daher geraten, sich an Firmen zu. wenden, deren Inhaber nicht nur mit Uhren handeln, sondern den Bau derselben auch gründlich kennen, so daß sie in der Lage sind, dem Käufer eine thatsächliche Garantie zn gewähren. Ferner sei bemerkt, daß die von den meisten Bazaren und Versandthäusern angebotenen billigen Uhren keinen verläßlichen Zeitmesser abgeben können. Wer dennoch solche billigen Uhren zu kaufen wünscht, dem kann sie ebenso jeder Uhrmacher Kum gleichen und oft noch! billigeren Preise verschaffen, wobei er im eigenen Interesse darauf halten wird, daß die Uhr immer noch so viel leistet, als man im besten Falle von ihr erwarten darf.
** Die dienstliche Bezeichnung der Di- strikts-Einnehmereien. Nachdem durch die mit dem 1. Oktober ins Leben getretene Neugestaltung des Kassewesens und die damit in Zusammenhang stehende Neuorganisation der Lokalkassestellen den Distrikts-Ein- nehmereien eine wesentlich veränderte dienstliche Wirksamkeit angewiesen worden ist, hat der Großherzog verordnet, daß Die verbliebenen Distrikts-Einnehmereien nunmehr die Benennung „B e z i r k s k a s s e", die Inhaber dieser Dienststellen den Amtstitel >,B e z i r k s k a s s i e r" und die Distrikts-Einnehmerei-Assistenten den Amtstitel „ Bezirk s k a s s e-^A s s i ste n t" zu führen haben.
** Muß man eingeschrie bene Briefe annehmen? Infolge einer Prozeßentscheidung Hamburger Gerichte ist die Frage aufgetaucht, ob eine rechtliche Verpflichtung bestehe, eingeschriebene Briefe anzunehmen, und ob aus d^r Nichtannahme solcher Briefe Rechtsnachteile entstehen können. Die „Köln. Ztg." stellt sich zu dieser Frage wie »folgt: Als Regel glauben wir den Satz aufstellen zu müssen, daß an sich niemand verpflichtet ist, ihm zugesandte Briefe, seien sie eingeschrieben oder nicht, anzunehmen, und weiter glauben wir feststellen zu sollen, daß, weil für Die Regel eine solche Verpflichtung zur Annahme nicht besteht, aus der Nichtannahme auch! keine zivilrechtlichen Nachteile für den Adressaten entstehen können. Daß diese allgemeine Regel nicht bloß juristisch, sondern auch sachlich durchaus gerechtfertigt ist, ergiebt sich daraus, daß jedermann einen Anspruch darauf haben muß, sich nicht bloß vor mündlichen, sondern ebenso auch vor schriftlichen Zudringlichkeiten zu schützen. Sehr oft werden zudringliche Gesuche unter Beifügung von Belagsurkunden, Verkaufsanerbietungen, ja selbst boshafte Schmähungen usw. in eingeschriebenen Briefen versandt, deren Annahme für viele Empfänger recht lästig werden kann. Wer den Inhalt von außen zu erkennen glaubt, wird unter allen Umständen richtig handeln, wenn er die Annahme solcher Sendungen verweigert. Aber von dieser allgemeinen Regel giebt es Ausnahmen. Beispielsweise werden bei einer Reihe von Verträgen, Mietsverträgen, Verträgen über Handlungen usw. rechtsverbindliche Abreden dahin getroffen, daß die Absendung eines eingeschriebenen Briefes genügen soll, sei es, um gewisse Fristen zu wahren, sei es, um bestimmte Rechtsverhältnisse hervorzurusen. In solchen Fällen muß der Vertragschließende den Inhalt derartiger eingeschriebener Briefe gegen sich gelten lassen, auch wenn er die Annahme des Briefes verweigert hat. Dasselbe gilt für den gesamten kaufmännischen Verkehr. Wer außerhalb dieser Grenzen einem Dritten eine Mitteilung machen will, aus der für denselben Rechtsnachteile erwachsen sollen, dem bleibt, im Falle der eingeschriebene Brief nicht angenommen wird, nur der Weg der gerichtlichen Zustellung übrig.
-i- Villingeu (Kreis Gießen), 7. Dezember. Die Horloff zeigt seit gestern Hochwasser. Auf unseren Wiesen und Feldern steht es gut aus, es ist noch kein Tropfen Waffer zuviel gefallen.
B. Bettenhausen bei Hungen, 7. Dezember. In den neunziger Jahren ließ man die ganze Gemarkung drainieren; sie ist etwa 2200 Morgen groß, und das Meliorationswerk kostete ungefähr 42000 Mk., welche Summe ausschließlich von Einheimischen aufgebracht wurde. So etwas bringt nicht jede Gemeinde fertig. Die Drainage hat sich glänzend bewährt. Die nassen, sumpfigen Grundstücke, die in feuchten Jahren nichts taugen, sind unsere besten Aecker geworden, wir haben nicht selten die doppelten Er träge gegen früher, so daß das aufgewandte Kapital bereits als zurückersetzt angesehen werden kann. Dieser Erfolg hat unsere Einwohner so angefeuert, daß sie jetzt die Feldbereinigung begonnen haben und auch dieses bedeutende Werk soll ganz aus Gemeindemitteln bestritten werden. Ein Risiko ist nicht dabei, denn baß Massengelände, das dadurch gewonnen wird, deckt einen großen Teil der Kosten. Unsere Landwirte sind vielfach der Ansicht, daß der Bauer wohl bestehen kann, wenn er die Fortschritte in Wissenschaft und Technik stets in Anwendung bringt.
! Gedern, 7. Dezember. Der in der 4. Klasse der Landes Lotterie gezogene Hauptgewinn von 60 000 Mk. ist, wie schon kurz mitgeteilt, in eine Kollekte nach Schotten gefallen. Ein Anteil im Betrage von 12 000 Mk. fällt nach telegraphischer Mitteilung einem hiesigen Kaufmann zu. — Bei der Volkszählung betrug die Einwohnerzahl unseres Städtchens 1713. Ein kleiner Zuwachs ist zu verzeichnen. Würden die Abwesenden mitgezählt werden, so würde Die Einwohnerzahl sich auf 2200 belaufen.
§§ Hirzenhain, 6. Dezember. Heute gegen morgen stürzte cm Neubau durch die Gewalt des Sturmes zusammen und einzelne Bäume wurden vollständig aus der Erde gedreht. Glücklicher Weise war der Bau noch u«. bewohnt.
Darmstadt, 6. Dezember. Der Großherzog begab sich, einer Einladung zur Jagd des Majors Freiherrn v. Heyl folgeud, heute vormittag nach dem Jagdgebiete und kehrte im Laufe des Mittags hierher zurück.
Weisenau, 4. Dezember. Der Cement-Arbeiter Jakob R e i tz e l aus Osthofen, der in der hiesigen Cement- fabrrk beschäftigt ist, kaufte sich gestern einen Dolch und erklärte dann seinen Kollegen, daß er jetzt den Räuberhauptmann Rinaldini spielen werde. Zum Beweise seiner Schlagfertigkeit versetzte er mit dem Dolche einem Kollegen einen wuchtigen Stich in die Achsel. Der Schwerverletzte mußte in das Rochushospital verbracht werden. Der „Räuberhauptmann" wurde heute von der Gen
darmerie verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis nach Mainz verbracht.
Wiesbadens. Dezember. In der heutigen Sitzung der Handelskammer wurde bei Besprechung der Kohlenteuerung durch Prof. Laubenheimer-Höchst die Bildung eines umfassenden Einkaufs Syndikats empfohlen, um möglichenfalls die Preistreibereien des Verkaufssyndikats matt setzen zu können. Der Vorschlag fand von verschiedenen Seiten Unterstützung. — In Sache der Rheinfähre Rüdesheim-Bingen berichtete in der heutigen Handelskammersitzung der Vorsitzende, daß nach Mitteilungen, die ihm auf der Eisenbahndirektion Mainz geworden seien, vom 15. Januar ab das bisher in Worms benutzte F ä h r s ch i f f als zweites Schiff zwischen Rüdesheim und Bingen eingestellt werden solle, sodaß dann ein halbstündiger Verkehr möglich sei. Von anderen Seiten wurde betont, daß man auf die Vertröstungen von Monat zu Monat nichts mehr geben könne und daß einzig eine feste Rheinbrücke Wandel zu schaffen vermöge. Worms sei in dieser Beziehung vorbildlich.
Wetzlar, 6. Dezember. Das obere Solmsbach- t h a l klagt schon lange über den Mangel einer gut fahrbaren Verbindung nach dem Weilthale. Ein Verbindungsweg besteht zwar zwischen Kraftsolms und Möttau (Kreis Weilburg); er ist aber nur auf Kraftsolmser Gebiet ausgebaut, während der nassauische Teil des Weges bisher für Fuhrwerke geradezu unbenutzbar war. Der Landes- ausschuß in Wiesbaden hat nunmehr die Genehmigung zu einem mit der Gemeinde Möttau abgeschlossenen Vertrage erteilt, wonach der Wegeteil von dem Bezirksver- bande Nassau mit Zuschüssen der Gemeinde Möttau hergestellt und in Zukunft unterhalten wird. Der Südwesten unseres Kreises erhält dadurch die langersehnte .Fahrstraße nach dem Weilthale, insbesondere nach dem Marktorte Weilmünster. Den Braunfelser Kurgästen wird nach Herstellung des Weges eine wundervolle Rundfahrt durch das Solmsbachthal, über den neuen Weg und die „Hohe Straße" geboten werden.
Vermischtes.
* lieber den Räuber.Kneißl wird aus Bruck gemeldet: Ueber Kneißl herrschen hier die verschiedensten Gerüchte. So wird behauptet, er sei in Mammendorf verhaftet worden. Thatsächlich wurde dort im Gasthaus ein Mann, der einige Aehnlichkeit mit Kneißl hat, sestgenom- men; er wies sich jedoch sofort als Handelsreisender aus, der in Mammendorf sein Gewerbe ausübte. In Bruck selbst verbreitete sich gestern abend die Nachricht, daß Kneißl von dem Gendarmeriekommandanten Abt von Mai- sach in Rottbach erschossen worden sei, was aber ebenfalls sich nicht bewahrheitet. Es werden die abenteuerlichsten Gerüchte verbreitet, die meistens auf die Verhaftung Kneißls hinausgehen, aber leider jeder Begründung entbehren. Der Name Kneißl ist hier in aller Munde und bald wird der Räuber sich in hiesiger Gegend und in ganz Oberbayern wohl einen ähnlichen Ruf erwerben, wie seinerzeit der bayerische Hiesl. Zu den Gerüchten mag sehr viel die Thatsache beigetragen, daß die Leiche des Gendarmerie-Kommandanten Brandweier nach Schwabsoyen gebracht werden soll, wo morgen, Donnerstag, das Begräbnis stattfindet. Heute kommt die Leiche bis Schwifting in Begleitung der Baders von Altomünster, der gestern auf Befragen antwortete, daß ihm von dem Ableben des Gendarmen Scheibler in Altomünster nichts bekannt sei. Der Zimmermann Hosner, dessen Haus ungefähr zehn Minuten von Bruck entfernt an der Maisacher Straße liegt und der in Bruck „Parasol-Franzl" genannt wird, giebt an, daß Kneißl bei seinem Besuch, den er ihm am Sonntag, zwischen zwei und drei Uhr nachts abstattete, nicht nur einen Drilling, sondern auch ein Fahrrad bei sich hatte. Während Kneißl bei Hofner Kaffee trank, den ihm dessen Haushälterin bereitete, eilte Hofner zu einem Nachbarn, damit dieser die Gendarmerie verständige. Bis jedoch Hofner wieder heimkam, war Kneißl im nahen Gehölz bereits verschwunden. Nach der Aussage Hosners dürfte Kneißl die ganze Nacht bis zur Ankunft vor seinem Hause im Wald gelegen haben, da er ganz naß und am Rücken voll Moos war. Jedoch sei hier bemerkt, daß den Angaben Hosners an maßgebender Stelle nicht unbedingt Glauben geschenkt wird. Am 1. Dezember wurde durch die Maisacher Gendarmerie der 95«^."’ Fest in Unterschweinbach wegen dringenden Verdachts der Begünstigung und Unterschlupfleistung verhaftet und in das Amtsgerichtsgefängnis Bruck eingeliefert, wo er heute noch sitzt. Der Gendarmerie ist ihre Thätigkeit durch das fortwährende Auftauchen neuer, meist unwahrer Gerüchte, die oft aus Bosheit oder Dummheit in die Welt gesetzt werden, teilweise aber auch aus Furcht vor Kneißl entspringen, den man in jedem fremden Menschen zu sehen glaubt, ungemein erschwert.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft
Getreide.
Auch in dieser Woche verlies das Getreidegeschäft mangels An- regung in schlepp nder Weise.
Die Umsätze blieben beschränkt und die erzielten Preise unlohnend Das Angebot von Amerika blieb anhaltend reichlich bei wenig veränderten Preisen. Rußland und Rumänien offerieren nicht m hr riel und werden vor nächstem Frühjahr auch kaum mehr in Betracht kommen, dagegen kommt jetzt Argentinien mit Offerten von neuem Weizen p r Januar. März Abladung an den Markt, doch wurde noch nicht viel darin umgesetzt.
Roggen ziemlich unverändert.
Gerste ohne besondere Nachfrage.
Hafer ohne Veränderung.
Mais gut gefragt.
Angeboten sind heute: Kansas 2 133,50 bis 134 Mk., Redwinter 2 134 Mk., südruff. Weizen 129 bis 141 Mk., rumän. Weizen 128 biS 142 Mk., ruff. Roggen 105 bis 108 Mk., russ. Futtergerste 99 Mk, amer. weißer Hafer 104 Mk., ruff Hafer 10o bis 116 Mk., neues Mixed-Mais Dezember Abladung 92,50 Mk. per Tonne cif Rotterdam.
Hopfe».
Das Geschäft bewegte sich während der Berichtswoche im allgemeinen immer noch sehr langsam und fanden keine belangreichen Umsätze statt. Auch in Nürnberg war die Stimmung sehr ruh'g und der Verkehr ein schleppender. Aus Baden, Württemberg und Elsaß fehlen, wohl infolge Mangels jeglichen Verkehrs, jedwede Berichte.
Zafraf.
3m Lauf« der Berichtswoche wurden die Orte Hockenheim biS auf zirka 400 Zentner zu Mk. 25 bis 28, Rctltnoen zu Mk. 25 - 27, Nußloch zu Mk. 21 bis 22 und WaUdo f zu Ms. 25 bis 28 verkauft. Dies« Tabake find zum Lett feucht und naß adgehängt. Im
Neckarthale haben einige Orte, deren Gewächs s. Z. im Sturm, nommen wurde, mit dem Abhängen begonnen, auch hier wurd.Ü Teil schlecht abgehängt. Den Produzenten wäre »nzuraten, aus Aohängen detz Gewächses mehr Sorgfalt zu verlern, damit fÄT den hohen P eisin die Ware auch gut zur Wage bringen, um 2. 1 achträglichen Bear standurigen der Käufer, die bet der ’ß efttS! leuchter Ware sehr berechtigt sind, zu begegnen. Die Tabake durch die schlechte Witterung sehr gelitten, «s befindet sich viel fluu Tabak hierunter, auch habe" sie an Konsistenz verloren. ei? Tabaken ist eS ruhig, eS besteht wohl Nachfrage nach gutbreinenhe entrippter Etnlaoe und E'niagetabakrn, doch siblt eS an gute, Es wurde eine Partie entrippter Einlage, von Händler an Fibrikas zu Mk. 70 versteuert, verkauft. In losen P äiz-r R ppen aefwLsiz^ lose feine Mk. 8 50 bis 9, gebündelte Mk. 11 biS 12. 1
Mannheim, 6. Dezember. Pfälzer Tabak. Da» Einkaust- geschäft in 1900er Tabaken b i den Pflanzern hat sich in ruhig« Tkü« fortgesetzt und es gelangten noch einige größere Posten in bie §dnbt Händler und der Herstellung. In der badischen Umgegend setzte heim einen Teil seiner Erz ugung zu 10 Mk. für den Zentner ab. * Hockenheim wurden einige Partien abgehängter Waare zu 29—so ß abgesetzt. Das regnerische Wetter hat indeffen die Pflanzer bestimmt mit dem Abhängen noch zu warten Auch in der Rheinpfalz fanden Si schlüffe statt. So kamen in Herxheim etwa 1500 Ztr. in der Preisia-, von 27 Mk. pr Zentn r zum Absatz. In Hayna wechselten mehr» Posten zu 32—33 Mk. pr. Zentner die Eigner, ebenso gab Offene einige Partien zu Mitte der 20er Mk ab. Insheim verkaufte meirn Zentner zu 25 Mk. Das Interesse für neue Tabake seitens der Fabrikat richtet sich hauptsächlich nach i900er Sandblätt.rn, die m-iftena ft0n in die Hände der Herstellung übergegangen sind. Alte fcaiafe waren fortgesetzt im Verkehr, wenn auch nur in kleineren Pariun. fcitti Schneidegut erlöste für mehrere hundert Zentner 34—36 Ml., fachen bedangen bei letzten Uebetgängen 32—34 Mk. In eMnM-n Einlageblättern kam Einiges in der Preislage von Anfang bie $me 6n 40er Mk zum Verkauf. Sonst fanden bemerkenswerte Umsätze mchi fhu Das Rippengeschäft zeigte im allgemeinen ruhige Haltung. Nach iofn Pfälzer Ware machte sich fast gar keine Nachfrage geltend, etwas bch begehrt war überseeische Ware. Lose feine Rippen brachten 8,50-911 und gebündelte Ware durchschnittlich 11,50 Mk pr. Z ntnet.
Viehmärkte.
Während der Berichtswoche erfreuten sich alle einschlägigen Aus Märkte einer sehr lebhaften Frequenz, und stand befonbeid wiener prini Großvieh allenthalben im Vordergründe des Handels. Auch mittlere Qualitäten erfreuten sich sehr guter Beachtung, und ist der Ab!<q a letzteren als ein mittelmäßiger zu bezeichnen, jtälber roa en sehr und die Zutriebe fast überall rasch vergriffen. Fette Schweine nm überall rasch ausverkauft, der Konsum griff zur Deckung seines Sebarfd sogar zu mittleren Qualitäten, die ebenfalls sehr lebhaft gehE wurden. Auch Läufer und Milchschweine wurden stark a gesetzt.
ÄOl)l€lle
Es notieren: Ruhr Fettnutz Körnung I und II Mk. 240 W Mk. 250, Nutzschmiedekob'en Mk. 220 bis Mk. 230, D'M Anthracit-Nußkodlen Mk. 380 bis 390, eng'ilche AnthiaciuNußkodlm Mk. 430 bis Mk. 440, Ruor Flammnuß Körnung I unh II Mk. M big Mk. 250, Rubr - Flammnuhkohlen III Mk. 220 M Mk. 230, Fettschrot Mk. 190 bis Mk. 200, Ruh. Bruchcoks Ml. 330 bis Mk. 340. Alles per 10 Tonnen ad Mannheim. Das W-sser des Rheines ist seit gestern stark steigend unb ftebt zu emeiitn, wenn die gegenwärttsr milde W-tterung anbält, dich sich R*chda§t unb Angebot demnächst ausgleichen werden. EnMche Jndusi-ieL^ sind andauernd vernachläfstgt.
Auszug aus den Standesamtsregistm der Stadt Gießen.
Aufgebote.
Am 2. Dezember. Karl Herr, Rein'ger und Appreteur dahier, mit Luise Katharine Vellmete hierselbst. 3. Carl August Wolf. Tazlöhnri dahier, mit Margarethe Meckbach zu Fronhausen. 4. Christoph Loo», Bierbrauer dahier mit Katharina Weinnch hierselbst. Christian Liber, Schuhmacher dahier mit Anna Martha Wagner hierselbst. Karl Justus Konrad Kramer, Lithograph dahier, mit Karoline Margarethe Luise Knoll in Offenbach a. M . 5 Wilhelm Schmidt, Geschäftsführer bdjitt.. mit Katharine Kröck zu Frankfurt a 3R. Ludwig Friedrich Jox, Land- wirt in Ettingshausen mit Karoline Repp daselbst. 6. Hermann Muh, Schweinehändl^r in Mücke mit Elisabethe Theiß in Weickartrhaa Heinrich Wilhelm Krämer, Schlosser dahier, mit Eleonore Sönw hierselbst»
Geborene.
Am 28. November. Dem Kürschner Otto Richard Fren-el Sohn, Otto Richard. 29 Dem Bureaugehilfen Adolph Hahn 30. Dem Rechtsanwalt Friedrich Engisch ein Sohn, Ludich Arthur. 2 Dezember. Dem Schlaffer Emil Weither ein Sohn, Haimch Emil. 3. Dem Schriftsetzer Richard Emil Hugo Weber ein Schn.
«gestorbene.
Am 1. Dezember. Gustav Hans Müller, lV«J'hr alt, Sohnvo» Schneider Heinrich Müller dahier. Dorothea Emilie Eckhardt, 3ME" alt, Tochter von Schlosser Heinrich Eckhardt dahier. Elisabeth Dora Sturm, 6 Jahre alt, Tochter von Bureaugehilfen Fervinand stut» dahier. 2 Justus Pitzer, 30 Jahre alt, Lohnkutscher hahier. 8.JW- rine Pausch, geb. Nagel 68 Jahre alt, Witwe dahier 7. Berthas^ mann, 1 Monat alt, Tochter von Kutscher Johannes Scharmann Lina Wilhelmine Margarethe Reinhardt, 1 Jahr alt, Tochter von Andreas Reinhardt dahier. Wilhelm August Jung, 8 Jahre alt, So? von Prokurist Jakob Jung dahier. ______
Familien-Nachrichten.
Gestorben: Eva Diehl geb. Mahr in Darmstadt. — Vorbach in Bauernheim. — Major z. D. v. Dewitz in " Lehrer Martin Hotz in Fränkisch-Crumbach.
Gingesandt.
.Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik ftehendm Dttlli übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung )
Gietzen, 8. Dezember 19°°-
Erklärung. u
Der Ton, welchen der Verfasser des Eingesandt in Nr- 2° „Gieß. Anz" anschlägt, läßt die gehässige Gesinnung gegen bte qtq b Lehrer so deutlich erkennen, daß diese im Jntereffe der und der guten Sitte es unter ihrer Würde halten, auf das betr. gesandt zu entgegnen und ihr Verhalten bei der diesjährigen « zählung zu rechtfertigen. ,
___________Der Vorstand des Gießener LehrervereinS-^
Ungeachtet gewaltigen Wettbewerbs behauptet die
73licAensderfer
ihren wohlbegründeten Ruf als einfachste, darum zu6<r lässigste, dabei dauerhafteste und handlichste
efcfireibmasc/iine.
Preis der No. 5: Mk. 160,-, der No. 7: Mk.
Ausführliche illustrierte Kataloge und Anerkenn schreiben durch die
Brühl9sehe Druckerei, GW"
Schulstrasse 7.


