Einzelbild herunterladen

Vor -er Schlacht.

Ansprachen und Tagesbefehle deutscher Feldherren.

EinBuch deutscher Reden und Rufe / Aus vier Jahrhunderten" wird von Anton Kippenberg und Friedrich von der Leyen im Insel-Verlag herausgegeben. Aus einer Auswahl, die im ,Znfelschiff" veröffentlicht wird, geben wir die folgenden Ansprachen und Tagesbefehle deutscher Feldherren vor der Schlacht wieder.

Georg von Frundsberg.

Vor der Schlacht bei Pavia im Jahre 1525 hielt Georg von Frundsberg folgende Ansprache an seine Fähnlein:

ßiebe Brüder und Söhne!

Dieweil alles Kriegsoolk, Hispcmier und Italiener, Zu Roß und zu Fuß, willig sind, dem Kaiser das Fürstentum Mailand wider den Franzosen zu er­halten, und ich selbst deshalben an das Ort kommen, so versihe ich-mich, ihr werdet bei mir tun wie vor allweg und wie frommen Teutschen wohl ansteht. Wir haben einen prächtigen Feind; aber sein Volk und Hauptleut haben wir vor allweg geschlagen, und jetzt auch mit der Hiilf Gottes gewissen Sieg zu erhoffen, Ehr und Gut zu erlangen. So wollen wir auch unsere Freund und Brüder in der Stadt Pavia erledigen. Welche das tun wollen, die sollen ein Hand aufheben!"

Da haben", so wird berichtet,alle Hauptleut und Knecht fröhlich die Hände aufgehebt und ge­schrien: Er sei ihr aller Vater, sie wöllen Leib und Leben zu ihm setzen."

Friedrich der Große.

Der König hatte vor der Schlacht bei Leuthen am 3. Dezember 1757 alle Generale und Kommandeure nach Tafel zu sich in sein Quartier bestellt, und hier war es, wo er ihnen mit traurigem Ernst und zu­weilen mit einer Träne im Auge sagte:

Meine Herren! Ich habe Sie hierher kommen lassen, um Ihnen erstlich für die treuen Dienste, die Sie zeither dem Vaterlande und mir geleistet haben, zu danken. Ich erkenne sie mit dem ge­

Aus -em Reich

ZU

h

Erklärung eines peruanischen Diplomaten.

manische Geschäststräi

b r i a n, der in

und behauptet, daß dieBolschewisten stark und tief in die Stellungen der Deutschen eingedrungen feien". Ein anderer amerikanischer Sender glauöt sich damit aus der Affäre ziehen zu können, daß er berichtet, Moskau bestätige noch nicht, daß die Bol­schewisten nördlich und östlich von Charkow Fort- schrite erzielt hätten.

Der italienische Außenminister Graf Ciano sprach bei der Erörterung des Haushaltplanes des Außen-

Ihr habt Euch einen großen Namen gemacht. So« lange es Geschichte gibt, wird sie Eurer ge» denken ..."

DNB.Aus dem Führerhauptquartier, 80. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die bereits durch Sondermeldung bekanntge­geben, ist die große Schlacht um Charkow beendet. 3m Frontabschnitt des Generalfeldmar- fchalls v. V o ck haben die Armeen des General­obersten v. Kleist und des Generals der Panzer­truppen Paulus die Abwehr schwerster feindlicher Großangriffe in einen stolzen Vernichtungssieg ver­wandelt. Ein rumänisches Armeekorps unter Füh­rung des Generals Eornelie D r a g a l i n a, sowie ein italienischer, ein ungarischer und ein slowa- kischer Verband haben Seite an Seite mit den deut­schen Truppen gekämpft und neuen Ruhm an ihre Fahnen geheftet. Die Luftwaffenverbände des Ge­neralobersten Löhr und des Generals der Flieger Pflugbeil untersiühken in schonungslosem Ein­satz die Kämpfe des Heeres in der Abwehr wie im Angriff und schlugen die feindliche Luftwaffe aus dem Felde. Die sowjetische 6.» 9. und 57. Armee mit rund 20 Schützendivisionen, 7 Kavalleriedivisionen und 14 Panzerbrigaden sind vernichtet. Die Zahl der Gefangenen ist auf 240 000 gestiegen. Die blutigen Verluste des Gegners sind überaus groß. Die Zahl des erbeuteten oder im Kampf ver­nichteten Kriegsmaterials beläuft sich auf 1249 Panzerkampfwagen, 2026 Geschütze, 538 Flugzeuge und ungezählte Mengen an sonstigen Waffen und Geräten.

3m mittleren Frontabschnitt ist die Vernich­tung von eingefchlossenen feindlichen Kräftegruppen im Gange. 3m nördlichen Abschnitt wurde ein eigener örtlicher Angriff erfolgreich fortgesetzt. An der Einschließungsfront von Leningrad führte die Luftwaffe schwere Angriffe gegen den Versor- gungsverkehr der Sowjets über den Ladoga-See. Vei Nachtangriffen deutscher Kampfflugzeuge gegen Rüstungswerke der Sladk Gorki wurden Bomben­treffer mit nachfolgenden Bränden in Fabrikan­lagen beobachtet.

3n den Gewässern des hohen Nordens setzte die Kriegsmarine trotz schlechten Wetters ihre An­griffe gegen den für die Sowjetunion bestimmten

Auf die Dauer werden sich aber die Lügner in London, Moskau und Washington doch dazu bequemen müssen, die Wahrheit des deutschen Sie­ges ihren Völkern näher zu bringen. An dem ge­waltigen Siege selbst können sie nichts ändern. Das deutsche Volk aber blickt voller Stolz und Dank­barkeit auf seine siegreichen Soldaten und grüßt sie aus übervollem Herzen.

Oer Führer sprach vor Offizieren und Offizier-Anwärtern.

Der Führer sprach im Berliner Sport- Palast vor soeben beförderten Offizieren und vor ihrer Beförderung zum Offizier stehenden Offizier- Anwärtern des Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe. Generalfeldmarschall Keitel meldete dem Führer 10 000 angetretene junge Offiziere und Offizier-Anwärter. Ausgehend von den Lehren der deutschen Geschichte gab der Führer den jungen Soldaten die Parole für ihre hohe Aufgabe in der nationalsozialistischen Wehrmacht. 3m Rückblick auf die gewaltige Abwehrschlacht des Winters zeigte d^r Führer auf, daß das größere Führertum im Durchhalten und Bezwingen von schwierigen Si­tuationen und nicht im billigen Feiern erfochtener Siege besteht. 3n eindringlichen und mitreißenden Morten legte der Führer seinen jungen Kameraden ans Herz, sich immer darüber klar zu sein, daß von ihrer Haltung an der Front das Schicksal des ganzen Volkes abhängt. Sie sollten stets daran denken, daß überall dort, wo sie mit ihren Män­

nern stehen und kämpfen, Deutschland ihnen treuen Händen anverlraut sei.

Oer Wehrmachtbericht vom Samstag.

Madrid, 31. Mai. (DNB.) Der bisherige pe-

-r-t- ^--'-^ftsträoer in Deutschland, Dr. Ce° dem Zug der aus Deutschland rück­geführten süd amerikanischen Diplomaten in Madrid angekommen ist, hat die Reise nach Peru nicht fortgesetzt und erklärte:Ich bin mit der Haltung meiner Regierung, die am 24. Januar

leutnant Knacke seinen 20. Nachtjagdsieg.

3n der Ostfront errang Feldwebel Steinba seinen 83. Luftsieg.

Für -ie Neutralität Fbero-Amerikas.

Torpedotreffer. Kampfflugzeuge warfen zwei große Frachter in Brand.

3n Nordafrika dauert die Schlacht an.

3n Ostengland bombardierte die Luftwaffe in der Nacht zum 30. Mai den Verladehafen Grimsby an der humbermündung sowie das Hafengebiet von Great Parmouth.

Britische Bomber führten in der letzten Nacht abermals einen Angriff auf'Groß-Paris durch, der Opfer unter der Zivilbevölkerung vor allem in den Vororten forderte. Sechs der angrei­fenden Flugzeuge wurden abgeschossen, lieber der Deutschen Bucht wurden zwei weitere britische Bom­ber zum Absturz gebracht.

Vorpostenbooke und Geleilfahrzeuge des Befehls­habers der Sicherung der Nordsee haben in vier­undzwanzig Stunden zehn britische Bomber abge­schossen, davon acht bei erfolgreicher Abwehr feind­licher Luftangriffe auf die ihnen anvertrauten Ge­leite. Das 3agdgeschwader Adel errang am 28. Mai seinen 2000. Luflsieg.

Oer Wehrmachtberichi vom Sonntag.

DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 31. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront führten eigene örtliche Angriffshand­lungen zum Erfolg. 3m rückwärtigenGebiet wurden stärkere bolschewistische Banden durch un­garische Verbände in zweiwöchigen Kämpfen ver- nichlet. Der Feind verlor hierbei neben einer Anzahl von Gefangenen über 4300 Tote, 21 Geschütze, 97 Granatwerfer und Maschinengewehre sowie eine Menge Handfeuerwaffen und Munision.

3n der Schlacht um Charkow zeichnete sich ein kroatisches Regiment besonders aus.

Von den Resten des bereits feit Tagen von Luft- und Seestreikkräften wiederholt schwer getroffenen feindlichen Geleikzuges im Nordmeer wurden vier weitere große Handelsschiffe durch Bombenwurf beschädigt. Bei diesen Angriffen kam es zu Luft- kämpfen, in deren Verlauf sechs feindliche 3äger der Muster Tomahawk und hurricane abgefchossen wurden.

3n Nordafrika wird der Kampf fortgesetzt. Deutsche und italienische 3agd- und Zerstörerflug- zeuge schossen 25 britische Flugzeuge ab.

An der Kanalküste verlor die britische Luft­waffe bei 3agdvorstöhen am gestrigen Tage zwei Flugzeuge. Vor der niederländischen Küste wurden beim Angriff auf ein deutsches Geleit acht feindliche Flugzeuge durch Sicherungsflreitkräfte der Kriegsmarine abgefchossen. Britische Bomber unter­nahmen in der vergangenen Nacht einen Terror- angriff auf die 3nnen stadt von Köln, wobei große Schäden durch Spreng- und Brand­wirkung vor allem in Wohnvierteln an mehreren öffentlichen Gebäuden, u. a. auch an drei Kirchen und zwei Krankenhäusern entstanden. Bei diesem ausschließlich gegen die Zivilbevölkerung gerichteten Angriff erlitt die britische Luftwaffe schwerste Verluste. Nachtjäger und Flakartil­lerie schossen 36 der angreifenden Bomber ab. 3m Küstengebiet wurde außerdem ein Bomber von Ma­rineartillerie zum Abschuß gebracht. Ein Nachtver­band unter Führung des Generalleutnants KamM- Huber erzielte hierbei seinen 600. Nachtjagdabschuß, Hauptmann Streib feinen 25. und 26. und Ober-

bewaffnen fetzt aber auch andere Staaten^ gleichviel, ob sie sich als nichtkriegführend oder als noch neutral bezeichnen, oder ob sie grundlos die Beziehungen zu Deutschland abgebrochen haben, planmäßig ihre Handelsschiffe. Dies gibt Anlaß, auf folgendes hinzuweisen: Die Handelsschiffe von Staaten, die nicht im Kriegszustand mit Deutsch­land sind, haben von deutschen Streitkräften außer­halb der erklärten Operationsgebiete nichts zu be­fürchten, wenn sie sich entsprechend dem Völketrecht verhalten. Wenn sie sich deutlich als neutrale Handelsschiffe erkennbar machen und ihre Abzeichen bei Nacht klar beleuchten, wenn sie n cht im Geleit fahren, wenn sie sich nicht d"rch Zickzackfahren oder sonstige Maßnahmen einer Ver­wechslung mit Feindschiffen aussetzen, und wenn sie sich dem völkerrechtlich anerkannten Recht des Kriegführenden auf Anhaltung und Durchsuchung unterwerfen, werden sie außerhalb der erklärten Operationsgebiete von deutschen Streitkräften nicht a n g e g r i ff en . Bewaffnen sich solche Schiffe jedoch, so bekunden sie damit die Absicht, dem legitimen Recht der deutschen Streitkräfte auf Anhaltung und Durchsuchung Gewalt entgegen» zusetzen. Sie geben dadurch selbst ihre Eigenschaft als friedliche Handelsschiffe auf und stellen sich außerhalb des Völkerrechts. Sie setzen sich damit der Gefahr aus. daß die deutschen Streit­kräfte von ihren Waffen Gebrauch gegen sie machen und haben es sich selbst zuzuschreiben, wenn sie in­folge ihrer Bewaffnung Schaden erleiden.

1942 nach meiner Meinung unter nordamerika­nischem Druck die diplomatischen Beziehungen mit Deutschland abgebrochen hat, nicht einver­standen. Ich sehe keinen Sinn in diesem Verhal­ten, da die USA.-Regierung in allen die Außen­politik Perus interessierenden Fragen sich immer gewaltsam gegen die Interessen meines Landes gestellt hat. Die Vereinigten Staaten gehen heute mit dem Bolschewismus zusammen. Die überwiegende Mehrheit des peruanischen Volkes ist antikommunistisch gesinnt. Infolgedessen ist es für mich unbegreiflich, daß die peruanische Regierung jetzt die Politik Roosevelts unterstützt. Die von Roo­sevelts Agitation in Jbero-Amerika lancierte Poli­tik der guten Nachbarschaft ist nur eine Fik­tion. Die einzige richtige Haltung für Jbero-Ame- rika in diesem Weltkonslikt erscheint mir strikte Neutralität. Ich bewundere das deutsche Volk, das so schwere Opfer bringt, um die gesamte Zivi­lisation gegen den Bolschewismus zu verteidigen. Ich bin überzeugt, daß das neue Europa siegreich aus diesem Kampfe hervorgehen wird."

Bewaffnete Handelsschiffe außerhalb des Völkerrechts.

B e rli n,'30. Mai. (DNB.) Von deutscher Seite ist schon wiederholt auf die Gefahr hingewiesen worden, der Handelsschiffe sich dadurch aussetzen, daß sie sich bewaffnen. Bis vor kurzem haben nur die Handelsschiffe der Kriegführenden zu dem Mittel der Bewaffnung gegriffen. Nach Zeitungsmeldungen

Grüeß enk Gott, meine liebn 'sbrucker! Weil ös mi zum Oberkommedanten gwöllt hobt, so bin i holt öo; es sein aber a viel andere do, koani 'sbrucker sein. Alle unter meine Waffenbrüder sein wolln, do muessen für Gott, Koaser und Voterland als tapfre, rödle und brave T'roler ftreitn, meine Waffenbrüder wem wölln; ober dös nit tuen wölln, folln haim ginn, i rot enks, und mit mir ginn, solln mit nit verlassn, so wohr i Andere Hofer hoaß. Gsoat hob i enks, gsöchen hobts mi. Behied enk Gott?

Blücher. '

Nach der Schlacht bei Waterloo erließ Feldmar- schall Blücher einen Tagesbefehl in Genappe am 19. Juni 1815, in dem es heißt:

.-Brave Offiziere und Soldaten der Armee des Niederrheins! Ihr habt große Dinge getan, tapfere Waffengefährten! Zwei Schlachten habt Ihr in drei -lagen geliefert. Die erste war unglücklich, und den- noch ward Euer Mut nicht gebeugt. Mit Mangel hattet Ihr zu kämpfen, und dennoch trugt Ihr ihn mit Ergebung ... Die Stunde der Entscheidung soll schlagen und kundtun, wer ferner herrschen solle, ob jener ehrsüchtige Abenteurer oder friedliche Regierungen. Das Schicksal des Tages schwankte furchtbar, als Ihr aus dem Euch verbergenden Walde hervorbrachet, gerade im Rücken des Fein­des, mit dem Ernste der Entschlossenheit und dem Selbstvertrauen geprüfter Soldaten, um Rache zu nehmen für das vor achtundvierzig Stunden er­littene Unglück. Da donnertet Ihr in des Feindes erschrockene Reihen hinein und schrittet auf der Bahn des Sieges unaufhaltsam fort. Der Feind m feiner Verzweiflung führte nun sein Geschütz und seine Waffen gegen Euch, aber Euer Geschütz schleuderte den Tod in seine Reihen, und Euer stetes Vorschreiten brachte ihn in Verwirrung, bann Zum Weichen und endlich zur regellosesten Flucht. Einige hundert Geschütze mußte er Euch überlassen, und seine Armee ist aufgelöst. Noch wenige Tage Anstrengung wird sie vollends vernichten, diese meineidige Armee, die ausgezogen war, um die Welt zu beherrschen und zu plündern. Empfangt hiermit meinen Dank, Ihr unübertrefflichen Sol­daten, Ihr meine hochachtbaren Waffengefährten!

rührtesten Gefühl. Es ist beinahe keiner unter Ihnen, der sich nicht durch eine große und Ehre bringende Handlung ausgezeichnet hätte. Mich auf Ihren Mut und Erfahrung verlassend, habe ich den Plan zur Bataille gemacht, die ich morgen liefern werde und liefern muß. Ich werde gegen alle Regeln der Kunst beinahe zweimal ftärkern, auf Anhöhen verschanzt stehenden Feind angreifen. Ich muß es tun, oder es ist alles verloren. Wir müssen den Feind schlagen oder uns vor ihren Batterien alle begraben lassen. So denke ich, so werde ich auch handeln. Ist einer oder der andere unter Ihnen, der nicht so denkt, der fordere hier auf der Stelle seinen Abschied. Ich werde ihm selbigen ohne den geringsten Vorwurf geben."

Hier folgte eine Pause von feiten des Redners und eine heilige Stille von feiten der Zuhörer, nur durch mit Mühe zurückgehaltene, der Ehrfurcht und der heiligsten Vaterlandsliebe gemeinte Tränen unterbrochen. Darauf erhob der königliche Sprecher seine Stimme wieder und fuhr mit freundlich lächelndem Gesicht fort:

Ich habe vermutet, daß mich keiner von Ihnen verlassen würde; ich rechne nun also ganz auf Ihre treue Hilfe und auf den gewissen Sieg. Sollt ich bleiben und Sie nicht für das, was Sie morgen tun werden, belohnen können, so wird es unser Vaterland tun. Gegen Sie nun ins Lager, und tagen Sie das, was ich Ihnen hier gesagt habe, xftren Regimentern, und versichern Sie'ihnen dabei, ich würde ein jedes genau bemerken. Das Kavalle­rieregiment, was nicht gleich, wenn es befohlen wird, sich ä corps perdu in den Feind hineinstürzt, laß ich gleich nach der Bataille absitzen und mach es zu einem Oamifonregiment. Das Bataillon In­fanterie, was, es treffe auch, worauf es wolle, nur zu stocken an fangt, verliert die Fahnen und die Säbels, und ich laß ihnen die Borten von der Mon­tierung schneiden. Nun leben Sie wohl, meine Herren, morgen um diese Zeit haben wir den Feind geschlagen, oder wir sehen uns nie wieder."

Andreas Hofer.

Aus dem Fenster seines Zimmers im Gasthofe ZumGoldenen Adler" zu Innsbruck hielt An­dreas Hofer am 15. August 1809 folgende Rede an das Bold

Aussterbende Tiere in Indien.

Die Fauna Indiens hat dadurch eine besondere Bedeutung, daß hier die Tierwelten des Malaiischen Archipels und Afrikas zufammenstoßen und sich vermischt haben; der eigentlicheSchnittpunkt" liegt in Mittelindien. So mancher eigenartige Vertreter ift aber immer seltener geworden. Die Geschöpfe, die dem Untergange geweiht sind, haben entweder eine zu geringe Nachkommenschaft, um im Kampf ums Dasein nicht aufgerieben zu werden, oder sie sind nicht imstande, sich zu verbergen und gegen ihre Feinde zu schützen, oder sie haben sich in abgelegene Gegenden zurückgezogen, wo noch einige ein küm­merliches Dasein fristen. Der K a s ch m i r - H i r s ch, em prachtvolles Geschöpf, wäre längst verschwunden, wenn nicht ein Maharadscha Schutzgebiete eingerich­tet hatte. Der Indische Büffel lebt noch in einer kleinen Herde in dem Staat Indore, wo er von dem Herrscher geschützt wird, und findet sich auch noch hier und da in Südindien. Aus dem Staat Gwalior ist er aber vor 15 Jahren verschwunden, als ein jagdwütiger Engländer die letzte dort vor­handene Herde von 30 Tieren ausrottete. Der ro i f ö e Esel ist in dem Reich Bikaner, wo bis vor kurzem noch eine Herde über 100 Stück weidete, nicht mehr aufzufinden. Die Tiere haben sich zerstreut und in unzugängliche Gebiete zurückgezogen, wo sie nicht mehr aufgefunden werden können.

Eine von allen Großwildjägern heiß ersehnte Beute ist stets der Indische Tschitha ober Jagd­leopard gewesen. Wenn heute irgendein Fürst oder hoher Herr dem seltenen Genuß der Tschitha- Jagd obliegen will, so wird ihm ein solches Tier von Herderabad aus zugetrieben, wo man Tschithas zu diesem Zwecke hält. Im übrigen gibt es dort noch etwa 50 bis 60 Stück; auch in Indore werden noch einige dieser Tiere gefunden, und das gleiche ist bei einem ebenfalls auf dem Aussterbeetat befindlichen Jagdtter Indiens, dem Karakal oder Wüsten« luchs« der Fall, ' ££

Generaloberst Oaluege mit der Vertretung Heydrichs beauftragt.

Berlin, 30. Mai. (DNB.) Der Führer hat den ---Oberst-Gruppenführer Generaloberst der Polizei D a l ue g e mit der Vertretung des ^-Obergruppen­führers und Generals der Polizei Heydrich in ber Führung der Geschäfte des Reichsprotek­tors in Böhmen und Mähren beauftragt, so­lange ---Obergruppenführer Heydrich -durch die Fol­gen des Attentats vom 27. Mai verhindert ist, die Geschäfte selbst zu führen.

SHO. wird Lustschutzpolizei.

Der Sicherheits- und Hilfsdienst I. Ordnung, den das deutsche Volk durch seinen tapferen Einsatz bei den Luftangriffen bereits kennt, geht auf Befehl des Reichsmarschalls und Oberbefehlshabers der Luftwaffe in den Befehlsbereich des Reichsführers -- und Chefs der deutschen Polizei über. Der SHD. wird der Ordnungspolizei unterstellt und führt von heute ab den NamenL u f ts chu tz p o li 3 e i".

Wehrertüchtigungslager der Hitler-Jugend.

In diesen Tagen wurde der dritte Einweisungs­lehrgang für die Ausbilder der Wehrertüchttgungs- lager der Hitler-Jugend in Stegekopf im We­st e r w ald eröffnet. Der Stabsführer der Hiüer- Jugend, Möck el, war bei der Eröffnung zugegen. Während sich der erste Einweisungsl ehr gang aus frontbewährten Ausbildern des Heeres zusam- mensetzte, erfuhren im zweiten Lehrgang bewährte Ausbilder der Luftwaffe und der Nachrich- tentruppen und im dritten Lehrgang vornehm­lich Ausbilder der Waffen- -- ihre Ausrichtung für die Ertüchttgung an den ältesten Jahrgängen der Hitler-Jugend. Die Einweisungslehrgänge, denen verschiedene Offiziere der Wehrmacht beiwohnten, standen unter der Führung des Hauptamtschefs der Reichsjugendführung, Obergebietsführer Dr. Schlün­der, Gauleiter Simon und verschiedene andere Per­sönlichkeiten aus Staat, Partei und Wehrmacht stat­teten den Lehrgängen Besuche ab. In kürzester Zeit haben 31 Wehrertüchtigungslager der Hitler-Jugend ihre Tätigkeit im Reich aufgenommen. Anfang §imi werden 60 Lager die 17- und 18-Jährigen der Hit- ler-Jugend ausnchmen.

Reichösereinigung Eisens

Der Reichswirffchaftsminister hat eine Anordnung über die Errichtung derReichsvereinigung Eisen" erlassen. Ihr Zweck ist, die gesamte Eisenwirtschaft des Reiches und des vom Reiche beherrschten Wirt­schaftsraumes im Rahmen der Selbstverwaltung als schlagkräftiges Instrument der staatlichen Wirt­schaftslenkung weiter zu entwickeln und möglichst bald eine Leistungssteigerung bei ge- bo teuer Vereinfachung sowohl der be­trieblichen als auch der versandmäßigen Verhältnisse innerhalb der Eisenwirtschaft herbeizu-

führen. Damit übernimmt die Reichsvereinigung Eisen als höchstes marktregelndes Organ der Cisen- wirtschast Aufgaben, die bisher von der Reichsstelle für Eisen und Stahl und der Organisation der ge­werblichen Wirtschaft wahrgenommen wurden. Kom­merzienrat Or.k.c.H. Röchling (Völklingen-Saar) wurde zum Vorsitzenden berufen. Direktor Dipl.- 3ng. Alfred v. Bohlen und Halbach (Essen) (Friedr. Krupp AG.) und Dr.-Jng. Rohland (Düsseldorf, Vereinigte Stahlwerke) wurden zu stellvertretenden Vorsitzenden bestimmt. Die Reichs­oereinigung Eisen faßt die beteiligten Wirtschafts­kreise nicht nach dem Grundsatz der Organisation der gewerblichen Wirtschaft vertikal zusammen, son­dern schafft einen horizontalen Zusam­menschluß, in dem Produktion, Marktregelung und Absatz enthalten sind, so daß in ihr neben den Erzeugern auch der Handel und eventuell da^ Handwerk mit eingeschlossen werden. Der neue Leiter der Reichsvereinigung Eisen wird auch die Leitung der Wirtschaftsgruppe eisenschaffende In­dustrie übernehmen, während der bisherige Leiter Dr. Ernst Poensgen in das Präsidium der Reichsvereinigung Eisen eintreten wird. Hinsichtlich der Rationalisierung, die für die Reichs­vereinigung Eisen im Vordergrund steht, soll durch organisatorische Maßnahmen und eine Verlagerung der Aufträge eine bestmögliche technische Ausnutzung der Hochöfen herbeigeführt werden, wodurch mit nicht unbeträchtlichen Leistungssteigerungen gerech­net wird.

Keine Speisewagen mehr.

Ab 1.Juni 1942 wird im innerdeutschen Verkehr der Speisewagenbetrieb eingestellt. An Stelle der ausfallenden Speisewagen werden ge­wöhnliche O-Zug-Wagen in die Schnell­züge eingestellt.

Kleine politische Nachrichten.

Aus Anlaß des glänzenden Sieges der deuffchen und rumänischen Truppen in der Krim hat der König von Rumänien dem Generalobersten von M a n st e i n den OrdenMichael der Tapfere" 2. Klasse verliehen.

*

In London wurde bekanntgegeben, daß General­major F. W. Mason Mac Farlane zum Gou­verneur und Oberkommandierenden in Gibral­tar bestimmt worden sei als Nachfolger von Dis­count Gort, der kürzlich zum Gouverneur und Oberkommandierenden auf Malta ernannt wurde.

*

In Mexiko, das im Dezember 1941 unter dem Druck des Präsidenten Roosevelt die Beziehungen zu Deutschland, Italien und Japan abgebrochen hatte, wurde in diesen Tagen vom Abgeordnetenhaus der Kriegszustand mit den Dreierpaktmächten er­klärt.

gibt, daß die Schlacht von Charkow zu Ende fei" s Geleikzug fort Ein Unterseeboot versenkte ein Schiff und behauptet, dak die ..Bollcbewisten stark und von 6000 VRT. und beschädigte zwei weitere durch