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Großer Erfolg der Schallplattensammlung.

Auch das bisherige Ergebnis der Wollsammlung weit über alle Erwartungen.

An -en letzten Sammeltagen nicht Nachlassen!

Berlin, 1. Jan. (DNB.) Das jetzt vorliegende Ergebnis der Sammlung von Grammophonappa­raten und Schallplatten hat alle daran geknüpften Erwartungen weit übertroffen. Es wurden vom deutschen Volke 47 568 Apparate und 2 253 886 Schallplatten für unsere Soldaten, ins­besondere für die Ostfront, gespendet. Reichsminister Dr. Goebbels spricht dafür allen Spendern seinen Dank aus.

Die Sammlung war noch nicht abgeschlossen, als der Führer das ganze deutsche Volk erneut zur großen Voll-, Pelz - und Win- tersachen-Sammlung für die Ostfront aufrief. Dieser Appell des Führers hat jetzt be­reits in allen Gauen des Grohdeutschen Reiches einen Widerhall gefunden, wie er überzeugen­der kaum möglich ist. Die Heimat hat mit diesen beiden Sammlungen gezeigt, daß sie bereit ist, fürunfereSotdatenalleszugeben, was ihnen den schweren Kampf, den sie zu

führen haben, erleichtern kann. Die bisherigen Ergebnisse auch der Woll-, pelz- und Winter- sachen-Sammlung übertreffen die höchsten Er­wartungen. Aber noch ist diese Samm- lungnichtzuLnde. Viel wurde gespendet, mehr noch wird an der Front gebraucht. Die Heimat tue in diesen letzten noch zur Verfügung stehenden Tagen ihre Pflicht. Nutzen wir diese Tage bis zum Abschluß der Sammlung und stellen wir unseren Soldaten wirklich all das -zur Verfügung, was gefordert wird und was sie notwendiger brauchen als wir!

Ein Teil des Dankes, den die Heimat der Front schuldig ist, wurde mit dieser Spende abgestattet. Die Heimat tat ihre Pflicht. Aber wie unsere Sol­daten draußen in grimmigster Kälte Uebermensch- liches leisten, sollen und werden auch ihre Kame­raden hinter der Front über das, was möglich scheint, ein übriges tun. Durch ihre Spende, die nicht nur nach sachlichen Können gemessen werden kann, werden Front und Heimat zeigen, daß sie erfüllt von der Gerechtigkeit ihrer Sache geeint sind in dem Willen zum Siege!

Osteinsah und Landdienst.

Sie Parole der deutschen Jugend 1942.

Berlin, 1. Ian. (DNB.) Wie alljährlich wandte sich Reichsjugendführer A x m a n n am Neujahrs­morgen in einer Rundfunkansprache an die Jugend. Der Reichsjugendführer stellte fest, daß im >,Jahr des Aufbaus der neuen Gebiete" Zehn­tausende von Jungen und Mädel für das Reich ge­wonnen worden sind. Arbeit und Sorge der Ju­gendführung gelte auch in Zukunft der Äugend der Grenzlande. Der Reichsjugendführer grüßte zum ersten Male auch die Jugend der Unter-Steiermark und der Krain, und verkündete die Parole 1942 der deutschen Jugend: Osteinsatz und Land- dienst! Osten ist Deutschlands Schicksal. Von der germanischen Frühzeit bis zum heutigen Tage ist er heiß und bitter umkämpft worden. Adolf Hitler ist zum Vollender der deutschen Sendung im Osten geworden. An unserer östlichen Grenze hat Adolf Hitler den Europa bedrohenden Sturm des Bolsechwismus niedergebrochen. Das deutsche Schwert hat den Osten für immer befreit. Nun folgt der Bauer mit dem Pflug. Wir brauchen Jungen und Mädel, die die Sendung des Ostens mit ihrem ganzen Herzen erfassen. Im Landdienst der Hitler-Jugend wird die Jugend aus Stadt und Land erfaßt und erhält dort die Grundlage für den bäuerlichen Einsatz im Osten. Jeder Junge und jedes Mädel, das diesen Weg zu gehen bereit ist, muß wissen: Bauer werden heißt nicht nur einen Beruf erlernen, sondern eine politische und nationale Aufgabe erfüllen. Aus diesem Krieg entsteht eine starke Bewegung zum Osten, deren Ausmaß noch nicht abzusehen ist. Niemand hat stärker die Erkenntnis als die Männer in den Schützengräben, daß das Bleibende auf dieser Welt der Boden ist, den man bebauen will und die Kinder, die unserem Volk geboren werden.

Der Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums und Ehrenführer des Landdienstes der Hitler-Jugend, Reichsführer ff Himmler, erläßt nachfolgenden Appell an die deutsche Jugend:Die

weiten Aecker des Ostens, die der deutsche Soldat mit seinem Blut erkämpft, muß die deutsche Jugend bis in die fernste Zukunft als Wehrbauer in ihren Besitz nehmen und bebauen. Auf diese große Aufgabe aber Euch in Eurem Herzen und Willen und in dem Können Eurer Hände und Fäuste im Landdienst der deutschen Jugend vorzu­bereiten, das ist Eure heiligste Pflicht, Ihr deutschen Jungen und deutschen Mädel!"

An die Kriegsmarine.

Berlin, 31. Dez. (DNB.) Großadmiral R a e - der erläßt folgenden Tagesbefehl an die Kriegs­marine:

Soldaten der Kriegsmarine?

Ein Jahr großer Siege unserer Wehrmacht und stolzer Erfolge der Kriegsmarine geht zu Ende. Ein neues beginnt. Es soll uns härter, entschlossener und siegeszuversichtlicher denn je finden. In uner­schütterlicher Gefolgschaftstreue zum Führer, im Vertrauen auf Gott und unsere eigene Kraft wer­den wir kämpfen bis zum sicheren Endsieg.

Berlin, den 31. Dezember 1941.

Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine: Gez.: Raed er, Großadmiral.

Neujahrsaufruf des Reichsführers ff

Berkin, 31.Dez. (DNB.) Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei Heinrich Himmler erläßt folgenden Ausruf:

Männer der Waffen-und der Polizei! Das Jahr 1941 hat viel von Euch verlangt, und viel habt Ihr gegeben. 1942 wird im Kampf gegen den Weltfeind noch mehr von Euch fordern, und noch mehr wollen und werden wir leisten. Eisen­hart wollen wir sein in diesem eisernen Jahr deut­scher Geschichte. Es lebe der Führer und sein großes Reich.

H. Himmler

Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei.

Sine große Zahl der sowjetischen Verlerdigungs- anlagen der Festung Sewastopol genommen.

Lustangriffe auf gelandete Gowjetkräste. Der Wehrmachtbericht vom Donnerstag.

DRV. AusdemFührerhauptquartier, 1. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die in Feodofija gelandeten sowjetischen Kräfte und ihre Nachschubwege über das Schwarze Meer wurden von starken Verbänden der Luftwaffe angegriffen. Der Feind erlitt erhebliche V e r l u st e an Menschen und Material.

3m mittleren Abschnitt der Ostfront hiel­ten auch gestern die schweren Kämpfe an. Die Luft­waffe setzte die planmäßige Störung der feindlichen Angriffsbewegungen fort. Mehrere Ortschaften wur­den in Vrand geworfen, Bahnlinien unterbrochen und rollendes Material vernichtet. Am 3!menfee wurde eine größere Anzahl sowjetischer Flugzeuge durch Bombenangriff am Boden zerstört.

3n Nordafrika nahmen die Kämpfe der deutsch-italienischen Kräfte im Raum um Age- dabla auch in den letzten Tagen einen günstigen Verlauf. Weitere 48 Panzerkampfwagen und zahl­reiche Panzerspähwagen wurden vernichtet. 3n Luftkämpfen wurden drei britische Jäger abge­schossen. Auf der Insel Malta wurden Flug­plätze des Feindes bei Tag und Nacht von der Luft­waffe angegriffen.

Beförderunqen in der Wehrmacht.

Berlin, 1. Jan. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat beför- dert: zu Generalen der Infanterie: die General­leutnante Mattenklott, Bieler, Ott; zu Generalen der Artillerie: die Generalleutnante Behlendorff, Loch; zum General der Panzertruppe den Gene­ralleutnant von Arnim; zu Generalmajoren: die Obersten Schmundt, Heusinger, Grase, Dipl-Jng. Philipps, von Scheele, Jaschke, Schmidt (Otto), Trauch, Hartmann (Walter), Jordan (Hans), Groß­mann, Gräser; ferner zu Generalen der Infanterie die Generalleutnante Fischer von Weikersthal, von

Hanntzchen; zum General der Arttllerie den Gene­ralleutnant Geib; zum General der Panzertruppe den Generalleutnant Cruewell; zu Generalmajoren die Obersten Scultetus (Herbert), Scultetus (Bruno), Moritz, Aschenbrandt, Jacobi, Schneider, Thäter; zu Obersten u. a. die Oberstleutnante Graf von Büdingen, Gebb, Dr. Rausch, Wiese, Bleyer; ferner zu Generalleutnanten die General­majore Gilbert, Müller-Gebhard, Haase; zum Ge­neralstabsarzt den Generalarzt Dr. Proehl; zum Generalleutnant den Generalmajor Jng. Linn (Philipp); zu Generalmajoren die Obersten Frei­herr von Lützow, Ziegler (Heinz), Edler von Da­niels, Dipl.-Jng. Hillert, Woehler, Behrens, von Saucken, Krause (Walter), Schmidt (Otto), Baeßler (Erich), Schuster-Mylo, Hoffmann (Max), von Priem. In der Luftwaffe: zu Generalen der Flie­ger: die Generalleutnante Coeler, Deßloch, Speidel, von Seidel; zu Generalleutnanten die General­majore Deinhardt, Spang, Müller (Ernst), Froeh­lich; zu Obersten die Oberstleutnante von Gylden- seldt, Krempe, Koester, Doering-Manteuffel, Rauch, Schroeder (Horst), Baur, Melmer. z

Das Eichenlaub zum Jodler freu .

DNB. Aus dem Führerhauplquartier, 1. Januar. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht Hal dem Kommandeur der Leib- flandarle ff Adolf Hitler, ^Obergruppenführer und General der Waffen-^ Sepp Dietrich als 41. Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichen­laub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ver­liehen, ferner dem Oberst Lberbach, Komman­deur einer Panzerbrigade, Oberst Scheidies, Kommandeur eines Infanterie-Regiments, Ober­leutnant Vuchterkirch, Kompaniechef in einem Panzerregiment, Kapitän zur See P o g g e, Kom- Mandant eines Hilfskreuzers, und Hauptmann Beltz, Gruppenkomaudeur in einem Kampfgeschwader, als

! 46. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Der Füh- i ter und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht emp­fing den wiedergenesenen Ritterkreuzträger und Konmmandeur eines Infanterieregiments Oberst Freiherr von Lützow und überreichte ihm

; das vor einiger Zeit verliehene Eichenlaub zum j Ritterkreuz des Eifernen Kreuzes.

Manila vor dem Fall.

Japanische Kriegsschiffe kreuzen vor der Manila-Bucht.

Tokio, 1. Jan. (Europapreß.) Berichte von der Philippinen-Insel Luzon enthalten die Mitteilung, daß der Ring der japanischen Armeen um die philippinische Hauptstadt Manila sich zu schließen beginnt und japanische Kriegsschiffe westlich vor der Manila-Bucht kreuzen. Von diesen seien in den letzten Tagen die Hafen- und Befestigungsanlagen heftig beschossen worden. Die Berichte sprechen jleichzeitig von einem großen Flüchtlingsstrom, der ich nach Süden bewege. Manila ist von der Land- eite völlig isoliert. Der Vormarsch der japanischen Truppen gegen die Stadt geht planmäßig vor sich. Der Widerstand des Feindes wird schwächer. In Manila wurde am Dienstagabend mitgeteilt, daß die japanischen Truppen gegenwärtig 45 Meilen südöstlich und 120 Meilen nördlich von Manila stünden.Nomiuri Schimbun" berichtet, daß eine japanische Kolonne, die nach einer erfolgreichen Lan­dung bei Batanaas vorstieß, die vollständige Kontrolle über die Cisen bahn nach Ma­nila gewonnen hat und nunmehr den Marine­stützpunkt Cavite bedroht.

Der Sender von Manila gibt zu, daß die Aus­bildung und die Kampfmoral' der Japaner der­jenigen der Amerikaner weit überlegen sei und bestätigt die für die USA.-Kommandostellen über­raschend gekommene Ueberlegenheit der japanischem

Luftwaffe, der die Hauptrolle im Sieg der Japaner beigemessen wird. Das Hilfsversprechen Roosevelts scheint die Bevölkerung der Philippinen-Jns^ nicht beeindruckt zu haben, was man aus einer Rede des Präsidenten Quezon schließt, in der dieser dem philippinischen Volk klar zu machen versucht, daß der Kampf gemeinsam mit den USA. fortgesetzt werden müsse. Washington ist seit Mittwochnachmit« tag ohne Nachrichten von dem Oberkomman« dierenden der Philippinen, Macarthur. Die letzte Meldung über den Abtransport Verwundeter erwähnt nichts von der Lage der Stadt und wie weit die Japaner noch entfernt sind. Auch der letzte offi­zielle Bericht des USA.-Kriegsministeriums über die Lage auf den Philippinen enthält keine Erklärung über das Schicksal Manilas. .Mit dem Fall der Stadt ist jederzeit zu rechnen. Aus einem von der Tokioter Rundfunkstation an das USA.-Hauptquar- Her der Philippinen ergangenen Aufforde­rung, sich zu ergeben, schließen japanische Militärkreise, daß die Japaner nach Hongkonger Vorbild ihrem Gegner in dem bereits entschiedenen Kampf eine letzte Gelegenheit geben wollen, zweck­loses Blutvergießen zu verhüten. Die Rundfunk­station Manila hat ihre Sendungen am Mittwoch Spätnachmittag unterbrochen und seitdem nicht wie­der ausgenommen.

Der Bormafch auf Malakka.

Auch am letzlenWrestag fthwereKämpfe im Osten

forderlichen Gegenmaßnahmen find eingeleifet

An mehreren Abschnitten der Ostfront kam es bei strengem Frost zu erbitterten Abwehrkämpfen. Schwere Artillerie des Heeres nahm kriegswichtige Anlagen in Leningrad unter wirksames Feuer.

Die Luftwaffe unterstützte vor allem im mitt­leren Frontabschnitt den Abwehrkamps des Heeres durch wirkungsvolle Tiefangriffe. An ver­schiedenen Stellen wurde zum Angriff bereitgestellte Infanterie und Kavallerie des Feindes unter hohen Verlusten zerschlagen.

In Nordafrika erfolgreiche Gesechtstättgkeit im Raum ostwärts A g e d a b i a. Bombenangriffe gegen Kraflfahrzeugkolonnen, Betriebsstoff- und Zeltlager der Briten in der Eyrenaika und Marmarica riefen starke Brände hervor.

Auf der Insel Malta wurden mehrere Flug­plätze und andere militärische Einrichtungen erneut von deutschen Kampfflugzeugen angegriffen.

Segen eine Höhe vor, die von den Bolschewisten Zähe verteidigt wurde. Obwohl Glatteis die Vor­wärtsbewegung hemmte, stürmten die verbündeten Soldaten die Höhe und brachten sie in ihren Besitz. An anderer Stelle der Südttont selten die Bolsche­wisten ihren Angriff, den sie am Montag in einer Breite von 30 Kilometer begonnen hatten, auch am Dienstag fort Unsere Infanterie verteidigte nicht

wirkungsvolles Arttlleriefeuer feiner Abteilung einen weiteren Angriff zum Erliegen Obwohl die Bol­schewisten bis auf 50 Meter an seine Beobachtungs­stelle herankamen, wurde dieser Vorstoß durch das gutgeleitete Feuer der Abteilung zerschlagen und dabei eine große Anzahl von Sowjetpanzerkampf- wagen vernichtet

die Flucht der australischen Truppen zum Stehen zu bringen. Perak mit der Hauptstadt Taiping und dem Hafen Tolek Anson ist durch seinen Zinnreich­tum und seine Kautschukplantagen einer der wich­tigsten Staaten auf der Halbinsel Malakka. Auch Selanger mit der Hauptstadt Kwala Lumpur und dem Haupthafen Port Swettenham Hot ausgedehn­ten Bergbau auf Zinn sowie auf Wolfram und Braunkohle und ebenfalls große Kautschuk- und Kokosplantagen. Starke Verbände der japanischen Luftwaffe führten in der Nacht zum Mittwoch trotz ungünstigen Wetters einen neuen Angriff auf militärische Anlagen von Singapur durch. Sämt­liche japanischen Flugzeuge sind zu ihren Stützpunk­ten rurückgekehrt. Nach Berichten der Besamungen wurden in d^n Befestigungsanlagen von Singapur

schwere Schäden angerichtet.

Oorctvof von den Leiten völlig anfgrgeSen.

Tokio, 2. Jan, (DNB, FunkspruM Aus Mel- bourne nrrb gemeldet, daß sich die britischen Streit­kräfte in Britisch-Borneo vollkommen aus dem Protektorat Sarawak zurückge­zogen haben und nach Niederländisch-Borneo ge­flohen sind. Die Einnahme von Sarawak durch ja­panische Landungstruppen hat eines der ergiebig«

Oer Wehrmachiberichi. vom Mittwoch.

DNB. Aus dem Führerhauptquarkier, 31. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Anter Zusammenfassung aller auf der Krim ver­fügbaren deutschen und rumänischen Truppen ist seit dem 17. Dezember der planmäßige Angriff auf die Festung Sewastopol im Gange. Trotz heftigster Gegenwehr wurde eine große Zahl der zum Teil stark gepanzerten sowjetischen Ver­teidigungsanlagen in schweren Einzelkämpfen ge­nommen und liefe Einbrüche in das feindliche Stel- lnngsfysiern erzielt. Zur Entlastung der Verteidigung von Sewastopol Hal der Gegner in den letzten Ta­gen auf der Halbinsel Kertsch und bei Feo - dosia wieder stärkere Kräfte gelandet. Die er­

flen und erforderten von unseren Truppen höchsten körperlichen Einsatz.

Im dichten Schneewirbel arbeiteten sich deutsche und italienische Truppen im Süden der Ostfront

Tokio, 1. Januar. (Europapreß.) Die Stadt K u a n t a n, an der Ostküste der Malaya-Halbinsel, wurde am 31. Dezember von den Japanern genom­men. Mit Kuantan (250 Meilen nördlich von Singa­pur) ist von den Japanern einer der wichtigsten militärischen Stützpunkte auf der Malaya-Halbinsel erobert worden. Kuantan wurde gleich zu Beginn des Ostasienkrieges durch den Bombenangriff japa­nischer Flugzeuge auf die englischen Schlachtschiffe Prince of Wales" undRepulse" genannt. Die Stadt Kuantan ist durch eine Straße mit dem an der Westküste Malayas gelegenen bedeutenden, vor wenigen Tagen von den Japanern eingenommenen Zinnzentrum I p o h verbunden. Kuantan, das be­sonders als Hafenstadt Bedeutung hat, kann als Tor nach dem flacheren Süden der Malaysn-Halb- insel bezeichnet werden, denn hier liegen die Aus­läufer höherer Gebirgszüge, die natürliche Hinder­nisse über das in nordöstlicher Richtung erfolgende schnelle Vorgehen der japanischen Truppen bilden. Unmittelbar nach der Einnahme von Kuantan haben die japanischen Streitkräfte einen heftigen Angriff in südlicher Richtung eingeleitet. Poch am Donners­tag überschritten sie die Grenze zwischen den Pro­vinzen Pcrok und Selanger. Die unter dem Kom­mando des Generals Bennett stehenden australischen

sten Petroleumgebiete der Well in japanische Hände gebracht.

Panik in Australien.

R o m 1. Jan. (EP.) In ganz Australien herrscht kopflose Panik. Fieberhaft werden von der Regie­rung Schutzmaßnahmen getroffen. Während der WeihnachtsMge wurde mit der Evakuierung von Tausenden von Kranken aus den Küstenstädten in Neu-Süd-Wales begonnen. Aus Sydney wurden 100 000 Kinder in das Landesinnere verschickt. Zu dieser Verschickung hatte man alle Verkehrsmittel, Eisenbahnen, Kraftwagen und sogar Hand­karren mobilisiert. Es handelte sich um den bis­her größten Kinderauszug nach jenem von London 1940. Er hat sich in unbeschreiblicher Verwirrung abgespielt. Auf . den Eisenbahnlinien waren Ver­kehrsstockungen eingetreten, die die Verwirrung noch vergrößerten.

Krisenstimmung in NnderlSndisch-Zndien

Genf, 31. Dez. (Europapreß.) Nach Berichten aus Batavia verschlechtert sich die Lage der Angel« sachsen und ihrer Verbündeten im Raum zwischen Singapur und Manila immer mehr. Die Folge ist eine allgemeine Krisenstimmung a u f Sumatra und Java. Um ihr zu begegnen, hielt der Chef der niederländisch - indischen Truppen, General­leutnant Terpooten, eine Ansprache an die Bevölkerung, in der er Vertrauen in die Sache Nie« derländisch-Jndiens und die der Angelsachsen for­derte. Er mußte aber eingestehen, daß die japanische Ueberlegenheit in der Luft auch für Niederländisch« Indien verhängnisvolj zu werden drohe. Ter­pooten verlangte eine sofortige Hilfe, und zwar in der Form von Bombern, Kampfflugzeugen und Flak. Diese Dinge brauche Niederländisch-Jndien, um seine Verteidigung vervollständigen und den ja« panischen Landungsversuchen wirksam begegnen zu können. Dieses Material müsse aber in kürze st er Zeit geliefert werden.

Fünf TMunskrn'-Divisionen in b e Flucht geschlagen

Tokio, 2. Jan. (DNB. Funkspruch.) In einem neuen Säuberungsfeldzug südlich des Taientang« Flusses in derProvinzTschekiang befinden für javanische Kolonnen in heißer Verfolgung von fünf Tschungking-Divisronen, die sich auf der Flucht Vn südlicher Richtung bef' '^"n. Die japanischen Streitkräfte begannen ihren Marsch gleichzeitig von Shaching, Tungkwen, Shangyu, Puyao, Tsaowuchen und Taoyen aus, und verwickelten die TschungtiNA» Truppen in Gefechte. .

Berlin, 1. I-n (DNB,) Trotz str-ng«rInur hartnäckig die eigenen Linien, sondern ging auch

Kälte und teilweise heftiger Schnee- gegen die am weitesten vorgegangene Feindgruppe; a ^d ns -ntsanltte Truv-

stürm e haben die deutschen und verbündeten ;um Gegenstoß über. Als die Nacht hereinbrach, s ) I

truppen auch am letzten Tage des Jahres 1941 an waren die Kämpfe noch im ganzen Abschnitt im! °us Singapur, nach dem Norden und versuchte der Ostfront in schwerem Kampf gestanden.! Gange. Als sich die Bolschewisten in einem anderen

' Wo bolschewisttsche Verbände gegen die ' deutschen , Abscknit der Südfront mit mehreren Panzern den Stellungen vordrangen, wurden sie mit großen Der- deutschen Stellungen zu nähern versuchten, gingen lüften zurückgeschlagen. Das zeigte sich besonders Truppen einer Jnfanteridivision zum Gegen- i n der Mitte der Ostfront im Abschnitt einer angriff über und erreichten vom Feind besetzte Ort- Division, die während der letzten Tage unentwegt! ichaften. Der Gegner wurde aus seinen Stellungen stärlste feindliche Kräfte abgewehrt hat. Allein im und Unterkünften hinausgewor^en und verlor wie- Vorfeld der Stellungen eines Bataillons wurden [ herum Menschen und Material. Auch als der Schnee- nach dem Zusammenbruch aller bolschewistischen all sich noch verstärkte und die Dunkelheit Herein- Angriffe über 800 tote Bolschewisten festgestellt. In 1 brach, wurden die Kampfhandlungen fortgesetzt, einem anderen Abschnitt griff der Femd mehrfach Als im Nord ab schnitt der Ostfront eine bol- aus einer Ortschaft die deutschen Linin an. Er : schewistische motorisierte Kolonne mit Panzerkampf- wurde im Gegenstoß zurückgeworfen und mußte, wagen 'auf die deutschen Stellungen zustteß, zer- zahlreiche Tote zurücklassen. Starter Frost und prengte der Kommandeur einer Artillerie-Abtei- tiefer Schnee beeinträchtigten die Kampfhändlun-! lung, der seinen Gefechtsstand bei den Spähtrupps gen und erforderten von unseren Truppen höchsten der Infanterie in der vordersten Linie eingerichtet hatte, mit dem schnellen, wohlgezielten Feuer seiner Haubitzen alle feindlichen Angriffswellen. Mit den vorgeschobenen Beobachtern seiner Batterien ging er dann als erster über einen Fluß und brachte durch