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Der Dezember bringt das Wunder

und

Die reiche, fast allzu umfängliche Dorttagsfolae

Die reiche, fast allzu umfängliche Dortragsfoiae soll, dem raten nur mit »Robert Schumann:topieie von 16 Einzelnummern bot einen Ausschnitt Bach- fleißig Fugen guter Meister, vor allem von Johann scher Kleinkunst; bezeichnende, dem Leistungsstand I Sebastian Bach. Das .Wohltemperierte Klavier' fei der Schüler angemessene Beispiele von Jnstrumen-s dein täglich Brot. Dann wirst du aewiß ein tüchtiger tal- und Vokalmusik. Die Proben waren den be-> Meister." Dr. Ludwig Arnold.

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Beethovens erste Symphonie, äußer­lich noch im Rahmen zeitgenössischer Tradition stehend, zeigt aber doch schon in einer Reihe von Einzelzügen den werdenden Titanen. Das erweist sich ganz besonders, wenn eine so starke Dirigenten» Persönlichkeit das Werk in fo tiefer Durchdringung borftellt. Bannend, von inneren Schauern durch­zogen, war die Adagio-Einleitung, ein Ahnen der kommenden Entwicklung des ersten Satzes, die jeden einzelnen Zug in das chm zustehende Licht ruckte. So innerlich nahe in seiner sinnenden Beschaulich­keit trat das Andante mit seinen umsMenben Stimmen dem Hörer nahe. In treibendem, drängen­dem Impuls, ein Vorbote der kommenden Scherzi, erschloß sich das Menuett mit seinen Klangreizen im Trio. Die Einleitung im Finale mit seiner all­mählich ansteigenden Tonleiter kündigte von fein» sinnigem Eingehen auf den Beethovenschen Hunw^ um fo behender und beschwingter entwickelte sich

einandersetzt. Wer diesen Entschluß gefaßt haben soll, dem raten wir mit Robert Schumann:Spiele

sgänge d griff übei.

W. Ullrich (Kassel) bewertet.

Vereinsführer Schäfer dankte allen Mit­arbeitern für ihre uneigennützigen Dienste. Er

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Aus der Siadi Gießen

Dezember.

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Tag der deutschen Hausmusik."

Zum ehrende« Gedenken Johann Sebastian Dachs.

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Kinder arbeiten für Kinder.

Die Oberschule für Mädchen fertigte Spielsachen für die Kleinsten.

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usw. Die Lehrschau für Kaninchenzucht zeiate in Bil« dern die Bedeutung der Rassezucht, die Fellbehand» lung, Fütterung und einen prachtvollen selbstge­bauten Kaninchenstall eines Mitgliedes. U. a. war hier der Nutzen der Angorawolle vor Augen geführt.

Im Vordergrund des Saales standen die Stämme von je einem Hahn und einer oder zwei Hennen in einer Zahl, wie sie seit Jahren nicht mehr er­reicht woroen war. Eine Voliere mit einem Klein- geflügelheirn beherbergte ein Stämmchen Zwerg­hühner, während die ausgestellten übrigen Tiere in sechs Reihen untergebracht waren. Es waren zur Schau gestellt: 7 Stämme Geflügel, 3 Nummern Großgeflügel, 5 Nummern Wassergeflügel, 114 Nummern Hühner, 51 Nummern Zwerghühner, 66 Nummern Tauben, 26 Nummern Angorakaninchen, ferner noch Deutsche Widder, Großchinchilla, Wie­ner, weiß und blau, und Kleinchinchilla.

Der Besuch der Ausstellung mar gut, namentlich auch aus den benachbarten Ortschaften. Die Züchter von Heuchelheim tifhmen mit großer Befriedigung ihre Ausstellung als einen stolzen Erfolg ihrer Arbeit für sich verbuchen.

Schweinemarkt in Butzbach.

* Butzbach, 1. Dezember. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 174 Ferkel zum Ver­kauf. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Tiere 36 bis 42 RM., 8 bis 10 Wochen alte 42 bis 48, 10 bis 12 Wochen alte 48 bis 54 RM. das Stück. Der ^rbdel war flott, der Markt wurde geräumt.

mch die Zeit, in der man das Julfeuer anzünden jannte, das die Wende kündete und das die Wieder­sehr des Lichtes verhieß. Es ist ein weiter Weg von men Jukfeuern in den germanischen Wäldern bis ii dem Glanz der Weihnachtskerzen in unseren Stu- en am Heiligabend, doch damals wie heute ist es ine Feier des Lichts, die die Menschen zusammen- LhrL Sehnsucht und Hoffnung sind die Kräfte, die ibet am Werke sind; sie vermochten es, dieser feier soviel Innigkeit zu verleihen, daß niemand in er deutschen Familie auf das weihnachtliche Erlebnis »erzichten möchte, auch nicht, wenn er als Soldat imao der Heimat auf einsamer Wacht steht.

Deshalb sind die dunklenWochen auch wie von nem stillen Leuchten durchglänzt. Wer mit dem tzten Dezembertage erscheint aus dem Zeitenschoß 19 neue Jahr. Der poesievolle Dezember verbindet pei Zeitabschnitte, er schlägt gleichsam eine Brücke

wurden, über die programmatische Vorlage hinaus» gehend, die musikalischen Werte wirkungsstark in vollstem Maße. Gerade hier erwiesen die einzel­nen Klanggruppen des Rhein-Mainischen Landesorchesters ihre hohen Qualitäten: der gesättigte Streicherchor, die klangvrächtigen Blechbläser, das fein abgeftufte, nachgiebige Holz und das akzentsichere, stark besetzte Schlagzeug.

Ueberaus starker Beifall, ganz besonders aber nach dem Violinkonzert, durchwogte das ausver» kaufte Haus. Dr. Hermann Hering.

Als Kinder liebten wir die geheimnisvollen Wo- hen, die dem Weihnachtsfest norangingen, und als Erwachsene lassen wir uns noch gern von dem htimmungszauber berühren, den der Dezember zu ^fachen weiß. Nun beginnt die stille Poesie der jezemberwochen, deren Adalanz in jedem deutschen jaus spürbar ist, die sich aber vor allem dort zeigt, 90 Kinder ihre Erwartungsfreude kundtun. Alte peihnachtliche Weifen erklingen, es geht ein Wispern rm, verstohlene Vorbereitungen werden getroffen, enb am großen Familientisch werden Spiele gespielt, sie aus längft verklungenen Tagen stammen. Kriegs- Wfen bedingen einschneidende Maßnahmen, die iberaU spürbar sind, und die auch in die häusliche Ltmosphöre vordringen, aber die Kinderwelt ist seshalb doch erfüllt von dem Glanz der vorweih-

raschung gebracht hätte.

Fußball.

Von den Gießener Vertretern weilte der Luft- waffensportverein in Nidda und kam mit einem hohen Siege von 9:0 Toren nach Hause. Auch in diesem Spiel konnten die Flieger Nachweisen, daß sie die Führung in der Tabelle mit Recht verdienen. Bis zur Pause leisteten die Niddaer heftigen Wider­stand und ließen den Soldaten nur zwei Torerfolge. Nach der Pause waren sie jedoch nicht mehr in der Lage, sich dem guten Spiel der Flieger entgegenzu- stellen. In gleichmäßigen Abständen schoß der LSD. ein Tor nach dem andern. Das Ergebnis von 9:0 beweist die gute Gesamtleistung der Soldaten,

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In monatelanger Tätigkeit haben die Schüle» linnen unserer Gießener Oberschule für Mädchen - und zwar alle Klassen von der ersten bis zur lebten, unter Anleitung der Lehrerin für Kunst» krziehung, Studienassessorin H e n s a y, eine Fülle Ion Spielsachen für unsere Kleinsten geschaffen, mit lenen den Kindern eine Weihnachtsfreude bereitet Derben soll. Am gestrigen Montagnachmittag gab ins der Schulleiter, Oberstudiendirektor Schel­born, Gelegenheit zur Besichtigung der außer- tzcdentlich vielseitigen unb reizenden Spielsachen, für die Öffentlichkeit werden diese schönen Er- zeugnisse kindlichen Fleißes und jugendlicher, phan- tzfiebeschwingter Begeisterung vom kommen- len Donnerstag, 3. Dezember, ab bis -nschließlich Mittwoch, 9. Dezember, in den Schau-

Die Musikstunde zur vertieften Pflege der Haus­musik, zu der die Hitler-Jugend, BanN 116 Gießen, die NS.-Gemeinschaft .Kraft durch Freude" und die Kreismusikerschaft in der Reichsmusikkammer am Sonntagnachmittag in die Aula der Universität ge­laden hatten, war ausschließlich dem Werke Johann Sebastian Dachs gewidmet. Die Würdigung, die dcümrch der Persönlichkeit und dem Schaffen des Leipziger Thomaskantors amTag der Hausmusik" zuteil wurde, iff deswegen so sinnvoll und begrü« zenswert, weil vielleicht keine andere Gestalt der deutschen Musikgeschichte durch Beispiel und Wirken die Hausmusik, jenes Musizieren im häuslichen Kreise, fo mannigfach bestimmt und bereichert hat. Bachs eigenes Hauswesen, in dem nach und nach eine stattliche Kinderschar heranwuchs, war selbst eine Heim- und Pflegestätte guter Musik. Die zahl­reichen, von ihm komponierten kleinen Stücke, die er als Uebungsbeispiele für seinen Sohn Wilhelm Friedemann, für seine Frau Anna Magdalena Bach und für seine Schüler schrieb, diese Menuetts, Polo­naisen und Rondos betrachten wir heute als ver­ehrungswürdige Beispiele deutscher Hausmusik und deutschen. Familienlebens.

Daß der Meister mit den musikalischen Fähig­keiten seiner Familie zufrieden war, bezeugt die bekannte Briefstelle an seinen Freund Erdmann in Leipzig.3n gesammt aber sind sie gebohrene Mu» sioi und kann versichern, daß schon ein Concert Dotaliter und mftrumentatiter mit meiner Familie formieren kann, zumahle da meine itzige Frau gar einen sauberen Soprano finget unb auch meine älteste Tochter nicht schlimm ein schlüget." Es gibt kaum ein Instrument, für das er nicht schrieb, kaum eine der musikalischen kleineren und größeren Formen die Oper ausgenommen, die er nicht bereichert hätte. Gerade in den kleinen Stücken für Klavier und Violine Offenbart sich auch die uner­schöpfliche Erfindungsgabe des Meisters.

G. A -Sport.

Handbav-Gauklaffe.

Der Lustwaffensportverein hat die Schwäche seiner I. Handballmannschaft noch nicht ausgleichen können. Zu Beginn der Rückrunde wurde das erste Spiel gegen den Tv. Griesheim in Griesheim ausgetragen. Trotz aller Bemühungen konnte es den Fliegern nicht gelingen, diesmal den Griesheimern die Punkte abzunehmen. Obwohl während des ganzen Spieles die Soldaten, die spielerisch bessere Leistungen boten, verstanden sie es nicht, die Überlegenheit auch im Erfolg zum Ausdruck zu bringen. Nach anfänglicher Führung konnten die Griesheimer Turner bis zur Se das Halbzeitergebnis von 3:3 Herstellen.

er war es der Sturm, an dem das sonst gute Spiel der Flieger scheiterte, die Angriffsreihe ver­stand es nicht, die nun einmal zum Sieg notwen­digen Tore zu werfen. Griesheim nutzte die Ge­legenheiten besser und beendete mit 6:5 Toren als Sieger dieses für den Tabellenstand wichtige Spiel. Damit ist Griesheim in die Mittelgruppe aufge- ftiegen, während der LSV. unverändert an dritt-

* Heuchelheim, 29. Nov. Unsere Gemeinde stand in den letzten Tagen ganz im Zeichen einer vom Kleintierzuchterverem Heuchelheim hevgerick- teten großen Kaninchen- und Geflügel- ausstellung, die am Sonntag in der Turnhalle ab geh alten wurde. Eine Bewertung der Zieaen der Mitglieder des Kleintierzüchtervereins von Heuchel­heim hatte schon am Samstagvarmittag stattgefun­den. Die Preisrichter Balthasar Philipp III. (Watzenborn-Steinberg) und Karl Theiß (Gießen) hatten dabei über Tierbeschaffung, Milcbleistuna, Pflege und Haltung der Tiere u. a. M. Auskunft erteilt.

Da die Kreisfachgruppe Gießen der Ausstellungs­geflügelzüchter ihren Mitgliedern, die Genehmigung erteilt hatte, sich an der Ausstellung zu beteiligen, umfaßte die Schau einen weit größeren Rahmen als dies sonst bei dörflichen und allgemeinen Schauen üblich ist. Die Ausstellung hatte den Zweck, den Bewohnern von Heuchelheim und Umgegend den Nutzen einer planmäßigen Kleintierzucht vor Augen zu führen und weitaehend aufzuklären über rich­tige Tierzucht und besonders über die Vorteile einer guten Rassezucht gegenüber der Zucht von Kreu­zungstieren. Da die Schau sich auch des Verständ­nisses unserer Gemeindeverwaltung und vieler Ortseinwohner erfreuen konnte, war es möglich, daß sie einen guten Verlauf nahm.

Von vielen Seiten waren dem Verein Ehren- und sonstige Preise gestiftet worden, die Kreisfach­gruppe Gießen der Ausstellungsgeflügelzüchter allein hatte 10 Ehren- und 12 Zuschlagspreise ge­stiftet. Unter den Stiftern von weiteren Preisen befanden sich u. a. die Reichs- und Landessachgrup­pen, die Gemeinde, der Bürgermeister, einige Kreis­vereine und viele Privatleute. Die Leitung der Aus­stellung lag in Händen des Vereinsführers Ludwig Schauer und seiner Mitarbeiter H. V i e h m a n n, E. W. R ö m e r und W. Bamberger. Diesen zur Seite hatte der erfahrene Dereinsführer des Ge­flügelzüchtervereins Gießen, Friedrich Bauer, gestanden. An der Ausstellung von Geflügel be­teiligten sich einige Vereine der Kreissachgruppe Gießen, unter ihnen besonders stark der Verein von Gießen, während die Aussteller von Kaninchen alle dem Verein von Heuchelheim angehören; zu letzte­rem zählen auch einige Mitglieder aus den benach­barten preußischen Orten. Die Zahl des ausgestell­ten Gellügels belief sich auf 249 Nummern mit etwa 270 Tieren, die Zahl der Kaninchen auf 107. Unter diesen waren die Hellen Großsllber als er­wählte Dereinsrasse mit 34 Nummern am stärksten vertreten.

Als Preisrichter für Geflügel waren tätig die Herren Hofmeister (Büdingen), Hördemann (Kassel) und Karl Philipp II. (Watzenborn- Steinberg). Die Kaninchen wurden von Preisrichter

Gießener Konzertring.

Orchester-Konzert: Honsegger - Brahms - Beethoven.

Grundlage haben die Kinder ihrer Phantasie ihrer Lust zum Basteln in weitestem Umfange Spielraum geben können. Das Ergebnis der mit unermüdlichem Eifer geleisteten Arbeit ist denn auch außerordentlich reichhaltig (etwa 400 Stück) und vielfach sehr originell, durchweg ganz nach dem Her­zen der spielfrohen Kleinen ausgefallen.

Im Rcchmen dieser kurzen Betrachtung kann aus räumlichen Gründen nicht auf die verschiedenen Ein­zelheiten der prächtigen Spielsachensammlung dieser Gemeinschaftsarbeit der Schülerinnen eingegangen werden, yervorgehoben fei jedoch, daß sich babei auch vielerlei Sachen befinden, die nicht nur quali­tätsmäßig (wie es durchweg meist der Fall ist) gut gearbeitet sind, sondern die auch in der Idee und der Gestaltung eigene Gedanken und deren vortreffliche Umsetzung in die Tat offenbaren. Da­durch sind vielerlei Spielfachen originellster Art entstanden, die zum Teil fast als gute kunstgewerb­liche Arbeiten angesehen werden können. Das Wich­tigste aber ist, daß unsere Äleinften, die zu Weih­nachten mit diesen Sachen überrascht werden sollen, an all den schönen Dingen sicherlich große Freude haben werden. Und damit wird der eigentliche Zweck, den die Schülerinnen mit ihren Bastelarbei­ten erftrebt haben, erreicht sein.

Die Oberschule für Mädchen hat die Spielsachen der NS.-Dolkswvhlfcchrt zur Verfügung gestellt, die damit zahlreiche Kinder zu Weihnachten beglücken, mit einem Teil aber auch die NSV.--Kindergärten ausftatten will, damit die Kleinen in den Kinder­gärten noch weit über die Weihnachtszeit hinaus ihr schönes Spielzeug als Gemeinschaftsbesitz haben

zwischen den Jahren, bte wir zukunftsfreudig be­treten. H. W. Sch.

verduntelungszeit:

1. Dezember von 17.12 bis 7.41 Uhr.

»Strafkammer Gießen.

Als einfeiner" Onkel entpuppte sich der K. Th. II. in Stangenrod bei Grünberg. Er hatte mehrfach anonym an seine Nichte, ein junges Mädchen in Stangenrod, Briefe mit unflätigen Beschimpfungen und gemeinen Beschuldigungen geschrieben, ferner schwer beleidigende öffentliche Verdächtigungen gegen das Mädchen und dessen Arbeitgeber unter Verwendung von Abbildungen erhoben, wobei er diese Schmutzfinkereien zum Teil an Telegraphen­stangen anheftete oder auf die Straße warf, wo sie gefunden werden mußten. Dem völlig unbegründet in gemeiner Weise beleidigten Mädchen gegenüber spielte der wenig erfreuliche Onkel den Beschützer und mitfühlenden Menschen, dabei war er bemüht, einen anderen Mann in Verdacht zu bringen. Die Ermittlungen in dieser Richtung blieben natürlich völlig ergebnislos. Schließlich richtete sich der Ver­dacht der Urheberschaft der gemeinen Briese und öffentlichen Anschläge gegen den üblen Onkel, bis sich die Gewißheit seiner Täterschaft ergab. Nun­mehr folgte gegen ihn eine Anklaae vor oer Straf­kammer Gießen wegen verleumderischer Beleidi­gung und Verbreitung von untüchtigen Schriften und Abbildungen, wofür er zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Dem beleidigten Mädchen wurde ferner die Befugnis zur Veröffent­lichung des Urteils zugesprochen.

Im April hatte der W. Fr. K. in Vilbel unter falschem Namen an das Landratsamt in Friedberg eine Anzeige erstattet, in der er einen Bäckermeister und einen Metzgermeister der Schiebungen mit Milch und Fleisch beschuldigte. Die Ermittlungen er­gaben, daß die Anschuldigungen unbegründet waren und K. als anonymer Anzeiger in Bettacht kam. Wegen feiner falschen Anschuldigungen wurde er zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt. In der Urteilsbegründung wurde betont, daß der An­geklagte nicht wider besseres Wissen, aber doch vor­sätzlich und leichtfertig gehandelt habe; daß er die Interessen des Staates habe vertreten wollen, wurde ihm vom Gericht nicht geglaubt Eine Urkundenfäl­schung sah das Gericht nicht als vorliegend an.

trbilb Beethovens einziges Violinkonzert darstellt, tob zu dem auch hier die Verbindungen nicht zu leugnen sind. Mag man dies Konzert als einen Nachklang der kurz vorher entstandenen 2. Sym­phonie ansehen, in seiner urtümlichen Frische laßt es ie der Symphonie eigenen elegischen Zuge weniger ttrk hervortteten. So strebt dieses Werk "her oie luge des Birtuosenkonzertes hinaus, denn der Part her Solovioline vereinigt sich hier organisch bedingt eit dem Orchester zur gemeinsamen Durchftchrung oer Htigen Entwicklung. Allerdings stellt Brahms in viesem Konzert dem Geiger Anforderungen hinsicht- Ich des Lagenspiels, der Griffsichechelt und Jnto- eüionsreinheit, die, an dem Können seiner Zeitge- «vssen gemessen, zunächst unerreichbar schienen, rmd Iran war gerade in diesem Falle geneigt, von einem Konzert gegen die Violine" zu sprechen, ^stergerte Anforderungen lassen im entsprechenden Maße mit btn höher gesteckten Zielen auch die Kräfte n)ady= in, unb bi« heutige ©eigergmeration tann eirre leihe von Namen aufzahlen, die gerade diekm fbiTjert verantwortliche und gennssenhafte Be- teuer geworden sind. Wenn man dann iveryarv Taschner hört, bann wird es dem Hörer erst recht kirr, wie hier ein Werk dochf ü £ b i e ® joc line vorliegt, wenn es in so vollendeter Art dar S'boten wird wie diesmal. .

Es ist erstaunlich, bei einem fo jungen 3n|tru Jentaliften eine derartige Reife im Ausgleich der Technik feststellen zu können, die die allerletzten Am icrtierungen im höchsten Maße zu erfüllen vermag ach nach keiner Hinsicht noch den geringsten Wunich °'ren ließ. Eine Ausgeglichenheit des PassogeniPiel-, 'Ne Griffsicherheit, die in ihrer Geschliffenheit ein cch selbstverständlich erscheint eine Sauber kett in ' Doppelgriffen, die jeden Don wirklich klingen lctzt Denn die Bogenführung, den Atem des Tones, dcherrscht Gerhard Taschner in geradezu idealer Leise. Das Ohr vermag nicht das Geringste von d^ ^roorbringung des Tones zu vernehmen, alles yr ylofter Klang von schwebender, raumfullender Jn- «Tfaät, von einer Nachgiebigkeit und Modulw l Lsdnsfähigksit, die man als die Erfüllung ves wechthin Möglichen cmsprechen muß. Niemals er-

Atmosphäre vordrin leshalb doch erfüllt sichtlichen Zett. Der les Advents wie in jedem Jahre.

Johanness scheint' sein Ton forciert oder gewollt m seiner . tr/---I flirx^e beeinflußt. Hier ist es ein ursprüngliches

jen und Strömen des Klanges, weich und dem

klärten Süße in den höchsten Lagen. Kein Ton aber erklingt bei ihm tim seiner selbst willen, er fügt sich mit der feinsten Differenzierung stets in den musikalischen Zusammenhang: mögen es nur spielende Arabesken ober gar rhythmisch gleichförmige, scheinbar weniger anziehende Stellen fein, wie etwa in der Durchführung des ersten Satzes, Gerhard Taschner behandelt sie mit einer Eindringlich­keit und musikalisch klanglicher Delikatesse, die auch ihren letzten Sinn klar sich erschließen läßt. So wurde dieses Violinkonzert zweifellos zum Höhe­punkt des Abends; ja unter Taschners Händen könnte sogar dieses Werk volkstümliche Geltung gewinnen,' so klar und schlicht leuchtete er in die letzte Zelle dieses Organismus hinein.

'Dieses hohe Können konnte sich in seiner größten Tiefe aber erst entfallen durch das kongeniale Mit- schaffen Professor Hermann Abendroths. Wie er im einzelnen auf den Solisten einging, den be­gleitenden Klangkörper im feinsten Ausgleich an­paßte und jeder einzelnen Wendung zu dem ihm zustehenden Wert verhalf, das ließ die Schönheit und lichte Größe dieses Brahmsschen Werkes in höchstem Maße offenbar werden.

das kapriziöse Allegro molto e vivace mit feinen mannigfachen Schönheiten der Einzelzüge.

Ein großer Klangapparat war aufgeboten für Siegmund von Hauseggers symphonische Dich- tungW ieland der Schmied", die sich im Verlauf auf den gleichnamigen Opernentwurf von Richard Wagner stützt. Dieses groß angelegte Wert erstand, vom höchsten Impuls getragen, in plasti- cher T ttlichkett seiner einzelnen Entwicklungen, und umer den Händen Hermann Abendroths

kannten Sammlungen, demKlavierbüchlein von Anna Magdalena Bachin", denKleinen Prälu­dien, Fugen, Fughetten", denPartttas", dem Wohltemperierten Klavier" u. a. entnommen. Es kann nicht die Aufgabe dieser Besprechung sein,'die Darbietungen der zahlreichen ungenannten Spieler im einzelnen aufzuzählen und zu bewerten. Es ist der Sache dienlicher, wenn der Gesamteindruck fest­gehalten wird. Die Jungen und Mädels musizierten mit dem jungen Menschen eigenen Eifer und mit der frischen Unbekümmertheit, dabei von der wachen Sorge ihrer Lehrer und 6er kritischen Anteilnahme der Hörer begleitet. Die Darbietungen zeugten von einem gründlichen musikalischen Studium und von sorgfältiger Schulung, einige Leistungen trugen schon künstlerisches Gepräge. Das Doppelkonzert d-moll für zwei Violinen, mit schönem großen Bogenstrich ruhig und bestimmt gespielt, offenbarte schon zu Beginn die herbe Schönheit Bachscher Mu­sik. Bei den übrigen Verträgen schien es, als ab bis Jungen eine besondere Eignung für bas Klavier­spiel bekundeten, bie Möbel sich mehr auf der Vio­line auszeichneten. Eine reife Leistung, die wirklich geistige Durchdringung verriet, war bie Wiederaade der Air für Violine und Klavier. Die Auffassung und der Vortrag der Toccate d-moll war ausge­zeichnet. Den Abschluß bildeten drei Lieder und der letzte Satz des Konzertes D-dur für Klavier und Orchester, der mit echter Musizierfreudigkett ge­geben wurde. Dem Sinn der Veranstaltung ent­sprechend, wollen wir keine Namen nennen, es sollte ja eine Ehrung Johann Seb. Bachs sein.

Worin liegt nun die eigentliche Bedeutung des Tages der Hausmusik"? Die Musikstunde hat dann ihre Aufgabe erfüllt, wenn es ihr gelungen ist, recht viele zur vertieften Pflege der Hausmusik aufzu­rufen. Vielleicht gewinnt man doch nur Zugang zu den Schätzen, die wir in Ehrfurchtunsere Musik" nennen, wenn man sich ausübend mit ihnen aus-

finstern der Firma Kuhns im Seltersweg «S ii sehen fein. Auf diese interessante Spielfachenschau rcS lochten wir heute schon besonders Hinweisen..

Aus verschiedenartigem Material, das zum gro- pbu2 leren Teil von der Schule im Rahmen des Kunst- iemadK irziehungs-Unterrichts, zum Teil aus Mitteln der Item beschafft wurde, haben die Schülerinnen, von en jüngsten bis zu den ältesten im Rahmen des ftnsterziehlichen Werkunterrichts ein Spielzeuglager iniammengearbettet, das nicht nur die Kinder unb Sie jugenblichen Schaffenden selbst, sondern auch die erzen der besichtigenden Erwachsenen erfreuen tird. Fräulein Hensay hat dazu ihren Schule- tnnen die Anlehnung an.alte deutsche Dolkskunst mb heimatverbundenes Volkstum zur Richtschnur kegeben und damit in anerkennenswerter Weise von tornherein die Gedanken an modische und rein abrikmäßige Vorlagen ausgeschaltet. Auf dieser

letzter Stelle steht.

Die zweite Garnitur des LSV. trug das fällige

Bauer, der dem Ausstellungsausfchuß mit Rat und Tat zur Seite gestanden hatte. Im Austtag der Kreisfachgruppe Gießen dankte Herr Bauer dem Kleintierzüchterverein von Heuchelheim für seine mühevolle Arbeit. Er überbrachte noch die Grüße und Glückwünsche der Landesfachgruppe Hessen» Nasiau unb der Kreisfachgruppe Gießen, gab seiner Freude Ausdruck über den schönen Ausbau der großen Schau und sprach bann über die Bedeutung der Kleintierzucht, speziell der Geflügelzucht, als dem Sport der kleinen Leute.

Die Lehrschau für Geflügel brachte Tafeln über die anerkannten vier Wirtschaftsrassen, sie zeigte ferner Bilder über die Abfallverwertung, über rechte Fütte­rung, eigenen Futteranbau, Stallbau, Kükenheime

Dunkel sind die Wochen. Schon in den zeitigen I stachmittagsstunden zünden wir die Lichter an, und gn die Tage der Sonnwende scheint bas Tageslicht mr für kurze Frist. In dieser Zeit war in der Vor­legung unserer Vorfahren die Luft erfüllt von den ßeistem der Abgeschiedenen, über die Fluren brauste |as Wodesheer und der wilde Jäger. Aber es war