Ausgabe 
20.5.1884
 
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Karl Dr audt In Büdesheim.

Victor Melior, Hofbaurath in Büdingen.

Repertoir der vereinigten Stadttheaterzu Frankfurt a. M.

Mda: Fräulein Rosen vom Landestheatei

Herrn Perotti- DerProphet. (Joham

29. August Vorbach in Holzhausen.

30. Georg März 1. in Dauerrihetm.

10.

11.

12.

Dienstag den 20. Mai: Gastspiel (Raoul: Herr Perotti.)

Mittwoch den 21. Mai geschlossen.

Donnerstag den 22. Mat: SU'ba.

von R- Gen 6 e.

Donnerstag den 22. Mai geschlossen.

Freitag den 23. Mai: Zum ersten Male wiederholt: Nanon.

Samstag den 24. Mai: Uriel Acosta.

Sonntag den 25. Mai: Retf-Retfltngen.

Wir lesen in einer der neuesten Nummern derKöln. Ztg." folgende!:

Artikel:

Vermischtes.

Friedberg, 15. Mat. Gestern Nachmittag 3 Uhr zog ein schweres Wetter über unsere Stadt. Während desselben schlug der Blitz in unser neues Schulhaus und zwar durch das Dach, wo er mehrere Balken zersplitterte, in eine Schulstube, wo zum Glücke nur wenige Mädchen Arbeitsstunde hatten. Der Blitz zertrümmerte auch hier einen Balken und fuhr durch die Wand ins Freie. Den Schrecken der Lehrerin und der Kinder kann man sich denken. Zwei der Kinder wurden betäubt. Ernes konnte später nach Hause gehen, das andere wurde bewustlos nach Hause getragen. Letzteres hat seine Sprache verloren und bis heute noch nicht wieder erhalten, sondern deutet, wenn man es fragt, nur nach seinem Halse. Hoffentlich hat der Schreck keine bleibenden Folgen.

Berlin, 15. Mai. Am Postscbalter verhaftet (im Postamt 15 tn der Sebastian- straße) wurde, demBerl. Tagebl." zufolge, heute Mittag gegen 12 Uhr ein Herr, der sich unter dem Namen Dr. Kaiser aus Hamburg dort postlagernde Briefe abholen wollte, die für ihn daselbst in größerer Anzahl eingetroffen waren. Wie verlautet, soll es sich um socialdemokrattschr Angelegenheiten bandeln. Beamte der Polizei hatten im Postamt schon seit mehreren Tagen auf das Erscheinen des Adressaten der erwähnten postlagernden Briefe gewartet und nahmen ihn mitsammt den für ihn bestimmten Brief­schaften in Empfang, um ihn sofort nach dem Molkenmarkt zu befördern.

(Vacante Stellen im Bezirk des 11. Armee-Corps) Blankenhain, Directorium des Karl-Frtedrich-Hospitals, Oberwärter, neben freier Station 408 X fester Lohn und für Nrbendienste 5060 X Nebenetnnahme. Kassel, König!. Etsenbahn-Bemebsamt (Main-Weser-Bahn) Bureaudiener, 75 X monatlich, steigend. Frankfurt a. M-, Direction der Main - Neckar - Bahn zu Darmstadt, Bahnwärter, 820 X Gehalt, freie Montur und freie Wohnung. Kirchhain (Reg.-Bez. Kassel), Postamt, Posthülssbote, 1 40 X Tagegeld. Meiningen, Herzog!. Landrath, Registraturgehülfe, 900 X Gehalt jährlich, steigend. Pyrmont, Postamt I, Postschaffner, 800 X Gehalt und 180 A Wohnungsgeldzuschutz. Saalfeld a. S-, Herzog!. Landrath, 1 Schreiber und 1 Regt- straturgehülfe, je 900 X Gehalt, steigend. Sonneberg, Herzog!. Landrath, Registratur- gehülfe, 900 X Gehalt, steigend. Schmalkalden, Bürgermeisteramt, Feldhüter, 300 X Gehalt. Siegen,lPostamt, Postschaffner, 800 Gchalt und 14AX Wohnungsgeldzuschuß. Siersha hn, Postamt, Postverwalter, während der Probezeit 2.50 X Tagegeld, spater 1000 X Gehalt jährlich und 180 X Wohnungsgeldzuschuß. Wehlherden, Strafanstalt, Aufseher, 900 X Gehalt, steigend, und freie Dienstwohnung.

Rußland.

Petersburg, 17. Mai. Der Prinz Wilhelm mit Gefolge ist um 5 Uhr 55 Mm. wohlbehalten hier angekommen, am Bahnhofe empfangen von den Großfürsten und den Spitzen der Behörden und dem Personal der deutschen Botschaft. Die Begrüßung war sehr herzlich. Auf dem Bahnhofe war eine Ehrencompagnie des Sremeonoff'schen Leibgarde-Grenadierregiments nebst Fahne und Musik aufgestellt. Der Prinz fuhr irffs Winterpalais, woselbst er abstieg. Die Straßen, die der Prinz passirte, hatten geflaggt. Das Publikum grüßte sehr sympathisch. Botschafter v. Schweinitz war dem Prinz entgegengereist.

In Begleitung des Großfürsten Wladimir im Winterpalais angelangt, ward Prinz Wllhelm daselbst vom Kaiser empfangen, herzlichst begrüßt und in seine Apartements geleitet, wo der Prinz den Besuch sämmtlicher anwesenden Großsürsten empfing. Bald daraus begab sich der Prinz zur Familientafel in's Anitjchkoff-Palais, wo die Kaiserin mit den Großfürstinnen versammelt waren. Den Ehrendienst beim Prinzen hat der Generalmajor Graf Lambsdorff, die Ordonnanzen stellt das Petersburger Grenadier-Regiment König Friedrich Wil­helm. Schweinitz, Werder und Bismarck waren dem Prinzen bis Gatschina entgegengefahren. _

Telegraphische Depeschm.

Wolff'S UUfct* GorLew0WdeW''BWrrsU.

Berlin, 18. Mai. Der nationalliberale Parteitag, zu dem etwa 500 Mitglieder erschienen waren, wurde heute Mittag um 12V3 Uhr eröffnet und constituirte sich unter dem Vorsitz des Abg. Hobrecht-Berlin als ersten, des Abg. Kiefer-Freiburg in Berlin als zweiten und des Abg. Oberstlieutenant v. Wolff- Stuttgart als dritten Vorsitzenden, Nachdem Abg. Hobrecht die Versammlung begrüßt und Die politische Thätigkeit, Ziele und Aufgaben der Partei entwickelt, verlas Abg. v. Benda die nachfolgende Erklärung:

Die'nationalliberale Partei hält an der Grundlage des Programms vom 22. Mai 1881 fest; sie steht in unverbrüchlicher Treue zu Kaiser und Reich, sowie zu der ungeschmälerten Aufrechterhaltung der durch die Reichsverfassung verbürgten Rechte der Volksvertretung. Sie wahrt ihre volle Selbstständigkeit und Unabhängigkeit nach allen Richtungen hin; die Verschmelzung mit anderen Parteien ist bei der gegenwärtigen Lage der Verhältnisse ausgeschlossen. Sie begrüßt mit lebhafter Befriedigung die auf dem Boden jenes Programmes stehende Heidelberger Kundgebung süddeutscher Parteigenossen vom 23. März d. I. Sie erblickt in derselben und in dem Anklange, welchen die Erklärung in den weitesten Kreisen gesunden, den erfreulichen Beweis für das in der Partei mit neuer Kraft erwachte politische Leben und für die Entschieoenheit und Energie, mit welcher die Parteigenossen in Die Bewegung für die bevorstehenden Reichs- tagswahlen einzutreten entschlossen sind. Rät den nationalliberalen Landespar­teien Süddeutschlands theilt die Partei die Ueberzeugung, daß die Aufrechterhal­tung des Gesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen dec Socialdemokratie zur Zeit noch eine Rothwendigkeit war. Umsomehr erachtet sie es aber sür geboten, die Reichsregierung in ihren auf die Verbefferung der socialen Lage der arbeitenden Klassen gerichteten Bestrebungen, vorbehaltlich einer sorgfältigen Prüfung der einzelnen Maßregeln, mit allen Kräften zu unterstützen. Sie wird vor Allem dafür eintreten, daß das Unfallversicherungsgesetz noch im Laufe dieser Session zu Stande kommt. Sie erwartet Seitens der Gesinnungsgenossen in allen Theilen Deutschlands die gleiche Entschiedenheit und jene, den Gegensatz örtlicher Interessen überwindende Einigkeit, welche den Erfolg verbürgt. Sie fordert aller Orten die Parteigenossen auf, sich zu sammeln und bei den bevor­stehenden Wahlen mit voller Hingebung ihre politische Pflicht zu erfüllen.

In der darauf folgenden Discussion sind Bennigsen und Miquel als die Hauptredner zu bezeichnen, außer denselben ergriffen noch Kiefer (Baden), v. Wolff (Württemberg), Aub (Bayern), Fries (Weimar) und Gensel (Leipzig) das Wort. Die Erklärung wurde alsdann einstimmig angenommen. Mit einem dreifachen Hoch auf den Kaiser schloß die Versammlung gegen 4 Uhr.

Petersburg, 18. Mat. Der Kaffer hat Se. K. Hoheit den Prinzen Wilhelm von Preußen zum Chef des 85. Wyborgschen Infanterie-Regiments ernannt. Letzteres hat fortan den Namen Sr. K. Hoheit zu führen. ,

In Wirballen war zum Empfange Sr. K. Hoheit des Prinzen Wilhelm als Ehrenwache eine Eskadron des kurländischen Leibdragoaer-Regiments mit dem Trom­peterkorps und der Standarte aufgestellt gewesen. ,

Die amtlichen Blätter bringen anläßlich der heutigen Feier der Großjährig­keitserklärung des Großfürsten-Thronfolgers zahlreiche Rangerhöhungen und Ordens­verleihungen an Militärs und Ctvllbeamte. Der Großfürst-Thronfolger ist » la suite der ersten Batterie der reitenden Garde-Artillerte-Brtgade gestellt, Großfürst Nicolaus der Jüngere ist zum Commandirenden des Letbhusarenregiments des Kaisers ernannt, Generallieutenant Orckewsky ist unter Belassung in seiner Stellung zum Senator er­nannt, der Militär - Bevollmächtigte bet der russischen Botschaft tn Berlin, Flügel­adjutant Oberst v. Dahler, ist zum Generalmajor befördert, dem Geheimen Rath v. Plehwe ist der St. Annen-Ocden 1. Classe verliehen worden. Als Gnaden- dewets gegenüber der gesammten Armee veröffentlicht derRegierungsanzeiger" einen kaiserlichen Tagesbefehl, durch welchen die bisherigen Rangoorzüge bei den Officteren der Specialtruppen auf die Officiere aller Truppengattungen ausgedehnt werden. Der Majorsrang wird dadurch aufgehoben und avanctren künftig die Capitäne, bezw. Rltt- metster direct zu Oberstlteutenants. Die gegenwärtigen Majors sind sofort zu Oberst- lteutenants ernannt. F r r ,

Die russischePetersb. Ztg." widmet dem Besuche Sr. K. Hoheit des Prinzen Wilhelm von Preußen einen äußerst sympathischen Begrüßungsartikel und hebt hervor, die Reise des Prinzen gehe über den Rahmen eines ettquettemäßigen Besuches weit hinaus, sie habe daher eine um so größere Bedeutung für die Beziehungen Rußlands zu Deutschland und bilde ein Unterpfand für die auf lange Jahre gesicherte Freundschaft zwischen den beiden Nachbarstaaten.

Se. K. Hoheit Prinz Wilhelm von Preußen erwiderte im Laufe des Vor­mittags die Besuche der Großfürsten.

Prinz Wilhelm von Preußen besuchte heute früh die Kirche der Peter-Paul- Festung und legte am Grabe Kaisers Alexander II. einen Kranz nieder.

Im Laufe des Vormittags machte der Prinz den Botschaftern seinen Besuch. Das Diner nimmt der Prinz heute bet dem deutschen Botschafter.

Um 12% Uhr erschienen die Majestäten im Winterpalais, woselbst Prinz Wilhelm von Preußen dem Großfürsten - Thronfolger die Insignien des Schwarzen Adler-Ordens überreichte. Alsdann erfolgte die Auffahrt zur Feier der Großjährig­keits-Erklärung des Großfürsten-Thronfolgers. Nachdem das diplomatische Corps und die übrigen geladenen Gäste sich in der Palaiskirche versammelt hatten, begaben sich die Majestäten, der Thronfolger und die fürstlichen Gäste, darunter die Königin von Griechenland, die Großherzogin von Mecklenburg-Schwerin, Prinz Wilhelm von Preußen, sowie die Mitglieder der kaiserlichen Familie tn feierlichem Zuge dorthin. Prinz Wilhelm ging zwischen der Großfürstin Xenia und dem Großfürsten Wladimir. Hierauf leistete der Großfürst-Thronfolger den Eid, treu zu bleiben dem Kaiser und dem Vaterlaude und die gesetzliche Thronfolge Ordnung zu bewahren. Während der Eidesleistung ertönten 101 Kanonenschüsse. Aus der Kirche begab sich der Zug nach dem St. GeorgSsaale, wo der Thronfolger auf die Standarte des Leibgardekosakenregi- mentS, bcffeti Hetman« er ist, den militärischen Treueid leistete. Nach der Feierlichkeit

Ludwig Schäfer V., Landwirih von Albach.

Hch. Nicolaus Kutsch, Kammerdirector in Lich. Johann Wilhelm Fischer, Metzger in Butzbach. Heinrich Schudt in Echzell.

16. Johannes Schimpf, Kaufmann in Butzbach.

17. Hermann Wallach, Kaufmann in Alsfeld.

18. Jacob Vogt, Kaufmann in Butzbach.

19. Peter Kuhl, Landwirth in Hochweisel.

20. Geor g Geiß II., Landwirth tn Büches.

21. Heinrich Moscherosch, Landwirth tn Burg-Gräfemode.

22. Ferdinano Frank, Kaufmann in Düdelsheim.

23. Johann Karl Schultheiß tn Bisses.

Wilhelm Hahn, Thümanns Sohn in Alsfeld.

Dietrich Christ, Rentner in Elpenrod.

Friedrich Heinrich Bopp, Landwirth in Eckartshausen. Samuel Tuch, Rentner in Nidda.

13.

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15.

24.

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26.

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28.

Wafferwärme der Lahn.

Am 19. Ma«, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: IW R. - R.

9. Heinrich Guth II. in Harheim.

" Johann Georg Häuf er IX., Landwirth in Nieder-Weisel.

in Graz als Gast.)

Freitag den 23. Mat geschlossen.

Samstag den 24. Mai: Lakme.

Sonntag den 25. Mat: Gastspiel des von Leyden : Herr Perotti )

Schuu^vtetßuus»

Dienstag den 20. Mai: Der Richter von Zalamäa.

Mittwoch den 21. Mai: Zum ersten Male: Nanon. Operette in 3 Aktei

Opernhaus.

' ves Herrn Perotti. Die Hugenotten

zogen sich die Majestäten und die fürstlichen Gäste in die inneren Gemächer zurück. Der Thronfolger nahm inzwischen die Glückwünsche der Großwürdeuträger, der Generalität und des Osficiercorps entgegen.

Lokales.

Gießen, 19. Mai. Ziehungsliste der Geschworenen sür das II. Quartal 1884.

1. Johannes Werl II., Bürgermeister in Berstadt.

2. Johannes Horst III., Landwirih in Unier-Setbertenrod.

3. Johannes Feldmann IV., Bäcker in Grünberg.

4. Joseph Engel II. in Echzell.

5. Heinrich Otto IV., Landwirth in Beuern.

6. Dr. Otto Buchner, Professor in Güßen.

7. Johannes Zinn IX., Landwirth in Maar.

8. Ludwig Riedesel, Freiherr von Essenbach auf Schloß Essenbach.

Zur gefl. Beachtung.

Schriftliche Anfragen wegen Auskunftsertheilung über Inserate rc. können nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort bergelegr (ft. Heber Inserate bezüglich deren Offerten einzureichen sind, fft, dw ExpchMon zu keinerlei Auskunftsertheilungen befugt. Offertenbrie-fe sind soweit kerne bestimmten gegentheiligen Abmachunaen getroffen wurden in der Ervedstwn ab-ubolen

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 17. Mai. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu X 2.803.50, Stroh X 2.803.10, Eier das Hundert X 4 30^-5.70, Butter 1. Qualität X 0.90, 2. Qualität X 1.00, Kartoffeln per Centner X 2.002.o0, Kohlrabi 20- 25 H pr. St, Erbsen 100 Kg. 19.5027.50 X, Rothkraut pr. St. 0000 H, Poularden X 00, Hubn-^L 1.502.20, 1 Ente X 3.004.00, 1 Taube 6000 H, Hahn X 1.702.00, Gans X 00.00, Welsche X 7-12.

Grünberg, 17. Mai. (Fruchtpreise.) Weizen X 19.70, Korn X 17.60, Gerste X 17.20, Hafer X 16.60, Erbsen X 18.60, Linsen X 00.00, Lein X 25.00, Samen X 30.00, Kartoffeln X 3.80, Wicken 00.00. ______

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