Ausgabe 
31.12.1884
 
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8580 Ein Student sucht für Anfangs Januar ein möbl. Zimmer zu mrethen. Offerten sind unter Nr. 8580 an die Erped. d. Bl. einzureichen.

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haben seien.

BrmerkenSwerlh für die diesmalige Wablbrwrgung sei der gehässige Ton ge­wesen, mit dem man die liberale Candtdatur bekämpfte. Redner führt E nrgetz in dieser R'chtung an, indem er unter großer HMerkert der Versammlung den Inhalt von Briefen auS Dörfern in der Gegend von Ridda m.ttheilt, woraus hervo'gchr, daß dorten die Behauptung in Umlauf zu setzen versucht wurde, er sei ein Jude. Die jenseitigen Parteiführer hätten sich auch nicht gescheut, ihn als mit ultramontarnn Neigungen behaftet und als eine ganz unselbständige Creatur deS Abgeordneten R'chter htnzustellen. Der Gegend von N-dda, welche sich überhaupt durch einen besonderen Ton der Agitation ausgezeichnet habe, gehö e auch die namentlich zwischen Nidda und O tenberg verbreitete Nachricht an, Redner sei cmRepublikaner" undDemokrat", ctne Nachrede, dle sich j tzt auch der Präsident deS nauorallideralen Vereins in Gießen angeeignet habe. In den größeren Dörfern der Wetterau, Echzell. Blngenhllm, Ber­stadt habe man die letzte ^ett unmittelbar vor der Wahl, insbesondere den Abend des 27. October dazu benutzt, um eine Kostenrechnung des Redners zu o rbretten, welche während seiner Abwesenheit in Berlin in Folge eines V-rs-hens des GegenanwalteS nach einer zu hohen Werthklasse autgeftellt und demgemäß vom Gerichte mit R-cht entsprechend ermäßigt worden war. An die M'ttheilung dieser Rechnung habe man. insbesondere seitens eines HauptagttatorS, in Nidda die schmähl'che Verdächtigung an- peknüpft, daß die Rechnung gefl'sseutlich zu hoch gestellt sei und die Warnung, einen Rechtsanwalt nicht in den Reichstag zu wählen, der solche Rechnungen auSstelle. Zu diesen und ähnlichen Vorkommnissen sei noch zu erwähnen das vielfache Abretßen d.r Plakate des liberalen Wahlcomttr'S, selbst durch die öffentliche Bedienstete, auch dos Auistocheln der Bewohner einzelner Dörfer durch daS selbst von einem Gießener Lehrer kolvortirte Versprechen einer E!s'Nbahn-Hattestclle, eine Wahlagitationtzmeihode, welche von dem jenseitigen Parteiorgane zwar abgeleugnet, aber doch mit dem für die preußische Regierung unglaublich beleidigenden Hinweise beschönigt wurde, daß es selbstverständlich sei, wenn man annehme, auch in solchen Dingen werde die Thatlg- keit eines brr Regierung befreundeten Candtdaten wirksamer sein, a!S d'.e eines

Redner weist noch hin auf die schimpflichen Nachreden gegen d.n Abgeordneten Hinze Seitens des Friedberger nattonalliberalen Wahlcomiiös, um dann zu betonen, daß er alle diese Dinge heute nur ungerne constattre, indeß h erüber umsoweniger schweigen dürfte, weil der Kampf der Parteien trotz beendigter Wahl heute roch so stark bestehe, wie nur je. Es sei in dieser Hinsicht namentlich charakteristisch, welche aufreizende Sprache auch jetzt noch das jenseitige Gießener Parteiorgan gegen die Freisinnigen führe, indem cs z B. dieselben alsfreisinnig.' Vaterlands Verächter" beschimpfe und überhaupt ganz unetngedenk sei der Pflicht zum Senken der Waffe nach siegreichem St.eit- Er hoffe, daß mit der Zett die Gründung eines wirklich liberalen Blattes mögl'ch sein werbe, welches der derzeitigen Wehrlosigkeit gegen solche schnöde Angr-fie ein Ende bereite. , , , .. £ . .

Diese Verholtungsweise der Nationalliberal.n auch nach beendigter Wahl sei w s-ntlich beeinflußt durch daß denselben unerwartete Resultat der Stichwahlen. Wie habe man nach den ersten Wahlen im gegnerischen Lager gejubelt und von der zer. malmten und zerriebenen freisinnigen Partei geredet, und wie kläglich sei gegenüber die Tbatsache, daß schließlich immer noch nahezu 70 Freisinnige gewählt wurden, das Er- gebniß der Vermehrung der nationalliberalen Sitze um nur 5 bis 7! Das errege den neidischen Unwillen dieser kleinen gern großen Partei, wobei dtes-lbe allerdings immer mehr, sei es absichtlich ober unabsichtlich, vergesse, daß ihre Agitation nicht Ihr selbst, sondern nur den Parteien zu Gute komme, denen auch sie angeblich feindlich gegen- überstehe. Ein Ausfluß dieses blinden Fraktionsnetdes sei die neueste dem ruhig Denkenden geradezu unbegreifliche Adressenagttation wegen der Ablehnung des Gehaltes eines weiteren Bureaudirectors tm auswärtigen Amte.

Redner bestreitet, daß die freisinnige Partei dem Reichskanzler die verlangte geschäftliche Aushülfe versagt oder gar ein Mißtrauensvotum ertheilt habe. Man habe verwandte Anforderungen des Kanzlers bereitwillig und reichlich bewilligt. Man habe nur nicht gewünscht, daß jetzt schon eine ständige neueOrganna wn geschaffen werde bevor man weitere Erfahrungen gesammelt habe. Vor nicht f hr langer Zeit habe man ja eine ähnliche Erfahrung gemacht, die. zur Vorsicht auffordere: damals habe der Kanzler 4^000 JL für die Stelle eines Viceprasidenten sm St^tsmlmsterlum gefordert und bewilligt erhalten, und nicht zwei Jahre spater sei Stelle thatsachlich .wieder eingegangen. Er, Redner, würde allerdings aus mancherlei Gründen die für den neuen Bureaudirector geforderten 20000 doch bcrrnmflt ba6en; er Dcrftebe a6er wie man die gegentheilige Ansicht so st-.gmatisiren und das Ansehen des .Reichstags so schwer schädigeVkönne, !vie dies jetzt durch den Adrefsensturm der Nationalliberalen geschehe. So habe auch der Präsident des hiesigen nationalliberalen Vereins eine Adresse an den Reichskanzler zur Unterzeichnung auffleleßt jfe'

burch den von acht süddeutschen Damen an ihre ,,Mitsck^veft^neil^sene^

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Die Einleger werden aufgefordert, Samstag, den 3. Januar 1885 die Sparkassen-Scheine zum Zwecke der Einlage der Pfennig-Spargelder in die Sparkasse dahier an die Pfennig-Sparkaffe-Erheber abzugeben.

Gießen, den 30. December 1884.

Das Kuratorium.

betrieben worden. Noch bedcuttndcr fei die Getreidezollogilat'on der G gner oewesen, mit bet sie bie unklare Beg'hiltchk-tt bet Menge bet Landbevölkerung du-ch Vorspiegelung eines vermeintlichen Interesses aufzustacheln versucht hätten. Durch solche Jnteresienagitation vergifte man die Gemüthcr der Wähler und entfremde sie der Pflicht, nur das Gesammtwohl Aller als Leitstern zu bttrüchten. Wobl d'.e stärkste Gegnerschaft aber fei der liberalen Candtdatur durch die Anregung deS Reichs­kanzlers erwachsen. der «m Frühjahre erklärt habe, daß ihm die Verein'guna der Liberalen v rhaßt sei. Diese Erklärung habe leider d.n Ausgangspunkt für eine förm­liche Hetze der Freisinnigen geboten.

Ang-sichtS dieser verschiedenen Agitationsmomente nehme sich sonderbar aus die prahlende Heroorbkbung der nattonalliberalen SiegeSbankettredner, daß man stolz sei, bte nattonalltberalenStege- ohne Bundesgenosse« errungen zu haben. Füc den KreiS Gießen fei dies um ,o unwahrer, weil ja die früheren Wahlen, zumal von 1881, ge, lebt hätten, daß in diesem Wahlkreise eine konservative Wählerschaft von 4000 btS 5000 Stimmen wirksam sei, nach deren Abzug dem nattonalliberalen Candtdaten ent­kernt nicht so viel Sturmen ö?rblkben, als dem freisinnigen. Daß eine wirkliche Eoalitton der Conseroattom uvd Natwnalltbrrolen in unserem Wahlkreise Vorgelegen habe, sei auch ersichtl ch auS den Sympathien, welche die zwei conservattv-n Führer, Graf Laudach und Rechtsanwalt Curtmann. für bie natlonalltberole Candtdatur be» thättgt hätten, zwei Männer, dir üb^r dem Verdacht liberaler Gesinnungen hoch vc>

Auf den Tbeil der Adresse, der in der Manier des Reichskanzlers von einerdemokratisch- clericalen Parteivcrbindnng" spreche, sei anwendbar die bekannte derbe Kritik der GLthenachbcter. ,

Es sei angesichts der Thatsache, daß bereits am 29. November die Budget- Commission die fraglichen 20000 Mark, übrigens selbst auf Antrag des nationalllbe- ralen Abgeordneten Hammacher auch andere Anforderungen ablehnte und von da bis nm 15. Dezember die nationalliberale Partei keinerlei Aufregung über diesen Be- chlnß zeigte, beachtenswerth, wie die bis dahin schlummernde nationalliberaleEnt­rüstung" erst durch die Rede des Reichskanzlers vom 15. Dezember geweckt worden ei. Daß man bis zum 15. December in der Ablehnnng der Position gar nichts Merk- oürdigcs gefunden habe, zeige auch die Abmefcnhcit des nationalliberalen Vertreters ür Gießen in dieser Sitzung, eine Abwesenheit, welche dann durch keinerlei private Abbaltnng entschuldbar sein würde, wenn wirklich dieser Angelegenheit eine so große nationale Bedeutung gebührte. Warum die Adresseuunterzeichner nicht einen Theil ihrer überflüssigen Entrüstung seinerzeit in der Richtung vcrwerthet hätten, um den Reichstag, der doch wohl auch eine nationale Institution sei, gegen die Angriffe des Fürsten Bismarck in dessen erster Anrede in dieser Session zu schützen? Vor Allem aber frage er: Mit welchem Rechte und mit welchem Erfolge können diejemgem bie sich jetzt entrüstet zeigen, weil man dem Kanzler 20000 Mark, bie er für nöthia erklärte, ablehnte, künftige Anforderungen beffelben auf anderen Gebieten zurückweifen? mit welchem Rechte insbesondere können sie ihm das Tabakmonopol, das letzte Ideal des Kanzlers, verweigern, wenn er wiederholt, wie bereits früher, erklären sollte, er bedürfe des Monopols zur Schaffung der Wohlfahrt der deutschen Natwn? Daß diese Monopolvorlage in nicht allzu ferner Zeit wieder erscheinen werde, fei um so zweifel­loser, weil das gegenwärtige Defizit im Reichshaushalte immer mehr anznschwellen drohe und die Regierung, wie es scheine planmäßig, vorerst von Maßregeln zu dessen Verringerung völlig absehe. .. .

In einer Hinsicht stimmt Redner den Natlonalllberalen zu, nämlich im Be­dauern darüber, deß im .Reiche>tage keine berechenbare und innerlid) zusammenhängende Majorität besteht. Die Schuld daran treffe aber die nationalliberale Partei; Redner habe es im Wahlkampfe oft betont, daß die Richtung der Nationalliberalen gegen bte freisinnige Partei nur zur Stärkung aller übrigen Parteien führen könne, und so seien beim in ler Tbat Centrum, Conservative und Socialoemokraten wesentlich gestärkt aue. dem Bruderkampfe der voimals verbündeten Parteien hervorgegangen. Bei dieser wesentlich durch die Vtationalliberalen geschaffenen Sachlage sei cs nun allerdings' richtig, daß die Freisinnigen nur mit Zurechnung des Centrnins Erfolge erzielen könnten. Die Sacke lie-e aber gerade so auch für die Natioiialliberalem Auch diese könnten z. B- ihre Pläne auf Erhöhung der Getreidezölle nicht ohne Hlffe des Centrums durchsetzen und daß sie recht gern solche Hilfe annehmen, habe der Wahlkreis Alzey gezeigt, in welchem für Herrn von Schauß in dringlichster Weise um diese Hll>c geworben worden sei.

Eine liberale Majorität fei leider durch bu gegnerische Agitation roicbci auf Jahre hinaus unmöglich gemacht worden. Eines aber sei erzielt: die Einheit der Liberalen. Der letzte Wahlkampf und was ihm folgte, habe gezeigt, daß es setzt nur noch eine liberale Partei gebe, die freisinnige. Sie allem sei es, bte insbesondere das Prinzip der Entfesselung aller wirthschaftlichen Kräfte gegenüber dem immer mehr um sich greifenden StialSsocialismus Hochhalte, zwar ohne sich zu verschließen der Nothwendigkeit staatlicher positiver Thätigkeit auch auf wirthschafflichem Gebiete, aber immer in erster Linie die Selbsthilfe und erst im ssiothfalle die Staatshilfe anrufenb.

Redner mahnt die Anwesenden, stets der Sache der Freiheit zu bienen; nicht der Geist, der den ,,'nnden Tisch" in Friedberg und die Zeichner der Entruftungs- adressen beseele, habe unser Volk zu seiner nationalen Entwickelung und zur Dar­bringung der blutigen, ihr gewidmeten Opfer gestärkt, sondern der Ausblick und bie Hoffnung auf diejenige wahre Freiheit, in der erst die Einheit Am vollen Werth er­halte, und die als Ziel zu leuchten habe Jedem, der das Gluck wünscht und die Wohl­fahrt unseres Vaterlandes.

uue- AzevLeyr.

Gießen, ben 30. December. Ans dem heutigen Markt kosttte Butter per Pfund X 0.951.03, Hühnereier pr. Stück 80 Käse St. 48 A#,, Kasematte 23 Erbsen pr. Liter 20 Linsen 28 H, Tauben per Paar 0,500,60 H, Hühner per Stück at 0 851.20, Hahnen pr. Stück JL 1.001.50, Enten per Stück 31.1.401.80, Gänse per Pfund 4862 Welsche 3L 9.5012-00, Ochsenfleisch per Pfund

6670 H, Kuh- und Rindfleisch 5460 Schweinefleisch 5060 Hammelfleisch 60- 68 Kalbfleisch 5000 4, Kartoffeln per 100 Kilo 31 3.003.50, Milch per Liter 1216 H, Zwiebeln per Ctr. 31 4.000.00, Weißkraut pr. Stück 47 H

KirchSiche Anzeigen der Stadt Greste«.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

Sylvestertag, Mittwoch, den 31. December.

Abends 6 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Neujahrstag, Donnerstag, den 1- Januar. Vormittags 9Va Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Nach beiden Gottesdiensten Kollekte für die Armen hiesiger Gemeinde.

Vom Januar 1885 an wird Pfarrer Schlosser, mit Genehmigung des Kirchenvorftandes. einige Misstonsstunden für äußere, Heidenmifsion ver­anstalten und halten. Dieselben werden Donnerstags, Abends 6 Uhr, in der Stadt- kirche gehalten werden- Die erste dieser Missionsstunden soll am Donnerstag, den 8. Januar, stattfinden und wird von Missionar Thumm aus Frankfurt a-M- gehalten werden.

Der Gießener Kirchen-Kalender für 1885 enthält Mittheilungen über das kirchliche Leben unserer Gemeinde, eine Gemeindechronik und Erzählungen; er kostet 30 H._______

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