Ausgabe 
23.11.1884 Zweites Blatt
 
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selben gelobtet, andere verwundet wurden. Dem Vorgänge lag die Haltung des Präsidenten in der Conversion der englischen Schuld zu Grunde.

Ueber die Regelung der egyptischen Finanzschwierigkeiten hat jetzt Lord Northbrook der englischen Regierung eine Reihe von Vorschlägen unterbreitet. In denselben erklärt Northbrook, um nur die Hauptsache hervor­zuheben, daß die Suspendirung der Schuldentilgung unerläßlich sei, um Rath für die von England zu beschaffende Anleihe von 8 Millionen Psd. Sterling zu schaffen, dagegen sollen die egpptischen Staatsgläubiger im Genuffe ihrer Zinsbezüge gelassen werden. Behufs Erzielung des finanziellen Gleichgewichts würde England nach Rorthbrook'e Ansicht die Kosten für das Occupations- corps selber tragen und auch sonst noch ziemlich tief in seinen Beutel greifen müssen, von welcher Ansicht die englische Regierung schwerlich sehr erbaut sein wird.__

Verwischte-.

Darmstadt. Nach amtlichen Feststellungen sind irn Großherzogthum Hcffen während des Monats September 1884 die nachbenannten Fälle von Viehseuchen vsr- Rekommrn ;

Dre Notzkrankheit wurde am 4. September Bei einem Pferde eines Hotelbesitzers in Juamheim durch die Sectton festgestellt. DaS Pferd war auf polizeiliche An­ordnung getödtet worden. Elf Pferde desselben Besitzers, welche mit dem rotzkcanken mehr oder weniger in Berührung gekommen waren und rückstchtlich derer der Verdacht vorliegt, daß sie den AnfteckungSftoff in sich ausgenommen habe«, stehe» noch unter volizeilicher Ueberwachung. lieber den Ursprung der Seuche konnte bis jetzt nicht« er- mittelt^er en.^ ^^tzfall wurde bei einem auS Schwanheim, im Kreise BenSheim, herrührenden, in der Jährling'schen Pferdeschlächterei zu Darmstadt am 13. September

geschlachteten Pferde constatirt. Auch in diesem Falle konnte nicht ermittelt werden, auf welche Werse daS fragliche Pferd, welches das einzige -seines früheren Besitzer« i« Schwanheim gewesen, infictrt worden ist.

Der Dritte Rotzfall wurde in Wiesbaden constatirt und zwar bei einem Pferde, welches aus W-isenau, im Kreise Mainz, dorthin zum Schlachten verkauft worden war. Drei mit demselben in Berührung gewesene Pferde desselben Besitzer« in Weisenau stehen noch unter polizeilicher Beobachtung.

Unter polizeilicher Beobachtung stehe« ferner roch vier Pserdr auf einem Hofe im Kreise Hroß Gerau- Dieselben haben dort mit rotzkranken Thtere«, welche früher getödtet worden find, im selben Stalle gestanden. Auch in Asthe.m, im Kreise Grotz- Gerau, ist noch ein Pferd, welches m<t einem wegen Rotzkrankhrit aelödteten in einem Stalle gestanden, als der Ansteckung verdächtig unter polizeilicher Beobachtung.

I« Dorndürkheim im Kreise Worms ist unter einem Pferdebestand von 3 Stück eines am 15. September für rotzverdächtig erklärt worden. Der Zustand des dächttgen Pferdes ist noch nicht sistgestellt. Destelbe steht daher noch als der Seuche verdächtig unter Sverre, die andern beiden sind als der Ansteckung verdächtig unter polizeilicher Beobachtung.

Der Milzbrand wurde in folgenden Fällen festgcstellt: In Gießen sm 8. und 30. September je bei einem Rind; in Vrllingen, im Kreise Gießen, am 1. September bei einem Rinde; in Obbornhofen, im Kreise Gießen, am 14. September bei einem Pferde und am 25. bei einem Rind; in Affenhelm, im Kreise Friedberg, am 4 Sep, tember bei einem Rind; in Groß-Breitenbach, im Kreis« Hepvenhelm, am 27. September bei einem Rrnd und einem Schwein; am 25. September in Mainz bei einem aus Wörr, stadt herrührenden Schweine. Das Letztere war in Mainz geschlachtet. Die übrigen angeführten Thiere waren crepirt.

Der B'MchenauSschlag kam unter Rindvieh vor : In Ettingshausen, im Kreise Gießen, in Merlau, Bleidenrod und Nieder Ohmen, im Kreise AlSfeld, «nd in Rieder- Seemen im Kreise Schotten.

Als mit Räude behaftet bezeichnet «erden noch die Schafheerden in den Orten Ulrichste n und Michelbach, im Kreise Schotten und in Hörgenau im Kreise Lauterbach.

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