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in die Hände gefallen, nämlich ein großes L
Haufe geführten Brausurrogate. In Folg» yaoen die betrcffenben
Aemter in allen Gegenden des Landes Haussuchungen gehalten. Thetlweise blieben diese Revisionen nicht resultatloS und es haben sich jetzt die betreffenden Brauer wegen Malzaufschlagshinterziehung zu verantworten. Es wird tm Interesse aller, von dieser Heimsuchung nicht betroffenen Brauereien liegen, sich dem Publikum zu nennen, wenn ntchl der gesammte Bierabsatz nach außen hin in Mitleidenschaft gezogen werden soll. Auf der andern Seite ist die Energie der Behörden nur anzuerkennen, sie beweist, daß sie die Bevölkerung vor den Bierpanschern und - den Steuersackel vor Schaden bewahren will.
— Von einem ergötzlichen Quiproquo erzählt die „Pet. Gas.": Dieser Tage feierte Herr X. auf feiner fashionablen Villa in Y. den Namenstag seiner Gattin mit einem solennen Diner. Der Toast auf daS liebenswürdige Feftktnd wird ausgebracht und „Champagner her!" ruft der Gastgeber den Dienern zu. Es vergehen fünf, zehn lange lange Minuten — der Champagner kommt nicht. Endlich flüstert ein Diener seinem Herrn ir.'s Ohr: »Der Herr haben den Champagner wohl vergessen." — Wie vergessen — bringt mal die weiße Holzktste her!" — „Man sah schon nach, va ist was anderes drin!" — „Schafsköpfe seid Ihr! kennt Ihr nicht mehr Cham- pagnerflaschen, ich habe sie selbst von Jelissejew besorgt. Schafft die Kiste her." . . . Es geschieht. . - . »Nun also", sagt der liebenswürdige Wirth, und reicht eine, eine -weite, eine dritte dickbäuchige gut in Stroh verpackte Flasche den Gästen bin. Schallendes Gelächter unterbricht ihn in der angenehmen Beschäftigung. Was gibt's? Die Gäste lffen die Et'quetten der Flaschen ab: „Stoll und Schmidt" — „Carbol- fäurc" — „Stoll und Schmidt" — „Eisenvitriol" rc. Die 12 Champagnerflaschen waren in der städtischen Wohnung des Dillenbesitzers zurückgeblieben und die Kiste Desinfektionsflüssigkeiten, die für jene bestimmt gewesen, hatte er sorgsam auf die Dtasche hinauSgebracht.
Ulm, 22. Juli. Vom Resultat deS hier abgehaltenen schwäbischen LiederfesteS gibt ein „Festbummler" folgenden drastischen Bericht: 10,000 Mark Deficit In Folge der Hitze vom Schlage getroffen zwei Mann. Ein Kind überfahren. Diverse Ehefrauen von den nachgereisten Männern ertappt. Fünf Taschendiebe eingesperrt, 20 do. entwischt. 6—8000 verwelkte Kränze und Guirlanden, 2—3000 in schönster Entwicklung abgehauene Eichen und Birken. 65,000 Liter Bier erzeugten 3000 heisere Kehlen und Magen, dabei 60 Mille Cigarren verdampft. 3000 leere Geldbeutel. Hurrah! Es leben die Feste! 1885 Schlachtfeld in Heilbronn!"
Schiffsnachrichten.
Bremen, 25. Juli. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer General Werder. Capt. H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 12. Juli von Bremen abgegangen war, ist gestern 10 Uhr AbendS wohlbehalten in Newyork angekommen.
Handel und Verkehr.
— VorauSbestellung von Billets und Gepäckscheinen. Wer zu beobachten Gelegenheit hat, wie sich eine große Anzahl Passagiere, namentlich aber Damen, abjagen, um auf Unterwegsstationen neue BilletS zu lösen und daS Gepäck neu abfertigen zu lassen, bedauert die armen, oft im dicksten Gedränge und Zug stehenden Leute, die sich alle dem nicht auszusetzen brauchten, wenn sie sich besser um die bei den Eisenbahnen bestehenden Bestimmungen kümmern wollten. Nach diesen, unseres Wissens bei fast allen Bohnen gültigen Bestimmungen können Reisende, die nach Stationen reifen, bte mit solchen, auf welchen die Reise angetreten wird, nicht im dirccten Verkehr stehen, sich die ungehinderte Fortsetzung ihrer Reise sichern, wenn sie dem Stationsvorsteher her Abgangs- bezw. UebergangSstation erklären, nach welchem Bestimmungsort und in welcher Classe er reift und wie viel Billets er wünscht und wie viel Stück Gepäcke und in welchem Gewicht er mit sich führt. Gegen die geringe 'Gebühr von nur 50 Pfennig wird von dem betreffenden Stationsvorsteher das Weitere telegraphisch veranlaßt, so daß der Passagier auf der betreffenden Station seine Billets und sein weiter expedirtes Gepäck vorfindet, eine Annehmlichkeit, für welche gewiß Jeder gern seine 50 Pfennig zahlt.
Zur geft. Beachtung.
Schriftliche Anfragen wegen Auskunftserthetlung über Inserate rc. können wtit nur dann beantiüf*rten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort bei gelegt tft. lieber I nie rate bezüglich deren Offener einzureichen sind, ist die Exp dition zu feinerlei Auskunftsertheilungen befugt. Cftertenbricf« sind — soweit keine bestimmt«, Abmachungen wurden — in der Grpt’htHon obinhnfrm
Temperatur am 30. Jult (Mittags zwischen 11 und 12 Uhr).
Wasserwarm- btr Lahn 151/?0 R- — Luftwärme 15V-0 R. im Schatten.
Rübs amen.
■ Berkaus eines Fasselochsei,.
In der Gemeinde Muschenheim steht ein 3 jähriger diensttauglicher Kaffelochse (Berner Race) zu verkaufen. Diese Abschaffung erfolgt nur deßha'.b, weil zwei Fasset von gleichem Alter und gleicher Größe vorhanden sind.
Muschenheim, den 22. Juli 1884. Großh. Bürgermeisterei Muschenheim.
Roth. 4900
Jeilgeöotenes.
5044 Sommerjoppen, um damit zu räumen, verkaufe zu J-L 1.50, 2.— n. 3—, Hosen, Joppen, Hemden, Blousen billigst; ebenso verkaufe ich getragene Kleider, wie-' Hosen, Röcke, Hemden, Stiefel und Frauenkleider zu billigen Preisen.
Louis Rothenberger, ___________Neuenweg 22.
Neue holl. Vollhäringe, geräucherten Lachs, neue eiligem. Gurken, Capern u. Perlzwiebeln empfiehlt 5047
C. G. Klein heim.
Deutscher
Oel-Glanz Lack Bester Fussboden-Anstrich, von großer Haltbarkeit, trocknet rasch und läßt sich leicht aufstreichen. Niederlage bei 5040 Emil Plstor.
Neue
empfiehlt 5051
Carl Schwaab’s
________Delicatessenhandlung.
Cognac, ächt franzöfischen, Rum de Jamaica, Arac de Batavia 5048 bei C. Gr.
Neue
Holland. NollhärilM Neue mannirte Häringe empfiehlt 5050
Carl Schwaab’s
Delicatessenhandlung.
Allgemeiner Anzeiger.
Dienstag den 5. August, Nachmittags 2 Nhr, werden im Hause der Frau Fürst Wittwe in der Neustadt (im Laden) nachbezeichnete Gegenstände, als:
1 Schreibsecretär, Tische, Stühle, Sophas, Kleiderschrank, Komode, Komode mit Glasaufsatz, Eckschrank, Spiegel, Bettstellen mit und ohne Sprungfeder-Einlagen, sehr gute Federbetten, 1 kleiner Ofen, 3 eins. Glaslüster, 1 span. Wand und sonstige Haushaltungsgegenstände, versteigert.
Gleichzeitig eine große Parthie schwed. Streichfeuerzeuge in einzelnen Parthien, Schiefertafeln und Flaschen.
In Auftrag:
5049 Hoffmann, Ortsgerichtsmann.
Turnverein Gießen.
Sonntag den 3. Augull, Nachmittags 3 Uhr,
in WenaeFs Garten
38jührige8 NistungsM verbunden mit
Schau- ii. Preislurnkn (VolksweMimien).
Während des Turnens großes Concert (von der Kapelle des 116. Jnf.-Regts.) und (^esanqsvorträge. Abends Tanz.
Eintrittskarten für Nichtmitglieder im Vorverkauf bei:
Ottmar Köhler / Daniel Heil i Louis Lind, Kirchenplatz, Carl Merkel, Marktstraße, 5009
Carl Schwaab, Seltersweg,
ä Person 40 Pfg., — an der Casse 30 Pfg.
Der Borstand.
Der Eingang befindet sich nur von der Gartenstraße aus.
Für Auswanderer!
Hiermit zur gefl. Nachricht, daß ich mit Heutigem die von Herrn A. Heppe, in Firma C. W. Dietz Nachfolger betriebene
Auswanderungs-Agentur des Norddeutschen Lloyd in Bremen übernommen habe.
Unter Zusicherung promptester und coulantester Bedienung halte mich werthen Interessenten vorkommenven Falls bestens empfohlen.
Gießen, den 22. Juli 1884.
Carl jLoos,
am Kirchenplatz, 4916 C. W. Dietz Nachfolger.
In allen Droguerie-, Colonial-, Material- und Eisenwaaren-Handlungen ist zu haben:
doppelt geschlemmtes Silicium.
Anerkannt bestes Putzpulver für
Haus, Gewerbe und Industrie.
(Gesetzlich geschützt.)
Anwendbar auf alle Metalle und zum Putzen von Glasscheiben.
In Originalpacketen ä 25 Pfennige.
Ei* Packet deckt den Jahresbedarf einer größeren Haushaltung.
Handlungen, welche noch kein Lager haben, werden gebeten, sich mit mir in Verbindung zu setzen.
Alleindebit für den En-gros-fBetrieb
Friedrich Leo,
4919 Gießen.
Gutachten.
Jin Auftrage des Kais. König!. Numismatikers , Herrn Geheimen Rath Dr. Wahlmann, habe ich das mir von demselben übergebene und von den Herren Gebrüder von Schenk in Heidelberg in den Handel gebrachte „Doppelt geschlemmte Silicium" einer qualitativen sowie quantitativen analystischen Prüfung unterzogen und dabei sestgestellt, daß dieses Putzpuloer in sinniger Weise durch mehrfachen Schlemmprozeß aus Kryolith sNa Fl. + Al Fl3 gewonnen und somit ein neu gefundenes Calciumsilicat ist.
Der Fluorgehalt ist an Flußspat, Natrium und Aluminium gebunden und wirkt ersteres entschieden reinigend auf alle Metalle, welche oxidirt erscheinen, während der Aluminiumgehalt ein An- greisen selbst der weichsten Metalle absolut verhindert.
Doppelt geschlemmtes Silicium besitzt ein sehr geringes specifisches Gewicht, die damit verbundene Feinheit, welche bei Absiebung durch ein Sieb von 2000 Maschen pro □Zentimeter keinen Rückstand ergab, machen dieses Pulver zum Reinigen der Metalle außerordentlich geeignet und kann daher dasselbe empfohlen werden. Aus fünfmal zwölf Versuchen auf den verschiedensten Metallen wurden bei den Analysen keine Spuren von abgepuhten Metall- theilchen vorgefunden, während Gegenversuche mit Putzpomade, Putzkalk und besonders Tribbel solche im überreichen Maße ergaben.
Eine Abschrift vorstehenden Gutachtens geht mit Erlaubniß des Herrn Auftraggebers an die Herren Gebrüder von Schenk m Heidelberg.
Wien, den 28. Dezember 1883.
gez. Prof. Dr. Sander.
Die Anfertigung von
Steppdecken
übernehme in schönster Ausführung zu. billigen Preisen.
Herrn. Aug. Hüller,
3278 Settersweg.
5035 Im Darmstädter Hans wird ein braver und ehrlicher Junge alL Hairs-prfche gesucht-


