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s wirt.

Roman von Horst Biernath

(Nachdruck verboten.)

^-Fortsetzung.

werben , te genau 2 I, 40,50 S 100 B ,

sozialistische, im Sinne einer wirklichen Er­füllung unserer Ideen einer wahren Volksge- meinschafl? Das ist unmöglich! Und das wird in der Zukunft sicherlich vielleicht der segens­reichste Nutzen dieses Krieges fein.

-m r«tar was nutzte mir dieses Wissen ? Es hob den iffi! to^1 ^Kilsspruch ebensowenig auf wie Maltes sauberes bt' : wissen."

Er. 4 ,Er konnte nicht handeln, nachdem er einmal ver- ! ' war!" rief sie zornig.Aber du hättest Himmel

n' viel? ihb Hölle in Bewegung setzen muffen um ihm zu Mn! Wie konntest d" ihn so im Sttch lassen?

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Natürlich", erwiderte er aus der Dunkelheit b"ous, und seine Stimme klang müde und mutlos, dieses Wissen? Es hob den

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der Front die Waffen zu geben und damit zu helfen. (Brausender Beifall.) Ich muß darauf hin-, weisen, daß überhaupt die deutsche Arbeiterschaft Ungeheures leistet und daß sie in Treue zum heu­tigen Staat, zu seiner Führung und vor allem zu ihren Soldaten steht, zu ihren Kameraden und Ar­beitskollegen. Ich muß darauf Hinweisen, daß ge­nau so auch das deutsche Landvolk seine Pflicht erfüllt, daß vor allem Millionen deutscher Frauen sich eingegliedert haben in diesen Arbeits­prozeß, daß die Bäuerin heute oft die Arbeit von zwei Männern allein zu leisten hat. Und endlich muß ich noch darauf Hinweisen, daß aber auch unsere Berufe, die geistig tätig sind, sich aufopfern in ihren einzelnen Trägern, daß Mionen und Millionen auch hier alles hingeben im Ersinnen und Arbeiten, um die Nation zu» ften und um der Front niemals mehr das Beispiel ton 1918 zu geben.

Denn ich daher der Heimat heule sagen kann, baß sie vollkommen beruhigt fein darf, daß im Osten und im Westen, im Norden und im Süden, die deutsche Front unserer Soldaten unerschütterlich steht, dann kann ich genau so der Front sagen: Deutscher Soldat, du kannst beruhigt fein, hinter dir steht eine Heimat, die dich niemals im Stich lassen wird. (Langanhal­lender Beifall.)

Das ist keine Phrase. Woche für Woche, Monat um Monat werden die Guten unseres Volkes aus allen Lebensschichten immer mehr zusammenge- schweißt zu einer unlöslichen Gemeinschaft. Und diese Gemeinschaft wird sich besonders auch wieder erwiesen bei dem großen Hilfswerk, das vir in diesem Winter zu vollbringen haben. Ich toe schon oft darauf hingewiesen, daß es auch nüqlio) gewesen wäre, einen anderen Weg der Hilfeleistung zu gehen, aber wir haben das nicht fittan aus der einfachen Erkenntnis, daß es Wich­ts ist, den einzelnen Volksgenossen selbst mit den Aufgaben vertraut zu machen, die die Nation be- Ein Mann rechnet ab

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4ch erfuhr, daß er sie in Verakruz häufig m ihrem Hotel besucht hatte. Ich setzte mich mit Mal­te- Verteidiger in Verbindung und teilte ihm diese schache und die Namen von einem halben Dutzend ILtvten mit, die bereit waren, meine Angaben zu Jbttiben. Tenor Mora fragte mich kühl und sachlich, ob ich glaube, daß meine Wahrnehmungen, so mter- efönt sie für die Skandelchronik auch wären, auch nur einen Richter veranlassen könnten, den Prozeß Meder aufzurollen?

3$ entdeckte, daß die Perano trotz ihrer nicht Wringen Einnahmen tief in Schulden steckte und daß i^rt Vermögenslage es ihr erst nach dem Anschlag <8f Buena Esperanza gestattete, sich dasEl Faro in ?aufep. Aber was sollte diese Kenntnis Maltes taqe nutzen? Mir und dir, die wir von Maltes Schuldlosigkeit überzeugt sind, mögen sie als Be- IWe genügen, aber sie genügen nicht, um gegen die! wahren Schuldigen die Anklage zu erheben! ! Orgaffa wischte sich den Schweiß von der Stirn. $ stand auf und wanderte mit bloßen Füßen ge- stachlos im Zimmer umher. Auch Karen erhob K Ihre braunen Augen brannten vor Erregung. -,,Öu wußtest, daß Malte schuldlos verurteilt triirbe", es klang wie eine abschließende, empörte

tat oon nid) noch t Kriegt n immer von klei« fqabe er« rchführen. nt Wchr- ermähnen während ter Zeile. Benn wir i mir er- auch tut, icht ge­ll.) den, {an- mit uns t unserer ju (ttväli- i in ihrem Enfltönber, ,n schicken, mir es vir es ak lutlost zu Australier, wer holen n VerbM iesgenossen

froenbig. hwersien ndedos slen, die ten find, id) dort a Volta dte N gtoßE idd w adoschnfi

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dieHeimat hinzuweisen. Auch sie hat sehr Schwe­res zu erdulden. Der deutsche Arbeiter rackert sich' ab. Ich habe es in diesem Frühjahr, als es sich darum handelte, sehr schnell neue Ab wehr was- ----- fen hinauszubringen, erlebt, daß in verschiedenen , sondern Betrieben die Arbeiter nicht nur zehr und elf ©tun» ein. Unb si den arbeiteten, sondern auch viele Wochen lang auf 200 W < Ämckage verzichteten, nur in dem einen Gedanken, nächsten

Nicht nur die bloße Raumerweiterung ist das Entscheidende, sondern das Entscheidende wird die Erfüllung dieses Rautnes mit einem geschlossenen, bei swrken Volk sein, das als wesentlichsten Grundsatz »m m bekennen muß: In diesem Volk hat jeder Sol- oaß er i bat den Marschnllstad im Tornister NUS Be- . Nicht nur in der Theorie, sondern wirklich, nach diesem Kriege wird erst recht für jeden einzelnen ? Volksgenossen der Weg geöffnet, den ihm seine Ge- jen trof- Mlitat, sein Fleiß, seine Tapferkeit, seine Einsatz- eiML sähigkeit und Einsatzbereitschaft übechaupt zu öff- me ganz» ntn vermögen!

W liege-1 Ich möchte es aber hier in diesem Augenblick Leistun-1 nicht versäumen, der Front gegenüber auch auf großer. > die H e i m a t hinzuweisen. Auch sie hat sehr Schwe-

i V fiter Bewegung war, wie richtig aber überhaupt W "ich unsere ganze nationalsozialistische Einstellung It, bas | 8l Denn das ist ganz sicher: diesen Krieg überlebt

a 2 knn bürgerlicher Staat! (Stürmische Zustimmung.)

I3eln.h! Hler muß jeder früher oder später Farbe bekennen, es lu nur der sein Volk nicht nur staatlich, sondern auch imS gesellscha ftlich zu einer Einheit zu schweißen

ir «rmag, wird aus diesem Krieg als Sieger hervor-

y *n. Daß wir Nationalsozialisten diese Grundlage

i L., schon einst legten, das verdanken wir, verdanke ich i5 »rsönlich dem Erlebnis des ersten Weltkrieges. Daß

ffenui flMn bas Großdeutsche Reich aber diesen zweiten

^rieg durchzukämpfen hat, dem wird unsere Be­ste n? lvsgung die Verstärkung und Vertiefung ihres Pro- en 2? pamms für die Zukunft verdanken können. Davon Ibtn u ; 'Limen auch alle überzeugt sein, die vielleicht im 'tillen irgendwo als letzter Restbestand einer un- V itlehrdaren Vergangenheit hoffen mögen, irgendwie ihu ^rch Redereien oder Nörgeleien vielleicht einmal Baß eine neue Morgenröte ihrer Klassenwelt zu erleben. Z ' I Aese Herren werden jämmerlich Schiffbruch er- , leiben. Die Weltgeschichte wird sie beiseite schieben, .1 w» ds wenn sie überhaupt nicht dagewesen wären. ® I (Bieber brausende Zustimmung.)

*0,6n 2ch habe einst als Soldat aus dem großen Krieg zurückkehrend, diese Weltanschauung dem deutschen Volke klargelegt, die Grundlagen der Partei geschaffen. Glauben Sie. daß irgendein veutfcher den Soldaten, die heute aus diesem Krieg siegreich zurückkehren, ein anderes Deutsch­land würde bieten können, als das national-

wegen und damit auch jeden einzelnen berühren, vor allem aber die gesegneten der Menschen mit dem Elend der weniger Beglückten zu beschäftigen, ihnen durch die dauernde Propaganda zu zeigen, was alles noch getan werden muß, um hiex wirklich von einer Gemeinschaft im wahren Sinne des Wortes reden zu können, daß es sich nicht um ein Lippen­bekenntnis handelt, sondern das jeder einzelne auch tatsächlich mit seinem ganzen Vermögen dazu bei­tragen muß, dieser Gemeinschaft nützlich zu dienen und daß vor allem keiner ein Recht hat, sich von dieser Arbeit auszuschließen, am wenigsten in einer Zeit, in der Millionen andere die Gemeinschaft mit ihrem Blut zu verteidigen haben.

Ich richte diesen Appell an das ganze deutsche Volk im Namen aller seiner Soldaten und aller derjenigen, die sich in den Rüstungsbetrieben oder auf dem Lande oder irgendwo anders aufopfern. Ich möchte dabei aber auch nicht versäumen, in dieser Stunde Ihnen zu sagen, daß wir jeden Saboteur dieser Gemeinschaft un­barmherzig vernichten werden. (Stürmi­scher Beifall.) Es hat erst vor wenigen Wochen eine englische Zeitschrift einmal in einer Hellen Stunde sehr richtig geschrieben, daß man über das deutsche Winterhilfswerk nicht lachen solle. Vor allem sei doch eines Tatsache: Wenn sich in England einer auf Kosten der anderen bereichere, so erhalte er, sofern man ihn fassen könne, vielleicht ein paar Stunden Unterricht oder schlimmstens ein paar Wochen oder ein paar Monate Gefängnis zudiktiert und lebe dann besser, als jeder Soldat an der Front leben könne während in Deutschland jeder, der sich an dieser Gemeinschaft versündige, praktisch den Weg in sein Grab antrete. Diese englische Zeitung hat recht in einer Zeit, in der die Besten unseres

Volkes an der Front eingesetzt werden müssen und dort mit ihrem Leben einstehen, in dieser Zeit ist kein Platz für Verbrecher und für Taugenichtse, die die Nation zerstören! (Minutenlanger Beifall.) Wer sich an dem bereichert, was für unsere Soldaten be­stimmt ist, der kann damit rechnen, daß er unbarm­herzig beseitigt wird! Wer sich an dem bereichert, was so viele Arme in unserem Volke an Opfern bringen für unsere Soldaten, der soll nicht erwarten, daß er irgendwie Gnade findet. Es muß jeder Deutsche wissen, daß das, was er feinen Soldaten oder der notleidenden Heimat gibt, auch wirklich denen zugute kommt, die es verdienen Und für die es bestimmt ist.

Uno vor allem, es soll sich kein Gewohnheitsver­brecher einbilden, daß er durch ein neues Verbrechen über diesen Krieg hinweggerettet wird. Wir werden dafür sorgen, daß nicht nur der Anständige an der Front unter Umständen sterben kann, sondern daß der Verbrecher und Unanständige zu Hause unter keinen Umständen diese Zeit überleben wird, (Tosen­der Beifall.) Ich möchte nicht, daß. eine deutsche Frau, die vielleicht des Nachts von ihrer Arbeits­stätte nach Hause geht, immer angsterfüllt auf­passen muß, daß ihr kein Leid geschieht von irgend­einem Taugenichts oder Verbrecher. Wir werden diese Verbrecher ausrotten und wir haben sie aus­gerottet. Und dem verdankt es das deutsche Volk, daß heute so wenig Verbrechen mehr geschehen. Ich glaube auch damit nur im Sinne der Erhaltung unserer Gemeinschaft zu wirken, vor allem aber im Sinne unserer Front, die das Recht hat, zu verlangen, daß, während die Soldaten draußen ihr Leben einsetzen, ihre Familie, ihre Frauen ober ihre sonstigen Angehörigen zu Hause beschützt werden.

Das Bekenntnis des Kriegs-Mnterhilsswerks.

Ich muß in diesem Moment alber auch der Front noch etwas anderes versickern, nämlich wie gren­zenlos tapfer diese deutsche Heimat aber auch ihrerseits den Krieg dort, wo er sie selbst mit der schlimmsten Härte trifft, hinnimmt und erduldet. Ich kenne eine Stadt, eine friesische Stadt, die ich längst evakuieren wollte, weil sie immer wieder angegrif­fen wurde. Ich wollte dann die Kinder und die Frauen dort wegnehmen, um sie in Sicherheit zu bringen. Es war ausgeschlossen, sie kehrten immer wieder in ihre Stadt zurück, sie waren nicht weg- dubringen, obwohl sie so schwer gelitten hat. Es werden auch hier zahlloseHel dentalen voll­bracht, nicht nur von Männern, sondern auch von Frauen und nicht nur, oon Frauen, sondern von Knaben, die noch kaum das 15., 16., 17. Lebensjahr erreicht haben.

Sie sehen sich mit ihrem ganzen Leben ein in der Erkenntnis, daß wir in diesem Krieg eine einzige verschworene Gemein­schaft sind, die weiß, daß wir entweder alle diesen Krieg siegreich Überstehen oder gemein- sam zur Ausrottung bestimmt sind. ( Langan­haltender stürmischer Beifall.) wenn der Soldat das nicht wüßte, dann könnten Sie von ihm nicht erwarten, daß er sein Leben einseht. Um­gekehrt aber muß die Heimat wissen, daß man sie ihrem Einsatz entsprechend bemißt. Ich er­

warte daher, daß das neue öintet- hilfswerk ein besonders starkes Dokument dieser unlösbaren Gemeinschaft wird, daß die Nation gerade damit vor der ganzen Welt ein Votum abgibt, daß dies etwas anderes ist. als eine verlogene Abstimmung, sondern das Votum eines Opfers, indem sie erklärt: wir stehen hin­ter unseren Soldaten, so wie unsere Soldaten für uns einstehen! wir stehen gemeinsam zu unserem Volk und unserer Gemeinschaft und werden unter keinen Umständen jemals kapi­tulieren! Unsere Gegner mögen diesen Krieg führen, so lange sie in der Lage sind, was wir tun können, um sie zu schlagen, das werden wir tun! Daß sie uns jemals schlagen, ist unmöglich und ausgeschlossen! Nur das nationalsozialistische Deutschland und die mit ihm verbündeten Staa­ten werden als junge Nationen, als wirkliche Volker und Volksstaaten aus diesem Krieg mit einem glorreichen Sieg hervorgehen!

Der Beifallssturm, der ununterbrochen die Rede des Führers begleitet hat, steigert sich jetzt zu einer einzigen Ovation für den Führer, tue zu einer un­vergleichlichen Kundgebung der Treue, der Kampf­entschlossenheit und d-r Siegesgewißheit wird, bis endlich die Lieder der Nation diese große und er­hebende Kundgebung feierlich beschließen.

Neue Abschnitte in Stalingrad gestürmt.

Oer Wehrmachiberichi.

DNV. Aus dem Führerhauptquartier, 30. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Nordwestteil des Kaukasus und südlich des Terek drangen deutsche und verbündete Truppen in harten Angriffskämpfen weiter vor.

3n Stalingrad wurden neue Abschnitte des nordlichen Stadtgebietes gestürmt. Bei vergeblichen Entlastungsangriffen verlor der Feind 34 Panzer.

An der D o n f r o n t wiesen deutsche und ita­lienische Truppen mehrere Uebersehversuche der Sowjets ab. Ungarische Truppen warfen eine feindliche Kräftegruppe im Gegenangriff zurück.

3m Nordabschnitt führten eigene An- griffsurrternehmungen trotz zähem feindlichen wider­stand zu Erfolgen. Starke Verbände der deut­schen Luftwaffe und kroatische Kampfflieger fügten hierbei den Sowjets hohe Verluste zu.

Archangelsk wurde in der vergangenen Nacht erneut bombardiert. Ausgebreitete prände

ließen die gute Wirkung dieses Angriffs erkennen.

3n der Zeit vom 15. bis 28. September wurden 816 Sowjetflugzeuge in Luftkämpfen, 131 durch Flakartillerie der Luftwaffe und 22 durch Ver­bände des Heeres abgeschoffen, vier erbeutet, 17 weitere am Boden zerstört, fo daß die Gesamtver­luste 990 Flugzeuge betrugen. 3n der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 77 eigene Flugzeuge verloren.

3n der letzten Nacht ftogen britische Bomber in geringer Zahl in das Gebiet der Ostsee ein. Zwei Flugzeuge wurden abgeschoffen.

Deutsche Kampfflugzeuge führten bei Tage Tief­angriffe gegen militärische Ziele an verschiedenen Orten Süd- und Südoffenglands mit Er­folg durch.

Millionen-Sonderspende der deutschen Eisenbahner.

Berlin, 30. Sept. (DNB.) Die Bediensteten der Reichsbahn haben außer den laufenden Spenden, die durch Abzug vom Lohn oder (9e< halt einbehalten werden, dem Kriegs-Winterhilfs-

Orgassa lehnte sich an die Wand. Er war fast durch die ganze Länge des Raumes von Karen ent­fernt. Sie sah in dem Halbdunkel nur die Umrisse seiner Gestalt.

Ich habe eure Vorwürfe nicht verdient!" fuhr er Karen mit ungewohnter Heftigkeit an.Malte hat kein Recht, von mir Unmögliches zu verlangen und mich deshalb, weil ich das Unmögliche nicht zwang, über die kalte Schulter anzusehen. Und du solltest dir auch besser überlegen, was du sprichst! Ich war nicht müßig, ich habe getan, was in meinen Kräften stand! Aber ich bin kein Sherlock Holmes!"

Das verlangt auch kein Mensch von dir. Aber wenn du allein nicht weiterkamst, hättest du dir ebey Verbündete und Helfer suchen müssen!"

Wen?" fragte er bitter.Nachdem Buena Espe­ranza erst einmal von der Baxter ^Oil Companie geschluckt worden war, hütete sich jeder, sich das Maul zu verbrennen. Das Eisen war zu heiß. Es konnte mehr als die Stellung in Buena Esperanza kosten, denn wo willst du unterkommen, wenn der ganze' Petroleummarkt in amerikanischen Händen ist? Willst du mir das vielleicht sagen?

Außerdem erschienen kurz nach dem Prozeß einige Aufsätze in den hiesigen Zeitungen, daß gewisse Ge­rüchte nicht verstummen wollten, als habe bei einem gewissen Brandunglück eine gewisse Gesellschaft ihre Hände im Spiel gehabt. Ganz abgesehen davon, daß der Verurteilte es im ganzen Verlauf des Prozesses stets aufs energischste abgestritten habe, im Auftrage irgendeiner Interessengruppe gehandelt zu haben, sei auch in dem ganzen Prozeß, der gerade in dieser Hinsicht sehr sorgfältig geführt worden sei, kein An­haltspunkt dafür gefunden worden, daß die Gesell­schaft, dje das verwüstete Terrain übernommen und unter schweren finanziellen Opfern wieder aufgebaut habe, durch irgendwelche dunklen und ungesetzlichen Machenschaften in den Besitz des Camps gekommen sei. Sollte dieses nichtswürdige Gerücht aber trotz dieser deutlichen Erklärung nicht verstummen, so sähe sich die Gesellschaft genötigt, gegen die Urheber solchen Klatsches mit aller Strenge vorzugehen.

So ungefähr lautete die Warnung; jedenfalls steckte sie voller Widersprüche und Verdrehungen und klaate, wenn sie auch als Dementi gedacht war, die Gesellschaft eher laut an, die Urheberin des An­schlages gegen Huislander gewesen zu sein. Immer­hin verfehlte sie ihren Zweck nicht, die Leute hielten mit ihrer Meinung zurück." ,

Du bist davon überzeugt, daß Gonzales und die Perano ihre Schurkerei an Malte in Baxters Auf­trag begingen?"

Nicht die Schurkerei an Malte", antwortete Or- gasfa,wohl aber die Schurkerei überhaupt. Wie sie die Tat ausführ^en und ihre eigenen Köpfe aus der Schlinge zogen, blieb selbstverständlich ihnen überlassen. Dafür wurden ihnen natürlich keine Richtlinien gegeben."

Er hatte den eigenllichen Sinn chrer Frage nicht verstanden. Karen wurde deutlicher. Ihre Stimme zitterte vor Empörung und Scham:Daß du Baxter nach diesen Geschehnissen nicht den Kram vor die Füße geworfen hast!"

Orgassa stieß sich mit einer jähen Bewegung von der Wand ab, an deren kühles Mauerwerk er feinen Rücken gelehnt hatte.Wie redest du zu mir?" fragte er erschreckt und fassungslos.

_tffieit ich dich nicht verstehe!" rief sie, zornig. Sie mußte sich mit aller Gewalt beherrschen, um nicht das herauszuschleudern, was sie wie eine bren­nende Schmach empfand, daß er feige und treulos gehandelt hatte, treulos gegen Malte und feige gegen sich selbst. Diese Stunde war eine furchtbare Ent­täuschung. Sie weinte lautlos. Die Tränen rannen heiß über ihre Wangen und fielen auf ihre Brust.

Orgassa streckte den Kopf vor, es sah aus, als lausche er angstvoll zu Karen hinüber; er schien zu ahnen, was in ihr in diesem Augenblick vorging. Er trat einen kleinen Schritt vor, aber er wagte es nicht, sich ihr zu nähern, als befürchte er, von ihr zurückgeftoßen zu werden.

Baxter", rief er keuchend,hast du Mister Baxter jemals gesehen? Ich nicht! Gibt es ihn "«-^nupt? Es ist ein Name. Vielleicht sitzt da

werk 1942/43 wie in den Vorjahren eine Sonder­spende in Höhe von 1 000 000 RM. zur Verfügung gestellt. Weitere Sonderspenden in beträchtlicher Höhe werden die Selbsthilfeeinrichtungen der Eisenbahner aufbringen.

Oie Bedrohung der britischen Verbindungswege.

Genf, 30. Sept. (DNB. Funtspruch.) In der englischen MonatszeitschriftFortnigthtly" stellt der britische Admiral Sir Herberd Richmond fest, daß die Gegner im verflossenen Kdegsjahr die Sicherheit der britischen Seeverbindungen mit größ­ter Wucht aus der Luft bedroht hätten. Wie sehr Großbritannien eine starke Marineluftwaffe brauche, zeige sich am deutlichsten bei den starken feindlichen Angriffen auf die für die Sowjets be­stimmten GeleitzÜLe. Mit ^sehr viel Geschick seien von den Deutschen die norwegischen Häfen und Küstengebiete ausgebaut worden, um die Luftwaffe in großem Ausmaß einzusetzen. England könne dem nichts Gleichwertiges gegenüberstellen. Praktisch be­herrsche der Feind völlia den Luftraum, eine Herr­schaft, die ihm auch nicht Flugzeuge streitig mach­ten, die an Bord der Geleitsahrzeuge mitgeführt würden. Wenn man nicht bald einen Ausweg aus dieser militärischen Klemme finde, dann sei die Zeit nicht fern, in der es keine Sowjetgeleitzüge mehr gebe. I m Mi ttelmeer habe sich unter dem Einfluß der deutschen Luftwaffe die Laae gleichfalls zu ungunften der Engländer gewandelt. Großbritanniens Herrschaft fei seitdem im Mittel- meer stark zusammengeschrumpft und beschränke sich nur auf ein winziges Gebiet im östlichen Teil. Derjenige, der noch nach Beweisen für den Niedergang der britischen Herrschaft im Mittelmeer suche, brauche nur an das Schicksal der Geleitzüge in den letzten Monaten zu denken.

Admiral Richmond muh abschließend eingestehen, daß die britischen Bombenangriffe auf deutsche Städte die Engländer nicht im ge­ringsten in die Lage versetzen, ihre so gut wie völlig verlorene Herrschaft auf den Weltmeeren wieder zu erlangen, zumal auch im Atlantik Englands Seeherrschaft von Monat zu Monat stärker gefähr­det werde.

Anti-InflationSgeseh vom USA-S-'nat angenommen.

Stockholm, 1. Okt. (DNB. Funkspruch.) Der USA.-Senot hat das Jnflationskontrollgesetz mit 82 gegen 0 Stimmen angenommen. Der Abstim­mung waren heftiae parlamentarische Kämpfe vor- angegangen. Am Dienstagabend hotte sich der Senat, ohne über Roosevelts Gesetz ab gestimmt zu haben, vertagt. Zuvor halte er unter Mißachtung der Wünsche des Präsidenten mit 48 : 43 Stimmen denZusatzanlr a g de s Farm e rbl^) ckszum Anli-Jnflotionsgesetz gebUIigt, der Vorsicht, daß bei der Festsetzung der Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse im Verhältnis zur Parität die Arbeits­kosten in Rechnung gestellt werden. Der Senat ließ sich auch nicht durch den zweistündigen, leidenschaft­lichen Appell des hxrnokratischen Mehrheüsführers, Senator Barkley, rühren, der den Kongreß auf­forderte, sich nicht um technische Einzelheiten über etwas mehr oder weniger Profit für eine Gruppe in die Haare zu geraten, sondern dem Präsidenten dos Mandat zu erteilen, mit der Inflation auf ge­setzmäßigem Wege fertig zu werden. Roosevelt hatte die Verabschiedung des Gesetzes bis zum 1. Oktober gefordert, widrigenfalls er sich dikta­torisch über das Parlament hinwegsetzen würde. Nur unter diesem Druck hat sich schließlich der Se­nat bereitgefunben, in letzter Minute bas Gesetz zu verabschieden. ,

Keine Parlamentswahlen in England.

Die eigentlich noch dieses Jahr fälligen Wahlen in England wurden verschoben. Mit 215 gegen 9 Stimmen entschied sich das Unterhaus für die Verlängerung feiner Amtsdauer um ein weiteres Jahr. Als Grund für den Ausfall det Wahlen wird die Wwefenheit zahlreicher Stimm­berechtigter angegeben, die durch ihren Kriegsein­satz an der Stimmabgabe verhindert seien.

Gauerbruch operierte den türkischen Außenminister.

Ankara, 1. Okt. (DNB. Funkspruch.) Geheimrat Prof. Dr. Sauerbruch wurde vor einiger Zeit nach Ankara berufen, um bei dem erkrankten tür­kischen Außenminister Numan Pascha eine Ope­ration oorzunehmen. Wie nunmehr verlautet, ist Außenminister Numan nach einer glücklich verlau­fenen zweiten Operation auf dem Wege der Besse­rung. Außerdem hat Geheimrat Sauerbruch auf Einladung türkischer ärztlicher Kreise Gelegenheit gehabt, in Vorträgen die Fortschritte der deutschen Kriegschirurgie vor der türkischen Aerzteschaft dar- zulegen.

in irgendeinem Büroraum der Baxter Oil Companie in Plttsburg wirklich ein Mann, der diesen Namen trägt und ihn als Unterschrift unter irgendwelche Papiere setzt. Das Unternehmen heißt Baxter Oil Companie! Hörst du? Companie? und wer ist das? Etwas Namenloses, eine anonyme Gruppe, die du nie zu fassen bekommst, gegen die du auch nicht kämpfen kannst! Sie heißen Geld, Kapital, Dollar, Pfund! Sie sind die wahren Schuldigen! Sie Hecken die Pläne aus, denen Leute wie Huislander und Malte zum Opfer fallen.

Ich kann dir ein ganzes Dutzend ähnlicher Ge­schichten aus den Oelcamps von Tampico und Dera- kruz erzählen! Wo auch immer auf der Welt nach Del gebohrt wird, spielen sich solche Geschichten all­täglich ab, noch brutalere, noch gemeinere! Und nie wirst du die eigentlichen Anstifter zu fassen kriegen! Die sitzen weit ab vom Schuß, irgendwo an den internationalen Börsen von London oder Wallstreet.

Was willst du gegen sie ausrichten? Was wäre schon damit geschehen, wenn ich, wie du es wünschst, den Krempel hier hingeworfen hätte? Wen hätte ich damit getroffen? Wem hätte ich damit meine Mei­nung gesagt? Wem hätte ich dadurch genutzt?

Du wirst jetzt sagen: dir selbst, deiner Seele ge­wissermaßen ... Wenn man so jung ist wie du, hat man solche Worte, die so wunderschön klingen, ja stets zur Hand.

Ich war vor sechs Jahren ein Mann, der sich den Fünfzigern näherte. Und nicht gesunder als heute. Mein Herzknacks hätte jeden Wechsel in eine neue Stellung einfach durch den ärztlichen Befund unmöglich gemacht. Wer nimmt hier, wo hundert junge, gesunde Leute darauf warten, vorzurücken und etwas zu leisten, einen kranken Mann in mei­nen Jahren? Hier he-ißt es: halte dich gerade ober verreck ... Meine Ersparnisse waren zu gering, als daß ich mich mit ihnen hier oder in der Heimat hätte zur Ruhe setzen können. Und schließlich stand ich ja nicht für mich allein auf der Wett. Ich hatte an Margareta und an deine Zukunft zu denken, (Fortsetzung folgt.)