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Buckskinawsuge
rein wollene für Herren Mark IS.—, empfiehlt
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M. Werner, Marktflraße
Ste 3^Äeir"uÄ £. Wne Weitzbindergesellcn».Handlanger
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werden gesucht.
Moritz Ciregorl <& Sohn.
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Gg. MShl, Bahnhofstraße...
«achsenen und 4 Kindern ereigneten. Von erwachsenen Personen starben 2 an KrebS, 2 an Lungenschwindsucht, eine an Lungenschlag, eine an Lungenentzündung und eine tödtete sich selbst durch Erschießen. Von 2 Kindern im ersten Leben-jahre starb das eine an Krämpfen, das andere an Bronchienentzündung. Bet 2 schon etwas älteren Kindern wurden dieselben Krankheiten als Todesursache bezetchner.
Gießen, 21. Mat. Der Hauptoerein der Gustav Adolf-St-ftung für das Groß- herzogthum Hessen wird in diesem Jahre am 1. und 2. Juli seine Hauptversammlung in Gießen abhalten. Die Festprebtgt bat Herr Pfarrer Pahncke übernommen.
möblirte Zimmer in ruhiger Lage.
Ges. Offerten sub M. L. an die Exped.
Hs, Blattes.
Schrffsnachrichten.
Bremen, 16. Mai. (Per transatlantischen Telegraph) Der Poftdampfer Main, Capt. H. Hellmers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 3. Mai von Bremen abgegangen war, ist gestern 11 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen.
Bremen, 16. Mai. Der Postdampfer Elbe, Capt. F. Hamelmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 7. Mai von Newyork abgegangen war, ist heute V/2 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung 4 Uhr Nachmittags die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 681 Passagiere und volle Ladung.
Bremen, 17. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Fulda, Capt. O. Heimbruch, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 7. Mai von Bremen und am 8. Mai von Southampton abgegangen war, ist gestern 11 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommcn
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AllgsMernsr Auzeiger.
731) Ueber die Hohe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige In eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von BäAASJEZWSTEIjft in
Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsiohta dor für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt
Vermischte-.
Darmstadt, 17. Mai. sMilstÜrdienstnachrlchten) v. Schmeling, Generalmajor und Commandeur der 15. Jnfanterie-Bcrgade, zum Commandanten von Mainz ernannt; ChandoS-Pole, Port.-Fähnr. vom 2 Großh. Drag.-Rgt. (Lett-Drag.-Rgt) Nr. 24, zum Secondelleutenant, Stretz, Unteroff. vom 1. Großh. Jnf.-iLeibg.-)Regt. Nr. 115, Heß, Unteroff vom 3. G'oßy. Jnf.-Rgt. (Leib-Rgt.) Nr. 117, Frhr. v Nagel, Unteroff. vom 2. Grcßh. Drag.-Rgt- (Lcib-Drag.-Rgt) Nr. 24, zu Portepeefähnrichs, Kramer, Premterlhuteuont vom 2. Großh. Jnf.-Rgt. (Großherzog) Nr. 116 zum Hauptmann und Compagniichff — befördert; Roth, Pr.-Lt., aggregnt dem 2. Großh. Jnf.- Rgt. (Großherzoq) Nr. 116, in das Rgt. etnrangirt; Frhr. o. R'.cou vom Großh. Fttb- Art.-Rgt. Nr. 25 (Großh. Artillerie-Corps) zum Portepeefähnrich befördert: Müler, Sec.-Lt. von der Landw.-Jnf. des 1. Bataillons (Gießen) 2. Großh. Landw.-Rgts. Nr. 116, zum Pr -Lt. befördert; o- Hangwttz, Generalmajor und Commandant von Mainz, in Genehmigung seines Abschiedsgesuchs mit Penfion zur Disposition gestellt; d. Carsted, Hauptmann und Compagnicchef vom 2. Großh. Jnf -Rgt. (Großherzog) Nr. 116, als Major mU Pension und der Regiments-Uniform — der Abschied bewilligt; Becker, Sec.-Lt. von der Landw-Inf. des 1. Bat. (Darmstadt) 1. Großh. Landw.-Rgts. Nr. 115, Neen, Sec.-Lt. von der Landw.-Jnf. des 2. Bat. (Worms) 4. Großh. Landw-Ngls. Nr. 118, K-sseberth, Sec -Lt. von der Landw.-Jnf. disselben Bat-, mit der Landw.-Armek-Unifcnm — der Abschied bewilligt.
Friedberg. Am 14. Mai fand im Hotel Trapp dahier eine Versammlung des Comttäs für Erbauung einer Esenbahn Homburg-Frtedberg statt, in welcher als Elsatz für die verstorbenen Comttä-Mitglleder Brentano und Scrtba, Bürgermeister Stemhaußer und Rechtsanwalt Jöckel von Friedberg gewählt wurden. Kcetsrath Dr. DradtN lehnte eine Wahl in das Comitä ab und schlug dafür Bürgermeister Wörner von Nauheim vor, welcher ebenfalls gewählt wurde. Sodann wurde der Beschluß gefaßt: Alle betheiligten und tntereffirten Gemeinden zu veranlassen, wegen baldiger Erbauung der Friedberg-Homburger Bahn bei Kgl. Handelsministerium zu Berlin mitvorstell g zu werden und durch drei Herren aus dem Comitä den Handels- m nifter in Berlin persönlich um möglichst förderliche Erbauung der fraglichen Bahn ?u ersuchen. Rechtsanwalt Jöckel ist bereits nach Berlin abgeretst.
Marburg, 19.Mat. In Folge der starken Regengüsse der vorigen Woche, die sich dann auch heute wieder cmgefti-ßt haben, ist ein Stück Mauer von 4-5 Meter Länge und etwa 3 Meter Höhe im Qaenttn'schen Garten cm Steinweg eing-stürzt; trotzdem die Mauer an einer sehr gangbaren Straße sich befand, ist etn weiterer Unglücks- frll bet dem Einsturz nicht vorgekommen.
Dreihausen (Kre'.S Marburg), 16. Mai. Welch sehr traurigen Folgen gar dft das Spielen mit Schießgewehren dringt, zeigt nachstehender Vorfall. Als gestern die hiesige Wtttwe Christine Schmuck der Familie des hiesigen Einwohners Heinrich Bier einen Besuch abstatttte, trat ihr vor der Stubenihür der siebenjährige Knabe des Hausbesitzers mit einem geladenen Gewehr entgegen mtt den Worten: „Soll ich einmal schießen?" Kaum waren diese Worte ausgesagt, als sich das Gewehr entlud und die Frau, vom Schuß getroffen, tobt niedersank. Die mtt Schrot geladen gewesene Waffe soll der Knabe auf der oberen Stube aufgefunden und von ba herunter geschleppt iahen. Wie man hört, soll die Laiche der unglücklichen Frau schrecklich entstellt sein, welches auch leicht zu denken ist, wenn man in Erwägung bringt, daß der ganze Schrotschuß in etwa 3 Schritte Entfernung den Kops der Frau zerschmetterte.
Berlin, 16. Mai. Vor einiger Zett wurde der Wetnhündler Paul Evert auf Grund einer Denunciatton in Haft genommen, weil er angeblich der hiesigen Central Hotel-Gesellschaft gefälschte Weine, bezw. Weine von geringerer Qualität geliefert haben sollte, als er zu liefern verpflichtet war. Herr Evert wurde bereits nach 4 Tagen auf freien Fuß gesetzt, weil b?r Staatsanwalt die Haltlosigkeit der Denunc ation conftathte. Auf Grund der etngeletteten Untersuchung glaubte die Central-Hot-l-Gesellschaft sich berechtigt, den mit Evert geschlossenen Vertrag, durch welchen dem Letzteren die alleinige L-cferung des Weinbcdarfs für das Hotel übertragen worden war, einseitig zu lösen nab halte einem anderen Weinhändler die Lieferung der Weine übertrogen. In Folge b tffrn verklagte E. die Gesellschaft auf Innehaltung des über ein Jahr laufenden Vertrages und auf eine Entschädigung von 500 Mark für jeden Tag, an welchem er b le Lieferung des Weinbedarfs für das Central-Hotel nicht besorgt hatte. Das Land- gericht I. erkannte dem Klageantrags gemäß und verurtheilte. wie die „Voss. Ztg." schreibt, die Central-Hottl-Gesellschaft zur Zahlung von 19000 Mark (für 38 Tage) nn Evert und Innehaltung des mit diesem geschloffenen Vertrages bis zum Ablaufe beff eiben.
Offenbach, 17. Mai. Auf der Bürgeler Chaussee, unweit der Wstthschaft des Herrn Guckes, fuhr Donnerstag Mittag ein kleiner Handwagen, auf dem 2Kmder saßen, die Stroße entlang und dicht hinterher folgte ein schwer m?t Basaltsteinen beladenes Fuhrwerk. Plötzlich fiel das eine der Kinder, das 8jährige Töchterchen des in Bürgel wohnenden Arbeiters Heinrich West, von dem Handwagen herunter und gerieth unter die Räder des Stetnfuhrwerks. Ein entsetzlicher Schrei, ein Krachen und ein Krchterliches Stöhnen ertönte. Alles lief herbei. Das eine Vorderrad des Wagens war dem Kinde über die Brust gegangen und hatte alle Knochen zerbrochen. .Die uns glückliche Kleine wurde nach Hause verbracht und starb dort nach etwa 3 Stunden an den füichierltchen Verletzungen, die sie erhalten.
Köln, 17. Mai. Seit itnfgen Tagen durchwandert eine 70jährige Frau unsere Stadt, bald hierhin, bald dorthin und steht sich mit Verwunderung die Dinge an, welche in den letzten 20 Jahren neu geschaffen oder vollendet worden, den Dom, die Pferdebahn, die Neustadt u. s. w. Die Frau ist eine geborene Kölnerin und hatte in ter Zeit, wovon hier die Rede ist, unsere Stadt nicht verlassen; allein sie war fett ■23 Jahren vollständig erblindet. Dieselbe wandte sich in ihrer traurigen Lage schließlich Ende vergangenen Jahres an den Oberarzt drr chirurgischen Station unffres Bürger- hosvitals, Professor Dr. Bardenheuer, und entschloß sich, als dieser ihr oei fieberte, er werbe ihr bas Augenlicht wiederqeben, vertrauensvoll, die Operation vornehmen zu 1 offen. Am 17. December kam sie in das Bürgerhosp'tal und am 5. d. M. wurde sie Vollständig geheilt entlassen. Man mag sich das Glück der Geheilten denken, als es nacb 23fabrtger Nacht vor ihren Augen wieder Licht wurde.
Königsberg, 13. Mai. Originell rächte sich eine separirte Gattin an ihrem einstigen Eh grmahl, welcher seit Kurzem als Dienstmann Hierselbst Stellung genommen hatte. Möglichst „aufgedonnert", einen Papagei im Bauer mit sich führend, forderte sie mehrere Tage nacheinander 5en verdutzten Ehemann zum Tragen des Vogelbauers «auf. Seiner begreiflichen Weigerung folgten mehrere polizeilich gestellte Strafmandate » 3 JL, bis der Widerwille besiegt und unser Dienftmann der consequenten „Aufforderung" nachkam. Doch schon auf halbem Wege nahm er vor dem johlenden Pöbel Reißaus und quiltirte feinen Dienst.
TXW _ Ä 1 tt r< „T. pract. Arzt in Frankfurt a.M., früher Assist.
Ur. mefl. rL brensch, ^of. Rioord’s,Paris, heilt rasch, gründl. u. 91Ä9
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Cortes fand durch bawohnten. Die Iun$ /och gegenüber iib "«.des Königs der Elchen Waten. Wi- Versuche, Drohungen i vertrauen, doch diese 'en- D!e NtederwerfL^ inischen Anarchisten unbk ein Zusammenhang btz Nutzung. DieRegtlrunz: setze eWen lassen, feuy nwenden würde, jur |k ■ hebt hervor, baß der fii iserlege, streng erfülle. !N Spanien und sammti a Madrid, wie dir \w. . England und DrW ntennrn. Mit WM r liehe bevor. it Union, Portugal, HL ürkei, Columbien, tschland, Columbia, Die Rede weist aas toir. es Budgets hin und bilden gesichert. Unter bn m? - und Schulwesen. TiiWi io der Pofiiionsarililrt!!i7 die friedlichste fei, bürfiar gegenüberst-hen.
rgt an, ob die MW >' [en afrikanischen iort geben zu könm.- ' Schottland, wurde in M
apsiadt von Mg estrigen Sitzung W Angra PequenaundM c Gegend aW* Mg gestern nach der^ Me zur Meldung b-' - s Regiments aus M- i- WmlichkeM a» Loge uno der eF 'S ,n des
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— Wir lesen in einer der neuesten Nummern der „Köln. Ztg." folgenden Artikel:
Berlin, 12. Mai. In hiesigen Blättern ist ein seltsamer Aufruf erschienen, unterzeichnet von einem Präsidium und einem Comitö von 21 Damen, darunter mehrere hochadelige Namen, auch einige beliebte Bühnengrößen. Nachdem als Motto der Bibelvers Matthäus 5, 7 tn Bezug genommen ist, wird gesagt:
Berlin, unsere theure Reichshauptftadt und Kaiserrefidenz, darf sich mit Recht einer Fülle herrlichster WohlthStigkeitsanftalten rühmen und dennoch mangelt ihr auf diesem Gebiete etwas ungemein Wichtiges, Segendrinaendes, von allen Guten langst Ersehntes, etwas ihr vollkommen Würdiges — nämlich:
ein Hospital für arme Thiere!
Wer wüßte nicht von Brutalität roher Menschen gegen ein armes Thier, oft gegen das nützlichste, zu erzählen! Ach, d u stummen Jammer unserer hülf-, sprach-, tröst- und gebetlos.n Milgeschöpfe nur annähernd zu nottren, würde mehr als eine Bibliothek ausmachen! Aber der Gedanke wird mehr und mehr Boden gewinnen, daß auch die Thtere als unsere Mitgeschöpfe und durch ihre mannigfach« Mithülfe an «nferm Leben und Wirken zur großen Kette socialer Verbrüderung gehören und zwar als keine der unwichtigsten Glieder. Im Namen GotteS und feiner viclgcqualttrr hülf- und sprachlosen Cieaturen richten wir nun behufs Errichtung eines hochwichtigen Instituts der Barmherzigklit, welches sich den manchei lei andern unserer großen Hauptstadt der Intelligenz würdig anreihen, ja, eine sehr fühlbare Lücke ausfüllcn soll, an alle Warmfühlenden, Edeldenkenden die dringende Bitte . . . u. f. w.
Am Schluffe heißt cs dann noch:
Seit ein paar Jahren Haden sich in Deutschland rühmenswerthe Gesellschaften zur Errichtung von Retchswaifenhäusern verbund-'n — wohlan, ein Thier-Asy! ist auch ein Waisenhaus und jedes Thier ist eine Waise, ja mehr als das, beim kein Menschenkind kann je so verlassen und verwaiset fein, als etn armes Thier, ein unglückliches insbesondere. Erbarmet Euch der Thiere! Denn selig sind die Barmherzigen!
Als wir diesen Aufruf lasen, machte uns derselbe zunächst einen überwältigend komischen Eindruck und wir glaubten sicher! ch würde drr Kladderadatsch sich d«r Sache anachmtn. Aber die Sache bat doch auch eine tiefernste Seite. G-wiß ist es eine Menschenpflicht, Barmherzi.ck.it gegen die Thiere zu üben; wir sollen, wenn wir sie unserer Herrschaft unterwerfen, sie niemals nutzlos quälen und verfolgen. Nun gibt es auch Menschen, die sich ncch näher mit Thieren befreunden. Auch dies ist ja natürlich. Wir onmutben, daß jene Damen, vielleicht in Ermangelung von Kinder- segrn, ja ein solches G-schöpf, einen Hund ober eine Kotze, in ihr Herz geschlossen. Wenn sie nun in ihren mer Wänden dffse ihre Lieblinge vielleicht mtt Leckerbissen füttern und auf weichen Flaum betten, so ist das eine häusliche Angelegenheit, um die sich Niemand kümmert. Ganz anoers aber, wenn solche Bizarrerien piunkooll in die O^ffentlichkeit t eten. Dann wachen sie einen wah'.haft sybaritischen Eindruck. Was wollen jene Damen eigentlich ? Wahrscheinlich wünschen sie eine Stätte zu Haden, wohin sie ihren Mops ober .hre Miez-, wenn sie alt und abständig geworden und ihnen nicht mehr genehm sind, absetzm können, ohne den Abd'cker zu best.ll n. Aber wollen sie nicht auch die Ratten und Mäuse, bie man bei ihnen fängt, statt sie zu ver- t'lgen, dem Asyle zuführen und dort zu Tode füttern lassen? Haben sie niemals „ben stummen Jammer eines solchen bülf-, sprach-, tröst- und gebetlosen M'tgeschöpses" gesehen, otnr. cs in der Falle sitzt? Anderer häuZl'chrn Thiere, die unserem Herzen oft noch weit näher steben und denen doch auch ihr Leben lieb ist, nicht zu gebenLn ! Dock wir kehren zum Ernst zurück. W sien denn unsere Damen nickt, daß sich in ihrer nächsten Nähe Ul-zäh!ig- Menschm finden, die das, was sie den Th'eren zuwenden wollen, als größte Woblthat für sich benehmen würden? Mit welchen Gefühlen müßte wohl ein Armer, der nichts zu (ffen hat und in einer elenden Kellerwohnung fern Dasein fristet, an einem solchen Th'e,-Asyl vorübergehen, wenn er dort die alten Hunde und Katzen der Vornehmen gefüttert und gepflegt sähe? In England hat man beantragt, die Frauen in (Sfmangduna aller sie schützenden Gesetze wenigstens unter das Thierschutzgesetz zu Men. So könnte es auch kommen, daß einmal ein Armer an der Schwelle jmes Tbier-Afyls erschien und bäte, ihm doch statt eines Hundes Aufnahme zu gewähren. Und welch ein Fund für die Socioldemokroten! „Seht diese Reichen!" würden sie sogen; „sie bauen Häuser, in denen sie ihre Hunde und Katzen pflegen, während wir mit Frau und Kind frieren und hungern!" Und — was das Schlimmste wäre — sie hätten recht! Wahrlich, es ist nicht an der Z'it, in dieser Wesse die Gefühle unseres Volkes beravszufordern. Und wenn jene verehrten Damen sich die Sache recht überlegt, so hätten sie sich sagen sollen, daß ihr Aufruf, zumal mit seinen salbungsvollen Worten, jedes echt menschliche und echt religiöse Gefühl tief verletzt.
WafferwäLMe der Lahn.
Am 21. Mai, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: 123/4° R. — Luftwärme 13° R. Rübf amen.
AUKathoilschr Gemeinde.
An Christi Himmelfahrttage, Vormittags 11 Uhr, wird in der Stadtkirche Altkatholischer Gottesdienst stattfinden.


