Einzelbild herunterladen

Der Rechenschaftsbericht des Kriegs-WHW.

Gewaltige Zahlen bekunden den deutschen Sozialismus der Tat.

Berlin., 30. Sept. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels legte in der Kundgebung der NSDAP, im Berliner Sportpalast vor der Ankunft des Füh­rers in seinem Rechenschaftsbericht über das Winter­hilfswerk 1941/42 u. a. folgendes dar:

Ich möchte mit einem kurzen Rückblick auf den Winter des Jahres 1932/33 beginnen, weil er uns in vielem eine besondere Lehre erteilen kann für die harten Monate des deutschen Schicksalskampfes, die wir gegenwärtig durchleben. Damals unter­nahmen die Gegner der nationalsozialistischen Be­wegung einen letzten verzweifelten Versuch, die Be­wegung von innen zu zersetzen und ihre Gefolgschaft durch die Ausstreuung lächerlichster und absurdester Gerüchte zu entzweien. Diese zweifelhaften politi­schen Existenzen, die damals im Reich in der End­phase des Kampfes um die Macht gegen uns stan­den, stehen heute wieder gegen dssn nationalsaziali- strschen Staat, um vom Ausland her zu versuchen, ihm in der entscheidenden Phase des Kampfes um die deutsche Freiheit doch noch im letzten Augen­blick den Sieg zu entreißen. Auch heute wieder wie damals wollen sie durch Ausstreuung dummer und alberner Gerüchte Unruhe in die deutsche Volks­gemeinschaft hineintraaen und den Glauben unseres Volkes an den Endsieg schwächen und zersetzen. Ich würde mir lächerlich vorkommen, wenn ich de­mentieren wollte, daß innerhalb der nationalsozia­listischen Führerschaft eine Palastrevolution ausge­brochen sei. Keiner liegt todkrank in einem Sana­torium, keiner ist erschossen, keiner verwundet und keiner verhaftet tvorden. Weder hat die ff die Ab­sicht, eine eigene Luftwaffe, noch die Luftwaffe die Absicht, eine eigene Polizei aufzubauen. Diese Am­menmärchen sind zu dumm, als daß sie irgendeiner Widerlegung bedürften. Es kann kein Zweifel dar­über bestehen, daß die fortlaufende Kette unserer geschichtlichen Erfolge am Ende auch zumg roßen Endsieg führen wird. Die englische Behauptung, wir siegten uns damit zu Tode, widerlegt sich leibst. Noch niemals in der Geschichte ist aus fortdauern­den Siegen eine Niederlage und ebensowenig aus fortdauernden Niederlagen ein Sieg geworden. Die deutsche Wehrmacht beherrscht heute mit den ver­bündeten Armeen praktisch den ganzen europäischen Kontinent. Das Potential unserer Rüstungen hat einen Umfang angenommen, von dem sich unsere Feinde nur eine schwache Vorstellung machen kön­nen. Am Beginn des vierten Kriegsjahres steht das Deutsche Reich mit seinen Verbündeten sowohl roh- ftoff- wie ernährungsmäßig und sowohl politisch wie militärisch völlig intaktundunerschüt- t e r l i ch da. Die größten Schwierigkeiten unserer Kriegführung haben wir überwunden. Wir können mit den stolzesten Hoffnungen der kommenden Ent­wicklung entgegenschauen.

Ich will nicht bestreiten, daß die drei vergange­nen Jahre uns vor sehrharte Belastungs­proben gestellt haben. Ein Volk, das wie das deutsche um sein Leben kämpft, muß auch bereit sein, seine nationale Existenz in die Waagschale der Entscheidung hineinzuwerfen. Das haben wir ge­tan, und wir können heute mit tiefer Befriedigung feststellen, daß der große Einsatz sich auch immer gelohnt hat. Der Krieg, der im Verlaufe dieser drei Jahre eine nie geahnte Ausweitung erfahren hat, ist zu einem zweiten Weltkrieg geworden. Dem­entsprechend muß aber auch der weitere Einsatz der Kräfte sein, die wir iw gesamten nationalen Leben mobilisieren können. Je härter und rücksichtsloser wir uns kämpfend und arbeitend für den Krieg einsetzen, um so früher werden wir den Sieg er­ringen, können. Die totalste Kriegführung ist auch immer die erfolgreich st e.

Wir kämpfen für unsere Freiheit und für unser Selbstbestimmungsrecht in einem ausgeweiteten Lebeosraum, der es uns gestattet, dle elementarsten Fragen unseres nationalen Schicksals auf sozia­lem, wirtschaftlichem, materiellen und kulturellem Gebiet zu lösen. Die Beengtheit unserer national- unb raumpolitischen Lage vor dem Kriege trug den Keim zu einer schweren Explosion in sich. Der Füh­rer hat alles versucht, eine solche Explosion zu ver­meiden. Unsere Gegner haben es nicht gewollt. Sie haben Deutschland zur Entscheidung durch den Krieg gezwungen; wir sind bereit, fußend aus dem festen Boden unserer Weltanschauung, alle Kräfte unseres nationalen Lebens zum Ansatz zu bringen,

um die Bedrohung unserer Feinde gegen unser Leben zunichte zu machen.

Als der Führer am 30. Januar 1933 die Macht im Reich übernahm, wußten wir alle, daß er fest entschlossen sei, im Gegensatz zu den uns umgeben­den kapitalistisch-demokratischen Staaten in Deutsch­land einen sozialen Volks st a a t erster Ord­nung zu errichten. Wenn wir vor dem Kriege in der Durchführung ganz^ großzügiger sozialer Maß­nahmen nur bescheidene Erfolge zu verzeichnen hatten, so ist das nicht auf den Mangel an gutem Willen ober an organisatorischem Können zuchck- mführen; es lag das ausschließlich an unserer wirt­schaftlichen und raumpolitischen Beengtheit, die uns nur in einem gewissen Umfange gestattete, soziale Reformen in dem Stil durchzuführen, wie er in unseren Absichten und Plänen gelegen war. Unsere sozialen Leistungen vom Jahre 1933 bis zum Jahre 1939 waren gewissermaßen nur ein Vorspiel dessen, was wir eigentlich vorhaUen. Sie sollten aber zeigen, in welchem Umfange wir bereit und entschlos­sen waren, einen sozialen Volksstaat reinster Prä­gung aufzubauen und mit jenem Geist zu erfüllen, auf dem die Festigkeit der Völker und Systeme be­ruht. Aber das auch schon genügte, um unsere pluto- kratischen Feinde auf den Plan zu rufen. Sie sahen im nationalsozialistischen Deutschland in seinem auf andere Völker so außerordentlich werbenden Bei­spiel eine unmittelbare Gefahr für die plutokratische Welt. Je fleißiger und verantwortungsvoller wir uns unseren inner-wirtschafts- und sozialpolitischen Problemen widmeten, um so infernalischer wurde der Haß, mit dem unsere Feinde dieses grandiose Werk eines nationalen und sozialen Aufbaues ver­folgten, und um so fester wurde ihre Entschlossen­heit, es bei erster bester Gelegenheit, gewaltsam zum Scheitern zu bringen.

Die plutokratische Welt hat im bisherigen Ver­lauf dieses Krieges keine ihrer großen Bewährungs­proben bestanden. Zwar lebt sie noch aus ihrer Substanz heraus. Aber wenn sie heute noch ge­wisse Reserven einzusetzen hat, um dem Ansturm der jungen europäischen Völker standzuhalten, so darf man anderseits doch nicht übersehen, daß diese auch begrenzt sind und eines Tages zu Ende gehen werden. Wie bedrängt sie sich durch uns fühlt, mag

man an der Unsicherheit erkennen, die sie in ihrer eigenen geistigen und politischen Haltung zeigt. Was haben denn die plutokratischen Wortführer uns heute anderes entgegenzuhalten als Phrasen und unausgegorene Redensarten? Sie, die nach dem ersten Weltkrieg keinen Weg aus den europä­ischen Schwierigkeiten fanden, bieten sich heute als neue Weltbeglücker an. Sie, die nicht eine einzige aufbauende Idee zum Leben und zur Entwicklung unseres Kontinents zuzusteuern in der Lage waren, proklamieren stützt wieder wie während des ersten Weltkrieges die großen sozialen Segnungen und Errungenschaften, mit denen sie die Welt erneuern wollen. Wir sind in der glücklichen Lage, chren leeren Reden Tatsachen gegenüberstellen zu können. Wenn wir heute vor der ganzen deutschen Nation Rechenschaft abstatten über das dritte Kriegswinterhitfswerk 1941/42, so ist das eine stolze Bilanz, die alle plutokratischen Redens­arten mit einem Schlage widerlegt. Etwas Gleich­artiges ist in den plutokratischen Ländern wie Eng­land und USA. überhaupt nicht denkbar. Und doch ist die Lösung dieses Rätsels höchst einfach: Sie liegt in der sich ständig erneuernden deutschen Volksgemeinschaft, die der Nationalsozia­lismus nicht, wie feine Feinde behaupten, durch Reden, sondern durch Tatsachen geschaffen hat. Die Parole vom Sgzialismus der Tat, wie wir im Jahre 1933 ausgaben, hat vom ersten Tage an gezündet. So ist aus bescheidensten Anfängen im Lause von mehr als zehn Jahren ein soziales Hilfs­werk entstanden, das in der ganzen Welt einzig da­steht und auf das wir alle, diee wir es durch unsere Taten und Spenden mitgeschaffen haben, stolz fein können.

Immer noch ist der Beginn eines neuen Ab­schnittes des Winterhilfswerkes Anlaß gewesen, dem deutschen Volke als dem Spender und Träger dieser sozialen Großtat eine Uebersicht über die Ergebnisse des obgelaufenen Winterhilfswerkes und über ihre Verwendung zu geben.

Wenn wir heule in dem großen Hauptbuch des Kriegswinterhilfswerkes blättern, in das unser Volk seine sozialen Leistungen ein­getragen hak, so erfüllt uns jede dieser gif-

Vom Feinde unbesiegt.

Hauptmann Marseille, der 22jährige Flieger von Afrika, ist, wie der Bericht des Oberkommarwos der Wehrmacht mitteilt, im Anschluß an einen Feind-- flug durch ein tragisches Geschick tödlich verunglückt. Dieser bescheidene, aber im Kampf entschlossene und unwiderstehliche Jagdflieger gehörte zu den eHolg-

I

reichsten Offizieren der deutschen Luftwaffe. Als er im Frühjahr 1941 als Oberfähnrich nach Aftika kam, ahnte wohl niemand, welch Feuer, welch helden­hafter Mut und welch kühner Jagdeifer in diesem damals gerade 20 Jahre alt gewordenen jungen Menschen steckte. Aber sehr bald entwickelte er sich zu dem erfolgreichsten Flieger über der nordafri- kanifchen Wüste. Wo immer er einen Gegner, und war er in noch so großer Ueberzghl, antraf, griff er ihn an und ließ nicht locker, bis er einen Abschuß

verbuchen konnte. Er mar kein Rekordjäger, sondern ein zielbewußter, kühler Taktiker und ein hervor­ragender Flieger. Ihm konnte kein Gegner wider­stehen. Seine Erfolgserie nahm gerabe in der letzten Zeit ein geradezu sprunghaftes Tempo an. Am 22. Februar d. I. belohnte der Führer den jungen Leutnant nach feinem 46. Luftsieg mit der Der- leihmig des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes. Bald wurde er Oberleutnant und Staffelkapitän. Schon am 6. Juni wurde ihm nach feinem 75. Ab­schuß das Eichenlaub zum Ritterkreuz vom Führer verliehen. Aber schon elf Tage später hatte er wei­tere 26 Flugzeuge abgeschossen und damit die Zahl ferner Luftsiege auf 104. erhöhte Mit seiner Beför­derung zum Oberleutnant und mit der Verleihung des Eichenlaubs mit Schwertern zum Ritterkreuz stieg er die Stufenleiter feines Erfolges immer höher hinauf. Er übertraf sich selbst, als er am 2. September an der ägyptischen Front an einem Tage nicht weniger als sechzehn brittsche Gegner zur Strecke brachte und damit seinen 125. Luftsieg er­reichte. Der Führer zeichnete ihn für diese kämpfe­rische Tat durch Verleihung der Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub und Schwertern aus. Zum letzten Mal wurde der erfolgreiche Flieger in dem Wehrmachtbericht vom 16. September nach dem Abschuß seines 145. bis 151. Luftsieges erwähnt. Seine Beförderung zum Hauptmann war eine verdiente Anerkennung hier­führ. Nun hat ihn ein tragisches Geschick von uns genommen. Sein Tod reißt eine fühlbare Lücke in die Front der erfolgreichsten deutschen Jagdstieger. Besonders schmerzlich wird sein Tod, der nicht durch Feindeinwirkung erfolgte, bei feinen Kameraden an der Nordafrikafront empfunden, wo er der Liebling in den Kreisen der Kameraden und aller Soldaten war.

Lieber. "

Von Willi Fehse.

3n diesen Tagen machte eine Mutter einen klei­nen Fund, der sie seltsam bewegte und innerlich auf« richtete.

Sie härmte sich nämlich um ihren Sohn an der Front und gedachte ihm in ihrer Sorge zu schrei­ben. Dabei zeigte es sich aber, daß ihr das Brief­papier ausgegangen war, und als sie nun in einer Lade danach suchte, entdeckte sie unter alten Schrift­stücken einen von jenen grauen, randgelochten Feld­postbriefen, die sie in der Zeit des ersten Welt­krieges verwandt hatte.

Das Blatt war fast unbeschrieben. Nur oben in der rechten Ecke trug es ein verblaßtes Datum aus dem Jahre 1917, und einige Zeilen darunter stand als Anfang einer Anrede das WörtchenLieber ..."

Der Brief hatte ihrem Manne gegolten, der später vor dem Feinde im Osten geblieben war. Sie er­innerte sich indes nicht mehr, warum das Schreiben nicht vollendet wurde. Da aber in ihm wie in einer Muschel, in der ewig das Meer saust, dem sie ent­stammt, gleichsam noch die Vergangenheit sprach, überkam die Mutter bei seinem Anblick der Schmerz um den verlorenen Mann aufs neue. Dieser Schmerz brannte jedoch nicht. Er klärte, was sich getrübt hatte, löste und wurde von allerlei Ahnungen und Gedanken durchströmt, die sich zugleich mit ihm vom Grunde des Herzens erhoben und wie funkelnde Schaumperlen in einer frei gewordenen Flüssigkeit enworftiegen.

Ihr Blick ging in die Ferne, und ihre Lippen bewegten sich stumm, als hielte sie heimliche Zwie­sprache mit dem Toten, den die frembe Erde deckte, und an dessen Stelle jetzt ihr Sohn stand und kämpfte. Wenn ihr Herz aber anfangs voller Hader und Bitterkeit gewesen war, so läuterte es sich nun allmählich und wurde in seinem Schmerz still und gettost.

Sie griff nach dem Federhalter, strich bas alte Datum und setzte dafür das des Tages, und dabei wollte es sie bedünken, als lösche sie mit diesem Federstrich mehr aus als irgendein verblaßtes Datum. Nachdenklich ergänzte sie die Anrede mit dem Namen ihres Jungen und vollendete dann den Brief wie die draußen vollendeten, was eine andere

Zeit begonnen und was vier Jahre barauf nur ein vermeintliches Enbe gefunden hatte. Sie wußte nicht mehr, was sie ihrem Mann damals schreiben wollte. Aber sie wußte plötzlich sehr genau, was sie ihrem Sohn jetzt schreiben mußte. Mochten ihre Schrift­züge heute auch schwankender fein als jene, die den Brief einleiteten: ihr Herz war tapfer und fest; denn es ahnte in dieser Stunde, daß in die Sorge einer Mutter nicht nur das Leben des Sohnes, sondern auch bas kommenber Zeiten und Geschlech­ter befohlen sein muß.

Oer deutsche Farbfilm.

Von A. M. Schmidt, Berlin.

In großer Zett höchster Anspannung des Krieges um unser Lebensrecht ist ein weiteres deutsches Kul- turwerk zur praktischen Reife gediehen: Die Ge­winnung der Farbe durch Erscheinen der ersten far­bigen Spiel- und Kulturfilme nach dem in feiner Art vielleicht elegantesten Verfahren des Agfacvlor- Negativ-Positiv-Systems, dessen weitere Vervoll­kommnung die kommenden Filme zeigen werden.

Mehr und mehr tritt der Färb film in den Lichtspieltheatern in Erscheinung. Die Uraufführung des ersten Farben-SpielfilmsFrauen find doch bessere Diplom ate n" im Oktober 1941 gibt eines jener Daten, die in der Geschichte der Kinematographie als Markstein eingehen werden. Es ist der Beweis für die Vollwertigkeit des deut­schen Agfacolor-Negativ-Positiv-Dersahrens. Die rm Agfacolor-Verfahren hergestellten Farbenfilme kön­nen ohne weiteres in jedem Lichtspieltheater der ganzen Welt oorgeführt werden!

Pionier des Farbfllms war der Kulturfilm, der zuvor schon eine ganze Reihe von farbigen Filmen geschaffen hatte, die bereits die tatsächliche Erreichung einer Leistungshöhe bewiesen, die dem Farbfllm unter Umständen feinen Platz sicherte. Durch die von den deutschen Wissenschaftlern erziel­ten erheblichen Verbesserungen des photographischen Farbverfahrens war und ist gerade dem Kulturfilm ein neues wertvolles Mittel in die Hand gegeben, um die Erkenntnisse, wie sie der deutsche Kultur­film dem Beschauer oermittett, noch mehr zu ver­tiefen. Mit Hilfe des Farbfilms sind die deutschen Kultursilm schaffenden in der Lage, auch die letzten Ansprüche, die an die dokumentarische Bedeutung

eines Kultursilms gestellt werden können, zu er­füllen. Dr. Ulrich T.K. Schulz, selbst ein Pionier des Kulturfilmschaffens, hat immer'wieder den Farb­film geradezu gefordert, natürlich soweit es sich um die Erfindung eines wirklich brauchbaren und vyr allem gut kopierfähigen deutschen Farbfilmverfcch- rens handeln würde. Als diese Erfindung vorgelegt wurde, begann er sofort damit, sie praktisch auszu- probieren, und er konnte außerordentlich befriedi­gende Resultate feststellen.

Als das Ergebnis einer nun schon zehnjährigen Farbsilmpraxis ließen auf der Reichswoche für den deutschen Kulturfilm im September 1941 in Mün­chen zahlreiche Filmbeispiele den Vortrag von Dr. Nicholas Kaufmann (Leiter der Ufa-Kulturfilme) augenuberzeugend werden. Filmbeffpiele des Zwei- farben-Bipack-Verfahrens (1931/37) zeigten seine Grenzen, aber auch sehr beachtliche Leistungen, wenn man sich auf eine Auswahl von Objekten be- schränkte, denen das System gerecht zu werden ver­mochte. Einen Fortschritt bedeutete das Pantychrom- system. Ader erst seither Praxisreife des Agfacolor- Verfahrens hatte man das Mittel in der Hand, um das Aufgabengebiet wünschenswert zu erweitern.

Der farbige KulturfilmFriedliche Jagd mit der Farbkamera", der schon in Venedig mit einer Me­daille ausgezeichnet worden War, wurde auf der Reichswoche als der beste Farb-Kulturfilm des Jah­res anertannt. Dr. Ulrich K. T. Schulz, Produk­tionsleiter der Biologischen Herstellungsgruppe der Ufa, berichtete von den Schwierigkeiten, die beim Farbfilm gegenüber dem in jeder Weise hochgezüch­teten Schwarz-Weiß-Film zu bestehen waren. Nach I7jcihriger Kameraarbeit in der freien Natur mußte er nun eigentlich wieder von. vorn anfangen, da der Farbfilm ja zwei- bis dreimal so lichtarm war wie der Schwarz-Weiß-Film und das Fernobjekt nun wieder für den Farbfilm noch zu lichtarm. Man mußte also wieder zu Beginn mit dem 16-cm-Ob- lektiv vom gut verkleideten Hochsitz oder besonders dicht errichteten Schirm aus bei vollster Sonne in

Zeit von 9 Uhr früh bis 17 Uhr nachmittags Jagd auf Wildbilder machen. Ein leichter Schleier, der meistens frühmorgens oder gegen Wend auf der Sonne liegt, genügte, Farbaufnahmen zu ver­hindern. Der Lichtmesser, ohne den es beim Farb- fum noch nicht ging, zeigte nicht die erforderliche Menge ,Lux , wie es in der Farbsprache der Film­leute heißt.

-

r

T

stellt woi Wenn mi

fern mit freudiger Dankbarkeit. Das gilt glei­chermaßen für den. der spendete, wie für den, der aus diesem gewaltigen hilfswerk be­schenkt wurde. Diese Zahlen sind ein einzig­artiges soziales Abstimmungsergeb­nis unseres Volkes, das darin, seinen festen Willen zur Gemeinschaft zum Ausdruck bringt.

So wie der deutsche Soldat an allen Fronten eine Phalanx der Schwerter gebildet hat, so schuf sich das deutsche Volk in der Heimat eine Phalanx der helfenden Hände. 3m dritten ttriegswinler sind vom deutschen Volke 1208 Millionen RM. gespendet worben. Damit ist

Generalfeldmarschall Rommel nahm wie schon gemeldet als Ehrengast an der großen Führer- Kundgebung im Berliner Sportpalast teil. Unser Bild zeigt den Oberbefehlshaber der Panzerarrnee Afrika neben dem Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, auf der Ehrentribüne. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Mahme 'ichszentrc d weitere!

Bs Land

Wöhne «reut. Nel t WB. rine und

Hoerk, ; »w»

Lkeö 22 indhe.lt «irden ftn z Vorjahr llnb was

D §te nicht innig vor Len >

Al- \«*u v* fööitnert

--"U Mtw v

Sn der

? die Le! ß Mwn ^rrichtl s-llionen kMione 'M w gestern- kür den

das vorhergehende zweite kriegswinterhilfswerk

Iksamtu

Utes nu tragen ho

das soll,

äeit berei

dtockho

!inl

»en iinb

M,

Ü? sh fr Vor

Bo

fc»:

ib

mit seinen 916 Millionen wiederum weit übertroffen worben, unb zwar um 32%.

Die Opfer an Lohn und Gehalt betrugen 236 Mil«

Honen RM. Das waren 57 Millionen mehr als im

waren bas Hilfswerk besDeutschenRote« Kreuzes mit 861 Millionen und die 31 S V.- Mitglieder mit Beiträgen von insgesamt 409 Millionen neben den 2.8 Milliarden des Winterhilfswerkes beteiligt. Diese vier Mil-

^argai

i Lill

macht erbrachte gleich wie der Tag der Polizei 57 Millionen. Diese Summe von insgesamt 302 Mü­

den braut ti einer 5 'sie erpre ibem Ge biten Sol Waffen b chren. In ns. um be der lebhc Zungen b Munt«

"Mes mi Her auf

Allein das Auskommen der Kriegswinter­hilfswerke betrug 2805 Millionen. Das ist z. V. mehr als der Wert bet Lin- und Ausfuhr fast eines Dutzends sübamerikanischer Lander. Die gesamte Opferteistung in diesem Kriege erreichte damit 4076 Millionen. Darin

Wicht fall re i n> t n:

in der Gattung Unierrichtsfllme, in der ein erster Preis nicht zur Verteilung gelangte.

Mit dem Erscheinen des ersten großen farbigen SpielfilmsFrauen find doch bessere Diplomaten" war eine weitere Pioniertat für die Farbe im Film vollbracht. Eine neue Periode künstlerischer Gestal­tung ist eingeleitet. Schritt um Schritt werden wei­tere folgen.

bfÄen fr

b!

ui.^3

lNe6m J» als

39 Millionen erhöhte und damit fast verdoppelte. In jeder dieser Ziffern spiegelt sich die soziale Tat- und Kampfgemeinschaft des deutschen Volkes auf das beglückendste wider. (Bei diesen Feststellungen wurde der Minister immer wieder von lebhaftem begeistertem Beifall unterbrochen, der auch bei seinen weiteren Ausführungen anhält.)

hr tus bet

daß nicht nur das Deutsche Reich, sondern auch das deutsche Volk seit 1933, von 1918 gar nicht zu reden, eine unvorstellbare Wandlung durchgemacht hat? Den Rekord schlugen die Gau st raßen- lerer Fel sammlungen, deren Ergebnis sich von 22 auf ijen- öaß 39 Millionen erhöhte und damit fast verdovvelte. un

Die Aufgabe des Farbfilms ist die Sichtbarma­chung dessen, was Bewegung und Ton, die Elemente also des schwarzweißen Films, gar nicht oder nur fe^r schwer zu deuten oder zu sagen vermochten. InFrauen sind doch bessere Diplomaten" sind be­reits schöne Ansätze derDramaturgie der Farbe" vorhanden. Von dieser Seite aus ist künftig der Farb-Spielfilm zu behandeln, wenn er nicht einfach die Kolorierung des schwarzweißen Films bedeuten will, sondern noch ein Element! Einstimmig wird das Hinzu kommen der Farbe im F'lm alsRevolution des Filmbildes" bezeichnet. In der Revolution des Filmbildes, in der Drama­turgie der Farbe liegen Aufgaben und Ziel für die künstlerische Fortentwicklung des deutschen Farb­films. Und man kann sicher sein, daß sie die deut- .. M scheu Filmschaffenden mit jener Gründlichkeit und Klarheit meistern werden, die der Führungsstellung nu des deutschen Films im neuen Guropa sutsprecheL

vergangenen Jahr. Die Spenden von Firmen und Organisationen beliefen sich auf 270 Millionen. Die Opsersonntage brachten mit 237 Millionen fast die Hälfte mehr als im Winter 1940/41. Das Ergebnis der Reichsstraßensammlungen stteg um 37 Prozent auf insgesamt 188 Millionen. Der Tag der Wehr-

i helfen x Welt di jigen Zak 5 Millio 1 zweite :!b biefes d biefes qelegentie fiten Zahl lierkennun Ki im Den

i tagen) an bas B

lionen übertrifft den Ertrag der beiden erfolgreich­sten Sammlungen des ersten Weltkrieges, und zwar her Ludendorff-Spende 1918 und der Nationalen Stiftung für die Hinterbliebenen des Weltkrieges, die acht Jahre lief, um ein beträchtliches. Wo wäre ein schlagenderer Beweis für die Tatsache zu finden.

tfaroTiimunter Seeadlern und Kranichen" von

Eduard Ahlborn (Hildesheim) den zweiten Preis . j ö. n^e x- ----------i...... LJJWg ii

I pM

Wd)fe: 5 Aanti

Spree

Wn.

Die auf der Reichswoche zur Vorführung gelang­ten, auf Agfacolor aufgenommenen Farbfilme wur­den in der Reihenfolge ihrer Entstehung gezeigt, wodurch die fortschreitende Farbfilmtechnik besonders eindrucksvoll veranschaulicht wurde. Sie stammen aus den Jahren 1939 und 1940 und wiesen noch Mängel auf, die mit den neuesten Emulsionen der Rohfilme des Jahres 1941 bereits behoben worben find. Die Entwicklung geht unablässig weiter schon im September 1941 war eine Empfindlichkeit er- reicht, die der des JsopanMaterials entsprach. Auch die Frage des Rot konnte erheblich gefördert wer­den, desgleichen wurden Fortschritte bei den Hilfs- Mitteln der Farbaufnahme, z.B. den Lichtquellen, gemacht. LZ.?3

Aus dem Internationalen Amateurfilmwettbewerb n9 in Stockholm (November 1941) erhielt der deutsche FarbfilmGlück auf Schienen" von Walther Be- v e r - Mohr (Schwelm, Westfalen) den ersten Preis m der Gattung der Spielfilme und der deutsche FarbfilmUnter Seeadlern und Kranichen"