Ausgabe 
23.1.1884
 
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wegen Verdachts dn ln vorletzter Nummer irt, der vorliegende lnklageversahren ein- (Grünb. Rn».) : ein reicher'.Orconom rsnfohn) mit einem ging auf diese Wette rgeryapa 18 Spähen, tschrr ReichSwLhrung

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Die städtische» Acht' 'holte Hülfnusen, eilten ) konnten so rechtM Geld verlangt, ssndern hn er kam diesmal an )er Angesallene, Mn

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waren auf da« G6chrei des Mädchen« von deidm Seiten die Nachbarn -n Hülfe aekouimen. Der Mörder eilte nun in sein Hau«, holte feinen Revolver und feuerte 6 Schüsie auf die Familie M-tziir ab, von denen einer die Fran Metzler am Arm ßretfte. Sosann wandte er sich nach der anderen Seite, von woher da« betagte Lvtter'sche Ehepaar herankaw. Die beiden grauen Leute ergrfft«n vor dem Wütherlch die Flucht, der ihnen einige Revolverschüfie nachsandte; sie stürzten zusammen, erhoben sich jedoch wieder und flohen weiter. Die Frau eilte in ihr Hau«, der Mann suchte sich tn der Richtung auf Pattscheid ju retten. Der Mörder heftete sich znnLchst der Frau an die Fersen, folgte ihr in den HauSflur und streckte sie durch mehrere tiefe tödtliche Stiche in den Rücken zu Boden. Sodann eilte der Unmensch dem Manne, der bereit« einige Hundert Schritte gemacht hatte, nach, holte chn dn und ermordete ihn ebenfalls hmterrück« durch Messerstiche. Doch e« wat de« Grauenvollen noch nicht genug; nach vollbrachter Blutarbeit wandte sich da« Scheusal in Menschengestalt wieder seinem Hause zn, kam dabei an der noch zuckenden und rauchenden Leiche des jungen Mädchen« vorbei und steckte derselben seine Pfeife in den bluttriefenden, klaffenden Schlund! Die menschliche Phantasie erzittert vor dieser teuflischen vo«oett, welche so mit kanidalischer Wollust im Gräßlichen watet; fein Lichtstrahl einer edleren Leiden­schaft fällt entschuldigend auf diese ungeheuerliche Blutthat. E« war nicht der jähe Blitz lang verhaltenen Grimme«, welcher hier blind und vernichtend dremMug, »6 war bie vorbedachte Th«t einer verbrecherischen, blutgetränkten mißgünstigen Phantasie. Noch hatte Fuch« nicht die letzte Hand an sein blutige« Werk gelegt unb ftben nahte sich ihm die strafende Gerechtigkeit. Gner der N«chba,n war nach Höhscheid geeilt und hatte hier die Kunde von der ersten Blutthat verbreitet; die Polizei setzte sich in Bewegung; ol3 die Männer durch den Forst sich dem Fuchs !gajf* näherten, schloß der Mörder seine HauSthür, ging auf den Speicher und schnitt sich de« Hal« ab. Er hatte innerhalb eurer halben Stunde feinen unseligen Plan verwirklicht, er hatte drei unschuldige Mensche in seinen Untergang hinabg-zo-en und so seiner (5itd= fett ein blntbamsfenbe« Opfer bargebracht. Den« bi« zum Wahnsinn gesteigerte Etikett ^e dem schadenfrohen Gerede der Leute mtt Blut den Mund v,rstovftn wollte war doch im Grunde die Triebfeder der gräßlichen That, der gebrochene Stolz eines Mannes, der sich in besseren Tagen vielleicht mehr gedünkt hatte, als seine

Nachbarn. Fuch« hinterläßt neun halberwachsene Kittder. Al« ich heute Morgen ter dem verhängnißvollen Hause stand, schlichen zwei zerlumpte Buben scheuen Blick«, Verwilderung in Miene und Anzug, um die elende Hütte: die Kinder de« Mörder- und Selbstmörders. Es war ein Anblick, der mir durch Mark und Bein ging.

Kassel, 19. Januar. Bei der am gestrigen Tage tn der Gemarknng Heiligen^ rode abgehaltenen Jagd wurden in zwei Treiben 88 Hasen und 2 FÜchfe geschossen. Da« Ergebniß der sich daran schließenven Jagd im Lichwäldchen war 82 Fasanen und ca. 20 «nten. (T. u. A.)

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 21. Jan. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger und Wetterauer JL 1919Vr, fremder JL 1919V,, Roggen eff. hies. JL 16*/4, fremder JL 16^2, Gerste eff. hies. u. Wetterauer JL 17Vs, fremde JL 1719, Hafer eff. hiesiger JL 14Vs00, fremder JL 1414Vg. Rüböl eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. JL 38. ^ranntwein eff. ohne Faß JL 46.

Frankfurt, 21. Jan. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Ange- trieben waren 350 Ochsen, ca. 17 Bullen, ca. 400 Kühe und Rinder, ca. 212 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. .AL 6466, 2. Qual. JL 5658, Kühe und Rinder 1. Qual. JL 5658, 2. Qual. <AL 4000, Kälber 1. Qual. JL 6062, 2. Qual. JL 5052 per 100 Pfund Schlachtgewicht.

Zur geff. Beachtung.

(MjrifttMie A^agen wegen Auskunftsertheilung über Inserate rc. können rotr nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort beigrlegt sft. lieber Inserate bezüglich deren Offerten eimureichen sind, ist die Cxv dition zu keinerlei Auskunftsertheilungen befugt. Offertenvriese sind soweit keine bestimmten L-'gentbelligev Llbmachungen getroffen wurden in der Expedition abzuholen.

Jagdverpachtung.

Die dem Großherzoglichen Staate in der Gemarkung Treis a/Lda. zu­stehende Waldjagd, bestehend in der Alleinjagd auf ca. 149,57 ha und der Koppeljagd aus ca. 406,33 ha, wird Dienstag, den 12. k. MtS., Nachmittags um 1 Uhr

in dem Gemeindehaus dahier aus 6 Jahre verpachtet.

Es können nur bekannte rechtliche Leute als Jagdpächter zugelassen wer­den, von denen vorschriftsmäßige Be­nutzung der Jagd zu erwarten steht; keine solche, die sich bereits Jagdver­gehen schuldig machten, keine Fisch-, Krebs- oder Waldfrevler, keine Leute ohne Vermögen, oder solche, die durch die Jagd ihr Gewerbe vernachläfsigen und in ihrem Nahrungsstande zurück­kommen würden.

Treis a/Lda., den 18. Januar 1884.

Großh. Oberförsterei Treis a/Lda.

A mendt. 546

Hohversteigerung

im Gießener Stadtwald.

Montag den 28. Januar 1884, von Vormittags 9 Uhr an, s-ll im Gießener Stadtwald in den Distritten Katharinenhütte und Walds­hute nachverzeichnetes Holz versteigert werden:

B rennholz.

Schetth. Prügelh. Stockh. Reish.

Rmtr. Rmtr- Rmtr. Wellen.

Nadel 9 587 35 5200

450 Stück Eichen-Durchforstungswellen.

Bau-, Werk- und Nutzholz. 35 Fichtenstämme mit 19,49 Fstm, 946 Fichtenstangen 32,10

Die Zusammenkunft ist auf der Straße nach Steinbach an der zweiten Schneise.

Gießen, am 22. Januar 1884. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 560______A. SB ramm._________

Holz-Versteigerung.

Freitag den 1. Februar werden in dem Langsdorfer Gemeinde- wald, im Distrikt Köhlloch, versteigert:

755 Fichtenstämme von 1555 Ctm. Durchmesser, bis 21 Mtr. Länge mit 378 Fstm.; hierunter ist viel Schnitthoh,

626 Fichtenstangen, enthaltend 260 Fstm.

Der Anfang der Versteigerung be­ginnt Morgens 9% Uhr.

Langsdorf, den 20. Januar 1884.

Großh. Bürgermeisterei Langsdorf. 553 Köhler.

Allgemeiner Anzeiger. Cokes,

mit der Maschine zerkleinert und gesiebt, für Füllöfen jeder Art.

Gegenwärtiger Preis in der Gassabrik X 1,00 per Gentner, ««zerkleinerte Cokes 0,95

Transport an das Hans . . . . 0,05

Das Bringen der Cokes an das Haus erfolgt von der Gasfabrik aus bei Abnahme von mindestens 5 Centnern, von Herrn Emil PLstor auch in kleineren Quantitäten. 66

X

Nassauer Staats-Loose.

Nächste Ziehung am 1. Februar d. I.

Von diesen Loosen existiren in Allem nur noch 19500 Stück, denen 19500 Gewinne gegenüverstehen, welche in 4jLhrl. Ziehungen und zwar am 1. Februar 18841887 zur Vertheilung gelangen, darunter Hauptgewinne von Mk. 85,714. 51,428. 34,285. - 25,714. 17,142. 10,285. :c. bis zum geringsten Gewinn von Mk. 81. Originallose hierzu, so lange Vorrath reicht, k Mk. 140. Alle von uns jetzt bezogenen und bei der diesjährigen Ziehung nicht herausgekommenen Loose kaufen wir k Mk. 137. bis Ende Februar d. Js. zurück.

Moriz Stiebei Söhne, Bankgeschäft in Frankfurt a. M.

NB. Me Börsen-Aufträge werden bestens und billigst effectuirt. 521

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Jagd-Verpachtung.

Freitag, d. 1. Februar d. I.,

Nachmittags 2 Uhr soll die der Gemeinde Groß-Linden zustehende Feldjagd auf weitere 7 Jahre, für die Zeit vom 7. Februar 1884 bis dahin 1891 auf dem Ge­meindehaus dahier verpachtet werden. Groß-Linden, d. 16. Januar 1884.

Großh. Bürgermeisterei Groß-Linden.

I. V.:

431 Luh, Beigeordneter.________

Holz -Versteigerung.

Freitag den 1. Februar d. A,

des Vormittags 9 Uhr, kommt in dem Cleeberger Markwald, District Fuchskopf 3b (früher Rimbach genannt), nachstehendes Holz zur Ver­steigerung :

355 Stück Nothtanneu-Stämme, 147,35

Fstm.,

49 Stück Rothtcmnen-Derbholz-Stangen,

2 Rm- Buchen-Knüppel,

2 . Nadelholz-Scheit,

8 , -Knüppel,

60 Stück Bnchen-Wellen,

1900 Nadelholz-Wellen,

69 Rm. Nadelholz-Erdstöcke.

Bemerkt wird, daß das Holz an dem Weg von Espa nach Bodenrod an einer guten Abfahrt lagert.

Unter dem Stammholz befindet sich eine sehr schöne Qualität, worunter viele Durchzüge und Streckhölzer bis zu einer Länge von 20 Meter.

Cleeberg, den 17. Januar 1884.

Der Bürgermeister. ______________Keil.___________55t Mittwoch den 23. d. Mts.,

Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Flett'schen Hofraithe dahier

3 Sopba's 1 Kommode mit Glasauf­satz, 1 Nähmaschine, 1 photographischer Apparat, o gepolsterte Stühle, 1 runder Tisch, 1 Spiegelschrank, 1 Conver- sations - Lexikon, 2 Kleiderschränke, 1 Spiegel, 2 Kommoden meistbietend versteigert werden.

Gießen am 21. Januar 1884.

531_______Geißler, Gerichtsvollzieher.

VersleigerungsanMge.

Nächsten

Mittwoch den 23. Januar l. I., Nachmittags 2 Uhr, in der Fle tt'schen Hofraithe hier, werde ich folgende Gegenstände zwangsweise gegen Baarzahlung versteigern, als:

I, 1 Sopha, 1 Comode, 1 Pult,

II, 1 Comode mit Glasaufsatz, 1 Sopha, III, 2 Kleiderschränke, 1 runden Tisch mit

Wachstuch, 1 vollständiges Bett, f Nachttischchen, 2 Comode mit Decken, 4 Strohstühle, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, i Wanduhr, 1 Wecker, 1 Spiegel, 3 Bilder u. 1 Wandkorb, IV, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz,

3 Wirthstische, 1 runder Tisch, 1 Co--" mode, 1 Sopha, 1 Regulator,

V, 1 Kuh, und

VI, 1 Zusammenlegtisch, 1 antique Uhr>

2 Pfeilerschränkchen, 1 vollständiges. Bett, 1 Kleiderschrank, 1 Nachttischchen, 1 Gartenbank, 3 Bilder, 1 Küchen^ schrank mit Glasaufsatz n. 1 Pult. Gießen, den 20. Januar 1884.

Engel,

521 Gerichtsvollzieher.-