Demonstrationen- nunmehr täglich mehr den Charakter blutiger Straßenschlachten an. Weiter sind die britischen Behörden stark beunruhigt durch die gerade in den letzten Tagen immer mehr in Erscheinung tretende Gärung unter b em Mohammedanern, die bislang das Haupt­reservoir der Verstärkung des indischen Heeres bildeten. Die Mißstimmung gerade dieses Teiles der Bevölkerung gefährdet nicht nur die Verstärkung des Heeres durch Neurekrutierungen, sondern droht auch die Loyalität der Truppen zu untergraben.

Ehemaliger ägyptischer Generalstabschef verschwunden.

Ankara, 1. Okt. (Europapreß.) Der ehemalige ägyptische Generalstabschef Aziz el Masri Pascha ist seit einigen Tagen in Kairo verschwunden. Aziz el Masri Pascha wgr vor mehr als Jahresfrist bei einem Versuch, aus Aegypten zu fliehen, im Auf­trage des damaligen ägypttfchen Ministerpräsidenten Hussein Sirry Pascha verhaftet und vor ein Kriegs­gericht gestellt worden. Er war dann aber durch Nahas Pascha wieder auf freien Futz gesetzt wor­den. In Kairo nimmt man an, daß Aziz el Masri Pascha, der als ausgesprochener Gegner Großbritan­niens und des britischen Machtanspruchs in Aegyp­ten gilt, verschleppt worden ist und- sich irgendwo in britischer Gewalt befindet. Die Bemühungen der ägyptischen Polizei, den Verschwundenen aufju- finden, waren bisher ergebnislos.

Kleine poliüsche Nachrichten.

Die von dem verewigten Reichspräsidenten von Hindenburg anläßlich seines 80. Geburtstages er­richtete StiftungHindenburg-Spende schüttete am 2. Oktober, dem Geburtstag Hinden­burgs, in gewohnter Weise wiederum 418 500 RM. zugunsten von Kriegsbeschädigten und Kriegerhin­terbliebenen des ersten Weltkrieges aus. Die Be­träge wurden durchweg in Zuwendungen von je 150 RM. gegeben.

Der Führer hat dem spanischen Staatschef Gene­ralissimus Franco zumTag des Caudillo" mit einem in herzlichen Worten gehaltenen Telegramm feine Glückwünsche übermittelt In Madrid wurde ein feierliches Tedeum in der Kirche von San Francisco el Grande abgehalten. Der Staatschef hat im Nationalpalast die Spitzen von Staat und Partei mit dem Diplomatischen Korps empfangen.

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DerSpanische Staatsanzeiger" veröffentlicht ein Dekret, durch das Divisionsgeneral Rafael Garcia

L a l i no zum Generalstabschef des Heeres ernannt wird. Der heute 43jährige General zeichnete sich besonders bei der Eroberung Der Provinzen Bis- caya, Santander, Asturien sowie bei der Durch­brechung desEisernen Gürtels" von Bilbao und bei der Durchbruchsschlacht südwestlich des Ebro aus.

Auf dem gemeinsamen deutsch-finnischen Helden- friedhof in Salla wurden die Gräber der vor Salla Gefallenen eingesegnet. Der Befehlshaber der deutschen Truppen in Finnland, Generaloberst Dietl, legte einen Shrand nieder und hielt eine kurze ein­drucksvolle Ansprache an die finnischen Soldaten. Dberpräfihent Hililae brachte den Dank Finnlands für die Rückeroberung Sallas durch die deutschen Truppen zum Ausdruck.

Präsident Roosevelt ist nach einer zweiwöchigen Inspektionsreise wieder nach Washington zurückge- kehrt. Die Reise hat den Präsidenten durch den Mittleren Westen nach der Pazifikküste und zurück durch die Südstaaten geführt, wobei er Standorte der Wehrmacht und kriegswichtige ^Betriebe besuchte.

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Einer der bekanntesten Flieger Englands, Oberst- leutant Stainforth, ist im Nahen Orient als Chef einer Nachtjägerdioision gefallen. Mit 43 Jah­ren war er der älteste Pilot der englischen Luft­waffe in Aegypten. 1931 stellte Stainforth einen neuen Weltrekord auf, als er 455 Kilometer in der Stunde flog und den Schneider-Pokal gewann.

Das Jtirterfreui für Admiral Fricke.

Berlin, 1. Okt. (DNB.) Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegs­marine dem Chef des Stabes der See­kriegsleitung, Admiral Fricke, in Anerken­nung seiner großen Verdienste um die deutsche See­kriegführung das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Admiral Fricke wurde 1889 in Berlin geboren und trat 1910 in die Kriegsmarine ein. Charakteristisch für seine Laufbahn ist neben verschiedenartigen Stellen in Stäben in erster Linie seine jahrelange Verwendung auf Torpedvbvvtverbänden, zuletzt als Führer der Torpedoboote. Seit 1936 war er Chef der Operationsabteilung, feit 7. Juni 1941 Chef des Stabes der Seekriegsleitung. Er gibt nach den Wei­sungen des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine die operativen Richtlinien und Befehle für die Füh­rung des Seekrieges. Zugleich ist er verantwortlicher Berater für alle Fragen des Einsatzes der Sep- ftreitfräfte sowie der Verwendung aller Seekampf­mittel. Er zeigt die jeweiligen Schwerpunkte der Seekriegführung, wie sie sich aus der Kriegslage, den politischen, den wirtschaftlichen und gesamt- militärischen Erfordernissen des Krieges ergeben. Admiral Fricke hat somit an den großen Erfolgen der deutschen Seekriegfiihrung in hohem Maße Anteil.

Das Ritterkreuz für einen Oberheffen.

Berlin, 1. Okt. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Wacht­meister Sauer, Zugführer in einer Sturmgeschütz- abteilung. Konrad Sauer, am 29.1.1915 als Sohn eines Kaufmanns in Roth (Krei's Marburg an der Lahn) geboren, schoß mit seinem Sturmgeschütz wahrend der schweren Kämpfe bei Rschew innerhalb von drei Wochen 30 Panzer­kampfwagen ab und trug dadurch wesentlich zur Ab­wehr der bolschewistischen Angriffe bei. Seit März 1933 gehört Wachtmeister Sauer der. HI- an. Er war zuletzt als Fähnleinführer der Führer des Jungbanns 45 in Insterburg.

Kunst und Wisienfchast.

Professor Dr. Theodor Fahr 65 Jahre alt.

Der Ordinarius für Pathologie und pathologische Anatomie und Direktor des Pathologischen Instituts der Hansischen Universität Hamburg, Professor Dr. Theodor Fahr, vollendet am 3. Oktober sein 65. Le­bensjahr. 1877 in Pirmasens geboren, studierte er in München, Gießen, Berlin und Kiel und pro­movierte in-Gießen. Er war dann Assistent an verschiedenen Instituten in Gießen und Ham­burg: von 1906 bis 1909 war er Prosektor am Hafenkrankenhaus in Hamburg, kam dann an die Städtischen Krankenanstalten in Mannheim und ging 1913 als Prosektor und Oberarzt an das All­gemeine Krankenhaus in Hamburg-Barmbeck. 1924 wurde er Ordinarius für Pathologie an der Uni­versität Hamburg. Fahrs besonderes Interesse galt den Nierenerkrankungen. Auch die Kenntnis der Herz- und Gefäßpathologie, namentlich in Wechsel­beziehung zu den Nierenerkrankungen, hat durch Fahrs Arbeiten vielfache Bereicherung erfahren. Ferner seien seine Arbeiten über den Gelenkrheu­matismus, den Scharlach, den chronischen Alkoholis- mus, die Gehirnblutungen und Gehirnerweichungen erwähnt. _______________________

Aus der Giadi Gießen.

Besuch im Betrieb.

Der Musterbetrieb muß noch erfunden werden, dessen Angehörige nicht auch zuweilen darüber schimpfen. Kleine Verärgerungen und Meinungs­verschiedenheiten kommen ja bekanntlich selbst m den besten und friedfertigsten Familien vor wie sollte es da im Betrieb oder Geschäft anders sein! Auch der netteste Chef kann hin und wieder un­angenehm werden, schließlich ist er auch nur ein Mensch, und daß der Prokurist plötzlich wie ein Donnerwetter über die Stifte herfegt, mag zwar die gute Laune der jungen Leute vorübergehend beeinträchtigen, vielleicht hat er in diesem beson­deren Fall nicht einmal Recht, doch das läßt sich bei der Plötzlichkeit solcher Wetterstürze erstens nicht ifhmer genau nachkontrollieren und zweitens ist es dem Prokuristen, als er selbst noch Stift war, auch nicht anders ergangen.

Kurzum: in jedem Betrieb ober Werk sie mögen groß ober klein sein, das spielt dabei keine Rolle gibt es mancherlei Reibungsflächen: das liegt an den Menschen ebensosehr wie an den Din­gen, mit denen sie zu tun haben. Aber, so fragen mir gleich hinterher, hat bas etwas mit unserer Liebe zu schaffen? O nein, da möchten wir boch sehr wibersprechen! Oder kennt Ihr vielleicht einen Sol­daten auf Urlaub, der, wenn er sich daheim erst wieder einmal richtig ausgeschlafen und an Häus­lichkeit und Familie gewöhnt hat, nicht schnurstracks in feinem Betrieb zieht, um die alten Kameraden und Kameradinnen zu begrüßen? Da^ ist ein Hände­schütteln ohne Ende, ein Fragen und Antworten voller Herzlichkeit, und ein jeder ist des anderen Freund. Das Büro oder die Werkstatt (diemuffige Bude", über die man früher an schlechten Tagen die Nase rümpfte) blickt den Urlauber vertraut an, und er erinnert sich nur mit Vergnügen jener Zeiten fein Gedanke, daß man je darüber gemeckert haben sollte, i wo!

Undder Betrieb" das sind alle die Millionen derer, die in der Heimat schaffen, freut sich jedes­mal wieder, wenn Besuch von der Front herein­schaut und spürt, daß auch hier alles in bester Ord­nung ist. A. E.

Kür Tapferkeit vor öem Keinöe.

Der Obergefreite Heinrich Schmidt aus Harbach (Kreis Gießen) wurde für Tapferkeit vor dem Feinde bei den Kämpfen im Osten mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet.

Keine Beflaggung zum Erntedanttag.

Der Reichsrninlster des Innern und der Reichs­minister für Volksaufklärung und Propaganda geben bekannt: Die am Erntedanktag übliche allgemeine Beflaggung und Ausschmückung der Gebäude unter­bleibt in diesem Jahre.

Vorsicht vor feindlichen Ballonen.

Der Feind läßt in letzter Zeit kugelförmige Gummvbaklone in das Reichsgebiet einfliegen. Die Ballone haben einen Durchmesser von etwa zwei bis drei Meter. An diesen Ballonen hängen in man­chen fällen Drähte. Andere Ballone tragen ©las» flaschen mit Brandflüssigkeiten etwa in der Größe einer Selterswasserflasche, die nach einer bestimm­ten Flugzeit selbsttätig abgeworfen werden und bei ihrem Aufschlag Ernte-, Wald- und Hausbrände erzeugen können. In neuester Zeit hängen an den Ballonen auch Säcke mit Holzwolle, die durch eine elektrische Vorrichtung entzündet werden, sobald der Ballon gegen einen Baum ober ein Gebäude treibt. Der Ballon selbst verbrennt dabei mit explosions­artiger Stichflamme. Die Bevölkerung wird gewarnt, solche Ballone zu berühren. Es ist jedoch eine selbst­verständliche Pflicht jedes Volksgenossen, sobald er einen solchen Ballon treibend sichtet, die Polizei­oder Wehrmachtdienststelle zu benachrichtigen, damit der Ballon durch Fachkräfte unschädlich gemacht werden kann. Von gelandeten Ballonen sind bis zum Eintreffen der Polizei Unbefugte fernzuhalten.

Gießener

Vortraas-Programm 1942/43.

Der Goethe-Bund Gießen-Kulturelle Vereinigung Gießen im Reichswerk Buch und Volk veranstalten in Zusammenarbeit mit der Volksbildungsstätte Gie­ßen der NSG.Kraft durch Freude" als Gießener Vortragsring im Winter 1942/43 folgende Vor­tragsabende: 5. Oktober: Dichterlesung Hans Watzlik: 13. Oktober: Dichterlesung Agnes Miegel: Ende Ok­tober 1942 oder Anfang Februar 1943: Lichtbilder- oortrag Professor Dr. Georg von Wendt, Finnland: Finnland im Winter und im Sommer"; 20. Novern- her: Lichtbildervortrag Bengt BergMeine Freund­schaft mit wilden Tieren" (Sonderveranstaltung); 3. Dezember: Dichterlesung Richard Billinger;

zu haben. Aber für Vorwürfe war es zu spät, und sie wollte ihm auch keine Vorwürfe machen. Sie glaubte daran, daß er die besten Vorsätze gefaßt hatte, um Maltes Schuldlosigkeit zu beweisen. Wenn er gescheitert war, so lag es daran, daß ihn der Tod ihrer Mutter, seine Krankheit und das Klima vor- zeittg alt und müde gemacht hatten. Und um ge­recht zu sein, mußte sie auch zugeben, daß die Auf­gabe, vor der er gestanden hatte, ungewöhnlich schwierig gewesen war. _ n

Nur er hätte nicht nachlassen dürfen? Nicht das war seine Schuld, daß er das Rätsel nicht ge­löst hatte ... Aber'wie hatte er es über sich brin­gen können, untätig dazusitzen und die Hände träge ruhen zu lassen, während sein Gewissen ihn doch unauföörlichbaran erinnert haben mußte, daß hier an einem Menschen, feinem Freund, ein himmel­schreiendes Unrecht begangen worden war!

Und was wird nun geschehen?" fragte sie schließ­lich.Will Malte jetzt noch versuchen, die beiden Schuldigen zu überführen und sich zu rechtfertigen?"

Orgassa zuckte mit den Schultern: ,Zch fürchte, daß ihm nichts mehr daran liegt, seine Schuldlosig­keit zu beweisen und die alten Dinge noch einmal aufzurollen. Ich glaube vielmehr, daß er nur noch den einzigen Wunsch hat, sich an Gonzales und der Perano für das zu rächen, was sie ihm angetan haben. Wenn ich chn recht verstanden habe, will er morgen früh das Haus verlassen, um nach Vera- kruz zu gehen. Ich habe versucht, ihn aufzu­halten. Aber genau so könnte man versuchen, einem rollenden Stein gut zuzureden, er möge stehen- bleiben. Malte ist mir fremd geworden. Ich kann ihn nicht mehr verstehen, und ich kann mich mit ihm auch nicht mehr verständigen."

Eine Welle standen sie sich schweigend gegenüber. Orgassa schien auf etwas zu warten. Karen rührte sich nicht.

Gute Nacht ...", sagte er müde. Aber tn dem Augenblick, in dem er sich zögernd und enttäuscht anschickte, das Zimmer zu oerlaffen, eilte sie auf ihn 3u und küßte wie allabendlich seine Wange:Gute

Nacht, Vater, schlaf gut... und mach' dir nicht allzu viele Gedanken darüber ..."

Orgassa hielt sie sekundenlang in den Armen. Ach, Mirür, flüsterte er bewegt,ich habe schon gedacht, du konntest es mir nicht verzeihen, daß id) ..."

Still, Jens", unterbrach sie ihn, ehe er weiter­sprechen konnte,wir wollen nicht mehr darüber reden, was gewesen ist. Ader wir wollen versuchen, in Zukunft an Malte gutzumachen, was wir in der Vergangenheit versäumt haben. Laß mich jetzt allein. Ich lösche nachher das Licht und schließe die Türen. Die Geschichte ist zu frisch in mir, ich bin damit noch nicht fertig. Gute Nacht ..."

Er verließ das Zimmer. Nach kurzer Zeit wurde es still im Haus. Karen knipste das Licht aus und trat auf die Veranda hinaus. Ein schwarzer Kater, der zusammengerollt in einem Liegestuhl geschlafen hatte, reckte sich gähnend, wetzte die Krallen und sprang lautlos von seinem Platz, um sich schnur­rend an Karens Beine zu drücken. Der Mond war weiter nach Westen gewandert. Er schwamm wie ein goldenes Boot über den blauen Kämmen des Gebirges. Das.Gekrächze der Lautsprecher und Grammophone in den Nachbarhäusern war ver­stummt. .

Der Golf verlor sich in der samtenen Schwärze der Nacht. Das Schiff, das vorher funkelnd feinen Kurs zu unbekannten Häfen genommen hatte, war längst hinter dem Horizont verschwunden. Landein­wärts stieg der kahle Höhenzug an, von dessen Kuppe man die endlosen Kolonnen der Bohrtürme in den Himmel ragen sah.

Die Nacht war heiß wie alle Nächte. Sie war nicht erstickender als die vorhergehenden. Das Meer war wie sonst, und die Luft war wie sonst. Alles war, wie es immer gewesen war. Aber Karen hatte die Empfindung, als spüre sie vieles von dem, was ihr zu vertraut war, als daß sie sich je darüber Gedanken gemacht hätte, zum erstenmal mit voller Deutlichkeit. Den Gestank der Oelquellen, die Schwüle des Luftmeeres, die starre Regungslosigkeit

der Palmen, die lähmende Kraft, die von dieser Küste ausging. Plötzlich fürchtete sie sich vor dem kommenden Tag, vor dem Sonnenaufgang und der erbarmungslosen glühenden Mittagshitze, vor der man sich halbbetäubt in abgedunkelten Räumen verbarg.

Sie war nie in Europa gewesen. Sie hatte auch nie allzu große Sehnsucht verspürt, die Heimat ihrer Eltern kennenzulernen. Ader auf einmal, in dieser Stunde, erschien ihr der Gedanke wunderbar, daß es dort, weit hinter dem Meer, Länder gab, in denen die Jahreszeiten bunt wechselten, in denen dem klirrenden Winter ein milder Frühling, ein heißer Sommer und ein bunter Herbst folgte, und sie ahnte sehnsüchtig, wie kästtich es sein müsse, dort in fieberfreier Luft zu atmen.

Sie hatte oft genug erlebt, wie frisch und lebendig die Menschen aus Europa herüberkarnen und wie rasch sie hier matt wurden und erschlafften, gleich­sam, als sögen sie mit der Luft dieser Küste ein heimtückisches lähmendes Gift ein. Sie verdarben hier, sie wurden träge, schwach, nachlässig, laster­haft und feige. Es war, als fänden alle ihre schlechten Treibe, die in der europäischen Erde nicht hochgekommen waren, hier einen üppigen Nährboden.

Stand dieses Los auch ihr bevor? Hatte vielleicht nur der Umstand, daß sie hier geboren und auf­gewachsen war, es bewirkt, daß sie dem schleichenden Gift ein wenig länger Widerstand leistete? Don einer jähen Furcht überfallen, empfand sie plötzlich einen tiefen Haß auf dieses Land. Es hatte auch ihren Vater vergiftet, es hatte ihn mürbe und müde gemacht, es hatte fein Herz abgestumpft und fein Gewißen eingeschläfert. Nur so konnte es geschehen, daß in Maltes Sache sein Eifer nachgelassen hatte, daß er anstatt zu handeln nur gute Vorsätze gefaßt und sich mit Halbheiten zufrieden gegeben hatte, nicht böswillig, aber eben nach dem hier herrschen­den Grundsatz, der alles erstickte und erstarren ließ, nie das heute zu tun, was man auf morgen ver­schieben konnte. (Fortsetzung folgt)