Gießener Anzeiger
1-2. Jahrgang Nr.i5l
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Mttwoch.1. Juli 1-42
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Einbruch in -en inneren Festungsgürtel Gewastapols
Oer Wehrmachtbnichi
Nitwirkung rumänischer Verbände
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hohen Verlust! zusammen.
3m Gebiet
es früheren Wolchow-Kessels
Brückenkopf eiterten nach harten Kämpfen an
hierbei rourbt
L 1 feindliche Panzer ver-
efecht gesetzt.
ipfgoAiefe.
lreffer schwere
Kalibers.
Sondermeldun
bekanntgegeben, in den gestrigen
vormittagsslm en die durch tiefe verteidigungs-
Mit Kriegsmaterial für Afrika
3n Sttrmbooten über die Sewemaja-Vuchl
booten unbeobachtet
mter außerordentlich schwie-
wurden bei * uberungsunlernehmen mehrere zersprengte fein iche Kräftegruppen vernichtet und
weitere 1100 holte Angriff
Festungsgürtel
Sowjets bliebe
bandes von I feindlichen Schiffen über die Meerenge dur wirksames Artilleriefeuer, vereitelt.
befangene eingebracht. Wieder- des Feindes gegen den Wolchow-
-Becken brach ein von Artillerie unterstützter örtlicher Angriff unter
eingebrochen. Gegenangriffe der erfolglos. 3m Angriff von Osten
3m Done und Luftwaff,
[gen Sewaslopcl haben deutsche Norden her die Sewernaja-
ern Führerhau-tquartier, Oberkommando der Wehrmacht gibt
lzalben Stunde, doi Südufer der Bucht hatten Pioniere die
DNB. A u s r 30. 3uni. Das bekannt:
3m Angriff g Divisionen von
Bucht überwilden und sind oslwärks der Stadt gegen zähen fe blichen Widerstand in den inneren
Deutsche fflffrBolscbew
3n No rdifrika wurde, wie bereits durch
Dn harten erbi liche Forts von Waffen nicht st
Abwehrkämpfe des Feindes en Widerstand der Bolsche-
wichtige Gebirgszug jetzt fast in seiner ganzen Ausdehnung — unter Mitwirkung der tapferen rumänischen Verbände — erstürmt worden ist. Die Sowjets wehren sich noch init Gegenangriffen. Mit tiefer Befriedigung und Dankbarkeit kann also festgestellt werden, daß die am 7. Juni begonnene engere Be- von Sewastopol zum Monatsende in
Ein Zeichen dieser Fortschritte ist auch der jetzt wiederholte Versuch der Sowjets, mit 18 Schiffen die Meerenge von Kertsch zu forcieren. Die Sowjets sind knapp mit Schiffen, und darum zeigt die Konzentration von 18 Frachtern vor Kertsch, wie ehr sie um die Entlastung Sewastopols bemüht sind.
Oie Schlacht am Wolchow.
i Feinde unbemerkt, an das bergesetzt. Gegen Mitternacht -sewernaja-Bucht eingenebelt,
Unter den verschiedenen Entsetzungsversuchen, die die bolschewistische Armeeführung zur Befreiung Leningrads aus der eisernen deutschen Umklammerung unternommen hatte, ist der im Februar über das Eis des Wolchow, der Verbindung zwischen dem Ladogasee und dem Jlmen- ee, vorgetragene Stoß zweifellos der bedeutendste gewesen. Die Operationen in diesem Gebiet sind in unserer Karte veranschaulicht. Per Pfeil mit den schraffierten Umrandungen deutet die Absicht der Sowjets vor der Abriegelung der feindlichen Armeen am Wolchow an. Sie planten ein Vorgehen ip der durch den Pfeil angegebenen Richtung, um die Einschließungsfront von Leningrad zu durchbrechen und die Stadt zu entsetzen. Dank der überlegenen Strategie der deutschen Truppenführung wurden sie jedoch mehr und mehr zusammenge- drätigt, abgeriegelt und jetzt schließlich vernichtet.
Karte: Atlantic/Michatz (Sch.).
Selten ist der Zusammenhang zwischen der o-ze- anischen Kriegführung unserer U-Boote und den großen Feldzügen zu Lande so klar geworden wie durch die Sondermeldung vom letzten Junitag, die die Versenkung von 14 feindlichen Handelsschiffen mit 98 000 BRT. mitteilte. Denn sie enthielt den Satz: in Teil der versenkten Schiffe war voll beladen mit Flugzeugen, Munition und sonstigem Rüstungsmaterial, das nach Afrika bestimmt war."
Der Zusammenhang zwischen ozeanischer und Landkriegführung wird an diesem drastischen Beispiel besonders augenscheinlich. Engländer und Amerikaner haben Stalin, uns und der übrigen Welt durch nun acht Monate immer und immer wieder erklärt, daß sie die berühmte zweite Front" in Europa aus Mangel an Schiffsraum nicht aufrichten können — jene zweite Front, die Stalin am 7. November 1941 zum erstenmal öffentlich kategorisch verlangt hat. Wir wissen alle, wie sehr sich unsere U-Boote und Luftwaffe um die unmittelbare Versenkung der Versorgungsschiffe bemühen, die für Murmansk und Archangelsk bestimmt sind. Aber darüber hinaus wirkt die Versenkung von jeder Bruttoregistertonne feindlichen Schiffsraums hemmend auf die ganze Dispositionsfreiheit und Bewegungsmöglichkeit der Seemächte ein, die, wie der Name sagt, in den Kampfmitteln der See, also in der Kriegs- undHandelsflotte ihr wichtigstes Kampf- instrument seit je besaßen. Letztlich ist auch die bisherige Verhinderung der zweiten Front in Europa nur ein Beispiel für den inneren Zusammenhang zwischen ozeanischen und Landoperationen an der Ostfront oder in Libyen oder sonst in irgendeinem Teil der Welt.
In den ersten fünf Monaten dieses Jahres bis Ende Mai wurden 3,1 Millionen BRT. versenkt und mit dem Abschluß des ersten Halbjahres 1942 kommen wir in den Bereich von etwa vier Millionen BRT. versenkten feindlichen Schiffsraums. Eine solche Ziffer schlägt zu Buche und wirft alle Pläne um. Churchill hat seinen Unglücksgeneral in ,Libyen, den armen Ritchie, als Sündenbock geopfert, um durch diese Geste den drohenden Sturm im Unterhaus zu beschwören. Aber ist Ritchie allein schuld? Unsere U-Boote sind es auch? Churchill wird im Unterhaus nicht allein über Libyen, sondern auch über die Versenkungen interpelliert werden. Arn'10. Juni schrieb die „Daily Mail"^„Wir sollen nach beunruhigenden Nachrichten aus. den USA. mehr Schife verlieren, als wir ersetzen. Die Deutschen sollen mehr U-Boote bauen, als wir versenken." Aber die englische Regierung hat feit langen
anlagen und zahlreiche Minenfelder verstärkte Festung Blarf a Bla (ruf gegen zähen feindlichen Widerstand gestürmt. Heber 6000 Briten wurden gefangengenommen, 36 Panzer abgeschossen und zahlreiche Batterien vernichtet. Umfangreiches Kriegsmaterial fiel in die Hand der deutschen und italienischen Truppen. Bei dem Sturm auf Bl a r f a Blatruk hat sich die deutsche 9 0. leichte Division besonders ausgezeichnet.
Deutsche und italienische Panzerverbände warfen den geschlagenen Feind weiter zurück und erreichten das Gebiet östlich von F u k a. Starke deutsche und italienische Luftstreitkräfte griffen die Rückzugsslratzen und Verteidigungsanlagen der Briten, vor allem südlich des Araber-Golfes erfolgreich an.
3m Kampf gegen G ro h b r i t a n n i e i* belegte die Luftwaffe in der vergangenen Nacht militärische Anlagen in den Blidlands und im Küstengebiet von The W a s h mit Bomben.
Britische Bomber griffen in der Nacht zum 30. 3uni wieder die Stadt Bremen und ihre Vororte vorwiegend mit Brandbomben an. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste. Ein Versuch des Feindes, auch das Gebiet von Hamburg zu. erreichen, scheiterte an dem zusammengefahten Feuer der Flakartillerie. Die britische Luftwaffe verlor wieder, soweit bisher festgestellt, 13 der eingesetzten Bomber.
3n der Zeit vom 17. bis 26. 3uni verlor die britische Luftwaffe 200 Flugzeuge. Davon wurden 23 durch Einheiten der deutschen Kriegsmarine abgeschossen. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 37 eigene Flugzeuge verloren.
Wie durch Sondermeldung befanngegeben, haben deutsche Unterseeboote ihre Erfolge weiter gesteigert. 3n zwei Tagen versenkten sie im westlichen Atlantik, im Golf von Mexiko und in der Karibischen See 14 feindliche Handelsschiffe mit 98 000 BRT. und beschädigten zwei weitere schwer durch Torpedotreffer. Lin Teil der versenkten Schiffe war voll beladen mit Flugzeugen, Munition und sonstigem Kriegsmaterial, das nach Afrika bestimmt war.
rten Kämpfen wurden vor wenigen Tagen im Nordteil der Festung Sewastopol sämt- nseren Truppen gestürmt. Auch die schwersten Betonpanzer hielten der Wucht unserer d und wurden — wie hier das Kampfwerk „Maxim Gorki" — buchstäblich aus» einandergerissen. PK.-Kriegsberichter Harter (Sch.).
lageruna , ,
heißen Kämpfen wesentliche Fortschritte gemacht hat.
Berlin, 30.Jtn. (DNB.) Wie das OKW. mit- feilt, erzwangen bätsche Infanterie-Regimenter in der Nacht zum 2 9. 6. von Norden her den liebergang über dievtwa 800 Meter breite Ssewer- naja-Bucht. NaclHei, schon am Tage zuvor die Truppen ihre Beritstellungsräume an der Küste eingenommen hatten wurden sie innerhalb einer
mitten vorgctragen
Starke Kampfflieger der Inkerman-Schlucht
digungsring von Sewitopol Fuß gefaßt haben, aufzuhalten. Auch am siivlichen Angriffsflügel ging der Angriff weiter, ler Einbruch in die Befesti- . gungen der Sapun-Hihc wurde durch Aufrollen
weiterer Stellungen oqi Norden nach Süden erweitert. Der Angriff mußtciunter außerordentlich schwierigen Geländeverhältni en — Schluchten und^ Steilhänge begünstigten die — und gegen verbisse
Politik und Kriegführung.
Bon unserer Berliner Schriftleitung.
Die innenpolitischen Stürme in England sind ohne die klare Unterscheidung zwischen dem Doppelamt Churchills nicht zu verstehen: Er ist zugleich Ministerpräsident und „Verteidigungs"- oder „Wehr"-Minister. Beide Bezeichnungen (Verteidigungs- und Wehrminister) entsprechen nicht dem englischen Sprachgebrauch. Die Engländer selbst sprechen von einem Minister für die Gleichschaltung oder für die Zusammenfassung der drei Wehrdienste. Das ist ein Ministerium, das 1936 geschaffen wurde, damit nicht die sehr selbständigen und zugleich bürokratisch-eifersüchtigen einzelnen Ministerien der Flotte, des Heeres und der Luftwaffe einander allzu heftig ins Gehege kommen. Die englische Oeffent- lichkeit hallte damals von Beschwerden wider, daß ein Ministerium dem anderen die Preise hochtreibe, um seine Aufträge schnell unterzubringen. Der Minister für Gleichschaltung der Wehrmachtdienste sollte ursprünglich der „Verbindungsoffizier" der eigentlichen Wehrmachtministerien fein: ein Verbindungsoffizier, der zugleich mit Entscheidungsgewalt für feinen besonderen Aufgabenkreis ausgerüstet war. Eine ganz andere Bedeutung gewann dieses Ministerium, als es Churchill an sich zog und zu einem Instrument der zusammensassenden militärischen Kriegführung machte. Aus diese Weise gelang ihm der Sstrung von der politischen zur militärischen Kriegführung. Er wurde praktisch Oberbefehlshaber der Flotte, des Heeers und der Luftwaffe.
Die Hauptvorwürfe gegen Churchill gehen nun dahin, daß er zu vielen Herren dient, daß er sich weder der politischen noch der militärischen Kriegführung mit einer Ausschließlichkeit widmen kann, die jede von ihnen verdient. Das hat schon bei den letzten Kabinettsumbildungen dazu geführt, daß Churchill die „Führung des Unterhauses" an Cripps abgab, der zugleich zum „Redeminister" bestimmt wurde, während sich Churchill von dem im parlamentarischen Staat so häusigen Erscheinen im Unterhaus entbinden ließ. Im gegenwärtigen Augenblick wird aber in der englischen Oeffentlich- keit Mage geführt, daß das nicht genüge und daß gerade die Reise Churchills nach Washington während der kritischen Zuspitzung in Libyen die Notwendigkeit einer Trennung der politischen und militärischen Kriegführung zeige. Es sei ganz unmöglich, daß Churchill als tatsächlicher militärischer Oberbefehlshaber, der aber über die Einzelheiten nicht Bescheid wisse, den Chef des Reichsgeneralstabs Sir Allen Brooke wochenlang mit nach Washington nehme, so daß die entscheidende Londoner Befehlsstelle im kritischen Augenblick unbesetzt sei.
Soweit eind Opposition gegen Churchill überhaupt ernsthaft ist, das heißt, soweit sie sich nicht |nür in Worten oder Zornausbrüchen erschöpft, sondern auch Männer und Methoden präsentiert, wünscht sie zunächst die Trennung des „Verteidigungsministeriums" vom Ministerpräsidium. Hier beginnt sich die Opposition sichtlich zu f palten: Die einen wollen sich damit begnügen, dix anderen sehen in der Verselbständigung der militärischen Kriegführung nur den ersten Schritt zur allmählichen Entmachtung Churchills. Wenn z. B. General Wavell als Churchills Nachfolger im Verteidigungsministerium vorgeschlagen wird, so bleibt eine
ark befestigte Stellungen des Feindes und setzten mhrere Geschütze sowie Gra- naftcerferbotterien außr Gefecht. Ein Panzergraben, etwa 2 Kilometei südostwärts der Sudbucht vor den bolschewistisch^ Stellungen, wurde durch
nichtek und u hrerc Batterien durch Bombenvoll- treffer außer efechl gesetzt.
dem zähen 1 verstand der 3nfanteriss, die durch Artillerie und Luftwaffe wirksam unterstützt wurde.
wisten Dorgetragen we >en.
erbände zerschlugen westlich
so daß die ersten demchen Stoßtrupps in Sturmbooten unbeobachtet abstoßen und kurz darauf Brückenköpfe am oimfer bilden konnten. Ihnen folgte die Infanterie Welle auf Welle, während Geschütze aller Kalib - und schwere Flakbatterien die Küstenbefestigunge niedechielten. Die nach und nach gelandeten deutsc »n Truppen warfen die Reste des Feindes aus ihre Stellungen heraus, stürmten die an der Lan ungsstelle auffteigende Höhe bis zum Kamm hincn und brachen in den inneren Festungsgürtel ein. >urch verzweifelte Gegenangriffe versuchte der F nb erfolglos das Vordringen der deutschen Truppei die in dem Inneren Vertei- «topol Fuß gefaßt haben, aus-
Bombentreffer zugeschüttet. Volltreffer richteten in einem stark bestückten Fort und in Flakstellungen schwere Zerstörungen an.
Oer Kampf um Sewastopol.
Die Ueberminbung der Ssewernaja-Bucht vom Norden her durch deutsche Divisionen, also das Vortragen des deutschen Angriffs über die Bucht von Sewastopol, war die große Ueberraschung des Wehrmachtberichts vom 30. Juni. Die Bucht von Sewastopol ober Ssewernaja zieht sich gute sieben Kilometer in der West-Ost-Richtung, sie ist an ihrem Eingang 800 Meter, im allgemeinen.aber 1000 bis 1250 Meter breit. Das Ufer ist von Natur aus Steilufer, die ausgedehnten Laberampen erleichtern nur in friedlichen Zeiten, nicht aber während dieser so bitterharten Belagerung bie Landung, weil sie zugleich auch weitgehend freies Schußfeld bieten. Der Spielraum der Sowjets in Sewastopol wird also merklich kleiner.
Am 29. Juni meldet der Wehrmachtbericht, daß deutsche und rumänische Truppen, durch starke Luftstreitkräfte unterstützt, den liebergang über bas tief eingeschnittene Tal der Tschernaja erzwangen unb in stark ausgebaute Stellungen der beherrschenden Sapun-Höhe einbrachen. Die Tschernaja hat schon während des Krimkriegs eine große Rolle gespielt, sie war damals lange die Scheidelinie der feindlichen Armeen. Die sumpfige Niederung der Tschernaja, die ,Sümpfe von Inkerman", sind durch Fieber berüchtigt. Eine Höhe, die etwa von Inkerman bis zu einer Straßenkreuzung saft genau südlich von Sewastopol reicht, heißt in ihrem südlichen Teil Sapun-Höhe und beherrscht das tiefer gelegene Vorgelände des engsten Festungsgürtels von" Sewastopol. Der am Montag gemeldete Einbruch in die stark ausgebauten Stellungen dieser Sapun-Höhe wurde dahin erweitert, daß dieser
Das ferträmmerfe Werk „Maxim Gorki"
3n den Geässern des Finnischen INeer- busens oerfiflen Kampfflugzeuge ein feindliches
die beherrschen in S a p u n - h ö h e n fast in ihrer ganzen Ausdeh ung erstürmt. Starke Kampffliegerverbände zerscl igen feindliche Befestigungsanlagen vor allem auf en Sapun-höhen und fügten Trup- pcnansammluu en der Sowjets schwere Verluste
Monaten über bie deutschen U-'Boote nicht Laut gegeben. Jetzt wird sie es müssen. Vor Churchill, dem Verberber des britischen Reiches, stehen Fragen nach zwei Katastrophen: Libyen und die Versenkungen!
„Oicke Brocken."
Die amerikanische Bente unserer U-Boote.
Berlin, 30. Juni. (DNB.) Von den zwölf' Handelsschiffen, deren Versenkung die Sondermeldung vom 28. Juni bekanntgab, wurden wiederum bie meisten vor der O st k ü st e der USA. torpediert. Unter ihnen befand sich auch ein Tankschiff der amerikanischen Kriegsmarine von 14 000 BRT., bas mit einer Ladung von fast 20 000 Gewichtstonnen Del vernichtet wurde. Ein anderer saft 10 000 BRT. großer Dampfer lief einem U-Boot in den Weg, bhs schon alle Torpedos verschossen hatte. Dem Kommandanten blieb nichts anderes übrig, als den Frachter mit dem Bordgeschütz anzugreifen. Die Brücke des Dampfers stand schon nach wenigen Schüssen in Brand, schnell griff das Feuer auf das Vorschiff ;über. Vier Stunden lang beobachtete der Kommandant das inzwischen von der Besatzung verlassene brennende Schiff, dar immer noch nicht untergehen wollte. So entschloß er sicy, mit einigen beherzten Männern auf das brennende Schiff zu gehen, um dort Sprengpatronen anzuhringen. Nach einigen heftigen Explosionen versank der 10 000- Tonner in den Fluten.
Ein anderes U-Boot sichtete einen Dampfer von 6900 BRT. eines bekannten Reedereityps. Das Schiff lag mit voller Ladung tief im Wasser. An Deck standen mehrere Geschütze, auch eine Deckladung, bestehend aus zweimotorigen Flugzeugen, bewies, daß es sich um eine besonders wertvolle Ladung handelte. Ein einziger Torpedo beförderte das Schiff mitsamt seinem Kriegsmaterial, bas für Australien bestimmt war, auf den Grund des Meeres. Ein weiterer wertvoller Fang war der fast neue 7200 BRT. große Dampfer „Sam H o u st o n", der feine erste Reise angetreten hatte. Er hatte Pulver, Lastkraftwagen und Schmieröl für Kapstadt geladen. Seine Bewaffnung bestand aus einem größeren Geschütz und acht leichten Flakgeschützen, seine Brücke trug einen Schutzpanzer. Bewaffnung und Armierung nutzten ihm nichts; in wenigen Minuten verschwand er unter der Wasser- Oberfläche. Auch der 12 000 BRT. große Tanker „G u l f F r i d e", der voll beladen war, sank mit- samt seiner wertvollen Ladung auf den Grund des Meeres.
Schnellbo t unb beschädigten zwei weitere kriegsfahrzeu;. 3n der Kola-Bucht erhielten zwei große k ndelsfchiffe der Sowjets Bomben-


