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und
(Nachdruck verboten.)
4 Fortsetzung.
, .Bitte — ja?" Marion madjt böse Augen. „Was
Dorrücken der Japaner im Bismarck-Archipel.
| .Verschiedene Erklärungen. Macht der Gewohn- INit. Oder Freude des Wiedersehens. Nach Be-
Tokio, 2. Fedr. (Europapreß.) Das kaiserlich ipanische Hauptquartier teilte am Sonntaqnach- irittag mit, daß die japanischen Truppen auf N e u- Britannien im Bismarck-Archipel planmäßig »eiter nach Süden vor dr ä n gen, nachdem e den Flugplatz Wunakokor auf dieser Insel besetzt
irden sei. Dieses Dock wurde seinerzeit bei uch der Feindseligkeiten zwischen Japan lina von England nach Singapur gebracht.
bongen.
(Jin klarer strategischer Tatbestand ist damit ge- da-ffen: ganz Hinterindien ist japani. ih e r W e h r b e r e i ch. bis auf das Burma-Gebiet östlich vom Salwinfluß. Ferner wird gemeldet, ■6 die japanischen Truppen in Burma dicht vor rulmein stehen. Japanische Voraustruppen sind
iifben.
„Ich will das aber nicht. Ganz bestimmt nicht! 'tzen Sie sich, Abbeg. Aber nur, wenn Sie verzechen, vernünftig zu sein. Und erklären Sie ir..
Er zuckte die Achseln, ließ sich in dem verschosse- n borbeauroten Polstersessel nieder: „Ich habe men nach München geschrieben, Marian." „Nichts erhalten. Dan München bin ich seit zehn ^gen weg."
„Weiß ich. Mein Brief, den ich ins Theater geeckt hatte, kam heut via Dresden an mich zurück. Üt einem Begleitschreiben des Büros, gezeichnet -hbein oder so ähnlich, daß Sie kontraktbrüchig 'worden sind und sich in Berlin aufhalten. — limmt die Anklage?^
reianisse diese« « Zukunft sein g aus mit den ), es soll ein > von der nor« rt vel-en soll.'
Verdunkelungszeit:
2. Februar von 19.07 bis 8.31 Uhr.
jräftbetif egienmq.
nem feierlichen ig Akershus in n Quisling ist. Reichskm« er von Jas» , bie bei dieser bett von ter
Breits in die Stadt eingedrungen.
Ergänzt wird diese kontinentale Sachlage durch (n seestrategischen Erfolg der Japaner, alle Randgebiete des Südchine s,ischen M e e- iis (östlich von Hinterindien) bis auf wenige Aus- sihmen zu beherrschen. Außerdem greifen die Ja- Mer über die Straße von Malakka hinaus mit Mosten und Flugzeugen weit in den M e e r • lufen von Bengalen (zwischen Vorder- und Hinterindien) ein.
Bleiben wir einen Augenblick bei der jetzt ab. -mundeten Beherrschung Hinterindiens durch die ^parier stehen. Die Gesamtfläche Hinterindiens be- tagt fast 2 Millionen Quadratkilometer. Davon ent- Wen 741 000 auf das französische Jndochina, 518 000 yf Thailand, 132 000 auf die Malayen-Staaten und G 000 Quadratkilometer auf das britische Burma.
Oer Kmnpf um Singapur hat begonnen.
Tokio, 1. Februar. (Ostasiendienst des DNB.) Sie das kaiserliche Hauptquartier mitteilt, ist am öamstagabend Johur Bharu gegenüber der Ansel Singapur erreicht worden. Demnach sind die spanischen Truppen nur noch durch eine schmale Wasserstraße von der Insel getrennt, über die ein heiter Brückenweg führt, der, wie ein Frontbericht Met, an zwei Stellen zerstört worden ist.
Die neuesten von der Front eingetroffenen Be- chte besagen, daß der Kampf um die Insel kingapur bereits begonnen hat. Wäh- tenb japanische schnelle Truppen auf dem Brücken, »eg nach der Insel vorstoßen, wurden wichttge mi. kärische Ziele wie Flugplätze, Kasernen, Oeltanks nd strategische Verkehrswege von japanischen tf!u$. pugen bombardiert und von motorisierter Artillerie littet Feuer genommen. Der feindliche Luftwider- cknd sei nur gering.
Vas Schwimmdock von Singapur
Japans Vormarsch.
Die Kämpfe in den Malayen-Staaten sind ent* Rieben: die britischen Reichstruppen sind auf die ilsel Singapur z u r ü ck ge w o r f e n. Am äderen Ende Hinterindiens, in Burma, sind die hitischen Reichstruppen und chinesischen Hilfstrup- m hinter den Salwin-Fluß zurückge-
aber in neuer« t erwiesen, tut Arnold-Jim« erlin hat w® lerfolg« eraeit en Shit* n, löst di- Den bie 6inge®ä ehr geno« .npaK*® ".Ä
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NSG. In einer Arbeitstagung der Handwerks- kammern unter Leitung von Lanveshandwerks- meister Gauamtsleiter (Samer wurden neue wichtige Aufgaben, die dem Handwerk innerhalb der Kriegswirtschaft gestellt werden, behandelt. Das Handwerk wird in noch verstärktem Umfange mit seinen leistungsfähigen Betrieben und den verfügbaren Maschinen in die r ü st u n g s w i r t s ch a f t - lichen Aufgaben eingeschaltet und die bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Steigerung der Leistungen seiner in der Heimatfront stehenden Angehörigen verstärken.
Alle Dienststellen der Handwerksorganisation werden die Betriebe weitgehend beraten und unterstützen. Neben diesen Maßnahmen zur weiteren Steigerung der Leistungen und Konzentration der Kräfte im Handwerk tritt im Bezirk Hessen nach
vrr feurige Ofen
Boman von Hans von Hülsen
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Das Handwerk in der Kriegswirtschaft
Arbeitstagung der Handwerkskammern.
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Aus der Stadt Gießen.
Altes Brauchtum zu Anfang Februar.
Anfang Februar, die Tage zwischen Mittwinter und Frühlingsbeginn, haben von jeher im deutschen Volksleben eine besondere Bedeutung besessen und waren mit uralten heidnischen Gebräuchen verknüpft, denen die Kirche entgegenzuwirken suchte, indem sie Im 7. Jahrhundert auf den 2. Februar Marie Lichtmeß festsetzte und diesem Tag damit den volkstümlichen Namen gab. Schon im alten Rom waren am Abend des 1. Februar die Frauen mit Fackeln und Lichtern durch die Straßen gezogen, der Mutter Ceres gedenkend, die ausgeht, die geraubte Tochter zu suchen, und der die sterb- lichen Fraueü und Mütter mit ihren Fackeln Beistand leisten wollten. Daß aber auch bei uns der Glaube bestand, dem nun schon spürbar zunehmenden Tagesgestirn mit Lichtern und Feuern ent» gegenkommen zu müssen, beweisen eine ganze Reihe altüberlieferter Volksbräuche. Einer der eigenartigsten unter ihnen ist das sogenannte Beekenbrennen in Schleswig, das in einem eng be- grenzten Raum, nämlich nur in der Landschaft Stapelholm, in den Dörfern zwischen der Eider und der unteren Treene und Sorge stattfindet, auf
Len und im Westen hervorragend bewährt. Im >ldzug gegen die Sowjets wurde er am 27. Juni nA Lungenschuß und am 27. August durch Schul- rrschuß schwer verwundet. Kaum ausgeheilt, war , wieder bei seiner Kompanie. Wegen seines opfer« ieudigen Einsatzes war ihm am 17. Januar 1942 lcß Ritterkreuz verliehen worden.
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dem Eiderdeich oder auf Hügeln beim Dorf. Die Beeken, aus langem Rogaenstroh hergestellte Sttoh- bündel von 3—5 Meter Länge und vis zu 60 Zentimeter Dicke, mit Strohbändern fest umwickelt, werden von den großen Jungen am ersten und zweiten Abend des Februar hinausgetragen und in langer Reihe nebeneinander aufgestellt. Der erste setzt seine Beeke oben "in Brand, und, danach ent- zündet sich eine Beeke an der anderen, bis die ganze Reihe loht. Die Beeken brennen nun langsam von oben nach unten ab, um zuletzt, wenn nur noch ein kurzes Ende übrig ist, zu einem großen Feuerhaufen zusammengeworfen zu werden.
In anderen Gegenden finden wir Frühlings- empfangsumzüge mit geschmückter Pflugschar, die den Wiederbeginn der Feldarbeit andeuten. Der am reichsten ausgestattete und wohl am ursprünglichsten in seiner alten Form bewahrte ist der des Dorfes Spergau bei Merseburg, den alle Burschen des Ortes in phantastischer Verkleidung begleiten. Jede Maske hat ihre seit Jahrhunderten genau festgelegte Vermummung, und jedem fällt eine ebenso begrenzte entsprechende Aufgabe zu.
In vielen Weingegenden wird an diesem Tage zum erstenmal vom vorjährigen Wein getrunken, den Hühnern werden die Nester gereinigt, damit sie gut legen, man geht ins Feld hinaus und horcht, ob man schon den ersten Rus der Lerche hört, was ein gutes Jahr bedeutet. Kommen die Lerchen erst später, so ist eine schlechte Ernte zu fürchten. Auch sonst ist der Tag Lostag für Ernte und Wetter des Jahres. „Lichtmeß dick und trübe gibt viel Korn in die Schöne, Lichtmeß Helle bringt Mangel zur Stelle."
Für das häusliche Leben des Dorfes war Lichtmeß früher Don besonderer Bedeutung. Don diesem Tage an wurde nicht mehr bei Licht zu Abend gegessen, und das Spinnen hörte auf. „Lichtmeß bei Tag eß und 's Spinnen vergeß." Die Spinnstuben feierten diesen Tag mit einem Fest, an dem es Kaffee und Kräpfle gab. Allgemein war bis vor kurzem Lichtmeß der Frühjahrsziehtag für das ländliche Gesinde. Dabei war es Sitte, daß die scheidenden Dienstboten dann ein paar Tage frei hatten, etwa bis Agathe (5. Februar) oder bis Aschermittwoch. So konnten für manchen Knecht und manche Magd die Tage um Lichtmeß zu einem außerordentlichen Ereignis werden, das je nach den Umständen mehr wehmütigen oder freudigen Charakter hatte. C. K.
3tn Zeichen des Struwwelpeters.
Die Reichsstraßensammlung am vergangenen Samstag und Sonntag, durchgeführt vom Reichsluftschutzbund mit seinen zahlreichen Helfern und Helferinnen, stand im Zeichen des weltberühmten Bilderbuchs vom Struwwelpeter, das den Namen des Frankfurter Arztes Dr. Heinrich Hoffmann bei groß und klein in aller Welt bekannt gemacht hat. Verkauft wurden diesmal 12 verschiedene Toniigürchen, in denen mit Geschick und geringen Mitteln die vertrautesten Gestalten
„Kontraktbrüchig!" Sie lachte laut — aber er fühlte, daß dies Lachen nicht echt war. „So nennen sie's in München! Weil ich keine Lust hatte, mich länger von den Leuten anlügen zu lassen! Keine Lust, monatelang unbeschäftigt herumzusitzen! ... Das ist nichts als ein gemeiner Racheakt von Bertelsen, daß er mich für kontraktbrüchig erklären läßt!", rief sie in aufwallendem Zorn.
Er lächelte: „Die Wildheit steht Ihnen herrlich zu Gesichte! Sie müssen diesen Typ kultivieren! Genau so haben Sie damals mit den Augen gefunkelt, als Sie mir sagten, Sie wollten mich erschießen! Sie sehen, ich had's Ihnen gar nicht übelgenommen. Der Mensch muß sich mit seinem Schicksal abfinden. Und das meine scheint zu sein, daß mich immer jemand erschießen will."
, Was — heißt das? — Es ist wirklich nicht nett, daß Sie an die ollen Kamellen erinnern! — Neulich, in München, zeigten Sie sich von einer netteren Seite."
„Hier", Abbeg holte Papiere aus der Brusttasche, „hier haben Sie den ganzen Salat. Ihre Adresse, die mir das Meldeamt am Alex gab. Der Brief des Theaters, gezeichnet Rehbein. Mein ergebenstes Handschreiben an Sie. Und als Einlage der liebenswürdige Brief Ihres Herrn Papa^" ,
Papa? Er hat Ihnen geschrieben?" Marion griff nach dem Blatt, ihr ahnte nichts Gutes. Die nächtliche Szene in ihrer Münchner Wohnung ... Die schrecklichen Drohungen des Vaters, die sie ihm vergeblich auszureden versucht ...
„Freundlicherweise, ja. Er ist wieder auf die Menschheit losgelasten, und das bekommt seinem Temoernment offenbar nicht. Jedenfalls äußert er die Absicht, wenn er mich mal trifft, mich niederzuknallen wie einen tollen Hund. Dies wörtlich fein Ausdruck "
Mit pochenden Schläfen las Marion die wenigen Zeilen. Sie waren aus Olberville datiert. Der Dater war also immer noch bei Tante Börde. Sie hatte nichts von ihm gehört feit jener Nacht.
Er ist wahnsinnig", sagte sie leise. „Wie kann er 'so etwas schreiben? Finden Sie nicht, daß man dazu wahnsinnig fein muß?"
„Ich weiß nicht. Wahnsinnig — oder ...?
Marion zerriß hastig den Bogen in ganz kleine ^^Damit Sie nicht kn Versuchung kommen, Ihre
trübe Wissenschaft noch ein zweites Mal gegen Papa zu gebrauchen." Sie zwang sich, das ganz ruhig zu sagen. „Mit einem Male ist es wahrhaftig genug. Sie sehen, ich weiß über alles Bescheid — über die Rolle, die Sie gespielt haben —, Papa hat mir selbst alles erzählt/ Damit stand sie auf und warf die Schnitzel in den Ofen.
Abbeg folgte ihr mit den Augen.
„Sie verwechseln die Situationen, Marion. Wir sind hier nicht auf der Bühne! Sie glauben, daß Sie meinen Willen zwingen. In Wahrheit tun Sie aber, was ich wollte. Vergessen Sie nid)t: Ich habe Ihnen den Brief geschickt, obwohl er mir sehr nütz- sich gewesen wäre, wenn es wirklich einmal gilt. — Sie verkennen mich überhaupt, kleine Marion. Mich und die Absichten, mit denen ich zu Ihnen komme. Ich bin seit einer Woche in Berlin. Heute bekam ich meinen Brief än Sie zurück. Und da ich wohl 'weih, was es für einen Menschen, eine Frau zumal, bedeutet, für kontraktbrüchig erklärt zu werden, so hab ich Sie sofort aufgestöbert. Um Ihnen meine Hilfe anzubieten. Sie werden Hilfe brauchen können, denk ich." ,
„Hilfe brauchen können .. .* Marion horchte auf. Es läutete. A ,,
Fehr — da war er! Was sollte sie tun? Hmaus- gehen? Ihn abfangen? Ihn unter einem Vorwand wieder wegschicken? Sie war wie gelähmt.
Die Tür ward geöffnet. Christian Fehr trat ein.
Er hatte sich sehr beeilt, hatte nur am Blumenstand der Hotelhalle ein paar langstielige Rosen gekauft und gleich ein Auto genommen. Die ganze Fahrt durch die winterlichen Straßen Berlins war ein immer steigendes Freudenfieber der Erwartung gewesen. Eilig war er, wie ein Jüngling, die beiden Treppen hinaufgesprungen.
Nun stand er auf der Schwelle. Sah von Marion zu Abbeg — von Abbeg zu Marion. Und brachte kein Wort hervor.
Sie ging ihm entgegen, streckte ihm die Hand hin: „Lieber Baron! Das ist reizend von Ihnen! Und sogar Rosen? Wie lieb..."
„Ich würde bedauern, wenn ich störte, Fräulein von Brakel..."
Fehr hatte niel Mühe, seine Gedanken zu ordnen. Sie waren durch den unerwarteten Anblick Abbegs völlig durcheinander geraten. Eine eisige Kühle stieg in ihm empor und breitete sich über sein Herz aus.
das eben noch dem Wiedersehen so warm entgegen« geschlagen. Ihm war zumute, als müßte er auf Dem Absatz kehrtmachen, die Treppen hinabsteigen, einen ganz dicken Strich durch alles ziehen, was er fett Wochen geträumt, gewünscht, gehofft
„Herr Abbeg ist vor einer Viertelstunde gekommen ..." Marion war eifrig bemüht, ihm tue Begegnung verständlich zu machen: „Er war gerade in Berlin und hat erfahren ... Ach,Abbeg, erklären Sie's selber!"
„Aber ich bitte —'* sagte Fehr frostig: „Nichts zu erklären."
„Eigentlich nicht, Sie haben recht, Baron!" Abegg hatte sich erhoben, schüttelte ihm die Hand. Es war ein eiskalter Händedruck, den die beiden tauschten. Fehr hörte seine Worte, sie rauschten am Ohr vor. über, er dachte nur: .Abgekartetes Spiel ... Sie hat doch gelogen ... ich hab' es nicht glauben wollen... ist ja gut, daß ich's noch rechtzeitig durchschaue ...'
Er nahm Platz, da Marion ihn aufforderte. Er zwang sich zu einer oberflächlichen Unterhaltung mit ihr und auch mit Abbeg, dessen Augen kalt auf ihm ruhten. Aber jedes Wort kam gefroren von feiner Lippe. Von dem, was ihn zu dieser Reise nach Berlin bestimmt hatte, sagte er keine Silbe.
Das Mädchen brachte Tee, Marion schenkte ein, sie tranken — Fehr immer halb auf dem Sprung, wieder zu gehen.
Mas soll ich hier? Was hab' ich hier noch ver« loren? ... Ist ja alles sonnenklar: sie hat nicht nur mich gerufen, sondern auch diesen Kerl, diesen Hai, diesen Raubfisch ... Wie sie mit ihm steht, ist nun klar genug ... Gr hat es von Dresden naher, als ich von Lapoersdorf, also ist er mir zuvorgekommen ... Daß sie sich nicht schämt, mich so anzu- lügen ... Gut. Nun herrscht wenigstens Klarheit. In München war noch trübes Wasser. Bitter, aber gut. Gut und heilsam ...' Er sah immer an ihr vorbei. In der tiefsten Tiefe seines Herzens war etwas, das bebte, vor dem Zauber ihres Auges schwach zu werden. Und nachdem er noch eine Zigarette geraucht, verabschiedete er sich rasch.
Marion hielt ihn nicht, aber sie brachte ihn selbst auf den Korridor. Im ungewissen Halbdunkel sah er das unruhige Flackern ihres Blickes.
(Fortsetzung folgt.)
des Bilderbuches nachgeformt waren: Neben der Hauptperson, dem Struwwelpeter, der besonders gesucht mar, gab es das Paulinchen, den Hans Guckindieluft, den Suppenkasper, den Nikolaus, den kohlpechrabenschwarzen Mohr, dessen Porttät besonders gut gelungen war, und manches andere Figürchen, das bunt und lustig am Mantelaufschlag zu tragen war. Nach dem Absatz, den die Abzeichen auch diesmal an beiden Tagen fanden, darf man wohl annehmen, daß das Kriegswinterhilfswerk mit dem Ergebnis der Sammlung zufrieden fein wird.
Kreisamtmann Ewald t-
Der Langjährige Vorstand der Bezirksfürsorgestelle des Landkreises Gießen, Kreisanrtmann G g. Ewald, ist am Freitag früh, als er sich auf dem Wege zu seinem Amt befand, im 60. Lebensjahre plötzlich verstorben. Mit ihm ist ein Mann aus dem Leben abberufen worden, der im Stadt- und Landkreis Gießen weithin bekannt und geschätzt war.
Kreisamtmann Ewald war geborener Oberhesse. Er stammte aus Meckesheim (Kreis Friedberg), wo er am 2. Juli 1882 geboren wurde. Nach dem Schulbesuch war er zunächst bei der Fürstlich Solms- Braunfelsschen Bergverwaltung in Braunfels als Bürogehilfe tätig. Arn 1. Mürz 1901 ging er in gleicher Eigenschaft zum Kreisamt in Friedberg, von dort am 1. Dezember 1905 zur Bürgermeisterei in Friedberg. Dann kam er im Juli 1908 als Ver- waltungspraktikant wieder zum Kreisamt Friedberg und von dort im April 1915 als Verwaltungsobersekretär zum Kreisamt in Gießen. Hier wurde er am 1. April 1920 als Verwaltungsoberinspektor zum Geschäfsführer der Bezirksfürsorgestelle des Landkreises Gießen ernannt. Am 1. April 1935 erfolgte seine Beförderung zum Kreisamtmcmn unter Beibehaltung seiner Dienststellung.
Während feiner langen Dienstzeit beim Landratsamt Gießen und iinsbesondere clls Leiter des Fürsorgewesens des Kreises Gießen hat sich der Verstorbene durch hervorragende Pflichterfüllung und anerkennenswertes soziales Empfinden bei der Betreuung der Hilfsbedürftigen im allgemeinen und der Kriegsopfer und der. Angehörigen der Frontkämpfer im besonderen ausgezeichnet. Bei seinem Wirken war er immer bestrebt, den Rechten und Erfordernissen der ihm anvertrauten Volksgenossen in weitestgehendem Maße zu entsprechen, so weit ihm die gesetzlichen Möglichkeiten nur irgendwie Spielraum ließen. In dieser sozialen Pflichtauffassung kam sein warmherziges, edles Menschentum, das ihn zu jedermann gute Beziehungen gewinnen ließ, vortrefflich zum Ausdruck. Er gewann sich damit aber auch hohe Wertschätzung bei seinen Vorgesetz, ten und Berusskameraden, die ihn als Mensch, als Beamten und Kamerad hochachteten. Seine merzig- jährige treue Dienstzeit wurde denn auch am 2. Mai 1940 vom Führer durch die Verleihung des Treudienstehrenzeichens in Gold anerkannt. Für seine hervorragende Mitarbeit bei den gegenwärtigen Kriegsaufgaben hatte ihn der Leiter des Landkreises Gießen Landrat Dr. Lotz, zum Kriegsverdienstkreuz II. Klasse eingereicht.
Neben seiner Amtstätigkeit war Georg Ewald lange Jahre als ehrenamtlicher Schatzmeister des Kreismännervereins Gießen vom Roten Kreuz tätig. Bei der Umorganifation des Deutschen Roten Kreuzes im Jahre 1937 wurde er zum Leiter der Verwaltungsabteilung der Kreisstelle Gießen vom Deutschen Roten Kreuz bestellt und zum DRK.-Haupt-
den Vorschlägen des Landeshandwerksmeisters Hes. sen die Schaffung eines Reparatursonder- Dien ft es. Dieser soll der Bevölkerung bet der Behebung der wirklich unaufschiebbaren und notwendigen Jnstandsetzungsarbeiten 3ur stehen. Die Bevölkerung wird über bie Möglichkeiten Der Inanspruchnahme dieser Einrichtung nach Inkrafttreten näher unterrichtet werden.
In den Verhandlungen wurde noch das Berus s- erziehungswerk des Handwerks des Gaues Hessen-Naffau behandelt. Es wird im Kriege die notwendigen, der Kriegswirtschaft dienenden Schu- lungs- und Ausbildungslehrgänge, die der Lei- ftungsfteigerung dienen, fortsetzen und insbesondere den beurlaubten Mehrmachtsanbehörigen Hilfe bei der Vorbereitung zur Meisterprüfung leisten.
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sichrer ernannt. Auch in dieser ehrenamtlichen Mitarbeit hat er sich immer mit unermüdlichem Eifer für die gemeinnützige Sache eingesetzt und sich dadurch um das Rote Kreuz in hohem Maße verdient gemacht. Sein Wirken auf diesem Gebiete wurde ebenfalls durch Auszeichnungen dankbar anerkannt.
Das Andenken an diesen Mann, der sich weit über seinen Berufskrets hinaus großer Beliebtheit erfreute und als Mensch von vornehmer Gesinnung sich allezeit auszeichnete, wird über das Grab hinaus in ehrender Erinnerung lebendig bleiben.
(Stiftung eines Behring-Preises.
Als der Entdecker des Diphtherie-Serums und Begründer der Serum-Therapie Emil von Behring 1917 in Marburg starb, hatte er an der dortigen Philipps-Universität 22 Jahre als Professor der Hygiene eine außerordentlich segensreiche Tätigkeit entfaltet und in der Nähe der Stadt die For- schungs- und Produktionsstätten errichtet, die noch heute seinen Namen traaen. Zum Andenken an diesen überragenden deutschen Arzt hat nunmehr die Marburger Universität mit Unterstützung der Veh« ringwerke den „Emil-von-Behring-Preis" geschaffen, bestehend aus einer Medaille mit dem Bild des Forschers und einem Geldbetrag von 5000 RM. Am 30. Januar 1942 gab der Rektor Professor Dr. Th. Mayer gelegentlich einer akademischen Feier in der Universitätsaula die Stiftung bekannt. Der Preis soll alle zwei Jahre verliehen werden für besondere wissenschaftliche Leistungen auf medizinischem, veterinär-medizinischem und naturwissenschaftlichem Gebiet mit besonderer Bevorzung der Jm- munbiologie und Seuchenbekämpfung. Der Rektor gab dem Wunsche Ausdruck, daß diese großzügige Stiftung dazu beitragen möge, der Heilkunde neue Wege zu -erschließen im Geiste Behrings, der, unbeirrt durch Rückschläge und Anfeindungen, sein ganzes Leben der wissenschaftlichen Forschung im Kampf gegen die Infektionskrankheiten gewidmet hat.
Oer 30. Januar unserer Verwundeten.
Am 30. Januar waren in allen hiesigen Lazaretten gemeinschaftliche Kaffeetafeln in den Aufenthaltsräumen gedeckt. Die betreuenden Frauen der Ortsfrauenschaften in Gießen hatten sich mit den Schwestern um die schönste Vorbereitung bemüht und versorgten eifrig die Verwundeten. Die Unter» gauführerin Inge Hack hatte zur Unterhaltung viele Jungmädel auf geboten, welche mit Gesang und Spiel fleißig zur Fröhlichkeit beitrugen. In einer Abteilung hatten Angehörige der Marine- HI. mit Schifferklavier viel Freude bereitet. Durch Vermittlung der Kreisfrauenschaftsleiterin W r e d e hatten die Ortsftauenschaften Äch und Staufenberg die Kuchen zu der Feier gespendet. Die Kreisamts- leitung der NSV. spendete eine aroße Zahl Ein- trittskarten für die hiesigen Lichtspielhäuser, während die Gauamstleitung der NS.-Kriegsopferver- forgung eine Spende Zigaretten zur Verteilung bringen ließ. In der Gemeinschaft wurde die Rede
«UM« versenkt.
... Tokio, 2. Febr. (Europapreß.) Domei teilt mit, US in! Irische Aufklärer haben festgestellt, daß durch Wien nW f (inen schweren japanischen Bombenfliegerangrifs itm uto ocm i große britische Schwimmdock von !e Verstöndm«, Nfl'ooo Tonnen im Hafen von Singapur versenkt Mgischen W Korben fei. Dieses Dock wurde seinerzeit bei Aus- b feiner feste«
„Ueberraschung, wie?" Abbeg trat ein, riß in feiner gewalttätigen Art ihre Hand an die Lippen: Troße Ueberraschung, was, Marion? Treffen uns ji neuerdings immer überraschend. Ein neuer Reiz, tklleicht..."
„Wie kommen Sie — hierher?" Marion muhte ü Stimme gewaltsam beherrschen. Abbeg ... un- lngenehm, gräßlich unangenehm, wenn er mit dem Soron zusammentraf! ... Durch ihren Kopf geilte der Gedanke, daß es vorhin gar nicht der Boron gewesen sei, mit dem sie telephoniert, daß Ubeg sich des Namens Fehr bedient habe, um sie nezuführen ... War ihm absolut zuzutrauen! ... Iber, wie konnte er wissen?
..Auf dem nicht ganz ungewöhnlichen Wege übers Polizeipräsidium, kleine Marion. Kostet fünfzig ^cichspfennig — genau wie eine gewisse Wahr- Jqung, die auch nicht mehr wert war. Habe auf litn Meldeamt deine Adresse erfragt"
ögej, , e oen > RompanWI ken sich bereits w
geprüft r?1!' Der Staatssekretär beim Reichsstatthalter in Bay- yNerte S gri Generalmajor SA.-Odergruppenführer Hans e'Ben r?0! feorg Hofmann, ist am Samstag im Alter von ;n ift, ber Jahren einem Herzschlag in München erlegen. r? Qhlitf Mt Staatssekretär Hofmann verliert di- national- urii.« uty „jalistische Bewegung und das deutsche Volk einen "‘"W Krieg und Frieden hochbewährten Kämpfer. In 'kftchiikJ "$ Erkennung seiner großen Verdienste hat der Füh- hh,, t ah „f für feinen getreuen Gefolgsmann ein Staats- (jräbnis angeordnet.


