Der Rechenschaftsbericht des Kriegs-WHW.
Gewaltige Zahlen bekunden den deutschen Sozialismus der Tat.
Berlin., 30. Sept. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels legte in der Kundgebung der NSDAP, im Berliner Sportpalast vor der Ankunft des Führers in seinem Rechenschaftsbericht über das Winterhilfswerk 1941/42 u. a. folgendes dar:
Ich möchte mit einem kurzen Rückblick auf den Winter des Jahres 1932/33 beginnen, weil er uns in vielem eine besondere Lehre erteilen kann für die harten Monate des deutschen Schicksalskampfes, die wir gegenwärtig durchleben. Damals unternahmen die Gegner der nationalsozialistischen Bewegung einen letzten verzweifelten Versuch, die Bewegung von innen zu zersetzen und ihre Gefolgschaft durch die Ausstreuung lächerlichster und absurdester Gerüchte zu entzweien. Diese zweifelhaften politischen Existenzen, die damals im Reich in der Endphase des Kampfes um die Macht gegen uns standen, stehen heute wieder gegen dssn nationalsaziali- strschen Staat, um vom Ausland her zu versuchen, ihm in der entscheidenden Phase des Kampfes um die deutsche Freiheit doch noch im letzten Augenblick den Sieg zu entreißen. Auch heute wieder wie damals wollen sie durch Ausstreuung dummer und alberner Gerüchte Unruhe in die deutsche Volksgemeinschaft hineintraaen und den Glauben unseres Volkes an den Endsieg schwächen und zersetzen. Ich würde mir lächerlich vorkommen, wenn ich dementieren wollte, daß innerhalb der nationalsozialistischen Führerschaft eine Palastrevolution ausgebrochen sei. Keiner liegt todkrank in einem Sanatorium, keiner ist erschossen, keiner verwundet und keiner verhaftet tvorden. Weder hat die ff die Absicht, eine eigene Luftwaffe, noch die Luftwaffe die Absicht, eine eigene Polizei aufzubauen. Diese Ammenmärchen sind zu dumm, als daß sie irgendeiner Widerlegung bedürften. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß die fortlaufende Kette unserer geschichtlichen Erfolge am Ende auch zumg roßen Endsieg führen wird. Die englische Behauptung, wir siegten uns damit zu Tode, widerlegt sich leibst. Noch niemals in der Geschichte ist aus fortdauernden Siegen eine Niederlage und ebensowenig aus fortdauernden Niederlagen ein Sieg geworden. Die deutsche Wehrmacht beherrscht heute mit den verbündeten Armeen praktisch den ganzen europäischen Kontinent. Das Potential unserer Rüstungen hat einen Umfang angenommen, von dem sich unsere Feinde nur eine schwache Vorstellung machen können. Am Beginn des vierten Kriegsjahres steht das Deutsche Reich mit seinen Verbündeten sowohl roh- ftoff- wie ernährungsmäßig und sowohl politisch wie militärisch völlig intaktundunerschüt- t e r l i ch da. Die größten Schwierigkeiten unserer Kriegführung haben wir überwunden. Wir können mit den stolzesten Hoffnungen der kommenden Entwicklung entgegenschauen.
Ich will nicht bestreiten, daß die drei vergangenen Jahre uns vor sehrharte Belastungsproben gestellt haben. Ein Volk, das wie das deutsche um sein Leben kämpft, muß auch bereit sein, seine nationale Existenz in die Waagschale der Entscheidung hineinzuwerfen. Das haben wir getan, und wir können heute mit tiefer Befriedigung feststellen, daß der große Einsatz sich auch immer gelohnt hat. Der Krieg, der im Verlaufe dieser drei Jahre eine nie geahnte Ausweitung erfahren hat, ist zu einem zweiten Weltkrieg geworden. Dementsprechend muß aber auch der weitere Einsatz der Kräfte sein, die wir iw gesamten nationalen Leben mobilisieren können. Je härter und rücksichtsloser wir uns kämpfend und arbeitend für den Krieg einsetzen, um so früher werden wir den Sieg erringen, können. Die totalste Kriegführung ist auch immer die erfolgreich st e.
Wir kämpfen für unsere Freiheit und für unser Selbstbestimmungsrecht in einem ausgeweiteten Lebeosraum, der es uns gestattet, dle elementarsten Fragen unseres nationalen Schicksals auf sozialem, wirtschaftlichem, materiellen und kulturellem Gebiet zu lösen. Die Beengtheit unserer national- unb raumpolitischen Lage vor dem Kriege trug den Keim zu einer schweren Explosion in sich. Der Führer hat alles versucht, eine solche Explosion zu vermeiden. Unsere Gegner haben es nicht gewollt. Sie haben Deutschland zur Entscheidung durch den Krieg gezwungen; wir sind bereit, fußend aus dem festen Boden unserer Weltanschauung, alle Kräfte unseres nationalen Lebens zum Ansatz zu bringen,
um die Bedrohung unserer Feinde gegen unser Leben zunichte zu machen.
Als der Führer am 30. Januar 1933 die Macht im Reich übernahm, wußten wir alle, daß er fest entschlossen sei, im Gegensatz zu den uns umgebenden kapitalistisch-demokratischen Staaten in Deutschland einen sozialen Volks st a a t erster Ordnung zu errichten. Wenn wir vor dem Kriege in der Durchführung ganz^ großzügiger sozialer Maßnahmen nur bescheidene Erfolge zu verzeichnen hatten, so ist das nicht auf den Mangel an gutem Willen ober an organisatorischem Können zuchck- mführen; es lag das ausschließlich an unserer wirtschaftlichen und raumpolitischen Beengtheit, die uns nur in einem gewissen Umfange gestattete, soziale Reformen in dem Stil durchzuführen, wie er in unseren Absichten und Plänen gelegen war. Unsere sozialen Leistungen vom Jahre 1933 bis zum Jahre 1939 waren gewissermaßen nur ein Vorspiel dessen, was wir eigentlich vorhaUen. Sie sollten aber zeigen, in welchem Umfange wir bereit und entschlossen waren, einen sozialen Volksstaat reinster Prägung aufzubauen und mit jenem Geist zu erfüllen, auf dem die Festigkeit der Völker und Systeme beruht. Aber das auch schon genügte, um unsere pluto- kratischen Feinde auf den Plan zu rufen. Sie sahen im nationalsozialistischen Deutschland in seinem auf andere Völker so außerordentlich werbenden Beispiel eine unmittelbare Gefahr für die plutokratische Welt. Je fleißiger und verantwortungsvoller wir uns unseren inner-wirtschafts- und sozialpolitischen Problemen widmeten, um so infernalischer wurde der Haß, mit dem unsere Feinde dieses grandiose Werk eines nationalen und sozialen Aufbaues verfolgten, und um so fester wurde ihre Entschlossenheit, es bei erster bester Gelegenheit, gewaltsam zum Scheitern zu bringen.
Die plutokratische Welt hat im bisherigen Verlauf dieses Krieges keine ihrer großen Bewährungsproben bestanden. Zwar lebt sie noch aus ihrer Substanz heraus. Aber wenn sie heute noch gewisse Reserven einzusetzen hat, um dem Ansturm der jungen europäischen Völker standzuhalten, so darf man anderseits doch nicht übersehen, daß diese auch begrenzt sind und eines Tages zu Ende gehen werden. Wie bedrängt sie sich durch uns fühlt, mag
man an der Unsicherheit erkennen, die sie in ihrer eigenen geistigen und politischen Haltung zeigt. Was haben denn die plutokratischen Wortführer uns heute anderes entgegenzuhalten als Phrasen und unausgegorene Redensarten? Sie, die nach dem ersten Weltkrieg keinen Weg aus den europäischen Schwierigkeiten fanden, bieten sich heute als neue Weltbeglücker an. Sie, die nicht eine einzige aufbauende Idee zum Leben und zur Entwicklung unseres Kontinents zuzusteuern in der Lage waren, proklamieren stützt wieder wie während des ersten Weltkrieges die großen sozialen Segnungen und Errungenschaften, mit denen sie die Welt erneuern wollen. Wir sind in der glücklichen Lage, chren leeren Reden Tatsachen gegenüberstellen zu können. Wenn wir heute vor der ganzen deutschen Nation Rechenschaft abstatten über das dritte Kriegswinterhitfswerk 1941/42, so ist das eine stolze Bilanz, die alle plutokratischen Redensarten mit einem Schlage widerlegt. Etwas Gleichartiges ist in den plutokratischen Ländern wie England und USA. überhaupt nicht denkbar. Und doch ist die Lösung dieses Rätsels höchst einfach: Sie liegt in der sich ständig erneuernden deutschen Volksgemeinschaft, die der Nationalsozialismus nicht, wie feine Feinde behaupten, durch Reden, sondern durch Tatsachen geschaffen hat. Die Parole vom Sgzialismus der Tat, wie wir im Jahre 1933 ausgaben, hat vom ersten Tage an gezündet. So ist aus bescheidensten Anfängen im Lause von mehr als zehn Jahren ein soziales Hilfswerk entstanden, das in der ganzen Welt einzig dasteht und auf das wir alle, diee wir es durch unsere Taten und Spenden mitgeschaffen haben, stolz fein können.
Immer noch ist der Beginn eines neuen Abschnittes des Winterhilfswerkes Anlaß gewesen, dem deutschen Volke als dem Spender und Träger dieser sozialen Großtat eine Uebersicht über die Ergebnisse des obgelaufenen Winterhilfswerkes und über ihre Verwendung zu geben.
Wenn wir heule in dem großen Hauptbuch des Kriegswinterhilfswerkes blättern, in das unser Volk seine sozialen Leistungen eingetragen hak, so erfüllt uns jede dieser gif-
Vom Feinde unbesiegt.
Hauptmann Marseille, der 22jährige Flieger von Afrika, ist, wie der Bericht des Oberkommarwos der Wehrmacht mitteilt, im Anschluß an einen Feind-- flug durch ein tragisches Geschick tödlich verunglückt. Dieser bescheidene, aber im Kampf entschlossene und unwiderstehliche Jagdflieger gehörte zu den eHolg-
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reichsten Offizieren der deutschen Luftwaffe. Als er im Frühjahr 1941 als Oberfähnrich nach Aftika kam, ahnte wohl niemand, welch Feuer, welch heldenhafter Mut und welch kühner Jagdeifer in diesem damals gerade 20 Jahre alt gewordenen jungen Menschen steckte. Aber sehr bald entwickelte er sich zu dem erfolgreichsten Flieger über der nordafri- kanifchen Wüste. Wo immer er einen Gegner, und war er in noch so großer Ueberzghl, antraf, griff er ihn an und ließ nicht locker, bis er einen Abschuß
verbuchen konnte. Er mar kein Rekordjäger, sondern ein zielbewußter, kühler Taktiker und ein hervorragender Flieger. Ihm konnte kein Gegner widerstehen. Seine Erfolgserie nahm gerabe in der letzten Zeit ein geradezu sprunghaftes Tempo an. Am 22. Februar d. I. belohnte der Führer den jungen Leutnant nach feinem 46. Luftsieg mit der Der- leihmig des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes. Bald wurde er Oberleutnant und Staffelkapitän. Schon am 6. Juni wurde ihm nach feinem 75. Abschuß das Eichenlaub zum Ritterkreuz vom Führer verliehen. Aber schon elf Tage später hatte er weitere 26 Flugzeuge abgeschossen und damit die Zahl ferner Luftsiege auf 104. erhöhte Mit seiner Beförderung zum Oberleutnant und mit der Verleihung des Eichenlaubs mit Schwertern zum Ritterkreuz stieg er die Stufenleiter feines Erfolges immer höher hinauf. Er übertraf sich selbst, als er am 2. September an der ägyptischen Front an einem Tage nicht weniger als sechzehn brittsche Gegner zur Strecke brachte und damit seinen 125. Luftsieg erreichte. Der Führer zeichnete ihn für diese kämpferische Tat durch Verleihung der Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub und Schwertern aus. Zum letzten Mal wurde der erfolgreiche Flieger in dem Wehrmachtbericht vom 16. September nach dem Abschuß seines 145. bis 151. Luftsieges erwähnt. Seine Beförderung zum Hauptmann war eine verdiente Anerkennung hierführ. Nun hat ihn ein tragisches Geschick von uns genommen. Sein Tod reißt eine fühlbare Lücke in die Front der erfolgreichsten deutschen Jagdstieger. Besonders schmerzlich wird sein Tod, der nicht durch Feindeinwirkung erfolgte, bei feinen Kameraden an der Nordafrikafront empfunden, wo er der Liebling in den Kreisen der Kameraden und aller Soldaten war.
„Lieber ♦. "
Von Willi Fehse.
3n diesen Tagen machte eine Mutter einen kleinen Fund, der sie seltsam bewegte und innerlich auf« richtete.
Sie härmte sich nämlich um ihren Sohn an der Front und gedachte ihm in ihrer Sorge zu schreiben. Dabei zeigte es sich aber, daß ihr das Briefpapier ausgegangen war, und als sie nun in einer Lade danach suchte, entdeckte sie unter alten Schriftstücken einen von jenen grauen, randgelochten Feldpostbriefen, die sie in der Zeit des ersten Weltkrieges verwandt hatte.
Das Blatt war fast unbeschrieben. Nur oben in der rechten Ecke trug es ein verblaßtes Datum aus dem Jahre 1917, und einige Zeilen darunter stand als Anfang einer Anrede das Wörtchen „Lieber ..."
Der Brief hatte ihrem Manne gegolten, der später vor dem Feinde im Osten geblieben war. Sie erinnerte sich indes nicht mehr, warum das Schreiben nicht vollendet wurde. Da aber in ihm wie in einer Muschel, in der ewig das Meer saust, dem sie entstammt, gleichsam noch die Vergangenheit sprach, überkam die Mutter bei seinem Anblick der Schmerz um den verlorenen Mann aufs neue. Dieser Schmerz brannte jedoch nicht. Er klärte, was sich getrübt hatte, löste und wurde von allerlei Ahnungen und Gedanken durchströmt, die sich zugleich mit ihm vom Grunde des Herzens erhoben und wie funkelnde Schaumperlen in einer frei gewordenen Flüssigkeit enworftiegen.
Ihr Blick ging in die Ferne, und ihre Lippen bewegten sich stumm, als hielte sie heimliche Zwiesprache mit dem Toten, den die frembe Erde deckte, und an dessen Stelle jetzt ihr Sohn stand und kämpfte. Wenn ihr Herz aber anfangs voller Hader und Bitterkeit gewesen war, so läuterte es sich nun allmählich und wurde in seinem Schmerz still und gettost.
Sie griff nach dem Federhalter, strich bas alte Datum und setzte dafür das des Tages, und dabei wollte es sie bedünken, als lösche sie mit diesem Federstrich mehr aus als irgendein verblaßtes Datum. Nachdenklich ergänzte sie die Anrede mit dem Namen ihres Jungen und vollendete dann den Brief wie die draußen vollendeten, was eine andere
Zeit begonnen und was vier Jahre barauf nur ein vermeintliches Enbe gefunden hatte. Sie wußte nicht mehr, was sie ihrem Mann damals schreiben wollte. Aber sie wußte plötzlich sehr genau, was sie ihrem Sohn jetzt schreiben mußte. Mochten ihre Schriftzüge heute auch schwankender fein als jene, die den Brief einleiteten: ihr Herz war tapfer und fest; denn es ahnte in dieser Stunde, daß in die Sorge einer Mutter nicht nur das Leben des Sohnes, sondern auch bas kommenber Zeiten und Geschlechter befohlen sein muß.
Oer deutsche Farbfilm.
Von A. M. Schmidt, Berlin.
In großer Zett höchster Anspannung des Krieges um unser Lebensrecht ist ein weiteres deutsches Kul- turwerk zur praktischen Reife gediehen: Die Gewinnung der Farbe durch Erscheinen der ersten farbigen Spiel- und Kulturfilme nach dem in feiner Art vielleicht elegantesten Verfahren des Agfacvlor- Negativ-Positiv-Systems, dessen weitere Vervollkommnung die kommenden Filme zeigen werden.
Mehr und mehr tritt der Färb film in den Lichtspieltheatern in Erscheinung. Die Uraufführung des ersten Farben-Spielfilms „Frauen find doch bessere Diplom ate n" im Oktober 1941 gibt eines jener Daten, die in der Geschichte der Kinematographie als Markstein eingehen werden. Es ist der Beweis für die Vollwertigkeit des deutschen Agfacolor-Negativ-Positiv-Dersahrens. Die rm Agfacolor-Verfahren hergestellten Farbenfilme können ohne weiteres in jedem Lichtspieltheater der ganzen Welt oorgeführt werden!
Pionier des Farbfllms war der Kulturfilm, der zuvor schon eine ganze Reihe von farbigen Filmen geschaffen hatte, die bereits die tatsächliche Erreichung einer Leistungshöhe bewiesen, die dem Farbfllm unter Umständen feinen Platz sicherte. Durch die von den deutschen Wissenschaftlern erzielten erheblichen Verbesserungen des photographischen Farbverfahrens war und ist gerade dem Kulturfilm ein neues wertvolles Mittel in die Hand gegeben, um die Erkenntnisse, wie sie der deutsche Kulturfilm dem Beschauer oermittett, noch mehr zu vertiefen. Mit Hilfe des Farbfilms sind die deutschen Kultursilm schaffenden in der Lage, auch die letzten Ansprüche, die an die dokumentarische Bedeutung
eines Kultursilms gestellt werden können, zu erfüllen. Dr. Ulrich T.K. Schulz, selbst ein Pionier des Kulturfilmschaffens, hat immer'wieder den Farbfilm geradezu gefordert, natürlich soweit es sich um die Erfindung eines wirklich brauchbaren und vyr allem gut kopierfähigen deutschen Farbfilmverfcch- rens handeln würde. Als diese Erfindung vorgelegt wurde, begann er sofort damit, sie praktisch auszu- probieren, und er konnte außerordentlich befriedigende Resultate feststellen.
Als das Ergebnis einer nun schon zehnjährigen Farbsilmpraxis ließen auf der Reichswoche für den deutschen Kulturfilm im September 1941 in München zahlreiche Filmbeispiele den Vortrag von Dr. Nicholas Kaufmann (Leiter der Ufa-Kulturfilme) augenuberzeugend werden. Filmbeffpiele des Zwei- farben-Bipack-Verfahrens (1931/37) zeigten seine Grenzen, aber auch sehr beachtliche Leistungen, wenn man sich auf eine Auswahl von Objekten be- schränkte, denen das System gerecht zu werden vermochte. Einen Fortschritt bedeutete das Pantychrom- system. Ader erst seither Praxisreife des Agfacolor- Verfahrens hatte man das Mittel in der Hand, um das Aufgabengebiet wünschenswert zu erweitern.
Der farbige Kulturfilm „Friedliche Jagd mit der Farbkamera", der schon in Venedig mit einer Medaille ausgezeichnet worden War, wurde auf der Reichswoche als der beste Farb-Kulturfilm des Jahres anertannt. Dr. Ulrich K. T. Schulz, Produktionsleiter der Biologischen Herstellungsgruppe der Ufa, berichtete von den Schwierigkeiten, die beim Farbfilm gegenüber dem in jeder Weise hochgezüchteten Schwarz-Weiß-Film zu bestehen waren. Nach I7jcihriger Kameraarbeit in der freien Natur mußte er nun eigentlich wieder von. vorn anfangen, da der Farbfilm ja zwei- bis dreimal so lichtarm war wie der Schwarz-Weiß-Film und das Fernobjekt nun wieder für den Farbfilm noch zu lichtarm. Man mußte also wieder zu Beginn mit dem 16-cm-Ob- lektiv vom gut verkleideten Hochsitz oder besonders dicht errichteten Schirm aus bei vollster Sonne in
Zeit von 9 Uhr früh bis 17 Uhr nachmittags Jagd auf Wildbilder machen. Ein leichter Schleier, der meistens frühmorgens oder gegen Wend auf der Sonne liegt, genügte, Farbaufnahmen zu verhindern. Der Lichtmesser, ohne den es beim Farb- fum noch nicht ging, zeigte nicht die erforderliche Menge ,Lux , wie es in der Farbsprache der Filmleute heißt.
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fern mit freudiger Dankbarkeit. Das gilt gleichermaßen für den. der spendete, wie für den, der aus diesem gewaltigen hilfswerk beschenkt wurde. Diese Zahlen sind ein einzigartiges soziales Abstimmungsergebnis unseres Volkes, das darin, seinen festen Willen zur Gemeinschaft zum Ausdruck bringt.
So wie der deutsche Soldat an allen Fronten eine Phalanx der Schwerter gebildet hat, so schuf sich das deutsche Volk in der Heimat eine Phalanx der helfenden Hände. 3m dritten ttriegswinler sind vom deutschen Volke 1208 Millionen RM. gespendet worben. Damit ist
Generalfeldmarschall Rommel nahm — wie schon gemeldet — als Ehrengast an der großen Führer- Kundgebung im Berliner Sportpalast teil. Unser Bild zeigt den Oberbefehlshaber der Panzerarrnee Afrika neben dem Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, auf der Ehrentribüne. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
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mit seinen 916 Millionen wiederum weit übertroffen worben, unb zwar um 32%.
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macht erbrachte gleich wie der Tag der Polizei 57 Millionen. Diese Summe von insgesamt 302 Mü
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Allein das Auskommen der Kriegswinterhilfswerke betrug 2805 Millionen. Das ist z. V. mehr als der Wert bet Lin- und Ausfuhr fast eines Dutzends sübamerikanischer Lander. Die gesamte Opferteistung in diesem Kriege erreichte damit 4076 Millionen. Darin
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in der Gattung Unierrichtsfllme, in der ein erster Preis nicht zur Verteilung gelangte.
Mit dem Erscheinen des ersten großen farbigen Spielfilms „Frauen find doch bessere Diplomaten" war eine weitere Pioniertat für die Farbe im Film vollbracht. Eine neue Periode künstlerischer Gestaltung ist eingeleitet. Schritt um Schritt werden weitere folgen.
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39 Millionen erhöhte und damit fast verdoppelte. In jeder dieser Ziffern spiegelt sich die soziale Tat- und Kampfgemeinschaft des deutschen Volkes auf das beglückendste wider. (Bei diesen Feststellungen wurde der Minister immer wieder von lebhaftem begeistertem Beifall unterbrochen, der auch bei seinen weiteren Ausführungen anhält.)
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daß nicht nur das Deutsche Reich, sondern auch das deutsche Volk seit 1933, von 1918 gar nicht zu reden, eine unvorstellbare Wandlung durchgemacht hat? Den Rekord schlugen die Gau st raßen- lerer Fel sammlungen, deren Ergebnis sich von 22 auf ijen- öaß 39 Millionen erhöhte und damit fast verdovvelte. un
Die Aufgabe des Farbfilms ist die Sichtbarmachung dessen, was Bewegung und Ton, die Elemente also des schwarzweißen Films, gar nicht oder nur fe^r schwer zu deuten oder zu sagen vermochten. In „Frauen sind doch bessere Diplomaten" sind bereits schöne Ansätze der „Dramaturgie der Farbe" vorhanden. Von dieser Seite aus ist künftig der Farb-Spielfilm zu behandeln, wenn er nicht einfach die Kolorierung des schwarzweißen Films bedeuten will, sondern — noch ein Element! Einstimmig wird das Hinzu kommen der Farbe im F'lm als „Revolution des Filmbildes" bezeichnet. In der Revolution des Filmbildes, in der Dramaturgie der Farbe liegen Aufgaben und Ziel für die künstlerische Fortentwicklung des deutschen Farbfilms. Und man kann sicher sein, daß sie die deut- .. M scheu Filmschaffenden mit jener Gründlichkeit und Klarheit meistern werden, die der Führungsstellung nu des deutschen Films im neuen Guropa sutsprecheL
vergangenen Jahr. Die Spenden von Firmen und Organisationen beliefen sich auf 270 Millionen. Die Opsersonntage brachten mit 237 Millionen fast die Hälfte mehr als im Winter 1940/41. Das Ergebnis der Reichsstraßensammlungen stteg um 37 Prozent auf insgesamt 188 Millionen. Der Tag der Wehr-
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lionen übertrifft den Ertrag der beiden erfolgreichsten Sammlungen des ersten Weltkrieges, und zwar her Ludendorff-Spende 1918 und der Nationalen Stiftung für die Hinterbliebenen des Weltkrieges, die acht Jahre lief, um ein beträchtliches. Wo wäre ein schlagenderer Beweis für die Tatsache zu finden.
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Eduard Ahlborn (Hildesheim) den zweiten Preis . j ö.„ n^e — x- ----------i...... LJJWg ii
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Die auf der Reichswoche zur Vorführung gelangten, auf Agfacolor aufgenommenen Farbfilme wurden in der Reihenfolge ihrer Entstehung gezeigt, wodurch die fortschreitende Farbfilmtechnik besonders eindrucksvoll veranschaulicht wurde. Sie stammen aus den Jahren 1939 und 1940 und wiesen noch Mängel auf, die mit den neuesten Emulsionen der Rohfilme des Jahres 1941 bereits behoben worben find. Die Entwicklung geht unablässig weiter schon im September 1941 war eine Empfindlichkeit er- reicht, die der des JsopanMaterials entsprach. Auch die Frage des Rot konnte erheblich gefördert werden, desgleichen wurden Fortschritte bei den Hilfs- Mitteln der Farbaufnahme, z.B. den Lichtquellen, gemacht. LZ.?3
Aus dem Internationalen Amateurfilmwettbewerb n9 in Stockholm (November 1941) erhielt der deutsche Farbfilm „Glück auf Schienen" von Walther Be- v e r - Mohr (Schwelm, Westfalen) den ersten Preis m der Gattung der Spielfilme und der deutsche Farbfilm „Unter Seeadlern und Kranichen"


