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Gietzener Anzeiger
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Der Führer spricht
Meine deutschen Volksgenossen und -genossinnen!
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92. Jahrgang Nr. 251 Ericheini , agnch, außer Sonntags und feiertags
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Dr. Goebbels verkündet das Ergebnis des -ritten KriegS-WHW.
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General-Anzeiger für Oberhessen
Es ist nun schon ein Jahr her, seit ich zum letzten Vale von diesem Platz aus zu Ihnen und dem deutschen Volk sprechen konnte. Das ist in mancherlei Hinsicht bedauerlich: erstens, weil es mir selbst sehr Kid tut, nicht öfter vor die Nation hintreten zu : können, und zweitens, weil ich natürlich befürchte, bog meine Reden dadurch nicht besser, sondern schlechter werden, — denn auch dazu gehört Übung (Heiterkeit und Beifall). Meine Zeit ist eben letoer viel begrenzter als die meiner Gegner. Wer natürlich wochenlang in der Welt Herumreisen bann, mit weißseidenem Hemd, einen breiten Sombrero euf dem Kopf, und anderswo wieder in emer_ anderen Kluft, der kann sich natürlich auch mel öfter mit Reden befassen (erneute Heiterkeit). Ich habe mich in dieser Zeit mehr mit Handeln UNo Nit Taten beschäftigen müssen (lebhafter Bei- lil). Außerdem kann ich natürlich auch sonst mcht j-te Woche oder jeden Monat sprechen. Was heute visgesprochen werden muß, das wird ausgesprochen durch unsere Soldaten! (erneuter sturmi-
einfacher gewesen, wenn dieser Präsident, statt in einen Krieg hineinzuspringen, die ganze Arbeitskraft seines Landes verwendet hätte, um nützliche Produktionen aufzubauen und vor allem in seinem eigenen Volk dafür zu sorgen, daß nicht in einem Gebiet, das pro Quadratkilometer nur zehn Menschen zu verbergen hat, Not und Elend herrschen und 13 Millionen Menschen erwerbslos sein müssen. Das hätten diese Herren ja alles tun können! Wenn sie jetzt auftreten und sich plötzlich vor der Welt als Retter hinstellen und erklären: „Wir werden in der Zukunft dafür sorgen, daß die Not der Vergangenheit nicht wiederkehrt, daß es keine Arbeitslosigkeit mehr geben wird und daß jeder eine Wohnung bekommt" — aber das hätten doch diese Weltreichsinhaber ja längst schon vor uns in ihren eigenen Ländern tun können! (Starker Beifall.)
Nun entdecken sie plötzlich lauter Grundsätze des nattonalsozialistischen Programms. Wenn ich dabei höre, daß ein Mensch — ich denke, es war Herr Eden, aber man weiß ja nicht, welche Null da drüben redet (tosende Heiterkeit) — nun sagt: „Das ist der Unterschied zwischen den Deutschen und uns, daß die Deutschen an etwas glauben, was sie nicht glauben, während wir an etwas glauben, an das wir glauben" — so kann ich nur sagen: „Wenn sie wirklich an das glauben, was sie zu glauben vorgeben, dann hätten sie sich schon früher zu diesem Glauben bekennen können. Warum haben sie uns denn dann den Krieg erklärt? Sie sind ja von uns dann gar nicht so wett entfernt? Wir haben jedenfalls nicht nur etwas geglaubt, sondern auch das getan, was wir glaubten. Und jetzt glauben wir, daß wir d i e Feinde schlagen müssen, bis zum endgülttgen Sieg? Das glauben wir und das werden wir auch tun! (Tosender Beifall.) Ueber den Begriff Glauben können wir uns mit diesen Leuten überhaupt nicht auseinandersetzen. Wer z. B. glaubt, daß Namsos ein Sieg war oder Andalsnes, oder wer sogar glaubt, daß Dünkirchen der größte Sieg der Weltgeschichte gewesen ist, oder daß meinetwegen irgendeine Expedition, die neun Stunden dauert, ein ebenso staunenswertes, ein ermutigendes Zeichen einer siegreichen Nation war, — mit dem können wir uns mit unseren bescheidenen Erfolgen natürlich nicht vergleichen? (Tosender Beifall.)
Denn was sind schon unsere Erfolge dagegen? Wenn wir tausend Kilometer vorstoßen, dann ist das eben nichts, ein „ausgesprochener Mißerfok-g'.
Ereignisse liegen in dieser Zeitspanne. Während die Staatsmänner der Feindmächte sich währenddem im wesentlichen nur damit beschäftigten, ihren Völkern Versprechungen zu machen, Reden zu halten und Lügen und Verleumdungen zu verbreiten, haben Sie, mein Führer, geschwiegen und Gearbeitet. (Hier brandete von neuem der Beifall auf.) Und vor allem wiederum größte und kriegsentscheidende Schlachten geschlagen und mit Ihren tapferen Soldaten stolzeste geschichtliche Siege errungen. Eine bessere Widerlegung der feindlichen Propaganda können wir uns nicht wünschen. Im Gegenteil, es ist nur eine Bestätigung für die Richtigkeit Ihres Weges, mein Führer, und für die Durchschlagskraft Ihrer Erfolge und Siege, daß unseren Feinden nichts anderes mehr übrigbleibt, als sich in ohnmächtiger Wut gegen die unabwendbar näherrückende Vernichtung ihrer Welt aufzubäumen. Je mehr sie uns mit Lügen und Verleumdungen ottcck- kieren, um so stärker sind wir davon überzeugt, daß uns der Endsieg gewiß ist. Sie, mein Führer, wissen in diesen spannungsreichen und schweren Wochen und Monaten, daß die Nation mit unverbrüchlicher Treue hinter Ihnen steht, wenn Sie mit Ihren Soldaten Ihre stolzen Schlächterfvlge erringen, Unsere Feinde scheinen zu ahnen, daß es ihnen auf die Dauer nichts nützen wird, sich gegen diesen Ansturm deutscher Waffen und deutscher Soldaten zur Wehr zu setzen. Je schwächer ihre Positton wird, ihn so blutrünstiger werden ihre Rachephantasien, die sie nicht nur gegen das nationalsozialistische Regime, sondern gegen dks deuffche Volk überhaupt zum Ausdruck bringen. Bis zur Forderung der Deportation aller deutschen Kinder von zwei bis sechs Jahren haben sich diese infernalischen alttestamentarischen Wutausbrüche auf der Feindseite gesteigert.
Wit Stolz und Bewunderung schaut angesichts dieser gegnerischen Tobsuchtsanfälle Ihr Botk. mein Führer, auf die ruhige Gelassenheit, mit der Sie den Krieg, den unsere Feinde uns aufgezwungen haben, erfolgreich fortsehen. Unter Ihrer Führung steht die deutsche Wehrmacht an allen Fronten rühm- und siegum- kränzt. hinter ihr steht das ganze deutsche Volk, entschlossen und bereit, diesen Kampf um sein Leben unter Ihrer Führung, mein Führer, bis zum endgültigen Siege fortzusehen. Hie haben wir fester als heute an diesen Sieg geglaubt.
Wir danken Ihnen, mein Führer, daß Sie in dieser Zeit, die die übermenschlichsten Belastungen für Sie mit sich bringt, doch noch die Möglichkeit gefunden haben, zu uns zu kommen und vom Berliner Sportpalast aus zum deutschen Volke zu sprechen. Mit diesem Dank verbinden wir im Namen des ganzen deutschen Volkes das Gelöbnis, treu und unverbrüchlich mit Ihnen zu kämpfen und zu arbeiten, bis der Sieg unser ist. (Jeder dieser Sätze wurde vom Beifall der Mafien bestätigt.) „Der Führer spricht!"
Die Kundgebung im Sportpalast.
Berlin, 30. Sept. (DNB ) Die Ankündigung, daß der Führer auch in diesem Jahre das Krieas- winterhilfswerk eröffnen werde, fand in der Reichs- bauptstadt ein Echo freudigster Erwartung. Schon stunden vor Beginn der Großkundgebung begann der Zustrom der Massen zum Sportpalast, säumten ungezählte Tausende die Straßen von der Reichskanzlei bis zur Kundgebungsstätte.
Der Sportpalast selbst bot das von den großen Kundgebungen gewohnte Bild. Durch begeisterte Heilrufe wurden die führenden Männer von Staat, Partei und Wehrmacht empfangen. Man sieht unter ihnen die in Berlin anwesenden Reichsminister, zahlreiche Reichs- und Gauleiter, viele Generale
alaubt, der wird unseren Glauben nie verstehen! Wenn aber die Engländer nun ernstlich an das glauben, was sie zu glauben vorgeben, — dann kann man nur um ihren Verstand besorgt sein.
Außer diesen „Taten" haben sie natürlich auch noch Wechsel für die Zukunft. Sie sagen: „Die zweite Front wird kommen. Sie ist bereits im Anmarsch! Ihr Deutschen paßt auf! Macht kehrt." Wir haben nun nicht aufgepaßt und nicht kehrt gemacht, sondern wir sind ruhig weitermarschiert. Damit will ich nicht sagen, daß wir uns nicht auf eine zweite Hront vorbereiten. Wenn Herr Churchill jetzt sagt: „Wir wollen es den Deutschen jetzt überlassen, in ihrer Angst darüber nachzugrübeln, wo und wann wir sie eröffnen" — so kann ich nur sagen: Herr Churchill, Angst haben Sie mir noch nie eingejagt! (Stürmischer Beifall.) Aber daß wir nachgrübeln müssen, da haben Sie recht, denn wenn ich einen Gegner von Format hätte, dann könnte ich mir ungefähr autzrechnen, wo er angreift. Wenn man aber militärische Kindsköpfe vor sich hat, da kann man natürlich nicht wissen, wo sie angreifen, es kann ja auch das verrückteste Unternehmen fein. Und das ist das einzig Unangenehme, daß man bei diesen Geisteskranken oder ständig Betrunkenen nie weiß, was sie anstellen werden. Ob Herr Churchill nun den ersten Platz, an dem er die zweite Front stärken wollte, geschickt und militärisch klug ausgewählt hat oder nicht — darüber sind sogar in England — und das will immerhin allerband heißen — die Meinungen geteilt —, ich kann ihm jedenfalls versichern: ganz gleich, wo er sich den nächsten Platz aussucht, er kann überall von Glück reden, wenn er neun Stunden an Land bleibt! (Tosende Heiterkeit.)
In meinen Augen haben mir im Jahre 1942 die schicksalhafteste Prüfung unseres Volkes schon hinter uns. Es war dies der Winter 1 9 41 / 42. Ich darf wohl sagen, daß in diesem Winter das deutsche Volk und insonderheit seine Wehrmacht von der Vorsehung gewogen worden sind. Schlimmeres kann und wird nicht mehr kommen. Daß wir diesen General Winter besiegt haben, daß die deutsck)en Fronten standen, und daß wir in diesem Frühsommer wieder antreten konnten, das, glaube ich, hat bewiesen, daß die Vorsehung mit dem deuffchen Volk zufrieden war. Es war eine sehr schwere und sehr harte Prüfung, das wissen Sie alle, und trotzdem haben wir diese schwerste Zeit nicht nur überstanden, sondern es fertig gebracht, in aller Ruhe die Angriffsdioisionen, die Wotor- und Panzerverbände, die bestimmt waren, „ die weitere Offensive einzuleiten, zu ordnen und neue ckufzustellen. Und auch diese Offensive verläuft anders als sich das vielleicht unsere Gegner gedacht hatten. Es ist aber ja auch nicht notwendig, daß wir ausgerechnet nach ihrem Rezept verfahren, denn bisher sind gerade diese Rezepte wenig erfolgreich gewesen. Ich glaube, wir können, wenn wir zurückblicken, mit den hinter uns liegenden Jahren zufrieden fein. Es war immer eine sehr nüchterne Zielsetzung, sehr wagemutig, dort, wo sie wagemutig fein mußte, überlegt dort, wo sie Überlegt fein konnte, oft bedächtig dort, wo wir Zeit hatten, vorsichtig dort, wo wir glaubten, untgx allen Umständen vorsichtig sein zu müssen. Aber wir sind auch sehr kühn gewesen dort, wo Kühnheit allein helfen konnte.
Für dieses Jahr haben wir uns ein sehr einfaches Programm zurechtgelegt:
Erstens: Unter allen Umständen das zu halten, was gehatten werden muß, d. h. den anderen anlaufen zu lassen, solange er anlaufen will, dort, wo wir selber nicht vorzugehen beabsichtigen, und eifern zu halten und abzuwarten, wer nun am ehesten hier ermüdet.
Zweitens: unbedingt dort a umgreif en, wo der Angriff unter allen Umständen notwendig fit. Das Ziel ist dabei ein ganz klares: Vernichtung des rechten Armes dieser internationalen Verschwörung von Kapitalismus, Plutokratie und Boffchewismus, der die größte Gefahr fit, die jemals über unferm deutschen Volke geschwebt hat und gegen die wir feit einem Jahr antreten mußten. Hier Haden wir uns einige Ziele gesetzt. Ich darf sie ganz kurz und schlagwortartig erwähnen, um Ihnen zum Bewußtsein zu bringen, was in diesen wenigen Monaten geleistet wurde: „Das erste Ziel war die Sicherung unserer dominierenden Stellung am Schwarzen Meer und die endgültige Bereinigung der, Halbinsel Krim. Zwei Schlachten, die Schlacht von Kertsch und die Schlacht um Sewastopol, haben diesem Zweck gedient. Wenn unsere Gegner — das darf ich schon sagen — in diesen drei Kriegsjahren nur einen einzigen solchen Erfolg erzielt hätten, so könnte man mit ihnen sicher überhaupt nicht mehr reden, weil sie dann nicht mehr auf der Erde, sondern nur noch in den Wolken schweben würden, aufgebläht vor lauter Einbildung.
Nachdem wir also das in Ordnung gebracht hatten, schien es uns notwendig zu fein, eine Beule, die am Wolchow entstanden war, zu beseitigen. Sie wurde abgeschnürt und her Gegner vernichtet bjw. gefangengenommen.
Dann kam die nächste Ausgabe: Vorbereitung des Durchbruchs am Don. Unterdessen hatte der Gegner seinerseits eine große offensive Zielsetzung gewählt, nämlich von Charkow aus zum Ufer des Dnjepr durchzubrechen, um unsere ganze südliche Front damit zum Einsturz zu bringen. Sie werden sich vielleicht noch erinnern, mit welcher Begeisterung unsere Feinde damals diese Operationen Per
uaner Gegner, die ihre Plaudereien, — wenigstens sicher — noch häufiger vom Kamin aus ober von «deren Plätzen Über die Welt hinwegschickten. Ich halte es z. B. nicht für richtig, mich jetzt schon nut ter Gestaltung dessen zu beschäftigen, was einmal kh wird, sondern ich halte es für richtiger, daß wir Utg alle mit dem beschäftigen, was augenblicklich ter Zett von uns fordert. .
Tine „Atlantik-Charta" zusammenzubrauen ist natürlich sehr einfach. Dieser Blödsinn wird aber sehr iaib durch die Härte der Tatsachen berichtigt werten. Auch aus einem anderen Grunde ift es für wfere Gegner heute etwas leichter zu reden, denn fe haben nur nach langwierigem vergeblichen Leihen plötzlich unser P a r t e i p r o g r a nvm ir tb eeft (erneute Heiterkeit), und mir sehen mit Staunen, daß sie der Welt ungefähr bas gl eiche hir die Zukunft versprechen, was wir unserem oeut- teen Volk schon gegeben haben unb wofür wir von te™ anberen ja letzten Endes mit Krieg überzogen v°rden sind. Es ist auch sehr geistreich.wenn bei- K»'elsweise ein Präsident sagt: „Wir wollen, daß n fenft jeder das Recht hat, keine Not mehr zu lrden." (Stürmische Heiterkeit.) Oder so ähnlich, -va tonn man nur Jagen: es märe rnahrscheinfich mel
Wenn mir z. B. in ben letzten paar Monaten — es sind ja überhaupt nur ein paar Monate, in denen man in diesem Lande Krieg fuhren kann — zum Don vorstoßen, den Don abwärts endlich die Wolga erreichen, Stalingrad berermen und e s auch nehmen werden — worauf sie sich verlassen können (brausender Beifall) — so fit das in ihren Augen gar nichts! Wenn wir zum Kaukasus vorstoßen, so fit das ebensowenig etwas, als wenn wir die Ukraine besetzen, die Donezkohlen in unseren Besitz bringen, 65 ober 70 Prozent russischen Eisens bekommen, das größte ©etrei-begebiet der Welt dem deutschen Volk und damit Europa praktisch erschließen nnb uns die kaukasischen Oelquellen sichern. Das alles fit nichts! Aber wenn kanadische Vortruppen mit einem kleinen englischen Schwänzlein als Anhang (schallende Heiterkeit) nach Dieppe kommen und sich dort neun Stunden, man kann nur sagen, mühselig zu halten vermögen, um dann endgültig vernichtet zu werden — dann ist das ein „ermutigendes, staunenswertes Zeichen der unerschöpflichen sieghaften Kraft, die oem britischen Imperium zu eigen ist" (Heiterkeit und stürmischer Beifall).
Was sind schon dagegen unsere Luftwaffe, unsere Infanterie, was ist unsere Panzerwaffe? Was fit dagegen die Lefitung unserer Pioniere, unserer Eisenbahnbautruppen, was sind unftre gtganti- schen Derkchrseinrichtun^en, die in wenigen, man kann sagen, Dtonaten einen ^halben Kontinent erschließen und neu aufbauen? Das alles ist nichts! Und unsere U-Boote sind natürlich auch nichts! (Brausende Heiterkeit.) Schon im Jahre 1939 waren sie nichts, denn damals bereits trat Churchill auf und sagte: ,Zch kann die erfreuliche Mitteilung machen, daß die U-Boot-Gefahr als endgültig beseitigt anzusehen ist". Nein — einen Augenblick — bas war wohl nicht Churchill, sondern Duff Cooper; einer dieser Schwadroneure ist immer größer als der andere, aber man verwechselt sie ununterbrochen. Schon damals hatten sie mehr U-Boote vernichtet als wir überhaupt gehabt haben? (Tosende Heiterkeit.) Daß wir sie aus dem Balkan geworfen haben, daß wir Griechenland eroberten, daß wir Kreta besetzten, daß wir sie in Nordafrika zurückgetrieben haben — das alles ist wie gesagt nichts. Aber wenn irgendwo auch nur ein paar Mann landen, um einen einsamen Vorposten von uns zu überrumpeln — das sind bann Taten, bas frnb Werke. Wer so
Reichsminister Dr. Goebbels gibt sodann den Aechenschastsbericht für das Winterhilfswerk 1941/42 mit einem kurzen Rückblick auf die Endphase des Kampfes der nationalsozialfitifchen Bewegung um die Macht im Reich. Die gleichen Elemente, die sich damals mit allen Mitteln dem Siegeszug der Bewegung in den Weg werfen wollten, versuchten | ktzt, Arm in Arm mit dem Feinde des Großdeut- schen Reiches ben' Siegeszug des nationalsozialistischen Volksheeres zu hemmen. Die Blutenlese ihrer Lügen und Derleumdunaen, die der Minister zum besten gab, wurde mit schallenden Lachsalven auf- gfrtbmmen. Die Feststellung, daß die fortlaufende jette unserer Erfolge zwangsläufig am Ende auch zum großen Endsieg führen müßte, fand ebenso wie die Würdigung der gewaltigen Leistungen unserer Truppen stürmische Zustimmung. Wie der deutsche Soldat an allen Fronten, so habe auch bas deutsche Volk in der Heimat seine Pflicht getan, das Gesamtergebnis des dritten Kriegswinterhilfswerkes ycrbe mit 1 Milliarde 208 M il- lionen RM. bas gewaltige Ergebnis des Vorjahres noch um fast 300 Millionen übertroffen. Was über die materiellen Erfolge dieser beispiellosen sozialen Tat an ideellen Erfolgen erreicht worben sei, bas zeige sich heute in der I Schicksalsgmei n schaft der Nation, die einiger, geschlossener und siegeszuversichtlicher denn je sei.
Der Führer ist eingetroffen.
I Kaum war der Beifall verebbt, intonierte der | Nusikzug den Baderweiler Marsch, und be- | gleitet von Reichsminister Dr. Goebbels und Ober- I befehlsleiter Hilgenfelbt erschien b er Führer, I wn einem unbeschreiblichen Jubelsturm empfangen. I Immer wieder jubelten die Massen dem Führer zu,
sowie führende Persönlichkeiten aller Partefforma- tionen und -gliederungen. Parkett und Ränge aber füllen die Vertreter der Millionenarmee her freiwilligen Helfer und Helferinnen, die an deifi stolzen Ergebnis des Kriegswinterhilfswerkes so großen Anteil haben. Wie immer haben die Verwundeten aus den Berliner Lazaretten, von Schwestern betreut, auch hier wieder einen Ehrenplatz in der ersten Reihe erhalten. Geleitet von dem Beauftragten für das Winterhilfswerk, Oberbefehlsleiter Hil- genfekdt, erscheint der Gauleiter von Berlin, Reichsminister Dr. Goebbels und neben ihm der Oberbefehlshaber des deutschen Afrikakorps, Generalfeld- marfchall Rommel, von den Zehntausenden mit einem tosenden Iubelsturm empfangen. Als der Generalfeldmarschall auf dem Podium allen sichtbar wirb, bereiten ihm die Teilnehmer eine begeisterte Kundgebung.
Die deutsche Volksgemeinschaft in der Newähruuu des Krieges
Die große Rede des Führers zur Eröffnung des Kriegs-Winierhilfswerkes 1942/43.
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der auf dem Podium GeneralfeEbmarfchall Rommel mit einem herzlichen Händedruck begrüßte. In der Begleitung des Führers befanden sich der Reichsführer jj und Chef der deutschen Polizei Himm- le r und Reichsleiter Marfin Bormann.
Als der Führer, vom Jubel der im Sportpalast versammelten Massen begrüßt, ben Saal betreten hatte, eröffnete Reichsminister Dr. Goebbels die Massenkundgebung der NSDAP., Gau Berlin, mit den Worten:
„Wir grüßen den Führer an unserer traditionsreichen Kampfstätte im Berliner Sportpalast mit dem alten Ruf.Adolf Hitler Sieg Heil?" Minutenlang hallen die Heil-Rufe, bis Dr. Goebbels fortfahren konnte:
„Mein Führer!
Wir alle sind voll von tiefer Freude, Sie heute nach so langer Zeit wieder und vor allem f o g e • fund und frisch in unserer Mitte zu sehen. (Großer Beifall!) Ich bin überzeugt, daß das ganze deutsche Volk, das jetzt durch die Aetherwellen mit uns verbunden ist, an dieser Freude den innigsten und herzlichsten Anteil nimmt. Vor allem die Millionen Helfer und Helferinnen des Winterhilfswerks, die diese größte Sozialeinrichtung aller Zeiten im vergangenen Winter wiederum zu einem beispiellosen Erfolg geführt haben, sind stolz auf diese Auszeichnung, die ihnen dadurch zuteil wird, daß Sie, mein Führer, heute wiederum wie in allen vorangegangenen Jahren, zur Eröffnung des Winterhllfswerkes zu ihnen und zum deuffchen Volke sprechen wollen.
.Es ist nun schon zwölf Monate her, daß Sie zum letztenmal an dieser Stelle, und fünf Monate her, daß Sie zum letztenmal überhaupt zum deuffchen Volke sprachen. Die größten geschichtlichen


