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Telegraphische Depeschen.

Wolff'» telegr. «orvespottderrz-Dureau»

Mai. Heute Vormittag 11 Uhr fand die große FrühjahrSparade über die hier undin Spandau stehenden Gardetruppen auf dem Tempelhofer Felde statt. Seine MaMat der Kaiser erschien zu Pferde und ritt beide Lnffen ab, worauf dn zweimaliger Vorbeimarsch der Truppen folgte. Alle hier anwesenden Mitglieder des Königshauses, sowie die Großherzogin von Baden und die Großherzogin von Mecklenburg-Schwerin wohnten der Parade, welche einen glänzenden Verlauf nahm, bei. SowM auf der Hinfahrt, als bet der Rückfahrt wurde Seine Majestät von der in d chten Massen auf den Straßen Spalter bildenden Menschenmenge mit stürmischem l^^a^tttags 4 Uhr fand im Königlichen Schlosse ein Galadtner statt, zu welchem 400 Einladungm ergangen waren. Unter den Geladenen befanden sich außer den Mckgltedern des Königlichen Hauses die landsäsfigen Fürsten, die Hof- d>ort6cn' b.<e ^/E^r, die Mtlttürbevollmächttgten, die General- und Stabsoffictere, welche heute bet der Parade in der Front standen, resp. morgen bet der Parade in Potsdam tn der Front stehen wnden, sowie viele andere Personen von Distinktion Die Tafelmusik wurde von der Kapelle des Garde - Füsilier - Regiments ausgeführt. Opernhause ^beiwohn^^^$^*** und Höchsten Herrschaften der Galavorstellung im b'frtedtäend^^ befinden Seiner Majestät des Kaisers ist nach der Parade recht w - ^m^daden, 29^Mat. Die Kaiserin von Rußland, die Königin von Däne- a ®blr d^uressin von Wales, die Großfürstin Katharina, die Großfürstin Helene von Rußland und der Prinz Waldemar von Dänemark sind heute Nachmittag zu einem Besuche Ihrer Majestät der Kaiserin hier etngetroffen und am Bahnhofe von den Be­hörden empfangen worden.

«r c Smeite Kammer. Eine Interpellation des Abgeordneten

Kiefer, welche amtliche Kenntniß die Regierung von der Absicht habe, auf RetchSkosten Wen??$ Straßburg zu bauen und welche Stellung die

Regierung im Falle der Einbringung eines bezüglichen Entwurfs im Bundesrathe zu demselben einnehmen würde, beantwortete Staatsminister Turban dahin, daß diese Arage noch offen und ein Antrag auf Bewilligung von Reichsmttteln im Bundesrathe ^Uüebracht sei. Die badische Regierung erblicke in dem pcojcctlrten Kanal ^«nterCffe U5? mSirbc demnach für die Bewilligung eintretenden ?9^nnn crHären können. Der BundeSrath habe seinerzeit bei Bewilligung von tm elsaß - lothringischen Etat für die Vorarbeiten erklärt, daß damit nicht präjudictrt werden solle, auS welchen Mitteln der Kanal eventuell zu erbauen sei

~ Der Landtag hat sich heute btS zum 5. Juni vertagt.

Parteitag $ ""ional - liberale Partei Badens hält am 15. Juni Hierselbst einen

Mai. Der BundeSrath hat die Reklamation Italiens wegen deS aus der Schweiz nach Italien als begründet nicht anerkannt und die von Italien gewünschte Bildung eines schweizerischen Grenzkordons abgelehnt.

Wien, 29. Mai. Der Kaiser ist heute Morgen aus Pesth hier einqe» ^ffen - Fürst Alexander von Bulgarien, der heute früh incognito aus Darmstadt hier ankam, reiste nach kurzem Aufenthalt nach Sofia weiter.

Mat. Der heutigen feierlichen Jahressitzung der Akademie der Wissenschaften wohnten der Kronprinz Rudolf und Erzherzog Carl Ludwig bei 2)te« unb6 b?rU^ntfAAf^r^er3*8 ^Oiner mtt einer Ansprache eröffnet. Auch Minister'T^ffe und der Botschafter FoucheS waren anwesend. "

Ktn^^nt-^^'Aremdenblattt' zufolge tst die Untersuchung betreffs des Brandes des ^r?cht^gesteltt 6 b ßt* b Personen sind wegen sträflicher Fahrlässigkeit vor das Bezirks- OeI<6<r-ben®8ef^rL°b«te®Ul8arlen btn be9 W' K°l°°ky. hie veröffentlicht ein Communigue, wonach

ÄiÄFEruing die Absicht hat, die lOOiährige Wiederkehr des Jahres 1789 mit großer für g~m atft ,<m ®e68fC eln Ausstellung tn Paris

<inie8 ÄHtfVoLTK n6 ft? C-nstilpr-fidNtt-n, Minister be« Aeußern,

ntTlra\böw ^bte Regierung über Egypten zu interpelltren beab- r f^iärte, der Stand der schwebenden Unterhandlungen würden ihm nicht erlauben, eine solche Interpellation zu beantworten. 9

»PayS" dementtrt die Meldung der Blätter, Prinz Victor Navoleon erkalt? von den bonaparttsttschen Comite's eine monatliche Rente. 4 P b llc

hi? in Mall Gazette« erfährt, daß Lord Granville auf

h?« Ä« an oVe Pforte gerichtete Aufforderung, 15,000 Mann

Ä^^bfl°<^U» f$,cfcD' ra? ?7c* D- MtS. von dieser eine zustimmende Antwort erhalten habe. DaS Journal sagt ferner, daß die Conferenz etwa den 23. Juni zu- sammnitreten werde und daß man 615 zu diesem Zeitpunkte noch den Abschluß einer

und Privilegien Englands in Egypten gebührend wahren. Im Oberhause gab Lord Granville in der Dienstags-Sitzung analoge Erklärungen ab, wobei Lord Salisbury Namens der Conservativen gegen die Negierungspolitik protestirte, deren Tendenz geeignet sei, England dem Auslande gegenüber zu demüthiaen. Aus eine Anfrage Sidmouth's erwiderte Granville, daß die Verhandlungen mit Deutschland wegen Angra-Pequena noch sortdauerten.

Die türkische Regierung hat auf der Insel Candia immer mit neuen Verdrießlichkeiten zu kämpfen. Dort giebt jetzt die Frage der Rege­lung der Bakus (Einkünfte aus den geistlichen Gütern) Anlaß zu Streitigkeiten zwischen Christen und Muselmännern. Die christlichen Delegirten beantragten in der Generalversammlung die gleichmäßige Vertheilung von 3000 Pfd. Sterl. unter die christliche und türkische Geistlichkeit. Die türkischen Delegirten scheinen aber die gejammte Summe für ihre Geistlichen zu beanspruchen, denn sie haben den Fortzug sämmtlicher moslemitischer Familien von der Insel in Aussicht qe» stellt, falls jener Antrag zur Ausführung gelange. ________

» .Ä*?' 28- M°i. Se.^l.^^^Gr°ßherzog^haben mittem Allerhöchster Entschließung vom Heutigen Den Major ä la suite der Kavallerie Freiherrn v. Nordeck zur Rabenau zum Oberstlieutenant a la suite der Kavallerie und den Rittmeister ä la suite der Kavallerie Heyl zum Major a la suite der Kavallerie zu ernennen geruht.

Darmstadt, 29. Mai. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr 9 enthält:

Bekanntmachung Großh. Staatsministeriums, die SchifffahrtSpolizei- und Floß-Ordnung für den Neckar betreffend.

Darmstadt, 29. Mai. Staatsminister v. Starck ist in den Ruhe­stand versetzt und es übernimmt Staatsrath Finger seine Functionen. (Staatsrath Finger war seither Mitglied der Abtheilung der Justizverwaltung und stellvertretender Bevollmächtigter zum Bundesrath. Herr Finger, früher zur Heff. (nationalliberalen) Fortschrittspartei gehörend, war Advocat in Alzey und wurde unter dem Ministerium Hofmann im Jahre 1872 in den Staats- dienst berufen. Seine geachtete Persönlichkeit wird jede Besorgniß eines bedenk­lichen Systemwechsels zu zerstreuen geeignet sein und dem Lande Vertrauen und Beruhigung zurückzugewinnen vermögen).

, Berlin, 28. Mai. Der Secretär der Anwaltschaft der deutschen Erwerbs- Genossenschaften, Dr. Schneider (Potsdam), hat seine Stelle ge° Schneider unterlag seiner Zeit gegen Schenk (Wiesbaden), als es sich um die Wahl eines neuen Genossenschafts-Anwalts an Stelle von Schulze-Delitzsch handelte, und es scheint, daß Meinungsverschiedenheiten mtt Herrn Schenk die Veran- laffung zu seinem Entschlüsse bildeten.

Verständigung zwischen Frankreich und England unter Zustimmung der anderen « ÄSÄ

ISK s-"--

f. ^Ebsaltar, 29 Mai. Der deutsche Generalkonsul Dr. Nachtigal und seine Begleiter sind hier eingetroffen und werden ihre Weiterreise demnächst mit dem deutschen KanonenbooteMöwe" fortsetzen. u

Lokale-.

Gießen, 30 Mai. DaS 13. Turnfest des GaueS Heffen zu Homberg a. d sr" schön" m »'V ^°ckficht «uf bie

Vermischte

Mainz, 26.Mai. Im December v.J. vermißte ein hiesiger sehr wohlhabendem Mann eine Summe von üb.'r 30,000 tn verschiedenen Staats- und Bankvavier?» und wurde damals bei der Polizei die Anzeige gemacht, bie Papiere seien entwendet Wie man nun hort, hat der angeblich Bestohlene vor einigen Tagen die fSmmtltdben Papiere in einem Schrank, in wachen er sie selbst gelegt, wieder aufacfunben Smu m^tnMroM61 b»rVc B-rg-ß!ILke,t des M-nn-s in b-n Verdachts kommen fein, den Diebstahl auSgeführt zu haben?!

Diensttm" »»btt am Pftngft-

S<(i ben Jiitfenfd)n)un^Ci!mad|,t® u^b durch bas b» Stahlst°ange Mr"te^1n F°°7e der hierbei erlittenen inneren Verletzungen gestorben. 8 u

er» »^?^btniger Zeit machte eine Uhren- und Goldwaarenhandluna in b?r ?^olttgeReclame für ihr Geschäft und pries ihre Maaren Wer den Schellen-Kontg, dabei viel billiger als alle anderen derartigen Geschäfte offertrend was diese sogar zu einem öffentlichen Protest veranlaßte. WaS tst daS Ende vom Lieds Der ConcurS ist von AmtSwegen verfügt, der eine Theilhaber der Firma ist durck- ?ienn?aiPint!tUnh ü^f<1, cbenc Fabrikanten kommen um ihr Geld. Eine Untersuchung?st ^ngelettet, da die vorgenommenen geschäftlichen Manipulationen nicht ganz laden, p fang en" haben! fut3cr foa 31 b* Mma noch für 50,000 Uhren en>

, Schlesien. DaS Städtchen Reurode, Grafschaft Glatz, ist von ein«» großen Feuersbrunst heirngesucht worden. Das Feuer ist tm CaSpan'fchen Grundstücks auSgebrochen, hat daS Nachbargrundftück am Ringe ergriffen, ist bann auf die h?r^T?Änffn?b MarrgebSude übergesprungen unb hat noch bie ganze rechte Seite j£r £opfergQffe, sowie bte Brunnengasse bis zur evangelischen Kirche lufamm/n 20 SeÄ6un0eanb bfe kathol-sche Kirche etngeäschert. 17 Feuerwehren waren aus verschtebenen Platzen zur Stelle. Auch baS PostgebSude hat bereitsaebrannt d'k Balkons nebst ben Thüren sinb vernichtet. Die Post selbst^ und die ganze Oberstadt sind^obdach^s QUä> bQ§ $)ö^ bc6 deutschen Hauses brannte bereits. 84 Familien

,lVerbandpäckchen.) Die hier jüngst stattgehabte Conserenr bemnr- ragender ^hlfärätÄte, Chirurgen und Hygieniker hat die Frage des ersten Verbandes Schlachtfelde unb der Ausrüstung jedes Soldaten mtt sog.Verbandpäckchen* im ©inne der antiseptischen Wundbehandlung entschieden. In letzterer Beziehuna batte TC<RÖCtSf?f{n?ffa D0T I nJ0er^crft verschiedene Vorschläge gemacht worden. So datte 3--ö. Professor Esmarch tn Kiel den Vorschlag gemacht, den Salicvltamnnn einzuführen unb zwar tn der Weise, daß jedem Soldaten- k9Salicyltampons eingenäht werden. Diesem Vorschläge stand tamn^n5?^!^ ßl K, b°6 Tmtt bc Naßwerden des Rockes die im Salicyl- tampon enthaltene Salicylsäure verloren gehe. In neuerer Zeit gelang es dem Dro- mlrAoa' n?cnA c<n Pkrbandzeugpäckchen in Briefform herzustellen

we^e? ?Sll5![?urC/ ^?^v!watte, eine Binde unb eine bei Knochenbrüchen rc. zu be- ®le(üWene entölt und von mit Theer impräanirtern Pergamentpapier

K r?C^na?lgen?nter' überhaupt gegen Nässe und Feuchtigkeit geschützt

W. Dieses Verbandpäckchen toll in der linken Brusttasche des RockrS getragen ober tn dieser Zegenb, zugleich zum Schutze für das Herz, eingenäht werden. 0 6 ,n

- n ^lbe/feld, 27. Mar. Das Dynamit-Verbrechen im Albert Willemsen'schen schreibt die^E. Z ", voraussichtlich nicht hier, fonbern vor dem Verhanblung, ba bte Anklage mtt dem Attentatsversuch auf

welcher in dieser Charge Stanley's Exvedition im Niadigebiet begleitete, anvertraut ^n. Der genannte Öfftder, ein geborener Hamburger, fei bereits am 18 d. M mit dem DampferOphelia" von Hamburg nach London, unb am 22. b. M. von Plymouth rn-t oer^deutschen CorvetteElisabeib" nach Cavstadt ab gereift.

Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen»

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

Samstag, den 31. Mai.

Itachmlttags 2 Uhr: Beichte, Pfarrer Dingeldey.

1. Psingstfeiertag, den 1. Juni.

Vormittags 9V2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

m Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Studirenden Gottesdiensten Kollekte zur Unterstützung armer Theologie- Kinderkirche: Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Schlosser.

2. Pflngstfeiertag, den 2. Juni.

f_ c. Vormittags 9Jt Uhr: Pfarrer Dingeldey.

Confi rmatio n.der Mädchen und Feier des heiligen Abendmahls. A wird gebeten, die 10 ersten Bankreihen vom Altar der Kirche

ans für bie Angehörigen der Confirmandinnen frei lassen zu wollen.)

m r Nachmittags 2'/r Uhr: Pfarrer Schlosser.

dudeu Gottesdiensten Kollekte für die Armen unserer Gemeinde.

,u r, ^maulr?30Vc.'1- 4- Juni, soll das Jahresfest des Gießener Zweigoereins der W^?/n i7bc.0^L"??Utung in Steinbach gefeiert werden; Festgottesdienst Vor­mittags 10 Uhr, Professor Dr. Gott schick; am Nachmittag sindet eine Nachversamm­lung im Freien statt.

. ",Von Sonntag, den 8. Juni, an werden die beiden Gottesdienste Vormittags 8 und 9^/2 Uhr gehalten werden.

Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 1. bis 7. Juni besorgt: Pfarrer Dr. Naumann.

Katholische Gemeinde.

(Heiliges Pfingstfest.)

aiX: Uhr: Frühmesse und Austheilung der hl. Commu-

mon. V2IO Uhr: Hochamt und Predigt. 2 Uhr: Festandacht, nach derselben Beichte-

0 Vhr an: Beichte. 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der hl. Commu- mon. '/2I0 Uhr: Hochamt. 2 Uhr: Andacht.

NB. Am Sonntag ist Vigilfasten; nächsten Mittwoch, Freitag und Samstag Quatemberfasten.

Gottesdienst in der Synagoge.

Pfingst-Feiertage.

Freitag Wend 7» Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uh» Samstag Abend 8&o Uhr.

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Die am 26. d. Submission auf T bei der Kirche zu L o genehmigt, und Offerten hieraus, wel versiegelt einzureiche R «. Juni d. ; il Uf)r, angenommen

Londorf, am 3. D 3754

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Die am 26. April iJagdverpachtungderC i wurde nicht genehmü jselbe

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Nachmittags ur aui hiesigem Rathha weitige sechs Jahre v Langd, am 26. M Grosih. Bmgerme

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Gießen, den 30. Ai

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