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<92. Jahrgang Nr. 5< Ersckeinl täglich,, außer Sonntags und feiertags

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15 Jahre Gau Hessen-Nassau.

Fünfzehn Jahre firtb es nun her, seit der Füh­rer mir einen Gau anvertraut hat. Zeitlich gesehen eine kurze Spanne, und dennoch in unserer Zeit eines besinnlichen Rückblickes wert.

Dem Bolschewismus begegnete ich zuerst im Welt­krieg an der Ostfront, und zwar zunächst als Aus­wirkung auf die russische Armee. In Berührung bin ich mit dem Bolschewismus nach unserem Ein­marsch in Rußland im Februar 1918 gekommen. Seine verheerende Einwirkung auf deutsche Soldaten habe ich in der Ukraine und auf dem Rückmarsch nach Deutschland sowie zu Jahresbeginn 1919 in München miterlebt, wo meine Truppe demobilisierte. Die politischen Wandlungen in München konnte ick) zunächst während der Demobilisierung und danach vom Lazarett aus unmittelbar beobachten, wo ich noch einige Zeit verbringen muhte, um von einer Verletzung endgültig wieder hergestellt zu werden. Der Sturz vom Rote-München zum Räte-München ist. mir besonders lebendig gegenwärtig geblieben, weil ich mich als Rekonvaleszent auf den Straßen persönlich von dem Gang der Dinge überzeugen konnte. Die politischen Börsen am Löwenbräukeller, am Stachus, am Marienplatz und am Odeonsplatz sind mir eine bleibende Erinnerung. Des öfteren hatte ich die Möglichkeit, bolschewistische Sendlings aus Räterußland zu stellen, die, kaum der deutschen Sprache mächtig, mit ihrem Kauderwelsch die Pas­santen in Bann zu schlagen suchten und auch ge­schlagen haben. Die Ermordung Eisners gab Ge­legenheit zu einem Sondererlebnis im Lazarett. Die Gesamterfahrung genügte mir; jede Lust am da­maligen Partei- oder sonstigen politischen Leben war mir gründlich vergangen.

Als politisch Suchender kehrte id) im Sommer 1919 nach Frankfurt zurück, wo ich seit 1912 meine Heimat gefunden hatte. Das allgemeine Bild fand ich gegen 1914 dahin stark abgewandelt vor, als die asiatische Horde" am Mainstrand stark vermehrt schien und mehr als anderwärts ihre Herrschsucht im deutschen Volks-, Kultur- und Geistesleben zu verwirklichen suchte und auch verwirklichte; hatte doch System-Frankfurt einen jüdischen Oberbürger­meister.

Alsbald konnte ich feststellen, daß ich nicht ein einsamer Einzelgänger war, sondern der Sucher im politischen Wirrwarr waren immerhin einige. Er­freulicherweise waren es auch Frontsoldaten, die da und dort in irgendeiner Form einen Zusammen­schluß suchten oder irgendwie gefunden hatten. In diese Kreise wurde 192'2 die Kunde von dem Be­stehen der NSDAP, in München getragen. Die 25 Thesen Adolf Hitlers wurden alsbald durch ein Flugblatt auch bekannt, und schon begannen sich die Reihen zu formieren. Aus wenigen politischen Suchern wurden schon in diesem Jahre Mitglieder der NSDAP., deren Zusammenhalt begründet war im Vertrauen und im Glauben an den Führer. Wenn auch nicht alle nach dem 9. November 1923 sofort wieder auf dem Plan erschienen, so waren wir damals doch schon so weit, daß das Polizeiver­bot die NSDAP, nicht totmachen konnte. Die Tar­nung wurde unter verschiedenen Namen und mit verschiedenem Aeußeren durchgeführt. Den politi­schen Kern bildeteDie Deutsche Partei".

Die Neuwahlen 1924 gaben zum erstenmal die Möglichkeit, über den Mitgliederbestand hinaus eine Uebersicht über Anhänger bzw. Mitläufer zu er­halten. Im Rahmen des völkisch-sozialen Blocks traten wir in den Wahlkreisen Hessen-Nassau und im Land Hessen in die sogenannte Kampfarena, und unsere Versammlungen fanden derart Anklang, daß im allgemeinen die Säle überfüllt waren. Von den Rednern, die sich für Adolf Hitler einsetzten, war kein einziger sogenannter Politiker oder land- läufiaer Redner. Für jeden einzelnen von uns war das Auftreten in diesem Stil ein erster Versuch. So waren meine Versammlungen in Frankfurt, ins­besondere die in der Ginnheimer Turnhalle, in Pfungstadt, in Darmstadt und in Beerfelden für mich ein ungewöhnliches Erlebnis, da Überraschen­derweise viel mehr Verständnis für unsere Sache vorhanden zu sein schien, als ich erwartet hatte. In Frankfurt, dem Kernpunkt der Bewegung, bekann­ten sich über 12 000 Wähler mit ihrem Stimmzettel zum Programm der NSDAP., das auch das Pro­gramm der Tarnungsgruppe war. Der Volksmund belegte uns schon damals mit der BezeichnungDie Hitler". Trotz des Anfangserfolges uno trotz der durch diesen bedingten Aufmunterung blieb der Rück­schlag, der die gesamte Partei damals traf, auch hier nicht aus. Auch innere Auseinandersetzungen blieben der hiesigen Gruppe nicht erspart.

Während dieses Durcheinanders habe ich die Füh­rung der Tarnungsgruppe übernehmen müssen Näher und eingehender sind diese Vorgänge in dem soeben im Verlage desFrankfurter Volksblattes" erschienenen BuchSo kämpften mir" geschildert.

Die Reichstagswahlen im Dezember 1924 gaben erneut GelEpheit, die Programmpunkte des Füh­rers an b reue re Schichten des Volkes heranzubvin- gen..Mit festem Händedruck gedenke ich heute der Männer, die in Frankfurt und im weiten Hinter­land beherzt die Sache der NSDAP, zu ihrer eige- nen machten. Der Kampf war ungleich härter als im Mai, die Gegner zahlreicher; man spürte bereits stark die bezahlten Juden knecht der verschiedenen Parteien. Als besondere Erlebnisse sind mir die Ver­sammlungen in Alt-Weilnau, Hachenburg, Wetzlar, Hanau, Gelnhausen und Bi"ber bei Gelnhausen im Gedächtnis geblieben. Am 12. Dezember wurde fest- gestellt, daß viel Treibholz aus dem Mai abgetrie­ben mar. Frankfurt hielt dennoch feinen Block von über 12 000 Anhängern. Den Kreis derer, die sofort weiter mitzuarbeiten bereit waren, konnte ich al­lerdings nach der Wahl auf 4 Stühlen versammeln. Jeder Einzelne dieser Mitarbeiter, wo auch der Einzelne heute sein mag, hat besonderen Dank ver­dient, und allen denen, die am 12. Dezember 1924 dem Führer die Treue hielten, spreche ich heute meinen ^anj besonderen Dank aus, sie bildeten

Von Jakob Sprenger, Gauleiter.

die Grundmauer zum weiteren Aufbau der Partei. Als der Führer im Februar 1925 die Partei neu gründete, trat eine sichtliche Belebung in der Be­wegung auch hier ein. Die Neugründung zog so manchem Korsettstangen ein, und manches Holz, das abgetrieben roar, flößte wieder an und wurde stand­haft. Die Tarnungsgruppe wurde sofort aufgelöst und ihre Mitglieder gehalten, als Einzelmitgneder der NSDAP, beizutreten.

Der Stadtverordnetenfraktion von vier Mann in Frankfurt ein besonderes Gedenken, da sie während der verschiedenen polizeilichen Bannflüche gegen die Partei nach außen hin trotz allem durch ihre Rüh­rigkeit den Bestand und das Leben der Partei do- 'umentierte und für viele treue Anhänger der Maß­stab für das Vorhandensein der Partei blieb.

Zunächst war es mir vergönnt, als Ortsgruppen­leiter von Groß-Frankfurt weiter zu wirken. Jry Laufe des Jahres 1926 mußte ich, wie schon 1924, in die Bresche springen und die Führung des Gaues übernehmen, wenn auch in etwas anderer Struktur, als sie der heutige Gau zeigt. Mit wenigen, aber treuen Mitkämpfern des Führers gelang es, neben einer sporadischen Derfammlungstätigkeit, die durch die Streuung der Anhänger in den weiten Gebieten bedingt war, allmählich die Dersarnrnlungstätigkeit in Gang zu halten und neue Stützpunkte zu schaf­fen.

Der Führer hat dann am 25. Februar 1927 meine Ernennung zum Gauleiter ausgesprochen, eine um so größere Freude, als das für mich und meine Mitstreiter zugleich eine Anerkennung der seither geleisteten Arbeit war.

Von nun an ging es besser vorwärts. Der Name des Führers war ins Volk gedrungen, und immer wieder war es der Führer selbst, der uns allen im­mer erneut ein VoÄild gab, und uns durch seine rastlose Arbeit immer aufs neue anfeuerte.

Die Programmpunkte der NSDAP, wurden im­mer mehr als Weltanschauung empfunden und er­kannt. Die Zahl der Parteimitglieder nahm stetig zu. Besonderes Augenmerk mußte ich darauf ver­wenden, neue Mitkämpfer heranzu^eben und in die Arbeit eimuftetten. Zu diesem Zweck wurde schon im ersten Winter eine Rednerschule aufgetan, durch deren Lifte so mancher wertvolle Gefolgsmann des Führers hindurchging.

Höhepunkte der Bewegung zeigten in der Folge Imrter die Wahlen an. es Reichstags-, Kam« Munal- oder sonstige Wahlen gewesen sein. Wäh­rend dieser Zeiten politischer Unruhe wurden immer im verstärkten Maße Ortsgruppen im Gau gegrün­det. SA. und ff erhielten neuen Zuzug. Mit ver­stärkter Kraft konnte so nach jeder Wahl intensiver am Ringen um den einzelnen Menschen angetreten werden. Ich gedenke freudigen Herzens der Fahr­ten mit ewigen SA.- oder -Trupps in den Tau­nus, den Westerwald, den Odenwald oder in den Vogelsberg. Ganz besonders aber muh ich der

Zum 15. Male jährte sich der Tag, an dem der Führer dem damaligen Parteigenossen Jakob Sprenger mit der Führung des heutigen Gaues Hessen-Nassau betraut hatte. 15 Jahre unermüdlicher Hingabe an die Idee der Bewegung, rastloser Fleiß, ungebrochene Energie und unerschöpflicher Idealismus sind die Grundelemente, die Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenaer befähigten, Hessen- Nassau in den Jahren des Kampfes und des Auf­baues zu dem zu machen, was es heute ist: Zu einem Mittelpunkt geistigen, kulturellen und wirt­schaftlichen. Lebens. Frankfurt am Main, die Gau­hauptstadt, beging diesen Tag, der Zeit entsprechend, mit ernster und würdiger Feierlichkeit.

Feier im Adolf-Hiiler-Haus

Am Morgen des 1. März hatten sich die alten Mitstreiter und Mitkämpfer der Bewegung, die Führer der Partei, ihrer Gliederungen und ange­schlossenen Verbände zu einer stillen Feierstunde in engstem Kreis im Adolf-Hitler-Haus der Gau­hauptstadt eingefunden, um Gauleiter und Reichs­statthalter Sprenger ihre Glückwünsche zum Aus­druck zu bringen. Der stellv. Gauleiter Linder sprach diese im Namen des gesamten Führerkorps aus und erinnerte an die Zeit, als dem Gauleiter in einer Epoche tiefster Erniedrigung und Ver­elendung Deutschlands das Gaugebiet anvertraut wurde, um es zu einem lebendigen Mittelpunkt des ungebrochenen Glaubens an den Wiederaufstieg des Reiches zu machen. Er würdigte b;e unbestechliche Persönlichkeit des Gauleiters als Mensch sowie als genialer politischer Kämpfer und seine besondere Gabe, nicht nur Vorgesetzter, sondern auch Kamerad im Sinne Adolf Hitlers zu fein. Als Ausdruck des Dankes an diesem denkwürdigen Tage überreichte der stellv. Gauletter dem Gauleiter ein Gemälde, das in künstlerischer Ausführung den Blick auf die am Main gelegene Gauhauptstadt gewährt, als symbolhafter Ausdruck der Tatsache, daß Gauleiter Sprenger der Ueberwinder der trennenden Main­linie wurde.

Gauleiter Sprenger bankte dem Stellv. Gauleiter für seine Worte und gab seiner besonderen Freude Ausdruck, diesen Tag im Kreis seiner Akten Garde begehen zu können. Das WortJubiläum" gehört nicht zum Wort­schatz des Nationalsoziattstc'N", betonte der Gaulei­ter,dieser Tag ist vielmehr ein Anlaß besinnlicher Schau, ein Rückblick auf das Vergangene und ein Ausblick in die Zukunft". Er zog dann eine Paral­lele zwischen dem Weltkrieg und dem gegenwärti­gen Ringen Deutschlands um den Bestand seines

treuen Männer der SA. und ff und aller Gefolgs­männer Adolf Hitlers gedenken, die bei diesen Fahrten den letzten Groschen als Fahrgeld im Dienste des Führers und der nationalsozialistischen Weltanschauung opferten und dann hungerten. Kein Opfer, keine Arbeit waren umfonft. Die Wahlen 1928 sollten uns in Frankfurt nach dem Willen aller Judenfreunde und sonst vereinten Gegner be­sonders treffen; wir sollten aus dem Römer getrie­ben werden.Bei Philippi sehen wir uns wieder!" rief ich den Parteiknechten in der letzten Stadtoer- ordnetenfitzung vor der Wahl zu, und der Frank­furter Block von mehr als 12 OOO hielt stand, wir kehrten wieder. Ein Kamerad aus fernerem Gau meinte damals gelegentlich:In Frankfurt steht Ihr auf verlorenem Posten", doch er hatte sich ge­täuscht. Der Druck der hiesigen Juden erzeugte den nöligen Gegendruck bei den Besten der Bevölkerung und strafte ihren WDerstand. Der Kampf fand neuen Nährboden.

Die Reichstagswahlen 1930 sichteten vier Abge­ordnete. Die Partei hatte einen festen Kern, und die Anhängerschaft war so zahlreich, daß der Kampf mit berechtigter bester Hoffnung weitergeführt wer­den konnte. In diesem Rahmen darf ich insbeson­dere der Parteigenossen gedenken, die sich aus Arbeitern und Bauern rekrutierten, und die die Mehrheit der Partei darstellten. Das war der ge­sunde Kern des Volkes in Hessen und in Nassau.

Die höchste Belohnung, nach der wir uns lange gesehnt hatten, blieb bann auch nicht aus. Der Führer kam 1930 zweimal zu uns, um in ber Fest- halle zu Tausenben unb aber Tausenben zu spre­chen. Ein Erlebnis für jeben einzelnen Versamm­lungsteilnehmer! Die Gefolgschaft bes Führers hielt sich weiter bis zur Machtübernahme prächtig, um danach am Aufbauwerk bes Führers in Partei, Staat unb in ber gesamten Volksgemeinschaft rüh­rigen Anteil zu nehmen.

In bes beutfchen Volkes großer Schickfalsstunbe hat sich Hessen-Nassau im Kranz ber deutschen Gaue hervorragend mitbewährt. Die Opfersammlungen, gleichviel welcher Art, fanben bie Hessen-Nassauer immer an guter Stelle. Insbesondre bie Woll- und Wintersachensammlung für unsere Wehrmacht hat auch hier ein ganz hervorragendes Ergebnis ge­zeitigt. Den Dank bes Führers unb feiner Solbaten barf jeber Opferfreudige für sich buchen.

Jeder einzelne des Gaues weiß, daß es um Sern ober Nichtsein geht, unb baß jeder, ob er als Bauer, Arbeiter ober an sonstiger Stelle bes Volkslebens steht, ober ob er als Soldat an der Front kämpft, das Letzte für unseren Enbsieg einzusetzen hat.

Alle schauen wir auf zum Führer, unb ihm wollen wir heute nach 15 Jahren erneut geloben, daß wir wie in ber Vergangenheit auch künftig eine ge­schlossene Gefolgschaft Adolf Hitlers bleiben wollen, die gewohnt ist, ihre Treue durch die Tat täglich aufs neue zu beweisen.

Reiches. Er gab einen Rückblick über feine Erleb­nisse als Frontsoldat und knüpfte daran die bitteren Erinnerungen an das München der Räte-Regie- rung, in dem er als Verwundeter Genesung suchte. Er gedachte jener Zett, als er dann in Frankfurt am Main seine zweite Heimat fand, und begleitete in lebendiger Schilderung jene Zeit, als das orga­nische Wachstum ber Bewegung, das von Männern mit heißem Herzen getragen wurde, in der jetzigen Gau-Hauptstadt immer festere Wurzeln schlug. Al­len Widerständen und jüdischen Einflüssen zum Trotz eroberte sich die Idee Adolf Hiflers das Rhein-Main-Gebiet und zog im Banne der uner­müdlichen Hingabe des Gauleiters an die Bewegung immer mehr der Besten an sich. Und so galt noch einmal der warme Dank des Gauleiters feinen al­ten Mitstreitern, die in unerschütterlicher Gläubig­keit und Opferwilligkeit mit ihm den Weg gingen, der zum Sieg der Idee und zum Wiederaufstieg des Reiches führte, das heute durch feinen von ber Par­tei geweckten Wehrwillen feinen letzten Kampf sieg­reich auszufechten im Begriff ist.Sorgen wir da­für, baß wir die Alten bleiben", rief der Gauleiter abschließend aus,und in diesem Geiste werden wir auch die Zukunft und die gigantische Größe ihrer -Aufgaben meistern".

Festliche Stunde im Opernhaus.

Am Nachmittag hatten sich im Opernhaus die Vertreter der Partei, des Staates, der Wehrmacht und ber Wirtschaft zusammengefunden, um gemein­sam mit dem Gauleiter eine festliche Stunde zu be­gehen. Stellv. Gauleiter Linder beglückwünschte den Gauleiter im Namen aller Anwesenden und würdigte in herzlichen Worten sein Wirken und Schaffen in den vergangenen 15 Jahren.Fünfzehn Jahre sind im Leben eines Volkes nur eine kurze Zeit", so betonte er,jedoch die vergangenen 15 Jahre haben sich zu einer Zeitspanne so ungeheurer Strukturwandlungen auf allen Gebieten gestaltet, daß sie auch für die gesamte Zukunft von epochaler Bedeutung sein werden. Die Voraussetzungen für solche Umgestaltungen müssen immer Persönlich­keiten sein. Und eine solche Persönlichkeit war Ja­kob Sprenger, der zu jenen alten Kämpfern des Führers zählte, deren gläubige Hingabe an die Idee überdimensionale Kräfte zu mobilisieren vermochte. Er war in unserem Gau der erste, größte und be­dingungsloseste Soldat Adolf Hitlers, dem es ge­rade darum gelang, das Rhein-Main-Gebiet dem Führer zu erobern." Set Stellv. Gauleiter drückte dem Gauleiter als dem Statthalter Wolf Hitlers

Oie Wehrmachiberichie.

Bom Samstag.

DNB. Aus dem Führerhauptguar kiek, 28. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Auf der Krim griff der Feind gleichzeitig vor Sewastopol und auf der Halbinsel Kertsch mit starken, von Panzern und Fliegern unterstütz­ten Kräften an. In harten Kämpfen wurden die Angriffe unter hohen blutigen Verlusten für den Gegner abgewiesen. Teilweise sind die Kämpfe noch im Gange. Vor Sewastopol wurden 9, auf der Halbinsel Kertsch 35 feindliche Panzer abgeschossen.

An der Donezfront scheiterte ein weiterer mit starken Kräften und. Panzern durchgeführter Angriff des Feindes.

Auch an den übrigen Abschnitten der Ostfront wiederholte der Gegner seine erfolglosen und ver­lustreichen Angriffe. Angriffsunlernehmungen von verbänden des Heeres und der Waffen-^ waren erfolgreich.

Insgesamt wurden allein gestern an der Ostfront 75 feindliche Panzer vernichtet.

In Nordafrika zersprengten deutsche und italienische Luftwaffenverbände britische Truppen- anfammlungen im Tiefangriff und griffen Flug­plätze und Hafenanlagen des Feindes mit Bomben und Bordwaffen an. Fünf britische Flugzeuge wur­den am Boden zerstört, zwei weitere in Luftkämp­fen abgeschossen.

Auf Malta wurden bei Angriffen deutscher Kampfflugzeuge auf den Hafen L a Valetta Bombentreffer schwersten Kalibers in Lagerhallen und Magazinen erzielt. Ein britisches Unterseeboot wurde durch Beschuh mit Bordwaffen beschädigt.

Deutsche Unterseeboote versenkten im Atlantik fünf Schiffe mit 42 000 BRT. Zwei weitere große Schiffe wurden durch Torpedotreffer beschädigt.

3m Seegebiet um England beschädigten Bombentreffer deutscher Kampfflugzeuge zwei grö­ßere Handelsschiffe schwer.

An der nordfranzösischen Küste landeten in der letzten Nacht eine Anzahl britischer Fallschirmjäger. Nachdem sie eine schwache Küsiensicherung überfallen hatten, zogen sie sich zwei Stunden später vor dem Druck der deutschen Gegenmaßnahmen wieder über See zurück.

Bei Einflügen britischer Bomber In der letzten Nacht in das deutsche Küstengebiet wurden drei aggteifenbe Flugzeuge abgeschossen.

Vom Sonntag.

DNB. AusdemFührerhauptquarkier, 1. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Auf der Halbinsel Kertsch verlor der Gegner in den Kämpfen der letzten Tage über 4000 Tote und 66 Panzer. 3n der Kad)t zum 27. Februar drangen deutsche Stoßtrupps dreißig Kilometer weil über das E i s des Afowfchen Meeres bis zu dessen Südufer vor und vernichteten ohne eigene Verluste einen feind­lichen Stützpunkt mit feiner Besatzung.

An der Donez-Frout sind weitere schwere Kämpfe im Gange. Italienische und slowakische Truppen wiesen von Panzern unterstützte Angriffe der Sowjets ab.

Die Luftwaffe zerschlug an verschiedenen Ab­schnitten der Ostfront feindliche Bereitstellungen und vernichtete zahlreiche Panzer, Geschütze und Fahr­zeuge. Im hohen Norden richteten sich wirksame Luftangriffe aegen militärische Anlagen des Ha­fens von Murmansk. Ein großer Transpor­ter wurde durch Bombenwurf beschädigt.

In Nordafrika wurden britische AusklS- rungskräste zurückgeworfen. Deutsche Jäger zer­sprengten feindliche, Panzerspahabteilungen.

3m Kanalgebiet schoß ein Schwarm deut­scher 3äger ohne eigene Verluste aus einem stär­keren britischen 3agboerbanb drei Flugzeuge a b. Lin weiteres feindliches 3agdflugzeug wurde an der belgischen Küste im Luftkampf zum Ab­sturz gebracht.

seinen Dank für fein Wirken ans unb versicherte ihn auch für die Zukunft der treuesten Gefolgschaft seiner Parteigenossen, wo sie auch immer ihre Pflicht erfüllen mögen.

Oer Bauleiter

dankte hierauf in herzlichen Worten und gab seiner Freude Ausdruck, diese Stunde mit all jenen ver­eint begehen zu können, die ihm stets in treuer Ar­beit verbunden sind. Gerade diese Form besinnlichen Gedenkens veranschauliche ihm insbesondere den ge­waltigen Unterschied von einst und jetzt. Er betonte, daß er weniger die Tatsache, 15 Jahre in Hessen- Nassau als Gauleiter zu wirken, zum Ausgangs­punkt eines Rückblickes nehmen wolle, als die Tat­sache, daß es nunmehr 22 Jahre her sind, daß der Führer das Programm der NSDAP, einer breiten Oeffentlichkeit zugänglich machte, das wie ein zün­dendes Feuer wirkte und auch unseren Gau zu er­obern begann. Auch den 25. Gründungstaq konnte die Partei in diesen Tagen begehen. Der Gauleiter gedachte jener kleinen Anfänge einer gigantischen Idee, die in organisatorischer Durchbildung an den einzelnen Menschen appellierte und die Gläubigkeit des Herzens an das kaum gekannte Genie Adolf Hitlers wachrief. Getragen von der Ueberzeugung, daß die zwei Millionen deutscher Soldaten nicht um­sonst auf den Schlachtfeldern des Weltkrieges ver­blutet fein sollen, riß der Führer immer mehr der besten Männer an sich, machte sie sehend für die Aufgaben Deutschlands ttnd erzog sie zu positiver charakterlicher Haltung. Auf Lieser Grundlage wuchs

3m Kampfe gehärtet - in der Führung bewährt.

Hessen-Nassau gratulierte seinem Sauleiter.