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Der Angriff auf Pearl Harbour.

Eindrucksvoller Erlebnisbericht

Tokio, 2. San. lDNB.-Funkspnich.) Heber den glänzenden Angriff auf Pearl Hardour am 8. De­zember schreibt ein unbekannter Fliegermajor:

Sie für den An-rifs ausersehenen Flugzeuge startctem bei ftartem N-m-Nortnmnd um Witter- nacht von chren Ftugzeugttägern, wahrend dichte Wolken den Himmel in einer Hohe van 1500 bis 2000 Meter bebeiften. Al- die O-chwInsei schließlich in Sicht war. war keine einzige Rauchsaule von den seindlichen Kriegsschiffen zu entdecken obwohl die gesamte Pazifik-Flotte dort in einer doppelten Reihe vor Anker lag. Durch den Angris, rouroe der Feind vollkommen überrascht, wahrend der ersten Angrifs-welle, die nur drei bis vier Mi- nuten dauerte, war überha u p t keine 5 qenwirkuna zu verspüren. Die gesamte For- mation stürzte herunter auf die schlafenden Kriegs« schiffe und ließ einen Torpedo nach dem anderen fallen Starke Luftströmungen behinderten das ge­naue'Zielen, trotzdem gelang es den gut ausge« bildeten Fliegern, ihre Schüsse mit unfehlbarer Sicherheit anzubringen, indem sie ihre Torpedos aus einer Höhe von zwei« bis drei« hundert Metern fallen liehen.

eines japanischen Fliegermajors.

Später traten die amerikanischen Flakbatterien in Aktion. Die Japaner setzten jedoch ihre Sturzflüge mit unverminderter Intensität fort. Der Flieger­major wendete sich sodann nach dem Wheeler« Flugplatz, wo er bereits 200 Kampfbomber vor­fand, die den Flugplatz, die Hangars und die Flug- zeuge mit ihren Bomben in Stücke warfen. Die feindlichen Flugzeuge auf dem Felde wurden voll­kommen vernichtet, da sie infolge der Schnelligkeit des japanischen Angriffs keine Zeit hatten, sich vom Boden zu erheben. Als der Angriff beendet war, konnte der Fliegermajor ein Schlachtschiff sehen, dasinderMitteauseinandergebrochen war, ferner zwei weitere, die rasch im Sinken b e g r i f f en waren und drei, die i n B r a n d stan­den, sowie auch noch andere Kriegsschiffe, die eines nach dem anderen bei der Ford-Insel zerstört wor­den waren. Als die erste Gruppe von Flugzeugen wieder zurückkehrte, schien die Sonne über dem zerstörten Pearl Harbour. Bei der Rückkehr des Japanische Ll-Boote'blockieren Hawai.

Tokio, l.Ian. (Europapreß.) Das japanische Hauptquartier teilt mit, daß die japanische Untersee-

bootwaffe eine Blockade von Hawai Ins Werk ge­setzt hat. Die Unterseeboote haben die Aufgabe, die Verbindung zwischen dem amerikanischen Festland und der philippinischen Inselgruppe zu unterbrechen, um dadurch zu verhindern, daß neue Flotteneinhei« ten und neues Material nach Pearl Harbour ge­sandt werden.

LlGA.-Territorial-Garde für Alaska.

Lissabon, 1. Ian. (Europapreß.) Die Schaf­fung einerTerritorial-Garde für Alaska ist durch ein Gesetz vorgesehen, das Roosevelt am Mittwoch unterzeichnete. Die Territorial-Garde wird aus Freiwilligen bestehen und sich in ihrer Uniform von den allgemeinen USA.-Streitkräften unterschei­den. Waffen und Ausrüstung für sie werden durch das USA.-Kriegsdepartement zur Verfügung ge­stellt. Aufgabe der Territorial-Garde Alaskas soll die Verteidigung von lebenswichtigen Einrichtungen, insbesondere von Industrie-Werken, Brücken, Eisen­bahnlinien, Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerken für den Fall feindlicher Angriffe sein.

Vor Pressevertretern äußerte sich Präsident Roo­sevelt auch über die V e r t eilung des Kriegs« Materials auf der Grundlage des Pacht, und Leihgesetzes und nannte in diesem Zusammenhang die Länder und Gebiete, die, wie Roosevelt sagte, eventuell" s p ä t e r mit amerikanischem Kriegs­

material beliefert werden konnten. Hierbei erwähnÄ er auch Kamtschatka. Von dieser sibirischen Halbinsel, so erklärte Roosevelt, würde es amerika- nffchen Bombenflugzeugen möglich sein, das j ap a- Nische Mutterland anzugreisen.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr­macht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes dem Hauptmann Seiler, Führer einer Jagd« gruppe, der 42 Luftsiege errungen hat.

*

Nach heftiger ' Artillerievorbereitung griff der Feind mit Unterstützung non Panzern und Luft« waffenverbänden die Front von S o ll u m- B a r« d i a an. Er wurde abgewiesen. Die Kämpfe gehen weiter. Zwei feindliche Flotteneinheiten, die am Unternehmen gegen Bardia teilnahmen, zogen sich schnell zurück, als sie in das gutliegende Feuer der Landbatterien gerieten. An Bord eines Zerstörers brach ein Brand aus.

Hauptickriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptichriftleiters: Dr. Hans Thyriot. Verantwortlich für Politil und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thvriot; für Stadt Gieffen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumschein (beurl.); t.B.: Dr.Hans Thyriot.

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Die trauernden Hinterbliebenen.

Abendstern, den 2. Januar 1942.

Die Trauerfeier findet Samstag, vorm. 11 Uhr, auf dem Neuen Friedhof in Gießen statt. Von Kranzspenden bitten wir Abstand zu nehmen. 00010

Danksagung.

Allen denen, die uns in unsrem großen Schmerz durch den Heldentod meines lieben, unvergeßlichen Mannes, des treusorgenden Vaters seines Kindes, meines einzigen Sohnes, Schwiegersohnes, Bruders, Enkels, Schwagers, Onkels und Paten, Uff. Karl Schmitt, Geschützt, in einer Inf.- Gesch.-Komp., in Wort und Schrift ihre An­teilnahme bekundeten, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Keusch, Leihgestern, für die trostreichen Worte bei der Gedächtnis­feier, dem Kirchenchor und allen, die an der Feier teilnahmen.

In tiefem Schmerz:

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