Einzelbild herunterladen

Mom, 24. Juni. Bei dem Strike der Schnitter in der Provinz Rovigs schritt das Militär ein. Einige Personen sind hierbei verwundet worden.

Odeffa, 24. Juni. Der Adjutant der Gensd'armerie, Kapitän Gidscheu, wurde in seiner Wohnung mit durchschossener Schläfe und einer Dolchwunde in der Brust tobt aufgefunden. Wahrscheinlich liegt Selbstmord vor.

Paris, 25. Juni. (Privat-Depesche.) Nach osficieller Meldung aus Toulon von 5 Uhr Nachmittags sind gestern bei der Civilbevölkerung ein einziger, im Marinehospital kein Choleratodesfall vorgekommen. Die neuen Fälle scheinen nicht schwer zu sein.

vorgekommen. Gegen 8V2 Uhr Abends verbreitete sich in der Vorstadt Nunawino das Gerücht, Juden hätten ein Christenktnd entwendet und in die Synagoge gebracht. In Folge dieses Gerüchts fand eine Zusammenrottung des Pöbels vor der Synagoge statt. Die Polizei vermochte anfänglich nicht die Tumultuanten auSeinanderzutreiben und erbat Verstärkung. Bald darauf erschien der Gouverneur und befahl, daß von Seiten des Militärs, das sich in einem Lager außerhalb der Stadt befand, Hülse ge­leistet werde. Inzwischen hatte der Pöbelhaufen vorübergehende Juden überfallen und mißhandelt, war in die Synagoge eingedrungen und hatte die dort Anwesenden miß­handelt. Die Volksmasie war mittlerweile auf ca. 2000 Personen angewachsen; ein Theil derselben wendet sich gegen ein Haus, in welchem eine jüdische Familie wohnte und dewoltrte daffelbe, ebenso wie noch andere von Juden innegehabte Wohnungen. Die Insassen der letzteren flüchteten. Den vereinten Anstrengungen der Polizei, zweier Compagnien Infanterie und einer Sotnie Kosaken gelang es endlich gegen 10 Uhr die Ordnung wieder herzustellen. Einige Juden sollen getödtet und mehrere verwundet, außerdem 6 Häuser beschädigt worden sein. Ferner ist viel jüdisches Eigenthum zer­trümmert und auf die Straße geworfen worben. Am folgenden Morgen traf ein ganzes Bataillon zur Verhütung einer Wiederholung der Unruhen ein. Den Miß­handelten ist von Se ien der Behörden Hülfe geleistet worden. Die Zahl der vor­genommenen Verhaftungen wird auf 150 angegeben. In Kunawino haben 10 bis 15 jüdische Familien gewohnt.

Lokales.

0 Gießen, 25. Juni. (Sterblichkeit in Gießen.j Die Sterblichkeit war während der Woche vom 15. bis 21. Juni eine sehr geringe, es waren im Ganzen nur 4 Todesfälle zu verzeichnen. Ein Kind im zweiten Lebensjahre starb an Lungen­entzündung, von drei erwachsenen Personen starb eine gleichfalls an Lungenentzünduna eine an Lungenschwindsucht, eine an Schlagfluß des Gehirns.

. Gießen, 25. Juni. (Turnerisches.) Der Gießener Turnverein hieltkgestern Abend m s-inem Vereinslokal (Restauration H. Schnell) seinr tm Monat Juni statt- zustndende ordentliche Hauptversammlung ab. Nachdem über die Vereinsthättgkeit in diesem Jahre ausführlich referirt und constatirt war, daß in jeder Beziehung nur Fortschritte zu verzeichnen stnd, ging man zum zweiten Punkt der Tagesordnung über, Feier des 88jährigen Stiftungsfestes" und wurde beschlossen, dasselbe am 3. AuguL in Wenzels Garten abzuhalten und die benachbarten Turnvereine hierzu einzuladen, dem Programm ist vorläufig festgesetzt: Feftzug, Festrede, Turnen (Freiübungen, voirsthümliches Wcttturnen und Kürturnen), während des Turnens Gesang und Musik, letztere ausgeführt von der ganzen Capelle des 2. Hessischen Infanterie Regiments Nr. 116, unter Leitung des Capellmeifters Herrn Krausse, Pretsvertheilung, Abends Conc^t im Garten und Tanz im Saale. Jedenfalls steht noch sehr vielen Turnern und Turnfreunden das vor 2 Jahren in Wenzel's Garten abgehaltene Stiftungsfest in sehr guter Erinnerung und glauben wir deshalb auch diesmal den Mitgliedern und Freunden einen recht genußreichen Tag versprechen zu können. Bei dem dritten Punkt der Tagesordnung:Abhaliung von Gau- und Kreisfest" gibt der erste Sprecher die Einladungen zu genannten Festen bekannt. Elfteres wird am 13.14. Juli er. in Homberg a. d. Ohm, letzteres vom 16.-18. August er. in Wiesbaden abgehalten. Hierzu wird noch beschlopen, die Einladungen zu derartigen Festen nicht mehr durch Mitgliedern circuliren zu lassen, sondern alle Einladungen zu Verbandsfesten sollen durch Annonciren den Mitgliedern bekannt gemacht werden und die Eiaze-chnungslisten werden in der Turnhalle von 8-9 Uhr Abends aufgelegt- alle sonstigen Einladungen durch Bekanntmachen in der Turnhalle und Anschlägen am schwarzen Brett. Indem schließlich noch zu einem recht regen Turnbetrieb aufaeforderl und den Mitgliedern bekannt gegeben worden, daß die Turnhalle jeden Abend geöffnet an der Gesangsabtheilung eingeladen, wurde die Versammlung nach 11 Vr Uhr mit einem kräftigenGut Heil" geschlossen. 8

Gießen, 25. Juni. Der Concert-Kalender dieses Sommers ist seit gestern um einen rechten Fest- und Gedenktag bereichert. Der Liederabend der Tyroler Concert-Sänger-Gesellschaft Ludwig Rainer aus Achensee hat ein Anrecht auf einen festen Platz in unserem Gedächtniß. Die intensive Wirkung, die sie erzielte, beruht nicht vorzugsweise auf der Gewalt, welche dem herrlichsten Instrumente, der Vereinigung ^^.^nschlichen Stimmen, zu eigen ist, es ist in erster Linie die Macht der künstlerischen Vollreifen Persönlichkeiten verbunden mit der verlässigsten Technik und feiner Nüancirung in Dynamik und Tempo. Das Programm, eine Auswahl von Gediegenem und Gutem, bot mannigfach wechselnde Stimmungsbilder, die die Sänger ZEt^ponirender Spannkraft und in stets stilgerechtem Vortrage entfalteten. Reicher Beifall lohnte auch die meisterlichen Vorträge auf der Streich- und Schlagzither und auf dem Holz- und Strohinstrument. Nach jedem Applaus ließen sich die liebens- würdigen Künstler noch zu einer Zugabe bereit finden. Der Saal des Wenzelffcherr Etablissements war dicht besetzt.

m .. ~ Auf an uns gestelltes Ersuchen bemerken wir, mit Bezugnahme auf die gestrige Notiz im Anzeiger bett. Blumendtebstahl auf dem hiesigen Friedhöfe, daß die Handels- qartnerei von Herrn Carl Berger an der Grünbergerftrsße nicht im Mindesten bei dieser Affaire betheiltgt ist und kein Verdacht auf solche fallen kann.

Telegraphische Depesche«.

Wolff'S telegr. «orresporrdem-Wnrea«.

Wiesbaden, 24. Juni. Der König und die Königin von Griechen­land sind zum Kurgebrauch hier eingetroffen. Dieselben wurden am Bahnhofe von dem Könige und der Königin von Dänemark und von ihren Kindern empfangen.

Berlin, 24. Juni. In dem Reichstag wurde heute das Militär-Reliktengesetz in 2. Lesung auf Grund des Commisstonsberichts berathen. Bet dem 8 1, welcher von der Verpflichtung zu W'ttwen- und Waisenkassen-Beiträgen handelt, beantragt der Abg. v. Gerlach die Wiederherstellung des von der Commission gestrichenen, die Befreiung von Beiträgen betreffenden § 2 der Regierungsvorlage. Der Abg. Frhr. v. Minnige- rode trat gleichfalls für die Wiederherstellung deS 8 2 ein, während der Abg. Baum­bach die Officiere mit demselben Maß gemessen haben wollte wie die übrigen Reichs­und Staatsbeamten. Durch den bayerischen Bevollmächtigten zum Bundesrath, v. RäS- feldt, wurde die Erklärung abgegeben, daß Bayern mit diesem Gesetze und seinen Grundlagen um so mehr einverstanden sei, als die Regelung des Reliktenwesens in Bayern gegenwärtig nur eine provisorische sei und eine Neuregelung der Zuschüsse für das bayerische Contivgent im Sinne dieser Vorlage schon lange beabsichtigt werde. Der Abg. Prinz Carolath sprach für die Commissionsfassung, ebenso auch der Abg. Windt- borst. Hierauf erklärt der Kriegsminister, Generallteutenavt Bronsart von Schellen­dorff, daß die Regierung mit den Beschlüssen der Commission bis auf einen Punkt einverstanden fei; sie müsse nämlich auf die Wiederherstellung des 8 2 der Regierungs­vorlage dringen. Die Annahme der Commissionsfassung seitens des Bundesraths sei ausgeschlossen. DaS alleräußerste Entgegenkommen wäre die Annahme des von dem Abg. Frhrn. v. Minnigerode gestellten Vermittlungsantrags, nach welchem die unver- heiratheten Officiere 1 pCt. ihres Gehaltes als Wittwenkaffen-Beittag zahlen sollen, während die Commission die Zahlung von 3 pCt. verlangt. Bei der Abstimmung wurden die Anträge der Abgeordneten v. Gerlach und Frhrn. v. Minnigerode abgelehnt und dagegen die 88 2 und 3 in der Commissionsfassung angenommen. Eben­so gelangte auch der Rest des Gesetzes nach den Anträgen der Commission zur Annahme.

Hierauf wurde noch eine Reihe von^Petitionen erledigt und die Wahl des Abg. Leuschner für ungültig erklärt.

Nächste Sitzung morgen.

Wien, 24. Juni. Wie diePreffe" meldet, hat der Ministerpräsident Graf Taaffe die Mitglieder des obersten Sanitätsrathes zu einer Sitzung ein­berufen, an welcher wahrscheinlich auch hervorragende Kliniker Wiens Theil nehmen werden. Dem genannten Blatte zufolge dürfte es sich um die Berathung von Maßregeln handeln, welche anläßlich der in Toulon vorgekommenen angeb­lichen Cholerafälle zu ergreifen sind.

Pari-, 24. Juni. Eine dem Marineministerium zugegangene Depesche aus Toulon meldet, daß seit Sonntag Abend in den Marine-Hospitälern kein weiterer Todesfall an der Cholera vorgekommen ist.

Paris, 24. Juni. DerTemps" hält den aus Marseille kommenden beun­ruhigenden Gerüchten gegenüber die Thatsache aufrecht, daß aus Toulon gestern nur 5 Cholera - Todesfälle, indeß 14 neue Erkrankungen gemeldet worden. Alle In­formationen berechttgen zu der Hoffnung, daß die Epidemie localisirt bleiben werde. Der Bericht des Dr. Fouvel sagt ebenfalls, die Cholera in Toulon sei nur eine ^oradffche, wie die von 1883 in den Londoner Docks, und nur durch die ungünstigen Verhältnisse Toulons erzeugt. Es sind strenge Sicherhestsmaßregeln in Toulon ge­troffen. Sämmtliche Landtruppen und Marinemannschaften ToulonS sind in Feldlager vertheilt, auch in Marseille und anderen Orten sind Maßregeln gegen die Einschleppung der Cholera ergriffen. Alle Reisenden, die aus der Gegend von Toulon kommen, werden bei der Ankunft in Paris einer sanitären Untersuchung unterworfen. Der Gesundheitszustand in Marseille ist sehr gut, ein verdächtiger Fall bisher nicht gemeldet.

Loudon, 24. Juni. (Unterhaus.) Fitzmaurice theilte mit, die Regierung verlangte telegraphisch Auskunft über die Cholera in Toulon. Dilke erklärte, daß die vorjährigen Vorsichtsmaßregeln gegen eine Einschleppung der Cholera fortbestehen. Hartington theilte mit, das Gerücht von einer Niedermetzelung der Garnison in Berber sei unbestätigt. Gestern in Suakim angekommene Pilger, die Khartum vor 40, Berber vor 24 Tagen verlassen, berichten, Khartum sei in den Händen der Regierung. Dampfer träfen daselbst ein und Zeugen ab. Zwischen Berber und Khartum wären nur wenige Araber. Gladstone erwiderte auf verschiedene Anfragen, England konsultirte die Mächte über das englisch-französische Arrangement, die vollständigen Antworten ständen noch aus. Die Konferenz werde aber deshalb nicht verschoben, da sie nicht auf das Arrangement Bezug habe, sondern auf die egpptischen Finanzen, welche eme sofortige Behandlung erheischten. Gladstone versicherte von Neuem, daß dem Parlamente betreffs des Konferenzbeschlusses die volle Aktionsfreiheit bleibe.

London, 24. Juni. Der diplomatische Schriftwechsel über die Con- ferenzfrage enthält eine Depesche Granville's an Lord Ampthill in Berlin vom Aer Datsche Geschäftsträger in London dem Lord Granville mrttheilte, die deutsche Regierung sei bereit, an der Conserenz Theil zu nehmen, wenn die übrigen Mächte ein Gleiches thun würden. Die österreichische Regie­rung habe ihre Theilnahme unter der Bedingung zugesagt, daß die Conferenz auf dle m der englischen Circularnote erwähnten Punkte beschränkt bleibe und die übrigen Machte die Conferenz ebenfalls acceptirten.

~ Die Führer der Opposition im Unterhause werden sich heute über ihre Haltung gegenüber dem englisch-französischen Abkommen schlüssig machen. DerStandard will wissen, die Opposition werde einen Angriff aus die Politik der Regierung bezüglich Egyotens bis nach der Conferenz verschieben, alsdann aber einen Tadelsantrag einbringen.

London - 24. Juni. Es Bedeutet, die Versammlung der conservativen Fübrcr "Bringung eines Tadelsvotums keine Entscheidung getroffen. Voraus- sichtlich findet noch eine andere Versammlung statt. 8 Tr ^orau0'

bte Bill zum Schutz ber Mädchen gegen Verleituna zu unsittlichem Lebenswandel mit 101 gegen 45 Stimmen an. 0 0 Emung

Vermischtes.

.. f s EX. Mittelrheinisches Musikfest in Mainz.) Es wird uns in Bezugnahme aus dieses am 6^ 7. und 8. Juli d. I bevorstehende Fest Folgendes mitgetheilt:

Mtttelrheinischen Musikfeste wurden 1855 zwischen den Städten Darmstadt, Mannheim, Mainz und Wiesbaden vereinbart und sollten jedes zweite Jahr stattfinden. Aber mangelnde Räumlichkeiten, in Folge davon große Kosten und däusiges Deficit haben die Zeitzwischenräume etwas verlängert, so daß wir jcht nach 30 Jahren erst X- SNgrkommen stnd, das Mainz übernommen. Es wird gleichzeitig das fünfzig­jährige Vestehen der Mainzer Liedertafel und die musikalische Einweihung der neuere Swdthalle gefeiert, weshalb der Mainzer Verein die größten Anstrengungen gemacht, das Fest fo würdig als möglich zu begehen. Außer den 400 Sangern von Mainz und den verbündeten Feststadten von Mannheim und Darmstadt find noch die Vereine von Wiesbaden, Offenbach Gießen und Bingen hinzugezogen, so daß ein vorzüglich geschulter Chor von über 1000 Sangern den bewährten Ruf der mittelrbeinischen Aufführungen aufrecht erhalten wird. Es kommt dazu ein Orchester von 150 Künstern, den besten Mittel- und Süddeutschlands, unterstützt von einer ganz neuen ^.stimmigen Orgel von der berühmten Firma W. Sauer in Frankfurt a. d. O. Was bic Solisten betrifft, so brauchen wir nur die Namen der Damen Frau Will von Wien, Fräulein Spieß von Wiesbaden und der Herren Götze von Köln und Staudt gl von Karlsruhe m nennen, um der wärmsten Anerkennung und Sympathie gewiß zu fein.

Am ersten Tag des Festes, Sonntag den 6. Juli, kommt derMessias", jenes wunderbar jugendfrische Werk des Handel'schen Genius, zur Aufführung, daS dieses Jahr fast von allen großen deutschen Musiksesten gewählt worden. Die Mitwirkung eines Knabenchores von 80 Stimmen, sowie zeitweilige Theilung des GesammtchoreS gibt zu sehr schönen Nüancirungen Veranlassung. Am 2. Tag wird als Gegensatz dazu ein allermodernstes WerkTriumphlied von Brahms" gebracht: daS durchaus ooppelchorig, mit feinen reichen Verzierungen und herrlichen, lyrischen Schönheiten ? 5? großartiges Renaissance-Gebäude, gegenüber dem antiken Tempel des MessiaS dasteht. Der 23. Psalm von Schubert, sowie ein neues Werk von Lux,Coriolan" dramatische Scene, schließen sich als andere Vocalwerke dem 2. Tage würdig an. Die Aufführung sämmtlicher Chorwerke ist, soweit man bis jetzt nach den Proben urtheilen kann, eine ganz vorzügliche. Von den Orchesterwerken will ich nur die L-äar-Symphonie von R. Schumann erwähnen, die von einem so ausgewählten Orchester gewiß aufs Würdigste vorgkttagen wird. Gegen die bisherigen Gewohnheiten der Mittelrheinischen Feste ist dem Programm am 3. Tage, Dienstag den 8. Juli, ein Künstler-Concert hinzugefügt, um den ausgezeichneten Solisten Gelegenheit zu geben, sich in ihren Glanz- Partien zu zeigen. 8

c J;xx2?a3A-Inun,bic gemeinschaftlichen Vergnügungen betrifft, die eine altgewohnte A^gte Eigenthümlichkeit der Mttelrheinischen Feste sind, so bestehen sie aus einem Abendfest in unserer herrlich gelegenen Anlage, am Vorabende des ersten Tages, Montag Abend ein Hallenfest, Dienstag großer Festball und vielleicht am Mittwoch eine Rhein­fahrt nach dem Niederwald.

Sie sehen cs ist für Genüsse aller Art gesorgt und wird gewiß der hcitere Frohstnn und die liebenswürdige L-bhastigk-st der Mainzer Bevölkerung Alles auf, Festtage"» Sim ^miUä} re$ Zahlreichen Gästen schöne und -rinnerungsreiche

Mainz, 21. Juni Bei der Verbringung der Militärsträfling- zur Arbeit maSte einer d-rfelben in der Nähe des Albanusberges den Versuch, zu entfliehen. Der ^" Transport begleitend-G-sreite sandte dem Flüchtigen eine Kugel nach, di-demselben in die Wade drang; der Sträfling brach zusammen, erhob stch aber alsbald wieder nbe.iter-. ^unmehr schoß der Gefreite zum zwesten Male und die Kugel ging dem Flüchtling durch den Leib. Todtltch verletzt, wurde derselbe in das Militärlazareth bal« b£ruf ""schied. Der Sträfling Hatt-Jin- Smonatliche Festungs» hast wegen Fahnenflucht zu verbüßen. (gr. Z.)