Ausgabe 
20.2.1884
 
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ennanfleln; der Fthler dtcseö Stückes ist, daß eS mit Handlung förmlich vollgespickt tft, daß eine Handlung die andere drängt, ohne daß die vtrdrüngte hat autzreifen können. Ss gleicht bo8 ganze Schausptel einem Gewebe, daS auS lauter zerrissenen Fäden hergestellt wurde. Vorausgesetzt, daß man Handlung nennt, was nur ein Geschehntß tft. Der meph stopheltsche Graf von Arendurg hetrathet dos arme Watsenmödchen Ruth von Looeland, die kokette und schöne Wtttwe Adele von Orostl hetrathet den jungen Handwerkerkünftler Arnold Gebhardt, den Sohn etneS SchlossermcisterS, der Posizeipräsict (ein solcher Titel existirt unseres Wissens nicht in Deutschland!» bearg­wöhnt Ruth von Looeland, daß sie verbotene Schriften übersetze, und der aufstrebende Schriftsteller Georg Brüning, ein zweiter Elavigo. reift plötzlich mit seinem Macen noch Italien, weil ja, weil er Adele von Aioftt liebt und sich vor Ruth von Looeland, die er zu lieben glaubt, schämt- Welcher Hauptgedanke, eS soll gar nicht gefragt fein, welcher ethische ließt denn diesem Schauspiel zu Grunde? Wozu werden denn olle diese Personen in Bewegung gesetzt? Der Zuschauer weiß nur, daß er in ein sehr wirres und bunteS Getriebe vieler Menschen gedickt hat, aber die Gründe für diese Menschenansammlung, für ihr Auf» und Abwogen kennt er nicht. Der Dichter soll doch nicht die Menschen alS Figuren eines immer wechselnden lebenden BildeS betrachten, tzr soll unS ihr Innerstes enthüllen; er soll sie so gebrauchen, daß man sieht, es ist ihm um ihr Thun und Treiben, ibr Streben und Wollen, nicht um ihr Umherstehcn zu thun. Erst mit dem dritten Akte kommt etwas Leben in die Sache: eS tritt in der Nutb von Looeland ein Charakter in den Vordergrund, der wenigstens unsere Sympathie erwecken kann-

Das Beste an dem Stück tft noch die Diclion; auch der Dialog entbehrt nicht einer interessanten PoMttrung. Aber der Dialog, mag er noch so schön fein, und Solongesvräche, mögen sie auch pikant sein, werden niemals im Stande sein, den Hörer auf die Dauer zu fesseln- , , , , rf

Kinzig die vortreffliche Darstellung hielt daS Schauspiel über Wasser. Der Haupi^ntbeil des Eisolgrs gcbübit Fräulein Kohrfen 1. Sie war alS Ruth von Looeland die Reiterin deS Stücks. Die Ausführung unterstützten, jeder mit dem Sprc'sicum seiner schauspielerischen Veranlagung, Herr Scholermaun (Graf von Arenburg), Herr Muff (Schlossermetster Gebdardt),Frau Brede lFrau Gebhardt), Fräulein Pögner I (Adele von Orofti) und Herr Schreiner (Corbach). Sogar Herr Berthold, als fremdsprachlicher Diener, brachte sein: It is ten minutes past cleven oclock soft ohne Unfall heraus. Fräulein Kohrsen II. (Martha), Herr Sckönwasser (Georg Brüning), Herr Rickelt (Polize'präfect), Herr Ebel (Arnold Gebhardt), Herr Peters (Lichtenegp) und Herr Sauer mann (Edmund Merck) fügten sich mit Glück in den Rahmen des Ganzen ein.

Ein Frühlingsbote, ein Schmetterling, wurde uns heute von Karl Braun h Hattenrod, Sohn des dortigen Lehrers, übersandt.

Eingesandt.

Geehrter Herr Redacteur!

Welcher Musikkenner hat denn die Kritik in Ihrer gestrigen Nummer über das in Wenzel'S Eaaldau am vorigen Sonntage stattgefundeae Wogner»Concert verbrochen t

Man sollte eS nicht für möglich halten, daß Jemand sich erlaubt über Tonwerke unserer größesten Meister unb deren Ausführung zu urtheilen, der, in kaum glaublicher Weise, die von dem Sänger in diesem Concerte al« Zugabe gespendeten beiden sehr bekannten Müllerlieder von Franz Schubert für Gelänge auS derWalküre" von Richard Wagner eikiärt.

Handel und Verkebr.

Gießen, den 19. Februar. Auf dem hcutigcnMarkt kostete: Butter per Pfund v*L 0.901.03 Hühnereier per Stück. 57 H, Enteneier per Stück 70 Gänse­eier per Ctck. 1100 ^>, Käse Stck. 59 Kasematte 3 -9>, Erbsen per Liter 2u 4. Linsen 32 Tauben per Paar 731,20 Hühner per Stück jl 0.901.30, Hahnen

per Stück 0.751.40, Enten per Stück JL 2.002.20, Ochsenfleisch per Pfund 6600 zruh- und Lttindfleisch 4856 H, Kalbfleisch 4530 -S, Schweinefleisch

6000 Hammelfleisch 6070 H, Kartoffeln per 100 Kilo H 3.401.00, Milch per Liter 1318 H, Gänse per Pfd. 0000, Zwiebeln per (Str. J4 1200, Weiß­kraut per Hundert JL 00.

Kepertoir der vereinigten Ztadttheater;u Frankfurt a. M.

Opernhaus.

Mittwoch den 20. Februar: Zur Erinnerung an die erste Aufführung des Ver­schwenders vor 50 Jahren. Volksoorstellung. Der Verschwender. Ermäßigte Preise. Außer Abonnement-

Donnerstag den 21. Februar: Mignon. Mignon: Frau Luger als Gast.

Freitag den 22 Februar geschlossen-

Samstag den 23. Februar: Der Prophet. Fideö: Frau Luger alS Gast.

Sonntag den 24- Februar: Teil.

Schauspielhaus.

Mittwoch den 20. Februar: Zum ersten Male wiederholt: Sein Zwillings­bruder.

Donnerstag den 21. Februar geschlossen-

Freitag den 22. Februar: Der lustige Krieg (Operette).

Samstag den 23. Februar: Reif-Ret flingen

Sonntag den 24. Februar: Urbild des Tartuffe.

Allgemeiner

Anzeiger.

Nutzhosi-Nerlleigermig

in der

Königl- Oberförsterei Merenberg. All! Mmitag den 3. März d. I-, Morgens von 10 Uhr ab,

soll in dem E. Gortz'schen Saale zu Weilburg nachstehendes Nutz­holz öffentlich meistbietend versteigert werden:

I. Schutzbczirk Odersbach: (FörsterFick Scheuernbergerhof bei Weilburg.)

Distriete Schwardkubtrgerhau, Zunge- hau und (fapitäiißwalt) 2c.:

27 Stück Eichen-Stämme m. 9,49 fm 32 rin Nutzscheit u. Knüppel, 15 Buchen-Nuhscheit,

13 Stück Birken- u. Aspen-Stämme mit 4,76 fm,

44 rm Birken- und Aspen-Nutzscheit und Knüppel,

145 Stück Fichten- und Kiefern- Stämme mit 104,44 fm,

4 rm Fichten- und Kiesern-Nutz- scheit und Knüppel.

II. Schuhbezirk Heckholzhausen: (Förster Hartmann zu Heckholz­hausen, Post Obertiefenbach.) Distrikte Wolfersberg, Eiermiesenberg und (Oberbreiteloh 2C.:

56 Stück Eichen-Stämme mit 26,21 fm,

38 rm Eichen-Nutzknüppel,

16 Buchen-Nutzscheit,

26 Stück Birken- u. Aspen-Stämme mit 8,73 fm,

128 rm Birken- und Aspen-Nutzscheit und Knüppel,

24 Stück Kiefern^Stämme mit 15,59 fm,

80 rm Kiesern-Nutzscheit u. Knüppel.

HL Schutzbezirk Lahr: (Waldwärter S ch m i d t zu Lahr, Post Dorchheim.)

Distrikt Jjemnljedi:

2 StückEichen-Stämme m. 2,85 fm, 17 rm Hainbuchen-Nutzscheit.

IV. Schuhbezirk Waldernbach: (Förster Wagner zu Waldernbach, Post Nkengerskirchen).

Distriet Kohlhau und Dun-sköpptl :c.:

4 Stück Birken- u. Aspen-Stämme mit 1,92 fm,

2 rm Birken- n. Aspen-^tutzscheit, 1245 Stück Fichten-Stämme u. Derb- holzstangen mit 317,58 fm, 9,00 Hundert Fichten-Reiferholz- stangen IV. und V. Classe. Die Nadelholz-Stämme haben eine -Länge von 15 bis 2Q m und einen

Durchmesser bis zu 46 cm, die Rund­stücke der Nutzholzstötze einen solchen bis zu 40 cm und meist eine Länge von 2,4 in.

Der Unterzeichnete sowohl, wie die bei den einzelnen Schutzbezirken auf­geführten Beamten sind zu jeder Aus­kunft über die betreffenden Hölzer bereit und werden dieselben auf Ver­langen vorzeigen, auch können Kaus- liebhaber Auszüge aus den Nummer­büchern gegen Erstattung der Sckreib- gebühren von hiesiger Oberförsterei erhalten.

Weilburg, den 16. Febr. 1884.

Der Königliche Oberförster: 1182 Hölzerkopf.

Holz-Versteigerung.

Donnerstag den 21. d. Mts.,

Vormittags von 9 Uhr an, sollen in dem Beuerner Gemeindewald in verschiedenen Districten nachver­zeichnete Holzsortimente, als:

297,4 Rm. Buchen-Scheitholz,

43 Knüppelholz,

108 ,, Eichen- und Nadel-Knüp­

pelholz,

6250 Wellen Buchen-Reiser,

250 Eichen-

4600 Nadel-

139 Nm. Buchen-Stockholz,

23 Eichen- u. Nadel-Stockholz versteigert werden.

Die Zusammenkunft ist oberhalb Fünjhausen.

Beuern, den 18. Februar 1884. Gr. Bürgermeisterei Beuern.

Ranft. 1184

Hiirmntliche Bauarbeiten

und

Lieferungen iunt Umbau

der Acticn-Zuckerfabrit Büdingen in Ltoikheim Oberfteffcn

füllen im Wege der öffentlichen Submifsion in einem Loose vergeben werden und liegen Pläne, Bedingungen und Preisverzeichnisse vom 20- d- M. auf dem Bureau der Actien- Zuckcrfabrik Büdingen in Stockheim aus, woselbst auch gegen Erstatwng der Copi- alicn Abschriften der Bedingungen und Preisverzeichnisse zu haben sind. ^Betreff­ende Offerten sind bis zum 1. Marz d. I-, Morgens 10 Ubr bei dem Vorstande der Actien-Zuckerfabrik Büdingen in Stock­heim mit entsprechender Aufschrift versehen, versiegelt und frei cinzureichen.

Bemerkt wird noch, daß Kalk und Sand­steine in sehr guter Qualität in nächster Nähe zu haben sind.

Stockheim, den 16. Februar 1884.

Der Aufstchtsrath der Actien-Zucker- fabrik Büdingen in Stockheim.

Reinhard Schaum- 1208

Holz-Versteigerung

in der

Fürstlichen Obersörsterei Hohensolms.

Dienstag den 26. d. M.

soll in den DistrictenScheuern­wald",Lapp en berg" und H o l l e r b efc g" nachstehendes Brenn- holz versteigert werden:

201 Rm. Buchen-Scheitholz 1. Kl.,

150 Buchen- u. Eichen-Prügel- hblz,

142 dgl. Stockholz, 6250 Wellen dgl. Reisholz.

Die Zusammenkunft und der An­fang der Versteigerung ist borgend 9 y2 U h r in dem DistrictScheuern­wald" beim Teich.

Alsdann wird

Donnerstag den 28. d. M.

in den DistrictenEichelsberg", Scheuernwald",Lappen­berg" undHollerberg" nach­stehendes Bau-, Werk- nnd Nutzholz versteigert:

17 Eichen-Schnittstämme mit 22,44 Festmeter,

293 Eichen-Stämme mit 118,84 Fest­meter, zu Bau-, Wagner- und Grubenholz geeignet,

1 Buchen-Stamm mit 1,37 Festm., 82 Lärchen-Schnitt- und Baustämme

mit 56,85 Festnteter,

57 Fichten - Baustämme mit 21,04 Festmeter,

20 Eichenstangen für Wagner, 355 starke Fichtenstangen, zu Sparren

und Leiterbäumen tauglich.

Die Zusamntenkunft und der An­fang der Versteigerung ist M o r g e n s vräcis 9 Uhr in dem District Eichelsberg" zunächst dem Teiche.

Hohensolms, am 16. Februar 1884.

Fürstliche Oberförsterei Hohensolms. D ö r m e r,

1190 Reviersörfter.

Versteigerung.

Donnerstag den 21. Februar, ^Nachmittags 3 Ubr, werben im hiesigen Pfanblokal (Selters­weg)

5 Kommoben, 4 Kleiberschranke, 4 So- pha's, 3 Consolschränkcben, 18 Stühle.

1 Wanduhr, Waschtische, Küchen- fchranke, Spiegel,

gegen Baarzahlung versteigert.

Gießen, iin Februar 1884.

Horn, 1204 Pfandmeister zu Gießen.

Holzverfteigerung

bei Der Stabt Allcndorf a b. §ba.

In den hiesigen Waldungen sollen versteigert werden:

1. Freitag den 22. Februar, Vormittags^ Uhranfangend, in den Districten Vorderste und Hinterste Mark:

2 Rm. Buchen-Scheitholz,

11 Eichen-Knüppelholz, 243 Nadel-

12300 Wellen Nadel-Neisholz,

30 Eichenstämme, zus. 7,62 Fstm., 228 Nadelstämme, 83,93 356 Nadel-Derbstangen, zusatnmen

25,67 Fstm.,

198 Nadel-Reisstangen, zusammen 3,21 Fstm.

Zusammenkunft an der Klimbacher Lehmkaute.

2. Samstag den 23. Februar, Vormittags vUhr anfangend, in den Districten Homberg, ELchstachel.Hünerling,Rutsch und Sauloch:

61 Rm. Buchen-Scheitholz,

19 Knüppel,

8 Radel-

9850 Wellen Buchen-Reisholz,

900 Eichen-

4000 Nadel-

17 Nm. Nadel-Stockholz,

305 Nadel-Neisstangen, zus. 4,51 Fstm- Zusammenkunft auf -er Atraße uad; Klimbach.

All end orf a. d. Lumda, am 18. Februar 1884.

Gr. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. Bieber. 1209»

Holz-Versteigerung.

Im Gräflichen Revier Arnsburg, kommen

Freitag den 22. d. Mts.

zur Versteigerung:

Scheith., Prügelh., Stockh., Reiserh.^ Raumnreter.

152 171 88 898

Die Eichen - Forstreiser, District Danielskopf und Nutzgarten, werden nicht vorgezeigt und die Versteigerung beginnt Morgens 9 Uhr beim Kalkofen.

Arnsburg, den 18. Februar 1884.

1194 Henckel.

Kaffee

roh und gebrannt, empfiehlt

Robert Stuhl,

1202 23 Neustadt 23,