Hierauf: Coppelta
(Ballet).
f$3lr können die Anschaffung des Buches um so mehr empfehlen, als die Verlagshandlung, um den Bezug zu erleichtern, dasselbe in Lieferungen herausgibt und der Dreis der Lieferung (3 Mark) ein bet dem, wav geboten wird, durchaus Niedriger ist. Erste Lieferungen dürften in allen Buchhandlungen vorräthtg sein. Die Ausstattung in typographischer Beziehung läßt nichts zu wünschen übr'g.
Lucia von Lammermoor.
Schauspielhaus.
Fedora-
Der Bettelstudent.
5 ^^^onnta^den^27. April: Zum ersten Male wiederholt: Am er iranisch»
Revertoir der vereinigten Ztadttheater ;n Frankfurt a. M.
Opernhaus.
Telegraphische Depeschen.
Wolff'* trleZr. Corsssporr-em°DKvearr»
Berlin, 21. April. Wie der „Reichsanzeiger" mittheilt, empfing Seine Majestät der Kaiser heute Nachmittag den Vortrag M Fürsten BiSmarck.
— In dem Befinden der Kaiserin ist ein langsamer Fortschritt wahrnehmbar; der wettere Verlauf der Krankheit erscheint befriedigend.
— Die „Nordd. Allg. Zig." sagt, datz der Zweck der Reise des Dr. Nacht gal der sei, behufs Organisation emer konsularischen Vertretung an der Küste WeftafrtkaS Informationen etnzuziehen und die dort bereits vorhandenen Interessen deutscher An- yehörtgen inzwischen zu vertteien. In den westafrikanischen Gewässern sei eine dauernde Stationtrung von deutschen Kriegsschiffen beabsichtigt. „ ,
— Der 3 Congreß für innere Medicm trat heute unter Vorfitz deS Geheimen RathS von Frerichs zusammen. Etwa 300 Herren auS allm Thetlen Deutschlands und Oesterreichs waren erschienen. Zur Vertretung der Negierung waren Staats- Minister von Bötticher, Unterstaatssecretär Lucanus und Geheimer Rath Althoff zugegem ^^u^ 21. April. Dr. Adolf v. Brüning, ehemaliger Reichstags-
abgeordueter und Miteigmthümer der chemischen Farbwerke bei Höchst, ist heute früh Plötzltch^estorbm. Das in dem Procrsse Schenk gefällte Enduriheil ist gestern -em LaudeSgericht zugegangen. Nach demselben ist Karl Schenk vom Kaiser begnadigt und die Todesstrafe von dem obersten Gerichtshof in lebenslänglichen schweren Kerkers umgewandelt worden. Die Hinrichtung von Hugo Schenk und Schloffarek soll morgen srüh 7 Uhr ftattfinden. t t u a c snri
Paris, 21. April Ein Telegramm des Commandanten des französischen Geschwaders in den chinesischen Gewässern, Admirals Lespes, zeigt an, er treffe Vor- Lereitungen, Amoy zu verlassen und sich nach Futschu und Shanghal zu begeben, sein Aufenthalt in Amoy sei von günstigem Erfolg gewesen.
London, 21. April. Die Herzogin von Edinburgh ist gestern von einer Tochter entbunden worden.
— Dir „Daily NewS" weist in ihrem Leitartikel auf die Nothwcndigkeit einer Aenderung des Ltquidationsgesetzes zu Gunsten Egyptens hin und behauptet ebenfalls, daß deshalb eine Conferenz der Großmächte — wahrscheinlich in London — statt- finden werde.
Bukarest, 21. April. Die Katastrophe im Circus Sidoli ist dadurch entstanden, daß ein Tragbalken des Daches brach, worauf alle Lampen erloschen und Feuer ausbrach. Bet der tn Folge dessen entstandenen Verwirrung sind, soweit bis jetzt bekannt, 5 Personen getobte! und viele verwundet worden.
Zur gest. Beochkuntz
Schristliche Anfragen wegen Auskunftserthchmrg über Inserate rc. können wir nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Nückant^rt beigeleB tft Ueber Inserate bezüglich dertzn Offerten emzureichen sind, fft dte Gxp dmon zu keinerlei Auskunstsertheilungen befugt. Offertendriese sind - owert reme befi-.wmte^ f.fnpnfbciHaeiz Abmachungen actrcttcn wurden — in der Ervedttion abruboien
Eingesandt.
9 Gießen, 21. April.
Dem Einsender in Nr. 92 eine kurze sachliche Erwiderung: Derselbe ist in seinem Recht, wenn er bet dem Verfasser des ersten „Eingesandt «ln Gefühl der Gerechtigkeit voraussetzt gegenüber den anderen Confesfionen unserer Stadt, die nicht in der Lage sino, bei vorhandenen kirchlichen Bedürfnissen an den allgemeinen Stadtsäckel appelltren zu dürfen. Auch unsererseits würde solches E geschehen wenn nicht das officttlle Recht auf unserer Sette wäre. ES ist dieses Recht begründet auf dte vertragsmäßige Verpflichtung der Stadt, zu den Bedürfnissen der evangrltschen K rchen- gemeinde soweit beitragen zu wüsten, als deren übrige Einnahmen aus Kircyen- vermögen rc. nicht h nreichen. Die Hauptfrage dürfte darnach „Liegt hier ein wirkliches kirchliches Bedürfniß vor?" Im Falle der Bejahung wird sich kein Gerecht- denkender der Befriedigung desselben entziehen wollen und auch mit der eveMuellen Zustimmung unserer Stadtverordneten einverstanden sein. Es sind unseres Wissens Verhandlungen im Gang, dte den Zweck haben, obengenannte «u8 der Zeit, da es eine andere als die evangelische Kirchengemeinde hier noch nicht gab, herrührende Verpflichtungen adzulösen, auf deren Resultat jedoch nach unserer Ansicht mit der Aus- führung unseres Antrags nicht gewartet werden kann.
Amerikanisch. Lustspiel!«
Vermischte 4.
Darmstadt, 19. April. Anläßlich der VermählungSfeier der Prinzessin Victoria mit de« Prinzen von Battenberg wird von unseren Gesangvereinen dem hoben Brautpaar eine Huldigung dargebracht werden. Nach einer zwischen den Vereinen stattgehabten Verständigung werden nämlich der Musikoerem und der Mozartveretn mit der Hofmusik unter Leitung ihrer Dtrectlsren Hotmusikbirector Mangold und> Hofl capellmeister de Haan nächsten Freitag den 2o. d. Mts. ein großes Festconcert im Saaldau abhalten, die Männerchöce der übrigen Vereine dagegen veranstalten Tags batauf mft aTt ^IB.^pril Friedrich Kaffenberger von Roßdorf, der Mörder der Katharina Bauer von Gundernhausen ift gestern Mittag durch die Geudarmeni-in das hitfige Provtnztalarresthaus etngebracht worden, m dessen Umgebung sich eine aroße Menschenmenge angesawmelt hatte, um den Mörder zu sehen.
6 B Mainz 16^April. In dem zu dem Kreise Mainz gehörigen Orte Zornheim bat eine Frau ihren Mann, mit tum sie schon seit längerer Zeit nicht auf gmem Fuße lebte mittelst PhoSphor vergiftet. Die Thaterin ift bereits »on der dortigen Orttz- behö'rd? verhaftet worden und hat sich heule Vormittag die Staatsanwaltschaft und da3 Untersuchungsgertcht nach dorten begeben, um den Fall festzuftellen.
8 o k a l e H.
Gießen, 22. April. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 24. April 1884, Nachmittags 4 Uhr.
1. Telegraphenleitung nach dem neuen Postbureau.
2, Unterbringung der Poltzeigefangenen.
3 Vermiethung des westlichen Thorhauses am Wallthor.
4. Gelandeerwerb von dem Fabrikanten Georg Heinrich Schirmer»
5. Zusammenlegung der Grundstücke im Neustädter Feld.
6. Den Viehmarktplatz betr.
7. Kostendecreturen.
8. Gesuch des Bäckermeisters Fritz Schreiner dahier um Angabe einer Baultnie.
Schiffsnachrichten.
Bremen, 18. April. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Donau, Capt. R. Ringt, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 5. April von Bremen abgegangen war, ist gestern 3 Uhr Nachmittags wohlbehalten tn Newyork anaekommen
Handel »ud Verkehr.
Gi-tzen. ben 22. April. Aus dem heutigen Markt kostet-: Butter per Pfund M 1.10-1.16. Hühnereier 2 Stuck 9-00 Enteneier pr. ©lutf o-fi A Ganstrier per Stck. 10-00 Käse Stck. 5-9 Käsematte 3 -5, Erbsen per st'ter 24 A. Linsen 32 4, Tauben Der Paar 0,85—1,00 H, Hühner per StücksM 1.30—1.50, Hahn-n pr. Stück Ä 1.50-1.80, Enten pe» Stück M 2.20-3 00,04 enflet«.per M 66-70 Kuh- und Rindfleisch 50-56 Kalbfleisch ^0 2^, Schweines « 56—60 Hammelfleisch 64—70 Kartoffeln per 100 Kalo M 3.00—4.j0, Milch per Liter 13—18 H, Zwiebeln per Ctt. JL 15—00,
«ieftett, 22. April. Ein Arbeiter, welcher bei einem hiesigen Kaufmann beschäftigt war, unterschlug demselben einen Siegelring im Werthe von 60 JL Er gab an, denselben verloren zu haben. Der Unredliche wurde verhafte^^__ ______
^tain Ihre Majestät wurde gestern durch die Nachricht von der glücklichen Entbindung Ihrer Kaiser!. Hoheit der Herzogin v. Edinburgh von emer gesunoen Tvchter^erfteu^.^^ ^^ßfürst Sergius von Rußland ist gestern
Nachmittag 5 Uhr von Stuttgart hier wieder erngetroffen. Der Großsurst reist heute Abend 10 Uhr über Berlin nach Petersburg
— Se. Durch!, der Fürst zu Leiningen und Ihre Großh. Hoheit dte Kürstin ru Leininaen nebst dem Erbprinzen Emich sind heute Vormittag zum Besuch des Grobherzoglichen Hofes eingetroffen. Die Herrschaften nehmen mit der Grobherzoglichen Fainilie das Luncheon ein und kehren Abends nach Amorbach 21. April. (Zweite Kammer der Landstände). Die
von uns unterm 18. d. Mts. angekündigte Sitzung des Finauzausschuffes, welche aus kommenden Mittwoch den 23. d. Mts. anberaumt war, ,st auf Freitag den
^'Darmstadt, 21 April. Der Landesausschuß der Hessischen Fortschrittspartei welcher gestern Hierselbst tagt-, hat beschlosien, aus nächsten Sonntag, den 27. April.Nachmittags 2'/- Uhr, die Landesversammlung oer Partei nach
Frankfurt in die Rosenau zu berusen, um daselbst zu berathen über die Vorlage wegen der Programmfrage, die Wahl des Landesausschusses und d.e Neuorganisation der Partei. Wie man vernimmt, werden tn naher Zeit mehrere offen.- liche Parteiversammlungen an verschiedenen Orten des Landes stattstnden.
Rumänien.
StataittlL 20. Avrtt. Der hier aufgedaute Cirkus Sidoli ist während der heute Abend ftattgehadten Vorstellung eingestürzt, eS sind mehrere Personen getödtet oder verwrmbet worden.
Aegypten.
Kairo, 20. April. Eine Drp.sche General Gordon's an Samuel BaA vom 8. d. M. sagt: JÄ habe eine dürftige Depesche von Baring erhalten, welche mir mittbeilt daß kerne englischen Truppen nach Berber geschickt werden sollen, um den Weg zwischen Berber und Suakin wieder offen zu machen, daß aber zur Erreichung dieses rtiels die Verhandlungen mit ben Arabern fortgesetzt werden. Si. kennen den Werth derartiger Verhandlungen und wissen, wie viel Zeit die
Ach dem Rückzug der englischen Truppen aus ©uotm in Anspruch nehmen würden. Wir sind auf etwa 5 Monate mit Proviant versehen und von einem halben Tausend unternehmender Araber mit einem etwa 2000 Personen umfassenden Troß umgeben. Unsere Lage wird sich bessern, sobald dec Nil steigt; Kossala, Dongola und Berber sind noch für einige ^dt außer Gefahr. Glauben Sie, daß mvn durch einen Uvp-ll an englische und amerikanische Kapttalisien etwa 200 000 ^fuuh9^n,6/ann^.Ant^:i(1n^ dieser Summe würde man vielleicht den Sultan bestmunen. 2000 d's 3(X-0 Nizam truvven nack Berber zu schicken. Mit dieser Trupvenmackt konnten wir n.cht allem die^Dtnge hier in Ordnung bringen, sondern auch die Macht des Mahdi^brechen, was im Interesse des Sultans nothwendig ist. Ich würde das Commando Zebehr Pascha Lbertragen. Wenn man die von der bewaffneten Bevölkerung KhartumS gegen mich "n den Tag gelegte Loyalität und die Art k-nnen würde in welcher mein Schicksal mit dem ihrigen verbunden ist, so würde man, wie ich überzeugt bin, den ^tisichen Appell als durchaus berechtigt anschm, es wäre niedrig, wenn ich irgend ein^M-ttel zu ihrem Beistand vernachlässigen wollte. ES gebt das verbürgte Gerücht, daß siÄ Zebehr Pascha in Korosko befinden soll, eS ist bemerkenswerth, dag ich davon nicht osfictell unterrichtet worden bm- ber mit 300 Flüchtlingen von Shendy abgegangene
Dampfer auf d-m Nil gescheitert ift, die Passagiere unb Mannschaften wurden von den Aufständischen angegriffen und sämmtsich ntedergemacht.
Gestern Vormittag 9V» Uhr sand im Großherzoglichen Neuen Palms Gottesdienst statt, welchem Ihre Maj. die Königin, Ihre ^mgl- Hoheit die Prinzessin Beatrice, Se. Königl. Hoheit der Großherzog, der ^rbgrotzherzog und die PrmzessinneN'Töchter beiwohnten. Der hiesige englische Geistliche Cha
Literarische S.
Die sünfmonatliche Reise, welche Prinz Friedrich Karl von Preußen im vorigen Jahre nach dem Orient: Aegypten, dem Sinai, PaWina, Lynev, Griechenland unternommen hat, tft der interessante Gegenstand eines'llustrirttn Prochtt werkeß, von dem soeben die erste Lieferung im Buchhandel erschienen: Prinz Friedrich Karl im Morgenlands, nach ihren Tagebüchern und Handzetchnungen von feinen Retiedegleilern Professor Dr. k Brugsch und Maior von Garnier. Verlag der Königlichen Hofbuchdruckerei Trowitzsch v Sohn in Frankfurt a. Oder. - Nach verschiedenen Richtungen hin bietet das Werk viel An- ziehendes. In erster Linie durch die rittcrltche Gestalt des Prinzen Friedrich Äerl, dessen Friedensleben hier znm ersten Male von berufener Sette geschildert wird. Der Leser bekommt einen Einblick in das vornehm abgesihloffene, so anspruchslose und doch von einem so tiefen Verftändniß für alles, was schön und edel, erfüllte Leden und Denken des Prinzen. Meisterhaft hat Prosiffor Brugsch es verstanden, in den Rttse- schilverungen den richtigen Ton zu treffen. Da ift nichts. von Deducttonen und Abhandlungen des Aegyptologen, aber auS jeder Zeile der liebenswürdigen- Plaudereten spricht der gelehrte Mann, der wie kem Zweiter, seit sein großer Freund Moriette todt ist, seinen Stoff beherrscht. Proseffor Brugsch hat sein ganzes Leben dim Orient — seiner Geschichte, seiner Kunst und Wissenschaft - gewidmet unb über fünfundzwanzig Jahre auf afrikanischer unb asiatischer Erde gelebt unb gelehrt. Da kommt es uns vor, als habe er tn diesem Werke unternommen, dir Erfahrungen seines Leberts Meder- zulegen und zugleich etwas von seiner Liebe und Begeisterung für den Orient in das deutsche Volk zu tragen. Und wie voriesflich sind auch diese Zeichnungen von der Hand Major von Garniers. Man vergißt, daß es ein Laie ist, der die Mt^eftunden soldatischen Lebens auf diese Bilder verwendet, ein Künstler von Gottes Gnadrn tritt uns entgegen, der besonders in den beiden, der ersten Lieferung deigegebenen Vollbildern „Abstieg vom Sinai" unb „Küste von Elis mit dem TaigetoS" Vortresflichks gdefftet. Meisterhaft ausgesührt sind auch dte Holzschnitte, tn denen daS Brend amour sche Kunstinstitut Proben seine« Können« gegeben und die auf voller Hohe der Holzschnetve-
DienStag den 22. April:
Mittwoch den 23. April:
Donnerstag den 24 April geschlossen.
Freitag den 25. April: Der Probepf eil.
SamStag den 26. April: Zum ersten Male:
Dienstag den 22. April: Aida.
Mittwoch den 23. April geschloffen. n
Donnerstag den 24. April: Der Prophet. (Johann von Leyden. H«
William Müller als Gast.)
Freitag den 25. April geschlossen.
SamStag den 26. April: Die Meistersinger.
Sonntag den 27. April:


