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sehr sie bemüht wären, mäßigend auf Warschau ein- zuwirken. Daß das genaue Gegenteil der Fall war, -stellte für uns schon damals eine unumstößliche Ge­wißheit dar.

Seit 5.35 Uhr wird nun zurückgeschossen." Diese Worte des Führers, im Reichstag vor den berufe­nen Vertretern der Ration gesprochen, wurden von allen Deutschen mit stolzer Entschlossenheit entgegen­genommen. Kein lauter und lärmender Hurra­patriotismus herrschte, jeder wußte, worum es ging, ollen gemeinsam war der Wille, sich des Ver­trauens, das der Führer in jeden einzelnen setzte, würdig zu erweisen und Polen die Antwort zu er­teilen, die es allein verdiente.

Die deutschen Truppen überschritten die Grenze, planmäßig, wie ein Uhrwerk, rollte sich nun das gewaltige militärische Geschehen ab. Schon nach zwei Tagen erkannte man in Warschau, wenn man auch zur Täuschung der Oeffentlichkeit eine Sieges­meldung nach der anderen erfand, daß das Spiel, das man so freventlich begonnen hatte, bereits ver­loren war. Auf allen Fronten rückten die deutschen Truppen vor, von den befreiten volksdeutschen Brüdern mit jubelnder Begeisterung begrüßt. Schon in diesen ersten Tagen des Krieges zeigte es sich, eine Erkenntnis, aus der man weder in London noch in Paris die entsprechenden Folgerungen zog, daß das genau aufeinander ab gestimmte Zusammen­wirken aller deutschen Wehrmachtteile ein Schlüssel war zur Enträtselung des Geheimnisses der deut­schen Erfolge. In 18 Tagen war Polen, das sich ein­gebildet hatte, eine Großmacht zu sein, zu Boden geschlagen, war das gesamte Gebiet dieses künstlichen Staatsgebildes fest in der Hand der deutschen Trup­pen. Selten ist in der Geschichte verblendeten Staats­männern eine raschere und gründlichere Antwort erteilt worden.

Japan im Kriege.

Die Eindrücke

eines amerikanischen Journalisten.,

Stockholm, 31. Aug. (Europapreß.) Der nach Ibjähriger Tätigkeit in Japan mit derTatuta Maru" in dem portugiesischen Hafen der südost- afrikanischen Küste Lourenco Marques eingetros- fene nordamerikanische Journalist George' G o r - man erklärte, Japan sei sehr stark und entschlos­sen, für eine Erhöhung seines Kriegseinsatzes alles zu opfern. Die Vorräte in Japan feien reichlich und nähmen infolge der umsichtigen Planung noch beständig zu. Japan könne durch eine Blockade nicht besiegt werden. Man dürfe auch nicht auf eine innere Revolte hoffen. Gorman betonte weiter, daß Japan seinen Aufmarsch im Pazifischen Raum auf die militärischen Leistungen stützte, die mit einer planmäßigen Bevöl­kerungspolitik zusammenhingen. In der ja­panischen Propaganda spreche man sehr viel von der Bevölkerungsstagnierung in Frankreich, wobei geltend gemacht werde, daß auch das englische Empire nie die auf dem Schlachtfeld erlittenen Verluste ersetzen könne. Den Bevölkerungszu­wachs in Japan selbst hofft man auf zwei Mil­lionen jährlich zu steigern. Das Land sei-außer­ordentlich straff organisiert. Alle Preise seien stabil, und die Rationierung werde streng durchgeführt. Die Staatspapiere würden eifrig ' gekauft'. Nach Unterhaltungen mit vielen Japanern, so schloß Gorman, sei er zu der Auffassung gelangt, daß man in Japan für die ganzen ostasiatischen Völker ein neues soziales Ideal anstrebe.

Weiße und Reger in Südafrika gleichgestellt.

' Vigo, 1. Sept.' (DNB. Funkspruch.) In der südafrikanischen Oeffentlichkeit hat die Nachricht, die südafrikanische Regierung habe die völlige Gleich­stellung der Weißen und der Neger auf dem Arbeits- marEt vollzogen und allen Farbigen die gleichen gewerkschaftlichen Rechte erteilt wie den weißen Arbeitern, große Aufregung hervorgerufen. Vor- au»gegangen war die Bewaffnung der Eingeborenen und ihre Einziehung zur Wehrmacht. In afrikani­schen Nationalistenkreisen erklärt man, die Lage des weißen Arbeiters werde dadurch völlig hoff- nungslos, denn er könne in Südafrika mit dem schwarzen, dessen Lebensbedingungen unendlich viel geringer lägen, in feiner Weise konkurrieren. Der weiße Arbeiter werde zumpoor white" (armen Weißen) herabsinken oder auswandern müssen. Die neue Verordnung ist unter dem Druck des anglo- jüdischen Minenkapitals in Johannesburg erfolgt, das dringend billiger Arbeitskräfte be­darf und sich aus dieser Maßnahme eine Beschnei­dung der Lohnansprüche der weißen Arbeiter er­hofft.

Brasilien wird ausgebeutet.

Rockefeller suchtSegelschiffe undRoltzninini

Lissabon, 31. Ang. (Europapreß.) Nelson Rockefeller, der Leiter des interamerikani­schen Koordinationsbüros, flog am Sonntag nach Südamerika, wo er auf die Suche nach Segel­schiffen und wildem Gummi gehen will. Dem Tonnagemangel im Verkehr zwischen den einzel­nen Ländern des amerikanischen Kontinents will Rockefeller durch Einsatz von Segelschiffen mit Hilfsmotoren zu begegnen suchen. Sie sollen die Transporte zwischen den kleineren Küstenhäfen übernehmen, damit die Ozean­dampfer sich auf den Verkehr zwischen den großen Häfen beschränken können. Rohgummi möchte Rockefeller aus den südamerikanischen Urwäldern gewinnen. Er meint, zunächst würden Kolonnen zur Bekämpfung der Malaria in die Urwälder geschickt werden, und dann würden Arbeiter folgen, um die Gummibäume anzuzapfen. Rockefeller' be­absichtigt, seine Pläne dem brasilianischen Staats­präsidenten Vorgas vorzutragen. Von Rio will er öann nach Chile, Peru und Kolumbien Weiterreisen.

Diese Meldung offenbart wiederum einmal die wahren Hintergründe, die Roosevelt" veranlaßten den Kriegseinkritt Brasiliens mit allen Mitteln zu erzwingen. Nun soll Brasilien unter dem Vorwand, feine Kriegsanstrengungen zu fördern, wirtichaftlich ausgebeutet werden, um dann um so sicherer in die vollständige Abhängigkeit des USA.-Jmveria- lismus gezwungen werden zu können. Die schwie­rige Rohstofflage der USA. mag sich ja während des Krieges für Brasilien positiv auswirken, doch sind die erschütternden Folgen, die diese unnatür- lick>eWirtschaftskoalition" nach dem Kriege auf Brasilien ausüben werden, unübersehbar. Mit dem Verlust feiner politischen Unabhängigkeit opferte die von Roosevelt bestochene brasilianische Regierung

25 Kilometer vor Stalingrad.

Oer Wehrmachtbericht.

D3XB. Aus dem Führerhauptquartier. 31. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Südlich des unteren Kuban warfen deutsche und rumänische Truppen in fortschreitendem An­griff den Feind in Richtung auf die Küste des Schwarzen Meeres zurück. Flakartillerie versenkte ein Sowjet-Kanonenboot.

Südlich von Stalingrad durchbrachen deutsche Truppen die feindlichen Stellungen, zer­schlugen starke sowjetische Kräfte und stehen 25 km südlich der Stadt. Nachtangriffe der Luft­waffe riefen in Stalingrad ausgedehnle Brände hervor. Außerdem wurden Eisenbahnziele und Flugplätze des Feindes ostwärts der Wolga mit guter Wirkung bekämpft.

Bei Rschew setzte der Feind an mehreren Stel­len seine Angriffe mit stärkeren Infanterie- und Panzerkräften fort 3n harten Kämpfen wurden dabei 48 Panzer vernichtet, 38 allein durch eine Sturmgeschühabteilung.

Südlich des Ladogasees scheiterten von neuem Angriffe der Sowjets. Italienische Schnell­boote versenkten in der Nacht zum 15. August auf dem Ladogasee ein Sowjet-Kanonenboot und ein feindliches Handelsschiff.

Kampfflugzeuge belegten bei Tag und Nacht kriegswichtige Anlagen in Ostengland und in den Midlands mit Spreng- und Brandbomben.

Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben deutsche Unterseeboote der feindlichen Schiffahrt in der letzten Woche wieder schwerste Verluste zuge- fügl. Sie versenkten im Atlantik, im Karibi­schen Meer und vor Weslafrika trotz starker Ab­wehr durch feindliche Lufl- und Seeslreitkräfte in harten, zähen Kämpfen aus Geleitzügen und in Linzeljagd 30 Schiffe mit 1810 0 0 BRT. Fünf weitere Schiffe wurden torpediert.

Am 29. August errang Major G o l l o b, Kom­modore eines Jagdgeschwaders an der Ostfront, sei­nen 150. Luftsieg. /'x

Näher heran!

Die Wehrmachtberichte waren feit einiger Zeit unbestimmt in ihren örtlichen Angaben. Das hatte den guten Grund, daß die sowjetische Kriegführung selbst nicht genauim Bilde" war. Nähere Angaben im Wehrmachtbericht lassen sich gegenüber der kämp­fenden Truppe daher erst rechtfertigen, wenn voll­zogene Tatsachen geschaffen sind oder so gilt wie geschaffen sind. Der Wehrmachtbericht vom 31. August ist recht präzise. Er sagt, daß südlich des u n t e - re n Kubanber Feind in fortschreitendem Angriff in Richtung auf d i e Küste des Schwarzen Meeres zurückgeworfen" wurde. Der Spielraum, der den Sowjets in diesem sehr schwierigen Gelände verbleibt, wird zusehends enger. Der Raum Zwischen der Küste und den schroff ansteigenden Bergen ist nicht groß. Die Sowjets können hier noch Wider­stand leisten, sich aber nicht mehr entfalten.

Sind die Kaukasusberge östlich von Noworossijsk und Tuapse schroff und hoch, so bieten die welligen Hügel, die von Schluchten durchzogen sind, im Halbkreis um Stalingrad ein deckungs­loses Angriffsziel. Die Schwierigkeiten find hier anders, aber sie sind nicht geringer. Ein dichter, auf­einander abgestimmter Kranz von Befestigungen erhöht die natürlichen .Schwierigkeiten im Kampf­gelände dieser Stadt. Stalin selbst wird das Work zugeschrieben:Moskau ist der Kopf, Stalingrad das Herz der Sowjetunion." Die ganze Bedeutung dieses Kampfes erhellt, wenn wir das große Dreieck mit Moskau im Scheitel, Dnjepropetrowsk am west­liches und Stalingrad am östlichen Ende der Grund­linie als die Einheit ansehen, die es barfteilt: das große Dreieck des Industrie- und Ernährungszen­trums der europäischen Sowjetunion. Dorum besagt es sehr viel, wenn jetzt der Wehrmachtbericht vom 31. August sagen kann, daß unsere Truppen 25 Kilometev südlich der Stadt stehen.

Die Sowjets verhängen den Belagerungszustand in Iran.

Sofia, 31. Aug. (DNB.) In dem von den Sow­jets besetzten Gebiet Irans wurde der Belagerungs­zustand verhängt. In den Städten patrouillieren ständig schwerbewaffnete sowjetische Truppenabtei­lungen. Auch in den Landgebieten wurden strenge militärische Maßnahmen ergriffen, um Kriegsmate­rialtransporte vor der sowjetfeindlichen Bevölke­rung zu schützen. In bestimmten Abständen durch­fahren mit Sowjetsoldaten bemannte Lastwagen die Straßen, die auf alleverdächtigen" Personen sofort das Feuer eröffnen.

2his Teheran verlautet dazu, daß die Verhän­gung des Belagerungszustandes in Iran alsVor­sichtsmaßnahme" angesehen werde undnicht als eine durch Zuspitzung der inneren Lage entstandene Notwendigkeit". Durch die Verhängung des Be­lagerungszustandes wolle die. iranische Regierung den Briten und Sowjets die Möglichkeit geben, das Gebiet militärisch zu organisieren,um jeder lieber* raschung zuvorzukommen, die sich im Kaukasus er­geben könnte". Deshalb ist auch in den letzten Tagen eine Anzahl von britischen Generalstabsoffizieren in Täbris eingetroffen.

Wie das Mailänder BlattKarriere della Sera" hinzufügt, besteht Grund zur Annahme, daß die infolge der wachsenden Auflehnung der Bevölke­rung gegen die britischen und sowjetischen Be­satzungstruppen gespannte Lage sich weiter verschärft hat. In den letzten Wochen haben sich die Protestkundgebungen, Sabotageakte und blutigen Zwischenfälle vermehrt. Diese Unruhen haben zu Massenverhaftungen und grau­samen Vergeltungsmaßnahmen geführt, die sich gegen die Bevölkerung richteten, da diese sich den bolschewistischen und britischen Truppen wider­setzte.

*

Die blutige Säbelherrschaft der Bolschewisten und Briten hat jetzt in Iran mit der Errichtung des Belagerungszustandes gewissermaßen die Krönung erfahren. Die anglo-bolschewistischen Machthaber machen schon seit langem kein Hehl daraus, daß

dieses Derbindungsland zwischen dem Nahen Osten und Indien, das Nachbarland des Kaukasus, von Unruhen zerrüttet wird. An die Stelle einer Be­friedung der iranischen Stämme unter dem von den Sowjets und Briten abgesetzten Schah Reza Palevi und . der beginnenden wirtschaftlichen Kräftigung des Landes ist eine allgemeine Anarchie getreten, seitdem im August v. I. bolschewistische Truppen von Norden, englische von Süden her in Iran unter Vorwänden, die längst als krasse Lügen ent­larvt worden sind, einrückten, den Schah zum Rück­tritt zwangen und sich damit dieses strategischen Bindegliedes zwischen Indien und dem Nahen Osten bemächtigten. Iran hatte damals genügend Getreide, aber Bolschewisten und Bviten beschlag­nahmten die Ernte, der verzweifelten Bevölkerung blieb nichts. Alle Pläne, durch Einführung von Lebensmittelkarten die Versorgung zu rationieren, zerbrachen an der einfachen Tatsache, daß keine Reglementierung etwas nützt, wenn nichts mehr vorhanden ist, da die Getreidebestände des Landes den Weg zu den Besatzungstruppen gegangen waren. Mit blutigem Terror haben die Besatzungs­mächte jeden Widerstand zu erdrücken versucht. Die bolschewistische GPU. hauste unter der iranischen Bevölkerung mit Mord, Tortur und Kerker. Der Justizminister des vorigen englandhörigen Kabinetts ist nicht zuletzt wegen der Unfähigkeit, unter diesen Umständen Recht und Gerechtigkeit walten zu lassen, zurückgetreten. Die Verhängung des Belagerungs­zustandes hat aber noch einen weiteren Grund. Deutsche Truppen stehen im Kaukasus, und es ist ganz offensichtlich, daß die iranischen Freiheits­kämpfer in dem dem Kaukasus so nahe gelegenen bergigen Gebiet von Täbris und in der fruchtbaren Provinz Asierbeidschan ihre Hoffnungen auf die deutschen Waffen gesetzt haben. Die Verhängung des Belagerungszustandes ist ein Beweis dafür, daß die Tyrannen Angst davor haben und jetzt zum letzten Mittel gegriffen haben, um das fressende Feuer der Auflehnung zu unterdrücken.

auch die natürlichen europäischen Absatzmärkte des Landes und damit feine wirtschaftliche Selbständig­keit.

Kurssturz brasilianischer Anleihen an der Londoner Börse.

Lissabon, 31. Aug. (Europapreß.) Die Lon­doner WirtschaftszeitungFinancial News" stellt fest, daß an der Londoner Börse die Kurse brasilia­nischer Anleihen alsbald nach dem Kriegseintritt Brasiliens scharf gefallen sind. Es wird be­furchtet, daß die kriegsbedingten finanziellen Lasten Brasiliens den auswärtigen Zinsendienst des Lan­des beeinträchtigen werden.

Aus dem Reich.

ReichsführerHimmler in Mainz.

NSG. Reichsführer--- Himmler besuchte am Montag bie Stadt Mainz, um sich an Ort und Stelle von den durch den britischen Terror- angriff verursachten Schäden zu überzeugen. Gau­leiter und Reichsstatthalter Sprenger 'hatte per­sönlich die Führung zu den Schadenstellen über­nommen und unterrichtete den Reichsführer von den im Interesse ber Bevölkerung und zur Be­seitigung ber Schäden getroffenen Maßnahmen.

Achtet

aus notgelandete feindliche Flieger!

Besatzungen feindlicher Flugzeuge, die bei Ein- stugen in das Reichsgebiet durch die deutsche Ab­wehr zum Absturz gebracht ober zur Notlandung gezwungen werden, versuchen vielfach, sich durch geschicktes Tarnen ober durch die Flucht der drohen- ben Kriegsgefangenschaft zu entziehen. Derartige Versuche werben vor allem während ber dunklen ,a$t und beim Absprung der feindlichen Flieger über abgelegenen Gegenden begünstigt, weil Flug- zeugnollandunaen und Fallschirmabsprünge bann "M.t einwandfrei beobachtet werden können. Die Zivilbevölkerung wirb deshalb zu tatkräftiger Mit­

hilfe und größter Wachsamkeit aufgefordert. Alle aud) die unscheinbarsten Wahrnehmungen tön« nen oft von unschätzbarem Wert für die Landes­verteidigung fein. Jeder, der irgendwelche Beob­achtungen über Notlandungen feindlicher Flugzeuge u,w. macht, hat im Interesse der Landesverteidi­gung den nachsterreichbaren Dienststellen der Wehr­macht, Polizei oder Gendarmerie sofort Mitteilung zu machen. B

Dienststelle des Fürsorgeoffiziers der Waffen-^.

NSG. Ah 1. September 1942 ist eine Dienststelle des. Fursorgeofflziers ber Waffen---, Wehrkreis IX in Frankfurt a. M., Neue Mainzer Straße 761 tfernruf JRr. 26 234, eingerichtet. Diese Dienststelle umfaßt m unserem Gau bie Gebiete Frankfurt am Mum, Krbad), Hanau, Schlüchtern, Gießen, Wetzlar Weilburg unb Dillenburg. Alle Ange­hörigen der Waffen--- unb Hinterbliebene wenden !,CV. In ollen i Versorgungs- unb Fürsorgeangelegen- peiten an diese Dienststelle, von ber die ersten Ver­sorgungs- unb Fürsorgemaßnahmen eingeleitet wer- Lenk wv-Uere fürsorgerische Betreuung wirb die zuständigen Einheiten der allgemeinen 77 durchgeführt.

Umbenennungen von GA.-Gruppen.

$om 1 September an werden auf Befehl des Cfutyrers folgende SA.-Gruppen umbenannt: SA.- ®ruppeBayerische Ostmark" in SA.-Gruppe B a y e r n w a k d", SA.-Gruppe.Mitte" in SA - GruppeElbe", SA.-GruppeOstland" in SA - gruppeTonnender g" SA.-Gruvve Sich- west" m SA.-GruppeNe'ckar^Jnden geblet maßigen Abgrenzungen und dem organisatorischen Aufbau der Gruppen? treten keine Änderungen ein.

Die Frau im dritten Kriegsjahr.

Sie Keid)sjraucniuf)rung neröfrmtlidjt einen Le. riebt über die Bevahrung öer Frau im dritten Änegsiatjr uni die LMung der NS.-Frauenschast. Es gebe kein Lebensgebiet, auf item der Krieg den

Liu

Der Jahre

Aus aller Wett.

Ehepaar wegen Hochverrats hingerichiel. 42jährige Andreas H o e v e l unb seine 43

. , alte Ehefrau Anneliese Hoevel, geb. Fiedler, die das Oberlandesgericht in Kassel zum Tode verurteilt hat, sind hingerichtet worden. Die bereits wegen Hochverrats vorbestraften Verurteil-

eammn:

ten haben sich erneut hochverräterisch gegen das Deutsche Reich betätigt, dabei gleichzeitig fortgesetzt feindliche Hetzsendungen abgehört und verbreitet.

Acht Mpnate altes Kind im Veilchen erstickt.

LPD. Lauterbach, 31., Aug. In der Kreis- gemeinde Oberwegfurt fand, vom Felde heim­kommend, die Ehefrau Schmidt ihr jüngstes acht Monate altes Söhnchen in feinem Bett er- stickt auf. Anscheinend hat sich bas Kind auf bas Gesichtchen gelegt unb ist dabei zu Tode gekommen.

Gestohlene Feldpostsenbuügen umadressiert.

Lpd. Frankfurt a. M., 31. Aug. Die bei ber Reichspost als Hilfskraft tätig gewesene Sofie Rausch aus Frankfurt a. M. eignete sich während des Dienstes in 8 bis 10 Fällen Feldpostsen­dungen an, die sie an einen Angehörigen im Felde umabreffierte und absandte. Ihre Handlungs­weise war besonders verwerflich, weil es sich um Sendungen an Soldaten ohne Angehörige in ber Hoimat handelte. Die Frau fetzte ihr ehrloses Tret-, ben auch nach einer aus dem Felde an sie er­gangenen Warnung fort. Das Sondergericht Frank-. furt a. M. verurteilte sie als Volksschädling zu 2% Jahren Zuchthaus unb 3 Jahren Ehr­verlust.

Bergsteiger im Montblanc-Gebiek verunglückt.

Bei ber Besteigung der Aiguille du St ab le durch Zwei Seilgesellschaften auf der Route über den Montblanc ging eine Stein- und Eislawine auf die Bergsteiger nieder. Eine Frau wurde auf der Stelle getötet, vier weitere Personen wurden schwer ver­letzt, darunter zwei bekannte Bergführer ans Cha- monix. Die Leiche der Frau konnte nicht gefunden werden.

Kunst und Wissenschast.

Professor Kirschner f.

5n Heidelberg starb der Chirurg Professor Dr. Martin Kirschner im Alter von 63 Jahren. Er war ein Sohn des späteren Oberbürgermeisters der Reichshauptstadt Berlin. Nach seiner Approbation im Jahre 1904 wurde er Assistent bei .Geheimrat oon Ranvers (Berlin). Sann ging er als Assistent M Payer nach Greifswald. 1911 habilitierte er sich in Königsberg. 1916 übernahm er bie Leitung ber Chirurgischen Universitätsklinik. 1927 folgte er einem Ruf nach Tübingen. 1934 ging er nach Hei­delberg. Zahlreiche Chirurgen des In unb Aus- taubes pilgerten zu Kirschner, um feine Operations- techmk kennenzulernem Von feinen zahlreichen wif- senschaftlichen Arbeiten befaßt sich ein großer Teil mit der Gliedmaßenchirurgie. Kirschner wurde 1934 von der Seutschen Gesellschaft für Chirurgie zum Vorsitzenden gewählt. Viele bedeutende wissen­schaftliche Gesellschaften des In- und Auslandes ernannten ihn zu ihrem Ehrenvorsitzende.

150 Jahre Stödtiches Theater in Frankfurt.

Generalintendant Hans Meißner sprach vor der Presse über den Spielplan ber Frankfurter Bühnen im kommenden Spieljahr. Es sind am 21. Oktober 150 Jahre her, baß die Stadt Frank- furt eine von ihr geführte Bühne besitzt. Was Meißner plante, um dieses Spieljahr zu gestal­ten, liegt in einem Entwurf vor, ber unter der LosungSie Geburt der Tragödie" versucht hatte, den geistigen Lebensraum der Bühne in wichtigen Schöpfungen aus Oper und Schauspiel darzu- stellen. Das Kriegsgeschick hat es anders gewollt: Wesentliche Teile ber Bühnenausstattung sind durch Kriegseinwirkung in Verlust geraten, so daß s'ch das Jubiläumsjahr nun in weit bescheidenerem Rahmen abspielen wird. Zu Ehren des 80jährigen Gerhart Hauptmann wird im November eine Festwoche mitGriseldp",Ratten" unbVor Sonnenaufgang" veranstaltet werden, auch die ir.Dd)C öcr Lebende n", mit Kolbenheyer, xethge, Moeller und Rehberq wird ftattfinben. Im Kleinen Haus werden Morgenfeiern ein­gerichtet, bei denen Mäyner aus ber Welt der Musik, der Dichtung unb Kunstbetrachtung über Theaterkultur sprechen werden: Werner Egk, Fried­rich Bethge, E. G. Kolbenheyer, Rainer Schlösser, K. H. Ruppel, Max Geisenheyner und Karl Holl. Em Destakt wirb am 21. Oktober das Festjahr der Frankfurter Bühnen einleiten. Die Woche der jungen Komponisten mit Werner Egk, .vieutter und Orff wird wahrscheinlich durchgeführt werden können, die Aufführung der Mozart-Opern wird allerdings ausfallen müssen. Ludwig Beil.

Uraufführungen.

Sie Intendanz des Augsburger Stadttheaters hat ' Hanns Gobfch neues SchauspielSie Weltenuhr" zur Uraufführung erworben. Ferner bringt das Augsburger Schauspiel Mitte September 'in der neuen Uebertragung oon Hans Schlegel die spa­nische KomodieZweimal Elvira" von Lope de Vega. Das Trierer Stadttheater' hat ein neues Schauspiel des an der Ostfront stehenden Tom ^ronprinj" zur Uraufführung erwor- benDas stumpfe Schwert", Schauspiel von Rudolf

Erstaufführung für das Grenz- A?^ater Ratibor erworben. Die Jntendang des Stadttheaters gibt als Uroufführun-- O'nrf'w rDOn; Fraser,Märchen" von Carl Mana Holzapfel und die deutsche Bearbeitung vonDie verwunschene Treppe" von Ealderon. H

Ein Händel-Roman.

Cugen 0 r t n e r hat einen RomanGeora Fried- Cm ^ann des Barock" vollendet, der zu Weihnachten im Piper-Verlag München evschei- nen wird. Das Kulturamt der (Stabt Halle ^t f*11 einen Leseabend aus diesem Roman ® 015 Auftakt für das Hallesche Handel.

Frauen nicht vermehrte Arbeit gebracht yatte.

gelte auch für die Hausfrau und Mutter. Eine Hilfsmaßnahme für die Hausfrau seien die wirt­schaftlichen Beratungsstellen. Sie Lehrgänge des Mütterdienstes hätten im vorigen Jahre Höchst­zahlen erreicht. In dem Maße, wie die Arbeits» leiftung in ländlichen und gewerblichen Betrieben stieg, sei auch die Einsatzbereitschaft ber Frauen ge­wachsen, die außerhäusliche Arbeit nicht aufnehmen können. Das große Sammelbecken für diese Frauen sei die Nachbarschaftshilfe. Sie erstreckt sich auf Haushalte kinderreicher Mütter und werktätiger Frauen, auf bäuerliche Haushalte, auf bie Arbeits­platz-Ablösung, auf Geschäfte und Sienststellen. In den 24 000 Nähstuben wirkten fast 1,5 Millionen Frauen.