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-rath angeordnet. daß ufsührungen, Lustbar-
zerordnülichev Session urarrtcht die Derhand- ■ Rückkehr der in dem schweren Landfriedens, ngeklagt: die Maurer ärbtlto W “”b M d" M- 'oraelaben und bis out tagten, wclit tlnjeln etn und leugnen alle ।
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#Äelfoe* gefundenen verbotenen Schriften und Drucksachen wurde der vom Schiffe geflohene Sch'ffLztmmermann, dessen Name Karl Meltzer (aus Danzig oder Stettin) sein soll, tn der Nacht vom 13. zum 14. d. M. wieder verhaftet. Gleichzeitig mit Meltzer wurden dessen Wirth Karl Praatz, genannt Franck, und fünf andere Personen verhaftet. Bet einer Durchsuchung der Wohnung des Praatz wurde eine Menge verbotener Drucksachen, falscher Cceditbilletö und anderer verdächtiger Schriften gefunden. Aus dem Dampfer „Kelsoe" wurde nutzer den confisctrten Schriften und Drucksachen nichts weiteres Verdächtiges ermittelt-
Moskau, 20. October. Die große Feuersbrunst ist heute früh endlich gelöscht worden; außer 67 Läden in der Passage Solodownikoff nächst dem deutschen Theater sind noch 9 Läden und 2 Comptoire niedergebrannt. Der verursachte Schaden wird auf 3 Mill. Rubel geschätzt.
Kairo, 20. October. Der Proceß der Mitglieder der Staatsschulden- kaffe gegen die Regierung ist in Folge Uebereinkommens der Parteien bis zum 17. November vertagt.
New-Uork, 20. October. Der Gouverneur Clevcland wurde in Albany auf der Straße von einem Individuum, dessen Schwager Ctevelcmo nicht begnadigen wollte, thätlich angegriffen; alle nähere Details hierüber fehlen noch. _____________________________________________________________________
Vermischtes.
London, 15. October. Der General-Postmelster Professor Fawcett, der sich um die Postoerwaltung recht verdient gemacht Hut, hat soeben Dem Vernehmen nach einen Auftrag von 150 Millionen Postkarten einer deutschen Firma auf Grund Ihrer Vorzüglichkeit im Vergleiche mit denen concurrirender Häuser gegeben.
Eingesandt.
Gießen, 21. Ociober.
Die Löberstraße hatte Samstag, wie jetzt alle Abende, je an ihrem Ende eine schlecht brennende Laterne aufzuweisen; sonst herrschte totale Ftnsterntß, von der man sich ein» Vorstellung machen kann, wenn man erwägt, daß etwa 10 Schritte von dm besagten Laternen die schönsten Dunkelverstccke waren. Da weder am Eingänge von der Bismarckstraße noch an ihrem anderen irgendwelche Warnungszetchm angebracht sind, daß das Trottoir nur mit L bensgefahr paffirt werden kann, vertraut sich der Fußgänger nothgedrungen deren Wege au, zumal ja die Straße den Anspruch auf eme Straße macht. In Mitte der Straße, fern von jeder Helligkeit, liegt auf dem Trottoir in unverantwortlicher Weise ein Pflastersteinhaufen. Ich war Augenzmge, wie Samstag Abend 9 Uhr hier ein Herr zu Fall kam und wegm der Dunkelheit zu Fall kommen mußte, so daß er noch lange die unangenehme Berührung mit diesen Pflastersteinen fühlen rotrd. Einem nachfolgenden Herrn ging es ähnlich. Wäre es nicht Pflicht der Behörde, hier einzuschretten und mindestens, wenn der Steinhaufen dort liegen muß, eine Warnungslalerne anzünden zu lassen. Bei den jetzigen dunkeln Nächten kann hier manches Unglück geschehen!
Theater.
_ —ä. Gießen, 21. October.
„ „ Der ,Stö r en fried" von Benedix wurde gestern zum 2. Male gegeben. Die Rolle des Lonau hatte diesmal Herr Marttenssen übernommen. Sein Spiel konnte daS Publikum nicht erwärmen; besonders störend wirkte fern Athemholen an falscher stelle, etn Fehler, den jeder Schauspieler möglichst vermeiden sollte. Doch wollen wir riach dem erstmaligen Auftreten kein endgültiges Urthetl über die Leistungen deS gen. Herrn fallen. Fräulein A. Eng trat an Stelle der erkrankten Frau Director Herrmann als A. Weiß auf; ihr Spiel war gut, würbe aber noch gewinnen, wenn bte Dame sich bemühte, ihre Stimme, was die Tonhöhe anbelangt, um etn Register herabzudrücken. Bet Der Besetzung der übrigen Rollen war keine Veränderung ein- getreten. Zur Ergänzung unseres fiüher-n Berichtes wollen wir zunächst Frau Voigt, Fräulein Sommer und Herrn Voigt lobend erwähnen; die Scene, tn der der dumme Gärtnerjunge sich über fdne Zukünftige entscheiden soll — rechts die Kammerjungfer ans der r«Seidence, lti ks die Köchin — war allerl'ebst 'unb fand reichen Beifall; überhaupt versteht es Herr Voigt, aus dieser kleinen Rolle eine jener köstlichen Figuren zu schaffen, denen wir bet Auerbach oder Fritz Reuter so gerne begegnen. Herr Halm spielte besser, als bet der ersten Aufführung des Stückes; desgleichen waren die Leistungen der Herren Haupt und Töldte recht gut (Halm: Masberg, Haupt: Graf Marrling, Tölbte: Gärtner Erhärt). Herrn H en brich nennen wir wiederholt, weil auch seine gestrige Wiedergabe des alten Lebrecht Müller eine vorzügliche war.— Der Souffleur war zu laut.
Die Thalsache, daß ein so gediegenes und so gut gegebenes Lustspiel eine ver- hältnitzmaßtg so geringe Theilnahme Seitens des Publikums findet, läßt uns, angesichts des Besuches eines Ctrkus ohne Pferde, auf den Geschmack vieler Kunstliebhaber (!) Schlüsse ziehen, die mir heute an bb.fer Stelle nicht aussprechen wollen.
Handel unb Verkehr.
Gießen, den 21. October. Auf dem heutigen Markt kl-flett Butter per Pfund M. 1.00—1.10, Hühnereier pr. Stück 7—0 H, Käse St. 4—9 Ä»t, Käsematte 2—3 H, Erbsen pr. Liter 20 Linsen 30 H, Tauben per Paar 0,50—0,60 H, Hühner per Stück iAL. 1.00—1.40, Hahnen pr. Stück 3L 0.50—0.90, Enten per Stück & 1.30—1.60, Gänse per Pfund 36—60 Welsche J4 0.00—0.00, Ochsenfleisch per Pfund 68—70 H, Kuh- und Rindfleisch 56—60 H, Schweinefleisch 54—60 Hammelfleisch 60—70 4, Kalbfleisch 56—60 Kartoffeln per 100 Kilo A 3-50—4.50, Milch per Liter 12—16 Zwiebeln per Ctr. JL 4.00—5.00, Weißkraut pr. Stück 4—9 H,
Zwetschen «tL 0.00—0 00.
Frankfurt, 20.October. (Getreide-Vreise.) Weizen eff. hiesiger und Wetteraucr .A 17—14, fremder JL 17, Roggen eff. hies. 15*/2—3 4, fremd. 15V4—153/4, Gerste eff. hies. u. Wetterauer Jt. 17—18, fremde JL 17Vr—19, Hafer eff. hies. JL 13V2—Vi, fremder <A 13*/2—141/z. — Rüböl eff. ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. «A 30. Branntwein eff. ohne Faß JL 42.
Frankfurt, 20. October. Der heutigeViehmarkt war stark befahren. Angetrieben waren 322 Ochsen, ca. 14 Bullen, ca. 385 Kühe und Rinder, ca. 262 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. -A 70—71, 2. Qual. 65—67, Kühe und Rinder I.Qual. -^58—60,2. Qual. A 40—50, Kälber 1. Qual. «^L 63—68, 2. Qual. .X 57—60 per 100 Pfund Schlachtgewicht.
Submission.
Dienstag den 28. I. M tS.,
Vormittags 10y2 Uhr, sollen zur Lieferung auf dem Sub- missionswege vergeben werden:
1. ca. 40 Kilo Kalbfleisch,
2. „ 1100 „ Rindfleisch,
3. „ 200 „ Nierenfett,
4. „ 400 „ Schweinefleisch,
5. „ 100 „ Speck,
6. „ 600 „ Schweineschmalz,
ausgelassenes (deutsches),
7. „ 6 Tonnen Holland. Voll
häringe, 6825
8. „ 600 Kilo Gerstenmehl,
9. „ 600 „ Gerstengrütze,
10. „ 600 „ Hafergrütze,
11. „ 600 „ Noggenmehl.
Ord.-Nr. 1—3, 4—5 und 8—11 werden zusammen vergeben, auch sind von 8—11 Muster vorzulegen.
Die Lieferungsbedingungen können vom 21.—23. l. Mts. auf dem Bureau unseres Oeconomen eingesehen werden und sind Offerten, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zu obigem Termine in den vor dem Directions- bureau aufgehängten Submissionskasten verschlossen einzulegen oder srankirt bei unterzeichneter Stelle einzureichen.
Marienschloß, den 14. Octbr. 1884. Großh. Landeszuchthaus-Direction.
Freitag den 24. d. Ms.,
Nachmittags 2 Uhr, in der Flett' schen Hofraithe dahier werden gegen Baarzahluug öffentlich versteigert :
314 Stück Frucht- und Kleiesücke, 1 neues Comptoir-Doppelpult, 1 Copier- preffe, 1 Tisch, 1 neue Landkarte Deutschlands.
Die Versteigerung findet bestimmt statt.
Gießen, den 21. October 1884.
Engel, >6939 Gr. Gerichtsvollzieher.
Mittwoch den 22. Moder,
Nachmittags 2 Uhr, ,
■werben in der Flett'scheuHofraithe dahier 4 Sack Waizenmehl, 1 Weckeruhr u.
1 Taschenuhr mit Kette
öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert.
Die Versteigerung findet bestimmt statt.
Bühner,
*6915 Gerichtsvollzieher.
Allgemeiner Anzeiger.
Msfter-Arlieiten.
Die Pflaster- und zugehörigen Erdarbeiten beim neuen Posthause in Wetzlar, einschließlich der Materialien, veranschlagt zusammen auf «X 1344,99, sollen im Wege der öffentlichen Anbietung vergeben werden und ist dazu Termin auf:
Mittwoch den 22. d. Mts.,
Vormittags 11 Uhr, auf dem Geschäftszimmer des Baumeisters Kranz im neuen Posthause zu Wetzlar anberaumt, woselbst auch die Bedingungen nebst Anschlag zur Einsicht ausliegen und Formulare zu den Angeboten zu erhalten sind.
Es bleibt freie Auswahl unter allen Anbietungen vorbehalten.
Frankfurt (Main), 13. Oct. 1884. Der Kaiserliche Ober-Postdirector, Geheime Postrath:
Heldberg. 6823
Mittwoch den 22. Moder,
Nachmittags 2 Uhr, 6911 werben Wehsteirrgasse 31, im Hause bes Herrn Barbier Schmidt, nachverzeichnete Gegenstände versteigert:
Sopha, Tische, Stühle, Kommode, Bettstellen mit Sprungfeder-Einlage, sehr gutes Bettwerk, Oeldrnckbilber, eine sehr gute noch wenig gebrauchte Singer - Nähmaschine, neuestes System, Küchengeräthe und sonstige Hauphalturigsgegenstände.
JeikgeSokmes.
Fft. Himbcer-Gelöi', Aepfel-Gelse, Birnenhonig, Aepfelkraut
empfiehlt billigst 6799
<JL Heiter . Neustadt.
Aecht
Jtal. Maccaroni u. la. Parmeslmküse empfiehlt
Ferd. Drebes,
6843 vorm. Gg. Wilh. Weidig.
Zwei Gemeinde-Bullen sind zu verkaufen.
Allendorf a/Lda., 20. Octbr. 1884. Gr. Bürgermeisterei Allendorf a/Lda.
Bieber. 6929
prima neue Hellerlinsen «19 „ Bohnen 18 4 „ Uictoria-Krbsen -1» s> „ Riesen-Erbsen ^17^ „ grüne Erbsen »iß „ Saat-Erbsen
8. LIsoMr.
Süßen Aepftlmost empfiehlt 6798
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