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192. Jahrgang Nr. 125

Metzener Anzeiger

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Der gewaltige Mai-Lrfolg unserer tl-Voote.

Am Tage der Skagerrak-Schlachi.

DRB.Aus dem Jührerhaupkquartier, 31.7Nai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Am Tage der Skagerrak-Schlacht hat die deutsche Kriegsmarine neue Erfolge zu verzeichnen. In unermüdlicher Fortsetzung des Kampfes gegen die feindliche Versorgungsschiffahrt versenkten Unterseeboote im Westatlantik wiederum 22 Schiffe mit 106 800 DAT. Damit hat allein die Unterseebootwaffe im 7Nai d. 3. ei.ne Versenkungsziffer von 140 Schiffen mit 767 400 VRT. erreicht.

Der für unsere U-Boote so erfolgreiche Mai ist nicht ohne neue Erfolgsmeldungen zu Ende gegan­gen. Die deutsche Kriegsmarine und Luftwaffe griffen auch in der letzten Woche in tagelangen, fast ununterbrochenen Einsätzen feindliche Geleitzüge und einzeln fahrende Schiffe vom Norümeer bis hinunter zur Mississippi-Münduntz mit vernichten­der Wirkung an. So wurde ein nach Mur- m a n s k bestimmter feindlicher Geleitzug trotz stärkster Sicherung und ungünstiger Witerungsver- hältnisse von Verbänden der deutschen Luftwaffe und Unterseebooten in tagelanger Verfolgung und ständig wiederholten Angriffen zerschlagen und aus ihm» 18 vollbeladene Schiffe mit insgesamt 120 000 BRT. versenkt. Mit diesem vernichtenden Schlage im Nördlichen Eismeer brachten Kriegsmarine und Luftwaffe erneut den Beweis, daß diese Nachschub­linie, auf der den Bolschewisten das von ihnen so bringend benötigte Kriegsmaterial zugeführt wer­

den soll, ebenso gefährdet ist, wie der Allantik. In amerikanischen Gewässern bis hinunter zur Mississippi-Mündung fielen den deutschen U- Booten in der letzten Woche wiederum 33 Schiffe mit 147 300 BRT. zum Opfer, eine größere An­zahl von Schiffen wurde schwer beschädigt, so daß auch einige von diesen ihren Bestimmungshafen nicht mehr erreicht haben dürften. Die Unter­seebootwaffe hat damit im Mai 140 Schiffe mit 767400 BRT. versenkt.

Auch diesmal erfolgte ein Teil der Versenkungen unmittelbar vor der amerikanischen Ostküste, teilweise so nahe an Land, daß die Detonationen der Torpe­dos dort vernommen werden konnten. Der Feind kann seine hohen Schiffsverluste nicht mehr länger verheimlichen, da der Feuerschein der brennenden und untergehenden Schiffe, den die amerikanische Küstenbevölkerung von ihren Däusern aus beob­achten kann, eine deutlichere Sprache spricht als die Ableugnungen des amerikanischen Marinedeparte­ments, das stets nur einen Teil der Verluste zu- gibt, um die Unruhe des eigenen Volkes nicht noch zu vergrößern. Engländer und Amerikaner erklären jedoch notgedrungen, sie hätten nicht Schiffsraum genug, um einen Angriff auf die europäischen Küsten wagen zu können. Die unmittelbare Wechsel­wirkung zwischen U-Bootkrieg und Ost- f r on t tritt schon in diesem Geständnis klar zutage. Zu allem Uebermaß schreibt der militärische Korre­spondent desEvening Standard", es erscheine paradox, sei aber wahr, daß die deutschen U-Boote an der Charkow-Front mitgekämpft hüllen. Nicht nur der Schiffsbestand der Alliierten werde gefährdet, sondern es würde auch die Zufuhr an die Ostfront merklich getroffen. Darum hätten die U-Boot-Operationen längs der Haupt-Seever- bindungen Englands und der USA. ungeheuren Einfluß auch auf die Kämpfe an der Ostfront.

Aus dem Schlachtfeld von Charkow.

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Unsere linke Karte (1) zeigt den Einsatz der Sowjetarmeen zum umfassenden Angriff gegen Charkow am 12. Mai und die Einleitung der deutschen Gegenmaßnahmen. Die rechte Karte (2) veranschau­licht den Verlauf der Schlacht bis zum 24. Mai, die am 29. Mai mit der völligen Vernichtung der südlich Charkow eingekesselten sowjetischen Armeen endete. (Scherl-Bilderdienst-M. sOKW. Gliese.s)

Stockholm, 31. Mai. (DNB.)Svenska Dag- bladet" veröffentlicht am Sonntag einen Sonder­bericht des Korrespondenten des Skandinavischen Pressebüros, Dr. Vigo Jensen, über die Schlacht um Charkow. Er schreibt:

Die Einkesselung südwärts Charkow ist nicht die größte, aber strategisch gesehen eine der klassischsten Vernichtungsoperationen, die das deutsche Oberkom­mando bis jetzt ausgeführt hat. Die Schlacht fing on als ein großzügig gestalteter und sehr gut vor­bereiteter sowjetischer Umklammerungs­versuch mit dem ersten Ziel, Charkow zu erobern. Sie endete mit einem vollkommenen Rollen- wechsel. Die Umklammerer wurden s e l b st um­klammert und vernichtet." So charakterisierte ein hochstehender deutscher Generalstabsoffizier, mit dem ich mich am Freitag unterhielt, die jetzt abgeschlossene Charkow-Schlacht die größte Panzerschlacht der Kriegsgeschichte.

Während einer zehn Stunden langen Fahrt kreuz und quer innerhalb des Kessels, in dem 23 sowje­tische Infanterie-Divisionen, acht Kavallerie-Divisio­nen und 14 Panzerbrigaden in einer Hölle von Stukabomben, Artilleriegranaten, Panzergranaten und Infanteriefeuer zugrunde gingen, Halle ich mit sieben anderen Auslandsjournalisten Gelegenheit, festzustellen, wie ein modern ausgerüstetes Heer nach dem Tode aussieht. Es war furchtbar. Das Kampfgebiet fängt etwa 130 Kilometer südwärts Charkow an. Südostwärts Charkow, im oberen Teil des Don^zbeckens, hielten die Bolschewisten einen etwa 100 Kilometer breiten und etwa 130 Kilometer tiefen Einschnitt in der deutschen Frontlinie mit ziemlich starken Kräften besetzt. Am 5. Mai leitete Marschall Timoschenko eine Zangenbewegung ein, die Charkow umklammern sollte. Don einem Punkt etwa 40 Kilometer nordostwärts der ukraini­schen Hauptstadt griffen rund 350 Sowjetpanzer, van zahlreichen Infanterie-Divisionen unterstützt, an, und gleichzeitig ging eine ebenso große Zahl von Panzern zusammen mit starken Jnfanterieformatio- nen von der Westspitze des oben genannten Ein­schnittes zum Angriff über. Die zwei Stoßgruppen folüen sich west-nordwestlich Charkow vereinigen, um später zusammen die Stadt einzunehmen.

Während die Angriffe, die aus Nordosten ange­setzt wurden, ohne größere Schwierigkeiten von zwei deutschen Panzerdivisionen zum Stehen ge­bracht werden konnten, zogen sich die Deutschen vor dem südwärts Charkow massiert angesetzten sowjetischen Kell zurück. Im Laufe der ersten vier

Tage gerieten Panzertruppen des roten Marschalls, gefolgt von Artillerie, Infanterie und Kavallerie, etwa 30 bis 40 Kilometr in die deutschen Stel­lungen hinein und näherten sich einer wichtigen Straße, die Charkow mit den sudukrainischen Ge­bieten verbindet. Aber am 17. Mai und an den zwei folgenden Tagen machten die Deutschen die Tür hinter den vormarschierenden Sowjetkolonnen zu. Eine Panzergruppe drang von Süden den Donez entlang und zog eine ©perrlinie bis Isjum. Zu gleicher Zeit gingen andere deutsche Einheiten in Richtung nach Süden von Balakleja vor. Die wichtigen Donezbrücken südwärts Jsjum wurden unter deutsche Kontrolle gebracht und jede Dersorgungsmöglichkeit für die eingeschlossenen Truppen abgeschnitten. Die Sowjets versuchten an mehreren Stellen wieder auszubrechen, aber ohne Erfolg.

Am 20. Mai wurde ein konzentrischer deutscher Angriff von Süden und Norden angesetzt. Deutsche Kräfte, die nordwestlich Charkow bereitftanöen, marschierten von der einen Seite in den Ring ein. Panzerbrigaden fahren von Nordosten, andere deutsche Abtellungen traten von Süden an. Die Bolschewisten wurden stärker und stärker zuisam- mengebrängt, und die Vernichtung nahm in einer heulenden Ouvertüre von Stuka-Ängriffen und Ar­tilleriebombardements ihren Anfang.

Das deutsche Oberkommando hat bisher noch in feiner Schlacht einen so massierten Einsatz von Fliegern verwendet. In Alexijewskoje, einem Städt­chen südwärts des Donez, waren motorisierte sow­jetische Infanterie, Artillerie, Panzerabteilungen, Kavallerie und bespannte Fahrzeugkolonnen zu einer fompaften Masse zusammengedrängt worden, in der schnell eine völlige Panik ausbrach. In den Talsenken des Bereka und in anderen Flußtälern waren Tausende von Fahrzeugen festgefahren. Die deutschen Flieger griffen Welle auf Welle pausenlos an. In den kurzen Minuten zwischen den Flieger­wellen ergoß sich ein Hagel von Artilleriegranaten über die Sowjets, die in einem verzweifelten Hin- und Herjagen in dem immer enger werdenden Kessel versuchten, das Leben noch für einige Stunden zu retten. Panzer rollten von Norden heran, eine In­fanteriedivision mit Sturmgeschützen und schweren Maschinengewehren preßte von Westen und Süden. Als die Infanteristen endlich in einem letzten Sturmlauf das Zentrum des Kessels erreichten, hatte der sowjetische Widerstand bereits aufgehört.

Sehnliche Operationen spielten sich an anderen

Stellen in dem etwa 120 Kilometer breiten und etwa 150 Kilometer langen Kessel ab. Jeder Fluß- lauf, jeder Graben und jeder Granatttichter war bis zum Rande gefüllt mit Lastkraftwagen und be­spannten Fahrzeugen, mit Panzern, toten Menschen und Pferden. Um die großen Feldgeschütze herum lagen die toten Bedienungsmannschaften. Neben explodierten Tankwagen sah man die verkohlten Leichen der Fahrer. Ueberall das gleiche Bild des Todes und der Vernichtung.

Oie einzige Initiative Englands.

Die Deutschen haben überall die Initiative zum echten Kampf: an der Ostfront, in Libyen, im gan­zen ausgedehnten Atlantik. Die Engländer haben nirgends die Initiative ... es fei dann zu den nächt­lichen Terrorangrifsen auf deutsche Städte. In der Nacht zum Sonntag ist Köln neuerdings das Ziel eines solchen englischen Terrorangriffes geworden. Die dichtgedrängte Altstadt wurde mit Spreng- und Brandbomben beworfen. Um den Effekt zu erhöhen, suchten sich die Engländer die alten Quartiere deut­scher Kulturstätten aus, wo infolge der noch nicht aufgeschlossenen Bauweise die Wirkung der Spreng- und Brandbomben besonders groß sein muß. Das ist die Initiative, die die Engländer entfalten. Es ist nicht Initiative des echten Kampfes, es.ist die Initiative der Heimtücke., Es gibt keinen Deutschen, der diese Nachricht nicht mit gepreßten Lippen lieft. Es gibt feinen Deutschen, der nicht die Schofelheit dieser Entlastungsoffensive zugunsten der Sowjets empfände ..., einer Entlastungsoffensive, die nicht durch fämpferische Anstrengung, sondern durch den Terror auf Nichtkämpfer, auf Kinder, Frauen und alte Menschen wirken will.

Mehr als die Hälfte der englischen angretfenöen Flugzeuge, darunter zahlreiche viermotorige Bom­ber, wurden abgeschossen. Nachtjäger und Flak­artillerie haben ihr Werk getan. Nach Lübeck und Rostock erfolgten wiederholte deutsche Vergeltungs­angriffe auf Exeter, Bath, Norwich und Jork. Das war etwa Ende April. Seither herrschte rund einen Monat leidliche Ruhe. Jetzt treten die Engländer zu einer Art Hilfeleistung für die Sowjets an. Die Sowjets selbst verlangen etwas Wirksameres: eine Entlastung durch Erdkämpfe in Westeuropa selbst. England, die große Seemacht, erklärt, dafür keinen Schiffsraum opfern zu können. Damit aberetwas geschieht", werden Spreng- und Brandbomben auf die unleugbar empfindlichen Jnnenbezirke der alten deutschen Kulturstätten geworfen.

Oie Siegesbilanz.

Der Sieg von Charkow laßt sich jetzt, nachdem das Oberkommando der Wehrmacht die Beendigung der Schlacht gemeldte hat, in seiner ganzen Größe übersehen. Dank einer genialen Führung und einer beispiellosen Tapferkeit unserer Truppen ist eine der gewaltigsten Abwehrschlachten zu einem der stolze­sten Dernichtungssiege geworden. Für die Größe dieses Vernichtungssieges, der sich den klassischen Um- klammerungsschlachten, die wir kennen, mit an die Spitze stellen darf, zeugen die Gefangenen- und Beutezahlen. Welche Massen an Menschen der Geg­ner in den Kampf geworfen hatte, kann man an­der Zahl der von ihm eingesetzten Verbände erken­nen. Rund zwanzig Schützendivisionen, 7 Kaoallerie- divisionen und 14 Panzerbrigaden waren auf der bolschewistischen Seite angetreten und wurden in den Wirbel der Vernichtung gerissen. Wenn wir hören, daß die Beuteliste 1249 Panzerwagen, 2026 Geschütze, 538 Flugzeuge und ungezähltes anderes Kriegsgerät aufweist, dann können wir uns unge­fähr vorstellen, welcher Aufwand von Kriegsgerät von sowjetischer Seite aufgeboten wurde, um hier den gewünschten Erfolg zu erzielen.

Die deutschen und verbündeten Truppen hoben aber nicht nur in der Abwehr diesen gewaltigen Feind geschlagen, sondern ihn dann in einer kühnen Offensive vernichtet. Die Schlacht von Charkow sie fand südöstlich von Charkow statt und hat die Stadt Charkow nicht berührt wird auch in der Geschichte des Ostfeldzuges eine besondere Stellung einnehmen. In einem Raume von einem Umfang von dreitausend fünfhundert Quadratkilometer, also in einem Gelände, das um tausend Quadratkilome- ter größer war als das der Schlacht von Kertsch, fanden die Operationen statt.

Die Größe und Bedeutung des Vernichtungssieges von Charkow läßt sich schließlich noch an der Hal­tung der feindlichen Nachrichtenpolitik ermessen. Weder Stalin noch Churchill können es wagen, die Niederlage der Welt mitzuteilen, weil die Größe der Niederlage zu deprimierend wirken würde. Man beschränkt sich also in Moskau, London und Wa­shington vorläufig noch darauf, so zu tun, als ob überhaupt nichts los gewesen fei, ja, als ob die Initiative nach wie vor bei Stalin läge. Es ist er­heiternd, daß ein amerikanischer Sender angesichts des vollendeten Sieges am 30. Mai wenigstens zu-

Aus kriegswirtschaftlichen Gründenwird derUm- fang der Zeitungen mit Wirkung ab 1. Juni 1942 der Versorgungslage entsprechend neu geregelt.

Der Kampf in Nordafrika.

Berlin, 31. Mai. (DNB.) In Nordafrika wurde die Periode der Wüstenstürme, die sowohl die Tätig­keit der Luftwaffe wie die Erdkämpfe behinderte, durch verhältnismäßig günstiges Wetter ab­gelöst. Die Temperaturen liegen bei 27 bis 28 Grad, wahrend vom Meer her eine frische Brise weht. Am 26. Mai erfolgte ein Angriff deutscher und italienischer Verbände gegen die briti­schen Stellungen in der Marmarica, woraus sich eine mehrtägige Panzerschlacht in den Abschnitten Bir Hachein, El Gazala, El Adem ent­wickelt hat, die zur Zeit noch andauert. Die Luft­waffe der Achsenmächte unterstützte die Operatio­nen der Landstreitkräfte durch verstärktes Eingreifen in die Erdkämpfe und gegen die rückwärtigen Ver­bindungen und Versorgungseinrichtungen des Fein­des. Militärische Anlagen der Festung Tobruk und in der Umgebung gelegene Flugplätze, die Wüstenbahn, die Eisenbahnanlagen von Fort Caputzzo, der Wüstenflugplatz Gambut und zahl­reiche britische Stützpunkte wurden mit starker Wirkung bombardiert. Feindliche Truppen, Pan­zer- und Kraftwagenansammlungen, Baracken- und Zeltlager waren außerdem das Ziel der Luftangriffe der Achsenmächte. Bei einem überraschenden italie­nischen Luftangriff auf einen britischen Wüsten- flugplatz wurden 25 startbereite britische Flugzeuge in Brand geworfen bzw. schwer beschädigt. Auch durch siegreiche Luftkämpfe bewies die deutsch-ita­lienische Luftwaffe ihre hohe Ueberlegenheit. Die Briten verloren täglich durchschnittlich 10 Flug­zeuge, am 23. und 24. Mai zusammen sogar 33, während die eigenen Verluste sehr gering waren.

Die Flugplätze der Insel Malta wurden trotz starker Abwehr wiederholt mit gutem Erfolg ange­griffen. Auch in London gibt man jetzt zu, daß die Jnselfestvng durch die ständigen Luftangriffe der Achsenmächte in ihrem Wert als Ausgangspunkt für offensive Unternehmungen gegen die Verbin­

dungslinien zwischen Italien und Nordafrika we­sentlich beeinträchtigt worden ist. Hierdurch und iin< folge des ständigen Einsatzes von Cinhetten der italienischen Flotte sowie deutscher Unterwasser- und Sicherungsstreitkräfte und Geleitflugzeuge konnte die Versorgung der Achsenttuppen in Nordafrika reibungslos durchgeführt werden. In dieser Woche unternahmen britische Unterwasser- und ßuftftreii- fräfte einen einzigen vergeblichen Angriff auf einen deutsch-italienischen Geleitzug. Ein britisches Schnell­boot wurde von einem Sicherungsfahrzeug der deutschen Kriegsmarine durch Volltreffer zum Sin­ken gebracht.

Schwere englische Verluste in der Marmarica.

Der italienische Bericht.

Rom, 31. Mai. (DNB.) Der italienische Wehr­machtbericht vom Sonntag gibt bekannt:

In der Marmarica gehen die Kämpfe weiter, in deren Verlauf dem Feind neue schwere Verluste zugefügt wurden. Unter Öen Gefangenen, deren Zahl über 2000 beträgt, befinden sich Geschwaderadmiral C o w a n und fein Brigadekommandant. Außerdem wurden 345 Panzer, 21 Panzerspähwagen, 53 Ka­nonen und über 200 Lastwagen zerstört oder erbeu­tet. Die Luftwaffe hat eine große Anzahl von Fahr­zeugen in Brand gesetzt. Tobruk wurde von starken Flugzeugoerbänden bombardiert. In Kämpfen gegen italienische und deutsche Jäger verlor die enAische Luftwaffe 16 Flugzeuge. .Zwei weitere wurden zur Landung gezwungen. Drei unserer Flugzeuge kehr­ten nicht zurück. Bombenflugzeuge griffen die Flug­plätze von Malta an, Jäger zerstörten eine Spit» fire. Eines unserer Flugzeuge kehrte nicht zurück. Andere kehrten mit Toten und Verwundeten an Bord zurück.

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