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Zweites Blatt
Re. 82.
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Erscheint tLgttÄ mit ÄuSnah'.ne beS MontagS.
r Schulstraße 7.
PretS vierteljährlich 2*SD?ar! 20 Pf. mit Bringerlühn.
Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mar! 50 Pf.
Amtkicher Hhsi 5.
Betreffend
und zu verpflegen^
Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden.
t Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüsungs-Cammisfion nur dünn ' amiibringen, roemt der sich Dietbenbe im Grohherzogthum Hessen gestellungspflichtig ist, b. h. seinen baiiernbeit Aufenthaltsort hat.
2. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Zaüres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20., Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum einzährigea Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1- April des- selben Znhres zu erbringen.
3, Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actensormat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben
c. ein UnbescholtcnheitSzengniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist;
ä. dar Schulzeugnih.
Sodann wird noch besonders bemerkt:
Zu pos. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, in der Lage zu fein, den Freiwilligen «ährend des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf.
Zn pos. d : daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für di« Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen rmv Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien und Realschulen 1. Ort., sämmtlich nach de« Schema 17 zur tzrsah-Ordnung (L Therl d-r Wehr-Ordnung vom 28. Septbr. 1875 — Reg.-Bl. Nr. 55 von 1875) ausgestellt sein müssen.
wirb.
4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen:
a. Geburtszeugniß;
b. ein Einwilligungs-Attest der Vaters oder Vormunde« mit der Erklärung über Bereitwilligkeit und Fähigkeit, den Freiwillig« während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurustea
■ Die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst aus Grund von Schulzeugnissen. Bekanntmachung.
Di-ienia-n jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen werde» hierdurch auf die nachchlgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfugen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvoll,tandige
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Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der Z8 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Ersatz-Ord. verwiesen.
Grobherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende:
Gros.
Gteßen, 19. April.
Der Kaiser ist nunmehr von seinem jüngsten Unwohlsein erfreulicher Weise wieder gänzlich hergestellt und hat bereits am Dienstag seine erste Ausfahrt — wenn auch noch tm geschloffenen Wagen — unternehmen können. Die Abreise nach Wiesbaden soll daher im Lause nächster W^e erfolgen. Leider dürste aber die Kaiserin verhindert sein, ihren erlauchten Gemahl zu begleiten, da sie sich eine Erkältung zugezogen hat, die, obwohl normal verlausend, der hohen Frau doch große Schonung auserlegt.
Die Osterwoche hat uns aus dem Gebiete der inneren Politik mancherlei Neues gebracht, wenn auch die brennendsten Tagesfragen noch ihrer Entscheidung harren. Aus dem Parteiteben sind vor Allem zwei bemerkenswerthe Vorgänge zu verzeichnen: Die Versammlung rheinischer Katholiken in Köln und der Parteitag der süd- und südwestdeutschen Nationalliberalen in Neustadt a. d. H. Die Kölner Versammlung gestaltete sich zu einer entschiedenen Kundgebung der Anhänger des Centrums für die von den Ceutrums-Abgeord- Neten im Reichstage wie im preußischen Abgeordnetenhause vertretene Politik und die Forderung der Zurückberufung der Erzbischöfe Melchers und Ledochowski kennzeichnet zur Genüge den Charakter der Versammlung. Als eine nicht minder entschiedene Kundgebung, wenn auch nach ganz anderer Richtung hm, ist indessen auch der nationailiberale Parteitag in Neustadt zu betrachten. Die Versamm- lung stellte sich voll und ganz aus den Boden der bekannten Heidelberger Erklärung, so daß der Parteitag wesentlich mit zur Kräftigung der.nationalliberalen Partei beigetragen hat, deren die gemäßigt liberalen Elemente in dem im ^.ause dieses Jahres bevorstehenden Wahlkampfe allerdings auch dringend bedürfen. Was die „Bismarck-Krisis" anbelangt, so involviren die jüngsten Auslassungen der „Nordd. Allg. Ztg." — denen die nun wieder dementirten Gerüchte über den angeblichen Eintritt Miquel'ü in das preußische Ministerium zu Grunde lagen — eine neue Wendung in derselben. Das osficiöse Blatt leugnet, wie man dies wenigstens zwischen den Zeilen herauslesen kann, das Bestehen einer MtnisterkrisiS und demgemäß den angekündigten Eintritt von Minister-Vacanzen; diese Behauptung mag den Thatsachen nicht ganz entsprechen. Immerhin deuten die Auslassungen der „Nordd. Allg. Ztg." in Verbindung mit dem ziemlich bestimmt auftretenden Gerüchte, daß sich der Kaiser für jetzt weigere, in die Entlassung deö Fürsten Bismarck aus dem preußischen Staatsministerium zu willigen, darauf hin, daß die Möglichkeit des Verbleibens des leitenden Staatsmannes'in seinen bisherigen Stellungen trotz aller hierüber coursirenden Gerüchte nicht ausgeschlossen erscheint. ,
Die von Centrumsblättern gebrachte Nachrrcyt, daß Gras Ledochowski auf seine Würde als Erzbischof von Gnesen-Posen verzichtet habe und daß diese Resignation vom Papste angenommen worden fei, wird von dem Kuryer Poznanski" auf das Entschiedenste dementirt. Da man dem genannten Blatte nahe Beziehungen zu Ledochowski nachsagt, so wirv dieses Dementi wohl Ruch seine Berechtigung haben. rv. , .
Die kleinen und kleinlichen Streitigkeiten, welche tn dem
Hunten Völkergemisch des österreichischen Kaiserstaates die Nationalitäten-Frage immer wieder entfachen, treten vor einem Ereigniß zurück, dem alle Stämme Oesterreich-Ungarns ein gleiches Interesse entgegenbringen. Das österreichische Thronfolger-Paar hat am Montag seine Orientreise angetreten und ist bereits in Konstantinopel eingetroffen, wo die hohen Reisenden etwa 8 Tage die Gäste des Sultans sein werden. Auf der Rückreise gedenken dieselben auch m Belgrad und Bukarest Station zu machen. Der Ausflug des kronprinzuchen Paares hat unverkennbar seine politische Bedeutung und wird derselbe näment- lich durch die persönliche Berührung des österreichischen Thronfolgers mit Sultan Abdul Hamid jedenfalls mit dazu beitragen, die Beziehungen zwischen der habsburgischen Doppel-Monarchie und dem Osmanenreiche enger zu knüpfen.
In Frankreich bildeten die Enthüllung der Gambetta-Statue in Cahors und die politischen Kundgebungen, welche sich hieran knüpften, das Ereigniß der Woche. Das meiste Interesse erregten die Reden, welche die Minister Ferry, und Campenon bei der Enthüllungsseier selbst hielten und da muß denn rühmend hervorgehoben werden, daß diese Reden, wie sehr sie auch den Patriotismus Gambetta's verherrlichten, in keiner Weise für uns Deutsche verletzend waren und dieser Umstand muß um so mehr betont werden, als sie Angesichts des Standbildes jenes Mannes gehalten wurden, der mit Recht als der eigentliche Träger der Revanche-Idee gelten konnte. Vielleicht darf man den günstigen Verlauf der Feier von Cahors als ein erfreuliches Symptom für die guten offtaellen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich betrachten. Was die Vorgänge in Ostasien anbelangt, so dürfte die erfolgte Besetzung von Honghoa durch die Franzosen als der Abschluß der militärischen Operationen im eigentlichen Tong- kina zu betrachten fein. Die neuerdings aus Peking einlaufenden Allarmnachrichten lassen indessen vermuthen, daß die Kriegspartei am Pekinger Hose wteber die zur Reit herrschende ist, die auf einen vollständigen Bruch mit Frankreich hinarbeitet. Neue und ernstere Verwickelungen in Ostasien sind demnach nicht ausgeschlossen.
In England beginnt die erregte Discussion über die egyp- tische Frage einer ruhigeren Erörterung Platz zu machen. Man sieht die Lage Äordon's in Khartum nicht mehr als eine so hoffnungslose an, wie sie die Oppositions-Blätter immer hinstellen, wenn man sich auch nicht verhehlt, daß seine Situation weit davon entfernt ist, eine beueidenSwerthe zu sein. ES scheinen aber bie Dinge in Khartum in ber That nicht so schimun zu stehen, als sich vermuthen ließ; besonders sind die Verbwbungen ber Stabt nach Vor- den zu nicht gänzlich unterbrochen, ba von Gorbon noch immer von Zeit zu Zeit Nachrichten einlausen. Mit Spannung sieht man in London bem Ergebnch ber Verhandlungen Admirals Hewett mit dein König Johannes von Abysstnien entgegen, bereu eigentlicher Zweck aber noch strenges Gehermniß ist.
Die Aufmerksamkeit ber spanischen Regierung würbe in letzter Zeit burch die cubanische Frage in Anspruch genommen. Wiederhol tauchten auf Cuba Jnsurgentenbanben auf, die inbessen sämmtlich, bis aM diejenige Aguerro's, von den Regierungstruppen niedergemacht worben dem erscheint die Situation aus der Insel nicht unbedenklich; es herrscht hie>.


