<92. Jahrgang Nr. 5< Ersckeinl täglich,, außer Sonntags und feiertags
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15 Jahre Gau Hessen-Nassau.
Fünfzehn Jahre firtb es nun her, seit der Führer mir einen Gau anvertraut hat. Zeitlich gesehen eine kurze Spanne, und dennoch in unserer Zeit eines besinnlichen Rückblickes wert.
Dem Bolschewismus begegnete ich zuerst im Weltkrieg an der Ostfront, und zwar zunächst als Auswirkung auf die russische Armee. In Berührung bin ich mit dem Bolschewismus nach unserem Einmarsch in Rußland im Februar 1918 gekommen. Seine verheerende Einwirkung auf deutsche Soldaten habe ich in der Ukraine und auf dem Rückmarsch nach Deutschland sowie zu Jahresbeginn 1919 in München miterlebt, wo meine Truppe demobilisierte. Die politischen Wandlungen in München konnte ick) zunächst während der Demobilisierung und danach vom Lazarett aus unmittelbar beobachten, wo ich noch einige Zeit verbringen muhte, um von einer Verletzung endgültig wieder hergestellt zu werden. Der Sturz vom Rote-München zum Räte-München ist. mir besonders lebendig gegenwärtig geblieben, weil ich mich als Rekonvaleszent auf den Straßen persönlich von dem Gang der Dinge überzeugen konnte. Die politischen Börsen am Löwenbräukeller, am Stachus, am Marienplatz und am Odeonsplatz sind mir eine bleibende Erinnerung. Des öfteren hatte ich die Möglichkeit, bolschewistische Sendlings aus Räterußland zu stellen, die, kaum der deutschen Sprache mächtig, mit ihrem Kauderwelsch die Passanten in Bann zu schlagen suchten und auch geschlagen haben. Die Ermordung Eisners gab Gelegenheit zu einem Sondererlebnis im Lazarett. Die Gesamterfahrung genügte mir; jede Lust am damaligen Partei- oder sonstigen politischen Leben war mir gründlich vergangen.
Als politisch Suchender kehrte id) im Sommer 1919 nach Frankfurt zurück, wo ich seit 1912 meine Heimat gefunden hatte. Das allgemeine Bild fand ich gegen 1914 dahin stark abgewandelt vor, als die „asiatische Horde" am Mainstrand stark vermehrt schien und mehr als anderwärts ihre Herrschsucht im deutschen Volks-, Kultur- und Geistesleben zu verwirklichen suchte und auch verwirklichte; hatte doch System-Frankfurt einen jüdischen Oberbürgermeister.
Alsbald konnte ich feststellen, daß ich nicht ein einsamer Einzelgänger war, sondern der Sucher im politischen Wirrwarr waren immerhin einige. Erfreulicherweise waren es auch Frontsoldaten, die da und dort in irgendeiner Form einen Zusammenschluß suchten oder irgendwie gefunden hatten. In diese Kreise wurde 192'2 die Kunde von dem Bestehen der NSDAP, in München getragen. Die 25 Thesen Adolf Hitlers wurden alsbald durch ein Flugblatt auch bekannt, und schon begannen sich die Reihen zu formieren. Aus wenigen politischen Suchern wurden schon in diesem Jahre Mitglieder der NSDAP., deren Zusammenhalt begründet war im Vertrauen und im Glauben an den Führer. Wenn auch nicht alle nach dem 9. November 1923 sofort wieder auf dem Plan erschienen, so waren wir damals doch schon so weit, daß das Polizeiverbot die NSDAP, nicht totmachen konnte. Die Tarnung wurde unter verschiedenen Namen und mit verschiedenem Aeußeren durchgeführt. Den politischen Kern bildete „Die Deutsche Partei".
Die Neuwahlen 1924 gaben zum erstenmal die Möglichkeit, über den Mitgliederbestand hinaus eine Uebersicht über Anhänger bzw. Mitläufer zu erhalten. Im Rahmen des völkisch-sozialen Blocks traten wir in den Wahlkreisen Hessen-Nassau und im Land Hessen in die sogenannte Kampfarena, und unsere Versammlungen fanden derart Anklang, daß im allgemeinen die Säle überfüllt waren. Von den Rednern, die sich für Adolf Hitler einsetzten, war kein einziger sogenannter Politiker oder land- läufiaer Redner. Für jeden einzelnen von uns war das Auftreten in diesem Stil ein erster Versuch. So waren meine Versammlungen in Frankfurt, insbesondere die in der Ginnheimer Turnhalle, in Pfungstadt, in Darmstadt und in Beerfelden für mich ein ungewöhnliches Erlebnis, da Überraschenderweise viel mehr Verständnis für unsere Sache vorhanden zu sein schien, als ich erwartet hatte. In Frankfurt, dem Kernpunkt der Bewegung, bekannten sich über 12 000 Wähler mit ihrem Stimmzettel zum Programm der NSDAP., das auch das Programm der Tarnungsgruppe war. Der Volksmund belegte uns schon damals mit der Bezeichnung „Die Hitler". Trotz des Anfangserfolges uno trotz der durch diesen bedingten Aufmunterung blieb der Rückschlag, der die gesamte Partei damals traf, auch hier nicht aus. Auch innere Auseinandersetzungen blieben der hiesigen Gruppe nicht erspart.
Während dieses Durcheinanders habe ich die Führung der Tarnungsgruppe übernehmen müssen Näher und eingehender sind diese Vorgänge in dem soeben im Verlage des „Frankfurter Volksblattes" erschienenen Buch „So kämpften mir" geschildert.
Die Reichstagswahlen im Dezember 1924 gaben erneut GelEpheit, die Programmpunkte des Führers an b reue re Schichten des Volkes heranzubvin- gen..Mit festem Händedruck gedenke ich heute der Männer, die in Frankfurt und im weiten Hinterland beherzt die Sache der NSDAP, zu ihrer eige- nen machten. Der Kampf war ungleich härter als im Mai, die Gegner zahlreicher; man spürte bereits stark die bezahlten Juden knecht der verschiedenen Parteien. Als besondere Erlebnisse sind mir die Versammlungen in Alt-Weilnau, Hachenburg, Wetzlar, Hanau, Gelnhausen und Bi"ber bei Gelnhausen im Gedächtnis geblieben. Am 12. Dezember wurde fest- gestellt, daß viel Treibholz aus dem Mai abgetrieben mar. Frankfurt hielt dennoch feinen Block von über 12 000 Anhängern. Den Kreis derer, die sofort weiter mitzuarbeiten bereit waren, konnte ich allerdings nach der Wahl auf 4 Stühlen versammeln. Jeder Einzelne dieser Mitarbeiter, wo auch der Einzelne heute sein mag, hat besonderen Dank verdient, und allen denen, die am 12. Dezember 1924 dem Führer die Treue hielten, spreche ich heute meinen ^anj besonderen Dank aus, — sie bildeten
Von Jakob Sprenger, Gauleiter.
die Grundmauer zum weiteren Aufbau der Partei. Als der Führer im Februar 1925 die Partei neu gründete, trat eine sichtliche Belebung in der Bewegung auch hier ein. Die Neugründung zog so manchem Korsettstangen ein, und manches Holz, das abgetrieben roar, flößte wieder an und wurde standhaft. Die Tarnungsgruppe wurde sofort aufgelöst und ihre Mitglieder gehalten, als Einzelmitgneder der NSDAP, beizutreten.
Der Stadtverordnetenfraktion von vier Mann in Frankfurt ein besonderes Gedenken, da sie während der verschiedenen polizeilichen Bannflüche gegen die Partei nach außen hin trotz allem durch ihre Rührigkeit den Bestand und das Leben der Partei do- 'umentierte und für viele treue Anhänger der Maßstab für das Vorhandensein der Partei blieb.
Zunächst war es mir vergönnt, als Ortsgruppenleiter von Groß-Frankfurt weiter zu wirken. Jry Laufe des Jahres 1926 mußte ich, wie schon 1924, in die Bresche springen und die Führung des Gaues übernehmen, wenn auch in etwas anderer Struktur, als sie der heutige Gau zeigt. Mit wenigen, aber treuen Mitkämpfern des Führers gelang es, neben einer sporadischen Derfammlungstätigkeit, die durch die Streuung der Anhänger in den weiten Gebieten bedingt war, allmählich die Dersarnrnlungstätigkeit in Gang zu halten und neue Stützpunkte zu schaffen.
Der Führer hat dann am 25. Februar 1927 meine Ernennung zum Gauleiter ausgesprochen, eine um so größere Freude, als das für mich und meine Mitstreiter zugleich eine Anerkennung der seither geleisteten Arbeit war.
Von nun an ging es besser vorwärts. Der Name des Führers war ins Volk gedrungen, und immer wieder war es der Führer selbst, der uns allen immer erneut ein VoÄild gab, und uns durch seine rastlose Arbeit immer aufs neue anfeuerte.
Die Programmpunkte der NSDAP, wurden immer mehr als Weltanschauung empfunden und erkannt. Die Zahl der Parteimitglieder nahm stetig zu. Besonderes Augenmerk mußte ich darauf verwenden, neue Mitkämpfer heranzu^eben und in die Arbeit eimuftetten. Zu diesem Zweck wurde schon im ersten Winter eine Rednerschule aufgetan, durch deren Lifte so mancher wertvolle Gefolgsmann des Führers hindurchging.
Höhepunkte der Bewegung zeigten in der Folge Imrter die Wahlen an. es Reichstags-, Kam« Munal- oder sonstige Wahlen gewesen sein. Während dieser Zeiten politischer Unruhe wurden immer im verstärkten Maße Ortsgruppen im Gau gegründet. SA. und ff erhielten neuen Zuzug. Mit verstärkter Kraft konnte so nach jeder Wahl intensiver am Ringen um den einzelnen Menschen angetreten werden. Ich gedenke freudigen Herzens der Fahrten mit ewigen SA.- oder -Trupps in den Taunus, den Westerwald, den Odenwald oder in den Vogelsberg. Ganz besonders aber muh ich der
Zum 15. Male jährte sich der Tag, an dem der Führer dem damaligen Parteigenossen Jakob Sprenger mit der Führung des heutigen Gaues Hessen-Nassau betraut hatte. 15 Jahre unermüdlicher Hingabe an die Idee der Bewegung, rastloser Fleiß, ungebrochene Energie und unerschöpflicher Idealismus sind die Grundelemente, die Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenaer befähigten, Hessen- Nassau in den Jahren des Kampfes und des Aufbaues zu dem zu machen, was es heute ist: Zu einem Mittelpunkt geistigen, kulturellen und wirtschaftlichen. Lebens. Frankfurt am Main, die Gauhauptstadt, beging diesen Tag, der Zeit entsprechend, mit ernster und würdiger Feierlichkeit.
Feier im Adolf-Hiiler-Haus
Am Morgen des 1. März hatten sich die alten Mitstreiter und Mitkämpfer der Bewegung, die Führer der Partei, ihrer Gliederungen und angeschlossenen Verbände zu einer stillen Feierstunde in engstem Kreis im Adolf-Hitler-Haus der Gauhauptstadt eingefunden, um Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger ihre Glückwünsche zum Ausdruck zu bringen. Der stellv. Gauleiter Linder sprach diese im Namen des gesamten Führerkorps aus und erinnerte an die Zeit, als dem Gauleiter in einer Epoche tiefster Erniedrigung und Verelendung Deutschlands das Gaugebiet anvertraut wurde, um es zu einem lebendigen Mittelpunkt des ungebrochenen Glaubens an den Wiederaufstieg des Reiches zu machen. Er würdigte b;e unbestechliche Persönlichkeit des Gauleiters als Mensch sowie als genialer politischer Kämpfer und seine besondere Gabe, nicht nur Vorgesetzter, sondern auch Kamerad im Sinne Adolf Hitlers zu fein. Als Ausdruck des Dankes an diesem denkwürdigen Tage überreichte der stellv. Gauletter dem Gauleiter ein Gemälde, das in künstlerischer Ausführung den Blick auf die am Main gelegene Gauhauptstadt gewährt, als symbolhafter Ausdruck der Tatsache, daß Gauleiter Sprenger der Ueberwinder der trennenden Mainlinie wurde.
Gauleiter Sprenger bankte dem Stellv. Gauleiter für seine Worte und gab seiner besonderen Freude Ausdruck, diesen Tag im Kreis seiner Akten Garde begehen zu können. „Das Wort „Jubiläum" gehört nicht zum Wortschatz des Nationalsoziattstc'N", betonte der Gauleiter, „dieser Tag ist vielmehr ein Anlaß besinnlicher Schau, ein Rückblick auf das Vergangene und ein Ausblick in die Zukunft". Er zog dann eine Parallele zwischen dem Weltkrieg und dem gegenwärtigen Ringen Deutschlands um den Bestand seines
treuen Männer der SA. und ff und aller Gefolgsmänner Adolf Hitlers gedenken, die bei diesen Fahrten den letzten Groschen als Fahrgeld im Dienste des Führers und der nationalsozialistischen Weltanschauung opferten und dann hungerten. Kein Opfer, keine Arbeit waren umfonft. Die Wahlen 1928 sollten uns in Frankfurt nach dem Willen aller Judenfreunde und sonst vereinten Gegner besonders treffen; wir sollten aus dem Römer getrieben werden. „Bei Philippi sehen wir uns wieder!" rief ich den Parteiknechten in der letzten Stadtoer- ordnetenfitzung vor der Wahl zu, und der Frankfurter Block von mehr als 12 OOO hielt stand, wir kehrten wieder. Ein Kamerad aus fernerem Gau meinte damals gelegentlich: „In Frankfurt steht Ihr auf verlorenem Posten", doch er hatte sich getäuscht. Der Druck der hiesigen Juden erzeugte den nöligen Gegendruck bei den Besten der Bevölkerung und strafte ihren WDerstand. Der Kampf fand neuen Nährboden.
Die Reichstagswahlen 1930 sichteten vier Abgeordnete. Die Partei hatte einen festen Kern, und die Anhängerschaft war so zahlreich, daß der Kampf mit berechtigter bester Hoffnung weitergeführt werden konnte. In diesem Rahmen darf ich insbesondere der Parteigenossen gedenken, die sich aus Arbeitern und Bauern rekrutierten, und die die Mehrheit der Partei darstellten. Das war der gesunde Kern des Volkes in Hessen und in Nassau.
Die höchste Belohnung, nach der wir uns lange gesehnt hatten, blieb bann auch nicht aus. Der Führer kam 1930 zweimal zu uns, um in ber Fest- halle zu Tausenben unb aber Tausenben zu sprechen. Ein Erlebnis für jeben einzelnen Versammlungsteilnehmer! Die Gefolgschaft bes Führers hielt sich weiter bis zur Machtübernahme prächtig, um danach am Aufbauwerk bes Führers in Partei, Staat unb in ber gesamten Volksgemeinschaft rührigen Anteil zu nehmen.
In bes beutfchen Volkes großer Schickfalsstunbe hat sich Hessen-Nassau im Kranz ber deutschen Gaue hervorragend mitbewährt. Die Opfersammlungen, gleichviel welcher Art, fanben bie Hessen-Nassauer immer an guter Stelle. Insbesondre bie Woll- und Wintersachensammlung für unsere Wehrmacht hat auch hier ein ganz hervorragendes Ergebnis gezeitigt. Den Dank bes Führers unb feiner Solbaten barf jeber Opferfreudige für sich buchen.
Jeder einzelne des Gaues weiß, daß es um Sern ober Nichtsein geht, unb baß jeder, ob er als Bauer, Arbeiter ober an sonstiger Stelle bes Volkslebens steht, ober ob er als Soldat an der Front kämpft, das Letzte für unseren Enbsieg einzusetzen hat.
Alle schauen wir auf zum Führer, unb ihm wollen wir heute nach 15 Jahren erneut geloben, daß wir wie in ber Vergangenheit auch künftig eine geschlossene Gefolgschaft Adolf Hitlers bleiben wollen, die gewohnt ist, ihre Treue durch die Tat täglich aufs neue zu beweisen.
Reiches. Er gab einen Rückblick über feine Erlebnisse als Frontsoldat und knüpfte daran die bitteren Erinnerungen an das München der Räte-Regie- rung, in dem er als Verwundeter Genesung suchte. Er gedachte jener Zett, als er dann in Frankfurt am Main seine zweite Heimat fand, und begleitete in lebendiger Schilderung jene Zeit, als das organische Wachstum ber Bewegung, das von Männern mit heißem Herzen getragen wurde, in der jetzigen Gau-Hauptstadt immer festere Wurzeln schlug. Allen Widerständen und jüdischen Einflüssen zum Trotz eroberte sich die Idee Adolf Hiflers das Rhein-Main-Gebiet und zog im Banne der unermüdlichen Hingabe des Gauleiters an die Bewegung immer mehr der Besten an sich. Und so galt noch einmal der warme Dank des Gauleiters feinen alten Mitstreitern, die in unerschütterlicher Gläubigkeit und Opferwilligkeit mit ihm den Weg gingen, der zum Sieg der Idee und zum Wiederaufstieg des Reiches führte, das heute durch feinen von ber Partei geweckten Wehrwillen feinen letzten Kampf siegreich auszufechten im Begriff ist. „Sorgen wir dafür, baß wir die Alten bleiben", rief der Gauleiter abschließend aus, „und in diesem Geiste werden wir auch die Zukunft und die gigantische Größe ihrer -Aufgaben meistern".
Festliche Stunde im Opernhaus.
Am Nachmittag hatten sich im Opernhaus die Vertreter der Partei, des Staates, der Wehrmacht und ber Wirtschaft zusammengefunden, um gemeinsam mit dem Gauleiter eine festliche Stunde zu begehen. Stellv. Gauleiter Linder beglückwünschte den Gauleiter im Namen aller Anwesenden und würdigte in herzlichen Worten sein Wirken und Schaffen in den vergangenen 15 Jahren. „Fünfzehn Jahre sind im Leben eines Volkes nur eine kurze Zeit", so betonte er, „jedoch die vergangenen 15 Jahre haben sich zu einer Zeitspanne so ungeheurer Strukturwandlungen auf allen Gebieten gestaltet, daß sie auch für die gesamte Zukunft von epochaler Bedeutung sein werden. Die Voraussetzungen für solche Umgestaltungen müssen immer Persönlichkeiten sein. Und eine solche Persönlichkeit war Jakob Sprenger, der zu jenen alten Kämpfern des Führers zählte, deren gläubige Hingabe an die Idee überdimensionale Kräfte zu mobilisieren vermochte. Er war in unserem Gau der erste, größte und bedingungsloseste Soldat Adolf Hitlers, dem es gerade darum gelang, das Rhein-Main-Gebiet dem Führer zu erobern." Set Stellv. Gauleiter drückte dem Gauleiter als dem Statthalter Wolf Hitlers
Oie Wehrmachiberichie.
Bom Samstag.
DNB. Aus dem Führerhauptguar kiek, 28. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Auf der Krim griff der Feind gleichzeitig vor Sewastopol und auf der Halbinsel Kertsch mit starken, von Panzern und Fliegern unterstützten Kräften an. In harten Kämpfen wurden die Angriffe unter hohen blutigen Verlusten für den Gegner abgewiesen. Teilweise sind die Kämpfe noch im Gange. Vor Sewastopol wurden 9, auf der Halbinsel Kertsch 35 feindliche Panzer abgeschossen.
An der Donezfront scheiterte ein weiterer mit starken Kräften und. Panzern durchgeführter Angriff des Feindes.
Auch an den übrigen Abschnitten der Ostfront wiederholte der Gegner seine erfolglosen und verlustreichen Angriffe. Angriffsunlernehmungen von verbänden des Heeres und der Waffen-^ waren erfolgreich.
Insgesamt wurden allein gestern an der Ostfront 75 feindliche Panzer vernichtet.
In Nordafrika zersprengten deutsche und italienische Luftwaffenverbände britische Truppen- anfammlungen im Tiefangriff und griffen Flugplätze und Hafenanlagen des Feindes mit Bomben und Bordwaffen an. Fünf britische Flugzeuge wurden am Boden zerstört, zwei weitere in Luftkämpfen abgeschossen.
Auf Malta wurden bei Angriffen deutscher Kampfflugzeuge auf den Hafen L a Valetta Bombentreffer schwersten Kalibers in Lagerhallen und Magazinen erzielt. Ein britisches Unterseeboot wurde durch Beschuh mit Bordwaffen beschädigt.
Deutsche Unterseeboote versenkten im Atlantik fünf Schiffe mit 42 000 BRT. Zwei weitere große Schiffe wurden durch Torpedotreffer beschädigt.
3m Seegebiet um England beschädigten Bombentreffer deutscher Kampfflugzeuge zwei größere Handelsschiffe schwer.
An der nordfranzösischen Küste landeten in der letzten Nacht eine Anzahl britischer Fallschirmjäger. Nachdem sie eine schwache Küsiensicherung überfallen hatten, zogen sie sich zwei Stunden später vor dem Druck der deutschen Gegenmaßnahmen wieder über See zurück.
Bei Einflügen britischer Bomber In der letzten Nacht in das deutsche Küstengebiet wurden drei aggteifenbe Flugzeuge abgeschossen.
Vom Sonntag.
DNB. AusdemFührerhauptquarkier, 1. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Auf der Halbinsel Kertsch verlor der Gegner in den Kämpfen der letzten Tage über 4000 Tote und 66 Panzer. 3n der Kad)t zum 27. Februar drangen deutsche Stoßtrupps dreißig Kilometer weil über das E i s des Afowfchen Meeres bis zu dessen Südufer vor und vernichteten ohne eigene Verluste einen feindlichen Stützpunkt mit feiner Besatzung.
An der Donez-Frout sind weitere schwere Kämpfe im Gange. Italienische und slowakische Truppen wiesen von Panzern unterstützte Angriffe der Sowjets ab.
Die Luftwaffe zerschlug an verschiedenen Abschnitten der Ostfront feindliche Bereitstellungen und vernichtete zahlreiche Panzer, Geschütze und Fahrzeuge. Im hohen Norden richteten sich wirksame Luftangriffe aegen militärische Anlagen des Hafens von Murmansk. Ein großer Transporter wurde durch Bombenwurf beschädigt.
In Nordafrika wurden britische AusklS- rungskräste zurückgeworfen. Deutsche Jäger zersprengten feindliche, Panzerspahabteilungen.
3m Kanalgebiet schoß ein Schwarm deutscher 3äger ohne eigene Verluste aus einem stärkeren britischen 3agboerbanb drei Flugzeuge a b. Lin weiteres feindliches 3agdflugzeug wurde an der belgischen Küste im Luftkampf zum Absturz gebracht.
seinen Dank für fein Wirken ans unb versicherte ihn auch für die Zukunft der treuesten Gefolgschaft seiner Parteigenossen, wo sie auch immer ihre Pflicht erfüllen mögen.
Oer Bauleiter
dankte hierauf in herzlichen Worten und gab seiner Freude Ausdruck, diese Stunde mit all jenen vereint begehen zu können, die ihm stets in treuer Arbeit verbunden sind. Gerade diese Form besinnlichen Gedenkens veranschauliche ihm insbesondere den gewaltigen Unterschied von einst und jetzt. Er betonte, daß er weniger die Tatsache, 15 Jahre in Hessen- Nassau als Gauleiter zu wirken, zum Ausgangspunkt eines Rückblickes nehmen wolle, als die Tatsache, daß es nunmehr 22 Jahre her sind, daß der Führer das Programm der NSDAP, einer breiten Oeffentlichkeit zugänglich machte, das wie ein zündendes Feuer wirkte und auch unseren Gau zu erobern begann. Auch den 25. Gründungstaq konnte die Partei in diesen Tagen begehen. Der Gauleiter gedachte jener kleinen Anfänge einer gigantischen Idee, die in organisatorischer Durchbildung an den einzelnen Menschen appellierte und die Gläubigkeit des Herzens an das kaum gekannte Genie Adolf Hitlers wachrief. Getragen von der Ueberzeugung, daß die zwei Millionen deutscher Soldaten nicht umsonst auf den Schlachtfeldern des Weltkrieges verblutet fein sollen, riß der Führer immer mehr der besten Männer an sich, machte sie sehend für die Aufgaben Deutschlands ttnd erzog sie zu positiver charakterlicher Haltung. Auf Lieser Grundlage wuchs
3m Kampfe gehärtet - in der Führung bewährt.
Hessen-Nassau gratulierte seinem Sauleiter.


