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161 Schiffe mit über einer Million ART versenkt.
Oer Wehrmachtbericht.
DRV. Aus dem Führerhauptquartier. 1. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
3m Kaukasusgebiet dauern die erbitterten Kämpfe um stark befestigte Höhenstellungen an.
3n Stalingrad drangen die Angriffstruppen, unterstützt durch Verbände der Luftwaffe, in mehreren Stoßkeilen in den Aordteil der Stadt vn. Gegen die nördliche Riegelstellung angreifende starke feindliche Infanterie- und Panzerkräfte wurden unter schweren blutigen Verlusten im Gegenangriff zurückgeworfen und 98 Panzer, meist englischer und amerikanischer Herkunft, vernichtet.
Bei diesen Kämpfen hat sich von neuem ein Panzerkorps durch ungewöhnlich tapfere Haltung ausgezeichnet. Dieses Korps hat schon in den letzten Augustlagen durch schnellen Vorstoß vom Don bis zur Wolga den Verkehr auf dem Fluß unterbunden, die Verbindungen von Stalingrad uach R 0 rden westlich der Wolga unterbrochen und so die Voraussetzungen für den Angriff auf Stalingrad selbst geschaffen, in wochenlangen schweren Abwehrkämpfen fyat es diese wichtige Riegelstellung gegen weit überlegene feindliche Kräfte gehalten.
Die rückwärtigen Bahnlinien des Gegners im Gebiet der unteren und mittleren Wolga sowie im Raum um Moskau wurden von der Luftwaffe bei lag und Rächt angegriffen.
Rordwesilich von Woronesch verlor der Feind bei vergeblichen Angriffen im Abschnitt einer Division 25 Panzer.
Bei Rschew führten eigene Angriffshandlungen trotz zähen feindlichen Widerstandes zu örtlichen Stellungsverbesserungen. Ansammlungen des Feindes wurden durch Artllleriefeuer und Luftangriffe zerschlagen, so daß es gar nicht zu den beabsichtigten Angriffen kam.
3n unwegsamen Waldgelände, rückwärts des mittleren Frontabschnitts wurden durch deutsche und ungarische Verbände starke Banden zvsammengetrieben und vernichtet. Bei geringen eigenen Verlusten verlor der Feind 10 2 6 Zote, 1218 Gefangene sowie eine größere Anzahl schwerer und leichter Waffen.
3m nördlichen Frontabschnitt wurden starke feindliche Kräfte eingeschlossen und Gegenangriffe zu deren Entsatz abgewiesen.
3n Aegypten schlugen Truppen der deutsch-italienischen Panzerarmee einen nach heftiger Artillerievorbereitung einsehenden britischen Angriff zurück, schossen eine Anzahl Panzer ab und brachten 200 Gefangene ein.
3m G 0 lf von Suez beschädigten Kampfflugzeuge ein großes Handelsschiff schwer.
Bei Tagesvorstößen einzelner britischer Bomber zur Kanalküste und nächtlichen Störflügen im Bereich der Rordsee wurden vier feindliche Flugzeuge zum Absturz gebracht.
Deutsche Flugzeuge bombardierten am Tage Bahnanlagen und Werke der Rüstungsindustrie sowie militärische Ziele an mehreren Orten in Süd - vnd Südoftengland.
Vor der Mündung des O r i n 0 c 0 , im Seegebiet
vor Freetown, vor Reufundland und im mittleren Rordatlantik versenkten deutsche Unterseeboote zwölf feindliche Handelsschiffe mit zusammen 54 000 BRT.
Damit haben unsere Unterseeboote im Monat September 12 6 Schiffe m i t 769 200 BRT. versenkt und das im Mai 1942 erzielte bisherige Höchstergebnis eines Monats übertroffen. Weitere 14 Handelsschiffe wurden durch Tor- pedotrefter beschädigt.
3m Kampf gegen die feindliche Kriegsmarine wurden durch Heber- und Unterwafserstreitkräfte 6 Zerstörer,2 Hilfskreuzer, 3 Schnellboote versenkt, 3 Zerstörer und zahlreiche Schnellboote beschädigt. Lin Schnellboot wurde eingebracht.
3m gleichen Zeitraum vernichtete die deutsche Luftwaffe 35 Handelsschiffe mit 242 500 BRT. und beschädigte weitere 8 Handels
schiffe. An feindlichen Kriegsfahrzeugen versenkte die Luftwaffe 1 Kreuzer uhb unter Mitwirkung von Küstenbatterien 5 Zerstörer, mehrere Bewacher, ein vorpostenboot und eine größere Anzahl von Molortorpedobooten, sowie Landungsfahrzeuge aller Art. Damit hat die bri- tisch-amerikanffche Schiffahrt im September allein durch deutsche Kampfhandlungen 161 Schiffe mit zusammen 1 011 700 BRT. verloren. Weitere 22 Handelsschiffe wurden beschädigt.
Hauptmann Hans Joachim Marseille, Träger der höchsten deutschen Tapferkeitsauszeichnung, fand unbesiegt vom Feinde auf dem nordaftikqnifchen Kriegsschauplatz den Fliegertod. Erfüllt von unbändigem Angriffsgeist hat dieser junge Offizier in Luftkämpfen 158 britische Gegner bezwungen. Die Wehrmacht betrauert den Verlust eines wahrhaft heldenhaften Kämpfers.
Was bedeute« 1OOOOO BRT.?
Oie Fracht von 9400 Eisenbahnwaggons oder 46666 Lastwagen!
Seit Beginn des Seekrieges und der steigenden Versenkungen durch unsere U-Boote operieren wir mit dem Begriff der Brutto/Register- Tonne, der Meßeinheit für die internationale Handelsschiffahrt. Wir müssen dabei das Wort Handelsschiffahrt unterstreichen, denn bei bert Kriegsflotten geht die Vermessung nicht nach dem Raumgehalt der Ladung, sondern nach dem Deplacement oder zu deutsch dem Gewicht der von dem Schiff verdrängten Wassermenge, wobei eine sog. metrische Tonne dem Gewicht von 1000 kg entspricht.
Bleiben wir bei der Handelsschiffahrt, die für unsere Betrachtung allein in Frage kommt, hier umfaßt die Brutto- Register-Tonne (BRT.) den gesamten Schiffsraum, also nicht nur die Laderäume, sondern auch die für Fahrgäste und Besaßungsangebörige, für die Maschinen und den Treibstoff, die Kessel-, Proviant- und Ballasträume. Der in Netto- Register-Tonne (NRT.) ausgedrückte Nettoraumgehalt umfaßt demgegenüber allein die Ladungsmöglichkeit. Ueblich ist die erstgenannte Ziffer, da alle internationalen Berechnungen, insbesondere auch die Abgaben, die Hafen-, Kanal- und Dockgebühren sowie die Zölle, auf ihr basieren. Mathematisch gerechnet ist eine Brutto-Register-Tonne ein Hohlwürfel, der 141,5 Zentimeter lang, breit und hoch ist und einen Raumgehalt von 2,8316 Kubikmeter hat.
Fahren wir in unserer Betrachtung fort, so müssen wir davon ausgehen, daß ein Schiffsraum von 100 000 BRT. laduiigsmäßig rund 140 000 Gewichtstonnen entspricht. In vielen Fällen geht aber sogar noch mehr Ladung verloren, z. B. kann bei Zucker, Getreide, Kaffee u. a. eine Brutto-Register- Tonne Schiffsraum fast die doppelte Ge° wichtsmenge aufnehmen. Von Reis — um ein Beispiel herauszugreifen — können 200 000 t geladen werden, so daß der Verlust von 100 000 BRT. Schiffsraum mit Reis eine Menge der feindlichen Versorgung entzieht, die der Gesamtbevölkerung von Schweden für die Dauer von vier Monaten täglich eine Ration von einem halben Pfund zusichern würde. An Treibstoff können 150 000 t geladen werden, eine Menge, welche 75 000 Panzern mittlerer Größe die Fahrt von Königsberg nach Moskau gewährleisten könnte, also für eine Ent
fernung von 1200 km. Das übersteigt sogar die Breite des Altreiches von der niederländischen bis zur ehemals sowjetischen Grenze, die 1155 km weit auseinander liegen.
Eine Warenmenge von 140 000 t, die wir als Durchschnitt angenommen haben, bedarf zu - ihrer Weiterbeförderung auf dem Lande einer Menge von 156 Güterzügen von je 60 Waggons, im ganzen also von 9400 Wagen, oder von 46 666 Lastwagen, wenn wir diese zu einer Ladefähigkeit von je 4 t veranschlagen, haben wir also unlängst erfahren, daß in der Geleitzugschlacht im Nordmeer insgesamt 270 000 BRT. versenkt wurden, so haben 25 380 Eisenbahnwaggons oder fast 126 000 Lastkraftwagen die Warenmenge herbeischleppen müssen, die in einem Zeitraum von wenigen Tagen unseren Bombern und U-Booten zum Opfer gefallen sind.
hätten rund ein Drittel dieser Schiffe — wir bleiben bei dem leichtfaßlichen Beispiel von 100 000 BRT.! — Munition geladen gehabt, so hätte man aus der versenkten Metallmenge dreimal die Brücke über den weltbekannten schottischen Firth of Forth erbauen können, hätte ein weiteres Drittel sogenannte gemisch.te Ladung an Bombern und Treibstoff mitgeführt, so hätte es sich hierbei um 12 Bomber mittlerer Größe aehandelt — ein -britischer -Flugzeugträger vom Typ „Glorious" führt 52 Flugzeuge an Bord! —, die mit dem ebenfalls versenkten Treibstoff die Strecke Königsberg—Moskau oder Berlin—Rom nicht weniger als zweihundertfünfzigmal hätten hin- und zurückfliegen können.
Diese Beispiele ließen sich vervielfachen? Darum abschließend nur noch ein Vergleich aus dem Gebiet der Versorgung. Zahlreiche Sondermeldungen aus dem Kriege zur See bewegen sich um eine Versenkungsziffer von 120 000 BRT. herum. Gemessen an dem oben ausgeführten Rechenexempel stellen wir fest, daß hierbei ein Verlust von Ladung eintritt, der auf 11 600 Güterwagen herangeführt und abgerollt werden muß. Diese Menge entspricht in Getreide der Jahresversorgung der Stadt Hamburg bei ihrer gegenwärtigen Einwohnerzahl von rund 1,7 Mill. Einwohner. Zweifellos unermeßliche Werte, die dem menschlichen Dasein durch wenige Torpeboschüsse entzogen werden. J.
Das Weliecho her Führerrede.
Öer Septemberrekord.
Am Mittwoch erinnerte der Führer an das geflügelte Churchill- Wort aus dem Jahre 1939, „daß die U-Boot-Gefahr nunmehr als endgültig beseitigt gelten kann". Der stellvertretende Vorsitzende des USA.-Kriegsproduktionsamts, W. Locke, war anderer Meinung, als er im August d. I. erklärte: „Wir haben uns an den Gedanken gewöhnt, daß wir den Feind blockieren. Der Feind jedoch hat jetzt einen Punkt erreicht, wo er stattdessen uns blockiert." Der Amerikaner sieht also die Lage wirklichkeitsnah. Auch Herr Churchill wird wahrscheinlich seine Meinung inzwischen berichtigt haben, noch bevor die Mitteilung des Deutschen Oberkommandos über die Versenkungsziffer im Monat September bekanntgegeben wurde. Diese Ziffer ist ein Triumph der deutschen U-Boot- und Luftwaffe im Kampf gegen die feindliche handelston'nage. Nicht weniger als 1011700 BRT. sind durch das Zusammenarbeiten der beiden Waffen von den Meeren verschwunden. Damit ist die Ziffer der von deutschen See- und Luftstreitkräften versenkten feindlichen Handelstonnage auf rund 21,5 Millionen angestiegen. Vor etwa acht Tagen teilte die britische Admiralität mit, daß vor den Küsten Großbritanniens, mehr magnetische, akustische und verankerte Minen zerstört wurden, als erforderlich gewesen waren, um die gesamte britische Handelsmarine 3u versenken". Er bat sich darüber ausgeschwiegen, wieviel feindliche Minen dadurch unschädlich wurden, daß sie mit britischen oder im Dienste Englands fahrenden Schiffen zusammenstießen. Man kann aber aus dieser Mitteilung der britischen Admiralität schließen, daß die Wirkung des deutschen Minenkrieges gegen die feindliche handelsschiffahrt außerordentlich hoch gewesen ift Diese 21,5 Mill, vernichteter feindlicher Handelstonnage berücksichtigt ferner nicht die Verfenkungsziffern der verbündeten italienischen und japanischen See- nud Luftstreitkräfte.
Herr Roosevelt gibt sich zwar die erdenklichste Mühe, fein Volk und das Ausland glauben zu machen, daß diese Verffnkungszcchlen für die Alliierten gar nichts bedeuteten, weil die Neubauten längst die Tonnagezahl der versenkten Schiffe überfliegen. Diese Behauptungen decken sich aber keineswegs mit den Klagen der Bolschewisten, Australiens und anderer Mitläufer der Plutokraten, daß infolge der immer mehr abnehmenden Schiffstonnage die Kriegslieferungen Englands und Amerikas immer geringer- werden oder bereits ganz a.ufgehört haben. Noch vor wenigen Tagen schrieb auch der „Daily Telegraph" im Zusammenhang mit den Kämpfen um Stalingrad, „daß in allen Teilen der Welt übergroße Anforderungen an die Hilfsquellen Englands und Amerikas gefteTlt würden, aber durch die Schiffsraumnot nicht befriedigt werden könnten."
In Readers Digest hat der USA.-Journalist Allan Michie ausgerechnet, zur Invasion Frankreichs müßten mindestens 2,5 Millionen Mann bereit stehen, von denen England etwa 700 000 liefern könnte, während der Rest aus den USA. kommen müsse. Um nur 45 Divisionen nach Frankreich zu bringen, seien aber rund sechs Millionen Tonnen Schiffsraum erforderlich, den die Alliierten für diese Zwecke nicht verfügbar hätten, woher wollten sie aber den 'für weitere 105 Divisionen nehmen, wobei die Frage des Pachschubs noch gar nicht berücksichtigt wäre.
Wenn USA.-Admiräle und besorgte englische Fachleute behaupten, die Schiffahrtslage entscheide über den Sieg und die U-Boote stießen in die Achillesferse, bann haben sie recht. Trotz des immer knapper werdenden Schiffsraumes bewegen sich die Versenkungsziffern auf einer höhe, die alle Hoffnungen unserer Gegner zerschmettert. Im Januar jourben 260 000, im Februar 525 400, im März 646 900, im April 285000, im Mai 924 400, im Juni 886 000, im Juli 815 900 und im August 808 000 BRT. versenkt. Im September aber hat diese Ziffer gar 1 011 700 BRT. erreicht! Und dabei hat der englische Schiffahrtssachverständige Lord Winster -behauptet, die Verluste seien eigenlich noch höher, denn mehr als die Hälfte würde überhaupt nicht zugegeben?
zitiert aus den Ausfüh-1 Sie fei beherrscht gewesen von einem unbeugsamen Schluß, daß die Ueber-1 Glauben an den Triumph der besten Waffen,^ ein
„Popolo bi Roma" < rungen des Führers den , legenheit Deutschlands, Italiens und Japans im Kampf gegen die alte Welt klar hervorgeht. Das Blatt erinnert an die Rede Churchills vor dem
erschütternder Ausdruck der Bewunderung angesichts des Heldentums, das der deutsche Soldat entfalte.
Starker Widerhall der Führerrede in der presse aller Länder als ein überzeugendes „Dokument des Glaubens und der Siegesgewißheit".
kilometer vergegenwärtigen kann, wird das, was Deutschlands Organisationstalent an. Aufbauarbeit geschaffen hat, mit tiefer Ehrfurcht und Bewunderung zur Kenntnis nehmen müssen. Die ganze Rede war durchdrungen von der Gewißheit dessen, daß die Heldentaten und Erfolge dem deutschen Volke auch den Endsieg sichern werden. Diese felsenfeste Zuversicht beseelt das ganje deutsche Volk. Ein jeder, der es am Werke sieht, wird es bestätigen können, aber auch bestätigen müssen: die Worte Adolf Hitlers, seine packende Rede, haben dieser Zuversicht beredten und überzeugten Ausdruck verliehen."
Schweden.
Stockholm, l.Okt. (Europapreß.) In Schweden haben die Feststellungen des Führers, daß bas Schwerste bereits hinter Deuffchland liege, daß kein bürgerlicher Staat diesen Krieg überleben, sowie baß Stalingrad fallen werde, und dann keine Macht der Welt mehr die deutschen Truppen aus diesem wich- tigen Punkt vertreiben könne, besonderen Eindruck gemacht. „Dagsposten" sagt, die von der Sowjet» union abgetrennten Gebiete würden nach den Worten des Führers nie wieder unter Moskaus Herrschaft zurückkehren, sie würden Europa dienen. „Aftontldningen" weist darauf hin, daß es auffallend sei, wie selbstsicher Adolf hrüer diesmal feine Gegner und deren militärische Fähigkeiten ironisiert habe. „Helsingborg Dagblad" meint, wenn Adolf Hitler versichert habe, daß Deutschland niemals kapitulieren werde, so sei das sicher richttg. Deuffchlanbs Kraft sei jetzt weit größer als im vorigen Krieg.
Spanien.
Madrid, l.Okt. (Euröpapreß.) Die Rede des Führers ist von der spanischen Oeffentlichkeit mit außerordentlichem Interesse zur Kenntnis genommen worden. „ABC" sagt, des Führers Rede erwecke feine falschen Illusionen, vermittle aber bte Sicherheit des Sieges in diesen harten und glor»
„Wir finden in der Rede des Führers", so schreibt das Blatt, „dasselbe frische Ungestüm, denselben kämpferischen Schwung, denselben erfrischenden Optimismus, der in dieser dramatischen Schicksalsstunde auf den Schlachtfeldern herrscht."
Lu Finnland.
Helsinki, 2. Oft. (DNB. Funkspruch.) „Kaup- palehti" unterstreicht die vom Führer betonten wirtschaftlichen Ziele im Osten und charakterisiert dazu die Unfähigkeit der Bolschewisten, diese gewaltigen Reichtümer voll auszunutzen. Das beste Beispiel für die Unfähigkeit sei die Tatsache, daß die Ernteerträge in jenen von der Natur besonders begünstigten Gebieten sehr viel geringer seien als in dem kargen Finnland. Eine verständige Auswertung der reichen Naturschätze, die dort vorlägen, werde dem Lebensmittelmangel Europas ein Ende bereiten. Die Bolschewisten würden sehen müssen, wie ihre Getreide-, Del» und sonstigen Rohstoffgebiete in deutschen Händen wesentlich mehr erzeugen würden als unter ihrer Herrschaft.
Zn Ungarn.
Unterhaus. Churchill habe nur Niederlagen aufzählen können, die er auf schlechte Weise rechtfertigen konnte.
Ueber allen Enttäuschungen, bie durch die sichtlichen Meinungsverschiedenheiten zwischen den „Alliierten" über die Kriegführung und durch die Vorwürfe Stalins gegen 'bie Untätigkeit seiner Komplicen verschärft werden, erheblich, so sagt „Tri- buna", die unzerstörbare Einheit der deutschen Nation, die sich auch bei dem Winterhilfswerk dieses Jahres in einer Kundgebung der gegenseitigen Hilfsbereitschaft bezeugen werde. — Die Führerrede, so betont die Turiner „Stampa", ist ein Dokument des Glaubens und der Siegesgewißheit. Deuffchland und seine Verbündeten konnten gewaltige Gebiete erobern, deren Organisierung mit Riesenschritten vorwärts schreite und deren Ertrag sich von Jahr zu Jahr steigere. Dies sei die sichere Siegesgarantie, solange der Krieg auch dauern möge. Die Zeit sei heute ein Faktor, der zum Vorteil Deuffchlanbs und seiner Verbündeten arbeite.
Rumänien.
Bukarest, 1. Oft. (Europapreß.) „Universal" sagt, Adolf Hitlers Worte seien ein Programm. Durch dieses Programm werde Europa eine unbesiegbare und unabhängige Bastion werden. All dies habe der Führer als Vertreter aller verbündeten Soldaten, die an der Ostfront fämpften, gesagt. Er habe eine klare, soldatische Sprache geführt. — „Po- runca Vremii" schreibt, diese Rede sei vor allem ein einziges Dokument entschlossenen Siegeswillens.
B e r \ i n, 2. Oft (DRV. Funkfpruch.) Die Rede des Führers im Sportpalast hat in ganz Europa rin gewaltiges Echo gefunden und beherrscht als ein machtvolles Dokument des Glaubens und her Siegesgewißheit das Bild der preffe aller euro- päifchen Länder.
Das Echo in Lapan.
Tokio, 1. Ott. (Europapreß.) In der japanischen Presse wird besonders heroorgehoben, baß bie "Verbindungslinien zwischen Norden und Süden in der Sowjetunion bereits jetzt durchschnitten sind unb daß die deutschen Truppen aus Stalingrad nicht wieder herausgedrängt werden können. An i zweiter Stelle ist die japanische Oeffentlichkeit stark beeindruckt durch bie Ausführungen bes Führers : über den Wieberaufbau der besetzten Gebiete, wodurch das Ernährungsproblem Deutschlands völlig Hdöft undt die Stabilisierung Europas durchgefuyrt mürben könne. Tieferen Eindruck als alles andere ater macht die aus der Rede sprechende unbedingte Entschlossenheit, den Krieg bis zum Aege sortzu- sichren, und die Zuversicht/ daß der Sieg Deutschland und seinen Verbündeten gehöre.
Ln Italien.
Rom, 1. Oft. (Guropaprek.) Die ReLe des Fuh- rers hat in Italien den Eindruck eines äußerst ruyi- gtn und zuversichtlichen Augenblicks in militärischer, jütischer, wirtschaftlicher, besonders auch ernay- ningswirffchaftlicher Hinsicht gemacht und ist mit Der größten Aufmerksamkeit und Befriedigung ausge- nemmen worden. „Mols Hitler hat sich an die Tatschen und die errungenen Resultate 3mß augenblicklichen Ostoffensive gehalten ^und keine Vor- erssagen gemacht", so stellt die römische Presse fest.
B u d a p e st, 1. Ott. (DNB.) Der „Pester Lloyd" unterstreicht die Klarheit und Nüchternheit, mit der ebenso geistreich wie überzeugend in der Rede des Führers die ungeheuren tatsächlichen Leistungen der deuffchen Staats- und heeresfuhrung den ttäglichen Mißerfolgen der Gegenseite gegenübergestellt wurden und schreibt bann: „Ein jeher, der sich die Größe des vom bolschewisttschen Riesenreich bereits , , abgetrennten Gebietes von 1,6 Millionen Quadrat-1 reichen Kämpfen.


