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192. Jahrgang Nr. 205

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Gietzener Anzeiger

Drei Jahre Krieg.

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Die zusammenfassende kartographische Rückschau über die militärischen Ereignisse vom 1. September 1939 bis zum 1. September 1942 ist ein stolzes Ab­bild jener einzigartigen deutschen Siege, die Groß­deutschland mit seinen Verbündeten im Zeiträum dreier Kampfjahre in dem ihm von seinen Feinden aufgezwungenen Krieg ausaefochten hat: Im Spät­sommer 1939 tritt"die deutsche Wehrmacht gegen den polnischen Feind an. Sie ringt ihn im Feldzug der 18 Tage nieder und fügt deutsches, seit Versailles abgetrenntes Gebiet wieder zusammen. Das Jahr 1940 stellt die Aufgabe, die deutschen Grenzen gegen Westen zu sichern. Mit wuchtiger Schlagkraft voll­ziehen sich im Zeitraum von April bis Juni die Feldzüge gegen Norwegen, die Niederlande, Belgien und Frankreich, bildet sich die eherne atlantische Abwehrfront von den Wassern des Nordmeeres bis zur Biskaya. Um England schließt sich der Ring der Blockade. Das Jahr 1941 bringt im Frühjahr 1941 die militärische Sicherung Des Südostraumes (Jugo­

slawien, Griechenland). Die militärischen Macht­zonen der Achse verbinden sich im Mittelmeerraum, wo an der nordasrikamschen Küste das Deutsche Afrikakorps in Waffenkameradschaft mit Italien kämpft. Am 22. Juni formiert sich die Abwehrstont gegen den Bolschewismus von Finnland bis zum Schwarzen Meer, um in den größten Siegen der Militärgeschichte nach Osten zu stoßen. Im Sommer 1942 schlägt Deutschland, während die deutsche Wacht im Westen Europas Grenzen schützt und den Ton­nagekrieg auf den Weltmeeren Sieg um Sieg an die deutsche Fahne heftet, den sowjetischen Gegner in seinen strategischen Herzzonen am Don und im Kau­kasus. Auf afrikanischem Boden sind die vereinigten deutsch-italieyjschen Streitkräfte in den ägyptischen Militärraum Großbritanniens eingedrungen. In drei Jahren Krieg hat die Achse mit ihren Verbün­deten die Voraussetzungen zum sicheren Endsieg er­kämpft. Das Gesetz Dieses Krieges liegt allein rn ihrer Hand.

Die Heimat bekräftigt durch die Tai die Gchickfalsgemeinfchast des deutschen Volkes.

Oer Aufruf des Führers zum Kriegswinterhilfswerk 1942/43.

DNB. Aus dem Führerhauptquartier, lf Sept. Der Führer hat zum üriegswinterhitfs- werk des deutschen Volkes 1942/43 folgenden Auf - ruf erlassen:

Am Beginn des 4. Jahres eines Krieges, den das deutsche Volk um Sein oder Nichtsein für die Gegenwart und Zukunft führt, rufe ich zum zehn­ten Mate das deutsche Volk auf, seine freiwilligen Opfer für das Lvinterhilfswerk zu bringen.

In einem weltweiten Raume kämpfen die Sol­daten unserer Wehrmacht unter Einsatz ihres Lebens und ihrer Gesundheit. Zu ihnen haben sich der größte Teil der europäischen Nationen und auch Volkerodes Fernen Ostens in einem Treuebund ge­funden", der verhindern wird, daß unsere Länder der bolschewistischen Barbarei oder einer jüdisch-angel­sächsisch-kapitalistischen Ausbeutung verfallen. Die Feinde des Deutschen Reiches von einst, als wir im Innern um die Macht kämpften, sind auch heute wieder gegen uns vereinigt.

Der internationale Weltjude führt Bolschewismus und Plutokratie nicht nur mit dem Ziel der Ver­nichtung der europäischen Kulturstaaten, sondern vor allem zur Ausrottung aller Träger einer selbständigen Existenz, wenn heute amerikanische und englische Agenten behaupten, sie wollten ein neues und besseres Weltbild als ihr eigenes früher war, aufbauen, in dem in Zu­kunft jeder Arbeit, Bekleidung und Behausung fin- den soll, dann wäre es nicht notwendig gewesen, gerade das Deutsche Reich anzugreifen. Denn diese Probleme hat der Nationalsozialismus entweder Überhaupt längst gelöst, oder sie waren in einer erfolgreichen Lösung begriffen. Nein, die Absicht die­ser internationalen Verbrecher ist nicht der Ausbau einer besseren sozialen Welt, sondern die brutale Vernichtung der ihrem Kapitalismus entgegen­flehenden national-sozialen Staaten Europas. Ihr Ziel ist jene Versklavung, wie sie Indien zu erdul­den hat. Daß der bolschewistische Jude dabei als letzter Antreiber in beiden Lagern führt, ist int großen nicht anders als es in Deutschland einst im kleinen war.

In einem gigantischen Kampfe sondergleichen haben nun die deutschen und verbündeten Soldaten

in diesem Jahre den Lebensraumder euro­päischen Völker gewaltig erweitert. Der Versuch der internationalen Wenschheitsbeglücker Roosevelt, Ehurchill und Stalin, die europäischen Völker auszuhungern, kann damit schon jetzt als endgültig gescheitert angesehen werden, wenn aber in diesem gewaltigsten Ringen aller Zei­ten der deutsche Soldat unter kaum vorstellbaren Entbehrungen im Kampfe seine schweren Opfer bringt, dann ist die Heimat gerade in diesem Jahre noch mehr verpflichtet, auch das Höch st e an ihren Opfern zu geben. Selbst dann wird sie nur einen Bruchteil von dem leisten, was un­sere Wehrmacht zu Lande, zur See und in der Luft vollbringt.

Ls ist aber außerdem der Sinn unseres Winter­hilfswerkes nicht nur im Frieden, sondern erst recht im Kriege, die unlösbare Schicksalsgemein­schaftdesdeutschen Volkes nicht wie in England und Amerika mit Phrasen sondern durch Taten zu bekräftigen. Denn: Aus diesem Völkerringen Ümh und wird das Deutsche Reich als ein durch und durch nationalsozia- tistischer Staat in den Frieden zurückkehren. Er findet feine Verwirklichung nicht nur durch die Opfer der Front, sondern auch durch die der Heimat.

Im Jahre 39 und 40, ja vielleicht auch noch im Jahre 1941 mögen unsere geistlosen Gegner ge­dacht haben, das deutsche Volk wie einst 1918 durch die innere Uneinigkeit in äußere Abhängigkeit und damit in die Versklavung eines noch schlimmeren Versailler Diktates stürzen zu können. Ls ist die Aufgabe der Front und des arbeitenden deutschen Volkes zu Hause, den internationalen Goldhyänen und bolschewistischen Bestien diese Hoffnung immer mehr zu zerstören und ihnen klar zu machen, daß dieser Krieg nicht mit der Möglichkeit der weiteren Ausbeutung durch die besitzenden Nationen, son­dern mit einem töeltentschei denden Siege der Habenichtse enden wird.

Ich erwarte daher, daß die Heimat im vierten Kriegswinterhilsswerk ihre Pflicht erfüllt

Führerhauptquartier, den 1. September 1942.

Adolf Hitler."

Oie höchste Tapferkeitsauszeichnung für Major Gollob.

Das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz.

(Scherl-Bilderdienst- [DS'®.] M)

Berlin, 31. Aug. (DNB.) Der Führer hat Major Gollob, Kommodore eines Jagdgeschwaders, das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und ihm folgendes Schreiben übermittelt: ,,3n Wür­digung Ihres immerwährenden heldenmüttgen Ein­satzes im Kampf für die Freiheit unseres Volkes verleihe ich Ihnen anläßlich Ihres 15 0. Luftsieges als drittem Soldaten der deutschen

Wehrmacht die h ö ch st e deutsche Tapferkeits­auszeichnung: Das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler."

In einem Siegeslauf ohnegleichen hat Major Cordon Gollob die höchste Zahl von Luftsiegen, die vor ihm noch kein Jagdflieger erreichte, durch sein hohes fliegerisches Können errungen. Major Gollob ist gebürtiger Wiener, nach einem kurzen Studium an der Technischen Hochschule in Graz wurde er schon früh Soldat.

Nach dem Anschluß der Ostmark wurde er als Ober­leutnant in die Luftwaffe übernommen. In den Feldzügen gegen Polen und Frankreich und dann im Feldzug gegen die Sowjetunion bewährte er sich in zahllosen Luftkämpfen als kühner Draufgänger und überragender Könner, er war auch den Offi­zieren und Soldaten seines Geschwaders das Vor­bild eines militärischen Führers, der sich stets für das Gesamtwohl seiner Untergebenen einsetzte. Aus dieser Einstellung heraus, zu dem noch das Gefühl einer unbedingten Pflichterfüllung kommt, entstan­den auch feine fliegerischen und kämpferischen Er­folge. Der tapfere Jagdflieger versäumte keine Ge­legenheit, an der Spitze seines Geschwaders flie­gend, die bolschewistische Luftwaffe vernichtend zu treffen. Allein im Monat August verging kein Tag, an dem Major Gollob nicht einen neuen Erfolg melden konnte. Oftmals waren es drei oder vier Abschüsse an einem Tage. Am 29. 8. brachte er wiederum vier bolschewistische Flugzeuge zum Absturz und erreichte damit seinen 147. bis 150. Luftsieg.

Oie Antwort -er deutschen Ll-Boote.

Die feindliche Schiffahrt hat in der vergangenen Woche, wie am Montag eine Sondermeldung des Oberkommandos der Wehrmacht berichtete, durch die deutschen U-Boote wieder schwerste Verluste er­litten. Im Atlantik, im Karibischen Meer und vor Westafrika wurden 30 Schiffe mit 181000 BRT. vers enkt und 5 weitere Schiffe torpe­diert. Dieser besonders große Erfolg der deutschen U-Boot-Waffe stellt die schlagendste Antwort auf die Ausstreuungen der feindlichen Agitation dar, die in den letzten Wochen mit zunehmender.Dreistigkeit Meldungen in die Welt gefunft hatte, daß man nun­mehr der verheerenden Tätigkeit der U-Boote Herr geworden sei und daß infolgedessen die Tätigkeit der deutschen U-Boote von Tag zu Tag erfolgloser ge­worden fei. Diesem Schwindel hat die deutsche ,U-Boot-Waffe nunmehr einen Stich mitten ins Herz versetzt. Gewaltiger denn je ist der letzte Erfolg

der vergangenen Woche. Wenn man aus den Schwindelnachrichten der feindlichen Agitation eines glauben kann, dann ist es die Behauptung, daß die feindliche Abwehr stärker geworden ist. Diese Be­hauptung wird auch von deutscher Seite nicht be­stritten. Die Berichte der U-Boot-Kommandanten wissen von einer sehr intensiven Abwehr zu be­richten, sei es durch die Schiffsbesatzungen, sei es durch Begleitschiffe wie Zerstörer und Korvetten, sei es auch durch Flugzeuge, die die.Geleitzüge aus der Luft zu sichern suchen. Wenn die Amerikaner Truppen in England unterhalten, so sind neuerdings englische. Flieger an die amerikanische Ostküste ge­rufen worden, um die so hart bedrängte USA.- Schiffahrt an der eigenen Küste und im Karibischen Meer zu schützen.

Das ist die eine Seite der U-Booterfolge. Aber die letzte Sondermeldung gibt doch Anlaß, die an­

dere, weniger sichtbare Seite des U-Bootkampfes zu erwähnen. Der englische Marineminister ist wohl der berufenste Zeuge. Schon vor mehr als einem halben Jahr fagte er, Deutschland habeeine U-Boot-Offensive gegen die Wege der englischen Schiffahrt aufgenommen, die größer als irgendein ähnliches in der Geschichte bekanntes Unternehmen ist." Eine führende englische Zeitung illustrierte die­sen Hinweis mit der Feststellung:Es handelt sich nicht wehr um die Schlacht im Atlantik, die schon bisher eine übergroße Bürde für die britische Flotte bedeutete, sondern um die Schlacht der sie­ben Weltmeere." Mehr als irgendeine andere Waffe haben die deutschen U-Boote dazu beige­tragen, daß sich die von England selbst betriebene Kriegsausweitung gegen England kehrt. In den engen Gewässern des Mittelmeeres oder des Ver­bindungswegs nach der Sowjetunion zwischen Pordkap und Polareis sekundieren unsere Flieger den U-Bootleuten.

Mißglückter alliierter Lanbungsversuch auf Tleu-pommern.

Tokio, 31. Aug. (Europapveß.) Ein von Briten und Australiern unternommener Versuch, unter dem Schutz der Dunkelheit Marinesoldaten von einem U-Boot aus in Neu-Pommern zu landen, scheiterte. Das U-Boot wurde versenkt und die feind­lichen Landungsstteitkräfte von den Japanern ge­sangengenommen. Die feindlichen Truppen führten einen starken Kurzwellensender mit sich, mit dessen Hilfe sie mit dem alliierten Hauptquartier in Ver­bindung treten wollten.

Oie Zinnförderung auf Malakka wieder ausgenommen.

Schanghai, 31. Aug. (Europapreß.) Die mei­sten Zinnbergwerke bei Kinta, im Staate Perak auf der Malaien-Halbinsel, haben den Bettieb wieder aufgenommen. In über 75 Bergwerken werden be­reits wieder über 10 000 Bergleute beschäftigt. Man hofft bald sämtliche Zinngruben wieder in Bettieb nehmen zu können, was die Wiedereinstellung von etwa 50 000 Arbeitern bedeuten würde. Der Staat Perak ist 20 280 qkm groß. Die wirtschaftliche Be­deutung des Landes liegt besonders in feinem Zinn- reichtum, dessen Zentrum die Stadt Jpoh ist.

Vor drei fahren.

Der deutsche Gegenangriff in Polen.

Als ob es gestern gewesen wäre, so steht vor uns jene Stunde vor drei Jahren, da der Führer im Reichstag sprach und Polen die Antwort erteilte, die für eine Nation von Ehre die einzig mögliche gewesen ist. Der Führer trat im feldgrauen Rock vor die Nation hin und gab ihr Kenntnis von seinem Willen, von dem er wußte, daß er der Wille des ganzen Volkes war.

Mit verbissener Empörung hatte das ganze deutsche Volk die beispiellose Vergewaltigung sei­ner Brüder hinnehmen müssen, erlöst atmete es auf, wußte es doch nun den Zeitpunkt gekommen, da, wie der Führer erklärte, diesem freuten Trei­ben ein für allemal ein Ende gesetzt werden würde. Zehntausende deutscher Flüchtlinge und Hundert­tausende gequälter Menschen stellten eine furchtbare Anklage gegen ein System der Gesetzlosigkeit und der brutalen Gewalt dar, das in Polen die Stunde regierte. Die über zwei Millionen polnischer Trup­pen, die in den letzten Augusttagen an den deutschen Grenzen aufmarschiert waren, und die in der polnischen Presse proklamierten Kriegsziele stellten den letzten und schlüssigen Beweis dafür dar, zu welchenMethoden" man sich in Warschau schon längst entschlossen hatte.

Immer wieder von neuem hatte Deutschland durch den Mund seines Führers erklärt, daß nach einer Beseitigung des Unrechts, das in Versailles am deutschen Volke verübt worden war, der Weg zu einer europäischen Zusammenarbeit und darüber hinaus für eine Freundschaft zwischen den großen europäischen Völkern frei sein werde.

Es war alles vergeblich. Für die Beseitigung eines Unrechts, das eine Nation von Ehre nicht länger hinnehmen konnte, rief nun der Führer sein Volk auf, von dem Bewußtsein burdybrungen, baß es der einmütige Entschluß der Nation war, diese Bedrohungen des Reiches mit eiserner Entschlossen­heit abzuwehren. Für bas beutsche Volk war es eine Unmöglichkeit geworden, geduldig zuzusehen, wie eine Verletzung seines Reichsgebietes nach der anderen erfolgte. Auf Gewalt, die uns seit Wochen und Monaten angetan worden war, mußte mit Gewalt geantwortet werden, weil eine andere Sprache auf der Gegenseite nicht mehr verstanden wurde.

In diesen Augusttagen des Jahres 1939 trat es immer klarer zu Tage, daß Großbritannien es gewesen ist, das durch seine hinterhältige Einstel­lung den Polen den Rücken gestärkt hatte. Nicht nur zwischen den Zeilen, sondern ganz offen konnte man es in der britischen Presse lesen, daß London für die polnischen Machthaber nicht nur das größte Verständnis aufbrachte, sondern sie sogar wohl­wollend unterstützte. Mit frommem Augenaufschlag brachten die Londoner Zeitungen zum Ausdruck, wie