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SelterSthor.

Stadtverordneten-Sitzung am 4 Uhr.

7 . Ausbau der Ostanlage.

8 . Ausbau der Wilhelmstraßc.

9 Ueberwölbuna des Schoorgrabens in der Westanlage.

10 Den Steg über den Schoorgroben nach dem Wode scheu Garten betr.

11 Dm Fußweg über die Gansacker nach dem Philosophenwald bett.

12 . Der Feldweg In der Lichtenau.

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Die Quellwasserleitung.

Zurücknahme verpachteter Triebviertel.

Vermiethuvg des OctroierheberhSuschens am .

Ntoelltrungsplan für die im Heegstrauch anzulegenden Wiese«.

Wiegen, 29. Januar. Tagesordnung für die Donnerstag den 31. Januar 1384,

Prüfung der Rechnung vom Jahre 1882/83. Octroirückvergütung an das Militär.

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Der Mord von Moridsdorf.

Wien, 25. Januar.

Am 15. Deccmber v. I. war Floridsdorf der Schauplatz eines schändlichen Verbrechens, indem der Pottzeiconclpfft Hlubek meuchlerisch ^^rdet wurde und schon wieder ist dort eine gleiche Schandthat begangen worden. Der Verlauf derselben ist folgenber:^ £(n ungemein tüchtig und xfl!chteiskig bekannter Detektive, wohnt Mühlschüttel Nr. 140 im Hause seiner Schwiegereltern. Heute früh um 3/ r nhx entfernte er sich aus der Wohnung, um sich auf das Polizei-Commissariat in Floridsdorf zu begeben. Der Weg von seiner Behausung zum Commisfanate führt über ein weites ödes Feld und dann durch eine Schottergrube von großer Ausdehnung, die unaesäbr zwei Meter tief ist. Von der Floridsdorfer Hauptstraße ist die Schotter- ^rube beiläufig 500 Schritte entfernt. Detektive Ferdinand Blöch hatte nun, wie er­wähnt, diesen Weg eingeschlagen und war ungefähr in der Mitte der Schottergrube angelangt, als ein unbekannter Mann auf ihn zuttat und ehe er sich besten versah, Latte der Fremde aus einem Revolver großen Kalibers e ne Kugel -e-e«i ihn abgefeuert. Dieser Schuß verfehlte seine Wirkung, er traf den Detektive an der recht-« Handfläche und Blöch, welcher zu densinken" Menschen gehörte, stürzte sieg auf den Angreifer und versuchte ihm den Revolver mit der linken Hand zu Entreißen. Der Mörder konnte gleichwohl noch zwei Schüsse abgeben, der eine ging in Ne linfe ©ru^, ber undere in den Kopf. Blöch stürzte zusammen und starb bald darauf. Auf den Schuß eilten verschiedene Personen herbei. Der Erste, der auf dem Platze erschien, war de. Schuhmacher Johann Bieter, dessen Garten in seinem rüdwSrttgen an die

Schottergrube grenzt. Er eilte zu der Gartenplanke und sah dort, ww ein Mann sich über einen andern beugte, der auf dem Boden lag, und ihm die Uhr aus der Tasche riß. Ehe B^er aber zu der betreffenden Stelle gelangen konnte, hatte der Un- Lekannte bereits die Flucht ergriffen und zwar wendete er sich gegen das alte (Strom; rett der Donau, das etwa 1000 Schritte vom Thatorte entfernt ist. Bäcker, den ein Blick auf den regungslos daliegenden Detektive, den er seit Jahren kannte überzeugt hatte, daß hier ein Mord geschehen sei, lief unter lauten Ruttn Enteilenden nach und alsbald schlossen sich ihm zahlreiche Personen an. Der Mörder lief mit unge­heurer Geschwindigkeit querfeldein, die Verfolger unermüdlich hinter ihm brdn und nach wenigen Minuten angestrengtesten Laufens hatte er bas Ufer des alten Donau- betteS erreicht und unterhalb des letzten Ausläufers der F/oridsdorfer Eisenbahnbrücke übersetzte er den seichten Donauarm, indem er über die in s Wasser gelegten großen Steine Hinwegschritt. Am jenseitigen Ufer, rechts °om Gisinbahndamm der waren mehrere Taglöhner bet der Schottergewinnung beschäftigt. Diese, die schon den großen Lärm von Western gehört hatten und nun sahen, w e «.n von einer großen Menge verfolgter Manu über das Wasser daherkam, ermatteten den Flüchtling, um ihn gleich beim Betreten des Ufers festzunehmen. Der Unbekannte aber schwang in jeder Hand einen Revolver und drohte Jeden niederzuschießen, der sich ihm nähern würde. Die Meisten wichen vor dieser Drohung scheu zurück und der Mörder wäre möglicherweise entkommen, wenn sich nicht einige wuthige Manner gesunden batten, die, her eigenen Lebensgefahr nicht achtend, auf den Mörder zugegangen waren. Es waren dies die Taglöhner Ferdinand Mellon, Johann Piller, Leopold Slroh und August Birner, die dem davoneilenden Mörder nachliefen.

Mellon war der Erste, der ihn erreichte. Der Unbekannte feuerte rasch hinter­einander aus einem seiner Revolver zwei Schüsse gegen Mellon ab, die ihn beide am rechten Fuß schwer verwundeten und sofort hinftteckttn, so daß er spater vom Platze getragen werden mußte. Als sich der Mörder anschickte, den dritten Schuß abzufeuern, strauchelte er plötzlich, der Schuß ging fehl und in diesem Moment hatten ihn schon Stroh und Piller gepackt und ihm den Revoler aus der Hand gewunden. Die beiden genannten Arbeiter, die jeder eine Hand des Mordgesellen festhielten, eskortirten hn Sann, unterstützt von der mittlerweile herbeigekommenen Wache, auf das Commissariat. Auf dem Wege dahin versuchte der Verhaftete einen teuflischen Plan auszuführen. Er «achte nämlich seine linke Hand ein wenig locker, machte eine Bewegung gegen seine Tasche, als wollte er sein Taschentuch hervorholen, zog aber statt dessen eine Dynamit- watrone hervor, die er mit voller Kraft zu Boden schleuderte. Der Mörder hatte ge- Lofft, daß die Dynamitpatrone auf einen Stein auffallen, zur Explosion kommen und eine fürchterliche Verheerung anrichten werde. Glücklicher Weise kam dieser entsetzliche Plan nicht zur Ausführung, weil die Patrone auf weiches Erdreich auffiel und dort Hecken |^3^an ^en Mörder auf das Polizeicommiffariat eskortirte, drohte das Volk, in welches die Kunde von dem entsetzlichen Verbrechen mit Blitzesschnelle gedrungen,

UveifelSohne das bisherige Ansehen bewahren und auch in denjenigen Kreisen die ver- BÄrtnnung find.n -- ttr foMe b'sb-r °«,°gt °-md- Dam. f« b«

Vorsitzende die Session. Herford dankt dem Minister für die Leuung oer welche in hohem Maße die Sachlichkeit und Ersprießlichkeit der Berathungen ge-

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atUD1®öttinngene,n828a8ganUar. Der bekannte Professor Dr. Klinkerfues tzat sich heute auf der hiesigen Sternwarte erschossen.

Dresden, 28. Januar. In der zweüen Kammer wurde heute der Antraa die Regierung m ersuchen, dem gegenwärtigen Landtage noch em Gcfetz 7°rzulegen wonach böswillige und schuldbare Steuer-Restanten einem Verbot des Besuchs von Schank- und Tanzstätten unterworfen werden dürfen, nach hestiaen Angriffen von Seiten des Abg. Bebel zur Schlußberathung verwiesen.

' München, 28. Januar. Wie dieAllg. Zeitung meldet, ist heute in Bregenz der durch verschiedene vädagogische Schriften bekannte Schriftsteller

Irtnu"^.be^bSSr«±t^®« K..-gsmin.st-rlegt-h-u.e zwei oor^ b-treff-nd eia-n außkrardknMch-n Credtt für die

varmnx «nb für den Neubau einer Kaserne in München, sowie sUc -vtluimLüurcrl Deckung ohne Anl-h-n.. Erört-rung der Vetttionen betreffs des Officier-Consumv-reMS wird der Antrag des Adg. puppert, du LiLki.S'7.", '.7 SiÄM »

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Ddä^erung des Arrondirungsgcsetzes wurde zmückgezogen, nachdem die Regierung für Äen Kadiften Landtag eine allgemeine Revision zugesagt.

Wien, 28. Januar. Ein socialistischer Agitator, angeblich Brullmatzer heißend und zuletzt in der Floridsdorfer Pappendeckelfabnk beschastlgt, ist unter Verdacht der Mitwiffenschaft des Mordes an Bloech gestern am Sudbahnhofe verhaftet. Brüllmayer war am Thatorte gesehen worden, als der Mord Derübl^u^e^ Januar. Eine Telegramm derTimes" aus Khartum vom 25. ds. meldet: Der Versuch der von hier ausgesandten Dampfer, die Pontonbrücke über den blauen Nil zu zerstören, ,rst wegen des feigen Gaffer- standes mißlungen, die Aufständischen griffen die Dampfer an, wurden aber nach heftigem Kampfe mit starken Verlusten zurückgeschlagen.

Laurvik, 28. Januar. Heute früh brach in dem am dichtesten bebau­ten Stadttheil Feuer aus, durch welches viele Häuser zerstört wurden. Mittags -war das Feuer noch nicht gelöscht.

Verwischtes.

Darmstadt, 26. Januar. Im Laufs des 4. Quarttls 1883 ftnb non Sr. Köntgl. Hoheit dem Gcoßherzog u. A-^nachstehende Sttfrungen und Vermüchtmffe bestätigt Ul>d hiernach die betreffenben Behörden zu deren Annahme ermächtigt worden^ Das VermächtAitz des Fabrikanten Gustav d'Orvrlle zu Michelstadt die ttrangelische Kircke daselbst im Betrage von 2000 JL, behufs Verwendung der sährüchen Binsen zur Anschaffung von Kleidungsstücken für bedürftige Confirmandkn; die Schenkung mch^rer Ungenannten an di- katholische Kirche zuHamdach zu Gunsten ^irckendaues in Unter-Hambach, bestehend in einer 4procentigen Eltsadethbahn-Prioritat im Nominalwerthe von 400 das Vermächtntß Sr.Köntgl. Hoheit des hochstseligew Großberzoas Fnedrich Flanz II. von Mecklenburg-Schwerin an das Dttlkomssenhaus ^Lfabetbenßtft^ in Darmstadt, im Betrage von 6000; folgende Schenkungen an die vorgenannte Anstalt: a. der Frau Schaoel in Darmstaot iüc den Neubau 300 d der Sparkasse G'.-Gerau 200 c. der Mathildenststtung in Darmstadt 200 d. der Wtttwe eines hümgegangen. n ehemaligen Darmstädters 3- B- -um^Anbenken desselben für ein Fretbett 2000 e. einer ungenannten Freundm des HaMes zur Johannastistung" 300 die Schenkung der Mathlldenstiftung für bie Provinz Starkenburg an das Mathilben-Landkrankenhaus zu Darmstadt, iw; Betrage von 200> 9

bie Schenkung des Pfarrers Bott zu Heusenstamm an die katholische Kirche zu Oberts­hausen, bestehend in einem Altarbild rm Werthe von 1200 die Schenkung der Katharine Allendörfer zu Kle'n-Rohrheim an die katholffche Küche zu Gernsheim zur Stiftung zweier jährlicher Aemter, un Betrage von 300 das Vermächtniß des Geheimen Oberconsistorialraths Frey zu Darmstadt an den K<rchenbanfondS der ver­einigten evangelischen Civilgemeinde daselbst, im Betrage von 350 X. die Scheukuns des Rendanten i. P. Georg Philipp Usinger aus Minheim an die Gebinde Reinheim zu Gunsten der dasigen Lehrer, im Betrage von 2000 cX; dos Vermächtnttz des SBenbek Spengler zu Nieder-Ramstadt an die evangelische Kirche daselbst zu Gunsten der OrtS- ormen, im Betrage von 200 die Schenkung der Erben der Freihaut-Häuser »chen Eheleute und deren Tochter an die katholische Kirche zu Biblis zur Stiftung zweier jährlicher Aemter, im Betrage von 300 «A; die Schenkung mehrerer Ungenannten an die katholische Kirche zu Hambach zu Gunsten der Pfarrdotation daselbst, bestehend in einer öprocentigen Erzherzog-Albrechtbahn-Priorität im Nominalwerth von 400 die Schenkung der Wtttwe Katharine Nack, geb. Rettig, zu Heppenheim an die katholische Kirche daselbst zu Gunsten des projeettrten Kstchsnbams, unter Vorbehalt lebens­länglichen Biusengenusses, im Betrage von 200 die Schenkung der Barbara Stubenrauch zu Heppenheim an den Benefiziatsond daselbst zur Stiftung zweier heiligen Messen, im Betrage von 200 die Schenkung des Spar- und Hülfsv?r-ins Hirsch­horn an den katholischen Hosyttalfond daselbst im Betrage von 200 die Schenkungen an die evangelische Kirche zu Geinsheim von Seiten beS Fürsten zu Jsenburg- Birstetn, des Architecten Profeffor Schmidt zu München und des Fabrikanten August Frowein nebst Frau zu Elberfeld, bestehend in gemalten Chorfenstern, im Werthe von 400, bezw. 250 und 250 Jt, und des evangelischen Kirchengesangvereins zu Geinsheim, bestehend in einem Kronleuchter von Schmiedeeisen, im Werthk. von 300 «A

Frankfurt, 24. Januar. Ein junger Frankfurter, der seit mehreren Jahre» in Paris eine einträgliche Stelle bekleidet, versäumte es, sich bet den hiesigen Control- Versammlungen zu stellen, bezw. vorher um Urlaub einzukommm. In Folge defferc wurde er zu 20 Tagen Arrest oerurtheilt. Gestern traf er, wie dasJnt -Bl." mit- theilt, zur Verbüßung dieser Strafe hier ein; wenn dies geschehen, geht er wieder nach Paris.

Wenn die bekannte Firma I. C. Schmidt in Erfurt eine neue Auflage ihrer Cataloge in die Welt schickt, so ist jeder Empfänger, so erschöpft das Thema auch zu sein scheint, überzeugt, immer wieder etwas Neues zu finden. So enthält der IM i erschienene Samencatalog für 1884 wiederum eine stattliche Anzahl von Neuheiten ttn Blumen- und Gemüsesamen neben alten erprobten Nummern und empfiehlt sich der I hübsch geordnete, reichhaltige Catalog dadurch von selbst.

lrb^eftitn Abend 3/4W Uhr brach In einer Scheuer der Neustadt Feuer aus. welches clöbalb gelöscht wurde und keinen größeren Schkden als das Anorennen einiger Balken und Pfosten verursachte. Das Feuer war auf dem Heuboden entstanden. .

hn m.tenlater au lynchen. Dieses Vorhaben würbe aber durch die Wache, welche uns den Arrest°^en ciniii Eordo!i geschlossen^ verhindert. schlanker Statur.

e<n Äd OTf ÄenT ta den besseren StLnden angehört. Trotz aller Bk- De^^nn?n her SoltiSeWb? war aus dem Attentäter nicht herauszudringen wie er mühungen der PolMvevo weigerte sich entschieden, jede darauf bezügliche

unb US seiner SprLlw-i -ist nur zu .n.nehm-n ba6 er ein Norbd-u.sch-r l°m-ste In s-.nem Besitz- sand man 100 Stück geölte lotter.

Ä®J«b* 'st. datz Ferdinand Blöch b-rstlb- D-,«kt!-e ist, Bemnkmsw riy v v Brodausträgeis Ferdinand Schauffhauser vorge- der seinerzeit Ne M f «mer der Anklage steht, drn Polizei^Conciptsten Ferdinand v I Nachts auf bemW von JedttrSdors nach Flonds- m baden Auß-lbem wurde conftatnt: Di- Krankenwörterin K Ich-

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Kiesten, 28. Januar. sTheater.j Der Erfolg, der dem Humor- und melodienreichmBettelftudenten" bei seiner ersten Aufführung zu Theil geworden, ist ihm bis heute treu geblieben. Wir waren angenehm erstaunt, ein uahezuaus- »rrkauftes Haus zu gewahren und nicht minder angenehm berührt durch Spttl und Gesang der beiden Damen, die die bisherigen Inhaber der Rollen des Bettelstudenten Svmon und der Laura ersetzen sollten. Das Spiel des Fraulein Sophie König, zeigte die Allüren emer echten Soubrette. Die gesangliche Ausgabe ihrer Rolle loste die Künstlerrn in höchst zufriedenstellender Weise. Sie verfügt über eine leicht an- sprechende nach Höhe und Tiefe gleich ergieb ge, ziemlich kräftige und gut gefaulte Stimme Fräulein von Menthon fehlte durch ihre 6Eg« Erscheinung und ihre frische Stimme, obwohl wir mit der Auffassung ihrer Rolle nicht ganz einverstanden sind. Im Duett im zweiten Acte W bm gatt") leifaten beibe Gäste Aus­gezeichnetes. Alle übrigen Mttwnkenven waren wacker auf ihren Posten.

Am Sonntag Abend gegen 9 Uhr geriethen ^olhaten und Civilisten in der Wallthorstraße in Streit, wöbet ein Ctvttist einen e-abelbieb auf ^n Kops erhielt und etn Soldat derart am Auge verletzt wurde, daß er wohl dasselbe ein»

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soll -bie Mei Mgebrauch^ weitere sechs MthhM oj steigert weri werben im farnit gemach M PachMt bem Zjirgem gesehen werde:

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